Mr
M 81.
WöchenMche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. - ^illnsirierles Sanntagsblatt. Exp-ditton: Marti 21. — Rcdakiwn, Trurt lmt, y(r|nfl Do„ Hufl ff[1$
Marbura. >. «E.----------
dition 2*/4 Mk-, bet den Postämtern 2 Ml. 50 Pfg. (eM toXJL^^ ™ sÄffTIro°^afen,ieS.unb B°gl« __
L'L'L^ Sonntag, 6. April 1890. m Jahrgang.
____________________ »nipe u. w>. m Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
Bckcllallgell
für das zweite Quartal auf die Oberhesfische Zeitung nebst
Lreisvlatt fit die Kreise Marburg und Kirchhain und
IlluArirrtes Sonutagsblaii werben noch fortwährend von allen Postanstalten, in Kirchhain von unserer Agentur und für hiesige Stadt bei uns Ten Zeitungsträgern und der Unterzeichneten entgegengenommen.
Die Exped. der Oberh. Zeit.
Oster«.
Das Osterfest bildet in den bewegten Tagen des ersten JahreS des neuen Jahrzehnts eink» erquickenden Ruhepunkt, der zur Sammlung einladet, zum Rückblick und zum Fassen neuer Pläne für die Zukunst. Drei Monate sind in diesem Jahr erst ins Land gegangen, aber welche ereignisreichen drei Monate! Nickt viel weniger bedeutsam waren sie, als jene Wochen zum Beginn des Jahres 1888, auch jetzt wieder wurde die F,stigkcit des deutschen Reiches auf die Probe gestellt, aber wie damals, so Hot es auch jetzt ausgehallen. Deutschland ist stark und einig; wie es äußeren Feinden trotzte, so weiß rS auch inneren kraftvoll zu begegnen, und alle Sturmläufe wider die Grundmauern deS Reiches werden den festgefügten Bau nicht erschüttern. In diese Tage hmein, in welchen mit stiller Wehmut das deutsche Volk den ersten deutschen Reichskanzler hat scheiden sehen, fällt nun das Osterfest, das Frühlingsfest, welches uns als gute Botschaft, als Gewißheit dafür gilt, daß die Macht der starren, kalten Tage vorüber, und die christliche Kirche hat diese uralte Austastung vom Frühlmgsfest vertieft durch die einfache und doch so erhabene Kunde und Lehre vom Sterben und Auferstchen des Gottessohnes. Milde, Liebe und Gnade, daS ist der Charakter des Osterfestes, und wie uns der milde Frühling durch seine ersten Boten jetzt begrüßt, so predigt Ostern mit gewaltiger Stimme der Menschheit das Evangelium der Liebe und Versöhnung. Eine tiefe, stille Freude, ein warmes
Oster«.
Jauchze, Natur, tu fröhlichen Chören, Staune, o Mensch, in freudigem Hören, Stimme beseelt tu den Labgesauq ein; Grüße mit lautem Schalle der L her Jubelnd deS Frühlings liebliche Feier, Sie, die vor Nacht Dich und Nöten will fei'«! Höre die jnbeludeu Vögel im Haiue, Siehe die Knospen im sonnige» Scheine, Jegliches ringt sich durch Nacht au da» Licht; Eisige Starre ist wieder bemeiftert, Bringer der Liebe, ihm singe begeistert! — Kommt aus des Grabes Ruh sieghaft in Sicht. Ewiglich darf nicht der Tod tr umphier«, Licht wird und Liebe zuletzt jnbtltereu;
Ostern, Du fröhliche, selige Zeit!
Raffet Euch auf aus dem ehcruru Schlummer, Jubelt zu Haus und vergesset deu Kummer, Freudvolles Hoffen verschenche das Leid!
Wolle nicht zagend hadern und weinen, Mit dem Erstandenen muß uns erschein« Ewige Liebe und lichtvoll s Glück.
Den Dn dem Tode glaubtest verfallen, Giebt mit deu Schmerzbeladeuen allen Dich auch dem Licht uud dem Leben zurück!
Max Bittrich.
(Nachdruck verboten.)
