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Es entstand somit ein Defizit von 26 817 Mark, beffen Deckung aus dem Vermögen erfolge» mußte. Dasselbe hat sich infolgedefien von 360 065 Mark auf 333 248 Mark verringert. — Die Gesamtzahl der Zweig- und Piovinzial-Bereine ist von 696 auf 716 gestiegen, die Zahl sämtlicher Mitglieder be- trägt jetzt 95 509 gegen 90 205 zu Beginn des Jahres. Die Bildung von Provinzialverbänden ist nunmehr in allen Provinzen vollzogen. Das Bar- und Kapitalvermögen der sämtlichen Vereine betrug am Anfang des Jahres 2 019 151 Mk. Es traten hinzu an Einnahmen 1 790 559 Mk. und es verblieb nach Abzug der Ausgabe (1 650 089 Mk.) ein Bestand von 2159611 Mk. Außerdem besitzen die einzelnen Vereine Grundstücke, Anstalten, Inventar u. bergt im Werte von 2 091 161 Mk. gegen 1587 056 Mk. zu Beginn des Jahres. — Am Schluffe des Berichts widmete der Redner noch einen warmen Nachruf dem Minister Dr. Stieben» tljal. Nach Schluß bei Versammlung trat eine Anzahl Delegierte zu einer kurzen Beratung über die Begrünbung einer das Andenken der Kaiserin Augusta verewigenden, speziell deutschen Stiftung zusammen. Eine internationale Stiftung zu gleichem Zweck ist bereits von der Genfer Konvention angeregt worden. — Heute nachmittag werden die Dele- gierten der Provinzial- und Bezirksvereine einer Einladung der Allerhöchsten Protektorin zu einer im Königlichen Schloß anberaumten Sitzung folgen, in der Berichte über die Thätigkeit der einzelnen Verbände erstattet werden sollen.
—- Die Angaben über daS Fortbestehen der angeblichen Kanzlerkrise erhalten sich mit einer auffälligen Hartnäckigkeit und werden auf offiziösen Umwegen über Wien sorgar noch durch die Versicherung erweitert, die Kanzlerkrise habe neuerdings eine so ernste Natur angenommen, daß eine andere Lösung derselben als durch den Austritt des Fürsten Bismarck unmöglich erscheine, weil auf allen Gebieten eine grundsätzliche Meinungsverschiedenheit zwischen dem Monarchen und dem Fürsten bestehe. Es ist die offiziöse Wiener .Montagsrevue", die diese sehr sensationell klingende und wie es uns scheinen will stark übertriebene Meldung verbreitet. Die vielfach sich widersprechenden augenscheinlich von btrfdbiebenen Regierungsfkdern verbreiteten Angaben übet baS Bevoistehen ober Unterbleiben einer neuen Sozialistenvorlage scheinen einen Fingerzeig bafür zu bieten, an welchen Punkten die Verschiedenheit der Meinungen am schärfsten hervortritt. Mögen immerhin Meinungsverschiedenheiten über die geeignetsten Mittel
Während Ange fich nmschaute, gewann fie beim anbltd der P rsonen und der ihr bereits bekanuten Dinge plötzl ch die Ueberz-uqurg, ihr- Bitte werde ihr abgefttlagen werden. War'S docd Potz, den sie fckwn in ihre Verhältniffe einen Einblick hatte thnu laffen, indem sie ihn nm Auskunft weg-» Ermäßigung der Steuern gebeten. ES mar ihr uufaßltch, daß st das nicht vorher bedackt, und sie schalt ihren Mangel an Ueberleguug nun, da eS za spät war.
Sie fand übrigens »tat so rasch Gelegenheii dem Ziten vorzutragen, waS fie von ihm wollt-. Die Gesellschafterin war ein unliebsamer Z uge, und selbst alS sie endlich fortging, fand fich kein An knüpsnngspunkt.
So mni den denn gleichgültige GesprächSgegentzäude berührt, und Ange empfand doppelt-S Unbehagen an der Unterhaltung, da fie ihre Absicht nicht auSzu führ-n oe> mochte.
