öchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
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»über den <ö-be»kfeier» dieses e — die ohnehin schwüle
lamente zur Siedehitze steig«» i» überreiche» Maße erfüllt.
da» sagt, ist selbst unverschämt
Jahre», ei»ige Sttmmuuz im würde», habe» .Unverschämt*. ", »dar glauben
m Ratte» her zu st Mens t haben
tt zwei Stteiteude mit derartigen Redensarten bardire» wollte», wie sie iw Reichrtage gang gäbe find, würde» sie vo» der übrige» Gesell- e»ergisch zur R»he verwiese» oder für dir »ft au» geschlosst n werden. Wa» aber a» einem sche al» durchaus unzulässtg gilt, daS soll fich wo die Vornehmste» der Ratto» »«einigt sei» , alle paar Lage wiederhole» dürfe»? Ma» lege »ur, wie »iderfi»»ig da» ist.
Wenn ei» Vergleich »wische» eine« Viertstche dem Reichrtage z» Ungunst« de» letztere» au»- , so liegt der t»»ere Grnnd dafür dari», daß sich in einer vintischdebatte bemüht, de» »«deren überzeuge», »»d daß ma» diese» A»dert» »icht vor»Herei» al» Gegner ansteht. Im Reichstage
Wen« solchergestalt die Reichst,glverhandlunge» sachlich geführt würde», so würde fich erstens v»u der Volksvertretung »»gleich «ehr erreichen laste», al» jetzt, wo da» Hieb- und Stichverfahren e» de» Vertreter« der Regierung ermöglicht, mit einig;» mehr »der minder eleganten Parade» fich an» der »ffaire zu ziehe» und »lle» bei» Alte» zu laste», u»d eS würde zweite»» die Arbeit des Reichstags — und daz» ist er doch etge»tlich da, »icht zu« Raufe» — bester gefördert werde».
Aber freilich, am Arbeite» liegt dem Reichrtage weniger, da» hat a»ch dieser kurze Sessi»»»absch»itt »tt beschämender Deutlichkeit ergeben. Am 8. Dezember haben dir eigentliche» Sitz«»-« erst bego»»e», »nd a» den »ter EtatSberath»»g»tage» war der Retch»tag auch gut besucht, wäre» doch »er»e»kitzel»de Scene» zu erwarte», am eiste» wirkliche» Arbeit»tage, als über de» «»lautere» Wettbewerb berathe» wurde — ei» BerathnngSstoff freilich, bei dem pikante Enthüllung« nicht zu «warte» wäre» — war die S!tz»»g schon viel schwäch« besncht, »nd am nächste» Tage, am 14 war da» Ha»» bereit» »ollständig beschlnßunfähig und der Börsenzettel, will sage», da» Stimmung»« bild, »otirte ,Ferie»ßi»m»ug'. Rau kaun aller« ding» der Reichstag jetzt mit de« bernhigendeu Se. fühle »ach Hause gehe», daß diese «angelhaste Theil» »ahme ■» den Sitzungen materiell »icht» geschadet hat, da dal Ergebniß der Vnathsnge» — Verweisung a» dir Kommisfioue» — auch bei einer gnteu Br setzuug de» Hause» daffelbe gewesen wäre. Nach de» Ferie» aber, we»» die Entwürfe aus de» Ko«. misfio»e» a» da» Ple»u« gela»ge» »nd Abstim- «unge» erforderlich werde», bedeutet die Beschluß. Unfähigkeit die Uu«öglichkest, die Materie zu erledige», da die Mixoriiät nie auf da» Mittel, die Beschluß fähigkeit anzuzweifeln, »erzichte» wird; ganz atge« sehe» davon, baß «a» vor Gesetzes, di- vo» eine« Drittel de» Reichstage» votirt werde», eb«fo» wenig Respekt haben ka«», wie vor eine« Gesetze, bei de« mühselig die BeschlußsähigkeitSziffer «reicht wird, bei de» aber die Abgeordnete» an hoc d. h. z»r Abstimmung z»samme»getto««elt werde» und ihr Votum abgebe», ohne fich «m die mündlichen «erathunge» »nd die schriftliche» vrrichte erheblich gekümmert zu habe».
