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Wöchenttiche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Perlag von Joh. Aug. Koch.

M 66.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn» und Feiertagen. Quartal-AbonnementS-PreiS bei der Expe­dition 2*/4 Mk., bet den Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (ejH. Bestellgeld). JnsertionSgebühr für die gespaüene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

Marburg, Mittwoch, 19. März 1890.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. BlatteS, sowie die Annoneen-Bureaux von Haasenstein und Vogler in Frankfurt a. M., Gaffel, Magdeburg u Wien; Rudolf XYV Stoffe in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; ®. L 44f

Daube u. So. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

Vo« Le« Kergle«tr«

ihren Wünschen und Forderungen ist in drei längeren Sitzungen des preußischen Abgeordnetenhauses letzthin sehr viel die Rede gewesen. Aus dem Verlaufe der Debatte, welche bei der zweiten Beratung des Etats der Berg-, Hütten- und Salinen-Verwaltung entstand, geht hervor, daß die Ansichten über die Ursachen des großen vorjährigen Bergmannsstreiks heute noch ebenso weit auseinandergehen, wie vor einem Jahre. Auf der einen Seite wird ausgeführt, daß es vor allem die unzufriedenen jugendlichen Elemente waren, welche den Ausstand herbeiführten und später für seine Ausdehnung sorgten. Auf der anderen Seite wird dem entgegengehalten, daß auch die Zechen­verwaltungen es an Besonnenheit haben sehlen lassen. Es ist die alte Sache indesien gewesen: Wenn Feuerstein und Stahl zusammenkommen, dann sprüht es Funken. In den Arbeiterkreisen herrschte eine Erregung, die auS verschiedenen Ursachen herzuleiten ist, und man ließ es auch dort an der erforderlichen Besonnenheit fehlen, als man den Unternehmern gegenüber trat. Dadurch wurden diese in eine nicht freundliche Stimmung versetzt und dementsprechend haben sich die Dinge dann weiter entwickelt. Den Bergleuten hat im Frühjahre 1889 eine starke Sympathie ganz gewiß nicht gefehlt, und sie hatten sie auch verdient. Seitdem ist aber, und das muß ebenso offen betont werden, eine Anzahl der Berg­leute wenigstens auf recht bedenkliche Abwege ge­raten. Die bekannte Forderung der 50 Prozent,gen Lohnerhöhung zum Beginne dieses Jahres war schon eine recht bedenkliche; seitdem haben die Leute noch die Enteignung aller Gruben gefordert, die in ge­meinschaftliches Eigentum aller Bergleute umgewandelt werden sollen. Wer das Geld dazu hergeben soll, darnach wird nicht gefragt und ebensowenig wird zugestanden, daß dann ein Einfluß auf die Kohlen­preise aus geübt werden soll. Dieser Teil der Berg­arbeiter ist bei dem schönen Prinzip angekommen: Alles fordern, aber nichts geben, und das geht nun einmal in der Welt nicht. Bergarbeiter Schröder, der zu der Bergmanns - Deputation an den Kaiser gehörte und sich hinterher als Sozialistenführer entpuppte, hat nun auch noch erklärt, er werde auf dem in Belgien obzuhaltenden internationalen Berg­arbeiterkongreß die Durchführung eines europäischen Bergarbeiterstreiks beantragen, wenn die Forderungen der Bergleute nicht bewilligt würden. Herrn Schröder scheinen seine Forderungen wirllich zu Kopfe gestiegen zu sein, und die Rolle, welche er

(Nachdruck verboten.)

Li«r vornehme Fron.

Bon Hermann Heiberg.

(Schluß)

Und oll dann plötzluy io viele Tropfen unter ihren Wimpern packten, da ging ein unbeschreibliches Gefühl durch seine Brust, und er sah, daß sie ver­geben, daß alles zwischen thue» war wie ehedem--

Bevor Teut sich au dem eben geschilderten Abend »ou Aage trennte, erwirkte er auch Verzeihung für Ttbeth, der fett seiner Trennung von ihr bei ihm iu Eder stch aufgehalteu und ihn auch nach Eisenach beglettet hatte.

