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Jtä 41
Reichstagswahl
Die wenigen Tage bis zur Reichstagswahl werden genügen, daß Jedermann die etwaigen häuslichen und geschäftlichen Hinder-
voch aus der W-lts S-im Pflicht,"die Pflichtigen!der Villa "standen. ^arf^«ng?^eioeu Mck"iu° b*teI£e6te £°" {bm' welcher der Vater meiner Kinder » litelt ihn! Nein, auch die konnte ihn zurückg-laffeue» Blätter. Et?laS de« Ebalt?n £ üf' ben s° »»sagbar liebte, der litt, in f-flelu. Er war ja ein Nichts. Er zweiten beflfBmnbt^ ^al^t; anb bte ^^DVJfier des M Ä Nein. nein, vergess n Sie. war nvr eine Last — »nr ein — I Entsetzens drana-n nnt n» " 016 ’®tlPtnpw desl was ich sagtet Ich sprach irre. Mit meinem ß nen
Elatrefort ließ sich aufs Bett nieder und griff! Die Seelenqaal übermannte ihn; er schluchzt-! Sie zerknitterte bte i w. «. l^e eS »tchtS zu thnu. Ich weiß wie er gelitten
«t zitternde» HSubeu tief unter bte Decke. Bet und erschrak vor ben Tönen, die sich seiner eigeuev spraoa ewvor nnb tief Satum tiLt6”r H°"b' bat. Kein Mensch ist je unter solchenQualen ae- lstser Brweguog setzteu uuerwartet bte Schmerzen Brust entlang«». Er war nur ein Hindernis fürahnend waS voraefallen ^«ÄÄ' k bleich l storbe». keinen Menschen hat eS gegeben ben der
««der an. und wimmernd hielt er inne, «be-bald Anges Glück. Fort denn, je schneller, t.sto bester11 hliebwie anfleSl? fln'her’Ä b" Wona »»d Tod bei Lebzeiten schon so gemartert hat! —"Aber
tist.te er von nenem hin, fand endlich, was er hierlTeutl Tevtt Da kam ihm der Gedanke an ihn.! Tibetbt^Tibetbl« I®“8 »»» werden? Hier, hier st-bts Ein rätkl.
wbnrgeu hielt »vd stellte es ans d.vTisch. ES Welch et» Mensch! Er würde fie nicht berlafft». nnb tanm tttebe^ °bsehärwthafter Satz: Und dennoch ist für Deine ^okanft
»-reu zwei Flaschen mit verschiedene« Inhalt. Nein, sicher utchtt Gat, also sterben - - " !ihres mSof» SS D^u^^rkangen gesorgt. Ange. Ich glaube eS. Dieser Gionbe d-es-
.DteS wird sicher genügen, vw nicht wieder ans- WaS Clairefort »och zu sage« hat, befindet fich seit laugen Jahn? u!d Sie'^wi,^?« V«" ^ Hoffnung erleichtert mir de» Tod. Ich darf nicht
fühlte. Seine Gedanke» flogen hin und her wie! Aber wenn er -»> »Ich! »Irl!, «,,» <« ,I4I CMdLfaSVä**! Ä*. «M! Um meiner armer/stüder"wMeu
-eibstvögrl; ost troteu ihm Thrävev ivS Auge, gelingt, wie jüngst? Er bewegt den Kopf. Wohl Nichtvnloreü durch ll!a?m^' n8 3 Verzeihent flehe ich Sie aut Sprechen Sie?' »tuder wMm lloch einmal schleppte er sich in sein Wohng mack ler wird da« Schriftstück unter sein Kopikisteu llgev,!saßen — ueiu durch dinge sauk iu eine» Stuhl uebeu dem Tische
»ukck, öffnete den Schreibtisch und »ahm AngeS Btld nicht aus deu Tisch. Wacht er abermals auf, daun! sitzt über Mensche» Man I nieder, auf dem Carlos' furchtbares VeimächtntS
hervor. ES war zur Zeit ihrer Verlobung gemalt, bleibt seine Absicht verborge». '' JE der fibntaLft Fe' »eMn st- lag und weinte so tarretbaimenbS h7m
