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lieber, aber er erholte sich wieder.

Elster Rom Stall Tanne Ostern Napoleon

Jahle«ratsel.

Palmerston

Palme Alfter

Meta»-rphsse«- Litsel.

Lebe», lebe, labe, lange lang, Land, Lund, und lebe» laben, losen, lasse».

iS Lootse D» Mars 8

Wöchenttiche Bellagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. - _____________Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

Macht des persönlichen Einflusses und an gebietendem Ansehen, das der Reichskanzler sich durch seine über» wältigende Persönlichkeit ebensosehr, wie durch die Größe seiner Verdienste im Laufe eines langen und arbeitsreichen Lebens im Verkehr mit allen Fürsten und Staatsmännern seiner Zeit zu erwerben vermocht hat!

Der neue Reichskanzler, Herr von Caprivi, hat sich am Donnerstag in Hannover verabschiedet und sodann die Rückreise nach Berlin angetrete«. Dort erschien er am Freitag Nachmittag um 2 Uhr *m. Palais des Reichskanzleramtes, wo eine Be­grüßung zwischen ihm und dem Fürsten BiSmarck, Herzoge von Lauenburg, im Famllienkreise stattfand. Seine Ernennung, die nach der .Post- auf Vor­schlag deS Fürsten Bismarck erfolgt sein soll, hat im Auslande vielfach überrascht, während er, wie wir schon mitteilten, in Deutschland sofort als Nachfolger des Kanzlers genannt ward. Hüben wie drüben aber kommt man ihm von alle» Seite» mit Ber» ttauen entgegen, und nur über seine künftigen Auf­gaben gehen die Ansichten auseinander, doch neigt man vorwiegend zu der Meinung, daß fortan der Kaiser selbst die Richtschnur für die zu beobachtende Politik angcben werde. Herr v. Caprivi steht noch in rüstigem Mannesalter; er hat vor kurzem sein 59. Lebensjahr vollendet. Er ist Junggeselle. Eine statüiche militärische Erscheinung, mit weißem Haar und weißem Schnurrbart, zeigt er äußerlich manche Aehnlrchkett mit dem Fürsten Bismarck, und wenn er alle Nachmittage gegen 3 Uhr von der Admi- ralität au» seine Schritte zum Tiergarten lenkte, um dort einsam spazieren gehend sich vo» der Last der Arbeit zu erholen und zu neuer Arbeit zu sammeln, so verwechselten häufig Fremde ihn mit dem Fürsten und meldeten stolz in die Heimat, daß ste den großen Staatsmann, den so wenige Berliner zu sehen Gelegenheit hätten, in voller Bequemlich­keit hätten sehen und bewundern können. Der Ge­neral .hat nicht die mächtige» Augen des Fürsten Bismarck. Sein Blick ist gutmütiger. Auch hat er ein Grübchen im Kinn. Doch spricht aus seinen Augen neben der Gutmütigkeit ein überlegener Humor, und der Gcsamtausdruck seiner Züge ist fest und entschlossen. Das ist der Mann, der jetzt neben dem Kaiser die Geschicke des Deutschen Reiches zu lenken haben wird. Wünschen und hoffen wir, daß Herr von Caprivi, getragen durch seine jetzige große und stolze Aufgabe, dem Vertrauen voll entsprechen wird, da» sein Kaiser und die deutsche Nation in ihn setzen.

tttSf Sat^Vlnatttdtn' s° st°s der eifer« tyiuflti laut in » Schloß.

Tenn fuhr zusammen.

-Das war ein Schuß/ flüsterte er dem Junker »U ' -wir wollen fort, schnell fort, sonst fliegen sie wieder aus uud sie find doch alle tot, alle.» P

(Fortsetzung folgt.) (Nachdruck verboten).

Ratecke.

Äuflösaage«

der in Nr. 65 der Beilage enthaltenen Rätsel.