Ange aber schloß kein Auge iu dieser Nacht. So unvorhergesehen, so plötzlich war alles über sie ge­kommen, so mit einem Schlage waren alle Dinge 6er, ändert, daß sie sich wiederholt au die Stirne griff ob's beim auch Wahrheit und kein Traum sei. Glühende Ströme jagten durch ihr Inneres. Ein» Wiedergeburt hatte stch in ihr vollzogen. Der Früh- liug der Liebe war wieder tu ihr Herz eiugezogeu. Er war au ihrer Seite, und sie wollte ihn nicht wieder missen? Um keinen Preis!

Als Ange am »ächiteu Morgen ihren Kindern Bitteilte, Oak l Axel und T deth feien wieder da und Bürden an dem Wethnachtstest teilnehmen, erscholl unbeschreiblicher Jubel durch» HauS. »en drängt sich an seine Mutter, als sie allein war, und forscht» tu ihren Augen.O ja, ja. Du bist wieder fröhlich! Jr sehe t8l' preßte er heraus und umhalste sie stürmisch. Sie aber legte die Haud auf sein Haupt und sah ihm lauge iuS stammende Ange.

.Wußtest Dn gar nichts von Onkel Sx IS Kommen? Gar nichts?' Beu senkte stumm den Kopf »ndpeßte die Lippen aufeinander. Und dann schloß plötzlich Irenntnbe Rite über fein G ficht, und mit raschem An. laus drückte er seine Mama noch einmal an sich.

zu spielen glaubt, nicht minder. Ec glaubt, die deutschen, französischen, englischen Arbeiter sind samt und sonder» Sozialisten! Wie er sich doch täuscht und wie ungeheuer wenig er die Welt kennt. Er sollte einmal nach Frankreich gehen und die dortigen Bergleute auffordern, zum Besten der deutschen Kameraden zu streiken. Man würde ihn auslachen und einen Narren heißen, oder ihm noch übler mitspielen. Und in England? Herr Schröder weiß wohl nicht, daß dort der Geldsack regiert. Wenn die englischen Kohlengrubenbesitzer genau wiffen, daß die deutsche Bergindustrie lahm gelegt werden wird durch einen Streik, dann zahlen sie ihren Leuten extra, und machen ein famoses Geschäft. Und die englischen Arbeiter stecken den erhöhten Verdienst ein und scheren sich viel um die deutschen Brüder. Es wäre Schröder und seinen Gesinnungs­gen offen zu wünschen, sie gingen einmal aus Deutsch­land heraus, sähen sich andere Länder an, arbeiteten dort auch und stellten Vergleiche mit Deutschland an. Sie würden schöne Gesichter machen und zu schönen Resultaten kommen. Herr Liebknecht, neben Bebel der erste und fähigste Führer der Sozial­demokratie, ist bekanntlich über den Ozean gegangen, um die nordamerikanischen Arbeiter für die Sozial­demokratie zu gewinnen. Und Herr Liebknecht kam wieder und sagte, in Amerika sei es nochzehnmal schlimmer" als in Deutschland. Auch die Führer der rheinisch-westfälischen Kohlenarbeiter würden die Erfahrung machen, wenn sie sich einmal anderswo umsehen wollten. Im preußischen Abgeordneten­hause ist auch laut ausgesprochen, daß der Wunsch und der Wille bestehen, zwischen Grubenverwal tungen und Arbeitern eine Einigung herbeizuführen. Aber damit dieser Wunsch zur That wird, muffen auch die Arbeiter den Frieden wollen. Schröder hat Recht, wenn er sagte, ohne Kohlen könne niemand etwas anfangen. Er hat aber vergessen, die Rück feite der Medaille zu betrachten: Ruht die Industrie, so klopft beim Arbeiter Gevatter Hunger an der Thür, und von dem spricht nur derjenige leicht, welcher ihn nicht kennt.

Peittsches reich.

Berlin, 17. März. Der Kaiser wird dem Vernehmen nach morgen nachmittag 5 Uhr den Konferenzdelegierten eine Audienz erteilen, hieran wird sich ein ausgedehntes Galadiner in der Bilder- gallerie schließen. Der Prinz von Wales trifft am 21. d. Mts., morgens, hier ein. Die von

»Nicht böse sein!» flüsterte er und verschloß nnter Küssen ihren Mund.