Die KSrgermeister - Wahl.
Eine amerikanische Humoreske von James Fowler.
In Nockville, der Couvih-Hauptstadt, sollte ein kntt Bürgermeister gewäbll werden.
Die gute Stadt NockvIe hat mit ihr« Ober, «npteru arge» Pech pehabt. Mau hatte hoch hmaus «wollt uud sich an» New-York einen studiert« Herrn verschrieben, der denn auch äuge komm-v war. Alk
Dankgesühl flößt das Osterfest den Herzen ein und wenn auch die folgenden Tage viel davon hastig vernichten, ein Schimmer bleibt von der Frühlings- leier, dem hohen Osterfeste. Wenig beut' uns noch Flur und Feld, gering sind die Gaben, aber die Frcude an dem Geringen ist tiefer und heiliger, als die an manchem Großen. Was beglückt sein heißt, das erkennen wir zu Ostern, darum wollen wir die edle Feier hoch und heilig halten, es kommen andere minder schöne Tage noch in reicher Menge.
Ernst sind auch heute die Tage noch, und wenn wir uns im Geiste zurückversetzen auf den ersten Tag dieses Jahre», so muffen wir gestehen, daß kaum Einer geahnt hat, was in den nun vergangenen Monaten sich alle» abspielen würde. Trotz der hohen Bedeutung der stattgehabten Ereigniffe ist die Ruhe nie erheblich gestört, das beweist, daß Deutschlands Stämme wiffen, welche Macht ihre Einigkeit repräsentiert. Auch an Enttäuschungen hat es nicht in den verfloffenen Wochen gefehlt. Wohl allgemein wurde zum Jahresbeginn die bestimmte Hoffnung ausgesprochen, die leidenschaftlichen sozialen Bewegungen würden ebenso nachlaflen, wie die politischen. Un- veikennbar ist es, daß in unserem politischen Leben heute eine wesentliche Milderung eingetreten ist, aber jene anderen Bewegungen dauern in vermehrter Stärke fort, bethören manches schlichte Herz und wirken vergiftend auf weite Volkskreise. Leidenschaftlichkeit und zügellose Begier erheben drohender ihr Haupt, ohne daß Tausende sich die Folgen ihres Aufttetens klar zu machen vermögen. Vorwürfe über Borwürfe werden gegen anders Denkende gerichtet, ohne daß ihnen die eigene gerechte Prüfung voranginge. Das Osterfest ist wohl geeignet und kommt zur rechten Zeit gerade, um zum Nachdenken und zur Versöhnung der wider- treitenden Gemüter zu ermahnen. Kultur und Sitte machen die Völker groß, nicht aber rohe Ge- waltthat und eigenmächtiger Trotz. Wer nur fordert, aber nicht leisten will, der setzt sich selbst ins größte Unrecht und wird früher oder später die Früchte seiner Handlungsweise erleben. Niemand rüttelt ungestraft an den unveränderlichen Gesetzen des Lebens. Das deutsche Reich ist politisch groß geworden durch die fcstgeschlosiene Einigung aller einer Bürger; auch wirtschafilich groß kann es nur durch seine Einigkeit werden. Mögen ruhige Gedanken Platz greifen und man große Worte als das erkennen lernen, was sie in Wahrheit sind, als Schall ohne Wert.
er sich ab i im Amte befand und die Bürger saben, daß der v«e Bürgermeister sich mehr «m gut Effeo uud Trinken und nettes Amüsement bekümmere, da ging eine D-pntation aufs Stadthaus, zog den Sladtoater aus dem Bett uud fragte ihn, ob er non ordentlich arbeite» oder auf feinen Vertrag verzichten wolle. Der geängstigte Herr versprach alles, war aber am nächsten Morgen verschwunden. Den Be. wohueru blieb nur die Erinnerung au ihn in einem eiten Proz«ß, welch« der Entflohene der Stadt Nockville an deu Hals geworfeu hatte uud worin er ans Auszahlung rückständigen Gehaltes klagte. Nockville wehrte sich verzweifelt, ward aber ver- urteilt, da das Gericht erkaunte, die Sitte, eiuev Bürgermeister am frühen Morgen aus deu Federn zu hol«, fei doch etwas gar zu hiuterwällerisch. DaS war der erste Bürgermeister!
