Einzelbild herunterladen
 

Nersüwcrtticher Redaktenr: Friedrich Eolbatzky t« Merb^» DyrrÄfiundru der Redaktion: 10-11 Mr Vormittag«.

**> Berta«» 3»h «ifr Loch, Univerfität».»«chdr«ckerei ta MarSnr,r*****4-* *44

LkedÄti.« Wd Expedition: Markt 2U Fernsprech« Nr. SS,

und,* 275

Marburg

SSn^SSLk

SttiM S Ht, M aS« UafiSmteru 2 K. M Bf«. («a.

SiÄK Sonnabend, 23 November 18SL

^richeiat tirlich a»t«r «e Werkt«,« mich Denn- Stintei«. Ouartal-UronnemintS-Pni» M der Sxpe- 3iH*e SMoWtlm U»ftS»tnm 2 «k. « («kl.

Arqei,« mmrti intgegro di« Expedition dieses Blatte», fawi» di« Lmionceu-Bnreanx von Haasensteiu x. Vogler in Frankfurt «. M Gaffel, Magdeburg und Men; Rudolf Masst in Frankfutt «. M., Berlin, München u. Köln; G. L. Daube u. So. in Frankfurt e. M., Berlin Hannover, Vari»,

XXX. Jahrg.

Zum Antrag Kanitz

(67z; sthit dieKreuzztg.* ans: Die Augst, die die ßeguer oder halbe»Freunde' der Laudwirthfchaft scr de« Antrag Kanitz und der ausgleichende» Sitkuug, die er bei zweckmäßiger Durchführung ^zweifelhaft übe» würde, erfüllt, tritt nm so

ttistischer hervor, je uäher der Zeitpunkt hera»iückt, za die Vertretung der Ratio» «iedrr versammelt

sei, wird u»d e» Farbe zu bekennen heißt, wa» wag wolle» oder »icht. Diese Sorge wird durch die Wahr»eh«u«g gesteigert, daß dieAgrarier* »eit eutferut find, durch bisherige, übrigen» längst

rater

wrhergeseheue Mißerfolge im äußere» Sian sich atnmthige» zu laste»,fest* bei der Arbeit find, ab Alles für de» parlamentarische» Feldzug vor

bereite«. Besonders unbehaglich aber ist dabei den

siatioaalliberale» zu Muthe, weil deren städtische

.1898:

ewV.

iofer,

Berlin.

Führer sehr wohl wisse», wie eS in ihren eigene» steihru mit Bezug auf de» Antrag Kanitz stellenweise

.leitenden* Organen als gute Politik bettachtet wird, die über Anweudung kleiner Mittel herausgehenden

xu. «üsteht und deßhalb auf heftige ttnere Reibungen Lragödd gefaxt sein wüsten. Daß eS trotzdem bei de» sog.

tit die genannte« Blätter reicht da au«. Liner

l von l.

öestrebungeu der Landwirthschast »och immer für .demagogische Teufelswerke* zu erklären, gehört zu bei Geheimnisse«, mit bereu Lösung wir unS al» Außenstehende nicht abgeben wolle», so wenig Nach­folge diese» Beispiel gerade bei den Nationalliberale» fi»det. Genug, daß die Thatsache besteht, ei» Blick

. 8tg.): derselbe», das de» Ehrgeiz hat, immer um eine 1.85M,Nasenlänge' voraus zu sei», stellt fich so,

als hielte eS de» «»trag Ka»itz auch jetzt noch

ä gänzlich aussichtslos, läßt fich dadurch nicht abhalten, die Regierung zur entschlossensten lungnahme gegen die» Hauptverlaugen der Land- sschaft aufzuforderu u»d ist avßerdem ungeschickt g, daran zu erinnern, daß der Reich! kanzler i, als er die Ablehnung deS Anträge» Kanitz zu Inden suchte, deren Urheber und Bertteter als ale und patriotische Männer' bezeichnet habe, mit de« ihnen von der nationalliberale» Presse -zeitig vorgeworfene»demagogische» Tendeuzr»' doch schlechterdings nicht paßt. Wenn die e» Graf Kanitz und Genossen aberloyale und otische Männer' find, so wird ihnen die Fort- lg ihrer Thätigkeit i» und außer dem Reichs- kaum verschränkt werden können. Bo» der Re-

, Urei- «ierung wenigstens nehme» wir etwas Derartige» Eprfat W au, während wir «»derersest» »icht eine» Auge»»

weiq

l- GlÄ

(68T mer, 40.

rcuS h< h rr di Miel 6 vemb ttungi en t Uhr r

Original-Rom«, von M. Widder«.

