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«Ken Parteien eine Aufnchme gefunden, wie noch kein Ministerpräsident in Preußen. So war es im preußischen Parlament anders geworden und der Reichstag wird diesem Beispiel folgen. Ob Ruhe «nd Frieden large erhalten werden? Wer kann das w'sien! Herr von Caprivi für seine Person hat jedenfalls den Willen, sich nach Möglichkeit mit den Volksvertretungen zu vertragen. Auf diese kommt eS an.
Der neue Reichskanzler ist kein Parieimann, wenn er auch sagt, es solle keine neue Aera ein hettn. Indessen sein Wort: „Wir werden das Muie nehmen, wo und von wem es uns geboten toirh!" ist so klar und deutlich, daß jeder im deut-
Vorzüg- 3 Preise.
de man SCHON erikani- ■ Gesell- (7637
»njeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes, n^?^»°M"'^«°e Vn Haasenstein und Bogle.
m Jahrgang.
»°ub- u. Lo. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
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Regulierung von Einnahmen und Ausgaben
Reiche nehmen? Niemand hört das gern, aber .... F_pi|U,tll
hiltt alles Ohren zu stopfen, schließlich muß es doch Verwaltungsdienst erhalten gehört werden. ------ m - - 1 - - - ° - -
(Nachdruck verboten.)
Der Msfische Fürst.
Eine Humoreske von L. Karow. *
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Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn» und .111 *
SSKwÄÄ»“ Marburg,
SZ7 <=•"- Sonnabend, 19. April 1890.
rchtnG Buch- (2689
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auch ausgesprochen, daß unter dem Fürsten Bismarck Charakter des „General-Reichskanzlers" ist ein ------------ >bung des Vermögens der Deutschen Witu-Gesellschaft,
manche Wunsche nicht erfüllt seien, die jetzt wohl versöhnlicher und liebenswürdiger, man hat Herrn! IttttfdiM IM* Ml^un98™ei,e Herbie Vereinigung mit derselben
der Verwirklichung entgegenge führt werden könnten, von Caprivi auf allen Seiten des Abaeordnetenbauies Berlin S® , ^ht — Die ständige Deputation des Jnnungs-
Herr von Caprivi hat darauf von allen Mitgliedern sehr freudig begrüßt aber dieKoniowoSim I neffernn^h LÄL, , !\lfc a wohnte Ausschusses der vereinigten Innungen erließ einen des Hauses einen solchen umfangreichen Wunsch- Parlament dauern wie in der Ehe^nu/kune Zeit Stäbe des Generalo^ersten"v" Vave ^avl2lick°?-s « We Vorstände der Innungen Berlins, zettel vorgelegt erhalten, daß die Erfüllung der und kann man sich dann nicht vertragen nicht stder beutiaen Rubilönms dÄ^on des aus die Jnnungsgenossen dahin einzuwiiken, daß sie
einzelnen Forderungen gut und gern Jahr und Taglvon beiden Teilen fitfi nack der Deck»' »vock,« 1»I lrt,s9 - yUbtlaumS desselben nn Restaurant Bor-Im Berlin ausnahmslos den Bußtag am 31. März tea^en Iam. Aber cs Vm iSeS ^iertag heilig halten und in den Werlsttllen
xejchloffen, daß die neue Regierung alles erfüllen! sagte, er könne heute roch kein bestimmtes Programm bild das ibn in der Uniform der K»"rde^ Arbeit ruhen lassen, sodann darauf halten, daß,
"hen und doch sehr festenWorten des neuen Reichs- die dürre Pro"a außtt Acht lassen ^Darnach ^strebt l^twnen^^^amie^De^c^^ "'He Gratu-1 - Gegenüber verschiedenen Anzweiflungen der
äsSTÄüas Äwätes$w
L^nng der Pmlammtsvtthandl^^^^^^^^^^^ Haus?Habe?7ch°n^r7enn"n 7^ fttoe^«^Die^st^b l'anläßlich fache, ?°ß Herr v. Rtoten^urg °ä!s seinem^bishAen
«t-zum «u«d-»ck und d-r mu° Mm» durchg,h-u, °» -i.- 4 ,’S*„ 0 1! . . » ,i , ““ '"""» "R M-u-I- in Auspruch n-h„,„ dürft-.
