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MNkmrnts - Einladung

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m Weihnachtsmorgen 1895.

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>ein Gewissen frei von Seelenqual,

* So ist be<x das holde Weihxachtrfest wieder bei un! eisgekehrt mit seinem Keizesschimmer und seinem Ki»derj»bel, mit seinen häuslichen Feierstunden und seinen weit hinaus fick erstreckenden Liebe» werke», mit seiner Friedensbotschaft und seine» Freudenlicht. Und eS bannt ix seinen Zaubeikceit auch den, der fich'S gar nicht »ehr gugttraut hat, sich mit recht r Kindlichkeit freneo und der Sorgen einmal bergefft» zu können, die ih« drücke». Wer onst nur mühselig dem Er »erbe »echtrachtet, zu Weihnachten ergreift auch ihn die LebUust, wer sonst nur den Ernst bei Leben! unb die Rauhheit der Welt empfindet, zu Weihnächte; kommt es über ihn, daß er mit den Kindern frötlich sei» und ei» paar Tage stillen Glück! und behagliche» AulrnhmS ge« nieste» möchte. Wie i»»ig fich mit der deutsche» Volksseele da! Evangelium verbunden, wie tief die grundlegende» Gedanken bei ChristenthumS in die E»pfi«dung und in die Sitten unsere! Volke! ei», geb: nagen find, da! sehe» wir am deutlichsten daran, wie die deutsche Christenheit Weihncchte» feiert.

Weihnächte» ist bal Fest der Liebe. Daß Gott, oer die Liebe ist, der Menschheit i» seine« Sohne

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an

Noch Jahr um Jahr, des Glückes uns zu freu'», Last Deiner Strahlen wundersames Glänzen Mit neuer Kraft die Stirne uns umkränzen Und laß in Frieden Alles wohlgedeih'n!

das größte Geschenk gemocht, daß sei» koh» ihr sei»- Sattheit und feine Menschheit geopfert Hot, daß Liebe tie Welt erlöst und Aufopferung ihr den Friede» gebracht, dal ist die alte u»d ewig »ese Weihnacht!« predigt. Und als ei» Fest der Liebe feier» wir Weihnächte», dal Fest der Geschenke, auf dal «e> schäftige Liebe seit Woche» fich rüstet, zu dem jeder darauf finnt, Liebe zu erweise» »nd Freude zu bi» reiten, an de» auch i» den verhärtetste» Herze» eine Ahnung der Wahrheit aufgeht, daß Gebe» seliger sei denn N-Hrne». Weihnachten ist ein Fest des Hause! und der Kinder. Da! traute hochheilige Paar e» btt Krippe des Jesuskinde! läßt u»S «kermr, daß die köstlichste» Güter der Weichheit i» de« heilige» Bunde der Familie viedergelegt, daß in unser» Kinder» e ufere beste» Schätze und lieblichsten «ottelgabe» uns geschenkt find. So ms Weihnachten ei» rechtes Fest bei Hause! geworben, bei de« unsere Sinder die Hauptpersonen find, und aus Nah und Fern die Familienglieder zu f oher Gemrinschüst fich zusammeufiade», ja auch den Familieulosen dal Hau! sich öffnet, u« ihnen dal Glück de! .eigene» Herde! zu ersetze». Weih»achte» ist ein Fetz alle! Volke!. Den» e! verkündigt große Freude, die allem Volke widerfahre» ist. Und so sehen wir auch vom stolze» Schloß, in dem unser Kaiser mit ben Sehen dal schöne Fest begeht, bi! zur ärmste» Hütte des Tage« löhnet! überall de» Widerschei» derselbe» Freude, die Einmüthigkeit i» demselben demüthige» und dank' bare» Glücksgefühl, so daß dies Fest, das in de« Streit und der Unruhe der Welt Friede» auf Erden predigt, ein Fest der Eintracht und de! Frirde»! auch bei sni wird.

Da! beste aber am Weihnacht! feste ist doch diel, daß ei ei» Fest bei Herzen! ist. fe» unser« eignen Herze» soll » wir feixen Segen spüren, in die Uh- geduld und Verzagtheit, i» bin Uumuth und bex Uebermuth unserer Seelen will el F.ied: und Ver» traue», Freude und Festigkeit bringe». Da! Kind Jesus will u»! einen kindlichen Geist bringen »nd uns dem himmlische» »ater i» Liebe zuführe». Ach, d-ß wir ihm das Herz öffnete» und die schönste aller Weihnacht,gaben un! schenk.» ließen: den Heiland selbst, sei» Wort, feiet» Geist, fein Reich, fein Lebe» und sehe Liebel

Nun flamme auf, Dn mildes Weihnachtslicht, Laß überall dem Wort Erfüllung werden, Das die Verheißung mahnend zu uns spricht: Die Ehre Gott und Friede rings Erden!

