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Die Schilderungen über die stattgehabten Kämpfe gestehen sämtlich zu, daß die Dahsmey - Neger mit äußerster Todesverachtung fochten. Es ist das kein Wunder bei dem kriegerischen und fanatischen Charakier des Volkes, und da sie zu Hause fortwährend Gräuel- thaten vor Augen haben. Diese Schwarzen sind aber auch gut bewaffnet und tüchtig eingeübt und deshalb haben auch die Franzosen herbe Verluste gehabt. Sonst war man in Paris schnell mit der Forderung nach Genugthuung bei der Hand, aber diesmal ist die Pariser Regierung sehr zurückhaltend. Eine Expedition in die Urwälder von Dahomey würde Millionen kosten und auch mit allen Siegen wäre nichts zu erreichen, denn die Besetzung dieses Landes ist unmöglich. Auf der anderen Seile aber können die Franzosen den fortwährenden Angriffen der Dahomey-Neger auf ihre Kolonien nicht ruhig zusehen, denn eine solche Haltung würde den Ueber- mut der Schwarzen maßlos steigern. Man geht deshalb an der Seine einigermaßen in Sorgen 1 «um, denn man möchte sich nicht gern, wie m Tonkm die Finger verbrennen, und die französische Autorität soll doch ausrecht gehalten werden. Vor­läufig sind schon europäische Truppen nach West­afrika abgegangen, denn die dortigen Streitkräfte ind viel zu gering, dauernden Angriffen zu widetstehen.

nur beiwohnen, er wurde auch gezwungen, sich vor dem jetzigen König auf den Boden zu werfen, der seinen Fuß auf den Kopf des Weißen setzte. Schließlich wurde noch sein Leben direkt bedroht und der ftanzösische Vertreter floh also Hals über Kopf. Nun sollte aber in Abomey der verstorbene König bestattet werden und nach landesüblicher Sitte gehört dazu das Blut von einigen tausend Menschen, denn zum Erbauen der Königsgruft wird der Mörtel mit Blut angerührt. Dieser scheußliche Brauch treibt die Dahomey-Neger nun an, aus ihrer Um­gebung so viele Mensche», wie nur möglich zu rauben. Sie haben die französischen Besitzungen angegriffen, find allerdings mit schwerem Verlust zurückgeschlagen worden, haben aber doch eine große Zahl von Gefangenen mitgeführt, darunter auch sechs französische Kaufleute aus der Hafenstadt Weida. Ein dort gleichfalls ansässiger deutscher Kaufmann ist bisher nicht belästigt.

Nach kaum acht Tagen halte Auge freilich noch Feuerung im Hanse, aber sonst lagen die Dinge ebenso, ja. fast noch schlimmer als vordem.

(Fortsetzung folgt.)

falscher Gerüchte und gegen das überhandnehmende Schreien an der Börse strengstens vorzugehen. Es verlautet, als Sekretär der Arbeiterschutz-Kon­ferenz werde auch Oberbeegrat Dr. Fürst vom Ministerium der öffentlichen Arbeiten fungieren, welcher bereits als Kommiffar an den Sitzungen des Staatsrates teilgenommen hat. Die Nach­wahl im ersten Berliner Reichstagswahlkreise ist auf den 24. März festgesetzt. Sonnabend, den 15., soll in Berlin die internationale Konferenz nunmehr zusammentreten, welche vom Kaiser zur Beratung wichtiger Fragen des Arbeiter wohls ins Leben gerufen worden ist. Die europäischen Mächte werden nahezu vollzählig in derselben vertreten sein. AuS der Zahl und den persönlichen Eigenschaften der Abgesandten ist zu erkennen, daß die Staaten mit einer dem bedeutungsvollen Zwecke der Kon­ferenz und dem Respekte vor ihrem hohen Urheber entsprechenden Würdigung an die Ausführung des vom Kaiser angeregten Gedankens herangetreten sind. Berlin wird demnächst eine Versammlung von Män­nern in seinen Mauern begrüßen, welche zu den unterrichtetsten Kennern der Verhältnisse zählen, über die in der Konferenz Beratung gepflogen werden soll. An dem Können wird es mithin nicht liegen, wenn etwa die Ergebnisse den davon gehegten Er­wartungen nicht entsprechen sollten. Allzu groß reilich dürften diese nicht sein. Weiß man doch, daß Frankreich, Belgien und England durchaus nicht mit Begeisterung auf den Konferenzvorschlag einge­gangen sind und daß sie ausdrücklich Vorbehalte in betreff der Bündigkeit der zu fassenden Beschlüsse gemacht haben, welche erkennen ließen, wie wenig !>,e Regelung der Arbeiterangelegenheiten nach ein­heitlichen Grundsätzen ihrem Geschmack entspricht. Die allerwichtigste Frage, d e Herstellung eines all­gemein giltigen Maximal-Arbeitstages, hat ganz aus dem Programm gelöscht werden müssen. So wird denn also eine internationale Vereinbarung über die Arbeitsbedingungen und die gesetzliche Feststellung derselben leider kaum zu erhoffen sein. Es würde chon ein Gewinn sein, wenn wenigstens über die Frauen- und Kinderarbeit, diesen Krebsschaden im ozialen Körper insoweit, eine Verständigung zustande !üme, daß die Einschränkung derselben keine Schä­digung der Konkurrenzfähigkeit der einzelnen In­dustriezweige zur Folge hat, was ja nur dann zu­trifft, wenn alle betreffenden Industriestaaten gleich­mäßig solche Maßnahmen einführen. Für die Regelung vieler das Arbeiterwohl betreffenden Fragen innerhalb des Gebietes der deutschen Gesetzgebung

