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Bei dem gesteru Morgen gegen 5s/t Uhr über Zer Peuschlevse-Liebenwalde ziehenden Gewitter schlug der Blitz in da» Haos deS Schneidermeisters Robert Bachmann zn Kolonie Kienitz ein, wobei B., welcher sich in seinem Schlafzimmer befand, vom Blitze ge­troffen wurde und sofort tobt zu Boden sank. Das Hans trug au mehrere» Stellen starke Beschädigungen davon.

Das Schwurgericht tu Freiburg i. Br. verur- teilte tu seiner letzteu Sitzung in dem Proz ß wegen deS im Februar tötlich verlaufeueu Zweikampfes den Studeuteu Vertag zu zwei Jahre» drei Monate« die sechs Ehreurtchter jede» zu sechs Mouateu Haft.

) d. i. die Hauskapelle, an deren Stelle bereits seit 1286 die neue, in Rede stehende, getreten war.

sie die denkwürdige Stätte für alle Zetten befestigen, wo Elisabeth in ihrem Hause am 19. Novbr. 1231 ihre reine Seele aushauchte.

Die beiden Urkunden im 1. Teil des hessischen UrkundeubncheS voo Dr. Wyß Nr. 460 vom 4. März 1286, ausgestellt vom Bischof Berthold von Würz- bnrg und Nr. 525 vom 19. Januar 1291, ausge­stellt vom Erzbischof Gerhard vou Mainz, gewähren alle», welche die Kirche deS deutschen HavseS zu Marburg und die Kapelle, welche vou neuem au dem Orte, wo die hell. Elisabeth die Braut Christi ge- storbeu, erbaut ist, durch Gaben uud Besuch ehreu, 40 Tage Nachlaß zeitlicher Strafen. Laut der llrkuudeu Nr. 471 und 476 vom 10. März uud 12. Mai 1287 stiftet Hedwig die MUwe deS Schiffe» Eckard vou Wetzlar, aus Ehrfurcht vor der heil. Elisabeth eine ewige Lampe in die neue Firmauei- kapelle. Die Nummern 370 uud 682 im 2. Teil deS hessischen UrkvudeubucheS find ebenfalls Abloßarkunden mit vierzigtägigem Nachlaß zeitlicher Strafen für Besucher der Kirche der heil. Elisabeth bei Marburg uud der Kapelle *) tu der sie starb, der St. Michaels kapelle und der Kapelle des St. ElisabethhospitalS. Die erste Urkunde trägt das Datum vom 18. März 1320, die andere ist vom 18. Si ptember 1339. Aus- stellrr derselben find die Bischöfe LudolphuS uud Albertus uud der Erzbischof Heinrich vou Mainz.

Schon nach 100 Jahren hatte die Ftrmanet ihre ursprüngliche Bestimmung als Krankenhaus verloren uud war von den deutschen Herren in eine Weiu- schenke rerwandill worden. 52 Fuder Wein durften sie jährlich zollftei eiuführeu und iu der Firwaaei verzapfen. So lauge der Magistrat der Stadt Marburg noch nicht besoldet war, gtugeu die Herren, wenn sie im Jatereffe der Stadt eine Besichtigung in betreff der Wafferleituua, Brück ubauten rc. vor- geuommen hatten, ,nf die Firmanei' and vergnügten

findenden Sesfion die Einteilung der eidgenössischen Wahlkreise für die Wahlen zum Nationalrate noch­mals zu behandeln, in dem Sinne, daß die in der im Dezember stattgehabten Session von den beide» Räten beschlossenen Aenderungeu definitiv würden. Im übrigen würde ei bei dem bisherigen Gesetze bleiben.

Rom, 18. Aprrl. In der Eröffnungssitzung der Gesellschaft zur Förderung der nationalen In­dustrie und des Handelsverkehrs, welche gestern stattfand, erklärte Marineminister Brin: Die Befferung der Finanzen durch die Verminderung der Ausgaben bilde einen wesentlichen Teil des Regierungspro- grammes. Diese Aufgabe würde sich erleichtern, wenn die auf Europa lastenden internationalen Ver­hältnisse sich zu bessern fortführen. Alle Symptome lassen hoffen, daß die Friedenspolitik die Oberhand habe. Die Friedenstendenzen stehen mit den Bestre­bungen Italiens in vollem Einklänge. Der Minister hofft, bald in die Lage zu kommen, die Opfer zu milder», welche die Wirtschaftspolitik Italiens be­drängen. Auch der Unterrichtsminister Boselli wohnte der Sitzung bei.