Einen rührenden Anblick bot r», als Ttbeth am Mittag zum erstenmal wieder die Schwelle des HanftS betrat. Ange war in der Küche, als der Jnbel der Kinder zu ihr drang. Al» ste stch ihm näherte, wachte er eine tiefe, unsichere Verbeugung und wartete, wie feine Herrin ihm begegnen würde.

.Ah! Ttbeth, Tib-thl. rief Ange, trat auf ihn ,n und legte tiefbewegt ihre Haud in die feiuige. .Alles ist oergeffen. Und« hier krach eS ans ihren Augen hervor, daß sich die Kinder unwillkürlich zurückzogen .vergeben Sie auch mir!"

.O, - Frau Gräfin!-- stotterte der Manu

und neigte zitternd das Haupt.__

Und der Festabend kam; Ange war aufgebläht in ihrem Glück. Sauste Farben lagen ans ihren Wangen und ihre Augen glänzten, als hätten Thautropfen Sonnenstrahlen anfgefogen.

Sie trug dasselbe Kleid fie hatte eS bewahrt nnd nun hervorgefncht das fie damals angehabt, als Teut Abschied genommen und in den Krieg ge, zogen war.

Auch eine vollblühende Rose hatte sie fich zu her- schaff-u gewußt, die au ihrer »ruft lag wie ein Symbol ihrer reiferen Schönheit.

Teut war wie gebarmt, als fie ihm gegeuüberttat. Für ihn hatte fie fich geschmückt, und die zarten Düste die ihr entströmten, dranoen berauschend ans ihn ein

Ihm warS, al» ob ste mit ihrer blendenden Er- scheinnug nicht in diesen bescheidenen Raum gehöre als ob ste ihm entg-genttete, wie damals in der Villa, nrrd daß alle» fei wie ehedem.

Und nun wirkt-.n auch alle andere» Dinge ans ihn. Mit anmutiger Sicherhest waltete ste im Hause, so liebevoll, aber verständig war fie mit ihren Kindern; das Zuviel, da» leichte Ja waren abgestreift. Da» Bewegliche, Hastige in ihrem Wesen war gewichen, ein stiller Ernst umgab fie, der ste nuendlich perschörtte.

Und mit welcher zarten Rücksicht begegnete ste ihm

hiesigen Blättern nach dem PariserFigaro" ge­brachte Nachricht, der Kaiser habe eine Unterredung mit Windthorst gehabt, ist erfunden, ebenso ist die Mitteilung einer Berliner Zeitung, daß Windthorst dem Reichskanzler am Sonnabend einen zweiten Besuch gemacht, aus der Lust gegriffen. Windthorst ist nur einmal auf Ansuchen von dem Fürsten Bis­marck empfangen worden. In der heutigen Ar­beiterschutzkonferenz wurden drei Ausschüsse gewählt für die Bergwerksarbeiten, die Sonntagsarbeiten und die Arbeiten der Frauen, Kinder und jungen Per­sonen. Zum Präsidenten des ersten Ausschusses wurde der preußische Bergrat von Hauchecorne, zum Präsidenten des zweiten Ausschusses Fürstbrschof Kopp, zum Vizepräsidenten dieses Ausschusses der dänische Etatsrat Pietgen und zum Präsidenten des dritten Ausschusses der französische Delegierte JuleS Simon, zum Vizepräsidenten der ungarische Bergwerksrat Schnierer gewählt. Herzog Ernst von Coburg- Gotha ist heute abend hier eingetroffen. Er wurde am Bahnhofe von dem Prinzen Friedrich Leopold empfangen und nach dem königlichen Schlosse be- glertet. Professor Virchow reift demnächst nach Kleinasien. Nach der zu erwartenden Militär- vorlage sind es etwa 60 Batterieen, die noch fehlen. Ein Armeekorps bedarf ferner, um allen Anforde­rungen des Krieges genügen zu können, mindestens eines Pionierbataillons zu vier Kompagnieen und eines Trainbataillons zu mindestens drei Kompag­nieen. Jeder Mangel an diesen Truppen vermindert die Schlagfertigkeit und verlangsamt die Mobil­machung. Nach Aufstellung der beiden neuen Armee­korps werden etwa vier Pionierkompagnieen und etwa sechs Traiukompagnieen fehlen. In dresen Grenzen dürften sich die beabsichtigten Heeresvermehrungen bewegen. Eine Gasexplosion hat heute 7 Uhr an der neuen Karser-Wilhelmsbrücke, nahe dem Schloß, stattgefunden. Das Trottoir ist teilweise zerstört, die Brücke beschädigt. Mehrere Personen sind ver­letzt. Die Explosion hat zu dem falschen Gerücht Anlaß gegeben, im Schlöffe habe eine Dynamit- Explosion stattgefunden.

