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______________________Expttntion. Mark 81 Redaktion, Druck und «erlag von Joh. «ug. Koch. '

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und 22. Dezember

Eine Petition

geeignet. In seinen Fußtapfen fortschreitend, ist es Meine vornehmste Sorge gewesen. Mich einae- hender um das Wohl der unteren Klaffen Meiner Unterthanen zu bekümmern. Die Erfolge der Be­ratungen des Staatsrateö, welche hoffentlich bald m gesetzliche Form für unser Vaterland nutz- brrngend wirken werden, verdanke Ich nicht zum mmdesten der treuen, und aufopfernden Mithilfe bran­denburgischer Männer.

das Geleit zum Wagen gaben, da warnte der Kaiser bon freudiger Begeisterung Erregten freundlich: .Bleiben Sie drinnen, meine Herren, es ist draußen zu kalt!' Landesdirektor v. Levetzow meinte darauf: Ein guter Brandenburger muß das aus halten »Ja, ja', erwiderte da der Kaiser, .aber ich will die Herren noch recht lange behalten!"

.Zunächst spreche Ich Ihnen, Meine Herren, Meinen Dank dafür aus, daß Sie den Wunsch gehabt haben, Mich heute abend in.Ihrer Mitte zu sehen.

Es find drei Jatze verfloflen, seit Ich ab­gesehen von dem kurzen Besuche im Landhause am Schluffe Ihrer vorjährigen Sitzungenmit Meinen Brandenburgern zusammen gewesen bin. In diesen drei Jahren hat sich manches ereignet, was Mein Haus und mit Meinem Hause die Mark Branden­burg betroffen hat.

Das ost bewunderte und für die Ausländer unverständliche innige Zusammenhalten der Hohenzollern mit Brandenburg beruht vor allem darauf, daß im Gegensatz zu anderen Staaten es den Braudenburgern vergönnt gewesen ist, im schwersten Unglück ihre Treue dem Hohen- zollernhause bewahren und beweisen zu können. Lasten Sie Mich an Meine Vorfahren erinnern, unter ihnen vor allen an den Grossen Kurfürsten, von dem Ich immer gerne besonders zu Ihnen spreche, da man ihn schon bei seinen Lebzeiten den

aulaffmrg hatte nehmen wollen?--So blieben

3orn und Empörung in ihr haften; fie tötete die mahnende Stimme ihres Innern, die ihr zuraunte, daß ihre HandlnugSwetse gegen Tibeth den Gruud- lötzea hochherziger Gesinnung schon d-Shalb nicht ent- spräche, weil fie ihn fie mußte eS etogeßehcn

i?2JeiSi£.fdBrbL08 f6r die Enttäuschung ihrer Liebe halt: vüßll laffeo.

cx-nnJ? »ächsteu Tage traf ein vollkommen ge. schaftltch gehaltenes schreiben von Tibeth ein, in dem er die genauesten Angabe» über alles machte was fetther feiner Sorge ar vertraut gewesen war' und was jetzt Ange allein obliegen sollte. JaSbe- ondere macht- er ihr über ihre Geldangelegenheiten M'tt-i «uge» »lld gab in höflich gewt steuer Form Ratschläge, indem er auf das bisher vou ihm beobachtete

btntoi.c8, t ste vor ferneren Ent täuschungeu zu bewahren, bekannte er in diesem Briefe, welche Ausgaben er ohne ihr Zathuu be­stritte« hatte, und fügte auch hinzu, daß er im Auftrage deS BarouS ron Tent gehandelt habe Angaben über die Höhe derjenigen Summe, mit der btzterer für Auge eiug-treten war, machte er aber nicht, vnd fie beeilte stch deshalb unter welchen Empfindungen ist leicht z« bemesse» ihn schrifuich »» ersocheu, ihr sofort darüber Nachricht ,»kommen zu loffen. Am Schluß des Tibethsche« Brief, 8hieß°S- ,-Sratt Gräfin werde» über die Zwischenfälle heute nicht ander», aber ruhiger denken; das ist weine sehnliche Hoffnung. Und da auch ich d-u DtuaeÜ nach der gestrigen Unterredung mti veränderten Aufichte» gegeoüberstehe, so mag eS mir mti Rücksicht auf die jahrelangen Beziehungen, die ich zn der Fran G Lfio pflegen dnrfte, und tu deren Lerlauf die gnädige Fran mir so oft eia Lob vnd ein frenndlicheS Wort ,n erteilen geruhten, gestattet feto, ,«sagen: daß ich lief bereue und stet» wiederkehreu werde, sobald mich die Fran Sröfiu rufen. Weuu diesem Rufe btnae- ügt sei» wird, daß die Frau Gräfin mir vergeb» habe», ich bitte Sott, daß dieser Tag mir »och etu.