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SMWSMM-MLM <*" ' m"1*,'" *“*t “nu utuultt'/ uaP jeoer im oeul-1 für Aibeitcr ihre Giltigkeit und dann wird iäbrlick!eine Abnndernnn k,r X m 1 °! Helgen Ueberanstrengung gewahrt. Ein solcher Posten
schon Reiche weiß, was er darunter zu verstehen mehr und mehr Geld gebraucht werden. Die Geld^ berw Befcklußfalluna n^r°^de7n^nsilh Beratung, darf m der Stellung eines Ehrenkurators der Uni« !?*• Herr von Caprivi will nach dem Befehle des frage ist eine fatale Sache für Staaten wie für toeiten Jh- 6 ra 1 3n-Ie6entreten m versitat Göttingen erblickt werden. Herr v. Rotten-
Kaiiers veriuchen, mit allen Parteien zu regieren, Private, aber bei gutem Willen und richtw r Er ue ben^bi rfte Genugthuung ausgenommen bürg ist zwar schon jetzt Rat erster Klasse, während
« will allen entgegenkommen, aber er fordert auch kenntnis kann eine Regulierura bei uns sebr leiwi £ so * ? S? auft fne die Universitätskuratoren für gewöhnlich Räte dritter
d°n allen Entgegenkommen. Und hier ist der Kenn erfolgen und ohne neue besonders schwer^ Lasten Weae ew?r a6er ba§ hindert doch nicht, daß ebenso
wilchkm u»,.„ -Suft!s„».m,ch.,..s.d.sN.ich-.., u°d M..ch--„„.m'. m^^Lskch7L2^
Wöchentliche Beilagen: Kreis BIatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. - Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.
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W« bet edlen russischen Nation und ihren großen au den Mund und trank tn inno-n J.^-» ,77>» !fz ° ^ÄbieThrauen dt-Wangen herab-1zu besorgen.' '
eShnen, als Wladimir Pnnschadowsky plötzlich vor- daun, wie tcHnbetfiar l bie 5lS in3 bTr reefitel bu 6 hk^llnwmSit ti°r“ I^en ,Unb Fürst» Wlabimir PuuschabowSky kommt trat, Herrn Lemoio umfaßte und ihn küßte, daß es Hand haltend, begann er bißdhs ?h’£Ä Ä ^einmal beleidigt, er überhaupt nicht?» rief der Bürgermeister erbleichend
so knallte. Die Menge war einfach weg vor Stimm? ein rüssisches Lied »n Kn ? Äenb<r £$eItc ”nb s^itt, seit dem Stolpern auf der - .Nein I In Z. gefüllt es ihm besser Aber
«--iS«-». m * Ztinlaä,n ' bat 8Sm" Z,,K W<“ “ 3*“='" >° dl- s°ß- d.k-»»,» Diener hat ,s recht aut acfall-n. ^Drr aöt
N.? L-- w. »!<«'■'■•>•«!«»«.etiÄUSÄÄte'ÄÄ%^Ä rückte wieder mit auSge-
»r« ?? ^aire und eiueu Gemeiuderat uuter den wie rasend Beifall klaischteu, worauf Wladimir I Ehrel dieser Deutschen I breiteten Armen auf seinen bisherigen Baseufreuud
Arm und ging in der Mitte der beiden Herren höchst huldvoll lächelte und seinen Bewuuderern von «-n-m streichen. So sagte Hen Lemoin, derlloS, der aber sofort retirierte, — .Was mache ich
stdel dem Ausgange zu. Der französischen Sprache zutrauk. ' «°wuuderern von Neuem sich doch etwas ärgerte, daß der hohe Gast nicht eine nur?» klagte der Maire, .ich biu blamiert!' —
er leider so gut wie gar nicht mächtig, und die! Doch nun war eS uobl »leit fi<6 nn* p>n„r I »ranzöstu so auszeichuete. Aber wußte Fürst Wladimir! .Sagen Sie, der Fürst sei sofort beimbeordert. In ktadtväter spräche» wieder nicht russisch; aber was des Maire zu begebe«^ und dort da« Din,? ?tn n Bof V°tte? einer Stunde geht Kn Zug I- ' 9
