Einzelbild herunterladen
 

möge»

BtttrdMHg tm Voraus bezahlt hatte.

gar nicht i» de» Siu», daß ihm

ileesi.

ier* xxb

Ke

r«

I

iflr

8

495

i

:hninq img J

[6951 asr.

I ß ^/

T

'ch Z 13

rte-

ni

irichtetJ

saa

w ». . bet

WM- Wir machen unsere geschätzten Befer schon heute darauf aufmerksam, daß vir am 18. Januar, dem 25jährigen Ge- »enktage der Kaiserproklamation zu Versailles, welche unser deutsches Reich itu erstehen ließ, der Gesammtauflage der ,Oberhessischen Ztg." eine

illustrirte Festnummer

Well ex, Bet' angel k-

u Schlaf. 3Piche n S? Sie ,hre. alte He in a Weberei rünberg i lassen ür Wolle ikin und . (6308 is.

(Nachdruck verboten.) I verzichten, mein Herr Doktor! IhreFreunde* Die Salon-Fee. mtewsiren mich durchaus nicht, ja ich Haffe sv' Roman von A Marbv "^^ulichen Philosophen und begreife

"icht, wie an ihrer veralteten Weisheit sonst ganz* (Fortsrtznug.) I em Gemisch von Ernst und Schelmerei um-

i .Nun, dann doch nur auf dem Zauber. I zuckte die schwellenden Purpurlippen .ganz >amel ter «Sch-rerfendsten Phantasie!* Doktor nette, verständige Menschen !wch Gefallen finden -roner nahm lächelnd Doras leicht widerstrebendelkönnen.* 1 p oen

janb und führte sie an feine Sippen. .Lassen Sie .Fräulein Dora, Fräulein Dora!* warnte "achrechnen: Montag genoß ich dar!Tokor Kisner lachend,.hüten Sie fich durch

S, L w ti1-- 6at" * ä;-"""8 d---llns-,bl^,R-ch?^uZ

aaß, haben Sie sich nicht sehen lassen!>Bann geschlagen, daß er die ganze übriae

t7445 ich weiß recht gut, Sie fühlen sich nicht mehr! Welt vernachlässigt. Nicht genug* mit jäher gaffe), vohl m unserem Hause! ! Bewegung erhob Dora den blonden Kopf, ihre

_____ j .Das, mein gnädiger Fräulein, ist wahrlich der! blauen Augen blitzten den Nebelthäter zornig an ingerechtfertigste Vorwurf, den Ihr schöner Mund .daß Sie der Mittwochrparthie nach Frieden,, e ausgesprochen!* bürg fern blieben, mußten Sie auch gestern absagen

Nun so überzeugen Sie mich doch davon, ! lassen.*

»erbe dann nicht ermangeln, meine Beschuldigung »Eine wirklich dringende Arbeit!* wandte u widerrufen schmollte Dora «och in volle» Ur.» I Krönet ein.

RUt^e. .Warum blieben Sie so lange unsichtbar?! ,O, schweigen Sie davon!" unterbrach ihn

öo waren Sie? Was haben Sie gethan während Dora heftig.Sicher war sie nicht so wichtig, er ganzen Zeit?" darüber unser hübsche« Gartenfest zu verschmähen

. .Gearbeitet. Wo ich war? in Gesellschaft bet 34 wartete in solcher Spannung, ob unsere «einen je Wen Geister aller Zellen. Sie lächeln un-1 Arangement« ihren Beifall finden würben* f^ubig? 3«! wenn mein »ort Jhnm nicht ge. .Bebaute auftichtig. Fräulein Dora! Aber

»ügt, fühle ich mich rathlos, benn leider bin ich! wie durste ich so eite! sein zu alauben hnE Ein mit fpititifiif^er Kraft Begnadeter, meine! unmaßgebliche Meinung irgend ^Werth Mr Sie be- rri^^IeUnbe 6lS roeWte "°llgiltige Zeugen fitzt? Uebtigen« läßt Ihr °bewundern«^rt§r G^ r £->. , , , | schmack nur vollkommen Gelungenes vrrmutben

s»be junge Dame erhob mit anmuthiglund es wird an rauschendem Beifall nicht gefehlt «hrender Bewegung die «eine Hand -darauf haben*. 3 T 9

förbe ich selbst im Falle Ihre« Können« freiwillig!Run ja, man fand Alle« reizend: die allgemein

animirte Stimmung ließ nichts zu wünschen, aber sie sich schweigend und, den Arm auf den Tisch wir «ar dre Freute doch verdorben.* ! stützend, beschattete sie ihr Gesicht mit bet Hand.

