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G Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die fl

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.Liebe Gräfin I Liebe Freaudto 1 Ich btoS, Leut! Erschrecke» Sie utchtl Soeben bin ich a vgekommen. Ich muß Sie durchaus sprechen! Bitte, öffne» Sie. Verzeihe» Sie dieser späte Eindringen.'

Trat, also wirklich Trat — so plötzlich — ohne

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Der Rubel hat gerollt, das ist das Neueste von der Balkanhalbinsel! Nachdem es mit der frischen und fröhlichen Verschwörung in Bulgarien nichts geworden war, haben sich die Panslavisten nach Ser­bien gewendet und dort mehr Glück gehabt: In die radikale Partei, aus welcher das heutige serbische Ministerium Grucis hervorgegangen ist, ist ein Keil getrieben worden, und die Folge davon ist eine Ministerkrisis. Die Panslavisten hoffen nun den Präsidenten der^serbischen Volksvertretung, Paschitsch; der gegenwärtig in Petersburg ist und vom Czaren einen hohen Orden erhalten hat, ans Ruder zu bringen. Paschitsch ist noch russischer als Her schlimmste Slockcuffe und thut nebenbei für Geld alles. Die meisten orientalischen Minister huldigen freilich dem Grundsatz: Die Rechte Hand dar nicht wissen, wieviel die linke einsteckt. Die bulga­rische Regierung hat bereits eingeschen, daß ihre Bemühungen, die Anerkennung des Fürsten Ferdinand herbeizuführen, keine Aussicht auf Erfolg haben. Einige excentrische Köpfe verlangen nun, Bulgarien solle sich zum unabhängigen Königreich erklären, aber was steht der Fürst denn aus? So um sein Leben zu zittern, wie Alexander III. von Rußland braucht er noch lange nicht.

Mit Grazie an die Luft gesetzt hat die portugie­sische Regierung den Gemeinderat ihrer Hauptstadt, weil er gar zu eifrig in hoher Politik machte und für antienglische Demonstrationen zu viel Geld ver­wirtschaftete. Ein Rcgierungskommissar hat die Leitung der Stadtgeschäfte übernommen. Der Lissa­boner Gemeinderat ist nun freilich noch lange nicht der schlimmste unter seinen südlichen Kollegen; der von Rom ist gar wenig wert, der von Neapel taugt nichts und von dem von Madrid schweigt des Sänger's Höflichkeit lieber ganz.

Wochenschau.

(Schluß.)

Mit Afrika haben auch die Franzosen gegen wärtig ihre lieben Sorgen. Bekamillich sind "ihre Besitzungen ob der Sklavenküste von den kriegerischen Dahomeynegern angegriffen worden, die auch mehrere französische Kaufleute als Gefangene sortgr führt haben. So sehr man in Paris auch auf Wahrung der französischen Autorität hält, Io hat man in diesem Falle doch nur ganz geringe, oder richtiger gar keine Lust, einen Krieg mit dem König von Dahomey, der wohl über 30 000—40 000 Soldaten verfügt, anzufangen. Die Sache würde Millionen kosten und am Ende nicht den geringsten praktischen Nutzen haben. Diese Zurückhaltung der Franzosen wacht aber die Dahomey - Neger nur noch über­mütiger, und darum eben geht man in Paris in schweren Bedenken herum. Die Gerüchte vom Rück- ttitt des Ministeriums Tirard sind vorläufig ver­stummt. — Im englischen Parlament haben sich die Adreßdebatten in langweiligster Form unverändert hingezogen. Ein gewisser Abschluß ist jetzt aber er­reicht, so daß man nun zu den eigentlichen Arbeiten übergehen kann.

Ministerpräsident von TiSza in Pest, 15 Jahre hindurch der allmächtige Leiter der ungarischen Staats­geschäfte, ist von seinem Platze abgetreten; der offene Grund war eine ziemlich unbedeutende Meinungs­verschiedenheit mit seinen Kollegen, der wahre aber, Tisza hatte in der augenblicklichen Situation keine Neigung, Premierminister zu spielen. Offenbar will er abwarten, bis eine andere Zeit herankommt, und dann seinen Posten von neuem einnehmen. Die auswärtige Politik von Oesterreich-Ungarn wird durch diesen Kabinettswechsel in keiner Weise geän­dert, im Innern werden den deutschen Sachsen einige Zugeständnisse gemacht werden.