Paris, 18. April. Präsident Carnot verließ heute vormittag Marseille. Das Wetter hatte sich gebessert Stanley traf vormittags hier ein und stieg im Hotel Westminster ab.

Marseille, 18. April. Zu Ehren des Präsi­denten Carnot veranstaltete gestern die Stadtbrhörde im Börsengebäude ein Bankett, wozu etwa 400 Personen geladen waren. Auf eine Ansprache des Maires betonte Carnot das Jntereffe, welches Frankreich für alle die soziale Frage berührenden Angelegenheiten hege. Man dürfe stolz auf die Stellung sein, welche sich Frankreich auf diesem weiten Gebiete einzig durch das Mittel der Freiheit erworben habe. In den wirtschaftlichen Kämpfen, welche die ganze Welt beschäftige», sei daS Zu­sammenhalten aller patriottsche» Männer, welche von dem edlen Ehrgeize beseelt seien, dem Jntereffe deS Landes zu dienen, erforderlich. Der Rebe tzch Präsidenten folgte lebhafter Beifall.

Kopenhagen, 18. April. In der heutigen Sitzung deS Staatsrates genehmigte der König alle administrattven Budgets und ermächtigte den Finanz­minister, 400 000 Kronen zur Erweiterung des Freilagers zu verwenden.

London, 18. April. Im Unterhause erllärte gestern bei der Einbringung deS Budgets der Kanzler der Schatzkammer Goschen: Der Ueberschuß des vorigen Finanzjahres betrage 3'/» Millionen Pfund. Tie Staatsschuld habe sich in den letzten drei Jahren

sich da auf Rechnung der Stadlkaffe. Die Firmanei- kapelle wurde erst durch Einführung der Reformation gleich der St. MtchaelSkapelle und der Kapelle im St. Elisabethhospital ihrem bisherigen Gebrauche entzogen.

Zar Zett des siebenjährigen Krieges im Febrnar des Jahre» 1761, bevor die Franzosen Marbmg verließen, zündeten sie erst den großen gefüllten Fiuchtspeicher an, welcher ans der Nordsette der St. Elisabethkirche bis zum Jahre 1839 stand. DaS Feuer ergriff anch die daran sich schließende Firmamt uud brannte beide Gebäude au». Im Jahre 1777 wurde der Fruchtspeicher fettens des deutschen OrdeuS wieder hergestellt, die Firmauei nnd die Firmanei- kapelle wurde» abgebrochen. Nach einer Handschrift- licheu Aufzeichnung erfolgte der Abbruch elfterer Ende September uud Anfang Oktober 1785 »nd der der Kapelle am 4. und 5. Mai 1786. Wie bereits bemerkt, wurden vor einiger Zett die Fundamente der Kapelle bloßgelegt, find aber nunmehr wieder verschüttet, jedoch dnrch eingesetzte Steine an der Oberfläche gekennzeichnet, und zu finden links «eben dem Eingänge znm mineralogischen Institut.

um 23 Millionen vermindert. Es werde beabsichtigt, einen Münzfonds einzurichten zumzwecke der Ein­ziehung der leichten Goldmünzen. Der Voranschlag für das laufende Finanzjahr bemeffe sich auf 86 900 000 Pfund Ausgaben, 90'/» Millionen Ein­nahme», also ergeben sich 3'/» Millionen Ueberschuß. Man habe in de» Einnahme» vorsichtig veranschlagt, da man nicht allzu hoffnungsvoll auf die Fortdauer des Wohlstandes sein dürfe, schon beeinträchtigten die Streiks die günstigen Verhältniffe. Für Kasernen­bauten feien in diesem Jahre 300 000 Pfd. St. zu verausgabe», für die Equipierung der Freiwilligen seien 100 000 Pfd. St. genehmigt. Nachdem Goschen die bereits gemeldeten neuen Finanzvorschläge ge­macht, gedenkt derselbe der Gewährung kleinerer Er­leichterungen in bezug auf die internen Abgaben, welche den Unbemittelteren zu gutekommen sollen, der Herabsetzung der Haussteuer für kleinere Woh­nungen innerhalb 20 bis 60 Pfund Jahresmiete, was 800 000 Personen zu gutekomme. Ter Ueber­schuß werde so auf eine Biertelmillion reduziert. Zwecks der Erhöhung deS an die Lokalbehörden übertragenen Steuerbetrages um 1'/« Millionen schlägt Goschen einen Steuerzuschlag von sechs Pence per Gallone Sprit vor und kündigt eine Bill an, wonach bis zur Lösung der Gesamtfrage der Schank­wirtschaften keine neue Schankgerechtigkeit gewährt werden solle, außer wo gcnz besondere Ausnahme- verhältniffe dies erheischten. Betreffs des Korinthen­zolls bemerkte Goschen, Griechenland gewähre England dafür eine wesentliche Ermäßigung des Einfuhrzolles für englische Waren. Die Reduktion des Korinthen- zolles erstrecke sich nicht auf andere getrocknete Früchte. Es sei möglich, daß Spanien und Frankreich, die Hauptproduzenten von Rosinen, eS später für wünschenswert halten, daS Beispiel Griechenlands uachzuahmen. Die Reduktion des Theezolles tritt am 1. Mai ein. Das Unterhaus nahm mehrere Budgetvorschläge an, darunter solche betr. Zoll für Silber- und Goldwaren.