Unb mein ist die Schuld? Hätt' ich baa! .Sie bleiben stumm? Wollen Sie keinen ahnen können! Was bleibt mir nun zu thun,! Frieden mit mir schließen?* fragte Krönet mit mem todeswürdiges Verbrechen zu sühnen?" Izsingender Höflichkeit, seinen Sessel dicht an ben

.Nehmen Sie sich in Acht, noch Spott hinzu-1 ®otflS(*enb und den Kopf vorneigenb, um ihr zufügen, mein Herr Doktor!* I ausbruckvolle« Mienenspiel besser zu beobachten.

.Nichts liegt mir ferner! Vielleicht, Fräulein! 3hre kleine Hand sank aber noch tiefer über Dora, urtheilen Sie milder, wenn ich Ihnen gestehe,! ihr Antlitz; ihre Stimme klang seltsam bedrückt daß es gerade gestern meiner ganzen geistigen Kraft! al« ob die Erwiderung ihr schwer falle: '

bedurfte, die widerstrebenden Gedanken bei meinen | .34 muß ja wohl doch nut unter einer Studien festzuhalten, welche jeden Aufschub un»!Bedingung!"

möglich machten. Sie wissen nicht, welch ein harter! .Und die lautet?* fragte Krönet in sichtbarer Tyrann die leidige Pflicht wie mancher Herzen«. | Spannung.

«ursch ihr zum Opfer fallen muß. Eigentlich, .Geben Sie die Absicht, nach Berlin zu gehen, wollte sie mich auch heute in ihr Sklavenjoch|auf bleiben Sie bei un«!*

Pannen, allein lange zum Schweigen gebrachte! Die» unerwartete »erlangen beraubte ibn sehnsüchtige Wünsche waren diesmal mächtiger j momentan aller Fassung.

unb fo bin ich hier und bitte: Lassen Siej «Unmöglich!* stammelte er verwirrt.

Gnade v« Recht ergehen und uns Frieden schließen!Unmöglich?* wiederholte sie mll merklich

für die kurze Zeit, die in Ihrer Nähe zu weilen I zitternder Stimme .auch wenn ich SieL mir noch vergönnt ist ' | bitte ?" *

Doktor Krönet hatte in steigender Wärme geJ .3« diesem einen Falle ja! selbst wenn Ihr

sprochen, und die ihm wohl selbst unbewußte, viel-!Wunsch mehr al« ein Scherz wäre!" versetzte er Ui4t unbeabsichtigte Innigkeit im Tan feinet ernft. «Wünschen, fordern Sie alle« Andere, Stimme blieb mcht ohne Eindruck auf die zürnende,!Fräulein Dora, Sie sollen über meinen guten junge Schönheit; der Unmuthschaüen auf ihrer! Willen nicht zu klagen'-.staben, aber* »eifjen Stirn verschwand; die langen, schweren .O, ich habe an ^r einen Probe Ihrer Simpern langsam emporschlagend, glitt ihr strahlender! Willfährigkeit gen^u" unterbrach sie ihn bitter, «E zaghaft forschend über Krönet'« Antlitz |mit heftiger vi^render Stimme.So leicht es keine Spur von Sarkasmus wat darin zu lesen. 3dnen fällt, 5^ Freunde m verlassen, so schnell

Da verscheuchten seine letzten Worte da, süße «-erden Sie versessen W Gehen Sie nur schein, das noch eben Dora, holden Mund umd gehen (=-ie _ ;e eber, dew besser!'

*e'aulffuuj, ihren Wangen wich einer j «Dora». Aröulein Doro'* rief Krone» in

; um ^e zähe Bewegung ihre« Innern! freundlich b-sLwichtigendnn >ne u? kann m4t tm Ton der Stimme zu verrathen, verhielt I nicht glau! Sie mich in -ahrbeüÄ solch'

öchentlichc Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

- ~ 22Z Sonntagsblatt.

