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der
der
Verbote«.)
(Nachdruck
Ei«r vornehme Fra«. Bon Hermann Heiberg.
(Fortsetzung.)
»teselbe Frau habe eben mit kindlich hilfloser Naivetät die tauseod Unarten ihrer kleinen Schar ertragen, sich zuletzt machtlos in einen Winkel der. graben und bitterlich ansgeweint.
.Bitte, bitte, fei artig, LarlttoS«, flehte sie, aber trotzig warf CarlitoS den stolzen Kopf tn den Nacken nnb beging sogleich dieselbe Unart noch einmal. Zornig gegen ihre Engelschar konnte fie überhaupt nicht werden, viel weniger hatte fich ihre Hand jemals znm Schlage gegen fie erhoben, obgleich Ange mit ihrem starken, gestählten Handgelenk das wildeste Pferd zu zähmen im Stande war. Reiten nnb ga^ren war Auge ClairefortS Leidenschaft. Sie di« edelsten Renner im Stall, und nicht minder ’S d«> Hals ihres LtebltngSpferdeS 9Ri»h6^nk° 8 b e schlanken Glieder ihrer beiden
CarlitoS, der Selteste, war ein wilder, herrlich ?h?n<SLene„r*.T“kl6e Evielen impertinenten Sommer- tyroffen auf der feingeschnittenen Nase nnb mit Barle«, g^fan. boshaft leuchtendem Haar iu otem Schimmer. Dann kamen Zwillinge, zwei Ä^^Eiblichen Geschlechts von einer solch sanften Schönheü und so mädchenhaft iu der Erscheinung, dvb die Mevschen anf der Gaffe stMstaudeu, nm ihnen nachzuschaueu.
Diesen folgten wieder zwei Knaben. Sie hatten lange, in der Mitte gescheitelte, goldblonde Haare tonnenfdjlanf gewachsen, lebhaft, ausgelassen, ""dochvoll HerzeuSgüte nnb schüchtern gegen Fremde.
Die Kleinste, Ange, war ba8 Ebenbilb der Matter, nnr erschien fie fast noch graziöser als diese. Sine Elfengeßatt, dabei träumerisch, in fich gekehrt, und mit jenem vorwurfsvoll ernsten Aufblick, der Er- wachseue zögern läßt, fich solchen Kindern zn nähern.
Nach vier Wochen redete man in C. von nichts anderem als von betn Grafen Clairefort nnb feiner einen Gemahlin. Die bösen Reben, bie ihr voranSgegaugen, waren verstnmmt, uachbem man fie ein einzigeLmal gesehen hatte. Der Gras entsprach
Majestäten auch bie Mitglieber bei Königlichen Familie teilnahmen. Um 6 Uhr Abends war im Königlichen Schlosse Familientafel und für bas Gefolge um 6'/. Uhr im GarbeS bu Corps-Saale eine Marschalltafel.
Der König von Sachsen traf gestern früh gleich nach 10 Uhr mittels Sonderzuges aus Dresden in Berlin ein unb würbe bei seiner Ankunft vom Prinzen Leopold und bem Kommandanten des Hauptquartiers, Generalleutnant v. Wittich empfangen und nach dem Königlichen Schlosse geleitet. Bald nach feinem Eintreffen stattete der König von Sachsen dem Kaiser seinen Besuch und seine Glückwünsche zum Geburtstage ob und begrüßte. darauf auch die Kaiserin und andere Mitglieder der Königlichen Famllie. Der König gedachte abends gegen 10 Uhr Berlin wieder zu verlaffen und die Rückreise nach Dresden anzutreten.
Dem Kaiser wurde zu seinem Geburtstage nach der „Krzztg." auch ein Geschenk des K. sächsischen Armeekorps durch den General-Leutnant von Minckwitz überreicht. Es ist dies das aus neun großen Blättern in Größe von 100 zu 78 Ceniimetern hergestellte Erinnerungswerk an das Armeefest, welches bei der Wettin-Feier im Juni 1889 stattfand.