(Nachdruck verboteu.) (Fortsetzung.)

Breite schwarze Schatten liegen dabei um die seüsam Ackernden Augen Augustin«, die einen Blick haben so vdefinirbar unv leer, daß uns unwilkürlich eine W Befürchtung kommt, die wir aber vorläufig »ch nicht in Worte zu kleiden wagen.

»Bon joer, mamie, sagte er in schleppendem, Üangweiltem Ton, al» er sich nun langsam dem Erichen Weibe näherte, da» da mit dem Au»druck « Schrecken« im A»tlitz mstten im Gemach stand. .Mein Zimmer dankt Dir für die Ehre Deine« Phen Besuche«,' setzte er dann hinzu, ihr nach» »sfig seine Rechte entgegenstreckend.E< kommt »so selten vor, daß Madame sich hierher verirrt.'

Ein flüchtige« Roth zuckte schattenhaft über da« Däne blasse Gesicht.Weil Dm hier nicht gerne Aästigt sein willst!' sagte sie,und ich weiß mir kLst kaum Rechenschaft zu geben, weßhalb ich gerade late den wetteren Sang durch alle Gemächer nahm, a in da« Speisezimmer zu gelangen, anstatt «fach Über den Korridor zu gehen aber »ar, al« zwänge mich eine unsichtbare Gewatt'

Augustin unterbrach sie, «st jetzt bemnkte « ja offenen Brief in d« Hand sein« Frau, ein «Uk genügte, um ihm zu sagm, welcher Art da« schreiben war und von wem.

Line einzige leidenschaftliche Bewegung und r hatte den Brief au« der Hand genommen, eine deüe und d« böse Ankläg« lag zerriffen auf «l kostbaren Teppich. Wie ein Dämon er- Nm « in diesem Augenblick, d« Zorn entstellte

[6871 u »*ee». chgeehrül lsere B« bemerk Bestrebo !suche»ba Seste ttt mCirkU» «lanba chlreich» aden. ll

blick bezweifln, daß die Liberalen inSgesawmt ihnen gegenüber zu Maßregel» bereit sei« würden, dir die llmsturzpartri' von der Seite »jemals zu be­fürchten hätte.

3m der That leidet e» keinen Zweifel, daß jeder waschechte' Liberale, ve»«er zwische» einemAgrarier* und einem Sozialdemokrat;» zu wähle« hätte, dem letztere« den Vorzug geben würde. Zur Zeit, als die Handelsverträge auf d« Tagesordnung standen, ttat das »och entschiedener he:vor als jetzt; allein wir werden e», wen« »ich! Alles täuscht, vielleicht recht bald erlebe», daß die Bekämpfung des Antrages Kanitz Rücksichtnahme anf dieGefühle' der inter­nationale« ReoolutiouSpartei »och näher legt, als sie es damals war. Der hrchmüthige, ja prahlerisch stegeSgewisse To», de» die sozialdemokratische Presse auch da anschlägt, wo fie sachlich gar keine» Grund dazu hat, erklärt fich aus diese« Bewußtsein der Unentbehrlichkeit* sehr leicht. Die Partei weiß ebe», daß fie im Ernst vrn de» Manchesterlmten »icht bekriegt werde» ka»u, und nimmt diese Gegner­schaft dcßhalb ihrerseits nichternst*. Ihr Haß gilt gerade, wie der der anderen, auch lediglich de» Bertteter» der ehrliche» Sozialrefor«. vo» der, wie fie ihnen »ur zu ge»au bekannt ist, die Liberale, ebenso we»ig etwas hören wolle», al« fie selbst. Die Gründe allerdings find sehr verschiede». De« Liberale» ist e» schlecht und recht um Aufrechterhaltung de» Bestehende« zu thun, die Sozialdemokratie möchte tabula rasa damit mache». Dar läßt fich an fich nicht i» llebereinstimmung bringe». 3» die Er­bitterung gege« die Bertteter einer sozialen Erneuerung anHaupt und Glied«»' aber v«mag man fich ad hoc sehr wohl zu treffe».

Deutsches Reich.

