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Für die Monate Februar und Mär, nehmen alle Postanstalten Bestellungen auf die
Overhesfische Zeitung mit ihren Gratisbeilagen Ureisblatt
üt die Urr!ke Marburg «u- Kirchhaiv und
IltttKrierteo Sottntagsbiatt an. In Kirchhain nimmt unsere Ägentur [Herr Buchbinder Rindt) und für hiesic Stadt unsere Expedition Bestellungen entgegen.
In Kirchhain, wie hier erhalten neu-
zugehen'oe Besteller das Blatt vom Tage Bestellung bis zum 1. Februar gratis.
Im Feuilleton beginnt demnächst hoch interessante Roman:
„Eine vouehme franu
von Hermann Heiderg.
.uw« vt» lunTjtgnnn yaprpunoen».
xr vor seinem Schreibtisch band, und stäubte btt §"cher und die vielen kleinen N'ppesgegenstäude ab. ««bet rauchte er, erhob sich wohl einmal, griff sich jj-e »m einen Schmerz zn bannen, an den Kopf, N°ute in den blühenden ©arten und grübelte weiter ltwas, war keiner zu ergründen vermochte.
aber Ernst Ttdeth, der HanShofmeister, sorgte ,.w„..r dafür. Dieser Haushofmeister war ein Muster n Lon-1 seiner Gattung. So unruhig und wenig nmfichtig so nugleich und lebendig die Giöfin, ebenso ernst besonnen und zuverlässtg war Tibeth, ein Mann voll
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bl m. t, ca. Jahr i, oer- [665 tzlar. n der sie ein 6M. bittet nfleben 11.
. K9m. nmmt en»se9tn bie Expedition d. Blattes,
ernte b'-Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Vogl«
Donnerstag, 30 Januar 1890. S.RSS'.tÄÄ'M XXV. Jahrgang.
Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover. Bari«.
Erscheint täglich auß« an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. — Ouattal-MonnemeutS-PreiS bei der Expeditton 2‘/t Mk., bet den Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (ejtt Bestellgeld). Jnferttonsgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.
b i 'hm? Ec ^legte Rechnunge^'vo/,' holte^fich vo^Tent hnbet^ard Sorn^bH h 1bort Ia«‘n auf Divan un^Stühlen Ballkleider und Weisungen, empfing oder brachte G-ld, und mußte hofft dast er einst^ein ^Ott“k9“^ "»d! Spitzenröcke. Wenige Minuten hatten binaereto?
auch wohl Briefe schreiben, Telegramme besorgen M' und Anlass Ä'. A'L" tn d-« GarderobenschrLukeu ebne heillose N
und Gänge machen über die er nie ausknnft g°ab. Leu wird.- «ö-igss-ldat wirruug anzurichten, aber immer imar bte eteE
Sibetb war alle« in allem, auch bei dem Grafen,! AlS die« bekannt tnnrh* t-t. a^. & —... !hafte, nuruhtge und derZeiteinteiluna spottende %mn
und nkmiitam btgtgnäi Mein fo dWch mk fanem n,m„ «batoto.f I.WS $5 J!“ ®U‘ t?. *J'“ ®tfdnl«nug «lag, S. JÄ Un» -----w« M. b« 8™«” .1« »„o.,.1’.“8 ““ **• “ “Wey fctaXÄ s”f Sttb«
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daß dieser allem Familieuvetkebr abholde, unr seinem erfabrem UtD””6, ®te P« habe, macht vornehmen Linien zu malen ? V ” ““ ’t n<n Dienst, d»m Pferdesport, der Jagd und Gelaneu ae. I v I Bei der Hast, mit der Hnae teihft
neigte, keineswegs wehr Jnnae Mann das HauS des »ittt^iS« ?nd^»?er ?ollttte "der ihre Umgebung auw^eSb Stete!
Grafen ausgesucht hatte. Ange war dazu bie Ber- .Rittmeister und EskadionSchef. sich ihre Wangen. die feinen 9l”fenflüge?'ilttertei?
anlaffnng gewesen. Bei einem Mittagessen, das der »eim Ober« war , «”b ihre Kinderhände zupften, zerrten und
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fesielte ihn in solchem Maße, baß er beim Nachhause- $a8 lännte Klairtfm? fe$ ihm 5«! S?*01 !§"»««». WShrenb ihr Haar geflochten ward säst fie vor geben geaen seine Umgebung in die Sorte an8 o8ntirba8S 5raalein b,m Trumeau, öffnete den Mund betrachtete «tt
Kavalier vom Scheitel bis zur Sohle. Sein Reich- kl^ste n!flebnIbfa7« M, g-£,f S«»d schienen Füßchen/ die einem Kinde anzuaeböSü thum erlaubte idm die ausübnng der kostspieligsten!^ ß[ei* nrL* HjreB Simmet8. schienen, und die nnn von der Snnafer mit seiden!»