Ker Quartalswechsel steht vor der Thür und damit «ich die Frage der Zeitungsbestellungen wieder in den gergrund. Wir gehen mit dem neuen Jahre zugleich » dar eigentliche L e s e v i e r t e l j a h r und sind der gUeberzeugung, daß unsere bisherigen Leser ihrem alten tzfreund, derOberhessischen Zeitung" auch fernerhin Wr öffnen und sie hineinlasien werden. Besonders b ei uns freuen, wenn sich unferm treuen Abonnenten- ge recht viele neue Zweige beigesellen wollten, ^ßer die Verbreitung einer Blattes ist, je mehr ist tzedaktion desselben den Lesern zu bieten im Stande.

608 nun den Inhalt derOberhesstschen Zeitung" |frifft, so wird dieselbe in ihrem politischen Theile streu, treu zu Kaiser und Reich zu halten, Kinn und die Liebe für unser deutsches Vaterland zu pi und allen umstürzlerischen Ideen ent- tzntteien. Dem lokalenT heile soll Mch künftig Ine Sorgfalt gewidmet sein, denn er ist bei den ßichen Lokalblättern von hervorragender Bedeutung b Leser. In ihm können die örtlichen, kommunalen sonstigen Interessen der Bewohnerschaft vertreten und »t werden, er ist der Platz, auf welchem alle Parteien stlnterschied ihres religiösen und politischen Stand­es sich treffen können zu gemeinsamer, segens- ler Arbeit. Von provinziellen und ver- feten Nachrichten ans aller Welt wird auch ig das Bemerkenswerthefte und Unter« le n b ft e mitgetheilt werden. Besonderes Interesse jedermann erweckt noch der Jnseratentheil der hessischen Zeitung", der in so ausgedehntem Maße

keinem andern hierorts erscheinenden Blatte benutzt k ein Beweir dafür, wie man von der W i r k u n g knnon een in herOberhesstschen Zeitung" infolge Verbreitung und Beliebtheit überzeugt ist und mit fdenn dieOberhessische Zeitung" hat die größte läge der in Marburg erscheinenden Zeitungen. In Znseratentheil derOberhessischen Zeitung" spiegelt sich rfammte Verkehrs« und gesellschaftliche Leben Marbn-gS I, Freud und Leid zeigt er abwechselnd mit wichtigen

Wir machen unsere geschützten Leser daraus fimerksam, daß wir in der ersten nach dem ieihnachtssest erscheinenden Nummer mit dem ptud einer Romans von A. Marby

Die Salonfee

linnen. Der Roman ist hochinteressant, durch. I geistvoll entworfen und in gemüthvollen, «nrwahren Scenen durchgeführt.

und können Sie mitnehmen zur nächsten Lazarech- talivn--und hier ist auch ein Feldpostbrief

ür den bra»en Sachsen Fian, N. Als der lleberfallene mit zit ernder Hand den Briefumschlag aufrtß, fiel nicht« tzerau« al« ein Stückchen Schaum« gold, da« ihm an den Fingern «nd überall hängen blieb und ein mit großen, ungelenken Schriftzügen beschriebene« Blatt--sie hatten

wohl daheim dem Kinde die Hand geführt.--

.Liebe« Väterchen" lauteten die Worte,ich bete lle Abend, daß die Franzosen da« Christkind und Dich nicht todtschießen und daß der Krieg bald aufhört. Alle Jungen spielen hier Krieg, aber der murrt doch nie lange und tobtgeschoffen wird deiner höchsten« blaue Flecke und Nasenbluten giebt«, und den Puppen werden Beine auigeriffen, aber dir läßt die gute Großmutter schnell wieder wachsen, und unser Herr Doktor sagt die Menschen wären letzt s« geschickt geworden, daß man auch wirkliche abgeschossene Beine und Arme wieder anfetzen könnte, ohne daß man viel davon sähe. Die Mutter will'« ihm aber nicht recht glauben und weint so viel. Komm du nur bald, dann >ört fie auf! Und Großmutter und ich wir laben vorsichtig vorn Bettchen da« Sold ab« enommen du weißt, vom Flügel de« Christ« indchen«, damit du doch auch etwa« zu Weihnacht bekommst lieber Vater e« ist da« Schönste und Beste, da» wir dir schenken tonnen. Ein kleine« Men nur habe ich heimlich n«ch am Bettchen ge« affen ich denke du und da« Christkind seid nicht »öse darüber! Und e« wird dich schon zu »n« ühren, lieber Vater, da« glauben wir alle ganz »nd grüßen Dich tausendmal. Auch die Schnitzeldank grüßt. Wir haben un« Alle nut da« Eine beim Christkind bestellt, daß t« Dich

Unsere Leser e-sehen an« allem diesen, daß wir weder Mühe noch Kosten gescheut haben, die hervoiragexsten Schriftsteller, Gelehrte von Ruf re. für die Mitarbeiterschaft an derObeih. Zeitung" zu gewinnen.