,«<6 wie sü ön, wie schön!- flüsterte der Mann Während er sich au sei» Bett weudet, ziehe» noch worden! 3ft Ä"' e ”‘” °°der» der da- all-S stumm angehött'hatt? ^Td Stehrn
Ub bedeckt- das Glas mit S>ffe». .Und Dich soll -i»w°l die letzten Jahre an ihm vorüb». Wie er «au Achten »o b ? '-"v 3-mm-r dar Herz erbebte. " ’ ’ M
«h verlosten? Und Euch, Such, Ihr süßen Sinderznm erstenmal gespielt und ihn da»» btt Teufel ahnbet eiu Gott ei» so s»ch.u»»abm *2» wie «ls Tibeth aber immer »och nicht antwortete
ES packten ihn Angst nnb Scham, furchtbare l erfaßt hat; wie er vom Glück begünstigt wirb und! dieses? — Wie er Je ab^b»r-S Verbreche» wie I schoß Ange empor: 1 M» ite ,
§E°»-r jagten durch seine Seele. Kalter Schweiß dann doch alle» wieder verliert und immer von!Lebevbiaer iodem » M« tinMmrw Plüd I .Spreche» Eie V* rief sie. Ich fordere eS bet
M d-rvor auf feiner Stirn. Was wurde aus neu.m verlierr! Wie er iuoehalteu will und doch sich Uehtl Mnder reine aral^e »!!»^? i»8 Verderben dem Andenken deS Unglücklichen!'Ich fordere es für
Aen? W-lch ei» erbärmlicher, gew'ffevloser Mensch überredet, er werde deu Verlust zurückeiobeiu, büßen l — WaSbiera?sckebe?Ä/ r"? «", b“füt die Unmündigen! Ich erbitte es —nm meinetwillen
^>r er! Er wollte davor gehen vud nicht einmal für! vdlich — ein Verzweifelter — die größten Summen Ich habe vobl 6<fire5riA,a ^^sgl-iche».! 3bre Stimme versagte tu verzehrendem Schluchze«, h-sNächstliegende, ja vielleicht nicht einmal für s-in .insetzt, »m abermals betröge» ,« werde» und zuletzt sich gegen Meusche? !er^ berschen „O, beruhigen Ste fich, Fr°nGfi° 1'MrL
-ig-ms Totenhemd war gesorgt. sich sogar an fremdem Eigenthnw vergretfl! Das Gfft, Verrat Folter aebör? 9Ä ^,b°" ?°'b' '8 M °»STrbeths Munde. ,Jch 7ill sprechen da
Aber dalt! War da nicht et» Seränsch auf dem Verwöge» seiner Frau, seiuer Staber opfert er auch, lungSweise 'nicht "b-?!loftr «t*!fl4e»6o^b' 16le -8 verlangen, nnb ich schwöre Ihnen bet dem
E-rridor? * noch bem wahnsinnigen Gelüste! Familienvater der ! & I ®i” Gott, au den ich glaube, daß ich unschuldta bin! Ich
Hastig verschloß Clairefort daS Porträt, als setS Die Deck- auf dem kleine» Nachttisch hat fich Kiankbeitgeschlaaru kvi.lt u mlt 3^»der habe in all den Jrhren bm Grafen aug.fleht" von J» «ergehe», eS zu betrachten. Er lauschte Herz- verschoben. Elatrrfort zupft darau. Noch im letzten ohue Not Ergreift L°bnA 0Blafe' »em ouseligen Cptel zu lost u. Ich habe ihm sogar
Nftnb — tastete fich wie et» Dteb an feine eigene Augenblick beherrscht ihn der GewohuhestSdrang der! wagt das l.tzt- Eigeuthum nnb | in bem G-bankeu an Eie nnb die Sinder einmal
r-ür. Aber eS war niStS. O-bunng. | urnieta?? to.tCeB' b‘r »h° ,-<»'» G'winu verheimlicht, bis bi- Not
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Erscheint täglich außer au Werktagen nach Sonn» und « Z~~~~