Der Czar hat in dieser Woche seinen Geburts tag gefeiert, aber gerade nicht unter hocherfeulichen Berhältniffen. Ein paar Tage vor dem festlichen Tage ist eine neue Nihilistenverschwörung entdeckt worden, deren Mitglieder sich schon zu einem Attentat gegen das Leben des Kaisers gerüstet hatten, und aus dem Innern des Lander lauten die Nachrichten ebenfalls sehr trübe. Infolge der ungünstigen wirt schastlichen Verhältnisse verwildert der Bauernstand in entsetzlicher Weise. Alle Augenblicke kommen blutige Ausschreitungen vor, und die Masten denken bereits an offene Gewaltthaten. Die gesamte heillose russische Wirtschaft tritt deutlicher und deutlicher zu Tage

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(Nachdruck verboten.)

Eine vornehme Fra«.

Bon Hermann Helberg.

(Fortsetzung statt Schluß.)

AvgeS Gestüt war etwas fiöhttcher; ein stiller sanfter Ausdruck lag In ihren Miene». Was ste er­reicht hatte, erfüllte sie wenigstens vorübergehend mit einer glücklichen Befriedigung, und nur eins drängte sich trauernd in ihre Gedanken: daß das Fest oh» Tibeth gefeiert werden wüste. Sie gedachte auch Carlos', ihres Mannes, aber vornehmlich trat Tent heute wieder vor ihre Seele. Sie seufzte tief auf. Eine bange Sehnsucht erfaßte sie »ach ihm. St verlangte nach seiner Stimme, nach seinem Blick, nach seiner Teilnahme nach seiner — Liebe.

Ange sah »ach der Uhr. ES schlag eben zehn. Sie wollte länger als am vorigen Abend aufbletben, a» dem sie z» ihrem Unmut dem Schlafe erlesen war.

। zur Wahl einen Präsidenten zu schreiten. Auf Bor- । schlag des österreichisch-ungarischen Delegierten, Mini > sterialratS Migerka, wurde der Handelsminister mit - Zuruf zum Vorsitzenden erwählt; derselbe nahm die • Wahl mit Dank an und stellte das Einverständnis : der Versammlung damit fest, daß Unterstaatssekretär : Magdeburg zu seinem Stellvertreter bezeichnet wurde. : Der Vorsitzende hielt hierauf in französischer Sprache i eine Willkommungsrede, welche in der Übersetzung »ach dem „Reichs-Anz.'also lautet: .Meine Herren Se. Majestät der Kaiser, mein Allergnädigster Herr,

: hat mich beauftragt, Ihnen die Gefühle der hohen Befriedigung auszusprechen, welche Allerhöchstderselbe darüber empfindet, daß diese hervorragende Ver­sammlung, welche in die Beratung über die wich­tigen die europäischen Industriestaaten in diesem Augenblick beschäftigenden Fragen einzutreten im Be­griffe steht, sich in Seiner Residenz vereinigt hat. Die Einladung Sr. Majestät, welcher Sie entsprochen haben, ist nicht die erste dieser Art, welche an die europäischen Regierungen ergangen ist. Schon im Jahre 1881 hatte die Schweiz eine ähnliche Ein­ladung an dieselben gerichtet, und sie ist auf diese im vorigen Jahre und dann wieder vor wenigen Wochen zurückgekommen. Der Kaiser ist erfreut, darauf Hinweisen zu können, daß dank der entgegen­kommenden Haltung der Schweizer Regierung die Bestrebungen Sr. Majestät gleichzeitig mit denen der Eidgenossenschaft den Gegenstand der Konferenz­beratungen bilden werden. Nach Ansicht des Kaisers verlangt die Arbeiterfrage die Aufmerksamkeit aller zivilisierten Nationen, seitdem der Friede der ver­schiedenen Bevölkerungsklassen durch den Wettbewerb der Industrie bedroht erscheint. Nach einer Lösung dieser Frage zu suchen, ist nunmehr nicht allein eine Pflicht der Menschenliebe, sondern auch der staats­erhaltenden Weisheit, welcher es obliegt, für das Wohl aller Bürger zu sorgen und gleichzeitig das unschätzbare Gut einer Jahrhunderte alten Zivili sation zu erhalten. Alle europäischen Staaten be­finden sich angesichts dieser Aufgabe in derselben ober in ähnlicher Sage; diese Gleichartigkeit allein rechtfertigt den Versuch, unter den Regierungen eine Verständigung herbeizuführen, um den gemeinschaft­lichen Gefahren durch vorbeugende Maßnahmen ge­meinsam zu begegnen. Meine Herren! Das Pro­gramm, welches sich in Ihren Händen befindet, giebt den Rahmen für die technischen Beratungen, mit denen wir uns zu beschäftigen haben werden. Die Entschließungen, zu welchen die Verhandlungen in der Folge führen können, bleiben Ihren hohen Re- uud las, Auges Zuttlmmuug durch einen Blick ein­holend, mit ausdrucksvolle» Worten:

»Lieber Onkel Axel!' Äuge horchte erschreckt auf. Eine Ahnung des ZasammeuhangeS stieg in ihr empor und wurde schon zur halbe» Gewißheit.

»Sei vlcht böse, wenn ich Dir heute schreibe. Nicht einmal Deine Adresse weiß ich genau. Ich habe in der letzte» Zeit so viel gemeint nm meine Mama und kann nicht mehr aaseheu, daß sie so traurig ist. Lieber £); lei Ax 11 Mama hat so viele Sorgen; ganz gewiß. Ttbetb ist nicht mehr bei uns. Ich weiß weshalb. Wenn Du kommst, erzähle ich Dir alles Uab Du wirst kommen, bald, bald, wenn ich Dich bitte. Nicht wahr, lieber Onkel? Gewiß würde iw Dir dies nicht schreiben, aber ich muß es thn». schreibe mir, bitte, und adressiere an meinen Schul­kameraden, den Tertianer Carl von Trock in Eisenach. Er wird mir de» Brief geben. Niemals aber darf Mama von me nem Brief an Dich wissen. Du sagst eS ihr nicht? Bitt-, lieber Datei! Und nun grüßt Dich

Del» Dich liebender

Benno b. Clairefort.

»Begreifen Sie jetzt, liebe Freundin? Gewiß, Sie verstehen, und ich habe nun endlich erreicht, wonach ich verlangt habe fett Carlos' Tode, was mein Recht war ans einer Zusammengehörigkeit zwischen vns wie menschliche Beziehungen sie wohl selten anfzu- weiseu haben. Lasse» Sie mich von vorn beginnen, »amit ich Ihnen ei kläre, tote alles sich so gestatten mußte. Lassen Sie mich auch znrückgreifen, nm 3gnen zu beweisen, daß eS nichts gegeben hat, was «6 in Ihrer Handlungsweise nicht verstand, nicht hrte.' Und mit bewegter Stimme rief er ihr das Geschehene InS Gedächtnis zurück.

,D, wehren Sie mir nicht!' bat er, als er ihre . Erschütterung sah. »Weine» Sie nicht! Sind «6 noch Thräneu b«8 Zorns — ober Thräne» bet 8er» öhnnng? Jfts aar — darf ich es hoffen? — ein Beweis, daß ich Ionen in diesem Augenblick die Gr» nugthnung gab, nach bet Sie verlangten? Ja, Frau

: gierungen Vorbehalten. Meine Herren! Ich wage - zu hoffen, daß die Beratungen, welche wir beginnen, : nicht ohne Erfolg sein werden. Diejenigen, welche : an ihnen teilnehmen, sind Männer, gleich ausge­zeichnet und ihr Wissen und ihre Erfahrung und im höchsten Grade befähigt, sich über die Fragen zu äußern, welche die Industrie und die Lage der Arbeiter in ihrem Lande berühren. So darf ich wohl die Ueberzeugung aussprechen, daß Ihre Ar­beiten einen wohlthäligen Einfluß in Europa aus- üben werden." Sodann wurde das Sekretariat der Konferenz vorgestellt, die Vollmachten der Delegierten niedergelegt und die Geschäftsordnung beraten. ES wurde endlich ein Einverständnis dahin erzielt, daß die Sitzungen der Konferenz täglich um 11 Uhr beginnen sollen. Die nächste Sitzung wurde auf Montag anberaumt. Das Bureau der Konferenz ist aus den Herren Geheimer Legationsrat Dr. Kayser und Ober - Bergrat Dr. Fürst gebildet; iHv en sind beigegeben der französische Bot­schaftssekretär Dumaine und der deutsche Le­gationssekretär in Paris Graf v. Arco - Valley. — Den „58. P. N." zufolge wurden die Drucksachen bei der Arbeiterschutz-Konferenz in Französisch und Deutsch verteilt, darunter das Programm und die Geschäftsordnung. Die letztere besagt, daß die Ver­handlungen in französischer Sprache zu führen sind. Es findet eine Generaldebatte über die im Programm aufgestellten Fragen statt. Einzelne Fragen werden, so weit dies für zweckmäßig erachtet wird, einer Kommission zur Prüfung überwiese», deren Zu- sammensetzung durch Beschluß der Konferenz erfolgt. Die Anträge der Kommission oder einzelner Mit­glieder müssen gedruckt sein, bevor sie zur Diskussion gelangen. Die Abstimmung findet durch Namens­aufruf der Staaten nach dem Alphabet statt. Jede Delegation hat nur eine Stimme. Während der Dauer der Konferenz wird das Geheimnis der Ver­handlungen streng beobachtet.

