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Köcheuüiche Magen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. Illustriertes Sountagsblatl.

Expedition: Markt 2L Redaktion, Druck und «erlag von Joh. Ang. Koch.

JE 51.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn« und Feiertagen. Ouartal-Abonnementr-PreiS bei der Expe­dition 2*/» MI., bet den Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (exkl. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.

Marburg,

Sonnabend, 1. März 1890.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Vogler in Frankfurt a.M., Eaffel, Magdeburg u. Wien; Rudolf XXV Sloffe m Frankfurt a. M., Berlin,München u. Köln: @.L 44 Daube u. So. in Frankfutt a. M., Berlin, Hannover, Pari».

Bestellungen für den Monat Mär) nehmen auf die vverheffische Leitung mit ihren Gratisbeilagen

Urelsblatt fite dir Ureise Marburg und Uirchhaiu und

Illustriertes Ssvutagsblatl sämtliche Postanstalten, unsere Agentur in Kirchhain, sowie für hiesige Stadt un­sere Expedition entgegen.

Ueuisches Leich.

Berlin, 27. Febr. Der Kaiser verließ heute die Sitzung des Staatsrates um 6 Uhr 40 Minu­ten. ES bestätigt sich, daß im Kultusministerium Verhandlungen stattfinden wegen Einführung einer Prüfung von Chemikern, welche von Staatswegen mit der Untersuchung von Nahrungsmitteln betraut werden sollen. Der Kultusminister hat in der Sür wort auf eine Eingabe, welche der deutsche Chemiker- Verein wegen Einführung einer Staatsprüfung für die technischen Chemiker überhaupt an ihn richtete, aus obige Verhandlungen Bezug genommen und zu­gleich dem Vereine mitgeteilt, daß die Beratungen noch nicht zum Abschlufie gekommen find. In den beteiligten Kreisen besteht nun die Amnahme, daß die Frage der Einführung einer Staatsprüfung für alle technischen Chemiker gleichzeitig geregelt werde. Heute Vormittag 10 Uhr fand im Saale deS Christlichen Vereins junger Männer die Hauptver­sammlung der deutschen Landwirtschaftsgesellschaft statt. Nachdem Landesökonomierat v. Hoppenstedt- Schladen zum Vorsitzenden der Versammlung gewählt (der Präsident der Gesellschaft, Statthalter von Elsaß- Lothringen Fürst von Hohenlohe-Schillingssürst, war auch heute am Erscheinen verhindert), hielt Prof. Dr. Maerker-Halle a. S. den ersten Votrag über neuere Erfahrungen in der Zusammensetzung rentabler Futtermischungen. Wir haben es jetzt mit einem leistungsfähigeren Biehstande zu thun als früher, und es ist deshalb die Frage berechtigt, ob wir Richt für besiere Fütterung des Viehes bei der größe­ren Leistung sorgen muffen. Genügende Versuche liegen in dieser Beziehung noch nicht vor. Der Halberstädter Verein hat solche Fütterungsversuche

(Nachdruck verboten)

Sine vornehme Fran.

Bon Hermann Heiberg.

(Fortsetzung.)

»Wenn? Ttberh S Dieser B'trag steht in gleicher Linie mit allen übrigen I Natürlich! Darüber habe ich Ihnen meine Ansicht bereits wiederholt aus­gesprochen. Ich komme nur auf den Gegenstand zurück, weil die Summe hoch ist, und ich nicht weiß, »6 gegenwärtig schon unsere Mittel reiche».'

»Allerdings, Fran Gräfin, es scheint durchaus ratsam, daß wir warten. Um so mehr möchte ich dies Vorschlägen, weil Umzug und Neueinrichtung viel größere Summen verschlingen werde», als wir in vorläufige Berechunng gezogen habe». Unser Be­stand ist schon gewaltig zusammengeschmolze» ganz gewaltig.'

»Nun wohl! Wir haben aber keine »Schulde»' »ehr? Alles ist sonst bezahlt? Welch ei» Wort!'

»Ganz recht, Frau Gräfin! Indessen'

»Nun?'

