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WöchrllÜichc Bküageu: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. — Illustriertes Sountaasblatt.
Expedition: Markt 31. — Redaktion, Druck unb «erlag von Joh. Ang. Koch. ö
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Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. — Ouartal-WonnementS-PreiS bei der Expedition 2*/t Mk., bet den Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (exkl. Bestellgeld). JnsertionSgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.
Marburg,
Mittwoch, 5. Februar 1890.
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blatte«, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Bögler mgranlfurt Laffel Magdeburg u. Wien; Rudolf YYV Stoffe m Frankfutt a. M., Berlin, München u. Köln: ®. 2. AA f' -V U*7rB0”»'
Daube u. So. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
Air Ursache der Ureis Keigerang des Getreides.
Wenn jetzt in der Wahlbewegung wieder die Höhe der Lebensmittelpreise, insbesondere des Brotgetreides, agitatorisch gegen die deutsche Zoll- und Handelspolitik ausgebeutet werden soll, so wird es gut sein, an der Hand der Thatsachen sich klar zu machen, aus welche Ursachen die seit 1887 unbestreitbar eingetretene Steigerung des Preises wichtiger Lebensmittel zurückzusühren ist. Wir wählen zu der Betrachtung das Brotgetreide, weil es an sich unter den nothwendigen Lebensmitteln an Bedeutung in erster Linie steht und bei ihm nicht, wie z. B. bei der Preisentwickelung des Schweinefleisches, besondere ausnahmsweise Umstände mitwirkten.
Die höheren Zollsätze für Getreide gelten vom Ende November 1887 ab ; gleichwohl ist in dem halben Jahre nach deren Einführung eine nennens- wrrthe Erhöhung der Roggenpreise nicht eingetreten. Sie betrugen im Durchschnitt der preußischen Mo narchie im Dezember 1887 für den Doppelzentner 119 Mk., im April 1888 121 Mk. Erst in den Herbstmonaten 1888 stieg der Roggenpreis und zwar auf 159 Mk. im November. Zwischen dem April, wo der Roggen noch 121 Mk. galt, und den Monaten, wo er auf 159 Mk. gestiegen war, liegt aber die Ernte. An Winterroggen ist aber im Jahre 1888 gegen 1887 in Preußen 5366 000 Doppel zentner oder 12 pCt. weniger geerntet, sicher ein Viertel weniger zum Verkauf verfügbar geblieben.
In der ersten Hälfte des Jahres 1889 ist der Roggen preis sodann ziemlich unverändert geblieben. Bon September ab, also wiederum nach der Ernte aber ist er bis jetzt wieder nicht unerheblich gestiegen. Noch sind die Ergebnisse der letzteren nicht definitiv festgestellt; diese Feststellung erfolgt regelmäßig erst im Monat Februar. Aber auf Grund vorläufiger Mitteilung muß wiederum ein Rückgang der Roggen ernte um 4 Millionen Doppelzentner oder um 11 PCt. angenommen werden. Wieder wird in diesem Erntejahre über 40 pCt. weniger als im Erntejahre 1887/88 zum Verkauf übrig bleiben.
Die Entwickelung der Roggenpreise liefert daher folgendes Bild: Nach der Einführung einer Zoll- rrhöhung von 2 Mark auf den Doppelzentner blieben die Roggenpreise ziemlich unverändert, bis die Wirkungen der ungünstigen Ernte von 1888 sich geltend zu machen begannen, stiegen, als der Minderertrag des Roggenbaues sich voll übersehen ließ, sehr erheblich, blieben dann wieder konstant, bis die
(Nachdruck verboten.)
Eine vornehme Fran.
Bon Hermann Herberg. (Fortsetzung.).
Keine Blumen, lebe das Auge erfreuende» Bilder l Ein Hauch von Schwermut lag über dem Zimmer auSgebreitet, und nur allzu deutlich drückt sich in ihnen der Charakter feines Bewohners aus.
