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*) Urbersetzung von Prof. D. W. CreceliuS in Elberfeld.
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feste (27. Mat) deS Jahres 1235 zu Perugia statt, Elisabeth wurde unter die Heiligen versetzt und der Christenheit aufgegeben, ihren Todestag (19. Novbr.) als einen Festtag zu feier». Landgraf Conrad, der inzwischen in den deutschen Orken getreten war und vorher schon die deutschen Brüder z» Hüter» von Elisabeths Grab »ach Marburg berufe» hatte, legte am 14. A»gust 1235, tags vor Mariä Himmelfahrt, de» Grnvdsteiu zur Et. Elifabethktrche.
Um den heilig gesprocheue» Körper Elisabeths, der nunmehr ein Gegenstand der Verehrung war, der Verwesung zu entstehe», wußte er dem Grabe ent» nommeu werde». Für de» Tag der Erhebung deSselbeu hatte der Erzbischof Dietrich von Mainz den 1. Mat, de« Tag vor dem Geburtstag der Heilige» festgesetzt. Zur Begehung dieser Zeremonien hatte fich neben geistlichen u»d weltlichen Fürsten und einer unzählbaren Volksmenge auch Kaiser Friedrich n. einge. fnndeu. Als die Brüder deS deutschen Hauses die Ankunft deS Kaisers vernommen hatte», hielten fie es für unmöglich, den Körper der Heiligen in feiner Gegenwart aus dem Grabe zu uehmeu und beschlossen, den dazu bestimmten Tag nicht abzuwarteu. So ging also, nach dem Berichte deS CäsariuS von Heisterbach, 3 Tage vorher der Prior Ulrich mit 7 Brüdern zur Nachtzeit in die Kirche, wo die Gebeine ruhte», »ad nachdem fie sorgfältig alle Thüre» verschlossen, öffnete» fie das Grabgewölbe. Nachdem fie den Stet», der eS bedeckte, weggevowmev, entnahmen fie dem Sarge de» Körper, hüllte» ihu in ei» purpurveS Gewand und legte» ihu iu eine bleierne Lade, die fie wieder tu die Gruft hinabfeukteu, ohue dieselbe jedoch zu verschließen, damit mau die Lade ohue Mühe heraus- hebe» konnte. Am 1. Mat bei Tagesanbruch ver» sammelte fich die Meuge um dir Kirche, und nur mit Mühe konnte der Kaiser durch da» wogende Volk in den innere» Raum gelange». Er war barfuß iu schlichtem grauem Rocke, doch trug er auf seinem Haupte die kaiserliche Krone. Der Kaiser stieg zuerf in daS Gewölbe hinab. Die Bischöfe wollten selbst
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Wcribnef oder Postanweisung direkt zusenden, 864 Posten durch Gutschrift aus Reichsbank - Girokonto berichtigen, und 4764 Posten winden bei den mit der Auszahlung beauftragten königlichen Kaffen ab gehoben. Von den Konteninhabern wohnen 7038 in Preußen, 755 in anderen Staaten Deutschlands, je 11 in England und Frankreich, 40 in verschiedenen anderen außerdeutschen Staaten Europas, 16 in außereuropäischen Ländern. 521 Konten sind für bevormundete und unter Pflegschaft stehende fßer onen angelegt, 105 mehr als vor einem Jahre. Die Vermehrung ist als eine Folge deS Hinweises auf § 24 des Gesetzes vom 20. Juli 1883 zu betrachten, welchen der Herr Justizmlnister durch eine öffentliche Bekanntmachung vom 24. April v. Is (Justiz Ministerialblatt Seite 114) an die Gerichte erließ. Da das für die Mündel in preußischen Konsols angelegte Vermögen durch die Eintragung in das Staatsschuldbuch besonders gesichert wird, dürfte eine Benutzung des letzteren seitens der Vormünder noch in weiterem Umfange zu erhoffen sein. Das Buch ist überhaupt allen denjenigen Besitzern solcher Konsols von Nutzen, für welche diese Papiere eine dauernde Anlage bilden, und welche Kapital und Zinsen gegen den Schaden unbedingt sichern wollen, der ihnen, so lange ihr Recht von dem jeweiligen Besitze der Schuldverschreibungen und der Zinsscheme abhängig ist, durch Diebstahl, Verbrennen oder sonstiges Abhandenkommen dieser Urkunden nicht selten entsteht. Laufende Verwaltungskosten werden von den