Plötzlich sagte Patz: .Nun, haben Sie Nachricht d»n der St-uerbehörve, Frau Grüfin? Ich wollt, schon immer fragen.*
Ange bejahte. Sie berichtete, daß man fie aui- 6'fordert habe, ihre Anträge nachweislich zu belegen *nb daß dann eine nochmalige Prüfung ftatlfinben
genbe telegraphische Antwort bes Fürsten Bismarck zu: .Dem beutschen Bauernbunbe danke ich herzlich für seine freunblidje Begrüßung. Ich werde, soweit meine Kräfte reichen, gern fortfahren, dahin zu wirken, daß die Landwirtschaft als erstes vaterländisches Gewerbe durch die Gesetzgebung gepflegt und von steuerlicher Ungleichheit nach Möglichkeit bester werde." — Der unter dem Protektorat Ihrer Majestät der Kaiserin und Königin Auguste Viktoria stehende Vaterländische Frauenverein hielt heute vormittag in dem Saale der Singakademie seine 24. Jahresversammlung ab, der die Delegierten der Provinzial-, Bezirks- und Zweigvereine aus allen Teilen Deutschlands beiwohnten. In Vertretung der Hohen Proteklorin war Schloßhauptmann Freiherr von Ende erschienen; vom Hofstaat der Heimgegangenen Kaiserin Augusta sah man den Kabinetts Rat von dem Knesebeck. Den Jahresbericht erstattete der Geheime Regierungs-Rat von Roux. Derselbe gedachte in pietätvoller Weise des Ablebens der Kaiserin Augusta, dankte der regierenden Kaiserin für die llebernahme des Protektorats und ging dann speziell auf die auch im letzten Jahre reiche Thätigkeit des Vereins ein. In erster Reihe hatte fich die Thätigkeit des Vereins der Linderung der durch die Ueberschwemmungen hervorgerusenen Not zuge- wandt. Ein weiteres Feld reger Thätigkeit war die Vorbereitung der Fürsorge für den Kriegsfall. Der Vaterländische Frauenverein hat in dieser Beziehung Anschluß an die Männervereine vom Roten Kreuz gesucht, um die gemeinsame Thätigkeit zu sichern und zu regeln durch Errichtung bereinigter Komitees und Einteilung derselben in Sektionen für die verschiedenen Zweige der Thätigkeit. Zum Teil sind förmliche Mobilmachungspläne aufgestellt worden, und namentlich der Bezirksverband Cassel ist in dieser Beziehung bahnbrechend vorgegangen. Auf speziellen Wunsch der Kaiserin Augusta ist der Caffeler Plan sämtlichen Prooinzialverbänden zur Kenntnisnahme mitgeteilt worden. Des weiteren hat sich der Verein der hauswirtschaftlichen Ausbildung der Mädchen aus den ärmeren Bolksklosien gewidmet. Bon einer sehr großen Anzahl von Frauenvereinen wird der Näh-, Strick- und Flickunterricht gepflegt, Unterricht im Kochen und Haushalten findet erst an wenigen Orten statt. In Caffel wird der Unterricht im Anschluß an die Volksschule erteilt. — Die Einnahmen des HauptvereinS beliefen sich auf 41230 Mk., die Ausgaben betrugen 68 047 Mk.; 50 231 Mk. wurden davon zu Unterstützungen verwendet, speziell auf Berlin entfielen 2630 Mk.
Nun stand Auge sogar vor dem Nameu; sollte st- vor diesem Manne TeutS Nameu auSsprecheu? Wohin war fie geraten I Sie suchte und griff in ihrer Rat lostgkett vielleicht zum erstenmal in ihrem Beben, wo es fich um ernste Dinge handelte zu einer Unwahrheit. »Von Herrn Tibetb" platzt- fie heraus.
„Ah fei" sagte Putz, offenbar sehr überrascht nud wg die Anger-braueu über den listigen Augen. „Bon Herrn Ttdeth? Eilst fort, nicht wahr? Kehrt er überhaupt nicht z» Ihnen zurück?"
Auge berente, was fie gesagt; wie bereute sie Überhaupt jetzt, daß fie gesprochen! E» wurde ihr klar, »aß der Mann nur feine Neugierde hatte befriedigen wollen, und daß der Gegenstand ihn nicht tm geringsten interesfitere.
„Nein, er kehrt nicht zurück", entgegnete fie kurz abweisend. „Aber, nm wieder ans die Sache zu kommen: wie ist eS, Herr Putz, würden Sie mir die Hand bt-ten?"