Teut wandte sich zurück, und währeud er noch überlegte, ob er wieder nach Haufe gehen oder warten solle, bis die offenbar auf einer Ausfahrt begriffene Familie wieder kommen werde, hörte er Schritte. Er horchte auf und trat einen Augenblick beiseite. ES war Tibeth, der geschäftig aufr Sowie, hier sich nach einem Spielzeug, dort nach einem Kleidungsstück bückte und ordnend die Hand an Tische mb Etüble legte. Ja, Tibeth, Tibeth! S> übernahm die Pflichten Aller.
»Die Herrschaften sind auSgefahreu?' fragt Tertt, nun hervortretend und den Haushofmeister begrüßend.
»Jawohl, Herr Baron, Frau Gräfin wackt Besuche mit den Kindern; der Herr Grat ist schon früher fortgeritten.' Er sprach in seiner gewohnten, ehrerbietigen Weise und schob eine Puppe, die er gerade in der Hand hatte,.verlegen hinter sich.
Terrt nickte und ließ sich nieder. ES kam ihm sehr gelegen, den Vertranten bei Hansel einmal «llein zn treffen, nnb er beschloß, ein Gespräch mit ihm anznknüpfen.
.Sie lange finb Sie eigentlich schon in bei gräflichen Familie, Tibeth?•
.Seit »einem fünfundzw anzigsten Jahre', er- widerte er mit eine» schwermütigen An fing in bei Stimme.
,J» Hause ber Familie Lutin oder bei Elairfort» ?•
.Lei ClatrfortS.'
,Utb Sie hatten nie eine andere Beschäftigung »der Thätigkeit?'
Ernteergebnisse von 1889 Vorlagen und stiegen, als deren ungünstiger Ausfall zu übersehen war, auf ihren jetzigen Stand. So ist klar, daß nicht sowohl in der Zollpolitik, sondern in den noch einander folgenden ungünstigen Roggenernten der heutige Stand der Roggenpreise feine Ursache hat.
Berlin, 3. Febr. Die „Nordd. Allg. Ztg.' schreibt: An den Wechsel im Ministerium für Handel und Gewerbe knüpfen die Blätter vielfach Konjekturen und Vermutungen, welche jeder Grundlage entbehren. Die Wahrheit ist, daß Fürst Bismarck feit Jahr und Tag das Bedürfnis gehabt hat, seinen Wirkungskreis- einzuschränken. Um diesem Bedürfnisse Rechnung zu tragen, hat er zunächst versucht, die Möglichkeit zu gewinnen, in den Kolonialsachen verantwortlich vertreten zu werden, weil bereit Umfang in den letzten Jahren über das ursprüngliche Programm hinausgegangen ist. Eine solche Vertretung würde aber nur durch die Herstellung eines nach den Grundsätzen des Stellver- tretungsgesetzes selbständigen Kolonialamtes zu erlangen sein und ist also heute noch nicht erreichbar. Um so näher mußte dem Fürsten der Gedanke treten, die Entbindung von dem Posten eines Ministers für Handel und Gewerbe nachzusuchen, nachdem die Aufgaben desselben durch die Streikbewegungen des vorigen Sommers und durch die sich an deren Behandlung knüpfenden Fragen einen Umfang erreicht haben, bei welchem der Fürst nicht glaubte, dieser Behörde ferner, wie bisher im Nebenamte vorstehen zu können. Fürst Bismarck hat daher sofort am Tage feiner Rückkehr hierher bei der ersten Audienz Se. Majestät den Kaiser gebeten, den Kreis seiner Thätigkeit durch Wiederbesetzung des Handelsministeriums mit einem selbständigen Chef einzu schränken und für dieses Amt in liebereinstimmung mit dem Staatsministerium den Freiherrn v. Ber lepsch empfohlen. Die Motive dieses Wechsels sind also sehr einfache und natürliche. Das Slaats- ministerium hat die Frage einer Erweiterung des Wirkungskreises des Gewerbeministeriums bei Sr. Majestät bereits angeregt, und auch abgesehen hiervon sind die Ausgaben dieses Ministeriums infolge der die Zeit bewegenden Fragen neuerdings in dem Maße angewachsen, daß ihre Lösung nicht mehr tm Nebenamte, sondern nur durch eine selbständige und von anderen Geschäften nicht beanspruchte Arbeits kraft erfolgen kann; lediglich deshalb ist die Be rufung eines besonderen Ministers für Handel und
«Doch. Herr Baton!*
»Unb welche?'