Konteninhabern nicht erhoben. Für jede Einschrist ist ein einmaliger Betrag, nämlich 25 Pfg. von jeden anzefangenen 1000 Mk. des Kapitalbe- träges, über welchen verfügt wird (mindestens 1 Mk.) zu zahlen. Die »Amtlichen Nachrichten über das Preußische Staatsschuldbuch", welche über Zweck und Einrichtung genaueres ergeben, können durch jede Buchhandlung zum Preise von 40 Pfg. oder per Post franko für 45 Pfg. bezogen werden. — Graf Wald erste, der Chef des Generalstabes, wird, wie die „Nordd. Allg. Ztg." vernimmt, von seiner Urlaubsreife nach dem Süden am 14. d. Mts. wieder auf seinen Posten zurückkehren. — Die angeblichen Bestimmungen des Kaisers über die Duelle In Offizierskreisen, welche die „Germania" mitteilte, reduzieren sich der „A. R.-C." zufolge darauf, daß lediglich eine schärfere Anwendung der alten ehrengerichtlichen Bestimmungen stattfindet; die Untersuchung über die Osfiziersduclle wird sehr rigoros gesührt und ter Offizier, auf dessen Seite dos entschiedene Unrecht liegt, unnachsichtlich aus der Armee
nnr durch eine leichte verschiebbare Wand geschieden. Gleich nach Elisabeths Tode »ahme» die Wunder an ihrem Grabe ihre» Ansavg. Da aber die Kapelle oder der Hosp'.talchor für de» Zadrang der zahlreichen Pilgerschareu zu klein war, so versetzte man ohne Zweifel dir Insasse» deS Hospitals vorläufig in Elisabeths Wohnung, die ja bet ihren Lebzeiten »ach dem Berichte ihres Beichtvaters bereits schon ein Hospital im kleine» gewest» war, bis z» dem Zeit» punkte, wo das von de» deutsche» Brüder» »en erbaute St. Elisabethhospital bezöge» werde» tonnte, machte alsdann Hospital und Kapelle in ei»S, unb schuf auf diese Weise eine geräumige Kirche, welche tu Ulkuude» unter verschiedenen Namen vor kommt. Conrad vou Marburg nennt fie in dem Briefe an Papst Gregor IX. basilica, Papst Gregor tu einer Urkunde Vou 1232 ecclesia hospitalis und Papst Jnvocenz iu de» Urkunde» vou 1245 und 1249 ecclesia sancti Francisci; in dem Berichte deS Mösches Cäsarras von Helsterbach wird fie ecclesia und in etner Ablaßmknnde des Erzbischofs Dietrich von Mainz von 1238 ecclesia sancte Elisabeth genannt. Am 10. August 1232 methte der Erzbischof Dietrick von Mainz tu derselbe» 2 Altäre und Papst Gregor ix. -«heißt unter dem 12. Oktober d. I. alle» denen 1 Jahr Ablaß, welche das Hospital und die Kirche des Hospitals am Tage ihrer Weihe sowie an den vorhergehenden und nachfolgenden Tagen besuchen. (Urk. iw 1. Teil deS Hess. UrknndenbncheS).
M. Conrad von Marburg sandte im Herbste des JahreS 1232 ein Verzeichnis über die an Elisabeths Grab geschienen wunderbaren Heilungen an Papst Gr gor IX. in Rom, nm Elisabeths Heiligsprechung dadurch zu b-wirken; allein die Angelegenheit war durch den plötzlichen Tod Conrads — ermordet am 30. Juli 1233 — inS Stocken geraten, Landgraf Conrad von Thüringen brachte fie wieder in Gang nnd gelobte über Elisabeths Grab eine Kirche zu erbaue». Nach Erledigung einiger Förmlichkeiten fand die Heiligsprechung der Landgräfin am Psingst»
die Lade a»S der Gruft heben; der Kaiser half ihnen und hob fie mit empor. Nnn drückten die Bischöfe ihr Siegel daranf und -trugen sie feierlich nach der Stätte, wo der Leib dem Volke zur Schau ausgestellt werden sollte. Hierauf feierte mau zu St. Elisabeths Ehren das Hochamt. Der Erzbischof von Mainz fang die Messe. Beim Offertorium nahte fich der Kaiser dem Sarge, setzte ans das Havpt Elisabeths, das vorher vom Rumpfe getrennt worden war, eine güldene Krone und fügte einen goldene» Pokal hinzu, beffen er sich gewöhnlich bei den Gastmählern bediente und in welchen man später den Schädel der Heiligen schloß. Nach Beendigung der Erhebungsfeierlichkeiten bedeckte wieder der vorerwähnte Stein das leere Grab.
