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1601

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--Es geht was vor!"

| 3n Marburg *) um die Mitternacht. I Da hält der Wächter einsam Wacht, I Der Maun im Monde lacht dazu, I Die Bürger schlummern in guter Stab'.

I «e5 geht von Haus zu Haus

I 2ud pfeifet feine Stunden aus.

| Da kommt von einer Kneiperei Studenteuvolk mit Lärm vorbei, Was den Beamten höchlich stört. -Herr Wächter! Haben Sie gehört?« «Was soll ich denn vernommen haben?« .Sie wissen nicht«, so rnst's im Chor,

I «$®ö$ p»rt am Markte gehet vor?« »Am Markte, wie? Ist dort was los?« »Sie wiffen's nicht? M, ei, famos.« »Ihr Herrn, ans Wort, ich weiß eS nicht«. Spricht der mit ängstlichem Gesicht, »Ich habe nichts davon vernommen, Ich kann um weine Stellung kommen.«

I Er hebt die Hand bittend empor: »Was geht denn auf dem Markte vor?« Da wendet sich der ganze Chor U°d schreit gemeiusam ihm iuS Ohr: »Die RathanSvhr am Markt geht vor.« ebens? für Marburg"" bestimmt, paßt aber auch

froren Z vimv tjuuiuic uuDcic, i ,jorgt kvwte und sich mit einander befaßte.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und

Marbnrg,

L'zLK°L° Dienstag, 28. Januar 1890.

; der aul assen- [60$ der .

st zur pflege­st bn c mich Geld- efern- 1890.

(Nachdruck verboten.) I große Wohuuug von zwölf biS fünfzehn Zimmern I ließ fi*k - m ,---------- _

Eine vornehme Fraßt. Stallung und Nebengelassen. Eventuell wird auf vou der^23UIa*einfeubennnb T6e^^^ Mn»benrh%n Eiue solche Beschädigung konnte

Bon Hermann H-iterg H W H°»8 «flektiert. Mau beliebe sich -» lich- Summe zur VttschSnerung der uÄlÄIUmzug entstaudeu sein, sie war sicher

... ..-c-W=S82MZZML-«iMZZM kwm zwauzigtauseud EiuDvhneru, immer noch winzig Selbst der Redakteur der C.scheu Zestnng wußte der °e»aa im Muster Avtwort, Wohl aber ersch m uIch etüiaen Äen Är

twog, daß alles, was nicht diente, hämmerte oder keine Auskunft zu geben. Endlich lösten sich di-1 allen G-mäLestn ^ °»den Teppich in Flur und I Haushofmeister, eta hag-ttr, erust ?rei°bl?^L tfeUe, eiue große Familie bildete, tu der mau sich »Zweifel. Einer der Hnsarenosfiziere war vor einiger! Aber auch sank tnnrh,» sn x v I Manu. (Fortsebuua snlat i

und sich mit einander befaßte. Zeit versetzt worden, »nd tu dem WohunugsuLenden welche bie foIflL)

Und doch trennte sich die gebildete Gesellschaft entdeckte man de» neuen Rittmeister, den Grafen I gestaltete» Ä fürstliche» Aufenthalt

Wiederum in verschiedene Klassen; und wie stets und von Clairefort, der mit Frau und Kindern ehestens malt und' »Swae« ^"^"'?benholzdnnkel ge- L«°ll glaubte die eine sich auS besserem Tag ge. als Ersatz nach C..zieh7u sollte. Westens malt und E«rab-sken iu G°d versehe» werden, »-ckeu als die andere. Z» gleicher Zeit verbttiteten sich allerlei Gerüchte oder rotem £e" ?B! ^warz-m

»18 der Krieg von 1866 beendet war, empfing über die Ankömmlinge, welche geeignet wareu.biewurbendnrck 8tB^e?rö,ätnbe btr $tCa

t vunmehr preußische Stadt eine Garnison; es Gemüter zu beschästiäen. Von ihm wurde d-- w!durch sich^d°« S»L°.^ D»eIfalbe "»schönt,

^irbfn neben Infanterie einige Echwabrouen Husaren hanptet, daß er zwar ein vollendeter Kavalier nnb nmaebenben arflntn^$L«£ fc8*6 to ben e8

C. verlegt. Aber die OffizierSfamilien sonderten ein gerechter Vorgesetzter sei, aber Ket fU SXÄ JzT? t

Ad, zvwal da sie noch Fremdlinge waren, gänzlich finsteren Schwermnt beherrscht werde, daß er den richtnna her ££C0ttr aPer b^ Nenein.