.3» wollte mich ursprünglich de» Kaufmanns- stände widmen.'
.So so! Hatten Ihre Eltern schon Beziehungen zn der Familie?'
»Net», Herr Baron.'
»Sie find wohl schon ei« guter Vierziger, Tibeth?'
.Ja, Herr Baron.'
Nein — ja, Herr Baton. Auch im Verfolg bei Be'prächel gab er solche einsilbigen Antworten. Di, sei Mensch sprach nur, wenn wau .ihn fragte, uno bann lebiglich dal Notwevbigste. Te'nt beschloß, S anders avzufaugen, und indem er in bekannter Weise die Etiefelhacken zusawwenschlug und den Schnurrbart drehte, sagte er »ü starker Betonung:
.Tibeth!'
.Herr Baron!' *
.3» weiß, daß Sie eine große Anhänglichkeit an d'N Herrn Giafeu und besonders auch an die Frau Gräfin hab.n. Sie wissen zugleich, daß ich ein auf. richtiger Freund der Familie bin. Nicht wahr, Sie glaube» doS?'
Statt zu antworten, sah Tibeth den Rittmeister einen Augenblick mü höchster Befremdung an. »Ja, ich verehre die Frau Gräfin wie niemanden sonst.' Die j fette Frage überging er.
.Gut. So dachte ich. Aber zu mir habe» Sie wenig Vertrauen, T'betb, nicht wahr?* läch.lte Teut.
.Ich v rstkhe nicht, H rr Baron.« Tibeth schlug verlegen die Augen zu Boden.
„Sie verstehe» recht gut. Sprechen wir einmal offen mit einander.«
Tibeth stand noch immer mit der Puppe in ber Hand, die wie gelähmt Arme und Beine hänge» ließ. Benn man diesen große», hagere», ernsthaft drein- schauenden Man» tu ber dunkle» Kleidung so ba> stehen sah, m»ßte man »»willkürlich lächeln.
Ml Teut bk letzte» Bork sprach, überfiel
Gewerbe bei dem Kaiser beantragt worden. — Die »Nordd. Allg. Ztg.' veröffentlicht das Schreiben eines Deutschen aus China, welcher 1000 Mark für die Wahlen zu gunsten des Kartells übersendet. — Der „Reichs-Anz.' stellt zur Beruhigung des Publikums fest, daß die unter den Rindvieh- beständen zweier Gehöfte zu Fischlaken (Kr. Esten) vorgekommenen Erkrankungen und Todesfälle durch Fütterung mit verdorbener Schlempe verursacht seien; jeder Verdacht sei zweifellos ausgeschlossen, daß die Rinderpest vor liege. — Die „Nordd. Allg. Ztg " wendet sich gegen die Broschüre des Obersten Stoffel und erklärt besten Wiedergabe angeblicher Unterhaltungen mit Bismarck im Jahre 1868 in allen Teilen für unrichtig. Der Kronprinz Friedrich Wilhelm habe in Nikols bürg das Verlangen Bismarcks nach Frieden mit seinem ganzen Gewicht unb im Widerspruch mit anderen Ratgebern dem Könige gegenüber unterstützt. Wenn Stoffel die härteren Friebensbedingungen, bie 1870 Frankreich auferlegt würben, als einen Fehler bezeichne, so übersehe er, daß bie Schonung Frankreichs nichts genutzt hätte, welches Jahrhunderte lang Deutschland ruchlos angegriffen habe. ES sei nicht wahrscheinlich, daß Frankreichs Nachbarn in kommenden Jahrhunderten mehr Ruhe vor seinen Angriffen haben werden, als in vergangenen. Daher mußten wir uns militärisch sicher stellen, unsere Grenzen bis an die Vogesen vorschieben, weniger zur Deckung Berlins als Süddeutschlands.
Ausland.
Prag, 2. Febr. Die für heute anberaumte Parteiversammlung ber Jungczechen behufs Beschluß fastung über die Ausgleichsvereinbarungen ist aus vierzehn Tage verschoben worden.
