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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marbnrg vud Kirchhain. Jllnstriertes Sonntaasdlatt.

Expedition: Marit M- Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Lug. Koch.

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mitgewirkt zu haben. Sie hat den Beweis erbracht, daß sie in der Mehrzahl der Berliner Wahlkreise ohne fremde Hilfe den Kampf mit der Sozialdemo­kratie aufnehmen, daß sie allein ihn siegreich bestehe» kann. Die Kartellpreffe wird nicht ermangeln, auch diesen freisinnigen Sieg mißgünstig zu verkleinern. Ma» muß ihr diesen Trost laffen, nachdem ihr die Schaden­freude entgangen ist. Die freisinnige Partei aber wird hoffen, daß der Aufschwung, den der LiberaliS- mus allenthalben im Lande zeigt, auch in der Ge­setzgebung und Verwaltung zum Ausdruck komme» und der Volksstimmung Rechnung getragen werde." Die nationalliberale .Nationalzeitung" schreibt: Unter den sozialdemokratischen Siegen bei der Stichwahl find besonders die in München I und in Calbe Aschersleben bemerkenswert. München II hat bekanntlich schon im ersten Wahlgange sozialdemokra­tisch gewählt. Nun ist die katholische Hauptstadt des katholischen Bayern vollständig sozialdemokratisch ver- treten. Die Centrumsfabel von der Sicherheit, welche der Katholizismus gegen den Angriff der Sozialdemokratie gewähre, war eine Fabel. Calbe- Aschersleben, wo der freikonservative Herr von Dietze, der bekannte Freund des Fürsten Bismarck, einem Sozialdemokraten unterlag, ist ein überwiegend länd­licher Wahlkreis, in dem vor zehn Jahren nur ganz wenige sozialistische Stimmen abgegeben wurden. Die Stichwahlen werden wahrscheinlich »och mehrere solche Ergebniffe aus vorwiegend ländlichen Wahlkreisen bringen. Jedenfalls ist Thatsache, daß sich auch in ländlichen Wahlkreisen mehr und mehr eine sozialdemo­kratische Partei herausbildet, welche bei den Stich­wahlen mit den Freisinnigen die Mehrheit hat." Die konservativePost" präzisiert ihre Ansichten olgendermaßen: Man wird sich mit der Zusammen- etzung des neuen Reichstages abzufinden haben. Sie auch in der Zusammensetzung des Präsidiums äußer­lich erkenntlich zu machen, empfiehlt sich. Ein Kle- rikaldemokrat, ein Deutschfreisinniger und ein Sozial­demokrat im Präsidium würden eine gute und be­zeichnende Firma für den neuen Reichstag sein. Allein dies ist mehr eine Aeußerlichkeit. In der Sache selbst muß man den neuen Reichstag arbeiten affen; hier gilt das Bibelwort: An ihren Früchtm ollt ihr sie erkennen. Zu einer weittragenden Initiative wird dem neuen Reichstage fa um so mehr Gelegenheit geboten werden, als die Beseitigung der positiven Ergebniffe des Kartellreichstages die Wahlparole war und man sicher den neuen Reichs­tag mit gesetzgeberischen Aufgaben nicht über da- notwendigste Maß hinaus befaffen wird. So ist

nur et» WahrschetultchkeitSschtmmer bleibt. Teut ein Krüppel I Teut d«S Trostes, vielleicht »och der Pflege bedürftig; Teut abwehrend gegen alles, was sonst Menschen mit Mensche» verbindet; Tent voll L-rbitternug, Teut - die Liebe, de» Besitz eines Weibes ei» für allemal von sich weifend tu miß­mutigem Verzichte»!

Und sie stieß ihn von sich, wo sie ihm vielleicht ersetzen tonnte, wonach sein Herz verlangte; sie er­füllte vielleicht in falschem Stolze nicht einmal die Pflichten dankbarer Freundschaft!?

Ange verlor den Faden für den richtigen Maß. stab deffeu, was Recht und Pflicht ihr geboten.

Wa« sollte sie thun? Ehre, Stolz, Scham und Liebe kämpften in ihr nnd ließen fie gn keinem Gut. chluß gelangen. Einmal hatte fie schon alle Be­denken zurückgedrängt, nur eiu Gedanke beherrschte ie: Wie eS auch komme», wie eS auch fein mochte sie wußte au seiner Seite stehen, so lange fie ihn unglücklich, zweifelnd und zagend wußte.