Newyok, 18. April. Eine Depesche aus Rio de Janeiro von gestern meldet, die brasilianische Re­gierung habe den Religionsunterricht in den staat­lichen Schulen aufgehoben.

nicht zurückhalten wird, so ist es doch eine beinahe beleidigende Unterstellung, als ob er selbst da, wo seines Nachfolgers Verfahren in materieller oder formeller Hinsicht seiner Zustimmung entbehrt, die Hand zu einer solchen Zeitungskritik bieten könnte. Es heißt aber, die Größe des ManneS völlig ver­kennen, wenn man unterstellt, daß die in der Rede Herrn v. Caprivis naturgemäß liegenden kritischen Momente eine Antikritik dieser Art Hervorrufen könnten. Das ist klar und wird schwerlich bestritten werden könne». Es ist daher gerade im Jntereffe des Fürsten Bismarck im höchsten Grade zu bedauern und zu tadeln, wenn Blätter, welche, wie die .Hamb. Nachr.", in dem Rufe einiger Fühlung mit im stehen, durch ihre Artikel zu Unterstellungen solcher Art An­laß geben. Sie machen damit nur die Geschäfte der Feinde des Fürsten Bismarck. Wie wir bereits angekündigt, werden einzelne, schon seit langem ge­forderte Reformen im Postwesen durchgrführt werden. Dahin gehört auch, wie dieNordd. Allg. Ztg.' mitteilt, die von vielen Handelskammern und auch im Reichstage verlangte Abänderung und Ermäßigung des Tarifs sür Versendung von Drucksachen.

Mönche«, 18. April. Das Abgeordnetenhaus nahm den gestern seitens der Zentrumspartei ge­stellten Antrag Biehl, betreffs die Einschränkung des Aktiengesetzes, nach sehr lebhafter Debatte in namentlicher Abstimmung mit 82 gegen 66 Stimmen an, trotz energischer Bekämpfung desselben seitens der Minister der Justiz, des Innern und des Krieges.

Marburg, 19. April. Herr Konsistorialrat H e i n r i c i hat einen Ruf an die Universität Bonn erhalten. Wir hoffe», daß der Verlust einer so hervorragenden Lehrkraft von unserer Hochschule ab­gewendet wird.

Marburg-

Sonntag, 20. April 1890.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition b. Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Bögler in Franlfutt a. M., Cassel, Magdeburg u-Wien; Rudolf XXV. Habraana. Masse in Frankfurt a. M-, Berlin,München u. Köln; B. L Daube u. Eo. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

Brün«, 18. April, lieber die Arbeiterunruhen wird weiter gemeldet: Eine Militärpatrouille, welche mit Steinen beworfen wurde, machte in Witkowitz gestern mittag von der Schußwaffe Gebrauch. Dabei wmden 4 Personen lebensgefährlich und 3 nicht unerheblich verwundet. In der heutigen Nacht kamen daselbst keine Ruhestörungen vor. Die Ar­beiter dürften »och heute ihre Forderungen präzi­sieren. Die Eisenwerke in Friedland stellten ange­sichts der Verhältniffe teilweise die Arbeit ein. Die Situation daselbst ist jedoch keineswegs beunruhigend.