Dortmund, 17. März. In der gestrigen Berg­arbeiterversammlung des SchachtesKaiserstuhl" waren von 400 Arbeitern nur 120 anwesend. Schröder nahm die Wahl als Delegierter zu dem im Mai in Brüssel abzuhaltenden internationalen Kongreffe an. Derselbe erklärte, wenn die Angelegen­heiten auf ftiedlichem Wege nicht durchzuführen seien, würde man durch eine allgemeine Verbrüderung einen internationalen Streik herbeizuführen suchen

selbst, mit welchem Takt wußte sie den Ausgleich zwischen dem Vergangenen nnd dem Heute zu finden. Alles, was er jemals für ste empfanden hatte, ver­stärkte fich in ihm. Saß er ihr anch ernst nnd mit besonnenem Ausdruck gegenüber, so schlng doch bebend sein Herz; richtete er auch nur einen stillen Blick auf fie, so hämmerteu doch seine Pulse, und einmal ballte er, abgewendet, die Hände nm stch von der überwältigenden Qual zu befreien, die ihm die Brust einschuürte.

Und doch konnte, durfte er nicht sprechen, nnd wenn seine Seele stch auch teilte, und wenn auch der Verzicht sein LebeuSglück vernichtete.

Einmal gingen die Sinder während deS Abends ins Nebenzimmer, und Ttbeth folgte ihnen. Da trat Teut an Auge heran.

»Wie schön find Eie, Frau Angel' sagte er, tastete nach ihrer Hand und sah fie mit seinen tiefen guten Augen an. Ange errötete wie ein furchtsames Mädchen, und ihre Mundwinkel zuckten.

Und wie gut, wie trefflich find Sie, liebe Freundin!" fuhr er weicher und leiser fort und suchte ihren Blick.

Nun kam Ben herein; ste wichen voneinander. In dem bleichen Augeficht des Knaben aber blitzte eS auf. Er sah überrascht auf seine Mutter und dann auf Teut. Ahnte ihm etwas? Einen Augen­blick stand er wie erschrocken, dann aber glühte eS in feinen dunklen Augen, und mit einer unwillkürlichen, raschen Bewegung gabS ihm ein Sott ein, ober wußte er selbst, waS er that? eilte er auf ste zu ergriff ihre Hände und berührte ste mit feinen Lippen.

.0, wie ich Euch lieb hobel' drang e» aus de» Knaben Brust. Und da beugten auch unwillkürlich flnge und Teut ihre Häupter und küßten gleichzettig de» Knaben Scheitel.

Aber auch ihre Baugen stahlen fich aneinander, und der Liebesgott ließ zwei Flammen au» ihren Herze» emporsteigen, die i» festiget Lohe zusammen- schlugen.

Der selb« Gedanke durchzog ihr Juuere»: die »st­

und der Welt zeigen, wie arm sie ohne Kohlen sei. Die Versammlung wurde polizeilich aufgelöst.

A«slauL.

Wie«, 17. März. Nach dem im Budgetaus- schuffe erstatteten Berichte des Generalreferenten Katurein über das Budget von 1890 betragen die Gesamteinnahmen für das Jahr 547 368 704, die Gesamtausgaben 545 771700, demnach der Ueber- schuß 1 597 004 Gulden.