Schou glaubte fie klar zu sein und den Kampf überwundeu zu haben. Aber dann nahm doch wieder >ie angstvolle Befürchtnng von ihr Besitz, T nt könne tzt gerade glauben, fie suche nur uach eiuem Borwaud, sich ihm zu näher». Diese Snnähernng könne als eine stnmme Werbnug von ihrer Seite erscheinen, er möchte annehmen, fie sei noch die alte leichtfertige, nar dem Gennß lebende und nach plötzlichen Siu. gebnngen handelnde Frau von ehedem, dasselbe, nur on halben Pflichten erfüllte Wesen ohne rechte Grnud. ätze, ohne festen Willen und ohne Thatkrast.

Und daun würde in diesem Falle an fie heran- P' um jeden Preis zmLckwetseu wollte: die Mildthätigkett seiner Hand. Sie, gerade fie hatte doch eine so große, ja vielleicht alle Schuld an ver eotsitzlicheu Nacktheit der Diuge noch Em lob' Tode, uud Teut war eS geweseu, der fie aewarut, und deffeu Waruuug fie nur et» halbes Ohr ge. chrnkt; er hatte tu der Rot geholfen und kam nun wieder und mußte Helse», weil fie fich nicht etnzn-

hat, so lange im Dienste zu bleiben, wie es seine Körperkräste nur irgend gestatten, hingetrcten sein und gesagt haben:Wenn Ew Majestät meinen Ratschlägen nicht folgen, so gehe ich!" Aber es scheint doch klar zutage zu liegen, daß Kaiser Wil­helm II. den politischen Gedanken Fürst Bismarcks seine eigenen Grundsätze gegenüberstellt, und nicht ohne weiteres davon abgeht. Am deutlichsten hat sich der kaiserliche Wille bei den Arbeiterschutzerlaffen gezeigt, vielleicht ist auch jetzt wieder Anlaß zum Aussprechen vorhanden. Daß Fürst Bismarck seinen Willen in allen Stücken gewahrt wiffen will, das ist reichlich unwahrscheinlich; der Kanzler hat oft genug den Grundsatz proklamiert, daß der deutsch Kaiser wirklich regiert; wie kann er also überrascht sein, wenn der energische Kaiser thätigen Anteil an der Gestaltung der Politik nimmt? Manches mag gegen früher anders geworden sein, aber von Un­erträglichkeit der Zustände läßt sich nicht reden. Die Stellung deS Reichskanzlers ist eine verfaffungs- mäßige, daran kann also nie gerüttelt werden. Fürst Bismarck wird sicher den neuen Reichstag aussuchen, und man wird dann aus seinen Worten schon ent­nehmen. können, wie die Dinge liege». Tragisch brauchen die Verhältnisse nicht aufgefaßt zu werden, denn jedes gänzliche Scheiden Fürst Bismarcks aus dem Reichsdienste wird der Kaiser einfach ablehnen.

Nun?" wiederholte fie hart.

»Ich glanbe ich weiß nicht, Fran Gräfin." Und was sagen Sie zu alledem, Tibeth?" Plötzlich brachen die Thräne» unter AngeS Wimpern »ervor; ihre Ange» verschleierte» fich, »od jener zag. hafte AnSdrnck trat in ihre Züge, der das Gesicht von Kindern und Erwachsenen gleich rührend gn ver- ändern pflegt.

Tibeth wollte reden, aber Ange schüttelte de» Kopf nnd wehrte ihm ab.Ich habe schon gn viel freute abend gehört", entschied fie karg nnd tn schroffer Weise abbrechend.Wir sprechen morgen weiter. Gute Nacht."

Noch stand der Man» eine Weile; er hoffte, Ange würde wenigstens noch einmal emporblickcn. Nichts! Nun verbeugte er fich und ging.