Beim Reichskanzler Fürsten Bismarck fand zur Feier des Geburtsfestes Seiner Majestät ein Mahl statt, welchem als Gäste beiwohnten die Botschafter Graf de Launay, Graf Szechenyi, Sir Edward Malet, Tewfik Pascha, Herr Herbette, Graf von Rascon; die Gesandten und Mitglieder des diplomatischen Korps: Herr Neidhardt, Herr Roth, Graf v. Lerchenfeld, Marquis de Penafiel, Jonkheer v. d. Hoeven, Herr Kück, Freiherr Marschall von Bieberstein, Herr Carlos Calvo, Herr v. Bind, Graf v. Hohenthal, Mirza Rheza Khan, Herr von Lagerheim, Herr Blachos, Herr Vargas, Herr Hung, Freiherr v. Gramm, • Baron Greindl, Don Dom. Gana, Herr Gregor Ghika, Tqe Honble. W. W. Phelps, Herr v. Oertzen, Herr B. von Blokland, Herr F. S. Guarch, Graf Muraview, Herr Jnouye, Herr Pavlovitsch, Major v. Neidhardt. Herr L. S. Nuvatz; außerdem Staatsminister Graf Bismarck, Unterstaatssekretär Graf Berchem, Direktor Hellwig, Direktor Reichardt, die Räte des Auswärtigen Amtes Herren Goering, Humbert, Krauel, Lindau, Kayser, v. Eichhorn, Frhr. v. Lindenfels, Herren v. Mühlberg, Raschdau, v. Bothmer, v. Kiderlen, v. Dirksen, die Legat ionsräte v. Schwartzkoppen und v. Below.
Der Festakt der Universität begann um 12 Uhr n der Aula. Nach dem einleitenden Gesänge des
zugehende Besteller das Blatt vom Tage Bestellung bis zum 1. Februar gratis.
Im Feuilleton beginnt demnächst
hoch interessante Roman:
„Line vonchme Fran^'
von Hermann Heiberg.
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In Kirchhain, wie hier erhalten neu-
dem Bilde» daS man fich von ihm gemacht hatte. Er war nur noch zurückhaltender, als er geschildert worden. Man fand in ihm einen Sußrst aristo- kratischen, wortkargen, aber mit den feinst, u Manieren ansgestatteten Mann, der es mit feinen militärischen Obliegenheiten so streng nahm, daß düse Strenge an Härte streifte. Natürlich zerbrach fich alle Wett den Kopf, wie wohl zwei so verschieden geartete Menschen mit einander lebten. Stärkere Gegensätze waren nicht denkbar. Er, ein ernster, pedantischer, ilänklicher Mann, dem fich zu nähern Ueberwtndnug kostete, und der in seinen Gedanken, Anschauungen und Lebensgewohnheiten völlig von dem Durchschnitt der Menschen abwich. Sie dagegen ein frisches, gesundes, liebenswürdige», naiv kluges Geschöpf, mit einem hinreißenden Temperament und einer nicht minder hinreißenden, ja gefährlichen Schönheit; dazu sorglos, ganz von dem Eindrücke des Augenblick» beherrscht, und oft spottend allen Regeln der eingebürgerten Sitte.
Wenn fie etwas besonder» anregte oder be» (böftiflte, wenn fie znm Beispiel anSreiten wollte, vergaß fie alle» Uebrige. Da gab» kein Jnnehalten einer Zusage oder Verabredung. Da schwiegen alle gewöhnlichen häuslichen Pflichten, da bei fingen nicht bte strengen Mienen be» Grafen. Sie flog ihm au den Hals nnb herzte ihn. »Laß, laß, Schatz 1* rief ie. »Sei gut. gitb mir meinen Willen. Du weißt ja boch, baß Du mir nichts abschlägst. Weshalb mich quälen? N-in? Du versagst mir bie kleine Freude? Daun kaffe ich Dich niemals mehr anf Deine treuen Hände, anf Deinen verschwiegenen Mund 1* — Und ehe er sich» versah. ehe er eS
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k Lächeln nm den geschloffenen Mund
stahl. Und dieses Lächeln war Zustimmung.
MchjW Icilmg.
WSchklllliche Magen: Kreis-Blatt für die Kreise Marbnrg nnb Kirchhain. — Illustriertes Souutaasblatt.