Aurkosten mußte Ange die Enttäuschung bi» auf den G> und.
,34 kann nickt, Frau Gräfin, rott dem besten Willen kann ich nicht! Aber — Sie gestatte«, daß ch ein srenndschastlicheS Wort hinznfüge und mehr Ansicht ausspreche. So sehr ich begreife, daß man einem Dienstboten kein Geld schuldig bleiben möchte —"
Auge unterbrach den Sprechende« vnd sagte stolz: -Sie gebrauchen den Ausdruck Dienstvote! Das tu durckan« nicht zutreffend! Ttbeth war der Sekretär and Vevolllrächtigte meines Gatten und zugleich Haus, bofmeister in unserem früheren, großen Hauswesen, rr folgte mir aus Freundschaft, nachdem meine Lage ich verändert hatte."
„Ah, ah, ganz wohl! Dau« steht die Sache ja ehr günstig. Erlauben Sie einem erfahrenen Manne Fran Gräfin!"
(Fortsetzung folgt.)
b. Tisza. Herr v. Tisza ist nicht gerade ein besonders großer Freund der Deutschen in Ungarn gewesen; et hat zum mindesten zugelaffen, daß gegen die fiebenbürger Sachsen manche harte und ungerechte Maßnahmen ergriffen wurden, aber er war ein ehrlicher Anhänger des Friedens bundes und hat mit Erfolg verstanden, seine heißblütigen Landsleute, die am liebsten heute noch mit den von ihnen bittet gehaßten Russen Streit anfingen, zur Mäßigung zu ermahnen. Der offizielle Grund, weshalb Tisza aus dem Amte scheidet, ist eine reine Bagatelle. Er will, daß in dem neuen ungarischen Heimatsgesetz dem alten 48er Revolutionär Kossuth das Heimatsrecht gewahrt werde, während die übrigen Mimster dagegen find. Praktisch hat die Sache gar keine Bedeutung, denn der alte Koffuih, bet schon ziemlich kindisch geworden und viel unkluges Zeug vor bringt, denkt gar nicht daran, aus Turin, wo er jetzt lebt, nach Ungarn zu kommen. Eine Einigung über diese unbedeutende Geschichte ist also gar nicht so schwer und wenn Herr v. Tisza trotzdem geht, so kann man nut annehmen, daß noch ein anderer Grund vorhanden ist. Und dieser letzte, geheime Grund dürfte kein anderer sein, als, TiSza ist der nun schon Jahr und Tag andauernden Krawalle im Parlament und der wider ihn in maß losester Weise erhobenen Angriffe müde und will sich deshalb für einige Zeit aus dem Ministerium zurückziehen, bis die Verhältniffe sich geändert haben. Was hat man nun eigentlich gegen Tisza? Genau genommen nichts, denn die exzentrischen Forderungen, die gestellt werden, find feinen Gegnern selbst am besten als unausführbar bekannt, und man bringt sie nur vor, um reden zu können. Der eigentliche Grund des Haffes ist kein anderer, als der Zorn darüber, daß Tisza zu lange Ministerpräsident und zu allmächtig war. Im ungarischen Reichstage geht es gerade wie in der französischen Deputiertenkammer, jeder möchte einmal Minister werden und die gegnerische Partei von den vollen Fleischtöpfen der hohen Staatsämter verdrängen. Auf die aus wärtige Politik wird dieser Ministerwechsel keinen Einfluß haben. Die auswärtige Politik der Donau- Monarchie ist stets in Wien, nicht in Pest gemacht worden, und so wird es bleiben trotz aller magy- anscher Großmannssucht.