^uub unr zn beu höheren Beamten und Adel nahmen Umgang mit Menschen ängstlich meibe. Ihr dagegen I ibreS A»8ba»^ A°^5' ®8 «schien zum Zweck

k diejenige Fühlung, welche ihnen gleichsam borge- sagte man neben großer,'überraschendesÄ £ ÄL taÄRM betN Trieben war. Im übrigen konnte die Bürgerschaft Verschweudungs- und Vergnügungssucht ja sogar I artiae» Ver«»h^m,^.« » "ab Innere der-

« stehende» Eilquaitteruug uohl zufrieden sein, einen leichtfertige» Lebenswandel nach.' Erhebliche von^C »»b unter"'t b?$ bie ®inroo6n« tt» unter ben Husaren befanden sich wohlhaheude, Erbschaften sollte» scho» durch ihre Finger geglitten freunde" tunal^in J-k? ,^°bei8 aBe Spott- gar reiche Leute, welche dcS Geld nicht in die sein, und eS ward al» ein Glück b-Schn-t, datz fich MEerst°ll t^ Ä.rL "^"l fam/n' diesen ^»blade versteckten. der übrigen- große Retchthum des Grafen auf »». in «Lscheta »nd Gußeisen

Die neuen Verhältnisse waren also dem Städtchen lautostbare Fideikommißkapitalieu stütze. Die Fran l Einrichtuno n«? .?<? r J®8 b!c6- die ganze ffW Der Geschäftsgeist regte sich »nd besonders Gröfi» gleiche, hieß eS. einer heißbren^nd-u Sonne prämstert Lorben ^ Sh £ W-'t°usst-llungen ^e Banthätigkeit erwachte. Die Bürger verdienten vor welcher der festeste nnd umfangreichste Golb-Möbelunb fonftia^ ton^^J10!611 eBbJAantb bie J'b unb fanben sich rafcker in bte Neugestaltung I hüg-l zerschmelzen müsse. ® 10 $ 'Ä

Dinge, als man erwartet hatte. Jedenfalls war man sehr gespannt auf die uene Gemälden wih, Wunderdinge von den

Und so verging die Z it mit ihrem Wechsel, und Bekanntschaft, und in der O'fizi-rskreisen ward eifrig und sonsti'ae» Schränken, Bronzen

j l-bte die Einwohnerschaft mit ihrem Spott, ihrer überlegt, welche Stellm-g man zu einer Fran ein- ^d ffia binen $ie W-»r«

^Ugieibe und ihrem Gerede über ihre Nebeomenscheu, I nehmen solle, der ein solcher Ruf voranging. !ckinestscken m[ ^t1n8 an8 geblümtem I

^le allerorten in dieser unvollkommenen Welt. I Sehr angenehm ward von diesem Wechsel im! kein 6hiM ,^^ligt, nnb kein Tisch,«

Eims Tage- warb die Stadt C. durch eine An- Oifizierkorps ein Bauunternehmer berührt, der eine hätte als ein MnO.^r.!? b?, Sendung, der nicht istge überrascht, welche sich in dem täglich erscheinen- von einem parkähnlichen Garten umschlossene, groß, und das etffiirt. ht« 6eHtÄnncDL abeI |

Blättchen, scharf umrändert nnb groß gedruckt, Billa gleich vor der Stadt besaß und ür fie nuu Ktauneu - st^Ssmeiker mit gerechtem

fnlnia Ria .. b. Blattes,

fottte dre Annoncen-Bureaur von Haasenstein und Vogler

f SMÄVnSÄ m Jahrganz.

r--Frankfutt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

Für die Monate Februar und Märr!^dyst[" Phasen durchgemacht und dies alles aufldürften und ihre Bestrebunqen würden sich in erster!«,»»- s.. . - mw

cberhesfische Zeitung Rv*

rmt ihren Gratisbeilagen hn9 der gelammten gesetzgeberischen Tätigkeit des Angelegenheit vorzubeugen LeUef to«beTtoürbe ,b/Sie/m8eK ^eiIt8 derselben, der nicht

Irfiflhliiit RerchstagS, welche darauf ausgehe, die Massen von Minister des Innern I rtb LXei L" (Bravo!)

