Kirchhain. — Illustriertes Solmtagsblatt.
des
(Nachdruck Verbote».)
Sie hatte
und Füll,
feinen forschende» Blick wohl verstaube». Er hatte gefragt, weshalb fie die Werbung eine» redlichen, achtbare» Manner, der fie liebte nnd der ihr ein rete» warmes Herz nnd eine fest gegründete Heimat bot, aurgefchlage». Weil fie ihre Hand nicht geben wollte, wo fie ihr Herz nicht gebe« könnte. Aber daß er, daß feine Augen das fragen konnten, das gerade that ihr so unbeschreiblich weh. Sie stützte »en Kopf auf die gefalteten Hände nnd langsam tahl fich eine Thräue unter den geschloffenen Lidern ervor. Wie erschrocken darüber, wischte fie mit dem Tuch über die Augen nud griff »ach einer arbeit, um ihren Gedanke» eiue andere Richtung zu geben. Bald aber rnhten ihre Finger wieder müßig im schooß, nnd all ihr Denken weilte bei Johannes. War war für eine Veränderung mit ihm borge. äuge»! Er tonnte wohl bisweilen noch gütig zn ihr ein, aber solche Momente waren wie knrze Sonnen- »licke in langer, trüber Zett. Er war anch nicht nn» renndlich, aber er vermied ihre Gegenwart. Wenn er zn ihr sprach, »ahm seine Stimme ost eine» so gezwmtgene», stouisckeu Ton an, wie er ihm sonst nicht eigen war. DaS alles stimmte fie stanrig. sticht, daß fie ihm gezürnt hätte dieses wechselnden Benehmen» wegen, o »ein. Sie beklagte n»r, daß er nicht glücklich war. Sie wußte ja, daß er hinter liefern mürrischen Wesen nur sein Unglück z» der. iecken suchte, um nicht Mitleid z» erregen; fie wnßte anch, daß gerade dies für stolze Nature« am schwerste»
Achtzehnhundertneunzig dringt siegreich jetzt herein, Das alte Jahr verschwindet im letzten Dämmerschein. Erhebt die Gläser einig und laßt sie klingen rein: Im Neu-Jahr unser Führer mag nur der Friede sein!
Noma» von I. von Werth. (Fortsetzung.)
Rose schante ihm gedankenvoll nach.
Unsere verehrten Abonnenten bei der Post ersuchen wir freundlichst ihre Bestellung für das erste Quartal 1890 auf die Oberhesfische Zeitung mit ihren Gratisbeilagen Lreisbtatt
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BoBtai Cie uns nicht auch solch ein Fest bereiten? U habe noch nie ein solches mit erlebt nud die Kinder, die es auch uicht kennen, werden fich gewiß darüber freuen. Wir hab« nns bisher »nr der ranzofifche» Sitte der < trennen angeschloffen.- Er händigte ihr ein Päckchen Banknote» ein. .Nicht wahr, Sie habe» die Güte, die Ueberraschungen an meiner Statt zn besorge«? Ich verstehe mich schlecht darauf, Wünsche z« errate«. Was Ihre« Weih, «achtsba-m onbetrtfft, so Halle« Sie «ar Umschau im ©orten und Gäste endlich lade« Sie, oder laden Sie nicht, soviel als Ihne« gerade gnt erscheint. Ich
3’nen Pldn Phvoir, nach freie« Stücken zu schalte«.- *
_ Sie «ahm die Banknote« entgegen. Wie fühlte Pe fich dabei Vers acht, diese kräfttge, nervige Männer. Hand an das Herz z« drücke« in ihrer Freude. Die £$tete ihr aus de« A«g« und klaag hell ans ihrer rtffche« Stimme, als fie «an rief: .Welch' ein reijeaber Gedanke das ist! Sie soll Ihnen schon au °llru, mrsere dentsche, poettsche Feier. Und wie dankbar ich Ihnen dafür bin. ES wäre so stanrig für «ich gewesen, ein Weihnachtsabend ohne Tannenbaum nnd Lichterschmuck.-
r, Lächeln glitt wie ein Leuchten über die an* chonen Züge des Mannes nnd aus feinen Ange» brach«» warme Sstahlen wie Heller Sonnenschein. .Sie werden viel zu sorgen haben and es bleibt Ihne« wenig Zett.-
,DaS iß ja nar Freude, nur Freude-, rief Rose und drückst die Hände gegen die Brnst. Johannes blickst ihr noch einmal in die glücklichen Kinder» auaeu. dann aiua et.