Im A«sla«dr
haben fich, während Deutschland fich »och mit den Sefultaten bet Stichwahlen und der letzten Rede des Kaisers beschäftigte, zwei iutereffante Ereigniffe vollzogen, von denen jedes unsere Beachtung verdient. Wir kommen deshalb hierauf an dieser Stelle zurück. Für uns am beachtenswertesten ist der Beschluß der franzöfischen Depu'.iertenkammer, die Zustimmung zu der Teilnahme Frankreichs an der Berliner Arbeiterschutzkonferenz auszusprechen, der mit allen gegen vier Stimmen gefaßt wurde. Jeder genaue Kenner der heutigen Franzosen muß sagen, daß dieser Beschluß gewiß nicht aus Neigung zum beutschen Reiche gefaßt würbe. Wie bie Volksmenge, so sinb auch bie Volksvertreter: Es giebt in Frankreich recht viel Leute, bie burchaus nicht über Nacht einen zweifelhaften Krieg heraufbeschworen zu sehen wünschen, sie wollen unter den heutigen Verhältnissen ben Stieben gern erhalten wissen, unb im Verhältnis zu ihnen ist bie Zahl ber lauten Schreihälse, bie Tag für Tag ben Revanchekrieg fotbetn, gering. Auf jene wirb nur um deswillen am meisten geachtet, weil fie am unverschämtesten sich geberden. Aber auch ber am friedlichsten ge pnnte Franzose lebt in der stillen Hoffnung, daß einmal ber Tag kommen werbe, wo die Niederlage von 1870 „gerächt" werde. Wer da glaubt, bie Herren in bet Deputiertenkammer denken anders,
(Nachdruck verboten.)
Live vornehme Fra«.
Bon Hermann Helberg.
(Fortsetzung.)
(Nachdruck verboten.) 0er Mtterorde« -er heilige« Maria m Jerusalem ««- Episoden aus dem -ebe« -er -rutsche« Herren in Marburg.
(Fortsetzung.)
Auch berichtete er am 22 März an den Statt» »alter Oswald Augustin vou Lichtenstein tu Mergent» leim: Der lutherische PfarrerVtllinget im beutschen Haus habe seinem Bruder zu Holzhaufen im Beisein zweier Söhne desselben ungezwungen und freie« Herzens gesagt: Gri.ßheiw und San möchten klagen ®ie sie wollten, so würde der Lau komtdur ntt falliere«, sondern fich tu hesfischeu Schutz begeben, und eS brauche der LaudeSkomthur ntt mehr lutherisch z« werden, denn er wäre eS schon n. f. w. lieber die Art and Weise, wie ihn der Landeskomthur behandelt habe b richtet Rau weiter: ES wären ihm die Schlüffe! zur Trappanei abgenommen worden, und er sei seines AwteS für verlustig erklärt. Ferner habe er gehört, ber Landkowthur wolle nach Wien reifen zum General» kapitel und habe sich nach Griefftädt begeben. Du Scklüffel zur Trappanei aber habe er ihm nicht wieder gegeben, sondern die ganze Verwaltung des Hauses feinem Vetter dem M. v. «. z. R. über, g ben. Nachdem bet Laudkowthur von ihm verlangt bitte, bet der Taf l den oberen Sitz — feinem — ihm am Alter nachstehenden jungen V tt-r Moritz abintreten, habe er fich dazu nicht verstehen können. Infolge befftn fei ihm verboten worben, üb-rhavpt noch an ber täfel zu erscheinen Seine Beköstigung habe er sich nun in seine Wohnung bringen lasse« muffe«. Nachträglich habe ihm der Lanbkowtbur wieder sagen laffen, wen« er ben oberen S'tz seinem » tter überladen würde, könne er wieder au der Tafel teilnebm-u. Da er fich nun diesem B tlangen bfB LandkomthurS nicht habe unterwerfen wollen. fei ihm von demselben feine Beköstigung an der Tafel gan» endogen worden. Schon fett 2 Monaten müsse et si§> siiu Essen aus der Stadt komme« taffe«, umu
2. Arie i) Not« küre v.
(Herr -chudert
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Nennest Nozarh Becker, lle aus )lft aut Signora
Sperrsitz mg »oi (1629
bet irrt fich und uns zu Liebe haben sie also gewiß nicht mit solcher großen Mehrheit ber Teilnahme Frankreichs an ben Berliner Verhandlungen zuge- stimmt. Tie Kammer - Majorität hat aber damit gezeigt, daß fie klug genug ist, in ber Auswärtigen Politik um einer Kleinigkeit wegen nicht den Teufel an die Wand zu malen und einen Konflikt heraus zubeschwören. Man ist besonnen unb nachdenkend, unb bas ist unter Den obwaltenden Umständen schon wertvoll, für bie Friedensaussichten sehr erfreulich. Daß fich schließlich noch ein exzentrischer Deputierter I fand, welcher allerlei Gewäsch gegen Deutschland vorbrachte, braucht uns nicht aufzuregen. Die Haltung der Pariser tonangebenden Journale zeigt ja reichlich, wie froh sie find, endlich die heikle Ange- legenheit hinter sich zu haben. Der Zusammentritt IvU der vom deutschen Kaiser angeregten Arbeiterschutz- s163< konferenz für Mitte März ist also gesichert.