ttÄSÄÄÄft Marburg,
10 Pfg., Reklamen für Me Zeile Dienstag, 18. Februar 1890. »ÄaSÄ'SiÄ’H XXV. Jahrgang.
____________ Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris'.
Smn, rn welchem dres geschieht, ist ein durchweg l erwägende Klugheit und Vorsicht treten vereint
zustimmender. Man verkennt auf keiner Seite die! imponierend aus diesem in korrektester ^nrm !m^"^ h-rvor, so haben Mir die kommandierenden wohlwollende und menschenfteundliche Absicht des faßten Staatsakte hervor Das Neu^ Wiener I der Nachweisungen zu be-
Monarchen und zollt derselben ebenso lebhafte An-! Tageblatt- hebt hervor der Kaiser 6 .ei|rt$ten/ welchen Vorgesetzten die Verantwortung erkennung, wie dies bei den Kaiserlichen Erlassen Sprache, die von gewiste'nhaster Rücksickt^aus ^° E6elhafter Beausstchtigung trifft und was ihrer- der Fall gewesen ist. Sind es doch unvergäng-1bestehmben Staatse.nrichtE Ik ? ^9-" denselben veranlaßt worben ist. Sie
liche Worte, die unser Kaiser gesprochen! Mächtigen Gefühle der Verantwortung^ reuae die der Kaiser 8°^" das Erforderliche zu der anlasten und
Widerhall werden sie allüberall finden, und mit dem für das Gelingen von Bestrebunaen übe^nnrnm^ h™ kommandierenden Generalen auch die Bemer- Gefühl freudiger Dankbarkeit muß jedermann den «habe, welche eine neugesellschaftliche Ordnuna a» ö» welchen Mir die letzten Nachweisungen Ausführungen d-S Kaiserlichen Herrn beipflichten, bahnen sollten. - ^laß g^ebe« hab«, zugehen zu lasten. Berlin,
St» I ernst und verantwortungsvoll ist die ge- in Worten voll hohen Schwunaes^ voll^ K^aak-N! 0 Februar 1890. Wilhelm. — Im Februar-
tttffe öqClttgt, welche Ute AusübungIstellt- Aufgabe, großartig ist das gesteckte Ziel, aber!und edler, herzensechten Emvsinduna babe d-r KaU-r -k -Deutschen Rundschau" ist ein Artikel seines Wahlrechts und seiner Wahl- der S-g-n des Allmächtigen kann dieser Arbeit! die Aufgaben des Staatsrats ^in ^sein"e^r ^stamche!G^leb^»?^"<?i?"d-w verstorbenen Hfltrfit am 90 Mmtat nttawn- nunn,er f^kn unb fie wird gute Früchte zeitigen, entwickelt. ,ewer Ansprache Gelehr n allerlei Mißliebige Äußerungen über die
PlllUJI am äU. ^evruar entgegen-1 Die Namen der Männer, die Kaiser Wilhelm aus! | ®er®ftItun9 des vatikanischen Archivs in den Mund
stehen. Es tft eme hetltge Pfltcht, den verschiedensten Berussklasten in den Staatsrat Setttlckrs Leick m «»er hoch offiziösen Notiz protestiert die
er will, dieselbe ruhen zu lassen be8 Kaiserlichen Dankes versichert worden sind, lung der Reichsbank-Ante.lseign» auf Mittwochen an^re^eu^^ Sköffnet, wie sie nur in wenig aus ßifetrfimVftrtfetf nhpr dnnen fie auc^ desieuigen der deutschen Nation S März, vormittags 11'/, Ubr beruft de»!anderen europäischen Archive» geübt wird.- Heute
aus ^tetcygu.ttgrett ooer ^ragyeu gewiß sein, und auch d« Kreise, denen m erfteI L^eid)SQ^ietgeI- fX ferner feiL Siaen-^ 'N°rdd. Allg. Ztg.- eine Er-
— das vertragt sich mcht mtt Ehre Linie die Mühen der in den Staatsrat Berufenen über die Eröffnung W StaXli? SS °"^^hener deutscher Gelehrten in Rom, und Gewissen' zu gute kommen sollen, werden sich dem Gefühle Nach Beendigung der Ansprache des Kas-r«^^ daß ihnen von Seiten der Archivverwaltung, an
“ der Anerkennung nicht verschließe» tö»»e». Dem der Reichskanzler: Der Staatsrat wird soLt Ä!, SarbinüI u»d D-nifle
Marburg. 17. Febr. Dem Wunsche dortiger ' lMhrt schon jetzt der heiße Dank seines Befehle Sr. Majestät entsprechen, in seinen Abtei- dern"ta llberalst7r Weise^M ^O °uferlegt s°n-
Landwirte enlsprechend, wurde am Sonnabend in b°' ^*5 den mmgen Wunsch ver- taugen zusammentrete» und von dem Ergebnis seiner dt Materalien und Hulfs-
«oßselden eine Wahlversammlung gehalten, in welcher d«n Monarchen die Herzensfreude ver- Beratungen Meldung machen; ich bitte Se. Majestät Sie betonen iÄbetan^^.^uSung gestellt werden,