(Nachdruck verboten.)

Der Mtterorde« -er heilige« Maria M Jerusalem «uh Lpijode« aus -em Lebe« der deutsche« Herreu iu Marburg.

(Schluß.)

ES durfte wenig Ehre und schlechte Früchte ein» bringen, diese» Gesellen in der Weise, wie e, ge­schehe, eine Uplautzuog nnb Erhöhung zu gewähren. Sie möchten sich auch au den malte» Ruf eriooero, io dem sein Geschlecht stets gestaude». Wie seine Vorfahre» bei der E-bauoug der Eltsabelhktrche gleichsam als Direktore» fungiert hätte», wie solches das Woppeo über der große» Ktrcheuthür bewiese (?). Viele Früchte u»d Ziusen wären dem Orden von seine» Vorfahre» geschenkt worden. Such die zwei Hauptgebäude deS Ordens wären von einem Rabenau, l1/, Jahrhunderte danach von Grund auf neuer» baut worden. (1314 wurde iu Marburg ein schönes oeueS OrdeuShauS gebaut. Gude», rv. 1017.) Er habe mit schwere» Softe» und Schade» seiner persön­liche» Juteresse» daS Wtederauskommen der hiesigen Balley »ach Möglichkeit getördert, doch darüber würde «hnen die ErkenutniS erst kommen, wenn er tot da» liege und faule u. s. f.

Bald darauf empfing daun der LandeSkomthur wieder eiu Schreibe» aus Mergentheim (aw l.F bruar) ÄT °aL M.rgemheim zu

kowweu, um mit Rau nnb Grteßheim, welche sich daselbst b'fävben: bte Differenzen anszngleicheu. sch7nkre"sein"m'«tcht «-"bst hin, sonder» / s'luem Sekretär Fischer mst einem Memorial (am 20. Frbr.), wqS daselbst verlese» wurde. Außer»

wird die Konferenz voraussichtlich zum Mindesten wertvolles Material und interessante Aufschlüsse liefern. Ob sie viele praktische Ergebnisse haben wird, das ist freilich zu bezweifeln. Man nimmt rn halbamtlichen Kreisen an, daß sie in ungefähr 14 Tagen das ihr vorliegende Material aufgear­beitet haben wird. Daß Freiherr von Berlepsch den Vorsitz führen und daß als Verhandlungssprache die französische in Anwendung kommen soll, ist be- kannt Als Schriftführer wird Geh. Legationsrat vr. Kayser fungieren. Man wird zweifellos auch diesmal dem Beispiel ähnlicher Versammlungen folgen und bis auf weiteres Geheimhaltung der Verhandlungen beschließen. Der Kaiser Hot die Absicht, die Delegierten im Schloß zu begrüßen und zu bewirten.