Sobald Tibeth daS Zimmer verlasse» hatte, sprang Auge empor und durchmaß den Raum mit erregte» Schritten. Ihre Gestalt hatte trotz der Austreugnuge» deS letzten Jahres an reigvoller Fülle gewonnen. Die Züge ihres Gesichtes waren ausdrucksvoller ge. worden, ihre dunklen, gesättigten Augen hatten eine eigene Glut und jenen rätselhaften, halb schmachten­den, halb tn fich gekehrten Ausdruck, der u»S so »n, widerstehlich zu Frauen hinzteht. Noch immer wirkte ihre Erscheinung überraschend, »och immer war fie eine blendend schöne Fra». Wie eS tn ihrem Inner» gährte nach diesen Milteilnugen! Jene Liebe, die sich noch unter dem Schmerz »m einen teuren Sen torbeueu in zartem Empfinden gegen eine neue auf, efrnt, jene tiefe, wahre Liebe, die ihre Neigung ängstlich verbirgt, jene stolze Liebe, die fürchtet, fie 1'önne nicht nm ihrer selbst willen begehrt werden, durchdrang doS Herz der Fran »»b nun wa: alles vernichtet, war bisher hoffend in dem tiefsten Winkel ihrer Seele geschlummert hatte! Denn es giebt Wünsche, die der Mensch aus befferer Sinfich, znrückdrängt dis zum letzten Atemzug Wünsche, von denen er gn wissen glaubt, daß sie fich »te etfflBen können, die aber ihn doch beglücke», so la»ge

richte» wußte, immer gleich thöricht und unbeholfen dem Leben gegenüberstaud. Scham und Stolz, auch Quellen falscher Scham, falschen Stolzes brachen wieder in ihr auf und ließen fie, wie stüher so ost, den rechten Weg verfehle».

Elftes Kapitel.

Am folgende» Vormittage fand fich für Tibeth !ei»e Gelegenheit, abermals mit Ange gu sprechen. Er forschte ans ihrem Gesicht, ob das Gespräch de» vorhergehenden Abends böse Nachwiikangen zurück» gelaffen habe, und tn der That schien es ihm, als ob ihr Blick ernster als sonst, ihr Morqengrnß nicht ei, wie er stets gewesen. Er war voll Ungeduld, mit Hr gn sprechen, um so wehr, als er bisher nur die Vorberettuugeu für den Auftrag getroffen hatte, der ihm von Teut geworden war.

NachwtttagS gab Ange einer Bitte der Kinder nach, wtt ihnen einen Spagtergang gn unternehmen. Sie verständigte Tibeth, daß sie gum Abendbrot zurück- k-frre» werde, und wachte fich wtt ihre» Lieblingen ans be» Weg zur Wartburg.

, Ange sehnte fich selbst hinaus; in der freien Natur >offte fie besser der fie bestürmenden Gedanken Herr zu werden und gn irgend einem Entschlüsse gn ge­langen, der Teut wenigstens bewies, daß sie ihm nicht tettnahwloS gegenüberstand.

Niemals war ihr der Sommer so schön erschienen wie in diesem Jahre. Die Bäume standen in blütenschwerer Fülle, und als fie de» Weg gnr Wart- bnrg hinanfstiege», hemmte fie immer von neuem ihre Schritte, nm die Blicke ringsum auf die Gegend gn werfen, ober bei Lichtpunkten auf da» vor ihnen liegende Thal htnabznschaue».

i« 'i«r kleinen VAa auf der sich ein schlanke» Türmchen befand. Such bemaSh^" e6<r' °l« bis die»nt* iS« «ßu » Mauern heraus-