Liebhabereien. Zu ihnen gehörten, wie eÄt,E gtei?f^^tVf^ 66^n bekleidet wnrben" f<tbm”
ollem Jagd und Pferde. Hab der Umstand genügte Iihrem Hauskleid and a ^"«/»blick aus Als Auge endlich in daS kostbare, pfirfich.farbene
allein schon, sich Auge Clairefort zu uäberu. ® ff nnb er'^rnf,""7^- »leid eiugespaunt war, als fie durch das Zimm«
Oft schlug er btn Menschen eine Kleinigkeit ab anf einen AnaenUick do« fffitn F’T’m“ bötte, schritt, und die einer Königin würdige Sch'epp?bint«
und bann wieder, wenn ihn Laune oder Herzens-1 >« «vn mit ,!» » « Köpfchen durch die Thür, I ihr herrauschte, als alle die Perlen und Dtem»»/.»
br««g hkh«, er g.o8, enmmS/s, tl“'" *“ «««- i» l« »■<» 6.« mb «. tbr *»n(“ bk
leite er einmal einem Kellner im Kasino, der sich! _ |agraffen an dem Stoffe b-festiat waren fnh.«
elbftändia machen nud heiraten wollte ein ntot I m«** 8 ®eWf® 8nge ihre Toilette I Dienerinnen mit einem Blick her ».«„Ä ,
unbedeutend.s Kapital dailehuSweise überlaffeu, und Durcheinander»^d Ä « »?!d ?6fM6en , nnb«-?nten bo8 K°»stwerk, das unt-r ibre»Hä!d?u^eotkande»8««^ •n b«r -Ist- Beta« ffieltbStget «rfdrt«,, ,,b “fflS b„i,,„.’'ÄS,Ä »“»«'«■ g«--ss Sitz!btaN„?E"L
.h- «P-„- «tatab. fambte ib. b«.|‘RjÄStabSÄÄ« JES|
»geborener Würde und höflicher Zuvorkommenheit.
.Tibeth, bester, goldener Tibeih, was beginnen Ar? Eben haben sich zehn Personen angesagtl Die Uhr ist zwei! Um fünf wollen wir speisen l*
,ES wird alles nach Ihren Wünschen bereit sein «kau Gräfin*, erwidert Tibeth, nerbengt sich nud *ht feinet Arbeit nach.
Und wenn Tibeth das sagt, bann kann wohl die «elt einstürzen, aber wenn fie nicht eirstürzt, ist --T bie Minute da, wie er versprochen.
Seltsamerweise bekümmerte fich der Graf nicht JJ® daS Hans, wenig auch nm die Kinder, ebenso- »tsig nm seine schöne Ange. Man fragte fich oft, c il k tb” kigentlich beschäftige, wofür er fich eigentlich -tttefflere, welche Gedanken hinter seiner hohen p"1® aus- und abwanfcetu möchten. Niemand mußt IqL ,^°uf eine zutreffende Antwort zu geben. ES blieb K S® avßer seiner dienstlichen Beschäftigung noch viel ‘ 3*i Zett, ober man sand ihn weder häufig lesend
7$ schreibend. Er saß meistens zmückgelehnt iv
alten Eibstnhl des fünfzehnten Jahrhunderts.
setzeniwürfe enthielten, haben zwei die Zustimmung I seierlichkeiten in Athen soll her m-ri»»«-»,- r . ■ «. .