L - k»en ht.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und ray* <

» % Marburg,

Dienstag, 31 Dezember 1895.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blatter, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein u Vogler in Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf XII Moss- in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; C L AAA* 'Oa99 Daube u. Co. in Frankfurt a. M, Berlin Hannover, Paris

Mau» um dir 150 Rk. - sei» letzte« Ser deinem «ipf-l be« öffeutlichr» Lebeu« stand Ob , die er dem vettheidiger für persönliche 13es;r Politiker wer n»i Dieser uicht, da« ist aleidbairtie

i nnr ein hilft k .?^edmann war ei« brillauter Lertheidiger, zweifelhafter civilrechtlicher Anspruch cm da« Ln^ hin^Tialekttk? d-ss-n^!'Ä 6or ^llem «5gt» be« Dr. Friedmarn verbleibe. Der Gericht« Lte gefd|ttlo e ' , uaweuilich

berichterstatter fügt melancholisch hinzu: .DerartigeL 14ft"^-h-n konnten der e«

Fälle Serben fich bei bet ausgedehnten Praxi, be« ktr eÄrte Sr SS ** 5

«-rschwnnbeneu noch recht viele ereignen.* Gleicheißffi auX^2 2» Staattanwalt et, z-itiz unb auch schon einige Tage zuvor fanden fich " ffe» ,obueb?«

in den Berliner Blättern allerlei in merkwürdig w»§ fr T

wohlwollendem Tone abg^ faßte Rotizeu übet da» '.

B-rschvind-n be» bekannten Anwalt«, e« wurde mit gefitert ^n alle?^ Tüumph

sentimentaler »erShrtheit erzählt, wie er in dem ,fia*Je tbr«

Abschiedsbriese an feine Familie geklagt habe, er n

fühl- sich «wie ein gehetzte« Edelwild*, anbererfeit« KJ Seit ' n wurde» «udentungeu gem.cht, baß er «infolge äußerst f0*? ob£? K b, *?«, e^e* @ce'

i begeben, Jedenfalls dürfte e« auffallen, daß fast UualaEe« ab« 5!» S ? tr e? eIt«;

in her ganzen Berliner Presse, die fich onft einen 7 *ScxiaIe

fenfationeHe» Fall doch nicht entgehen läßt, unb die «-L al« h o?'?

-°ch heut- eifrig bemüht ist, den Sturz Hammer, p.tz er Tl8 «eihd« kJ,-t t» 3faI1'

ftcinl aurzufchlachten, ber «Fall Friedmann* in der yenn b Sck7ab ! s7 Ä'Ä

schonendsteu Weise besprochen wirb. Und doch weiß ,<«7 '?ät ei,rci<*te' d-ß die Richter

-« in Berlin jede« Kind - ja die Spatzen finge» .» ®8

-s °uf dem Dache - wer Herr Friedmann ist nnb f on« S?rae6H«eti*6 in ei!em°'/^,?«^ »ie wenig er Schonung verdient. Die Zeitung« versäumt werde» Bekannt ist fhn? h*a

Ä« S.rS. «ÄT

"f"« L »L ä"ÄH

bic Siiüfte So fÄfi»t ps »fs nB hfi*I j. «... , contra

2' ! ? ^"l vahn, tn dem die Ehe eine, Rechtsanwalt, diese«

Flüchtige, bet in Berlin seine Frau und Kinder in! Namen« geschieden wurde dieZ'hprnm h»a r.. ÄSÄWI*1 >* «**ff-ÄÄ gwbige Nervosität an ber «eite einer «lieben« tretenden Miitheilung, daß ge.e.r ihn ein Per. würdigen Freu»^* zu He len sucht. Die Gründe fahren wegen Beawtenbestechung einqTitet wurde diese« seltsamen Verhalte», dazulegeu, ist nicht unsere sei nur im Vorbeigehen genommen Aufgabe; wer sie verstehe» will, wird fie ohne, Jedenfalls fällt au« düfin Andeuinna-n Schwierigkeit entdecke». Wohl aber ist e« von leb I genügende« LiLt auf das .gehetzte Rehwild*,

haftem Interesse, die llmrisse einer Gestalt zu! Aber e« benöthigt noch eisiger Angaben nm ha« q ^cht nur^ die Oeffenilicheit noch in I Bild zu vollende». Friedmaun Familienvater er

«ehrfach befchä,Ligen wird, die auch ganz! hat vier Mnder, von demu da« jüngste erst einige entichieden, gerade wie Herr v. Hammerstein, auf, Monate alt ist. Von seiner ersten Frau hat er sich

da» Haupt feiner eigenen Mntter entsandte, oder wie Nögrl, ber wilde Gesell, bet auf dem Oybin Harm- loie Kurgäste anfiel nnb uiederschoß unb dessen blutige Spure» über Böhme» nnb bie Schweiz hiu- führeu bi« in die sonnendnrchsengtkn Wüste» Alge­rien» : Solche Gestalte» hat e« immer gegeben, bereu Raubthiernatur durch allen Firniß ber Kultur hin durchschimmert. Diese Leute find keire Typen, fie find Ausnahmen. Ein hihereÄ Interesse entsteht er« dort, wo Charatter und Thaten sich als ein Produkt ber Fehier in der gesellschaftlichen Ent.