** *«« iestg« stellt worden waren.

Sl» fie die Bnrg fast erreicht hatten, begegneten

Sie itettt Leichstagslelkou

wird spätestens kurz nach Ostern beginnen. Zur Beratung können in der Hauptsache nur 3 Vorlagen kommen. Zuerst die neuen Arbeiterschutzgesetze, für deren möglichst schnelle Einführung der Kaiser sein Wort verpfändet hat; sodann ein neues Sozialisten­gesetz oder ein Ersatz für dasselbe und endlich die Nachtragsforderungen für die Wißmannsche Expedition, die dem Reichstage in feiner vorigen Session be­kanntlich nicht mehr zugegangen sind. Der neue Reichstag ist nicht eben kolonialfteundlich, aber die Wißmannsche Expedition, für welche f. Zt. auch das Zentrum gestimmt hat, ist nun einmal im Wege und es kann nicht ohne weiteres heute gesagt werden: Morgen ist die Sache zu Ende. Das geht beim besten Willen nicht, und so wird also wohl eine Einigung über diese Forderungen erzielt werden, wenngleich die Kolonialdebatte einen nicht unwesent­lich verschärften Ton annehmen wird. Viel wich­tiger sind die Fragen des Sozialistengesetzes und der Arbeiterschutzgesktzgebung. Man sagt, und wohl nicht mit Unrecht, der Kaiser wolle unbedingt aus den fortwährenden Erörterungen über Verlängerung oder Richtverlängerung des Ausnahmegesetzes heraus, und darum ist dem vorigen Reichstage in seiner letzten Session auch ein dauerndes Sozialistengesetz unter­breitet worden, welches aber abgelehnt wurde. Der neue Reichstag wird ein dauerndes Ansnahmesetz «st recht nicht bewilligen, und ob eine Reichstags­auflösung eine andere Zusammensetzung des Parla­mentes ergeben wird, ist zum mindesten sehr zweifel­haft. Thatsache ist, daß das Sozialistengesetz die Ausdehnung der Sozialdemokratie in keiner Weise verhindert hat; höchstens hat es grobe Ausschrei­tungen vereitelt. Wenn man diese Verhältniffe ins Auge faßt, so klingt es gar nicht so unwahrschein­lich, wenn gesagt wird, das Sozialistengesetz solle fallen gelaffen und dafür ein Anarchistengesetz ge­schaffen werden, welches offene Umsturzbestrebungen mit verschärfter Gewalt trifft. Ob ein bestimmter Ent­schluß hierüber schon gefaßt ist, ist wohl zweifelhaft; der Kaiser und Fürst Bismarck haben in den letzten Tagen widerholt konferiert, und Gegenstand ihrer Besprechungen sind jedenfalls die Reichstagswahlen und was infolge derselben zu geschehen hat, gewesen. Es wird immer wieder von einer Kanzlerkrisis ge­sprochen, sobald neue Fragen in der inneren Politik austauchen. DaS WortKrisis" scheint heute wohl etwas zu hart zu sein, denn Fürst Bismarck wird kaum vor den jungen Kaiser, dem er selbst gelobt

Deutsches Deich.

®erlitt, 4. März. Heute trat der Bundesrat zu einet Sitzung zusammen. Gegen die obliga­torische Einführung von Arbeiter - Ausschüssen soll sich, wie offiziös berichtet wird, der Staatsrat auSge sprachen, aber die fteiwillige Bildung solcher Aus- schüffe besonders in den Staatsbetrieben empfohlen haben. Nach den bisherigen Kundgebungen des Kaisers und den Erwiderungen namentlich auS den Kreisen der Grubenverwaltungen ist mit Sicherheit anzunehmen, daß gerade bei dieser Frage die Geister im Staatsrate aufeinander geplatzt seien. Wenn von der gesetzlichen Anordnung solcher Ausschüsse noch abgesehen wurde, so hat vermutlich die Annahme obgewaltet, daß der Staat, wenn er erst nicht nur auf den Bergwerken, sondern auf allen seinen Be­trieben Ausschüffe eingeführt und ein Teil der Privatunternehmer dieses Beispiel befolgt haben werde, die gesetzliche Ordnung dieser Angelegenheit weniger Schwierigkeiten und Vorurteilen begegnen werde, als freute. Wie man neuerdings hört, oll auch Luxemburg auf der Arbeiterschutz Konferenz durch einen Sachverständigen vertreten werden.

(Nachdruck verboten.)

Eine vornehme Fron.

Bon Hermann Heiberg.

(Fortsetzung.)

Ist er sehr erust, sehr bedrückt d. shalb, Tibeth? Sie sagen, er habe so leidend ausgeseheu? O, »ud das wußte ich »icht einmal! Das verschwieg er mir! Ich möchte gn ihm eilen, ihn trösten, ihn pflege»«

Aber fie »nterbrach fich rasch, setzte fich wieder hin vud ergriff still nnd wortlos die fallengelaffene Arbeit.

Ergählen Sie weiter, Tibeth. Berichten Sie mir, das Herr von Trat Ihnen gesagt Hai", fuhr fie dann sauft und gelassen fort.Natürlich verlangt eS mich sehr, Näheres gn erfahren."

Zu Befehl, Fran Gräfin. Ich sand den Herrn Baron äußerst wortkarg und offenbar tief verstimmt. Er äußerte die Absicht, fich ganz von allem gnrück- zugiehen, fortan in Eder gu wohnen uud jeden Verkehr einzustellen. Welche Stimmung den Herrn Baro» beherrschte" nun hielt Tibeth eS an der Zett, mit setueu Plänen hervorgutreten, und er that eS mit zagendem Herzenmögen Frau Gräfin daraus rrkeuueu, daß, als zufällig in einem Gespräch gwischen dem Herrn Baron nud einem anwesenden Freunde die Rede aus deS letzteren bevorstehende Hettat kam, vud derselbe den Herrn Baron scherzend aus Gleiches hiuwieS, dieser sagte:Lieber Freuud, daS war laugst >»d ist jetzt erst recht für alle Zeiten begraben! Kicht» blüht mir »och a»f Erde»! Selbst meine besten Jrrennbe habe ich ohne meine Schuld, ich darf es legen verloren!'