.ES wird mir recht schwer ich möchte die Frau Gräfin nicht entmutige», aber ich fürchte, wir be­halten bei weitem nicht die ursprünglich gedachte Summe, aus deren Zinsen wir uns einrichte» müssen. Ich bi» besorgt, Frau Gräfin, und muß deshalb die Frage tu Ihrem Jutereffe nochmals anregen, ob es Richt doch zu Überlegen sein würde, die Vorschüsse des Herrn Baron einstweilen' noch aus fich beruhen }tt lassen.'

Ans Anges Geficht «alte» fich Schrecken »nd Ent­täuschung zugleich. Nach einer kurzen Pause sragte sie, and aus ihrer Frage klang der Zwang hervor, de» fie fich authun wußte:

»Wie hoch beläuft fich doch noch der Be­trag. de» wir Herrn Baron von Deut schulden?'

Tibeth gab Antwort.

»Das ist sehr viel!' hauchte Ange kaum hörbar und starrte äußerst bedrückt vor fich hin.

ongestellt, um die Rentabilitätsfrage zu prüfen. Die von Emil Wolff für die Fütterung aufgestellten Normen sind für Tiere geringer oder mittlerer Leistungsfähigkeit vollkommen am Platze, nicht aber für Tiere höchster Leistungsfähigkeit. Mit diesen müssen wir die intensivste Fütterung vornehmen. Das Futter muß auS den zur Verfügung stehenden eigenen Futtermitteln und aus Kraftfutter zusammen­gesetzt werden. Die ersteren Futtermittel können nun je nach der Düngung des Ackers einen ver­schiedenen Nährwert haben; infolge dessen ist die Zusammensetzung des Futters keineswegs so leicht, wie es scheinen könnte. Man muß die in der eigenen Wirtschaft produzierten Futtermittel analysie­ren lassen, um ihren Nährwert festzustellen und dem entsprechend die Zusammensetzung mit Kraftfutter be­stimmen zu können. Die Wolfs'schen Normen drücken durchaus nicht die höchste Leistungsgrenze aus. 2 Kilo Protein auf 1000 Pfund Lebendgewicht hat fich überall als rentabel erwiesen. Die stickstoff- reicheren Futtermitttl sind in der Wirtschaft leichter zu verwerten, als die stickstoffärmeren. Man kann durch gewisse Mittel den Stickstoff in dem Dünger auf billige Weise festhalten. Pro Hauptgroßvieh wurden täglich 12 Pfg. mehr gewonnen bei stickstoff­ärmerer Fütterung, wo fie unrentabel wird, liegt sehr hoch. Es ist daher nicht so leicht zu besorgen, daß man den Tieren eine zu stickstofffreie Fütterung geben kann. Eine große Rolle spielt bei der Fütte­rung die Art der Darreichung des Futters. In der Schlempe und den Diffustonsrückständen ist zuviel kaltes Wasser enthalten. Ein Uebermaß von kaltem Waffer wird die Produktion ganz bedeutend ernie­drigen. Heißes Waffer scheint dagegen nicht den selben Schaden hervorzubringen wie kaltes Wasser: es scheint bei Darreichung von heißem Waffer sogar eine Steigerung der Milchproduktion einzutreten. Ver­suche in größerem Maßstabe sind hier noch anzustellen. Rittergutsbesitzer v. Arnim-Criewen berichtete darauf über den Arbeitermangel in der Landwirtschaft und die Verwendung von Maschinen. Die Frage des Arbeitermangels wird vom Redner nur gestreift. In den ländlichen Bezirken hat die Arbeiterbevöl­kerung ab- oder nur sehr wenig zugenommen im Gegensatz zu dem rapiden Zunehmen der Arbeiter in den größeren Stadien. Redner ist der Meinung, daß die Maschinen für die Landwirtschaft eine große Bedeutung haben und eine größere Ausdehnung in ihrer Benutzung stattfinden muffe. Die Herstellung landwirtschaftlicher Maschinen hat in den letzten 20 Jahren einen nicht zu leugnenden Aufschwung ge

»Vielleicht der fünfte Teil alles dessen, was Ihnen bleibt, Fran Gräfin.'

