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Trösterin der Armen und Leidenden, ihr ganzes

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in der Milderung des I Katharine, Prinzessin von Sachsen-Weimar, am 30.

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ertnelt die Prinzessin eine ausgezeichnete Erziehung, dre ihre reichen Geistesgaben zu glänzender Entfal­tung brachte. Nachdem sich eine Schwester der Prinzessin bereits mit dem Prinzen Karl von Preußen, dritten Sohn König Friedrich Wilhelms III vermählt hatte, reichte sie selbst am 11. Juni 1829 dem Punzen WUHelm von Preußen die Hand. Die Ehe war eine sehr glückliche, die feingebildete Frau harmonierte vortrefflich mit dem streng soldatischen Prmzen und wußte auch in ihm sehr schnell ein regeres Jntereffe für Kunst und Wiffenschaft ru rr- wecken^ Die glücklichsten Jahre verlebte daS prinz- liche Paar auf Schloß Babelsberg an der Havel, wo die hohe Frau einen Kreis von geistig bedeu­tenden Männern um sich versammelte. Mit großer Liebe hing die Prinzessin Wilhelm an ihren beiden Kindern, dem späteren Kaiser Friedrich und der heutigen Großherzogin Luise von Baden. Sie über­wachte ihren Unterricht, wohnte häufig den Lektionen bei und teilte mit ihren Kindern deren Freuden und

und der Großfürstin Marie Am kunstsinnigen Hofe ihres Vaters

Berlin, 7. Januar. (Telegraphische Depesche.) Ihre Majestät -dir Kaiserin Wittioc Augusta ist nm 4-lfljr 30 Mimten verschieden.

Christentum in der Liebe zu ihren Mit- Paulowna.

preußischen Königsthron bestiegen hatte, erweiterte sich auch das Arbeitsfeld seiner Gemahlin. Die Kön,gm trat an dc Spitze der Vereine vom Roten Kreuz und förderte diese, wie andere gemeinnützige Bestrebungen mit großer Umsicht und zielbewußter Ausdauer. Die Verwundeten von 1864, 1866 und 1870 verdanken der hohen Frau unendlich viel. L>ie Berliner Lazarette wurden von ihr häufig be­sucht und mit tröstendem Wort schritt sie von Kr ankeu-

zu Krankenlager, auch thätige Beweise ihrer Nächstenliebe überbringend. Das innige Verhältnis der Königm zu ihrem Gemahl zeigte sich besonders m den Telegrammen, welche König Wilhelm vom Kn^sschauplatze an seine Gemahlin sandte. Nach 1870 hatte die Kaiserin di- hohe Freude, ihre got. bene Hochzeit zu feier», die Familien ihrer Enkel Muhen zu sehen, und den Erfolg ihrer Humanitären Bestrebungen zu schauen, zu denen auch die große Hygiene-Ausstellung gehörte. Aber auch Kümmer.

uf sogt!

raße 23; rre.

Hnjetgen nimmt entgegen die Expedition b. Blattes,

n von Haasenstein und Vogler

m Frankfurta^M., Eaffel, Magdeburg u. Wien: Rudolf YYV QtnfirAAttz* Moffe m Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln: G. L'*

»aubt u. Co. m Frankfutt a. M., Berlin, Hannover, hZariS.

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oei uuo ttute mit ihren Kindern deren Freuden undff, " TT» .. °uty -nimmer.

Leiden. Kaiser Friedrich und die Großberroain von & * uu b,et mit ber Kaiserkrone geschmückten Baden haben ihrer Mutter dafür die innigste Zu- warsie"sel'b?le^vd'ff ber siebziger Jahre

veigung entgegengebracht. Nach den Ereigniffm von ste erfuhr m reichem Maße, waS

1848 nahmen der Prinz und die Prinzessin Wilbelm! herrn^ x ^uierz bedeuten. Unsäglicher Kummer chre Residenz in Koblenz, auchbart2« bie £ ba8 «*** °"f ihren

zesfin bemüht, alles Gute und Edle zu pflegen die I mar »nh ^rrCr C 8encn körperlichen SchmerM Gegensätze, welche di- R-VoluttonI In den §l»

zu überbrücken. Die Kaiserin Augusta aalt I «L?! fQnb Erholung in

eine Zeit lang als stolz, war es in9 her Tfmt I Baden-Baden, Schlangenbad und zu ihren Lieblmgs- abcr nie; ihr vornehmes Wesen, ihre stete! Sckmerr9^^ "or Koblenz. Der tiefste Bildung ließen sie weniger unter di- große Menae Ä bie Erkran-