Lil-rr-Ratsel.

Ein jedes Tierchen Hat sein Plärsirchen.

M» IJA IttHtageiL5^uartoI.Äbon^t^t$.C^rei8^beFb«e$^ UWfWBlWftr fetoie^biearmoncen"^«»!b" UtteS,

Jtt <ö. dition 2/t KL, bei den Postämtern 2 ML SV Pfg. (erfL von Haasenstein und Bogle,

________910 ^Bekamen für ____________ »au»e u. Ito- tn Franlfuri a. M., Berlin, Hannover, Pari».

Berlin, 20. März. Das nn Auszuge gesternInoch °'-leJahre eines ungetrübten und durch>fanterie von Caprivi zum Reichskanzler zu er-

telegraphisch mitgeteilte Extrablatt des ^D-ut ch-n ^ dewußtsem treu erfüllter Pflicht verklärten nennen.

Reichs-Anzeigers" hat folgenden Wortlaut: Rl' Z". Gesinnungen ble.be Ich Ihr

Mein lieberIhnen auch m Zukunft treu verbundener, dankbarerI Se. Majestät der König habe» aHer=

Mit tiese^Rewo^?^^ « c>-, « und König Wilhelmen gnädigst geruht: den Präsidenten des StaatS-

tu*, »L !« ? 9 ?? ®erIm' b,n 20 März 1890. Ministeriums und Minister der Auswärtigen Ange-

suche vom !8. d. Mts. ersehen, daß Sie entschlossen«» den Fürsten von Bismarck. Ilegenheitcn Fürsten von BiSmarck auf seinen

find, von den Ämtern zurückzutreten, welche Sie seit -__________ «ntraa von den Aemt-r« al«

S !tmn S» nicht aus der Stellung scheiden Ministerium» und Minister b« Auswärtigen Ange-

Ä Arenn n in b?.®le fL^fle We ^'"burch für Mein legenheiten zu entbinden und den kommandierenden

Ihnen zu trennen, bei unseren Lebzetten nicht naher HauS, tote für tue Größe und Wohlfahrt de» Vater- General des L. Armee-Corps General der Infanterie gleichwohl .m vollen landes gewirkt, ohne auch als Kriegsherr in inniger von Caprivi zum Präsidenten des Staats- Mi- «nrftrtt« n;,hfer *ktoer TO ^ta8*toKtier $Dankbarkeit der unauslöschlichen Verdienste zu ge Inisteriums zu ernennen, sowie den Staats-Minister, Rucktrttts letzt genötigt bm Mich mrt dtesem Ge- denken, die Ste sich um Meine Armee erworben Staatssekretär des Auswärtigen Amts Grafen von danken vertraut zu machen, so chue Ich die» zwar haben. Mit weitblickender Umsicht und eiserner! B i s ma r ck - S ch ö n h a u s e nmitder Le.tuna des .e6ruK enßfö"len9/ '" ber festen Zuversicht,IFestigkeit haben Sie Meinem in Gott ruhenbenIMinisteriums der Auswärtigen Angelegenheiten

daß dte Gewährung Ihre» Gesuches dazu beitragen Herrn Großvater zur Seite gestanden, al» es galt, einstweilen zu beauftragen. 9 6 9 9

b°S daterland unersetzliches Leben in schweren Zeiten die für nötig erkannte Re-1 ____________

»nb Ihre Kräfte so lange wie möglich zu schonen organisation unserer Streitkräfte zur Durchführung So hat sich denn da» Geschick erfüllt und ffie- T 3i?ntn Ent- zu bringen. Sie haben die Wege bahnen helfe», das lange Gefürchtete, von eine? kleinen Anzahl

weite« Är °"^»"de überzeugen Mrch, daß auf welchen die Armee, mit GotteS Hülfe, von Sieg Unversöhnlicher sehnlichst Erwartete ist zur unabäu- ® ®ie, burücknahme Jhres An- zu Sieg geführt werden konnte. Heldenmütigen derlichen Thatsache geworden. Fürst Bismarck tritt ^9 aus Erfolg haben. Sinnes haben Sie in den großen Kriegen Ihre in den Ruhestand. Mit Schmerz und Bekümmernis