, » Svrarr der politischen Aufklärung fern zu halten und sie die Behauptung des Vorredners E Ä I. '?nni ä Carolath (Reichsp.) erklärt

Dr die Kreise Marbßtrg Mt) Uirchhai« Sleichzeitlg zu Gunsten der besitzenden Klassen wird gesktz habe die^Geheimbundsproresse aeieitiat snwip ^^eitwilllgkeit, den Regierungen zur Be- UNd schaf'lich zu belasten. Indessen verbreite sich das diejenige, daß d,7U7aldem^ Ik'S"6 ber Sozialdemokratie diejenigen Mittel zu

-lißßArierteS Sovvtagsblati?8e ®.erftanbn6 ffir diese Thatsachen immer bekämpfe als unrichtig und setzt sodann auseinander notw^aen'Ätsb'en, aber zu diesen an Cfcn OtrAftni«r® , I^ehr, und man brauche ja dem Arbeiter nur diel daß das Sorialiftenaeseü nickt oea-n hi- !""bwendigen Mitteln rechne er die AuSweisungsbe-

^lrchharn Nimmt unsere Agentur I ungeheuren Summen zahlenmäßig vorzuführen mit | demokratie als solcke sanh-rr> f8v r* U | fu9nt8 lucht, die besonders in einem dauernden Ge- K/rr Buchbinder Rindt) und für hiesige denen die neue Wirtschaftspolitik die Steuerkraft des gemeingefährlichen Bestrebungen derselben^^?er"ickttt h^° bedenklich sein würde. Indem er aber Stadt unsere Expedition Bestellungen ent- Volkes m Anspruch nehme, so müsse ihm ja das sei. So large sich die Sozialdemo rattn Ä 24 ablehne, verwahre er sich zugleich da­gegen. *. j; »Wen Die gegenwärtige bürgerliche ihrer Bestrebungen in Wmt und AA WJ ästiger der Sozialdemo.

In Kirchhain, wie hier erhalten neu-! L ia f^er an der Entstehung der fo= |einen und Versammlungen innerhalb der aesetzlicken! Aba 9i -l,* fr-

maebende Besteller das Rlatt hnm iaIb^n,oIrah^en Bewegung, sowie an der interna- Schranken hielten, würde in keiner ^g- Liebknecht (Soz.-Dem.) protestiert da-

Em.nA Ö?S St der twnalen Arbeiterbewegung Schuld. Er sucht sodann sie eingeschritten; das sei erst ber Sn fnLhI"e^ b°6 be,r Sozialdemokratie nur die Arbeiter

. kstEung bis zum 1. Februar gratis. die willkürliche Handhabung des Gesetzes unter be- ihre Bestrebungen aus den Umsturr^der b-ft-b- gehören, welche Nicht arbeiten wollen und dankt Im Feuilleton beginnt demnächst der sonderer Bezugnahme auf die bayrischen Verhältnisse Staats, und Gesellsckastsordnun? bem. ^tnn Minister für die Wahlparole, die erden

hoch interessante Roman: nachzuweisen und beschäftigt sich "darauf in eingehen- Herr Minister Ält jener Behauptung gegeben.

Eine vonrhme ftauu Rerx? T9x mit btmUn®een" ber Geheim- einzelner Momente des Elbersilder Prolesses libe? ?eCTn Minister gegenüber

* von Hermann Heid er a I bundsprozesse, die er unter ausführlicher Erörterung und betont bei dieser Geleaenbeit die Tbatinck- hnfil e" /<^tben,o!ra unb nimmt dann Bezug auf

-- --9 9~ !d-r einzelnen Stadien des Elberfelder Prozesses unb ein rechtskräftiges Urteil überall nock nickl ^li-.? I Tit?^nU'a !n ber heutigen Nummer desBerl.

. !nter Beibringung reichhaltigen Beschwerdematerials! während er dem Abgeordneten Be^l entaeaenbäl-' Iwelche die Bergarbeiter vor Erneuerung

Reichstag. U« abfälligen Kritik unterzieht, indem er dabei daß derselbe dem Prozeßall u n Streikes warnt; diese Erklärung fei von der

m ... Berlin, 25. Januar 1890. -ine Anzahl von Fällen seitens der Polizeibehörde daß er über denselben ein § vollständ?^»b^in-s I j°L'^demotratijchen Partei des Reichstags auSge- w 9f2s ^Ienar.^UI1ß-) ,®aS Sau§ ehrt zunächst angeblich ins Werk gesetzter Provokationen bespricht. Urteil fällen könnte Das seitens des (LriJtaiL^a «n- ®Qä/_tieue Sozialistengesetz werde unter dar Andenken des in seiner Heimat vorstorbenen Wenn man der Sozialdemokratie anarchistische Be- ergangene Urteil erinnere aewistermok-n 7» I !inlfler H^^urth ebenso gehandhabt werden, Mitgliedes Borowski (Zentr. 8. Königsberger Wal- strebungen vorwerfe, so behaupte er vielmehr, daß einer Diebstablsverbandlun/Äat-a r baS aIte unter dem Minister von Putikamer.