(Nachdruck verboten.) Eine «orvehme Stau»

Bon Hermann Heiberg.

(Fortsetzung.)

Er sprachs und verließ das Zimmer. A»ge stand da wie eine Statne. Ihr Herz schlug zum Zerspringe». Sie hörte, wie der Mau» auf sein Zimmer ging. Sie sah durch die Mauer», daß er fich beeilte, seine Sache» zu packe». Eine wahnfivutge Augst erfaßte fie; fie hätte aufschreieu mögeu, und doch hielten fie die nachwirkeude Empörung vnd doS einmal gesprochene Wort zurück. Nua ging auch er, der letzte, den fie hatte, und der doch fie wußte eS etu Freund war, wie außer Teut seiaesgleiche» nicht auf dieser liebelerre» Welt zu finde».

Zwölftes Kapitel.

Umfang und volle Bedeutung dessen, was ge. icheheu war, stiege» vor Auge erst tu den nächst- folgeodeu Tage» auf. Auch die Reue blieb »icht aus, aber Auge erstickte die Regung. Etu Mensch, der für seine Ueberzeuguug kämpft, für de» giebt's kein rechts und kein links. Nur rio eivziger, gerader Pfad ist ihm vorgezeichnet. So war eS auch hier. Sprach ihr Herz zu Gunsten TtbethS, so verwischte doch ihr stolzbeleidigtes Gefühl wieder die versöhnlichen Empfindungen. Das waren keine bloße« Worte g- wesen, die fie einst in Frankfurt gesprochen, und deren Inhalt fie ihm später so oft wiederholt hatte. Eie wollte, fie mußte de» Weg gehe», de» fie ihm bezeichnet hatte. Ihr beffereS Ich, ihr Ehrgefühl hatten gesproche», und ihnen mnßte fie folgen.

Vielleicht eS mochte sein hatte fie die Dinge W sehr auf die Spitze getrieben, ließ fie ihrem der. l tzte» Stolz zu sehr die Zügel schieße». Aber lag Mckt gerade in der Form, t» der Teut durch Ttbethk B-iwtitelllug Erleickteruugeu verschaffen wollte, etwas doo jener leis spöttelnden Bevormundung, der fie sich entziehe«, zu der fie gerade Teut Recht uud Ler-

Marburg,

Sonnabend, 8. März 1890.

I" Meinem Zimmer hängt ein Bild, das lange in Vergessenheit geraten war; es zeigt eine Reihe tolzer Schiffe, den roten Adler Brandenburgs in der Flagge. Dieses Bild erinnert Mich täglich daran, wie schon der Große Kurfürst die richiige Erkenntnis dafür gehabt hat, daß Brandenburg zur Verwertung seines Fleißes und seiner Arbeitskraft eine Stellung im Weltmarkt sich erobern müsse. Groß sind die Fortschritte gewesen, die seit jener Zeit Preußens und Deutschlands Gewerbe und Handel auszuweisen hat, besonders unter der Regierung Meines Herrn Großvaters. Das weitere Auf- 'lühen unserer wirtschaftlichen Thätiakeit zu ordern _ erachte Ich für eine Meiner vornehm- Ausgaben; Ich habe deshalb, nachdem Meine Thällgkeir zunächst der Sicherung der Ruhe nach Außen gegolten, Meine« «lick «ach Inne« gerichtet.

Tie Ziele, die Mei« hochseliger Herr Großvater in seiner Botschaft aufgestellt hat, habe ich Mir an-

8ede -es Kaisers an die branden­burgischen KandKäude.