der Kandidat der vereinigten Parteien, Herr Geh. °7n de? «-i^/r°ß- Aufgabe glücklich und nach Schluß der Sitzung um huldreiche Genehmigung Xr^ ^tang^
Reg.-Rat Steinmetz, Gelegenheit nahm mit be- d-s Reiches gelöst zu sehe». Das walte zur Vorstellung der Mitglieder des Staatsrate« 5^°^ wird. Die i-tzige
sonderet Rücksicht auf die landwirtschaftlichen Ber- j j. Aus Sa a rb r ü cken wird gemeldet: Kaiser Wilhelm konischen Archivs V
hältniffe zu sprechen. Die Versammlung war von ° begrüßt so ist es mcht minder habe dem Freiherr» von Stumm seinen demnäch- ohneUntersch^ed^derNmi2 ?? &°XHc"9
Landleuten aus Goßfelden Sterrbausen Caldern „ . b^./b^' t,e9t »ns zunächst nur eine I fttgen Besuch tn Neunkirchen suaefaat Der Evchted der Nationalität und der Konsesfion
Sarnau, sowie einigen Herrn auXtier und M°rburg ^b^^ub'r die Auslaffungen der östemichischen soll bei dieser Gelegenheft eine Deputation der fL bnÄ^toS,? be^P^t '
besucht. Lebhaft begrüßt wurde die von einem Bauers^° L l s F°lsendes berichtet kalischen Bergarbeiter anzuhören entschloste» sein - deutschen be8 ** unb beR
wann aus warmem Herzen befürwortete Pflege ber äntarn,F^h,^ bm Besprechung Das Kriegsministerium bringt nachstehende affer» „
Religion und christlichen Gesinnung, es müsie wieder ^ Ansprache dxZ Km,ers Wilhelm an den Staats- höchste Kabinettsordre, betreffend Bestrafungen wegen gestört ^^"breitung unbegründeter Unterstellungen werden wie in alter Zeit, wo die Tagesarbeit mit "L * “n0 m°n daß d.e l Mißhandlung Untergebener, jur Kenntnis ber Armee: I Die frantnfifrfim s t, - Px
dem Borlesen eines Bibelabschnittes begonnen würbe. * 8 » Aufmerksamkeit der Kaiser- Ich habe aus den Mir von den kommandierenden jetzt ber^usftellt S? L (§a6en- toie M
Die Welt sei jetzt voller Unzufriedenheit. Die !8er | uwfchcndem I Generalen eingereichten Nachweisungen über die Be- von Deutschland Suft' an bet
sammlung wurde mit einem Hoch auf Se. Majistät | s w , ftreten des deutschen Kaisers tn l strafung wegen Mißhandlung Untergebener ersehen I her Sb-fiptiprfrr.,« < . , ®°r'fennj jur Beratung unfern verehrten Kaiser Wilhelm II. geschloffen unb I v” R-d-»^^ ohne Zweifel nicht bloß von! daß bi- Bestimmungen der Ordre vom 1. Februar! hat im letzten Minüt-rrm^" ks Spuller
hinterließ bet allen Teilnehmern einen befriedigenden! moraftkch- Laa- d UI ?te f’? tr,e^e u”b |1843 noch nicht durchweg im Geiste aufgefaßt und! daß das franiöfifrbe <nnif s“ fntfd;tebenfle erklärt,
ftnhn.rf moralische Lage der Arbeiter, es wird auch eine gehandhabt werden in d-m fi«. «»LnX. r R französische Volk bet Beteiligung an jener
- *' n l°ngreiche Rückwirkung auf das gesamt- politische In Meiner Armee' soll jedem Soldat- eine'ronf"en.ä »^exflrebe. Die anderen Minister stimmten
»r- ^ben Deutschlands äußern. Die .Preffe" schreibt, liche, gerechte und würdia! Bebanbluna^,t-/s unb man tam überein, Deutschland
Ansprache des Kaisers die Ansprache Sr. Majestät des Kaisers entspreche weil eine^solche di- weftntlichste Grundtal- ditd / dilatorisch- zu behandeln, d. h. die Sache
pr Eröffnung der Sitzungen d-s Staatsrats wird in vollstem Maße ben durch die Kaiserlichen Erlasse um in demselben^ DienstfteudÄit »n? bildet, m der Schwebe zu halten und durch allerlei Vor- »ou der Preffe aller Parteischattierungen gebührender- in ganz Europa rege gemachten hohe» Erwartungen, an den Beruf Liebe nnb Kn \tn9ebun9 »dttbe bie @utf(beibung hinauszuziehen. Das wirst »aßen gewürdigt und mit der der erlauchten Person Hoher, sittlicher Ernst, überzeugende, redliche Ent- gesetzten zu wecken und lu örbe« ‘ ^°^s Licht auf die Gesinnung, von welcher
ihres Urhebers schuldigen Ehrfurcht besprochen. Der schloffenheft, rem menschliches Wohlwollen und Alles von fortgesetzten systematischen Mißhandlung woh^glauben wft'ni""? d^^? d ®Ic^’ (Nachdruck verboten.) I - c “ । ।---------------—- derselbe» tn ihrer
Live vorttrhme /rau«
Bon Hermann Heiberg.
(Fortsetzung.)