»llud wieviel glauben Sie, Ttbeth, daß mir im schlechtesten, allerschlechtesten Falle an Zinsen znr Verfügung stehen werden?'

»Ich erlaubte mir, Frau Gräfin, schon auf der Reise auSeiuauderznsetze», daß bei wirklich ficherei Geldanlage nur auf einen ZtuS von vier Prozent gerechnet werden da s.'

»Und Sie meinen wirklich, daS ursprünglich an­genommene Kapital würde mir nicht einmal werde» ?'

»Ich fürchte, nein, Fran Gräfin. Wenn Baron von Tent bezahlt werden soll, ficher nicht! Die Fran Gräfin können eS fich »ach den vorgelegten Quittungen selbst berechnen.'

Ange konnte eigentlich nicht rechne», aber fie nickte und schwieg.

»Wieviel braucht wohl sonst im Durchschnitt eine gebildete Familie mit fünf Kindern unter bescheidenen Behältnissen, Ttbeth?' hob fie nach einer kleinen Pause wieder an.

Mit der Beantwortung dieser wiederholt gestellten Frage würden alle Hoffnungen falle», die Ange fich oiSher gemacht hatte. Tibeth litt bei diese» Ge- spräche». Vielleicht fühlte er sogar noch tiefer als Ange den SLmerz, die Enttäuschung, obgleich er scheinbar so teilnahmlos die Wahrheit aus Licht zu ziehen bemüht war. Er gewann eS auch nicht übei sich, der mut- und ttostbedürftigeu und mit so guten Vorsätzen ihr uen-S Leben beginnenden Fran den Vorhang ganz hinwegzuziehen. Er umging daher ihre Frage und erwiderte:

»Es kommt ja sehr ans die Stadt an, in die Frau Gräfin ziehen werden, da daS Leben dort teuer oder billig ist. In kleinen Städten gestattet fich alles besser.'

»ES ist wohl fast ein Unterschied nm die Hälfte?' fiel Ange wieder Mut schöpfend und lebhaft ihre eigenen Worte bestättgend, ein.

»Ich «ächte eS glaube», Fran Gräfin.'

nommen; immerhin sind noch verschiedene Mängel zu überwinden. Die Maschinen sind vom Landwirt öfter einer gründlichen Revision zu unterziehen, um kleinere Schäden sofort abstellen zn lassen. Eine falsche Sparsamkeit wirkt äußerst verderblich. Man muß sich auf genügende Ersatzteile einrichten und hat hierbei darauf zu achten, daß diese Teile genau passen. Die Ersatzteile find meist noch viel zu teuer. Die Spezialmaschinen werden meist noch zu klein gewählt. Die Anwendung des Dampfpfluges ist sehr zu empfehlen. Redner erörterte dann noch im einzelnen die Borteile bezw. Nachteile bei der Anwendung der verschiedenen Maschinen im land wirtschaftlichen Betriebe und stellte eine Berechnung darüber auf, was eine jede Maschine dem Landwirt pro Tag kostet, und wie hoch der Vorteil bezw. Nachteil gegenüber der Handarbeit sich stellt. In der Diskussion wird die Aussetzung von Preisen empfohlen zur Herstellung von Mustermaschinen. Ingenieur Eyth machte interessante Mitteilungen Über die große Ausdehnung des Maschinenwesens in Amerika. Oekonomierat Neuhauß - Selchow ermahnte die Versammlung, fich bei Zeiten mit den Maschinen bekannt zu machen. Es werde die Zeit sicher kommen, wo man ihrer dringend bedürfe. Den Schluß der Tagesordnung bildeten Heinere Mitteilungen auS der Versammlung. ES wurde beschlossen, im nächsten Jahre wieder in Berlin eine außerordentliche Versammlung einzuberufen. Den Zeitpunkt soll das Direktorium bestimmen. Der Vorsitzende schloß darauf die Versammlung mit einem dreimaligen Hoch auf den Protettor der D. L-G., Se. Majestät den Kaiser.