_. Roll rechnete eifrig in ihrem Jblenber nach. Eine Pfefferkuchensendung als Postpacket mnßte gerabe noch am Morgen beS helligen Abends ein* treffe«. Schnell flog ihre Feber über ba» Papier ÄrtA fr etUe «leffandro, dea vtstf
S i” tragen. Während deffeu "chtr Rose im Garte« eine» Tan«e«baum a«S, der
Zum Neue« Jahre!
r Ein neues Jahr und neue Zeit bricht machtvoll jetzt herein, |fe sinkt das alte still und stumm im letzten Zwielichtschein; kIuf schaut die Welt, des Wechsels froh, ins neue Jahr hinein, Segrüßt sei es von Herzen vom Meer bis hin zum Rhein!
Gegrüßt sei uns, Du neues Jahr, nun werde fest und stark, Hab stähl' uns Alle gegen Leid bis in das tiefste Mark; Senn alles wird nicht Freude sein, was uns die Zukunft bringt, «»hl, wenn nur alles mäßig gut im neuen Jahr gelingt!
Der Wünsche sind wie Sand am Meer, der Pläne Hüll
Zur Jahreswende.
Vergangenheit und Zukunft berühren sich zwar fortwährend in dem flüchtigen Augenblick, welchen wir die Gegenwart nennen, wohl bei den meisten Menschen aber kommt dieses Jneinondergreifen nur «lSrahmkwrisc zu bewußter Vorstelltiug, bei gcwohn- Sheitsmäßigen Anlässen, vornehmlich beim Eintritt in ein neues Jahr. Jeder mustert, rückwärts schauend, was das abscheidende Jahr ihm gebracht — oder auch nicht gebracht, jeder sieht sich das kommende darauf an, was es ihm an Hoffnungen und Wünschen .erfüllen könnte — vielleicht auch erfüllen wird, llnd ähnliche Empfindungen, wie die Brust des Einzelnen, bewegen auch den Sinn der nationalen esamlheit, soweit sie von verständnisinniger Teil- ihme au ihren öffentlichen Geschicken getragen wird.
Auf der Grenzjcheide von 1889—1890 stehend, kann unser deutsches Volk dem schwindcnocn Jahre Wesentlich nur eine dankbare Erinnerung weihen. Ist «is im Laufe desselben doch das allen gleicher- »aßen teure, unschätzbare Gut des Weltfriedens
höchst spannenden Romans
Eine vornehme Fra« von Hermann Heiburg, Mitarbeiter des „Daheim" und anderer Blätter erworben und wird derselbe nach Beendigung der gegenwärtigen Erzählung zum Abdruck kommen.
tot gesagt habe. — Der ständige Ausschuß des deutschen Juristentages trat am Freitag abend zu einer Sitzung zusammen, um zunächst über die Frage zu beraten, ob im Jahre 1890 eine Versammlung des Deutschen Juristentages einzuberufen sei. Ein endgiltiger Beschluß wurde darüber noch nicht gefaßt, vielmehr beschloffen, noch die auswärtigen Mitglieder des Ausschusses zu einer bezüglichen Aeußerung zu veranlaffen. Dagegen einigte man sich dahin, daß in jedem Falle schon im Jahre 1890 Gutachten über die dem nächsten Juristentage vsrznlegendm Fragen eingeholt und veröffentlicht werden sollen. Der größere Teil dieser Fragen beschäftigt sich wiederum mit dem Entwürfe eines bürgerlichen Ge* setzbuches für das Deutsche Reich, gegenwärtig der wichtigsten Aufgabe der deutschen Gesetzgebung, u. a. auch mit den hervorragend wichtigen Gebieten des Hypothekemechts und des ehelichen Güterrechtes. Auch die weite Kreise interessierende Frage, mit welchen Mitteln den Mißbräuchen der sogen. Abzahlungsgeschäfte zu begegnen sei, soll dem nächsten Juristentage vorgelegt werden. Aus dem Strafrechte erwähnen wir die Frage nach der Strafbarkeit der Trunksucht und der Zulässigkeit bedingter Verurteilungen aus dem Handelsrecht, die Fragen betreffend die Erweiterung oder Beschränkung der sogen, absoluten Handelsgeschäfte