Wie bereits bemerkt, sollte die der Heiligen zu Ehren erbaute Kirche ihr Grab umschließen. Mit dem Bau des Chors wurde begonnen, hieran reihten fich die beiden Kreuzarme und den Abschluß machten die 3 Kirchenschiffe samt den beide» Wssttürme». Elisabeths Grab kam in de» nördliche« Kreuzarm zu liegen, in. folge dessen die St. Franziskuskirche abgebrochen werde» mußte. Im Jahre 1249 war der Chor mit dem Eingang auf der Nordseite vollendet und wurde durch eine provisorische Wand an der Westseite geschlossen, deren Fundament beim Umhacken deS Fußbodens während der Restauration zutage trat. Der Durch, brach der Franzis knSkirche stand unnmehr bevor, weshalb der Sarg mit den Rel'qnie» der Heilige», weil der Standort für die zahlreichen Pilgerscharen zu wenig Ranm bot, von da in de» Chor übergeführt wurde, wo er iu dar daselbst sür ihn erbaute Mausoleum zu stehen kam.
Laurentius Peckenstein geben# in seiner Chronik einer ans die heil. Elisabeth bezügliche» Grabschrist, ohne jedoch die Qnelle ans der er schöpft, auzugeben. Dieselbe lautet: Hic jacet Elisabeth, si bene fecit, habet, d. h.: Hier liegt Elisabeth, was fie Gates gethan, hat fie *). Daraufhin haben spätere Chronisten nach
chaft und Naturwisseuschaft plaidierte Redner für eine Zweiteilung des wissenschaftlichen Studiums, ührte aus, daß dem humanistischen Gymnasium, unter Entlastung von allem Ballast, die volle, unge» hinderte Entwickelung des Antikstudiums Vorbehalten werden müsse, und daß die mathematische Disziplin einen ungeheuren Fonds von Blldungskraft besitze. Nur diejenigen Fächer könnten einen wirklichen Ein» kuß auf daS Gemüt des Jünglings ausüben, welche hm nicht nur eine formale Gewandtheit verleihen, "andern seinen Geist wirklich fesseln. Die Gedanken, welche der Redner entwickelte, um den Weg zu zeigen, wie der mathematische, physikalische und geographische Unterricht auszugestalten und in feinen einzelnen Zweigen den Schulgattungen zuzuweisen ist, esselteu die Versammlung in ungewöhnlichem Maße und der Aufruf desselben, die mathematisch - natur« wissenschaftlichen Disziplinen als ein ungeheuer wichtiges Bildungselement zu berücksichtigen, welches auch nach der sittlichen Seite hin eine hohe Kraft besitzt, fand stürmischen Beifall. — Im Anschluß an diesen Vortrag begründete Direktor Meyer- Dortmund folgende, von einer Kommission vereinbarten Thesen: 1. Die heutige Versammlung des Allgemeinen deutschen Realschulwännnvereins girbt vor Allem ihrem Dankgesühl gegen Se. Majestät den Kaiser Ausdruck für die hochherzige Anbahnung der lang ersehnten Schulreform. Was wir seit 15 Jahren erstrebt: eine gesunde Fortentwickelung unseres höheren' Schulwesens, entsprechend den veränderten Aufgaben einer neuen großen Zeit — das sehen wir der Erfüllung näher kommen. Die größere Berücksichtigung der körperlichen Erziehung neben der geistigen, die stärkere Betonung ter in Leben und Sprache des eigenen Volkes, wie auch der anderen modernen Kulturvölker liegenden Bildungsmittel sind unablässig in unseren Versammlungen gefordert worden. — 2. Die bevorstehende anderweite Gestaltung der höheren Schulen hat zur notwendigen Voraussetzung eine Neuregelung