Zu der gestern nach den »Hamb. Nachr." gebrachten Nottz über eine Kanzlerkrise schreibt der Hamb. Corresp.': Eine Kanzlerkrisis hat nach gutem Vernehmen ernsthaft niemals bestanden. Fürst Bismarck wollte nur von dem preußischen Minister­präsidium zurücktreten, ein Plan, welcher dicht vor der Ausführung stand. Bereits vorige Woche jedoch entschloß er fich zum Verbleiben in allen Aemiern. Demgegenüber halten aber dieHamb. Nachr.' ihre erste Mitteilung über den beabsichtigt gewesenen Rück­tritt des Fürsten Bismarck auch als Reichskanzler in vollem Umfange aufrecht. Fürst Bismarck beab­sichtigte, so schreiben die Hamb. Nachr. weiter, sowohl vom Minister-Präsidium in Preußen, als auch von der Stelle eines Reichskanzlers zurückzutreten, und hatte die Ausführung dieser Absicht bis nach den Wahlen vertagt. Nachdem die Wahlen so ausge- fallen waren, wie fie es sind, gab er die Absicht,

»Ich weiß nicht, wie ichS richtig mache, Ttb th. Nur so viel ist mir klar, daß ich keine» ruhige» Tag, Mue ruhige Stunde finden werde, so lange ich Schulden habe, so lauge namentlich Sie stockte nub fuhr daun fast herrisch fort: »Wir miiss n H er» von Trut zahlen, was er meinem Gatten ge­borgt hat, sobald die Dinge hier geordnet find: wies auch immer sein mag! Wenn ich weniger besitze, so habe ich doch daS unvergleichliche Bewußtsein, niemandem mehr verpflichtet zu fein!'

Unb nach diesen vorlär fig alle Gegeueinwendnugen abschneibendeu Worten verbeugte fich Tibeth und brachte daS Gespräch wteber auf Umzug unb Wohnort

»Haben Fian Gräfin schon eine Entscheibung ge­troffen? Bleibt es bet Eisenach, wozu der Herr Bürgermeister geraten?'

Ange bestätigte.

»ES würde fich bann wobl empfehen, daß ich zu. nächst dahin abreise, um ein Quartier zu miete», und bann wieder znrückkehre, um hier den Verkauf deS Mobiliars zu beaufsichtigen. Ich weiß nun aber nicht, ob ich der Fran Gräfin Wünsche bezüglich der Wohnung treffen werde. Vielleicht entschließe» Sie fich, die Reise mit mir anzntrete».'

DaS Gespräch wurde unterbrochen, weil die beide» Kaaden herbeigeeilt tarnen, die draußen aus der Straße gespielt hatte». Freds Mienen waren be­troffen, und Beu kam zorngerötet in» Zimmer ge- laufen.

»War ist? WaS habt ihr?' ftagte Ang« besorgt.

»Der der Karl von drüben vom Krämer sagt, daß hob Ben an.

-Wir haben nur gestritten, er stieß zuerst, ich stand Ben bei!' fiel Fred ein.

»Nun?'

»Er sagte mir mären schöne Grafen. Mama bitte nicht mal die Rechnung bezahlt. Sein Vater könnte kein Geld kriege», und die anderen auch nicht*

fich von den inneren Geschäften des Reichs und Preußens zurückzuziehen, auf, ober, wie unser Berliner Korrespondent sich ausdrückte, er vertagte. Retro­spektive Bettachtungen über diese Absichten anzustellen, halten wir für überflüssig und unangebracht. Wir freuen uns der Thatsache, daß der Kanzler uns er­halten bleibt. Alles Andere wird fich finden.

Ausland.

Wien, 27. Febr. Nach Mitteilungen der »Pollt. Korr.' au8 Sofia hat das bulgarische Kabinett keinerlei Beschwerde über den bulgarischen Vertreter in Belgrad Wirtschowitsch seitens der serbischen Regierung erhalten, ebensowenig wird die Abberufung desselben begehrt. Die bulgarische Regierung soll die beabsichtigte Ernennung eines diplomatischen Agenten in Belgrad verschoben haben.