Zu Ehren des Kaisers gaben die zum Pro- binziallanLtage hier weilenden Landstände der Provinz Brandenburg in dem großen Saale des - KaiserhofeS am Mittwoch um 6 Uhr abends ein Essen zu 110 Gedecken. Zur Rechten des Kaisers hatte, den Morgenblättern zufolge, der Landrat v. Bornstedt, zur Linken der Oberprästdent Staatsminister v. Achenbach Platz genommen. Gegen­über saßm Minister v. Wedell, Landesdirektor von Levetzow und Herr v. Rochow. Gegen Ende der Tafel, welche durch eine rege und zwanglose Unter­haltung belebt wurde, erhob fich Oberpräsident von Achenbach und feierte die Hohenzollern und den Kaiser in längerer Rede. Er dankte besonders dem thatkräftigen Eingreifen des jetzigen Staatsober­haupts in der jetzt die Welt bewegenden Arbeiter stage. So .stehe der Kaiser als der mächtigste Friedensfürst da und stolz seien besonders die Brandenburger, ihn den ihren nennen zu können. Unter Gelobung unverbrüchlicher;Treue erhob der Redner sein Glas und rief:Se. Majestät der Kaiser »und König, unser allergnädigster Herr lebe hoch!' Begeistert stimmten die Versammelten, welche fich dicht um den Redner geschart.chatten, in den Ruf ein. Kurz darauf erhob sich der Kaiser zu folgender Antwort:

mal werde« wird, da«« bin ich entschädigt für T8 Schweres, Ernstes und Sorgeu- &beH begegnet ist, und das mich doch nicht gehindert hat, meine höchste Lebensaufgabe hJ h f* eÄfennen' ber Frau Gräfin und ihrer Familie «fibt bcket ,~B,o6t.er * wenn auch in den Mitteln häufig irrender Fcennd zu sei».

Ich bitte gehorsamst, die gräflichen Kinder grüßen j tonnteCtt.n'f.bto.CB $*** etomaI «iu Lebewohl sagen M ®Oe den Brief in tiefster »ewegnug. Was hätte fie darum gegeben, wen» das Geschehene fich nicht zugetrage» hätte. IW * e pi*

plötzlich lag ihr Leben wie eine endlos z» durch schreitende Wüste vor ihr, nnd doch füblte fieb gleich fie kanm de» Fuß über di? Srenzm aeseü hatte, daß fie schon erlahmte. Aber sie Raffte sich Oberhand Ä fletoanB die

a»ße von Clairefort begann zu rechnen. Zum erstenmal in ihrem Leben beschäftigte fie stch mit Z°hleu.,«iS spät in die Racht^wenn die Kinder nnb summierte sie, stellte fest mnem^n?«"°uS' fügte hinzn und'kürzte von

LK??lb 0ettabr' was jedem fich offen- bart, der mti diesen nnerbitilich drohenden Aus-! rufuugs. und Frage-Zeichen zu thuu hat. Auch ihr slschi-ukn olle Einnahmeposten wie stlberalänrende I Qneckfilberkügelchen, die man fassen und halten zu! i'?ütfi(fiOfKh Unbkbiw l» eilfertiger Beweglich, reit fich Hand und Auge entziehen, währeud die! ^°8^b-suwwen zudringlich ewporschießeu, wachse«! and fich vermehren. I

8U8 Soge zum erstenmal alle» znsammengestellt! »alte und, glücklich anfatmend, zu dem Ergebnis ge-1 hA68c»ar/ e,! werde gehen, da fiel ihr plötzlich ei», daß Schulgeld nnb Steuer» noch fehlten. I

(Fortsetzung folgt.)

, _ - - i"/ xj aH ßcipAtfl.

ben Frauen den Zutritt zu dem ärztlichen und zu dem wissenschaftlichen Lehrberufe zu ermög- lichen, wurde aus Kompetenz- und anderen Gründen als nicht geeignet zur Plenarberatung bczeichnet. DieKreuzzeitung' läßt fich aus Rom vom 4 März telegraphieren, Graf Waldersee habe am 4.'