des Berechtigungswesens, insbesondere die Aufhebung des Gymnasialmoropols. — 3. Die Förderung latein- loser 6 ((affiger Schulen entspricht durchaus den Bedürfnissen des mittleren Bärgerstandes. Doch können dieselben den begründeten Anspruch der Neuzeit auf höhere Reallehrstellen (Realgymnasien, Ober - Realschulen) durchaus nicht befriebigen. — 4. Der Real- schulmänner-Verein glaubt die Erwartung hegen zu dürfen, daß ihm in der demnächst zusammentretenden Erquetekommission durch eine genügende Vertretung Gelegenheit gegeben werde, seine Ansichten zur Geltung zu bringen. Nach kurzer Debatte gelangten
entfernt. Insbesondere waltet große Strenge in den Fällen, m denen ein Konflikt zwischen einem Offizier und einem früheren Untergebenen (Einjährig- Freiwilligen zc.) Anlaß zur Forderung gegeben hat. — Von verschiedenen Seiten wird berichtet, daß der Kaiser am ersten Osterseiertage an die Generale und Regiments Kommandeure eine längere eindringliche Ansprache gehalten habe, in welcher er die in der Kabinettsordre über den Osfizierkersatz niedergelegten Grundsätze entwickelte. — Die Vorlage über die Erhöhung der Gehälter der unteren Reichsbeamten soll dem Bundesrat nunmehr bald zugehen. Es scheint, daß fie gleichzeitig und in Uebereinstim- mung mit dem entsprechenden Gesetzentwurf für Preu- jen ausgearbeitet wird, den man im Abgeordnetenjause nach den Ferien erwartet.
— (Allgemeiner Deutscher Realschulmänner- $ er ein]. Der heutigen Sitzung deS Vereins wohnten als Gäste die Herren Ministerialdirektor Dr. Stander, Provinzial-Schulrat Dr. Pilger und Stadt-Schulrat Dr. Fürstenau bei. Der Erstere überbrachte die Grüße des Kultusministers, welcher sein Bedauern darüber ausdrücken ließ, daß et durch Berufsge- schäste am persönlichen Erscheinen verhindert sei. Die Gäste wurden von dem Vorsitzenden Direktor Dr. Schauen bürg-Krefeld in einer kurzen Ansprache begrüßt, in welcher derselbe hervorhob, daß der Mut und die Hoffnungen der Kämpfer für die Gleich berechtigung der Realschule durch die gestern erwähnten neueren Kundgebungen wesentlich gewachsen ei, und zwar um so mehr, als sie merken, daß der Mut deS Angriffs ihrer Gegner schwindet. — Aus Antrag des Vorsitzenden beschloß die Versammlung, dem Abg. Seyffart - Magdeburg, welcher fich der neuesten Petition des Vereins an das Abgeordneten- !jaus um Gleichberechtigung warm angenommen hat, den telegraphischen Dank zu übermitteln, auch dem Nestor der Vorkämpfer für die Realschulsache, Geh. Rat Wiese in Potsdam wurde ein telegraphischer Gruß übermittelt. — Auf der Tagesordnung stand ein Vortrag des Prof. S. Günther vom Polytechnikum in München über das Thema: „Der allgemeine Bildungswert der mathematisch naturwissenschaftlichen Disziplinen und die ihnen an den verschiedenen Anstalten zugewiesene Rolle." Ter Vortragende vertrat den Standpunkt, daß im Schul wesen nicht die starre Einheitlichkeit Platz zu greifen hat, daß das Schulwesen nicht über den Kamm der Einheit zu scheeren ist, sondern individualisieren muß. Anknüpfend an die von Pros. Helmholtz gegebene Einteilung der Wissenschaft in Geisteswiffen
Marburg,
Sonnabend, 12. April 1890.
Deutsches Reich.