. Wickelung ergeben, wo bie Geschichte eine« einzelnen

ratrs vergeben werden, dre hoffentlich sich Schicksals zugleich tzie einer Gesellschaftsschicht ist, effeiben Beifalls und der gleichen warmen!«£?? eM °^^thumlich komplizirter Charakter dem lufnahme zu erfreuen haben wird, wie jeneL?4tÖ8g0' k!>mte"vIr^Ku^m'd^ P^-zE £ festnummer, die wir anläßlich des 80. Ge-! »or ben Berliner Geschworene» gegen die Sänke ge urtstages des Altreichskanzlers verbreiteten. /E»Mädchen von beflecktem «ufe,

a 0 da« seinen langjährigen Geliebte« in demselben M».

' ...... 11| ment erschoß, al« e« von ihm verlassen werden sollte,

Em Typus aus dem Berliner ®dra*tM< 6iet«; vielleicht

2;,. , , 1®« e« weniger lohnend gewesen, lern wenig tont

Thrergartenvrertel. bltjiite« @tnp«»bMg«Ieben bet Dirne »achzngehe», V Still und friedlich, trotz ber am politische» E-den zu stndiren, au« bissen Fäulniß der

ssmmel hanseuden, drohenden Wolken da» Ar,t 8e

mchiSftst verlausen. Nicht überall herrscht ja «Friede Ä L S § L

ms Erden*, aber e« scheint, al« habe die Stimmung » «oralische Abhängig,

«r F-stz-'t überall, wo bie Menschen sonst anfein ont T*

»d»schlagen, eine Art von »affeastillstanb, von ° du 4-ine mit einer I

sötte,frieden'erzeugt. ' F-milie fich zu« honette« Mann

0 ° »mzumauser». Hier war Bereit« das efctt redlte

Sen« bie politische Dirkusfion znr Nahe kommt, I Milieu gegeben, in dem fich einst bie Sommerfeld'»

eifen, kleinen Striche zn »erfolge«, bie sich für de» lein Mann mit klangvollem Namen, eine Leuchte de« nr $c?bo^t zusammenfügen zu Berliner AnwaliSthum«, Herr Flitz Friedmann

3. kkiwl iem kulturellen Bilde unserer Tage, $Bie man bad begegnet. u « «J manu,

i-k-ud- Jahrhundert nicht völlig begreift, we»-« man In ben Berliner Blättern vom Dienstag fand mpfehleN Blick nur über bie Thmmjpitzeu der Menschheit, sich u--ter den gerichtliche« N-chrichte» folgende Mit

1* « HS^ uud Helmholtz! theilung: Am Dienstag fand vor der ersten Straf.

--hwelst» laßt, wie man in diesem Bilde auch Leu!kämmet de« Landgericht« II z» Berlin eine Ber u^kleu Grund beachten muß, auf de« sich Gestalte» Handlung statt, bei welcher ber Angeklagte dringend rte Frau Joniaux und ber Marquis be Nayve, wie! bat, auf seinen Lertheidiger zu warten oder ihn rufe» Kammerstein und Lentz erheben, so bietet nicht nur hu lassen. Als et aur Befrage» Dr Fritz Fried.

fkhr ich ^trachtuxg, sonder» gerade in be» «lokalen* uudBorfitzende: ,3a, der wirb wohl nicht kommen ' ich Ubftden «vermischten* Notizen steckt oft eine Fülle auf !e« lönnuu wirwohl langewan?,*' (5619 ®x ^"tertal, da« einen Pi-ter Brenghel begeistern! Au« ben Akten ging hervor, batz der Lertheidiacr

U >«»te._ Unb biet erwecken nicht sowohl bie Leute! rechtzeitig und ordnungsgemäß geladen worden war

birge). ff8w®t6^re Interesse, die an« verbrecherische» 3n° I ei» rechtlicher Grund zur Vertagung lag daher nicht

-7 Hutten heran« eine Reihe von Blutthaten begehen, | vor. Die «erhandlnng endete mit der «erurtheiluns

ruchlose Matwald, der die Kugel »ege»!de« «»geklagte». Auf dem Korridor jammerte der 1

Mk.2"