und die rechtliche Stellung der sogen. Minder-Kaufleute. Endlich sollen auch gesetzgeberische Fragen aus dem Kolonialrecht zum erstenmale den Deutschen Juristentag beschäftigen. — In hervorragendem Drucke bringt die »Nordd. Allg. Ztg." heute abend folgende offiziöse Notiz: In der hiesigen Zeitung „Das Volk" findet sich eine aus Kiel datierte Mitteilung, wonach in kirchlichen Kreisen eine. Erregung. L-fte-heu soll, wegen Berufung von zwei aus der unierten Kirche stammenden Räten in das dortige Konsistorium und wonach die Absicht bestehen soll, dieserhalb eine Abordnung an den Kaiser zu schicken, um Schutz für das lutherische Bekenntnis der schleswig-holsteinischen Kirche zu erbitten. Das genannte Blatt reproduziert dabei einen Paffus aus der .Norddeutschen Reichspost", in welchem eS heißt: „.Jedenfalls feiert die lutherische Kirche unseres Landes in diesem Jahre ein Weihnachtsfest so ernst, wie wohl noch nie; denn es fragt sich, ob es nicht das letzte Weihnachtsfest der lutherischen Landeskirche gewesen ist. Mögen wir uns int Januar versammeln zu einer Gebetswoche und zur Fürbitte für die Erhaltung der lutherischen Kirche in Schleswig-Holstein. Ihre Lage ist so ernst, wie noch nie. Wir aber wollen
gefügt. Für den erzählenden Teil unseres Blattes haben wir das Abdrucksrecht
ungeschmälert erhalten geblieben und damit der augenfälligste Beweis geben, daß die schweren Opfer, welche wir unserer Wehr- und Steuerkrast um des Friedens willen auferlegten, nicht vergebliche gewesen! In der erfolgreichen Zurückdämmung dräuender Kriegs gefahr genießt Deutschland, und mit uns ganz Europa, die Früchte jener segensreichen Politik, welche sich unter der Aegide des Dreibundes zu einer tra dilionellen herauszubilden fortfährt und durch Kaiser Wilhelms fortgesetzte Besuchsreisen fremder Höfe, sowie durch die Anwesenheit der Monarchen Oesterreich-Ungarns, Italiens und Rußlands in Berlin, in Verbindung mit den Begegnungen, welche zwischen dem Reichskanzler einerseits, den leitenden Staatsmännern der beiden übrigen Glieder des Dreibundes andererseits stattgefunden, um ebensoviele neue und leistungsfähige Bürgschaften bereichert worden ist!
Wenn nur den friedlichen Errungenschaften auf dem Gebiete der auswärtigen Politik ebenbürtige Resultate auf inner politischem Gebiete gegenüber- ständen! Allein, man darf es sich nicht verhehlen, daß, wenn der alte Erbfehler unseres Volkes die Uneinigkeit und die itio in partes, in Ansehung der auswäi ligen Dinge vor den berufenen Autoritäten allmählich zu schweigen gelernt hat, er nach Innen das desto lautere Wort führt; daß die politischen, religiösen und namentlich die sozialen Parteiungen heute anscheinend weiter als je zuvor von Friede und Versöhnung entfernt sind. Ohne verkennen zu wollen, daß auch das Jahr 1889 für Deutschlands innere Entwickelung keineswegs ein verlorenes gewesen, wird man sich doch gestehen, wie das, was an posiriven gesetzgeberischen und sonstigen Erfolgen eingeheimst wurde, weniger das Verdienst des Parteigeistes, als vielmehr die mit elementarer Macht tvirkende Logik der' Thutsächeu zum llrheöir hat. Die Kraft des nationalen Gedankens war es, welche unserer inneren Entwickelung auch während des verflossenen Jahres über so manche Fiihrlichkeit hin- weghalf und sie in den Stand setzte, sich des Ansturms der zersetzenden Faktoren sieghaft zu erwehren.