Berlin, 10. April. Heute abend 10'/« Uhr wird sich der Kaiser vom Potsdamer Bahnhofe aus über Belzig, Eichenberg und Frankfurt a. M. nach Wiesbaden begeben und dort morgen früh um 9’/« Uhr eintreffen. — In Wiesbaden wird der Monarch die Kaiserin von Oesterreich begrüßen und dann morgen abend 9 Uhr 20 Minuten wieder abreisen, um mittelst Kurierzuges am 12. b. M, vormittags 9Uhr wieder inBerlin einzutreffen.—Der „Reichsanz." veröffentlicht den französischen Text des Schlußprotokolls der Arbeiterschutzkonferenz. — Die Hauptverwaltung der Staatsschulden erläßt folgende Bekanntmachung: Das allen Besitzern preußischer Konsols zugängliche Staatsschuldbuch ist auch in dem eben abgelaufenen Geschäftsjahre rege in Anspruch genommen worden. Die Zahl der eingetragenen Konten betrug am 1. April 1888: 5929 mit 334 442 700 Mk., 1889: 6781 mit 387 804 400 Mk. Sie ist bis zum 1. April 1890 auf 7871 Konten mit 451 137 600 Mark gestiegen. Von den letzgedachten Konten fallen 84 Prozent auf Kapitalien bis zu 50 000 Mark und 16 Prozent auf größere Anlagen, ganz wie im vorigen Jahre. Für physische Personen waren am 31. März d. Is. 5040 Konten über 223161 150 Mark, sür juristische Personen 1185 Konten über 122198 000 Mk. und für Vermögensmoffen ohne juristische Persönlichkeit 1610 Konten über 91 739 700 Mark angelegt. Von den Zinsen ließen sich die Empfangsberechtigten halbjährlich 4156 Posten von der Staatsschulden - Tilgungskasse in Berlin durch
Bestellungen
für das zweite Quartal auf die Overhesfische Zeitung nebst Ureisblatt
fifr dir Dreisr Marburg und Kirchhain und
IllttKriertes Sorrtttaasbtatt werden noch fortwährend von allen Postanstalten, in Kirchhain von unserer Agentur und für hiesige Stadt bei uns'reu Zeitungsträgern und der Unterzeichneten entgegen» genommen.
Die Exped. der Oberh. Zeitg.
(Nachdruck verboten.)
Der Grab stritt
-er hrUigr« Elisabeth in der St. Elijabrthkirchr ru Marburg.
ES war zu Otranto, wo am 12. September 1227 btt Tod die glückliche Ehe zwischen dem Landgrafen Ludwig IV. von Thüringen unb feiner jungen Gemahlin Elisabeth, Tochter deS Königs Andreas n. von Ungarn, trennte.
Im Frühling des JahreS 1229 verließ die land- gräfliche Wittwe Elisabeth die Wartburg unb zog »ach Marburg, welche Stadt ihr als ßeibgebing ansgefltzt irorben war. Hier erbaute fie in der Nähe der Lahn ein Hospital nebst Kapelle zu Ehre» dcS heiligen Franziskus unb baneben für fich eine Wohnung. Weil fit nun tu Marburg keine pass ude Mietwohnung and, zog fie vorerst nach dem benachbarte» Dorfe Werda, woselbst ein Landgut lag, daS z» ihrem Wittum gehörte. Hier bewohnte fie et» abgelegenes Haus unter dem Name» einer Äemnate, d. i. Frauen- haus, bis bei Marburg daS Hospital unb ihre Wohnnna vollendet waren, welches im Herbste des JahreS 1229 geschah. Der Fürstin Auf uthalt in Marburg und ihre gesegnete Wirksamkeit inner- und außerhalb de? Hospitals waren nur von kurzer Dauer. Sckon nack 2 Jahren ereilte fie der Tod., Sie starb noch kurz-w Krankenlager ohne Zweifel am Nerverfuber am 19. November 1231 tu ihrem Haase, wurde aber auf ihren Wunsch in der Kapelle des Hospitals, in bet fie bem täglichen Gottesdienst beigewohnt, bestatt t. Ihr Grab erhielt fie vor der EpistUflite des Altars, während ihr Beichtvater M. Eonrad von Marburg das feinige nach 19 Monaten ihr gegenüber vor der Evangelienseftt fand.
DaS €>L FranziskuShospital stand mit seiner Kapelle in der Richtung von West nach Ost unter einem Dache. ES war »ach den bloßgelegte« Fundamenten ein langer schmaler aus Bruchsteinen aufge- führten massiver Bau. Hospftal und Kapelle waren
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition b. Blattes, sowie die Annoncen-Bnreaux von Haasenstein und Bögler in Frankfurt a. M., Eassel, Magdeburg u. Wien; Rudolf XXV. Habraana. Messe in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln: ®. 8-
Daube u. So. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- unb Feiertagen. — Ouartal-Abonnements-PreiS bei der Expedition 2‘/t Mk., bet den Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (exkl. Bestellgeld). JnsertionSgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.
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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. — Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Ang. Koch.