Rom, 27. Febr. Die »Agenzia Stefani' meldet aus Paris: Die italienische Regierung hat der Ernennung Billots zum französischen Botschafter beim Quirinal zugestimmt.

Paris, 27. Febr. Nach dem heute vormittag» stattgehabten Ministerrate empfing der Minister W Aeußern, Spalier, den deutschen Botschafter Grafen Münster und teilte demselben mit, daß die franzö­sische Regierung die mündliche Einladung zur Teil- nähme an der Arbeiterschutz - Konferenz im Prinzipe annehme. Spuller wird die Einladung am Sonn­abend in einer offiziellen Note an den Botschafter Herbette in Erwiderung der schriftlichen Einladung der Reichskanzlei bestätigen und Herbette beauftragen, die Note zur Kenntnis der deutschen Regierung zu bringen und auf Wunsch eine Abschrift zu hinter­lassen. Spuller wird in der Note die Ansichten der französischen Regierung bezüglich der Beteiligung Frankreichs und der durch das Programm ange­regten Fragen auseinandersetzen. Die Konferenz wird voraussichtlich am 15. März c. eröffnet werden. Betreffs der Zahl und der Eigenschaften der Ver­treter Frankreichs werden später nach Verständigung mit anderen Bestimmungen getroffen.

Marburg, 26. Febr. (Bericht über die 2. Generalversammlung der Akademisch - Evangelischen Bereinigung und der Ortsgruppe des Evangelischen Bundes.) Nachdem Herr Landgerichtsrat Gleim die ansehnliche Versammlung mit einer kurzen An­sprache begrüßt hatte, entrollte Herr Sic. Sarde- mann aus Cassel in kurzen Zügen ein Lebensbild des Mannes, dem unser Hessenland so viel zu ver-

Er schimpfte; er brauchte Ausdrücke von un» na, ich Habs ihm aber gegeben!' ergänzte Leu.

Ange sah Tibeth fragend an, und Blässe trat auf chre Wangen. Tibeth verstand und »ahm rasch da»

ist alle» da» letzte schon gestern bezahlt, Fran Gräfin!'

.Ahl' riefen beide »naben zu gleicher Zett, und ihre Blicke flammten. »Den wollen wir» lehren!'

»Nicht so, nicht so, Kinser!' rief Ange angstvoll, suchte fich aber in Gegenwart der Knaben zu faffen. »Laßt den Streit! Geht ruhig Eure» Wege» und weivet die Nachbatkinder. Hört Ihr? Ihr wißt fitzt, daß er die Unuahrheit sprach. Und nun gebt! Ich habe noch mit Tibeth zu sprechen.'

Die Knaben entfernten fich gehorsam, aber noch lebhaft sprechend.

»Er wird Z-it, daß ich fortkomme', rief Ange erregt. »Je eher desto besser; der Boden brennt unter mir. Was die Menschen wohl alle» reden! Wie fie fich mit un» beschäftigen! Schon bet dem (Bebauten daran steigt mir das Blut in die Schläfe». Wann können wir reisen, Tibeth?'

»Heute morgen, Fian Gräfin'

»Gut, also morgen früh 1 Sie werden eine Wohnung wählen und rasch zurück! hren. Wollte Gott, ich säße schon an einem anderen Ort und fände endlich Ruhe und* Ange brach in heftige Thräneu aus.

,E» rot d alles gut werden, Fran Gräfin! Ge­wiß, gewiß! Sie sollten fich durch dergleichen Dinge nicht aufregen lass u!' besänftigte Tibeth, einen tief teilnehmenden Blick auf seine Gebieterin heftend Aach sachte er ihr Ange, nm in diesem za lese», d,ß seine Worte die von ihm gewünschte Wiiknna nicht versehtt hätten. Wirklich stahl fich ein Lächeln nm Ange« Mund; e» war aber ein traurige» Lächeln.

Nennte» Kapitel.

veft den vorerwähnten Ereigniffen war reichlich ein halbe» Jahr »er flössen, al» an eine» wannen