Die Kraft des nationalen Gedankens, der treuen, selbstlosen Hingabe an Kaiser und Reich, ist eS auch, welche in diesem ernsten Augenblick der Jahreswende den ehrlichen deutschen Vaterlandsfteund mit Vertrauen in die Zukunft erfüllt. Andernfalls könnte ! ihn ein Blick auf das ruhelose Göhren und Brodeln i in den Tiefen der sozialen Frage vielleicht stutzig i machen. Sind doch nun erst wenige Wochen ver- 1 trichen, daß dem deutschen Westen eine abermalige i Streikkatastrophe drohte, deren Hintan Haltung die I
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise MarbuMM^
i Expedition: Markt NI. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Ang, koch.
za ertragen ist. — Weaa Rose dana an jenen Blick dachte, als er mit Onkel Georg von der Reise ae. kommea, bamt pochte ihr Herz so heftig, baß fie die Hand daraaf presse« mußte. Dennoch konnte sie fich die» ängstliche, wonnevolle Gefühl nicht erklären, das fie in solche« Angeublicke« erfüllte. — Als Stofe am nächste« Morgen beim Frühstück mit dem Konsul znsammentraf, erwähnte dieser im Gespräch, er habe Abend zuvor bei dem joar fixe in Easa Goffredi Aschen kenne« ^ernt. .Er ist preußischer Offizier, ein Baron Frohreich. Da er auch ein liebenswürdiger junger Mann zn sei« scheint, habe
ihu anfgefordert, «ns anfzusnchen. Ich glandte, e» würde Ihnen angenehm sein, einmal einen L-ndS. mann zu begrüßen.-
Rose sah dankbar z« ihm ans. Wie gütig von i$m, daran zu denken. Die Aussicht auf den versprochenen Besuch hatte deu kleinsten Teil au ihrer F/eude über die zarte Aufmerksamkett, die sie tu f°nd. .O ja, es macht mir sehr große Freude, ich dauke Jhuea.-
«So weuig wohl, so weuig heimisch fühtt fie sich dachte Johannes, .daß schon die Aussicht auf deu Besuch eine» Fremden, mit dem fie nichts gemein hat als das Vaterland, sie so er. freuen kann.- Ein bitteres Gefühl erfüllte ihn und der freundliche Ausdruck von feinem Gesicht war verschwunden. Rose sah die Veränderung in seinen 3ügen wohl. .Er Berent, mir eine Frenndlichkett ernrtefen zu haben-, sagte fie fich. Es kostete ihr Ueberwindung, aas da» hettere Seplaader bet Äiaber einzngehe«.
bUS^diese daan za ihren Stauden gegangen waren, trat Rose an den Schreibtisch, nm ihrer «e. wov-heit gemäß die Wirtschaftsbücher durch,usehe». Stz wartete, den Beinen Schlüssel tu der Hand auf da» Entfemeu des Konsuls, der noch immer schweigsam und gedankenvoll am Tische saß. Nun wandte er i 8” Hr: ,Fräulein Ternoff, Sie haben nn» so ötel von Ihrer deutschen Weihnachtsfeier erzählt.
staatliche Autorität zu einem direkten Eingriffe in das Verhältnis zwischen Arbeitgebern und Arbeitern bewog. Inwieweit hier das rechte Maß innegehalten worden ist, besonders unter dem Gesichtspunkte billiger Gleichberücksichtigung der Koalitionsfreiheit nicht nur bei den Arbeitern, sondern aud; bei den Arbeitgebern, muß die Erfahrung lehren. Bedenklich will es uns immerhin scheinen, wenn parlamentarische Dokttinäre einseitig den Arbeitern nach dem Munde reden und, sei es aus wahltaktischer Spekulation, sei es aus sonstigen, sachlich nicht gerechtfertigten Erwägungen, in dem wirtschaftlichen Jnteressenkampfe der beteiligten Parteien eine Haltung beobachten, welche am letzten Ende nur dahin führen kann, die Begehrlichkeit und Disziplinlosigkeit des Arbeitergros schrankenlos zu steigern
Hoffen und vertrauen wir, daß das neue Jahr bem heißen, inneren Ringen und Kämpfen unseres Volkes solche Bahnen anweise, solche Ziele setze, welche mit dem Wohl her Gesamtheit nicht nur nicht im Widerspruch stehen, sondern zur Förderung desselben ihr Teil beitragen. Die bevorstehenden Reichstags-Neuwahlen werden aller Voraussicht nach einen folgenschweren Ausgangspuntt neuer Manifestationen der alten, schon sattsam bekannten Strebungen bringen. Desto mehr gilt es für jeden treuen Freund des Kaisers und des Reiches, fest und unentwegt das Panier des nationalen Gedankens hochzuhalten, auf die Weisheit der regierenden, auf die ehrliche Mitwirkung aller staatser haltend en Faktoren, endlich auch auf den guten Genius der deutschen Volksart zu bauen. In diesem Sinne ist uns auch das neue Jahr kein unbekannter Fremdling mehr, sondern gewissermaßen ein vertrauenerweckender Gast an unserem Herde, und in diesem Sinne rufen wir unserem Leserkreise ein herzhaftes: Prosit Neujahr! zu.