We»» die Reichtzbote» die Ferie» be»ütze» wolle», um Kräfte für ei»e etwa» regne vetheiligung a» de» Arbeite» zu sa«»el», so sei ih»r» die Erholung gern gegönnt. Und »en» fit bet do« friedliche» Fe!>e fich mit de» Geiste der Versöhnlichkeit und
Verträglichkeit erfülle» wolle», so wird da» doppelt erwünscht sei».
Wttdeu ste'S thu»? „Quien sabe*, sagt der vorsichtige Lastiltaner.
Vor 25 Jahren um eben diese Zeit! Sie schwirr« wie Schneeflocken auf und nieder, die zahllosm Erinnerungen an den Weihnacht«.
von 1870 — an jene Zeit voll Blut und Lnen, voll Kampf und Sieg. Die damal» dabei
erlaub fortgezogen »»ar und vieleicht eben jetzt : dem Gesicht auf der kalten Grde lag —
arb«rg. mesendeu; Debatte« «ehwe« «m dieser Gegensätze Wen ost einen lebhaften Lharakter au; wenn fich
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beim Erwachenlokrfichert, daß da» Christkind diese Stelle bei seinem Fluge durch alle Kinderstuben mit dem Flügel offenbar gestreift habe. Aber selbst die« Mitt«! hatte nur bi« zur schlichten Befcheenmg damals vorgehalten, denn Fram hatte leider ge» äußert, daß ihm an ein Paar ordenllichen Schlitt- schuhen mehr gelegen sein würde al« an dem Flügelgold und daß in keinem Falle da« Lhristktnd fich ordentlich umgesehen habe »a« ihm fehle. — Die große» Schulkameraden bestärkten ihn nur in dieser Annahme und seitdem »ar H mit dem erwartungsvollen Weihnachrrglauben wie e« schien für immer vorbei. — Der stamme milde Pfarrer triftete zwar die besorgte Mutter mtt der Versicherung, daß eine Stunde lammen würde wo der Franz in sich gehen müffe, — gerade da« Christ, kind könne Niemand entbehren in der ganzen weiten Welt, ob Mann ob« Weib, hoch oder niedrig —
Seitdem waren Jahre hingegangm — in der Bettstelle mit dem SchaumgoldflÄchen schlief schon da« Enkelkind. Das kleine Mädchen erwie« sich steilich auch nicht ganz im Sinne d« Großmutter — e« mühte sich in jed« Weihnachttwoche »»ach ,» bleiben, bi« e« mtt eigenen Augen da« Christkind fliegen gesehen. Da die blauen Kinder äugen ab« regelmäßig zufielen, ehe der «wartete Flügelschlag heranrauschte, so blieb da« goldene Fleckchen immerhin mehr oder »»enig« ein süße« Wund« für da« kleine Mädchen, da» vor 25 Jahr« in d« Kriegezeit im Sachsenlaiüw jeden Abend in de« Weihnacht», mmt für den fernen Vater briete «nd ftir da» gefährdete Christkind.
Lb« wo »»ar denn d«, zu dem alle Gedanke« gingen und dem alle Gebete gelten?