Wmische, indem Ich Schuldigkeit al» Soldat gethan. Und seitdem, bis sehen wir einen Staatsmann von der politischen t Ü .t m find Sie mit nie rastender Sorg- Bühne scheiden, dessen Winken Europa gehorcht und

Ämtern als ReichSkai^ler, Präsident Meines Staats- falt und Aufopferung bereit gewesen, einzutreten, um an besten Lippen bie Augen ber Welt hingen auf MmisteriumS und Minister der Auswärtigen An- unserem Volke bie von ben Vätern ererbte Wehr- besten weisheitsvollen Rat bie Großen bieftr^Erbe ?,,^Euh«ten m ©naben unb tn der Zuversicht er I haftigkett zu bewahren unb bamit eine Gewähr für mit bewundernder Andacht horchten und besten groß.

^at unb Thatkraft, Ihre! bie Erhaltung ber Wohlthaten bes Friedens zu! artiger Geist bie Geschicke ber Völker in einer Weise

«2? in ?"unst Mir und schaffen. Ich weiß Mich ems mit Meiner Armee, beeinflußte, wie wohl noch nielin Staat m NN vor fZlen werden. Ich habe es wenn Ich den Wunsch hege, den Mann, ber so! ihm, einen Mann, von bent in Wahrheit H°mle°s Ä>9^-" ^8?"TO",Meinem Leben Großes geleistet, auch fernerhin in ber höchsten Wort gilt: »Ihr werbet nimmer seiner Gleichen anÄ als Mei?en tXüi «halten zu sehen. Ich ernenne sehen." Niemand ist indeffen im Leben unnsetzllch,

Seite hatte.IS.e daher zum General - Obersten ber unb fo wird auch ber Fürst, ben heute bes Kaisers erreicht baben ma« sn?. , . ,,, . ,9 ® I ^u dvolle Einabe auf eine neue Rangstufe erhoben

«re«^ haben, was Sie Meinem Hause, Meinen In er al- Feld Marschalls und hoffe zu Gott, daß hat, ersetzt werden, sei es durch einen sei es durch «-* »k wi-d M, Md «- M- -°ch «- I-hr- m d'L Lh-°», °mg m «r M-m" w tanTrt« ta ,ä Deutschen Volke in dankbarer, unvergänglicher erhalten bleiben mögen. hochverdienten und allgemein^^ geehrten^ General e7nen

Erinnerung bletben. Aber auch int Auslande Wirb | Berlin, den 20. März 1890. I Nachfolger erbalten bat von dem mir mit <R?rtrniti>n

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Ä. MsLaS Ä Ä JmEä ^ b°r"r.^"bnburg Auch werde Ich Bismarck auf seinen Antrag von dem Amte als in frühir^^Jugend zu üben begann ^rd chm in

(Nachdruck verboten.) »L'-« Tasche» l» ries er lachend. gerade vor ihrer Biaft. Von allen beweint, wurde

Der Jager. Ä Ä'Ja8u x8 We Mädchen das Kind in die Hütte der ganz vo« Sckme?z bf

Au» dem Holländischen von «.Senden. Ab» M finb^bfe Sübner 6°fe 9^°-«bten Großmutter getragen, während Tenn der

(Fortsetzung.) Iwo N°d die Hühner, Tenn?» I Jäger in seiner Verzweiflung alle herbeigelaufenen

stöue Aeugelcheu l» fügte er hinzu, in kindischer Spiel- ans ihre Schultern herab und ' IS « k Tenn ^zn thnn, bei dem ein

Li: &SÄb,;:bto,6a6- h, sm. ... JL ß ; ms äsäs

l. uw stieg zum Fenster hinaus. Der Junker, der spät

Er hing nun den Hasen mit den Läufen tote einen I Schuß? der Hund^schlng an""^' I ? Ja'. ^n oben auf einer Düne in

Orden ans den Rock deS Knaben, ber7&" «nf do? f?inen Ä 109 * 9tafl * ** ** abtI

°lle Bauet jungen der vereinten Herr- Bet der plötzlichen Beweoung, die Tenn macht. D-m» erkannte ihn nicht.