Pest, 18. April. Die Oberstadthauptmannschaft genehmigte den für den 1. Mai geplanten Arbeiter­umzug nicht, hätte aber nichts einzuwenden, wenn die Arbeiter auf einem von der Stadt zu über­lastenden Platze eine Volksversammlung abhalten und in kleineren Gruppen sich dorthin begeben wollten.

Bern, 18. April. Der Bundesrat beantragt bei de» eidgenössischen Räten, in der im Juni statt-

»ühwe». Wetter heißt eS in dem Berichte: Da die Mönche deS CistercienserordenS und viele andere OrdenSlente ihre« Tod erfuhren, tarnen sie ars der ganzen Umgegend zu dem Spital, wo sie beerdigt werden sollte. Iu dem Berichte CouralS über die Zeugenaussage« wurde eine Zeugin, Jseuttud vou Elitzenrode, bereu bliuder Sohu sehenb vou Elisabeths Grab weggegangeu, »ach bem Orte gefragt, wo ber H«riu Elisabeth Grad sei, uud sie autwortete: In ber rechte» Ecke beS HospitalchorS. Diese Aussage bestätigte sich, als bei Ristauratiou ber St. Elisabeth- kirche im nötbliche» Seitenschiff bte Fundamente der Süd- und Westseite des Et. FranziSknShospitalS »ud im nördlichen Kreuzarm ei» Teil der Südseite der Kapelle mit Elisabeths Grab ausgesuudeu wurden; die Fundamente der Nordsette beider und deS Chor- schluffeS tarne« bei ben Ausgrabungen außerhalb ber Kirche zum Vorschein.

Dietrich vou Thüringen berichtet folgenbk«: Die. weil nun St. Elisabeth zu Werda wohnte, ward ihr zu Marburg eine Heine Wohnung pou Holz nud Lehm gebaut, in welche sie zog mit ihrem Gesinde. Und sie ward in die Kapelle, in welcher die Armen beschentt wmden, uud die sie mit ihrem Seide erbaut, am 4. Tage ihres Abschiedes vou ber Erbe begraben.

Die von Dr. Wyß herauSgegebeueu beiden hessi­schen Urkundeubücher geben genauen Aufschluß über ben Ort, wo Elisabeths Haus, bariu sie gestorben qeftonben hat, nämlich ba, wo vor einiger Zett ble Fundamente der Firwaueikapelle bloß gelegt waren. Im Osten beS Parterre stock« ihres Hauses lag ihr Eterbezimmer. Weuu dasselbe nicht schon bet ihrer Lebzeit in eine Kapelle verwandelt worden war, dann haben bald »ach Elisabeths Tode die Hüter ihres Grabes, die Brüder beS beutfchen Hauses, eine ber. artige Verwandlung mit ihm vorgeuommeu. Später legten die genannten Brüder Elisabeths Wohnung nieder und erbaute» au ber Stätte eine Firmanei (Infirmarie) für kranke OrdenSpersouen samt bet Fttmaueitapelle. Mit bem Ba» der letztere« wollten

Erscheint täglich außer au Werktagen nach Sonn» und Feiertagen. Quartal-AbonnementS-Preir bei der Expe­ditton 2/t Mk-, ber den Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (exkl. Bestellgeld). JnserttonSgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

Deutsches «eich.