diePolit. Nachr." melden, sind die deutschen Delegierten auf der internationale» Arbeiterschutz­konferenz in Berlin: Minister von Berlepsch, Fürst- bischof Kopp, Unterstaatssekretär Magdeburg, Ge­heimrat Reichardt, Regierungsrat Lohmann, Bergrat Hauchercorne, bayerischer Regierungsrat Sandmann, Kommerzienrat Heyl und Fabrikbesitzer Köchlin. Kon- erenzsekretär ist letzterer. Nachdem infolge der jüngst in deutscher Sprache erschienenen neuen Auf­lage der Pharmakopöe die Notwendigkeit der Um­arbeitung der einzelnen Arzneitaxen sich herausgestellt hat, tauchen in den Kreisen der deutschen Apotheker Bestrebungen auf, diese Taxen einheitlich für daS Deutsche Reich zu regeln bezw. auf die Einführung einer deutschen Arzneitaxe hinzuwirken. Obwohl

nämlich von der Mehrzahl der deutschen Bundes- tasten die preußische Arzneilaxe übernommen wird, bestehen in Deutschland solcher Taxen noch mehrere. Die Folgen dieses Zustandes machen sich hauptsäch­lich in denjenigen Gegenden bemerkbar, in denen s^wei oder drei mit besonderen Arzneitaxe» versehene Siaaten aneinandergrenzen. Auch geht man in Apothekerkreisen von der Ansicht aus, daß Vergleiche der ernzelnen noch in Deutschland bestehenden Arznei­taxen untereinander, in welchen die Preise der ein­zelnen Stoffe nicht selten erheblich differierlen, von dem Apoiherstande keineswegs günstige Vorstellungen hervorzurufen geeignet seien. - Die Berufung des Fürstbischofs Dr. Kopp von Breslau zum Mitglied der Berliner Konferenz ist, wie es heißt, in der Hauptsache auf einen Wunsch des Papstes zurückzu- ühren, der durch einen hohen kirchlichen Würden­träger zugleich seine Ansicht klarzulegen wünschte. Herr Dr. Kopp wird bei diesen Konferenzverhand­lungen eine ähnliche Aufgabe haben, wie s. Z. bei der Ab­änderung derMaigesetzgcbung im preußischenHerrenhause.

Die Franzose« i« Datzomey.

Sehr wider ihren Willen ist die französische Regierung in einen recht unliebsamen Handel an der westafrikanischen Küste verwickelt worden: es ist zu einem offenen Kampse mit dem Könige von Dahomey gekommen, der Frankreich viel Geld kostet und bei welchem keine Vorteile zu erringen sind. Das Königreich Dahomey ist das einzige Negerreid in ganz Afrika, welches allenfalls im Stande ist, auch europäischen Truppen Widerstand zu leisten. An der Sklavenküste gelegen, erstreckt es sich weit ins Innere hinein, große Gebietsteile sind uns noch völlig unbekannt, da den Europäern das Eindringen . m das Land ganz außerordentlich erschwert ist. Die Dahomey-Neger sind ausgezeichnet durch ihre Tapfer­keit, es besteht sogar eiu Amazone» korps, dessen kriegerische Tüchtigkeit sehr gerühmt wird, zugleich aber auch berüchtigt durch ihre ganz furchtbare Grausamkeit. Menschenschlächtereien im größten Umfange gehören zum Tagesgebrauch und die Raub­züge der Dahomey-Neger werden besonders auch unternommen, um Sklaven rauben zu können, die bei große» Festen oder sonstigen Gelegenheiten zu Hunderten als Opfer dargebracht werden. Ueber das Land herrscht mit unumschränkter Gewalt ein König, dessen Wille Gesetz ist. Meist haben sich die Dahomey-Könige durch blutigen Europäerhaß hervor- getha», alle Versuche, sie zu milderen Sitten zu bewegen, find umsonst gewesen. Zum Beginn der siebziger Jahre unternahmen die Engländer unter dem bekannten General Wolseley einen Strafzug in das Innere von Dahomey, brannten die Hauptstadt Abomey nieder und ließen das Land verwüsten, aber nach dem Abzüge der britischen Truppen war 1 alles wieder, wie zuvor.