Expedition: Markt iL — Redaktion, Druck und Berlag von Joh. Ang. Koch. “
Keltisches Reich.
Berlin, 27. Jan. Der Kaiser nahm heute früh g«/t Uhr die Gratulationen des kaiserlichen Hauptquartiers, um 10 Uhr diejenigen ter Mitglieder der kaiserlichen Familie, um 10»/, Uhr die des engeren Hofes, der Kommandeure der Leibregimenter aus Berlin und Potsdam, des Hausministers, der Hofchargen, der General- und Flügeladjutanten und des Oberhofpredigers Kögel entgegen. Um 11*/« Uhr brachten der Reichskanzler und die Staatsminister ihre Glückwünsche bar. Dieselben würben darauf <mch von der Kaiserin empfangen. Um 10’/* Uhr traf der König von Sachsen ein, der von dem Prinzen Friedrich Leopold und dem Generaladjutanten von Wittich empfangen wurde. König Albert besuchte alsbald die Majestäten und beglückwünschte den Kaiser. Um 1 Uhr war bei der Kaiserin Friedrich eine Frühstückstasel, woran mit den Majestäten auch die Mitglieder der königlichen Familie teilnahmen. Abends 6 Uhr sand bei den Majestäten Famllien- iafel statt. Beim Reichskanzler sand ein Diner statt, an dem daS diplomatische Korps, Siaatsminister Graf Bismarck, Unterstaatssekretär Graf Berchem, die Direktoren und Räte des Auswärtigen Amtes iellnahmen. — Der Geburtstagstisch des Kaisers
war in dem Pfeilersaale des Berliner Schlosses auf- gebaut; er war mit den Gaben der Liebe, Freundschaft und Verehrung über und über bedeckt. Ein wahrer Frühling umblühte ihn hier. Hier empfing der Monarch auch die Gratulation seiner nächsten Verwandten. Der Kaiser trug die Uniform seiner Leibhusaren, die fürstlichen Damen waren mit Ausnahme der Kaiserin Friedrich, welche tiefe Trauer trug, in weißer Toilette erschienen. Fürst Bismarck, als er an der Spitze der Minister erschien, trug große gestickte Generalsuniform. Bei dem Abfeuern der Salutschüsse trat der Kaiser an das Fenster des Miitelbalkons des Schlosses und wurde von der unten befindlichen Volksmenge mit dem lebhaftesten Jude' begrüßt. — Der Kaiser verlieh dem Hausminister von Wedell - Piesdorf den Roten Adlerorden erster Klaffe mit Eichenlaub. — Die „Post" meldet: Der Kaiser ernannte durch eine Kabinettsordre von heute den Gen.-Lt. v. Roerdansz, General-Inspekteur der Fußartillerie, und den Gen.-Lt. v. Lewinski, Kommandeur des 9. Armeekorps, zu Generalen der Artillerie, den Kommandeur deS 4. Armeekorps Generalleutnant von Haenisch und den Großherzog von Mecklenburg-Schwerin zu Generalen der Kavallerie. Unter anderen zahlreichen Beförderungen befindet sich die des Generalleutnants v. Grolmann, Gouverneur des Jnvalidenhauses, zum General der Infanterie.
— [®er Geburtstag des Kaisers in Berlin.) Es war diesmal kein Hohenzollernwetter, mit welchem der Kaiserliche Geburtstag anhob. Zwar hatte sich der Sturm, welcher in der Nacht tobte, gemäßigt, aber bis nach Mittag fiel fast beständig der Regen vom trüben Himmel. Trotzdem hatte es sich die Hauptstadt nicht nehmen lassen, zu Ehren des Kaisers ein festliches Gewand anzulegen. Uiberall wehten Fahnen und Flaggen, überall in den Hauptstraßen der Stadt sieht man reichgeschrnückte Schaufenster, die zu Tempeln der Huldigung für Deutschlands Herrscher umgewandelt sind. Trotz des anhaltenden Regens hatten sich viele Tausende von Bewohnern am Vormittag Unter den Linden und vor dem Schloß eingefunden, um der Auffahrt zur Gratulationscour beizuwohnen. Generale, Minister, Botschafter und andere Mitglieder der Hofgesellschaft fuhren in großer Galauniform zum Schlosse, aber die Wagen waren alle sestgeschloflen, und nur eiten wurde hinter den nassen Glasscheiben ein bekanntes Gesicht entdeckt. Unter den Auffahrenden bemerkte man die Kaiserin Friedrich mit ihren Töchtern, Prinz und Prinzessin Friedrich Leopold, sowie
tarbeueu Schimmer reizvoller baS Blut durch die Wrugeu dieser äußerlich bau der Natur bevorzugten G scköpfe.