Die von Mir vorher berührten Gesichtspunkte nach welchen Meine Vorfahren und die Familie der Hohenzollern überhaupt ihre Stellung zu Branden­burg auffaßten, war im höchsten Maße in Meinem hochseugen Großvater verkörpert. Derselbe betrach­tete seine Stellung als eine ihm von Gott gesetzte Aufgabe, der er sich mit Daransetzung aller Kräfte bis zum letzten Augenblick widmete. So wie er dachte, denke auch Ich und sehe in dem Mir über­kommenen Volke und Lande eine von Gott Mir an­vertrautes Pfund, welches - wie schon in der Bibel! st^ht zu mehren meine Aufgabe ist und worüber Ich dereinstRechenschaft abzulegen haben werde. Ich gedenke nach Kräften mit dem Pfunde Ju wirtschaften, daß Ich noch manches Andere hoffentlich werde dazu legen können. Diejenigen welche mir dabei behilflich sein wollen, sind Mir von Herzen will' . k v ' wer sie auch seien; diejenigen jedoch welche stch Mir bei dieser Är- bett entgegenstellen zerschmettere ich.

Sollten ernste Zeiten uns bevorstehen, so bin Ich der Treue Meiner Brandenburger gewiß und hoffe daß sie Mw bei der Erfüllung Meiner Pflichten treulich beistehen werden. Darauf bauend, trinke Ich unter dem Wahlspruch:Hie guet Branden­burg allewege' auf das Wohl Meiner Branden­burger und dieses theuren Landes ' I

Nach diesen Worten, die eine lebhafte Bewegung hervorriefen und mit stürmischer Begeisterung ausge­nommen wurden, erhob der Kaiser sein Glas und trank mit dem alten Spruch: Brandenburg!" auf das Wohl derHrk.

I ver Ritttrorde« -er heilige« Maria Im Ierasalem ««- Episode« a«o -em Lebe« -er deutscke« Herr«, i« Mar-irra.

I _ m (Fortsetzung.) y

^Das Provinzialordenskapitel, welches er nun nach h?n rnrrh9,nahOramen Iic6' bestand ans folge» ! 5^ben8bmrln' ®em LandeSkomthur Adolf Eitel !».0sbkck z»r Rabena», dem Komthnr z» Grtekstädt

I ^ burd Jost von Westphal, dem Travvierer I za Marburg Georg Eitel Ra» vo» Holzhause» Inad de» Deutschordensritter» Moritz von Nordeck zur Rabena» und Fran, Mordia» von Srießheim. Der Trapprerer zu Marburg A. E. R. von Hol, baufen unl) der Ritter F. M. von Grießheim weiglrte» | bei der Verhandlung ihre Stimmen ab,uneben hFf 14^gige Bedenkzeit. Nachdem

I diese Bedenkzeit den beide» Ritter» nicht verwillict tonerMh0^ t- m tbncn tt-iaestellt: entweder Hnnerbalb 14 Tagen die nun stattfindende Wahl zu raSf?6 Oberi S ?°8 8 unterlasse». Die Äf°n?Aflnä0« Vorschrift folgendermaßen statt: Der LandeSkowthur gab seine Stimme dem Komthnr z» Grtesftadt Philipp Leopold von Nenhoff; der Komthnr Alhardt Jost von Westphalen erwählte ebenfalls den Komthnr zn Griefstädt nnb ebenso der 2K. v. Nordeck zur Rabenau, welchen der Landes, komthnr zum Komthnr vo« Schiffenberg ernannt s hatte. Auf einem im Frühjahr 1662 znsammenbc- rnfenen General-Kapitel zu Wien dem ersten seit 34 Jahren war vou neuem folgendes bei ^tunflen in d-u Provinzial-Saptieln bestimmt word«'- ®c Landkomthnr ständen bet Beratungen im Kapitel zwei Stimmen zu, und tu der SRnn.h R.n.- u bem Landkomt/nr zwei"nS

ItTB« u.tbe bkßimwt: neun im flanll.l über bi»

hi64 ben Drde» verhandelt würde, jo sollte« alle Somthme nnd Orbenspersou« z».