Rom, 2. Febr. Die „Agencia Stefani' meldet aus Maffaua: General Orero ist nach glücklicher Beendigung seines Rckognoscirungsrnarsches nach Adua wieder auf bas jenseitige Ufer des Mareb- flustes zurückgekehrt. Die italienischen Truppen haben den besten Eindruck in Adua Hinterlasten, die Bevölkerung unb ber Klerus Abua's gaben benselben roch eine Strecke weit bas Geleit. — Die „Riforma* wiberspricht ber Behauptung ber „Moskowskija Wie- domisti", daß ber russische Botschafter am Quiiinal gegen ben italienisch - abeffynischen Vertrag protestirt habe, sowie baß bie Bestimmung bei Vertrages, welche die Vertretung Abefsyniens Italien überträgt, vom König Mevelik noch nicht ratifizirt sei.
Paris, 2. Febr. Der Ingenieur Decauville,
Tibeth — man sah el bentlich — et» starkes Unbehagen. Da»» aber malte sich eine gewisse Abwehr, ja Trotz in feinen Mienen.
»Also, Tibeth", fahr Teut rmbt kümmert fort, „ohne Umschweife! Hier tm Hause ist nicht alle! wie el sei» soll. Die Gräfin weiß tetne Wirtschaft I» führe», nnb der Graf leidet darunter — nickt nur in seiner Schatulle. Eie wisse» dal alles. Das muß anders werden. Beide wünsche» el auch, aber die Gräfin versteht el nicht zu ändern, und den Grafen halten andere Gründe zniück. Ich möchte beizeiten etwas verhindern, mal sonst unabänderlich scheint. Wollen Sie mir helfen?"
..Ich?' fragte Tibeth kurz, starrköpfig nnb fast aal bet Rolle bei Untergebenen fall« uv. „Ich bin et» Diener! Wie bürste ich el wagen, mich in die Angelegenheiten meiner Herrschaft zu mischen?«
..Sie find kein Diener hier im Hause, sonder» ein Freund, zudem ein br-ver, ehrlicher Mann, Tibeth. B »spreche» Sie mir nm bet Freundschaft willen, die Sie für die Familie hege», meta treuer Verbündeter zu werbe»!«
Einige Augenblicke staub Tibeth unbeweglich, bie Puppe war sitzt so tief herabgesunfeu. baß bie kleinen lackl.berueu Schuhe mit Kreuzbänder» fast de» Fuß, bebe» berührten. Endlich sagte er dal Haupt be- wegend:
..H»r Baron, ich will el mir überlegen. Ich baofe Ihnen für Ihre gute Meinung. Gestatten Sie mir tat» ssin sitzt — Ah, da kommen bte Herr, schäften bereits!"
Unb offenbar erleichtert nnb mit einer em. schuldigenden Verbeugung eilte er an! Fenster, guckte rasch hier- nnb dorthin nnb entfernte sich endlich, allerlei Sachen unter ben Arm roffenb.
T nt sah nach ber Uhr. 61 war Tischzeit ge- worbe» vnd für feine Absichten somit z» spät. Währeub er »och zauberte, trat Elairefort in btn Salon, blickte überrascht ans, all er Teut in dem
gemäßigter Republikaner, ist heute zum Senator für das Departement Seine et Oise mit 688 Stimmen gegen 609, welche auf den Radikalen-Goudchanx fielen, gewählt worden.
London, 3. Febr. Parnell ließ feine» Ehren- kränknngs - Prozeß gegen die »Times' fallen unb nahm eine Entschädigung von 6000 Psmd an. Er Hütte von der »Times" zuerst hunderttausend Pfund verlangt.
Konstantinopel, 3. Febr. Die Athener Meldung, wonach eine allgemeine Erhebung der Landbevölkerung Kretas zu befürchten sei und die Moha- rnedaner deshalb in die Festungen flüchteten, wird von autorifirter Seite als absolut unbegründet be- zeichnet.
Kairo, 3. Febr. Das Bureau Reuter meldet: Die deutsche Kolonie empfing ein Telegramm Wiß- mann's, wonach es Emin Pascha viel bester gehe. Er werde das Hospital verlassen und wahrscheinlich im März absegeln.