Deutsches Deich.
Berlin, 30. Dezbr. Der Kaiser verlieh dem Fürsten Pleß den Schwarzen Adler-Orden. — Bei der Kaiserin Augusta findet heute abends ein Diner statt, zu welchem die Botschafter mit ihren Gemah linnen geladen sind. Die kaiserliche Familie ist heute nachmittags von Potsdam in das hiesige königliche Schloß übergesiedelt. — Die „Kreuzztg." veröffentlicht die Zuschrift eines Lesers, wonach dieser am 28. Dezbr. eine Nachricht aus Aden vom 10. Dez. empfing, derzufolge Dr. Peters an Deutsche in Aden persönlich die Mitteilung gelangen ließ, er sei wohl und munter und freue sich, daß man ihn
MllV (JUU/
«d jeder wartet ganz bestimmt, daß Reu-Jahr sie erfüll; «ch eigne Kraft und eigner Mnt, die dürfen steh'n nie ftiU, Aichst Gott die beste Stütze ist der eigne, feste Will'.
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition b. Blattes, sowie die Annoncen-Bureanx von Haasenstein und Vogler in Frankfurt a.M., Cassel, Magdeburg n. Wien; Rudolf XXV Moffe m Frankfurt a. M., Berlin, München u. «An; ®. L. AA ’ * Daube u. Eo. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari».
Eo freu'« wir uns zum neuen Jahr, so grüßen wir es laut; ■ ist am ersten Tage schon geworden unS oerttaut «Hessen schnell ist drüber hin das alte treue Jahr, M hat's mit unS doch gut gemeint nach bester Kraft fürwahr.
Das alte Jahr bracht' Ungemach in feiner langen Zeit, »Manchem schwere Sorg' und Müh' nnd vieles Herzeleid, «h ob nicht Mancher selbst geschafft sich hat sein trübes Los, ■eil gar zu schnell er werden wollt' nun mädjtig, reich und groß?
8a8 uns umgiebt und uns umwebt auf Erden Jahr für Jahr,
J» ist verborgen unserem Äug', wird uns erst später klar: «r geraden Weg's durch's Leben gehn, ohn' Furcht und . ohne Zagen,
■fcu wird schon mancher Schickfalsfeind bald in die Flucht geschlagen!
Rhtcr es stets, so wird es fein, da Hilst kein Wünschen, Flehu: - gut durch'» Jahr hin wandeln will, muß tapfer auf- recht stehn!
Groll darum dem alten Jahr, das Jahr ist ohne Schuld, vorwärts stets int neuen Jahr, mit Klugheit und Geduld! ^dtch für das deutsche Vaterland bring' Glück das neue Jahr, woll'n nicht höh'ren Ruhm und Glanz, wir sind der . Kriegslust bar
N daß die deutsche Arbeit mag sttts gefegnet sein, f’ttuf ein volles Glas, darin stimmt Alle ein!
f /6AA Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und
Feiertagen. — Quartal-Abonnements-Preis bei der Expo-
f —------bition 2'/. Mk., bet den Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (exkl.
fOS «estellgeld) Jnsetti°nsgebühr für die gespaltene Zeile MlttWvch, 1. JaNlklN 1890.
10 Pfg., Reklamen für bte Zeile 25 Pfg. ” v