Berlin, 18. April. Der Bundesrat erteilte in seiner gestrigen Sitzung dem Gesetzentwürfe, betr. die Abänderung der Militärstrafgerichtsordnung seine Zustimmung. Der Entwurf zu einer Verordnung, betr. die Abänderung und Ergänzung der Aus- sührungsbestimmungen zum Gcsitze über die Kriegs­leistungen, ferner der Entwurf zu einer Verordnung über die Ausdehnung der Zollermäßigungcn auf die Tarife zu den Handelsverträgen mit Italien und Spanien, der Vertrag wegen der Fortdauer des Zoll- und Handelsvereins mit den thüringischen Staaten, die Vorlage, betr. die Abänderung des Postnachnahme-Tarifs und der Gesetzentwurf, betr. fie Abänderung der Gewerbeordnung wurden den Ausschüssen überwiesen. Mit der erfolgten lieber« Weisung des Gesetzentwurfs, betr. die Rechtsverhält­nisse der Professoren an der Universität Straßburg wird daS Einverständnis des Bundesrates ausge­sprochen. Heute morgen 7'4 Uhr entgleiste ein von Kreuz kommender Personenzug auf der GLter- station Werbig. Hierbei wurde ein Bahnarbeiter getötet; vier Reisende sind schwer, zwölf leicht ver­letzt. Wegen Unterbringung der Verletzten ist das Erforderliche veranlaßt. Untersuchung ist eingeleitet. Der von Berlin nach Königsberg gehende Schnell­zug wurde über Franksurt-Küstrin abgelenkt. Von vormittags 11 Uhr an war das Geleise wieder fahrbar. lieber diesen Eisenbahnunfall wird weiter mitgeteilt: Sämtliche Wage» des Personenzuges, ausgenommen der Gepäckwagen, sind zertrümmert. Außer dem getöteten Bahnarbeiter sind 5 Reisende schwer verletzt, nämlich Stationsassistent Streu aus Jnowraclaw, Postsekretär Schild, Steuerinspektor Meckel, Eisenbahnpförtner Alwin aus Küstrin und Händler Geisler aus Bietz. 12 Personen, meist Begleiter eines neben dem entgleisten Zuge haltenden ArbeitszugeS, find leicht verletzt. Nach den ange- stellten Untersuchungen scheint eine Schuld der Be­amten ausgeschloffen. DiePost' schreibt:Eine ausnahmsweise abfällige Besprechung der Antritts­rede Herrn v. Caprivis in denHamb. Nacht.' wird in der Presse mehrfach mit FriedrichSruh in ursächlichen Zusammenhang gebracht. Diese ersicht­lich von den Feinden des Fürsten Bismarck aus­gehende Unterstellung entbehrt selbstverständlich jeder thatsächlichen Unterlage. Denn wenn, wie wir hoffen, Fürst Bismarck bei großen und entscheiden­den Frag«», namentlich der auswärtigen und deut­schen Politik auch mit seinem stets weisen Rate

Arber Le« Ort wo die heilige Elisabeth Mlrtzt in Marburg gewohnt, wo fie

gestorben «nd begraben.

Im La«fe der letzte« Jahrhunderte ist anstelle der echte« Ueberlieferang über de» Ort wo die heil. Elisabeth zaletzt i» Marburg gewohnt, wo sie ge. storbeu und begrabe», eine unechte getreten, die sich m haudschriftliche» Aufzeichnungen ans dem deutschen Orden findet, nnd ans diesen in Schriften über das Leben der Heiligen und ber ihr zu Ehren erbauten Kirche übergegaugen ist.

Nach ber echten Ueberliefeiung bewohnte Elisabeth ein eigenes Haus, welches auf der Norbseite bes von ihr «bauten St. FranziskuShospttalS längs beS Lahu- nrweS staub; in diesem Hause starb fie und wurde von da in bte Kop«lle bcS genannten Hospitals bi» grabe«. Nach ber uuechtcn lieberlieferuug wohnte «nb starb sie im Et. FranzisknShospital und würbe do» ba in bie Firwoueikcp lle, deren Fundamente vor einiger Zett bloß gelegt war«», begrabe».

Die echte wahre Ueberliefiruug stützt fich 1. auf btn Beritt M. Conrad von Marburg an Papst «regor IX. vom Jahre 1232 über das Lebe» der heil. Elisabeth und über die a» ihrem Grabe ge» scheheue» w»»derbare» Heilungen; 2. auf die bei der Restauration der Et. Elisabethkirche im Jahre 1854 anfgefundeuen Fundamente dis von der Heiligen erbaute» Et. FranziSkuShospttalS samt der Kapelle; 3. aus bie Mitteilungen Dietrichs vou Thüringen in feiner Lebensbeschreibung der heil. Elisabeth; 4. auf die im Staatsarchiv vorhandenen vou Dr, Wyß in Darmstadt HerauSgegebeueu Urkunde».

Nach dem Berichte M. Conrad von Marburg an Papst Gregor IX. nahm Elisabeth nach dem Tode »ineS lahmen Knaben ohne Vorwissen Conrads ein aussätziges Mädchen zur Verpflegung zu fich und derbarg eS in ihrem Hanse, und erwies ihm leglichen Dienst der Menschlichkeit, wobei fie ihre «nie beschwichtigte, daß fie keinen Anstoß daran

Wöchentliche Bettagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.