Irschen« täglich außer au Werktagen nach Soun- und Feiertagen. Quartal-WonnementS-PreiS bei der Erve- intion 2«/t M», bei den Postämtern 2 Mk. 50 Pfa. (erfL Bestellgeld). Jnfertionsgebühr für di« gespaltene Zelle IV Pfg, Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

Su»"gen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes n ^?n* l^mOroen'«UffOrtl£OnAaafenftein unb Vogl« .tiSÄiSK m Ä-Hrgang Daube u. L°. m Frankfutt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

Großen Brandenburger nannte: an Friedrich de« Grossen sie Beide haben es jederzeit als ihre erste Pflicht erkannt, daS Land, welches sie einst mit ihrer wie man sagt schöneren Heimat in Süddentschland vertauscht hatten, nicht zu ihrem Vorteil zu nutzen, sondern ihre Interessen ganz mit denen ihre- neuen Vaterlandes zu verschmelzen und als ihre höchste Aufgabe zu betrachten, rastlos für das Wobl desselben thätig zu -sein.

Bei Meine« Reise«, von denen Ihr Herr Vor­sitzender sprach, habe Ich nicht allein den Zweck verfolgt, fremde Länder und Staatsein richtungen kennen zu lernen und mit den Herrschern benachbarter Reiche freund schaftliche Beziehungen zu pflegen, sondern diese Reisen, die ja vielfach Mißdeutungen ausgesetzt waren, haben für Mich den hohen Wert gehabt, daß Ich, entrückt dem Parteigetriebe des Tages, die heimische« Verhültilisse aus der Kerne beobachten und in Ruhe einer Prüfung unterziehen konnte. Wer jemals einsam auf hoher See, auf der Schiffbrücke stehend, nur Gottes Sternenhimmel über sich, Einkehr in sich selbst gehalten hat, der wird den Wert einer solchen Fahrt nicht verkennen. Manchem von Meiren Lands­leuten möchte ich wünschen, solche Stunden zu er­leben, in denen derMensch sich Rech ensch aft wvucn, oblegen kann über das, was er erstrebt komuze« und was er geleistet Hot. Da kann matt '' ' geheilt werden von Selbstüberschätzungen und das thut uns Allen Not.

m Herrisches Reich.

L » m' 6 März. Die Budgetkommission des Abgeordnetenhauses beriet gestern und heute Iden Etat des Kultusministeriums. Die Einnahmen wurden unverändert 'genehmigt; ebenso im Ordi- I lElum bisher die Forderungen für die Uni- lversitäten und für ungefähr die Hälfte der Gym­nasien. Obgleich von keiner Seite Abstriche bean- I kagt sind, nehmen doch die Beratungen dieses Etats Iur e.inen langsamen Fortgang. Die Anterrichts- kommrssion des Abgeordnetenhauses kam in ihrer heutigen Sitzung zu mehreren Beschlüssen von allge- I """er Bedeutung. Die Petitionen zahlreicher Lehrer von Mittelschulen und ähnlichen Anstalten, die weder zu den höheren noch zu den Volksschulen zu rechnen I endliche gesetzliche Regelung ihrer Pensions- verhaltniffe, wurden der köriglichen Staatsreaierung drrngeni» zur Berücksichtigung empfohlen. Die Petrtton der Direktoren und Lehrer preußischer höherer Mädchenschulen behufs Regelung ihrer Pen- sions- und Relikten-Versorgung führte zu einer ein­gehenden Diskussion, in welcher der Regierunas- ^Ear, Geh. Rat Schneider, über die Entwickelung des Madchenschulwesens berichtete. Nach Ablehnung von drei Anträgen der Abgg. Gerlich, Seyffardt- Magdeburg und v. Schenckendorff vereinigte sich die Kommission auf den Antrag des Referenten Döring Derselbe geht dahin, die Petition als Material für dre Unternchtsgesetzgebung, insbesondere für die, die Regelung der Pensions-, Witwen- und Waisenver- pflegungs-Verhältniffe der Lehrern an denjenigen öffent-

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erhob stch der Kaiser, verabschiedete sich aufs huld­vollste von den Anwesenden und begab fich ins Schloß zuruck. Während der Tafel trank der Kaiser wiederholt einzelnen Teilnehmern des Festeffens zu. Als die Herren, welche ihn empfangen hatten, ihm