R»», d« lag eben in de« längst verlaffenen Pfarrhaus« eine» halb »er brannten, zusammen«»«
dann rin Schatten und doch leuchten die Augen und steudig auf. Die junge und jüngste eration aber lauscht halb athemlo« vor Erregung den chiedenen mündlichen Erzählungen und Berichten Kinderhände blättern in den Büchern, die in t »nd Bild von jenen gewaltigen Lagen reden „Und damal»'l---
«Wenn sie nur da« Christkind nicht • Versehen todtschießen, die
schossen« französischen Dorfe« in der Nähe von Sedan, da« man in der allgemeinen großen Roth für kurze Zeit zu einem Lazareth eingerichtet hatte, um die schwersten Kranken dort abzuladen, bi« weiterhin Platz geschaffen sein würde. Dem Franz war da« linke Bein zei schmettert worden, und d« junge baiersche Arzt, d« ihn begleitete, hatte il ihm unter dem Knie abgenommen und ihm einen erfahrenen Krankenwärter für 8 Tage wenigsten« zurückgelaflen, d« zugleich auch nach den Andnm sehen sollte, die dort zurückgeblieben. Ach wie g«n hätten sie den steundlichen ärztlichrn Helfer »nd Tröster selb« zurückbehalten, aber der mußte fich taub stellen, so schwer es ihm auch wurde all' den herzzerreißenden Bitten gegenüber. E« gab weitere Arbeit — vielleicht noch schrecklich««. «Ich komme wieder, wenn ich selber leben bleibe, mein Wort darauf,' damit nahm er Abschied. Vorübergehend tauchte in dem abgelegenen, kleinen Hause auch wohl einmal die Gestatt eine« jener irdischen Engel auf, die Freund und Feind mit gleich« Freude begrüßte, barmherzige Schwester genannt, selber fast zusammenbrechend, im unermüdlichen Liebe»««!. Ab« auch sie durfte nicht bleiben, Unzähliche voll Qualen und Schmerzen, hilfloser al» jene, warteten auf sie. Während sich der junge Sachse in wilden Fieberphantafieen hin und her warf, bemertte n nicht, wie es um ihn h« still und stiller wurd« und Ein« nach dem Andern lautlv» schied Da« Kruzifix, da» vergessen an d« Wand de« kleinen Zimm«« lag, in dem Franz litt und kämpfte, wurde gar oft leise weggenommen, um für kurze Zett auf die Brust eine« Gestorbenen gebettet zu ««den. Al» Franz endlich sieb« frei um fich blickt«, machte ihn ein alle« Müttttch«, eine Französin, begreiflich, daß « ganz allein zurückgeblieben und ihr« Pfleg«
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.Joseph lieber Joseph mein, Hilf mir^wiegen mein Kinbelein.' — öiteenliet ><t Mari«.
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(Nachdruck verboten.)
DaS Christkind,
he WeihuachtSeriunrruug von Elise Polk».
Deutsches Reich.
* NerNn, S1. Dezbr. (Tagesbericht.) Se. Majestät b« Kaiser hörte heute im Reuen Palais die Borträge de» KriegSminister», be» Chef» de» Geueralstak» »*b be» Chef» bei Militärkabinet». Le. Majestät der Kaiser hat auf die Sbficht, heute der Feier de» 1. Garde«Feld - Artillerie Regiment» beizuwohne», wegen eine» leichte» Unwohlsei»» verzichte» müffe». — Für die älteste» kaiserliche» Pri»,e» werde» i» d« bpanbauer Gkwehrfabrik kleine Gewehre Modell 88 «»gefertigt, mit de»e» die soldattsche» Griffe eiugeübt werde» solle». — Der Wiederei»tritt de» Grafen Herbert Bismarck i» da» preußische Sta«t»ministerium ist, »ach der »Schles. Ztg.', bei d« U»t«redu»g de» Kaiser» mtt dem Fürste» Bismarck entert worden. Diese Mit- theilu»g .soll' au» Friedrichsruh «auf privatem Wege' »ach v«lin gelaugt sei». (!)
□ (Die Fortschritte der ländliche» Ge»osse»schasteu.) DaS z»r Neige gehe»de Jahr hat vo» «lle» agrarische» Noihjahre» die »iedrigste» Preise u»d die schwerste» Sorge» gebr«cht. Andererseits find ab« auch die glmcinschaftliche» Lemühmege» der Landwlrthe, der Roth zu wehre», in diesem Jahre lebhafter gewese» den» je, wie die virihschaftt politisch« Arbeiten i» Parlamente» n»b öffentlichen B«s«m»l»»ge», so auch die privatwirth- Ichaftitch« in Vereinen u»b Genoffeuschaften zeige». Der „Allgemeine Verband der deutsche» land Wirth- schaftlichen Gsnoffenschafte»' zählt alle!» für da» Jahr 1885 »icht weniger al» 608 »en hivzugltret«« K noffmschaste» auf. Da» ist eine selbst bei diesem Veibaude, der i» kaum 12 Jahren über 2606 Ge- noffe»schaste« unter sein« Fahne geeint Hai, früher »och nie eneichte Zahl. Die letzte Su»bgabe der Anwaltschaft i» der »Deutsche« landwirthschaftlich« GeuosseuschaftSpresse' zeigt uns, daß allein die erste Hälfte de» Monat» Dezember al» Zugänge gebracht hat: 1 Molkereigenossenschaft »nd 18 Spar- und Darlehn»kaffeu in Hesse«, 7 Spar- und Darlehn»- kaffen u»d 6 Molkereige»offe»sch«ste» in der Proving Sachse», 23 Spar- u»d Daileh»»kaffe» i» Brandeiburg. Da» Ueberwiege» der Darlehn»kaffen zeigt, wie lä»dliche Bevölkerung überall »tt gesteigert« Anstrengung ringt, fich Befitz «nd Wirthschast möglichst
Marburg,
Dienstag, 24 Dezember 1895.