des Reichstages erhalten, zwei Wurden zurückgezogen, zwischen den deutschen und den däni chenlvrafistäten dreister" Ebr'lickke? 3cit °»ch mehrfach mit einer wurde durch Uebergang zur Tagesordnung er- von einer Wärme und Bertraulickket nem/f,„ gegeben; nur die Freisinnigen
l°digt.. Di- Kommrsfionen haben zwölf schriftliche die manchem den vertuschen. Es
und fünf mündliche Berichte erstattet. Bon den leicht auch diese Hochzeit Mio so oi-s/ vreses Gebahren der Fortschrittspartei
eingegangenen 1798 Petitionen wurden 33 dem bürgerlichen Lebest mit' einer Berlob!na ^ndio!« hinsichtlich ihres Scharfblicks oder
Reichskanzler überwiesen, 194 durch Reichs tags-Bewerbe. Es .sta!ch betanntbnfih,rt„t9to,@^ Verstauen zu erwecken. Der Be-
schlüsie für erledigt erklärt, 182 burd) Ue6ergon9 b« bäni Ä JÄüJ? be„ ^ldemokrattschen Abgeordneten Z
M Tagesordnung beschieden, 72 für nicht jnr^ aefproj?bat, an btm^9MBm en tn? " °llen Punften mit den freisinnige« Kund-
örterung im Plenum geeignet erachtet; 17 Petitionen zu Fredensborg einmal für ettttgeAqe leUzunehmen d!nn"d7s “iS?? brt Bergarbeiter zusammen; wurden zurückgezogen, 1300 sind durch den Schluß Für diesen Sommer ist bag^arentiaar beftimmd bnne? ? ,/®oIßblat" mohbiert benfelben wie folgt: der Session nicht mehr zur Beratung in der Kom- wieder auf dem s«ländischen La!b ssMoü » Tr £ r gegenwärtigen Umständen ist an die Mission gelangt. I warten; bi§6er fam be! ^ mIr ?!!?! JiJ I ?Zd,9h^. e«,e8 erfolgreichen Streiks nicht zn
— Ueber die gegenwärtigen Beziehungen zwischen bei seinem letzten Aufenthalte versprach er abe?° da büro fie®ergaibetter haben keine Fonds, von den Höfen von Berlm und Kopenhagen schreibt seine Schwiegereltern .nun ÄJ 5 ni»? "7 -«ige Wochen erhalten
man der .Nord. Korr." auS Kopenhagener Hof-!und seine Gemahlin nichts mehr riehen oi» knS c>„ |Id”nten’ Unterstützung von den deutschen Arbeitern kreisen: Kaiser Wilhelm hat dem dänischen Königs- sammenleben mit ihren dänische« fflfe'™ i;* 8 I an?!rer Branchen ist in nennenswertem Betrage ----- Re-j-h- ,«i »u„b«OTa^ g«,.t«ikk e,„„„ L ”„Äd,Ä ?„286f2,, ,,a ”'?*?“ i™“*"' v/. Stet d--
Porzellanvasen zum Geschenke gemacht. Seit 1864 Lu machen. Wenn man nun bemerlt bo? hoü!mh^"' b<et voraussichtlich (!) zu erregten Szenen ist es das erstemal, daß die dänischen Majestäten Kaiser Wilhelm schon lange nach einem 'unae^ be^TOiStL $um Einschreiten
durch eine so interne Aufmerksamkeit von feiten des I zwunqenen Verkehre mit hem Qftren e.r,, r.h^ul • ^I t aLS..Je6en würde, Ware für gewiffe Leute
preußischen Hofes erfreut wurde«. Das Geschenk hindräng^ dim er bisher n!r^zwe7m!l 2rwo? /
•»**.«*» U«4*.ÄSfffiiteL«”®a»L3» ;enau dem- doppelt freudige Ueberraschung. Die Basen, die in es gor nicht unwahrscheinlich dast Kaiser Wilhelm!!!!^ Sinne warnen schon seit einigen Tagen die
der Höhe einige Meter meffen, stammen aus der im nächÜen Z’t 1 Kaiser Wilhelm freisinnigen Blätter die Bergarbeiter, für iefet-
königlichen Manufaktur zu Berlin und können in auf Fredensborg zubringen wird unnal bie'öernne! 3U spannen. In genau
technischer wie auch in künstlerischer Hinsicht Meister- Hoftrauer ibn^herhinhem demselben Smne schreibt auch die „Station“: Unter
stücke deutschen Kunstsinnes genannt , werden. Der l Jagden teilzunehmen und aJh ’w! ! d'esen Umständen verlangt die allgemeine politische
König von Dänemark, der ein großer Porzellan- den russischen Manövern mit Reckt herwE-'?^. ^l^9^ höchste Besonnenheit von der bergmännischen freund ist dankte,dem deutschen Gesandten, der das Von ffm äStZ «±t Ä ' neue Streiks aus"
beschenk den Majestäten überreichen ließ, in herz-1 Beschluß eines Verlöbniffes zwücken dem ®rhh!iMi!n o diese nicht allein die Entscheidung über lichft-- Weik. Uebeihllupt find di- B-i-hu»«-» Lhaftta» md d-- L»d htag,,.