lreten, stets aber hat sie allen Bestrebunoen I a 9 Örtlich geliebten einzigen Sohnes, des der Bolkswohlfahrt dienten, chr wärmstes ^n^effe des deutschen Reiches. Wer die Kaiserin

entgegengebracht. Nachdem König Wilhelm ^I d!n stch?n Valais"°esü>^9^ Astern des Kaiser-

s Balms geschaut, wre sie mit Kaiser Wilhelm

, Sie hatte sich noch imm» nicht sattscheu fön«?«

. dem wunderbar schönen Bild-, daS stch b?e" i6«i eH.?nn4hnn Sm' «etf ,f-iu Waffer, in einer Ent- ' Augen bot. Dort links hinter dem h<ia I»??9 e^Janm fünfzig Schritten, von hoch oben, -I-l.» M-<» Sr ci ~ 6?y.*« Stofe 6«te flimf Mi

»>-d, f«6rl bie M-6-efeÄ Ä.Ä Äl, atmete mit Mlbaeäffmle«

la°g au Billen und Gärten vorbei nach Ceruobbw Kühlung ein, die von dem Waffer.

Nicht wett dahinter treten die Ufer ziemlich dicht ru-1 Li k®8 f^ön fein- ganz nahe

sammeu, um stch daun wieder ru einem imeihn «nh I ~be * -stürzenden Waffer zu stehen,

dritte» »affin zu erweste^^Am g2enüb-rlieae»den!?v--ah?i^ kWen Tropfeu ans das erhitzte Antlitz Ufer hoch oben auf de» Berge» liegt Brunot/ Au I entherff ^e solch einen Platz

n-higeu Tagen wie heut kamt mau amSe! ba6 Sa^Beta L?? "ar. Bou Geröll und Glockengeläut vou dort oben vernehme» Tief nuttn IbffÄk ,»Ä , b?rLet 8®n8 bequemer Ruhefitz ge-

am Uferliegt, faft gegenüber bw<5emWb;»eßS

Mau kann ganz deutlich di- Fabuen auf Piirmnrn I k o i geglaubt. Sich au niederhäugeu» PacciuiuiS Villa flatteru sehe», welche anzel^n^daülttü aeS?*,2Ic!!ieflenben Wurzeln hallend, sie zu Hanse ist. Vor abenb ^oaten hie9^nh?r, 116 A W 9eW<ft Wgletten. Der Platz bot

zurückkommeu nnb auch bet Konsul wur^ e^rst?um Bemmt?ktt"-r«ff""9 st-. So ließ sie sich nieber, pranzo erwartet; so hatte Rose befälofffn Vn I b eJ^e 0e8en einen vorspringenden Stein, Rachmtttag zu einem Spa i-rg«a in bU »elae « ±n m 5°^' n4be & den Hnt abgeuommeu^ benutzen. P 889 w ote 8 heflen bk »ergmanb und schloß bie Auge». Der

Unter mannigfachen Gedanken batte fi, xu gr ff* Sprühregen feuchtete ihr Gesicht und hängte höhe, welche den Hintergrund des Gartens bildete'! glöozendeThanperlen, in das lockige braune erstiegen und überschritt die G-leise der von Jlmn ihrer silberhellen Stimme,

»ach Chiaffo führenden Eisenbahn. b6 de» frische» Klang znrückgab und dann

an einem SBauetkaufe botül*ßot bUat*iu Träumereien. Es war ihr, M auf der Schwelle lagen etnke ßflbner in hem I Wasserfall etae schwermütige Melodie.

Sande, aber sie öffneten kaum die Auaeu bei h«, e* I ?kschk ihre Stimme hinein und versuchte sie nähernden leichtr» Schritts DottMeis H SS'"/ P JL g-lungen schien,^ s

kleiner Knabe im Schatten estls SaBavttn»^.» I ba8k ßi.erL6on b<n. b^ben Schwänen. Nu» sang sie kau« von einigen Lumpe» bedeck? in?kiem S«a?' MaffÄ ®9rt < das Rausche»9^ ,

Rose beugte sich mitleidig zu chm nieder «mes I MS u ieder wie am WeihnachtS. Kllrd, welch ein Leben voll Rot mrd Entsagung steht I dies Lied aefmLm* bet Ehriftbanmkerzeu ®ir bcfcor, ctdbt ein btfnnberes I Aiwm r« ® ein Bdnr fonniflcr

Mllft a»« D-i»-r Um«b"le.- ek k6 ,l, M* K" * »- HMK 6l«et» Ä

WO 6m,b «ld£,2b mit Ä «S m ««WW.

dabei ertappt zu werden, -Ute sie »etter. Sie verbau? Lbh ? .ttot kauften, innigen Kuß

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Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und <

I M.1. Marbnrg,

f 10 Jitflanwn für df/ Zrüe Donnerstag, 9. Januar 1890.