örthstr. Wasche« bester A
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Der Schluß des Sessionspräludiums.
□ Zur letzte» Reich»tag«tagu»g »Kd u»S vo» ^chätzter Seite geschrieben:
So ist denn nach wenige» 8lä»ge» da» vorpiel « AeichStagStagung verhallt. Aber de» »»geschickte» ru »nd Kehle» bei geschätzte» Orchestermitglieder e» geglückt, de» Instrumenten Mißklönge zu cken, die da» ästhettsche Behage» harmloser er arg verletzen mußte». Die Befürcht»»ge«, die Keschehniffe bei Sommerhalbjahrs, — die merflei»iff<iie, da» Verhalte» der Eozialdernokrate»
le Bez« iit, doppelt cht Ilordtichi em. Myl-chn. ( »nie n
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aber sehe» die Parteien die Regierunz »nd einander ohne »eitere» all Gegner an »nd e» kommt be» Red»«» viel wenig« baraxf an, die Anderen ,a überzengen, al» ihnen Hiebe za v«setzen und dafür von demjenigen Thrtle de» Publikum», in dessen Köpfe» die Begriffe .Reichstag' n»d .Aren«' »icht klar gege»ei»«»»er abgegrenzt find, die Anerkennung zu «hatten: »Heute hat eS der X, X. dem Abgeordneten P. Y. wieder einmal ordentlich gegebex', wobei die gute» Leute »icht betrat denke», daß damit dem Y. Y zwar etwas .gegeben' wird, d« Wohlfahrt de» deutsche» Volke» aber zar nicht». So find Rede u»d Gegenrede subjektiv, die Stimmung »Kd immer erbitterter und in der Hitze de» Gefecht« merken die (Segnet gat nicht, daß die Hiebe vorbeigehen. 6» wäre zugleich der Würde de» Parlament» avgemeffener, außn ordentlich viel wirkungsvoller, »nd die Berhand langen fördernder, wen» ma» lernte, subjektive Redner durch kurze objelttve Erwideruuz zu widerlege». Wir wolle» zwei lehrreiche Beispiele au» de» EtatSdebatten anführe». Al» der Abgeordnete Bebel die Aenßerung that, daß der Kaiser die Sozialdemokraten provozirt habe, wäre e» da »icht besser gewesen, we»», statt der ,gr ß« Unruhe', die diese Aenßer»»g herv,trief, in einer Erwidernug festgest-llt worbe» wäre, baß Herr Bebel nicht logisch verfahre, da d« Monarch nicht provozirt habe, sonder» zu seiner bekannte» «eußerung durch da» Btthatten der Sozialdemo kraten, da» ihn al» Enkel Kaiser Wilhelm» I., al» deutsche» Kaiser u»d al» deutschen Patriote» doppelt n»d dreifach verletze» wußte, provozirt worden fei, daß also die Sozialdemokratte nicht der angegriffene, sonder» der angreifende Theil seil — Und al» b« preußische Jastizminister Schönstedt da» «er- halte» der Staatsanwaltschaft in der Hammerstein iffaire in Schntz nahm, weil die dnrch Hammerstein Geschädigten erklärt hätte», baß nicht« Strafbare» vorgekommen sei, konnte ihm da nicht in aller Sachlichkeit erwidert werbe», daß e» im Strafprozeß»« fahre» nicht aus die Aktion der Geschädigte» ankomme, sonder» daß die Anklagebehörde ex officio ein ja* schreiten habe, wenn ein Anhalt für eine strafbare Handlnng vorliege, daß jede» Laien e» nnzweifel haft gewesen sei, daß bei de« gedachte» Falle solche «nhaltSpnntte Vorhände» feie», und daß, wen» fich solchermaßen herauSstelle, daß d« .Laieninstink.' ei» sehr wesentlicher Faktor für die Ahndnng von «iffethaie» sei» kö»»e, ma» i» Konsegue», diese» Resultat» werde beet»trage» müffe», da» Anklage Monopol der Staatsanwaltschaft zu beteilige».