Berlin, 15. März. Die Eröffnung der Kon­ferenz vollzog sich ohne äußere Vorbereitungen. Die Delegierten begaben sich zu Fuß in das Reichs- kanzlerpalais. Vom Kaiserhofe aus begaben sich die französischen, von der englischen Botschaft die eng­lischen dorthin. Im Konferenzsaale waren die meisten Gardinen herabgclassen. Um 2 Uhr waren sämtliche Delegierten versammelt. Bor dem Palais hatte sich ein außerordentlich zahlreiches Publikum angesammelt. Der Kaiser begab sich kurz vor der Konferenz in das Reichskanzlerpalais und hatte eine längere Kon- ferenz mit dem Reichskanzler, er empfing sodann im

Auge? — Ich danke Ihnen. — Uno nun hören Sie weiter!'

Teut machte eine kurze Pause, und dann sagte er, behutsam seine Worte abwägeud und mit einer Zartheit, die nur ihm eigen:

.Ich habe mir folgendes gedacht, liebe Frau Hnge: Sie überlegen, ob wir nicht an einem Orte gemeinsam wohnen könne» uod an« — als alte Freunde — täglich sehe»; ja darch unsere» Verkehr n»S das Glück verschaffe», das uns neben dem Wohl, ergeben Ihrer Kinder noch auf Erden beschicke» sein kau». We»» ich sage »uns', so verzeihe» Sie daS Wort; ich hätte »ur vou mir spreche» dürfen. Ich habe keioea andere» Mansch, als in Ihrer Nähe za leben and Ihnen an den Tag zu legen, wie sehr Ich Ihnen zagethan bin. Fürchten Sie keine aufdring. Itche Freundschaft, Auge; ich verspreche Ihnen, daß ich Ihre Ansichten aad Absichten ehren werde wie 'in SotteSgebot. Stimmen Sie zu! Ist eS nicht thöricht, daß wir, die wir schon zaelnander gehörten, als wir einander zum erstenmal begegneten, uns voneinander abschließe» tote Fremde? Sind wir nicht Freunde? Gingen Sie, wenn auch begreiflicherweise bei den furchtbarea Gegensätzen Ihres Lebens — nicht zu — wett, nicht zu sehr ins Extrem? Ist eS nicht auch eine Größe, nehmen zu können? Mißver» t Heu Sie mich nicht! Wenn ich von Geben und leimen sprach, wünschte ich nur vou den natürllcheu Rechten der Freundschaft ein Wort fallen zu lassen; nicht einen Vorwurf wollte ich Ihnen machen, Hebe Freundin. Mick zu entschuldigen wünschte ich. Ich lief) mich hlnrelßen >*on dem unbeschreiblich-» Glück, vaS de» Geber durchdringt; aber Sie gaben mit nicht einen Finger, um mich dieses Glück s za freue». — Ich habe »ichts mehr ,» sagen. — Ra», liebe Frau Ange, was meine» Sie?"

L"? auf uud faßte ihre Hände, er sachte ihre oerfäUterten Sage» and betagte sich mit seiner veele zu der ihrige».

(Schluß folgt)

Deutsches Reich.