Im vorigen Jahre starb der König von Dahomey, , dem sein ältester Sohn auf dem Throne folgte. : Der alte König war nicht ganz unthunlich gewesen, i er hatte den Franzosen, die in der Nähe von Dahomey I die Kolonie Porto Novo haben, auch noch den ! Hafrnplatz Kotunu abgetreten. Ein französischer Ge- 1 fanbter wurde »ach Abomey geschickt, um mit dem 1 »tuen Könige die bisherigen Verträge zu erneuern, i traf es indessen sehr schlecht. Der König er- llärte ihm nicht blos rund heraus, jene Verträge seien null und nichtig, sondern demütigte den Ge­sandten der französischen Republik auch in ärgster Aeise. Der Franzose mußte den entsetzlichen i Menschenschlächtereien, die zum Zeichen der Trauer i Du den Tod des früheren Königs stattfande», nicht :

(Nachdruck verboten.)

Eine vornehme Fra«.

Bon Hermann Heiberg.

(Fortsetzung.)

Er zögerte, aber er »ickle doch, da sie es wollte .Ich weiß, ich weiß, Dn ängstigst Dich nm mich; »m mdnetoe0en erhobst Du bte Hand gegen ihn'' Msterte Ange bewegt. Sber eS war nicht recht, Ben! D» thust'S nicht wieder, Ben, mein »en?*

Und da schlangen fich seine Knabenarme nm ihren Racken. Weinend nnb schluchzend hing er an ihrem Halse nnb berente,* daß er anS Liebe gefehlt hatte.

Ange entschloß fich nach schwersten Kämpfen, an nnem der nächstfolgenden Tage nnn doch noch einmal Mit ihrem Naabar zu sprechen nnb ihn nm etwas Gelb avzngehen. Sie wußte keinen Rat mehr, war «m Ende mtt ber g'ringfügigeu Snwme, bte Summe die ihr geblieben war nnb stand vor einer Not, vor der olle B,denken schweigen mnßten.

Sie schrieb in diesem Zwecke an Pntz einen knrzen «rief, in dem sie die Bitte aussprach, sie wegen einer dringenden Angelegenheit bei seinem gewohnteuMorgen- Ipazierpaug durch einen Besnch erfreuen zu wollen.

.Nn», verehrte Fran Gröfiu, da bin iS!', sagte sti'b den Schnee von den Füßen nnb trat in bas Wohnzimmer.

ge stand noch in einer weißen Schürze nnb ?? Wischtuch rtub einen Staubwedel »tt dem sie Winkel und Ecken gesäubert hatte. Ben, »er nun auch wie Jorinde wege» Erkältung das Zimmer hüte» imußte befand fich im Nebengimach. Er trat bei b<8 Nack bar? Erscheinen einen Augenblick hervor, verbeugte fich höflich nnb zog bann leise bit Thür an. Run war Ange mit Putz allein

.Bitte, nehmen Sie Platz, lieber Herr Nachbar' Ute fie etwa» verlegen. Dann streifte ste bte Schürze «, strich fich über bte erregte Stirn »»d holte einer Dt»hl herbei, am fich ihm gegenüber $» setz«.

btn. Ich erhalte Anfang Jannar gerabe wie Sie mein Gelb, nnb j tzt, gegen Ende beS Monats u°d um das F st hernm, ist's fast nnrnöglich! Wie­viel brauchen Sie denn?"

Ange nannte eine beträchtlich geringere Summe, o!8 ste vor diesen in einem so wenig eimnnternben Tone gesprochenen Worten hatte erbitten wollen.

Pntz schien nach einem fisten Grundsatz zu haudeln den» er sagte, ohue Besinueu eiufalleud:

,-Jch bedauere, Jhueu nur die Hälfte vorschießen zu köuueu, Frau Gräfin. Schon das macht mir Un- aelegenh-iten. Wie gesagt*

»bl' machte Arge nur allzu enttäuscht. Was er ihr bot, war neben ber Bestreitung dringendster »rszaben kaum ausreichend für bte nächsten acht Tage, nnb brS Weihnachten waren noch fast brti Wochen.

, Unb wann gebrauchen Sie baS Selb? Heute schon?» nahm Pntz dar Wort nnb erhob fich, ohne AngeS sichtliche Unruhe zu beachten.

Uub wie immer der Ertrink-nbe nach bem Stroh. Halm greift, so griff auch Ange nach bem Geringe», >< 8 fich ihr bot, nahm bankenb an, versprach die Rückgabe im Januar nnb unterschrieb einen Schult». Ktein, ben Putz sogleich anSfertigte.