Tibeth schwieg nnd wartete. Weiße Rose» brache» hervor auf Auge» Waugen. Sirre Blässe färbte fie, vor der Tibeth erschrak. War er gu wett gegangen hatte er gn rasch, gn unvermittelt gehandelt? Gewiß, so schien e», denn Auge sagte bitter:Galt mir die letzte Bemerkung, Tibeth? Nur be» wünsche ich noch wissen."

Der Man» schwieg.

Mit dem gestrigen Tage ist versuchsweise im Lokal- und gegenseitigen Verkehr der preußischen Staats erfenbahnen die Vergünstigung in Kraft getreten, daß die Beförderung von Getreide (Weizen, Roggen, Hafer, Gerste und Mais) sowie Kleie in Wagen ladungen auch in loser Schüttung unter nachfolgenden Bedingungen zulässig sein soll: 1. Die Beförderung frat *n gewöhnlich gedeckten Wagen zu erfolgen. 2 ®te Verladung und die Sicherung des verladenen Gutes gegen Verstreuen ist Sache des Versenders Die hierzu verwendeten Gerätschaften werden nach Maßgabe der allgemeinen Tarisvorschriften frachtfrei an den Versender zurückbefördert. 3. Bei unver­packter Ausgabe ist vom Versender nach Borschri des Betriebsreglkments besonders zu deklarieren. 4 Bei bahnseitiger Entladung auf Antrag des Em­pfängers oder nach Ablauf der Entladefrist wird neben den Kosten für etwa erfolgte Beschaffung oder Anmietung von Säcken eine besondere, aus dem Lokalgütertarife der in Betracht kommenden Ver­waltung zu ersehende Gebühr erhoben. Die Nachricht, daß französische Missionäre mit Dr. Peters am Tana zusammen getr offen seien, wird nun auch von Borchert durch folgendes, dem gefchättsführenden Ausschüsse des Emin Pascha-Komitees zugegangene Telegramm aus Zanzibar widerlegt:Die englische sowie die französische Meldung ist durchaus unrichtig; sie verwechselten mich mit PeterS. Derselbe weilt vermutlich in Kavirondo (Bucht deS Victoria Nyanza). Ich sende durch Uganda-Missionare Nachricht an Peters. Borchert." DieNordd. Allg. Ztg." meldet: An Stelle deS schwer erkranken General­konsuls Dr. Arendt ernannte der Kaiser den General­konsul Dr. Göhring in Amsterdam zum zweiten Be­vollmächtigten für die Brüsseler Antisklaverei-Konferenz. Der Staatssekretär des Reichs. Marine-Amts Contre-Admirol Heusner ist infolge eines Herzleidens gezwungen, einen mehrmonatlichen Urlaub anzutreten und wird für die Dauer feiner Abwesenheit vom Direktor des Marine-Departements Contre-Admirol Köster vertreten.

-ES sind bis jetzt einschließlich der Hauptwahlen gewählt: 68 Konservative, 20 Reichsparteiler, 38 Nationalliberale, 105 Zentrumsleute, 68 Freisinnige, 10 Bolksparteiler, 36 Sozialisten, 16 Polen, 13 Master, 11 Welfen, 1 Däne, 4 Antisemiten, 4 Wilde, 3 Resultate stehen noch au».

Heber die Stichwa hlen äußert fich die fteisinnigeSoff. Ztg.": Die freisinnige Par­tei darf sich ihrer Erfolge um so mehr freuen, als ich ihre Gegner nicht rühmen können, an denselben

»»zeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes.

sawre dleAnnoncen.Bureaux von Haasenstein und Vogler

m- Jahrgang.

Daube u.Lo.rn Frankfntt a. M., Berlin, Hannover, Pari».

Erscheint täglich außer an Werktagen »ach Sonn- und LLUK ______

Feiertagen. Ouartal-AbomtementS-PreiS bei der Expe- Zt'f |l 1*1111 ria,

dition 2*/t Mk-, bet den Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (exkl. *

L'sLÄ«"' ** Donnerstag, 6. März 1890.