JS anI? Di- Stimme des H-rzers vermittelte uehmeu. Herr Lemoin brachte di- Ei^adunaÄ' mefenhin^iibtÄr JhLn!*? h“6, «T aBe ~u" t Und so geschah es! Unter lauten Ovationen wurde «u Verkehr. Der Fürst war allein gekommenI Aber «et dem Worte .Diner' nickte der I ß £ ' v,er ^iro™d toctbt °iustürzen. ge. bet .russische Fürst' wieder zum Zuge geleitet. Aber
s^Dtenerschaft folgte ihm wohl, und außerdem war das hatte et also verstanden. ‘ Wodlaei^llw löÄo>8 =^acbc,9,e^en Wange des der Empfang hatte ihn doch etwas sehr angegriffen,
'"pack mit dem Zage etngetroffen. strich er sich über den Magen. erS eiXÄ^ KS ;T^VQnb ””d« nei8te ba6 ^anpt unb schlief. Unb der Maire
»bet so schnell wurde eS uoch nichts mit dem tu allen seinen Bewegnugeu, dieser ©toll KSnS X t Ä bte ^nfler' daß bezahlte seufzend alles, was dieser große Tag an
«skndes Bahnhofes. Der Restanratenr kam Daun schritt man znm ffiagen. ' $)„ Sürft 1b bei' bÜnf £rr firS? Ä"9? 3° ^4" Kosten verursacht hatte,' aus eigener Tasche. - - 2® hohen Herrn mit seinem großen Luwven ent.! Bürgermeister uabmen Vl«a «»8 "»1 Zeit begann Herr Arnstadt heftig einer fremden | __
h°lf-S^nichts, bte Herrschaften traten rufe! ging es znr S?adt htuelm I d» Bürgermeister verrückt I - In Marienthal tu der Rhetupfalz wnrde dieser
^v.währeuddas Publikum sich a» den Fenstern zum Oberhauptes. Die Treppe, welche u MattL 'emvor ä“ Ä“ ffL ( . k , a . f J Tage ein Mann von einer Frau ermordert. Letzt!«
vnffetraum die Nasen platt drückte. führte, war wohl etwas ünbianem 6t taÄhr « I ^"°iu aber dazu kam, Fräulein geriet am Brunnen mit dem Manne einer von ihr
Fürst Wladimir Pnnschadowsky machte seinem! wäre beim Empor steigen faft^ aef'anTn* Arnstadt ru verhasten, sahen seine Augen noch Wunder, bedrohten Frau in Streit. Ersterer, der htuzutrat,
»üsseuthnm alle Ehre! Ein gewaltiger Schluck ung Lemoin ihn ntcht gestützt hätte äff fa«« , n fn?» a flb‘r bie b-Mg-u Reden nm den Streit zu beschwichtigen, erhielt von dem
^ Becher war geleert. Mit strahlendem G-sichi kleines Malhmr üb rraschen bei S/n hi. . ^e8 ärgerlich zu werden, antwortete mit rasenden Weibe drei tötliche Messerstiche.
«icktr er den Spender an, nmarmte und küßte auch stud. türe Küße nur ans die S-wohut freudestrahlendem Gesicht, und als Herr Arnstadt ans - Ju demselben Eisenbahnzuge/ welche» die
iHv. Draußen brüllte die Menge „Vive la Russiel“ lfe6en? Und^troüdew kam ^ebPi^e iu| feine Tochter zeigte, ging et ans diese zu, verueigte! Kaiserin Friedrich am Dienstag zur Fahrt von Berlin
«6 der Bahnhof bebte. Im Buffet7aum stauben einen Orte! Wie uneuhUck «! b ”°5. bem M »ud wollte den Saum des Mantels der jungen nach Homburg beuützte, befaud sich auch der gMeL fci lange Reihen Flaschen, mthre?e am Suß7st!vI Der «ürge^eiüer batt?k J®a“e küssen. Nun lächelte auch Herr Arnstadt kranke Kaufmann Bonn aus B«lin,^ welcher d» ^de, nahe dem Fürsten, trugen das Etikett .Allasch!' I sein Gast Meder ba« überzeugt, daß I wieder, und die Beide» spräche» eifrig weiter. Kaiserin schon im vorigen Jahre nach Hombnra ae»
Fürst stutzte. Schleunigst holte ebtFlachn als eiu Lachen M feto £ ,anfl‘ batte, ! .Mein Gott, was haben Sie mit dem Fürsten?' folgt war. Ja Frankfuü a. Matn wurde der Geistes
^ab, ergriff ein halbes Dutzend Gläser füllte si^ waate es to feuern h,„ 9^,^tC'^^Qn? fra6te bet Maire jetzt, der vor Erstaune» sich nicht kranke von der Polizei sestgenommen und 2 dem