Dem Hauptblatte derObeih Zeitung" wird auch wetterhin eine sich großer Belebtheit erfreuende und die bisher immer noch beste belletristische Beilage, da«

Jllustrtrte Sonntagsdlatt" allwöchentlich einmal beigegeben werden; außerdem erscheint zurOberh, Zeitung", da fie amtliche« Organ ist, wöchentlich mindesten« zweimal da«

Kreisblatt für die Kreise Marburg rmd Kirchhain.

Der Bezugspreis derOberh. Zeitung" beträgt ein­schließlich aller Beilagen nach wie vor für Marburg 2 Mk. vierteljährlich frei in'« Hau«; durch die Post 2,25 Mk. Sämmtliche Postanstalteu und Briefttiger nehmen Be­stellungen entgegen. Bei Marburger Abonnement» wolle man fich an die Expedition derOberh. Zeitung", Markt 21, Wendern

Häedaktia« n. Aerkag derHier-. Zeitung".

ME* Neu hinzutretende Abonnenten erhalten da» Blevt von jetzt schon, resp. am 1. Januar die den Anfang de» neuen Roman» enthaltenen Nummern gratt» uachgeliefert.

Des Weihnachtesestes wegen cheint die nächste Nummer der >berh. Ztg." am Freitag Nach- ktag.

ROftcn ward es licht! Der Glocke» Hall heut' der Freude, hält zurück die Klage, I Himmelsleuchte Schein durchdringt das All | weckt die Schläfer zu dem Ruhetage, l Lider heben sich nach süßem Traum, | Auge schaut, ob auch in Sturmaccorden l Erde Winterkleid gewebt der Nsrden, iSerzenglanz den grünen Weihnachtsbaum.

|1 fest das Glück, das diesem Baum entspringt, Dich erhebt, wenn Alles um Dich trübe, Seligketten Dir in Fülle bringt, ilte fest an reiner Nächstenliebe! Mch ein Körnchen nur in Deiner Brust sbem Bestreben, Nnd're zu erfreuen,

(Nachdruck verboten.)

Das Christkind.

V»e WeihnachtSerinueruug von Elise Polka.

Joseph lieber Joseph mein, HUf mir wiegen mein Kindeletu."

itgenlit* tn Mari«.

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Deutsches Reich.

* Nttlis, 33 Dezbr. (Tagesbericht.) Die Kaiserlicher! Majestäten besuchte» gestei» de» Gotteldiexst. Heute »ahm d-r Monarch im Neue»

(Schluß.)

Weihnacht Weihnacht! Hätte er sich'« je träumen laffen, grabe bann sterben zu müssen 1 Draußen nicht »eit vom Fenster seine« Kranken- zimmerS standen ein paar lebendige Weihnacht«. bäume wer schmückte sie? Eben mit ein« brechender Dunkelheit sanken Flocken Über Flocken nieder ans die Zweige da erinnerte sich Franz, daß daheim die Mutter immer geheimnißvoll Watte um die Aeste bei kleinen Bäumchen« gewickelt hatte vor der Bescheerung und sein junge« Weib hatte e« später ihr nachgemacht und öa« Kind darüber gejubelt. Und plötzlich hörte er die sanfte müde

heute Dein Gelöbniß sich erneuen, »enden Armen von der eignen Lust.

[7611 öge Dir der Liebe Sonnenstrahl »en an dem stillen Weihnachtsmorge»,

St mme da« Wiegenlied dcr Maria fingen, ganz lerse wie ein Vogel im Traum:

Joseph lieber Joseph mein--

Hilf mir wiegen mein Kindelein---

Welche Flrtth wehmüthiger Erinnerungen stürzte

auf ihn ein. Ja er selber war ein müde« Kind, da« fich einwiegen lassen wollte wie einstmal« Vater und Geschwister. Fort fort mit dem Krüppel l Und die Lippen murmelten: Mutter! und bann tastete die Hand nach dem großen alten Schnitzelmeffer, da« einst des Vater« < janb geführt und dem Sohne überwiesen hatte. !)a plötzlich verworrene ferne Klänge, in «eiter Ferne, die näher schwebten und fich mischten mit Vagenrollen und Pferdegetrappel ein Postillon« orn intonirte bas alte deutsche Weihnachtslieb:

Stille Nacht h ilige Nacht--

Alle« schläft einsam wacht

Nur da« frohe hochheilige Paar

Bei dem Kindlein im lockigen Haar:--

Schlaf in himmlischer Ruh--*

i Männerstimmen fielen ein und sangen die ernste Leise--Die Hände de« Einsamen sanken ge-

-altet in einander--er wußte e« wohl selber

nicht.--Und näher und lauter klang e«:

Stille Nacht heilige Nacht!"---

Da« Schnitzelmeffer lag am Boden.--

Der Wagen hielt. Stimmen fragten nach ihm er hörte seinen Namen nennen. Die Thür log auf Licht quoll herein Ja brannte »enn ein Christbanm? Nein, nur bas gewohnte Lämpchen in der Hand der lachenden alten Pflegerin. --Hinter ihr kraftvolle Gestatten, freundliche bärtige Gesichter.--Da war fein Doktor

wirklich und leibhaftig, her ihm zurief:Na, lebet'« denn noch?' Dann find wir auch schön heran«

auf

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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

»ck u ag ^bi^aktion^und ExpeditionMarkt ^rurf,rei tawartw Jllustrirtes Sonntagsblatt. Sprechstunden der Redaktion> 10N°Uhr"Vormitta^r^"^

Feiertagen^ Quaital-^onnement^-Preir'»et der"6yj"= Marburg, sowie die Annoneen-Bureaux von Haasenstein u Vogler in

2?Ären R««?''Sf^0tÄraS^üb^bie^^au^lMittwoch, 25 Dezember 1895 M^in^FrM^u'/a°M'., Be°rl^MÜ,ch"en ^Köl'n^L rn Aahrg oder deren Raum 10 Pfg. Reklamen für die Zelle 25 Pfg. O Daube u. Co. in Frankfurt a. M Berlin Hannover.Pari»

»der wissenswetthen Anzeigen au» dem Kreise der heimath- llchen Bewohnerschaft.

Eine besondere Sorgfalt ist unsererseit» darauf 6er« wendet worden, für da» Feuilleton derOberh. Zeitung" werthvolle Beittäge zu erwerben. Zunächst ist e» hierbei der Roman:

Die Salon-Fee von Marly

der ba»3 terefle de» Les,Publikum» erwecken und «uch ver­dienen dürste. Die Handlung, die auf stttlich reinen Mo­tiven beruht, ist von Anfang bi» zu Ende äußerst spannend verfaßt. Auch wird eine lauge Reihe kleinerer Erzählungen, Novellen, Skizzen, wissenschaftlicher Aussätze rc. erscheinen. Von diesen seien vorläufig nur folgende in Au»sicht gestellt:

Bei der Kaiserproklamation in Versailles. Erinnerungen von Han» Wachenhusen.

Eine deutsche Königsfamilie im Orient.

Auf Grund persönlicher Erinnerungen an den König und die Körigin von Rumänien. VonDr.OttoHenneamRhyn.

Mariue-Jagden in drei Erdtheile».

Persönliche Erlebnisse von Kapitän-Lieutenant H. v. Ni eßen. DaS Japan von Einst.

Vom Kontre-Admi.al Reinhold Werner.

Die Folgen eines Schneetreibens.

Novellette von Gerhard von Amyntor.

Da weer kein' Hülp.

Novellette von Hermann Heiberg, Endlich in Ruh.

Humoreske von Graf Günther Rosenhagen, Die Thurmuhr.

Novelle von Zo 8 von Reu 6, Im Banne das Hauses.

Novelle von A n g u st T; i o i u », Der Geist desSeligen". Novelle von Wilhelm von Poleuz.

Seifenblasen.

Skizze von Wilhelm Berger, Der Maler der deutschen Romantik.

Zum 25. Todestage M. von Schwind'». Von Theodor Lamprecht.

Die ungarische Millenniumsfeier.

Bon Professor Dr. H. Lämbery (Budapest), Der Einfluß der neuen Belenchtnngsmrthoden auf die Augen.

Bon Augenarzt Dr. M. RadziejewSki, Grsnndheitsmaschinen.

Von Dr. ined. Georg Krafft,

Dann bist mit Deinem Glück Du wohlgeborgen. Beherzige fortan zu jeder Frist,

Auch wenn in Dunkel sich gehüllt die Tanne lud Du nicht mehr im Weihuachtsfreudenbanne, Daß Geben seliger denn Nehmen ist.