^en Schoorl Soet und Kamp, erhaben fühlt, nm die Watdtasche ans seine rechte Seite ,n schieben L 'WaS machst Du hier, Tenu l» rief er ihm mit Utd geschwind mit dem Tier herunter stieg. hatte eine der kleinen Maschen deS N.tzeS den Lab» stimme an, nnb erfaßte ihn zugleich am ble 6ttbe tiüfatr im innersten! seines linken FlintenlanfeS gefaßt, die Flinte tn bie IatO*

ta.it. tta,.ä8a,*al<6ti bam1tl l/tue Feder znm Vor Höhe gezogen und den Schuß zum lo?gehen gebracht.! .Junkei!» sagte der Unglückliche leise und er» ft» ""stellen und Tenn der Jäger und die beiden Kaabeu9stanben I schreckt:, ich begrabe sie, die See wird gleich kommen.'

» bi. r' ^«te er zu sich selbst. I wie versteinert da. DaS taubstumme Kind kam zuerst! Uud damtt deckle er Saud auf ein» der Reb- Ln-e im mir.» s»^.«d°°°weS- entlang durch das ,um Bewußtsein, wütend flog es auf Tn» zn, und! M°er, dem er mit seiner Hand ein Loch gegraben hatte.

?b /S wahrscheinlich se, biß ihn in den Arm. Die Flinte war auf die Erde H°lb durch Uederredung, halb bmch Sewatt g^. tt eZr ffiM h»Ü "»sdatte. gefallen. Plötzlich bückte sich ber unglückliche Jäger, l"»g e6 dem Junker, ihn von dem Oct fortzubriugen !i Vn£ätle und erfaßte sie am Griff, aber eine stärkend nahm -b-r'.ich.S konnte ihn bewegen, wieder in dar Dorf

r."» m ® t6onb '"tlentt ste am Kolben und entriß ste ihm. tz, «ar ein M«ck»uk-hren.

L ihn 7- Nschr.cken. llm ftoÄb ? h ?e ,tn btf blieb beut Junker nichts übrig, al» ihn seinen

hatte baS neckische Ätnb ein g oße» woll^°D«»! J derbei »nb I eignen ll berrock zu hüllen nnb, ihn kräftig am Arm

»schlagen, au» besten schmaler Svatte vor»"««- I JT Ä !.8 « bttt<' Wfiilüben I faffeub ben Weg nach ben nahen H rreuhause einzu-

»Untern Augen hervor leuchteten. Der "e.nmm I.f Erlangte, nnb in stummer I schlaa-u. Bald hatten ste auch ba» Partthor erreicht,

Ce ihr Sa«. Stumme Rasertt mtt ben Umstehenden rang. der Junker suchte e, m öffnen und klingelte zu-

2°»«« u.r .rttfimf mtrwtA w.t. »- IJedermann weiß, daß ein Schrotschuß tausendmal I gleich laut, bamit ihm sewanb zu Hilfe kommen m»\etee V' MlebTO «Sruchen möchte, benn Tn» müht- sich ad, sich wieber ,n be- r ltet dmch sein. !^°e eigene Wunde wacht nnb die Menge bee freien unb in bie Dünen Mücklaufen zu könne».

|»Ieie» »UI fetterer t#; i«be* taa ber Sltntentanfj Enbltch war die Thür geöffnet und ein Diener M