Berlin, 15. März. Heute mittag um 2 Uhr versammelten sich in dem sogenannten Kongreßsaale, Wilhelmstraße 77 (Palais des Reichskanzlers), die sämtlichen bisher eingetroffenen Abgesandten zur in­ternationalen Arbeiterschutz-Konferenz. Sie nahmen die Plätze ein, welche nach der alphabetischen Reihen­folge der Staaten geordnet sind und wurden von dem Handelsminister, Freiherrn von Berlepsch, im Namen des Kaisers willkommen geheißen und ihnen der Kaiserliche Dank für das Entgegenkommen aus­gesprochen, mit welchem ihre Regierungen der ®iw labung zur Konferenz gefolgt seien. Der Handels Minister eröffnete nunmehr die Konferenz und bat

flujeige — tu später Nacht? — Auge verlor den Atem, fast die Befiuuuug. ES war seine Stimme, dieselbe Stimme, di« sie so lange nicht gehört, und bei deren Klang ihr Herz erbebte.

Noch einen Augenblick schwankte ste, daun über­wogen Freude und Sehnsucht alles andere. Mit einem leisen, zitternden: »Ich komme — ich mache auf!' trat sie hinaus and — öffnete.

Ja, eS war Teut! Er trat auf ste zu und ergriff ihre Hand; er wußte ste sogar stützen, denn ste war völlig fassungslos und keines Wortes mächtig. Ab r als sie daun daS Zimmer en eicht hatten, als daS Ltcht auf feine Zuge fiel, als die hohe, kräftige Gestatt vor ihr anftauckte, als sein ernster und doch io »nbefchrelblich freundlicher Blick ste traf, da folgte ste der unwillkürlichen Bewegung feiner Hände, trat ,n ihm heran und lag plötzlich, saust weinend, an seiner Brust.

Einige Augenblicke verharrten die beiden Mensche» in jener stumme», inneren Bewegung, i» der jeder Gedanke hluabtauckt in eine einzige Empfindung, und tu der Worte zu Thräneu werden.

Dan» aber geleitete er die Freundin an einen Stuhl, blieb vor ihr stehea und schaute ihr lauge in die Augen.

»DaS alle« konnten Sie ihn» »»b ganz vergessen daß Axel von Teut uur einen L benSzw.ck noch hat einen, nur einen: Sie glücklich z» machen? Aber ick komm- nickt, zu Habern, sondern Ihnen zn sagen, daß 'ch meiner Unruhe uicht mehr Herr wurde, daß m-iu ft beruhen Gedanken sich alle in dem sehnsüchtigen Wunsch zusammeudräugten: Sie endlich wieberza- sehen! Uub nun hören Sie mich an, und unterbrechen Sie mich nicht. Wollen Sie?'

Leise zustimmend bewegte ginge das Haupt.

»Nehmen, lesen Sie zuvörderst dieses Schreiben um Ihnen den Anlaß meines plötzliche» Kommens z» erklären", begann Teut und entfaltete einen Brief. «Oder nein! Lasse» Sie mich', unterbrach er sich

e 7 lüber) iw v eiche urpflui ■gründ i kann iLand 'liehst itheili :

anjeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blatte«, s-wre die Annoneen-Bureaux von Haasenstein und Vogler w Frankfurt a.M Eaffel Magdedurg u-Wien; Rudolf YYV Moffe in Frankfurt a M., Berlin,München u. Köln: ® 8. <Ulu)tyuuB

Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

Aber eben in diesem Augenblick vernahm sie draußen ein Geräusch au der Thur und im nächsten wurde auch die Klingel gezogen. U berroftt and beängstigt wandte ste de» Blick ins Freie. Das Mädchen wa> schon zur Ruhe gegangen, die Kinder schliefen. Sie begriff nicht, wer noch so spät Einlaß begehren könne. bhpiüB Statt jedoch auf ben Flur zu gehen, blieb ginge i beste e” 8 ufter stehen nnb spähte hinaus. Aber wie vom Btttz getroffen, fuhr sie zurück, denn ste sah »n- toittelbar neben bet Mauer einen Mann stehen, besser Zuge ihr zwar in bet Dunkelheit verschleiert blieben dessen Gestatt sie aber, obgleich n»r bte Umrisse sicht­bar waren, zu erkennen glaubte. Eine» Augenblick zauberte ste noch. Dav» faßte ste fich vub fragte mit künstlicher Ruhe: »Wer ist ba, nnb was wird gewünscht?'

Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain _____________Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und Berlag von Joh. Aug. Koch.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn» und LNHA „

Feiertagen. — Quartal-AbonnementS-PreiS bei der Expe- yjfflrDlIrfl.

dition 2*/4 Mk., bet den Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (irkl. ~^***V V<** IV

S'Ä'Ä* ** Dienstag, 18. März 1890.