(Nachdruck v-rbot-u.) I Am selbe» Abend noch sandte er einen Brief nach Up fr. ^EUtschlaud. Er trng die Adreffe au den Verwalter

hm, q, Ides Schlosse» Strahleneck und erhielt den Auftrag.

£££ > ** ba8 Schloß auf das Prächtigste neu einznrichL

m (sortschm^.) i Nnr bk Zimmer, bk Fräulein Rose Teruoff früher

Rose erzählte, baß sie sehr balb schon in bie! bewohnt, sollten unveiäudeit bleiben, »innen zwei

Mfa am Lago bi Como übersiedeln würden, wie sie I Monaten müßten die Arbeiten, bei denen weder Mübe

. J 5 darauf freue, den See kenne» zu lernen, und I noch Koste» gescheut werden dürste», beendet fein.

t 1. As ägte endlich, wo Günther die heiße Zett zu »er» I Al» der Schloßverwalter da» las, schüttelte er

keine He ringen gedächte. Iden Kopf nnb sagte zu bent alten Jana, der aerob,

»Mein Urlaub läuft mit bem April ab*, ent» I bei ihm saß: ,@t, ei, der Herr Baron scheint gewisse s3Srui er. »Dann muß ich wieder in meine!Absicht zu haben. Ich glaube wahrhafttg Ignaz U£lUJ «u so» zurück Vorher will ich aber noch die wir werden Lieder etae grau bekomm«.* 39 °3 S* . 'rditalienischeu Seen bereisen nnb zwar mit bem I .Ach', entgegnete bet unwillig, .ich »eine baß jml 8» 1 »merfee anfangen.* wir nie wieder eine Frau bekommen, wie unsere ver»

. __ .-Wie mich ba» freut*, rief Rose, .so werden wir I storbene war nnb auch nie eine, wk ba» gnädige rast« 32 «Vergnügen haben, Sie auch in Borga Vico zu! Fräulein Rose geworden wäre.* 8

: Wohn» I Da griff er »ach der Feder und Jgua, astra

-Und das freut Sie?' fragte er mit innigem Blick. I Lonison die neue Knude zu bringen. 4 8 8 .Gewiß*, nickte sie freundlich. XV. .

Günther war am Fuße der Treppe stehen ge»! «egen da» Ende de» März war der Konsul mit wen, tok um sich von Rose zu verabschieden. Er! seiner Familie nach der Billa am Comerse- Überge-

Aff ihre Hand, führte sie an die Lippen und! siedelt. In der frischen Lust und der herrlichen

U mit warmem Ton: .Rose, Rose, werbe ich Natur machk die G-n-snng ,be» Kranken rasche

läcklich werden?* Fortschritte. Balb war er soweit hergestellt, dann

raße 20 *'$0,® stawe, o gewiß Sie verdienen e» | und wann auf einige Stunden nach Mailand an --------L9<? kie Über diese sonderbare Frage etwa» ver. fahren, nm den Geschäften im Konsulat wieder vor- «bert zurück und begriff nicht, weshalb er ihre! zustehen. Heut war er auch in beu Morgenstunden z zu Ca Sb m feurig brfdte nnb mit so glück-1 nach ber Stadt gefahren nnb die Kinder hatten bald iar 189 ert? ^klcht flüsterte: .Wenn Sie da» sagen, bann! darauf in Begleitung ber Bonne ihre Fahrt über ben m fr.td) el0e^ "' ; ; ' See nach Bellagio angetreten, mn la welche

immernu 6r wollte noch weiter sprechen, aber ein zu-I bort eine hübsche Villa besaß, zn besuchen. W

J9.1 BU^ 6on Rose nach bem Pavillon schloß I Es »ar heiß. Die NachwlttagSsoune lag blenbenb i e» Mund. |anf bem glatten Spiegel be» Sees, ber stch wie !