Mit vornehme», stuckerte» Herr« wollte das Volk von Nockville uuu nichts mehr zu thuu hab«. Ma» ermäblle uun eiue» praktische» Mau», der Land »nd Leute geseh« hotte uud im Göuueitone eikiärte, Nockville sei zwar ei» gauz kleiueS Nest ab r es laffe sich doch gauz leidlich dariu lebeu. D'efei würdige Gentleman entwickelte eine Thättgkett, >cß fcknen Stadtkindern Angst zu Mute wurde. Und chließlich mußte er sich wohl wieder nach der wetten Welt sehn«, den» eines Tage» war er abgeretst, hatte aber t» unbegreiflicher Zerstreuung deu Inhalt der gerade recht ausehulich gefüllt« etabtLffe mitgenommen. Dieser Ehrenmann starb nicht in seinem Berufe, sondem er wurde später in T xaS als Pferdedieb mittels des Stranges vom Lebeu rum Tode befördert.
Die Bürg r von Nockville hatte» e» nun satt, fich außerhalb ihrer Mauer» »ach eioem »«« Bürgermeister umzuseheu. So hielte» fie deu» Rundschau im Junern unter deu Minuer» nab Frauen ihres Landes. Den» in de» gesegnete» Staate der Union tu welchem Nockville liegt, besteht utcht nur das irengste Mäßtgkettrgesitz, sondern die Frau« hatte«
Das Osterfest kündet eine neue Jahreszeit, beffere Tage, und eine neue Zeit steht uns auch in unserem Vaterlande bevor, die, wie wir hoffen, gute Tage und reichen Segen dem ganzen Volke bringen wird. Dem bisherigen Leiter der deutschen Politik, dem Kanzler des Reiches hat das deutsche Volk bei seinem Rücktritt in das stille und ruhige Privatleben mit warmem Herzen, aus tiefem unb treuem Gemüt ein inniges Lebewohl zugerufen, und was der Scheidende für uns gethan, wird nimmer in Vergeflenheit geraten. Ein großer Mann legte das Staatsruder aus der Hand, Kaiser Wilhelm II. ergriff es kraftvoll unter Beihilfe neuer Männer und vertrauend schaut die Nation in die Zukunft. Unseres Kaisers erstes Streben ist, den bürgerlichen Unfrieden schwinden zu wachen, mit kräftigem Arme will er roher Gewalt wehren, die Verleiteten zu versöhnen suchen.
Keine höhere und ehrenvollere Arbeit, an welcher eine ganze Nation mitzuarbeiten berufen ist, giebt kö als diese, keine aber auch, die reicheren Segen verhieße. Doch die Arbeit ist schwer, so sagen Viele, aussichtslos, sagen Andere. Mögen sie eS sagen! Durch Kleinmut seiner Bürger wäre Deutschland nimmer so weit gekommen, wie es heute ist, wer großes will, muß auch großen Mut haben und muß sein persönliches Interesse hinter dem allgemeinen Besten zurücktreten (offen. Und kommt dann der schöne Frühling nach dem eisigen Winter nun mit einem Male? Nein! Dazu gehört langes Kämpfen und unermüdliches Ringen, bis zuletzt der Lenz den Sieg behält. DaS beruht auf einem ehernen Naturgesetz! Ein ehernes Gesetz jß es aber auch, das Recht siegt über Unrecht, wenn nicht früher, so später. Die Welt steht vor einer schönen Zeit, Deutschland vor einer großen Periode in seiner inneren Entwicklung. Wir haben die Würfel in der Hand, wie wir ie werfen, so wird unser Schicksal sich gestalten. Seit 1870/71 wird die deutsche Nation als die erste unter den europäischen Nationen genannt; mag ie fortan dazu noch die einigste genannt werden, wie fie die treueste schon seit Jahrhunderten hieß, das sei unser Osterwunsch; möge Gottes Wille ihn erfüllen!