dkls) m üblicher Wesse durch Erheben von den die Sozialdemokratie und der Anarchismus praktisch dahin gegangen, ba^ ber aÜaeKaate fSB?tfnb b<! Sozialdemokraten ihre Ziele offen dar-

jedenfalls weit auseinandergehen. Man müsse jetzt schuldigung des Diebstabls frewesn?nck-n°»k> ' legten, verschleierten die anderen Parteien dieselben

Auf der Tagesordnung steht allein die dritte wiederum eine Wahlparole haben und da solle der zeitig verwarnt wurde ^?h?^' 3m übrigen sei es gegenwärtig

Beratung des Sozlalistengesetzes. ! Anarchismus den neuen Wahlwauwau abgeben. Wenn! (Heiterkeit ) Die große Masie^ der ^rei l Jpiit 5» langen theoretischen Erörterungen.

Ä ^neraldebatte erhält zuerst daS Wort indessen der Anarchismus aus Deutschland so gut Sozialdemokratie mibe dmn iJÄn T'' Sozialdemokraten seien in der Lage, fröhlich in ,.»55" h$-C6ar bemerkte wie verschwunden sei, so verdanke man diesen Um- mit der Vertreibung des Londoner ©^inlhLnfrn^ k Wahlkampf hineinzugeheu; am 20. Februar

zunächst daß es nach den Befchluflen zweiter Lesung stand gerade der Sozialdemokratie, während lediglich in dem fast iebeKummer ? ' merbe man sich an ber Wahlurne und später hier

kemm. Zweifel unterliegen könne, daß das Gesetz die Geheimpolizisten ben Anarchismus groß gezogen des Strafgesetzbuches brckoe S % Setzungen .m Hause wieder sprechen. 9

^be f° lange dauern werde, wie das gegenwärtige hatten. Im Interesse der Mehrheit dieses Hauses Schürung^des Klassenhasi?s fnßemntiiX hT L ,^bg- Prwz von Carolath (Reichsp.) erklärt, s^^^^ Gewllschaft, als deren Ber- liege aber nichts so sehr wie die Beseitigung der werde. Das Blatt ÄlcheS sime vorigen Ausführungen lediglich in seinem

netung sich die Majorität dieses Hauses darstelle, Auswessungsbesugniß, da keine Maßregel in solchem schickt redigiert werde übe aus S w ?9 e*9en^n tarnen erfolgt seien.

stl mit dem Pilze des Kapitalismus behaftet und je Umfange zur Verbreitung der Sozialdemokratie bei- besonders unheilvollen' GMufa Ja einen Nachdem Abg. Kulemann (nat.-lib.) noch m weiter sich diese Krankhest entwickle, desto größere getragen habe, wie diese; außerbem erscheine die tung d!s S Ä M ä5}1? Darlegung die Notwendigkeit imes

Bttbreltung werde auch die Sozialdemokratie finden. Maßregel auch in ber Praxis entbehrlich, wie bie bemotraten im Hause die deutsche Srbe ?ertoSf°h»r Ausnahmegesetzes gegenüber den gemeingefährlichen

^,t(IBb; ba6 man °n eine Abschwächung Thaisache beweise, daß die preußische Regierung von träten, treffe für diese niSIl K der- Bestrebungen der Sozialdemokratie nachgewiesen, des Gesetzes herangetreten, bewkise, daß man sich derselben seit Jahren keinen Gebrauch gemacht habe, wie für alle fibrioen J ®trb bte Generaldebatte geschlossen und 5 2, sowie

Mt ober übel habe bazu verstehen müssen, mit der Die Sozialdemokraten würden in dem nächsten Reichs- Die Sozialdemokratie vertrete^ nufit hen e"e toeitercr Paragraphen ohne Diskussion

Sozialdemokratie zu paktiren. Trotzdem aber fei tage in derartig vermehrter Zahl erscheinen, daß siet fleißiaen Sürbeiterftnnh 7n«h., v b^ wirklichen angenommen.

®efe& Jetner inneren Natur nach das alte ge- bei der Einbringung von Anträgen einer Unterstützung^unzufriedenen Elemente alle!Stände » r$e* § 13 erklärt Abg. v. Hellborff (deutsch.

bbeben. D.e Anwendung desseben habe die ver- von Mitgliedern anderer Parteien nicht mehr be Jeder Stteik o inaered1tfeHt p; namcn8 s-m-r Partei, daß dieselbe in dem

-----------1 ---' ' "ugerecypertigt er auch erscheinen gegenwärtigen Stadium der Verhandlungen auf eine