- * fürchtet, daß man uns beobachtet*, dachte I ttäumend zwischen seinen bergigen Ufern auSdehute, 1 k *Pnb b» wird sie d« kranken Mau» dort «hier leise plätschernd den Fuß einer Villa bespülend,

ÄUifttitt ÄUllttsta f. | "unschen, in den Werken der Barmherzigken zu

~ ' I üben. Schwere schmerzensreiche Jahre waren ihr

i o k'1 Jic!fcimcrijl^er Schlag hat unser er- am Abend ihres Lebens beschieden. Durch ein ge- , -r ,au5t 5 Kaiserhaus betroffen. Die Kaiserliche Groß- fahrvolles Siechtum an den Rand des Grabes ae- 1 Zanu< mutter, Karserm und Kon.gm Augusta ist am führt, war es ihr nur unter Erdulduvg qualvoller ° tttt ? nachmittags gegen 4V- Uhr, Leiden und unter herbster Selbstverleugnung ver-

etn fi Gemahl m die Ewigkeit nachgefolgt, gönnt, den Pflichten und Aufgaben ihres hohen Be

i verkaufe Mit bewunderungswürdigem Heldenmut- hatte sielrufs zu l-b-n, aber wie groß die Bürde der Prü- >. Bl. (st b,e fchwer-n Prusungen überstanden, die daS Schicksal sungen gewesen sein mochte, die ihr auferlegt ward -------- 1" !" ven ^fcn Melden Jahren auferlegte, indem niemals hat sie darüber des Unglücks anderer vrr- Sabn^ttiff und den heißgeliebten!geflen, niemals ist sie müde geworden, im Dienste

Soh» entriß. In stille«, ergebungsvollem Schmerze ! der Wohlfahrt ihrer Mitmenschen zu wirken Wir zurückgezogen von dem lärmenden Getriebe! brauchen nur an die segensreiche Vkreinigung des * den wehmütM» -Ennnerunge» an die «Roten Kreuzes, an den vaterländischen Frauenverein

2f£ern [te?Öm£ rmfen lehen müssen: und an die gemeinnützige Einrichtung der Berliner «ebevöll»^«Äät.^°N^ Duldertums und Vottsküchen zu erinnern, um ihre» werkthätigen An- liebevoller Pietät. Noch vor wenigen Tagen hatte! teil an allem, was der Nächstenliebe diente in daS Mtait deh-m Andenken an den entschlafenen Gemahl ein! hellste Licht zu setzen. Wie oft ist sie in den \tWte 6 SBe^Op^r iw die ver- Krankenhäusern und Spitäler» erschienen, um den

9on wer 1 1 ®kenale, u. versammelte, die ihm in vom Unglück heimgesuchten Trost zu spenden und c\nb.®r9<btn^lt ichw-ren Tagen zur Seite I ihre Hoffnung wieder aufzurichten. Wie lebhaft war gestanden hatten und denen sie den Dank für die ihr Interesse an den Foitschritten der hygienischen j Anhänglichkeit Wissenschaft im Dienste der Bekämpfung der Seuchen,

chck»^ ! auszusprechen daS Bedürfnis empfand. Jetzt ist sie wie große Summen verwendete sie zur Aufmuntemng . Hwübergegangen in jenes Jenseits, wo ihr bie I des Forschungseifers aus dem Gebiete der Diphtherie^ - ?' ^rvere.n.gung mlt dem Teuren und der Lohn Verhütung, wie unablässig wirkte sie zur Aneiserung tadchen «i°r alle die Gutthaten winkt, mit denen sie, die der Samariterpflege im Felde Verwundeter * 9

tvd/let*no dlrwen und Leidenden, ihr ganzes Kaiserin Augusta Viktoria, die Witwe Kaiser Nr- 39. «d- ches Lebe» ausgefullt hat. Ihr Andenken wird Wilhelms I, des Begründers des neuen deutschen rüher fu^E°schl-chm den Herzen aller dererfortleben.Reiches, ist geboren als Augusta Marie Louise , die w schönsten Frauenberuf m der Milderung des Katharine, Prinzessin von Sachsen-Weimar, am 30. nt. Rot dieses Lebens erblicken. In September 1811 in Weimar als Tochter deS Groß-

-1 rastlosem Schaffen ist sie jederzeit bemüht gewesen,! Herzogs Karl Friedrich ' ' -----

___ ' n/lfitifnflfi i.V nvtMAMii.H. .m 01 _ ... ___ em'. I m -

6t .TTn "Utt-mer icije piaijqerno oeu snv einer Billa bespülend,

pyr. Ä-r verlassen wollen, al» sbiS er ganz genesen | dort eine »arte sacht wiegend. Die Natur schien i gL^E. süße- A-b', wie geru hätte'er ihren Mittag-schlaf In haZu so M war ?, Zgs

^er er sprach um: .Auf ein glücklicher sso regungslos standen bie »tarne mb Msche auf «versehen.- Daun ging er. Iben »albigen Höhen.