Pest, 17. März. Im Abgeordnetenhause stellte sich heute das neue Kabinett vor. Ministerpräsident Gras Szapary entwickelte daS Programm der Re­gierung, die stet» auf dem Ausgleichsprogramme von 1867 stehe und an der seit 1878 befolgten aus­wärtigen Politik und der Tripelallianz festhalte, was nicht nur im Interesse Oesterreich-Ungarn», sondern in dem aller beteiligten Mächte liege. Redner be­tonte weiter die Notwendigkeit der Entwicklung des gestörten Gleichgewichts, einer rationellen volkswirt­schaftlichen Politik und der Einführung einer staat­lichen Administration zur Aufrechterhaltung deS ge­setzlichen Vechältnifses mit Kroatien. Szapary erklärte, es sei nicht notwendig, das Heimatsgesetz zu verändern, und betonte die strenge Beibehaltung der gegenwärtigen liberalen Politik. Graf Apponyi bemerkte, die Opposition werde das neue Kabinett, soweit dies möglich, unterstützen.

Ber«, 17. März. Gestern wurde im Kanton Zürich Blümer (freisinnig) mit 47 797 Stimmen zum Mitglieds des Ständerates gewählt, 13 265 Stimmzettel waren unbeschrieben. In Nidwalden ist Bannatt (ultramontan) mit zwei Drittel aller Abstimmenden zum Mitgliede des Nationalrates gewählt.

Paris, 17. März. Einer Meldung der Morgen­blätter aus Lamachine zufolge brach gestern in dem SchachtMarguerite" ein Brand aus, wobei drei Arbeiter getötet und mehrere verwundet wurden. Infolge einer heute vormittags im Ministerium deS Auswärtigen stattgehabten Konferenz ist ein Ein­verständnis zwischen Freycinet, Constans, Bourgeois und Fallißres bezüglich der Anwendung der Schul­gesetze und über den französisch-türkischen Handels­vertrag erzielt worden. Bezüglich der im Jahre 1892 ablaufenden Handelsverträge soll der Kammer die Freiheit der Aktion Vorbehalten werden. Ribot nahm darauf das Portefeuille des Aeußeren an. Das neue Ministerium hat sich offiziell wie folgt konstituiert: Freycinet Präsidium und Krieg, Con­stans Inneres, Fälliges Justiz, Rouvier Finanzen, sehnng roar8 die ihre Hände durch den Knabe» verband, durch de» stolze», herrliche» Knabe» mit seiner heiße» Seele; fie legte fie tnetnanber für immerbar.

Arn Tauueubaum nebenan brannten »och die Lichter. Der feine Duft der Nadeln und deS Wachses durchwehte den Raum in einer belebenden Miscknug. Drinnen ertönte daS fröhliche Lache» der Sinder, dazwischen Ttbeth» rauhere, aber freundliche und fröhliche klingende Stimme.

Und da waren die beiden Menschen, die schon so lauge für einander bestimmt waren, nicht mehr mächtig ihrer Gefühle.

Wie ein Sturmwind brauste es durch TentS Brust, wie ein Kind hob er Auge empor, und umschlang ste mit seinen Armen, nm fie zu hatten fÜr'S ganze Leben. --

In der Nackt vom 13. zum 14. d. MtS. wurde auf dem russischen Bahnhof in SoSnowice (unmittelbar an der preußisch - schlesischen Grenze bei Kattowitz) ein kühner Diebstahl auSgeführt. Die Diebe trugen ben großen Getttichrank ber Stationskaffe, worin etwa 30000 Rubel (60 000 Mk.) fich befanden, unbemerkt auS dem Äaffeubnrean heraus und in einen eine Meile entfernten Wald, nm hier die Schlösser de» Spindes zu öffnen. Das gelang ihnen na» zwar nicht, aber ste bohrte» an einer Stelle den Schrank mit Erfolg an und nahmen durch diese kleine Ocffuung 8000 Rubel (16 000 Mk.) heraus soviel befand stch in dem augedohrteu Fache, mit denen ste spurlos verschwunden find. Den anderen Tag fand man de» Geldschrank im Walde vor. Die Polizei sucht natürlich die Spitzbuben; gefunden hat ste dieselbe» aber bi» heut »och nicht.

Herr Eduard bo» Eichel-Stteider in Eisenach hat dem dortige» «ewerbevettin 30,000 Mk. geschenkt. Diese Summe ist zur Anschaffung von Slektromotores für de» Kleingemerbebetrieh bestimmt ward«.