Deutsches Reich.
Berlin, 3. April. Der Kaiser und die Kaiserin nahmen heute vormittags in der Kapelle des Palais des Kaisers Wilhelm I. mit den erbprinzlich Mei- ningenschen Herrschaften, dem Prinzen Alexander von Preußen und dem Prinzen Max von Baden an der Abendmahlsfeier teil, welche von dem Ober- auch das Wahlrecht für städtische Aemter. Im Ge- meiuderate von Nockville faße» acht Männer nnb vier Dame», nnb bie weiblichen Gemeinderäte wußten durch die Gewalt ihrer Znugeufertigkeit ihre stäikeren Kollegen nicht selten zn bewegen, fich ihrem Votum auzuschlteßen.
Die Damenwelt von Nockville trug fich, als die neue Bürgermeisterwahl ausgeschrieben ward, mit großen Gedaukeu. Daß die Männer nicht» taugte», wußten fie selbst ja am besten, und außerdem hatten es die beiden no sichtbar gewordenen Stadtoberhäupter noch extra bewiesen. Was lag also näher, als einmal fine Dame zum Mayor von Nockville zu wählen? lud mau faud bald die rechte Kaudidatiu. Da war die vteruudzwanzigjährige Fra« Mansou, eine Wittwe, vermögend nnb außerordentlich energisch. Wenn Jenny Mansou, die keine Abhaltung durch Hausstand oder Familie hatte, Bürgermeisterin von Nockville war, dann mußten die Männer die Köpfe ducken, fie mochten wollen oder nicht. Denn leider war eS ja Thatsache, baß trotz deS strengen TemperenzgesetzeS noch Wein, Bier und —, man schaudere, sogar Brandy von den Männern gettnnken wurde. Hatten doch die weib- ltchen Gemeinderöte einmal einen männlichen Kollegen überrascht, wie er eine Medizinflasche ans der Tasche gezogen nnb davon bedenklich lange getrunken hatte. Nalärltch war eS Brandy gewesen. Damit der Skandal nicht unter das gemeine Volk gelange, hatte der Schuldige feierlich bei seinen Richterinnen Abbitte thuu nnb für die Zukunft eine strenge Besserung grob« wüffev.
Jenny Mansou würbe als Saubidattu für bas Bürgermeisteramt aufgestellt. DaS erregte Sensation iu bet Stadt, alle Männer erklärten die Zumutung, ich von einer weiblichen Hand regieren zu laffe«, für eine Schwach, die man fich unter keinen Umständen gefallen laff« dürfe. ES wurde» Epottverse au ihre Thür augehestet uud bis zu Karrikature» selbst verflieg fich der Mäuuer-Srimm. Die schöne Frau lächette, als fie diese Angriffe bemerkte. Ader am
Hof- unb Domprebixer D. Kögel abgehalten wurde. — Der.Reichsanzeiger" ist ermächtigt, zu erklären, daß alle amtlichen Veröffentlichungen, betreffenb bie internationale Konferenz unb beren Beschlüsse künftig, wie bisher, ausschließlich burch ben „Rcichsanzeiger" erfolgen werben. Hieraus ergiebt sich, baß bie vor kurzem burch einige Zeitungen bewirkten Veröffentlichungen als auf amtlicher ober zur Verbreitung autorisierter Quelle nicht anzusehen ftnb. — Die »Berl. Polit. Nachr." stellen eine Vorlage betreffs Erhöhung ber Beamtengehälter unmittelbar nach ben Ferien in Aussicht. — lieber ben Zweikampf in ber Armee hat ber Kaiser neue Bestimmungen erlassen. Ein Duell soll nur zulässig sein mit Zustimmung beS EhrenratS, an dessen Spitze zwei Obersten stehen unb zwar 1) wegen thätlicher Beleidigung, für welche eine Entschuldung verweigert ist, 2) wegen Beleidigung einer Dame, Verwandten ober Braut eines Offiziers. Niemals darf ein Duell statt- finden 1) wegen Streites in einem Verein, Casino, Cafä oder ähnlickem Lokal, 2) wenn einer der Gegner fchvn drei Duelle gehabt hat, 3) wenn einer ber- felbm verheiratet unb Familienvater ist.