Änd) ben Betrag erhielt fie sofort an» einer Brief.

die er in bet Seitentasche seine» Rocke» bei ch führte. Er schien fich ans bte Sache vorbereitet u hnbeu. W »halb hätte ste ihn sprechen wollen? latfiilid) I Es handelte fich nm Gelb, nnb was er ohne ihre Wünsche zu kennen, geben wollte, war schon vorher von ihm überlegt worben.

Während Ange nnb Putz noch einige Worte au», tanfdten, erschien in ber die Zimmer verbindende» Thor die schlanke Gestalt Ben», der olle» gehört hatte. Em Ausdruck heftiger Erregung walte fich in seiner- Zügen, aber auch Schwerz, Scham und Mitleid ptegelten fich auf bem stolz erhobenen Angesicht, nn wandte fich Auge zurück, nnb ber Knabe ver. chwanb, bevor ste feiner gewahr würbe. ,.

Deutsches Deich.

«erli«, 13. März. DerReichs-Anz." ver­öffentlicht die Verleihung des Schwarzen Adlerordens on den Staatsminister v. Bötticher. Das Ältesten- Kollegium der Börse beschloß gegen die Verbreiter

.Wollen Sie nicht iw Sofa

.Nein, bitte, bitte, ich fitze hier ja sehr gut. Muß auch gleich wieder fort", erwiderte er kurz, legre während de» Sprechen» bte Höube ans ben Koops eines SpazierftockeS nnb richt te sein noch von ber Külte nmmebteS, auS bem hohen Pelz heranSschaneubes listiges Gefickt auf Ange. .Sie schrieben mir, daß Sie mich zu sprechen wünschten, Fran Gräfin.'

»3a, Herr Potz, nnb ich habe zunächst nm Eut- chulbignug zu litten, daß ich Sie her bemüht habe statt zu Ihnen zn komme».'

»Das hat nichts ans sich', erwiderte er ebenso tnr» und fuhr mtt einem Auslug von Ungeduld fort: No», also, Fran Gräfin, bitte

Ick sprach neulich mit Ihnen über eine Gelb­sache, Herr Potz. Ste hatt.u bte Güte, mir Ihre» mnt zu erteilen, nnb ich sanb bet näherer U-bei- »W'n d°ß Sie recht hatten', begann Ange rück fichtSvoll. .Heute havbelt e» fich um Sehnliches aber uw etwa»' Ange hielt mitten im Spreche» ;ne'Äb?(?' fli8 ihren Schreibtisch nnb nahm in Geldbrtefkonvert heraus. .Sehen Sie fterr P°tz. das ist bte letzte Geldsendung, welche'ich am rfteu .Oktober empfing. E» find Zirsen, bte ick vierteljährlich erhalte. Ich komme bis N-vjahr nicht ans ich hatte viele unerwartete Ausgaben gern-, tn ben l-tzten Tagen. Da wollte ich Sie nn» nenndlichtz bitten, Herr Putz, daß Ste bte groß. Güte haben möchte», mir bis Januar mit einer Summe auszuhelfen.'

Auge hielt zaghaft inne nnb blickte ben Manu au, ber wie eine Brunnenfigur vor ihr faß nnb kein. Miene verzog.

Er schielte auf da» Konvert, bas Ange auf b » Tisch gelegt hatte, sah nur zu genau, was er sehe» wollte, thai aber, alB ob er gleichgültig hivübei- dltuzelte, nnb sagte bann kalt:

.Ja, ja, kanu'S mir wohl besten würbe auch wohl gefällig sein, Fran Gräfin. Ich will aber gleich bemerken, baß ich vor Neujahr auch sehr, sehr knapp

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition b. Blattes

d'5A""E"'?ureaux von Haasenstein und Bögler

m Frankfurt a.M., Eaffel, Magdeburg u. Wien; Rudolf YYV OrtürAA«A OToffe tn Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln ® g. AJLN.

Daube u. to. tn Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari».

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Somt« und rww» <

Feiertagen. Quattal-AbormementS-PreiS bei der Expe-

bitten 2/t Mk., ber den Postämtern 2 ÖH. 50 Pfg. (exkl. "V

Bestellgeld). JnserttonSgebühr für die gespaltene Zeile ©Dltttafieith 15 Märr IßQf)

10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg. 1U. JJCUTg 1ÖW<

Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain _____________Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Ang. Koch.