Wenn Mutter uud Kinder beisarnmeu standen, konnte man fie ffir Geschwister halten. Frau von Clairefort glich einem wenschgewordenen Engel; fie trug mit Recht ihren Namen. Unb fie ging auch mit ihren Kleinen nm, als sei fie selbst noch ein Kind. Sie blickte fie erstaant nnb bei ihren übermütigen Bemerkungen in ein ftöblicheS Lächeln onSbrecheub, an; fie tummelte fich mit ihnen im Freien umher und lag fpteknb unter ihnen auf bem Teppich, auf welchem gleichzeittg bte Hunde uniheripraugeo. Fehlte dies ober baS, fo riß fie wohl ein Tüchelchen von ihrem vornehm gebauten Hal», statt das Garberobestück herbeiznbolen; unb Denn bie Kinder fie küßten unb nm Freiheit bettelten, statt nach der Anweisung ber Gouvernante an bte Schularbeiten zu gehen, lief fie wohl gar mit ihnen fort unb versteckte fich nnb fie ror den drohenden Stirnfalten der Erzieherin.
Morgens lag fie mit der ganzen herbeigeeilten Schar in einem sp'tzeuvmsänwten Bett unb ließ fich umhalfen nnb hätscheln. Es war, al« ob ber eben erwachte Frühling feine Stuber um fich versammelt habe. WaS fo bezaubernb wirkte, war ber naive, unbewußte Liebreiz aller dieser zartgearteten Menschen, und doch war die Gröstn Ange so stählern ebge. hättet, ward so wenig beeiustutzt von jedweder An. Krengung, daß fie den Schlaf fast alb eine über- flüssige Gewohnheit betrachtete.
Wo fie erschien, ward alles hell nm fie her, denn ihr liebliches Gesicht, ihre fingen Augen, ihre an- mutigen Geberden, ihr silberhelle» Lachen und ihre, durch keine Künstelei beeinflußte, lebhafte Fröhlichkeit rissen ihre Umgtbung unwiderstehlich mit sich fort. Und wiederum rubte, wenn fie ernst war, eine solche vornehme, durch Erziehung und wie es schien, auch bmch Erfahrung gereifte Würde über ihrer Erscheinung, daß mau eS nicht ffir möglich hielt,
Prwzesfin Friedrich Karl, Prinz und Prinzessin Albrecht und deren Söhne, den Herzog und die Herzogin Johann Albrecht von Mecklenburg, Prinz Alexander, das erbprinzliche Paar und Prinz Kari Anton von Hohenzollern, den Erbprinz Reuß j. L. mit Gemahlin u. s. w. AlS die Auffahrt beendigt war, wandte fich die Aufmerksamkeit der Menge dem Zeughause zu, vor dem Tausende und Abertausende sich drängten. Hier war große Paroleausgabe. Etwa 2000 Offiziere aller Waffengattungen, sowie Mannschaften der Garde - Regimenter füllten den Lichthof. „ES lebe S. M. der Kaiser und König \u lautete die Parole, welche vom Platzmajor ausgegeben und von fämmtlichen Offizieren mit militärischem Salut aufgenommen wurde. Die Hof nung des Volkes, hier den Kaiser zu sehen, ging nicht in Erfüllung, allein, als um 12 Uhr vom Lustgarten her der Königssalnt erdröhnte erschien der Kaiser am Fenster, von betäubendem Hurrah und Hoch der Volksmenge begrüßt. Ebenso stürmisch war die Begrüßung deS Kaisers und später der Kaiserin, als dieselben um 1 Uhr nach dem Palais der Kaiserin Friedrich fuhren. Kaum konnten die Wagen die dichten herandrängenden Reihen pasfiren. Das Gewühl Unter den Linden und vor dem Schlosse wuchs Nachmittags wieder rasch an, da der Himmel fich aufhellte.