Das zweite, uns nahe angehende Ereignis ist der in der Form noch nicht vollzogene, aber that sächlich festst-hende Rücktritt des schon 15 Jahre im Amte befindlichen ungarischen Mmisterpräsidenten
Deutsches Deich.
Berlin, 10. März. Der Generalversammlung des deutschen Bauernbundes ging auf ein an den Reichskanzler gerichtetes Begrüßungsielegramm fol- solle. Vorläufig muffe bte Summe gezahlt werden, zu ber fie eingeschätzt fei.
,® nj recht, ganz reckt! So, so!' sagte ber Alte und nach kurzer Pause fuhr er fort: .Wennich Ihnen irgeubwie behilflich fein könnte, Frau Gräfin — recht gern, mit größtem Vergnüge«!'
Die Gefellschaftertu war noch nicht zurückgekehrt. Putz's freunbltdbe Worte ermutigte« Auge. Nun, io mochte eS fein! Plötzlich war fie wteber roller Hoffnungen.
.Ich baute Ihne« sehr, Herr Putz. Ich wollte auch noch tu einer anbeten Suche Ihren Rat ob« otelm hr Ihre Hilfe erbitten."
«Bitte, bitte Fran Gräfin!" Der Alte war immer neugierig. Das Gespräch hatte schon etwas geschleppt nun ward eS wieder anziehend.
_ .Also, Herr Nackbar, ich möchte Sie fragen, ob ©ie mir wohl zwölshuudert Maik würden leihen -rollen, die ich nach und nach abzahleu könnte. Ich, ich —* Ange strckte.
„ »v'tte. Fran Gräfin!" Potz wollte alles hören. SS fick ihm nicht ein, auf dergleichen Dinge ein jugeben, aber hören wollte er. SngeS Vertrauen
. uckS.
.34 habe», fuhr fie geläufiger fort, .eine einzige alte Schuld, die wich zwar nickt drückt, durchaus nickt drückt — ich meine, derentwegen ich nicht gedrängt werde, die ich ober auS anderen Gründ-n —•
.Hm, ich begreife", sagte Putz. Und als Ang nicht gleich foitfuhr, fügte er, seine Neugierde vu schlecht verbergend, hinzu: .Von einem Verwandten wahrscheinlich?"
.Nein, nickt vou einem Verwandten; ich habe überhaupt nicht einen einzigen Verwandten auf der W it, weder vou feiten meiner Eltern noch vou f-lten meines Satten." Recht unvoifichtig war diese Offen b'niglett! Auge fah eS ein — ,n spät. Jvr war plötzlich, alS ob sie Olga von Ink gegenüberfäfee unb alle ihre Hoffnungen sanken in einen tiefen Brunnen. «Ich habe daS Geld von — non —*
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain _____________Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Job. Aug. Koch.
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn, unb Feiertagen. — Ouartal-AbonnementS-PrerS bei der Expedition 2*/t M., ber den Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (exkl. Bestellgeld). JuserttonSgebühr für die gehaltene Zeile 10 Pfg-, Reklamen für die Zeile 26 Pfg.
Putz hatte nichts tu der W-lt zu thnn; er schwatzte sprach eigeutltw um von fich und staub bei seinem Egoismus trotz ber Langeweile, bte er | ausströmte — nur tm Rat-rteileu war er ein Ler- Lo I fckw-nder — unter bem Eindruck, ber Verk-H' und | Umgang mit ihm fei für anbere Mensche« ein ungewöhnlicher Vorzug. Daß er nur feinen Neiguugei dabei folgte, lebiglich fich selbst bie Zeit vertrieb, und daß durch den V ik-hr irgend eine Gegenverpflichtung erwachse, bie (Bebaulen kamen nie in feinen Kopf.
Marburg, l»ÄÄ,‘S„Äfc-„beÄ
Mittwoch, 12. März 1890. ™- Jahrgang.
U. Co. tn Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.