Entgegen ber von ben deutschfreifinnigen Blättern verbreiteten Nachricht, als ob im Hinblick auf erhöhte Anforderungen für Militärzwecke eine Kürzung ber für die Erhöhung von Beamtengehältern deponierten Mittel in Aussicht stehe, dürfte in Preußen vielmehr über den anfangs dafür bestimmten Betrag, wenn auch selbstverständlich nicht über die im ganzen etatsmäßig verfügbare, zur Zeit noch für Schuldentilgung bestimmte Summe von rund 18 Millionen hinausgegangen werden. Bon dem verfügbaren Betrage geht zunächst jene nicht unerhebliche Summe ab, welche zur Ausführung ber gleichzeitig vorzunehmenden Verbesserung ber Lchrergehälter bienen full. Ein weiterer Betrag dürfte nach dem Bvr- gange bei der Eisenbahnverwalturg in dem Hauptetat für Stellenzulagen, namentlich für die in Berlin und Frankfurt a. M. stationiert« Beamten reserviert werden, so daß zu der Gehaltsaufbesserung im engeren Sinne nur ein, wenn auch überwiegender Teil der ganzen Summe verfügbar bleibt. Was diese selbst anlangt, so ist dem bereits einmal von uns angebeuteten Grundsätze, daß es sich mehr empfehle, Gewicht auf eine reichliche Aufbesserung der beteiligten Beamtenklafsen, als auf die Erstreckung !>erselben auf möglichst viele Beamtenkategorieen zu legen, bei der Nachprüfung der für die einzelnen Verwaltungszweige fich ergebend« Resultate eine weitere praktische Folge gegeben. Auf diese Weise
Abend gab fie ein« Rieseuthee, zu welchem die zwei- huudett einflußreichsteu Dameu von Nockville geladen ,E«. Was ans diesem Thee beschlossen wurde, blieb strenges Geheimnis, auch der findigste Reporter vermochte nichts anderes darüber za entdecken, als daß Mrs. Mansou ihre Gäste außerordentlich liebenswürdig entließ, und die Dameu mit frohen Gefichtern von bannen gingen, als hätten fie etwas besonders Frendiges erlebt. Thatsache ist weiter, daß, als bei Änbruch der Nacht jene zweihundert Damen mtt ihr« Männe« allein waren, fie diesen ans das Dringendste anempfahlen, Jenny Manson zum Bürgermeister zu wählen. Geschehe dar nicht, dann stürze der eheliche Frieden- nnb Freubenhimmel ganz unrettbar ein.
Frauenworte vermögen viel, daS sah mau auch in Nockville. Denn als nun eine große Männer- versammlurg anberanmt würbe, um einen Kandidaten ür ben Bürgermeister-Posten anszustell«, da hatte» alle verheirateten Männer gegen ihre Kanbibatnr Protest zu erheben. Der Eine wollte keine Zett haben, der Zwette war kein Redner, waS ein Bürgermeister doch sein soll, der Dritte besaß nickt Fähig- letten genug, uud so giug eS im gleichen Tempo fort. Daß kein weiblicher Bürgermeister gewähtt werd« dürfe, das sagten fie Alle im Brusttöne der lieber» zeuguug, ober keiner wollte fich daz» verstehen, selbst Bürgermeister zu werden.
ResultatloS giug die Versammlung auseinander, 1>ie Damenwelt triumphierte, und Mr». Manson lächelte, wie stets, wenn fie alles auf dem rechten Wege fah. Mein Sott, fie war nicht ehrgeizig: vielleicht hätte fie fich lieber verheiratet, als daß fiL Bürgermeisterin geworden wäre, aber das konnte ja nachher auch noch gescheh«. Wenn das Eine kam, bf°«chte das Andere nicht fortznbleiben, und daß fie als -Mutter der Stadt' eine gauz andere Sttlluug >eg«über ihrem zwetten Manne eiuuehm« würde, das war selbstverständlich.
(Schluß folgt.)