zwischen Berlin und Kopenhagen seit dem Regierungs-! im vergangenen Jahre versönlick und zum Teil auch über den Ausfall der
A-I-Itt b« jungen StaifaB d,e d-»Id-- W “Ä S .1, .ü ,^52 "»d R->ch->°--w°ft.....M-, di- -« Mstm
g-wn-d-n. I» «-- d-nüch-n P-q,- ist -« wmi9 F ^Vte? 8ni*™<fcW £< ’W.“*3 »“««*«« R-chd-n« 'bä ta
h-i»»,g,h»b-n rnotben. d-i b-i dä Bch-ita-g d« z-,istn- und B----rdä^i--i, jch-iM'di- - 3d!^il®”S”« «” «itdufim juchen, Kaiserin Augusta der einzige ausländische Repräsen-1 „Die sozialdemokratischen Aboeorhn-t-n ' I b den Kortellparteien auch nicht der geringste
tont von fürstlichem Blut der dänische Kronprinz! äußerlich wenigstens__ in den - 18reifbare Vorwand zu ihren Deklamationen gegen
war, der sofort beim Eintreffen der Todesnachrichi ab Wie das Orao» hJ nift", Bergarbeiterkreisen I das rote Gespenst geboten wird.“ Wie doch dte seine Abreise nach Berlin beschloß, obschon seine liner Bolksblatt“ Vernimmt Wahlangst die Freisinnigen und Sozialdemokraten
G-m-hlin di, -°---«chst- z-L-ft -in,» U «L S,Zn«™ b.to.iE, Tr“ ™i8“„i«f«=m.,bti.gl! »s- b,” IS
di,.n EätzniS -nig-g-nM Di- g-g-nj-Mg- .,»> jh-., Ei-Ai. I-w-ii si- Msttatai'^v«i-b-»«n L"dk «'"-«»»- b-fti-bi
wttkiamkeit und Herzlichkeit, mit welcher die beiden mit Bergarbeiterkreisen habest dabin ?^5pat et 00 «ne „gesetzliche“, Harm,
.pöfe nunmehr verkehren, lasten in Kopenhagen den! machen daß der Ausdruck ein.« lose Gesellschaft hinzustellen, die dem „roten Gespenst"
Gedanken, daß Prinz Christian, der älteste ©0^Ito.rb unb ba6 bie aÄ X m f Ifer,Ltoie mÖ9^ st-ht-' Welches aber ist denn
des Kronprinzen, der ausersehene Gemahl der Prin-! bestehen die unter hm ^orbaungen I boS „Endziel“ ber Sozialdemokratie, mit dem die
jeffin Margareihe von Preußen sei, nicht zur Ruhe undurchführbar sind Wi? ^aben in" Metern % n*^ '^verstanden erklären, und
kommen. Der Prinz ist zwar noch sehr jung, aber I fcfalufi einneues unnnterSL A ». ?te,em SeTon bem ber Abgeordnete Liebknecht sagte es müsse
doch nickt sehr viel jünger, als sein Vetter, der |baJ ben unMuntcr Umständen erreicht merben auf bluttaem
Kronprinz Constantin von Griechenland, der Gemahl ben Bergarbetterstreiks nack^sst'^Dte^°« w" °der unblutigem Wege? Mögen barum die Ber^
-eMsches Reich.
Berlm, 28. Jan. Hiesige Abendblätter melden: 5kach einer soeben aus Sansibar hier in privaten Kreisen eingetroffenen telegraphischen Meldung des Majors Wißmann besetzte derselbe die Plantage Lewa in der Nähe des PanganistusteS in der Provinz llsambara wieder ; die Plantage erfreute fich eines ausgedehnten Betriebes, bis der arabische Aufstand die Plantage mit allen Anlagen zerstörte. — Die eben beendete Tagung des Reichstages hat vom 22. Oktober v. I. bis zum 25. Januar gewährt. In dieser Zeit haben 52 Plenarsitzungen, 82 Sitzungen ber Abteilungen und 65 Kommissionssitzungen statt- gefunben. Die verbündeten Regierungen haben neun Gesetzentwürfe eingebracht, drei allgemeine Rechnungen und eine Uebersicht über Einnahmen und Ausgaben für 1888—89, zwei Anträge und zwölf Denkschriften vorgelegt. Die Zustimmung des Reichstages haben acht Gesttzentwürfe gesunden; ein Gesetzentwurf, ber des Sozialistengesetzes, wurde abgelehnt. Aus der Mitte des Reichstages wurden siebzehn Gesetzentwürfe und neun Anträge eingebracht, Von denen fünf angenommen und zwei abgelehnt Wurden, einer wurde zurückgezogen, neun blieben ^erledigt. Von ben Anträgen, welche nicht Ge-
(Rochdruck verboten.)
Eine vornehme Fra«.
Bon Hermann Heiberg. (Fortsetzung.)
In der Villa vollzog fiq alles wie durch Zanber- haod geschaffen, und doch war Auge dte denkbar schlechteste Hausfrau.