Der Kaiser empfing zunächst Morgens 8'/. Uhr den Kommandanten und die Offiziere des Hauptquartiers, um deren Glückwünsche persönlich entgegen zu nehmen. Um 10 Uhr erschienen die Mitglieder der Königlichen Familie zur Abstattung ihrer Gr- burtztagsgratulationen und daran anschließend die Personen des engeren Kaiserlichen Hases. Um 11 U^ Vormittags hatten die Kommandeuie der Leib- Regimenter von Berlin und Potsdam und eine Viertelstunde später die Obersten Hofchargen, der Minister des Königlichen Hauses v. Wedell, die Ober-Hof- unb Vize-Ober-Hofchargen, sowie bie Generaladjutanten, Generale ä la suite und bie Flügeladjutanten unb auch ber Ober-Hof- und Domprediger D. Kögel zur Abstattung ihrer Glückwünsche die Ehre, empfangen zu werden. Der Kaiser unb König nahm hierauf um 11V« Uhr die Gratulationen deS gefammten Staatsministeriums entgegen, an dessen Spitze ber Reichskanzler Fürst Bismarck er- chienen war, worauf daffelbe gleich daran anschließend auch bie Ehre hatte, von der Kaiserin empfangen "erden. Um 1 Uhr Nachmittags fand zur Feier )es Tages bei der Kaiserin Friedrich eine Früh- tückstäfel statt, an welcher mit den Kaiserlichen
Der Haushofmeister erklärte, daß die gräfliche Familie ihm auf dem Fuße folge, «ud jetzt keine Zeit mehr ffir Reparaturen vorhanden sei. Diese wüßten später vorgevomme« werden.
Au einem Maitage deS JahreS 18c7 traf die Familie ein. I» ihrem Gefolge befanden fich eine zahlreiche Dienerschaft und neben vielen edlen Pferden «uch ein paar herrliche Hunde, die beim Sblade» der schier ^unzählige» Keffer einen gewaltigen Lärm anstiwmteu nnb von der graziösen Frau, die mit sechs schlanken Studern dem Wagen entstieg, wie nach langer Trennung gehätschelt und geliedkost wurde«. Die Gräfin Oer. gaß darüber anfänglich ganz das HavS, in dem fie künftig wohne« sollte. AlS fie aber endlich die Augen »nfschlug, gab fie beim Anblick der schönen Billa und be» herrlichen PaikS ihrer frohen Ueberrafchung um so lebhafter Ausdruck. Dabei redete fie auch die Dienerschaft an und ermunterte fie, tu ihre Bewunderung etnzusttmweu.
Währenddessen war der Rittmeister in das Hans getreten und rief feiner Gemahlin aus einem Fenster be» Hochparterres nngebnlbig und streng zu:
„Ang«*), komm unu doch, und kümmere Dich uw die Kinder!«
Etwas Lieblichere» al» diese Letztere« konnte man nicht wohl sehe«. Eins war schöner alS daS andere. Alle wäre« fie blond, «nd daS Haar hatte jenen goldig oder rot schimmernden Snhanch, «nd die Körper, beut jene eigenartige Farbe, welche wir a« den Be. dohuer« deS Norden» if Gegensatz zu denen de» Süden» bewundern. Wie schon ein Sonnenstrahl seine Spure« auf dem Milchweiß der Blonden zurück- lißt, f0 flammt auch sichtbarer, nnb bnrch de« rosen-
♦) sprich: Angsch.,
KäSzä’ä’J Marbura, w*. >■------
dition 2‘/t Mk., bet den Postämtern 2 Mk. 50 Psg. (exkl. und Vogler
— Mittwoch, 29. Januar 1890. m Jahrgang
===J.-----rL________ »auve ll. Lo. rn Frankfurt a. M., Skrlm, Hannover, Paris.