E« war ein schlichte« Stübchen — eine ver- laffene Schiritzeibank stand in der Nähe be« Fenster« — ein Marienbild hing darüb« geschmückt mtt Tannenzweigen.
Da tönte vom Ofen her eine leise Stimme: Großmutter am Spinnrocken fang ihr alte« Trost- lieb, den Wiegengesang der Maria. Die Melodie dazu hatte ein Leipziger Cantor einst erdacht, der in b« alten Lindenstadt in der ThomaSschule noch vor dem großen Sebastian Vach gelebt Die erste Strophe lautete:
.Joseph, lieber Joseph mein
Hilf mir wiegen mein Liudelri»!'
Wer die alte Fra», ein Sachsenkind au« Taucha, kannte, der kannte auch da« Lied, da« in ihrem langen Dasein voll schwer« Prüfung« allmählig ihr Trostgesang geworden war, wie d« Gedanke an die schm«zen»reiche Mutt« und da« göttliche Kind selber. Alle ihre Kind« waren mit dies« Weih, nachtsmelodie aufgewachsen und — auch nach und nach schlaftn gegangen für immer, und auch ihr Leben«, geführte, der eigentlich, zu ihrem heimlichen Kumm«, nicht z» den Gläubigen gehörte, »erlangte in seiner Sterbestunde plötzlich nach jenem heiligen Wiegenlied. Die Engel hatten ihr bamal« die Kraft gegeben, ob ihr gleich da« Herz zerspringen wollte, e« mit silbercheller Stimme dem Scheidendm zu fingen, d« dabei mtt »«flirten Lächeln heimging. — Und jetzt — feit kr große Krieg begönne«, bete« xxr noch die junge Fra« ihre« Jüngstm und sein kleine« Tichtttlein darum. Tur Franz fetter hatte leib« nie viel darnach gefragt. Sie hatte einst in ihrer Herzensangst über seine Gkeichgittig- kett gegen da« Christkind ein Stückchen Schaumgold in der Nacht vor dem IL Dezember an da« Fußende seine« Kind«bett» geklebt und ihrem Jung«
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p»t6<l<ften und noch leben schauen ernst in da« Ee.
(dtfaatapmtt de« Christbaum« und fragen einander leise: ct du noch'? Ueber manche« Mäim«antlitz
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: Garrack! n»k-»d- Eleganz zu den gesellschaftlichen Forme» am 6»i kttk, die e» beherbergt, i» einem so schreiende» ue» L B iitersprnche steht. Mau iß etwa» abgestumpft gegen (6615 «artig; Treuen geworden und nimmt fii mit einer ttuikemr wisse» Refignatiou hin. Aber ma« wird fich der i. 1 üerwärtigkeil derartiger Vorkommnisse am besten wnßt, wenn man fich die Gepflogenheiten de»
t Kitt« >d mit jenen S crnen koutrastttt. Am Wi:th»han»tisch «Muds k: mittleren oder kleineren Stadt fitzen Amtsrichter, G-schin »fleute, Aerzte, Geistliche, Lehrer, Gutsbesitzer sraumeu; so verschiedenartig wie die Berufe find zu 30 i k Lonfesstone», die polittsche» Ansicht;«, mitunter ch, wie in den östlichen Provinz«, die Raffen der
M Druck und Verlag: Joh. Aug. Koch, Uni»«rsitätr-Buchdruckerei in Marburg. Verantwortlicher Redakteur: Friedrich Colbatzky di Marburg.
Reoattion und Expedition: Markt 21. Sprechstunden der Redaktion: 10—11 Uhr Vormittag»
anzofen!' hat eben damals ein Keine«, e« Mädchen angstvoll ausgerufen, ihr Spiel ber Puppe unterbrechend und zur Mutt« auf «Ob der Val« da draußen im Kriege »tt acht giebt, und mit beten hilft."--
Die Mutter nickt nur und schaut mit thränen- ____ en Augen in die wirbelnden Schneeflocken m. Ach, nicht beim Christkind waren ihre letw *nken, nur bei dem Einen, d« für König und
DöechMe Zälun