ätßtn=Maffa».
Marburg, 4. Febr. In derJanuar sitzung des hiesigen Geschichts - Vereins kamen drei neue Arbeiten unseres Stadthistorikers Dr. W Bücking durch Herrn Obristleutnant ti. 8 enger le zur Verlesung. Der erste behandelte den Ort, wo die heilige Elisabeth zuletzt in Marburg gewohnt, wie sie gestorben und begraben ist- Herr Dr. Bücking vertritt die Ansicht, daß sie ein eigenes Haus bewohnte, welches auf der Nordfeite des von ihr erbauten St. Franziskus- Hospitals läng! des Lahnarms stand. In diesem Hanse starb sie auch und wurde von da in der Kapelle des Franzisftishospitals begraben. Herr Dr. Bücking stützt sich auf den Bericht Konrads von Marburg an den Papst Gregor IX, auf Dietrich von Apolda und auf Urkunden. Der zweite Vortrag betraf den Grabstein der heiligen Elisabeth in ber Elisabethkirche. Hiernach ist die blaue Schieferplatte, welche jetzt die Stufe des Aufgangs zu dem in der Elisabethkirche befindlichen Hochaltar bildet ein Teil des ursprünglichen Grabsteins der heiligen Elisabeth, welcher einst mit einer Metalltaiel versehen war, welche solvente Inschrift hatte: Hic jacet Elisabeth, si benefecit, habet. (Hier liegt Elisabeth, war sie Gutes ge- than, hat sie). Der dritte Aufsatz behandelte den Mordplatz Konrads von Marburg und über bie barauf errichtete Kapelle bei denKapellhöfen,unweitBeltershausen.
Stuhl sitzend fand nnb sagte gezwungen, Ulld ziemlich förmlich auf ihn znschreitend:
»Ah, ich glaubte Sie erft heute abend ermatten »u dürfen 1 Aber, wenn el Ihnen gefällig ist — zu- gleich meinen Dank für Ihre Artigkeit. Ich wäre natürlich zn Ihnen —"
„Bitte, Bitte!" erwiderte Tut in seiner kn-zen Weise. „Ich btn ja Ihr täglicher Gast! W sh Ab wollten Sie sich zu mir bemühen? Ich stehe also ganz }» Ihrer Vrfügnug."
Bei diesen Worten that er einige Schritte, nm Elairefort zu folgen. Aber zu gleicher Z it öffnete sich abermals die Thür, und Ange, in einem reizenden Promenadeukoftüm, dal goldene Haar rückwä tl tn zwei nachlässige Knoten geschlungen, die Wangen von der kalten Saft sanft getötet, dal Gefickt um- rahmt von einem kleinen, rofafetbenen Hütchen, trat rasch nnb lebhaft in! Zimmer. Ihr folgte die Sckar ihrer Engel, etnl schöner, graziöser nnb vornehmer all bal andere. In der Thal et» entzückender Anblick!
D 1 Grasen nicht achtend, ganz beschäftigt mit dem Bilde, dal sich ihm bot, eilte T>nt ihr entgegen, und sie begrüßten sich mit einer Heiziichk.it, all ob sie eine lange Zeit getrennt gewes » wären.
Aber in demselben Augenblick, nnb während die Kinder Teut jubelnd umringten, veränderten sich Angel Zage nnb erhielten einen furchtsamen Aul ruck.
Da stund ber Graf, finster, bleich, nnb b ß sich auf bte Lppen. Da staub er, bet Herr btl Hauf.l, dem sich weder Frau noch Kinder näherten. Aber alle umringten ibn — ihn, den Hausfreund, dem auch er sein größte! V.-rtrauen geschenkt, und den er koch ta diesem Augenblick mehr haßte all b.u Tod. , -'Wartet mit dem Eff n!" befahl Elairefort, feinen Unmut schlecht verbergend, »nt forderte T ut durch ttae 8emegn»a auf, ihm zu folge». Letzterer sah »och Angel erbleichendes Gesicht nnb warf ihr etaen beruhigenden Blick zu. Dan» sch oß sich hinter beide» Männer» bk Thür.