« Stettin, 21. Nov. (Tagesbericht.) Seine Majestät der Kaiser ist heute ftüh mittels Sonder- zages in Rumpenhei» eingettoffe», nm seiner Mntter, der Kaiserin Friedrich, zn ihrem Geburtstage persönlich seine Glückwünsche darznbringe». 3a Schloß Rumpenhei« weilt die Kaiserin Friedrich bei ihrer Tochter, d« Prinzesfi» Friedrich Karl vo» Heffe». Ans Anlaß de» Geburtstage» fand am Nachmittag ein Diner statt, dem auch der Großherzog und die Großherzogin von Hessen beiwohnten. Abends hat fich d« Kaiser zur Abhaltung vo» Hofjagden »ach der Göhrde begebe». Kaiserin Angnste Viktoria hat jetzt auf eine ihr überreichte 6e- buristagS-Glückwmrschadrefse de» Netteste» bei Berliner

sein Gesicht und in den schwarzumrandeten Augen funkelte e« unheimlich.

Beinahe schaudernd hatte Margarethe sich ab- gewandt, dann aber faßte fie sich gewaltsam, sie fühtte, daß fie etwa» sagen mußre und so ihat fie es auch.

Ich habe da« Schreiben zufällig hier auf dem Teppich gefunden," sagte fie, aber ihre Stimme bebte doch leise; die funkelnden Augen de« Gatten machten fie ängstlich.

Und natürlich hast Du e» gelesen,' er stampfte zornig mit dem Fußund nun verzehrt Dich die Eifersucht! Al« wenn Du berechtigt dazu wärst, mit die geringsten Borwürfe zu machen!' Er lachte höhnisch.Wenn man keine Liebe findet bei d« eigenen Frau und doch liebebedürstig ist, so sucht man fich eben außer de« Hause zu entschädigen Und da« ist doch wieder selbstverständlich, daß man diese Liebe belohnt.'

Ihre Hände hatten sich krampfhaft fest auf die Lehne de« mtt dunkelgrünem Plüsch bezogenen Sessel« gedrückt, an dem fie stand. ,D, Augustin,' sagte fie leise,»«diene ich da»? bin ich Dir nicht während der ganzen zehn Jahre ein tteue«, gehorsame« Weib gewesen war ich nicht imm« freundlich und'

Ja, und tausendmal ja demüthig und ge- horsam warst Du, ab« ich wollte keine Sklavin, die mtt au« Furcht die Wünsche au« bett Augen liest ich wollte ein Weib, da« mich liebt Du ab«!' Er zuckte mit d« Achsel:Run Margarethe, einmal muß e« doch vom Herzen, Du hast diese ganzen Jahre hindurch imm« nur an den Einen gedacht, deffen Weib Du nicht «erden wollttst vielleicht nun, vielleicht wett « nicht so reich «ar al« ich; Weib« lieben Glanz und

Kaufmannschaft ei» Dankschreiben zugehe» lassen, in welchtm fie am Schluffe versichert, fie werde das Gedeihen bei Handels und de» Gewerbe» stets mit aufrichtigem Interesse begleite«. Der König vo« Dänemark empfing h:nte de» »ene» deutsche« Gesandt-» v. Kiderle»-Wächter in Audienz. Später wurde der Gesandte auch von der Königin und de« Kro» prinzenpaar empfangen.

* (Militärischer.) Bezüglich der vierte» Halbbataillone erwartet dieKreuz Ztg.' eine baldige Aendernug. Da» Blatt giebt zwar nicht a», worin diese Acudirnng bestehen soll, betont aber, daß »icht nm etwa nach vereinzelte« Uitheilen, sonder« »ach der Gesammtwrinung sämmtlicher ia Frage kommen­der Militärs die durch die Halbbataillone geschaffene» Zustände unleidliche find und eine Abhilfe schon in Bälde zu erwarte« sei.

'(Parlamentarische».) DiePost' schreibt: D« Gesetzentwurf bett, die Errichtung von HandwerkS- ?a««e:«, der jetzt bekannt wird, unterscheidet fich nur in wenigen Punkten von de« Entwurf, de» die Regieiung der Hsndwerkerkonferenz im tttzten Sommer vorgelegt hat. Bor Allem enthält er «ach wie vor die Bestimmung und da» dürfte der für die Hand- werk« anstößigste Punkt fein daß, wer hw«et ein Handwerk ein Jahr laug selbstständig bettieben hat, in dir Handwerkskammer« wählbar ist, während die Handwerker bekanntlich eine» Befähigungsnachweis verlange». Wie erinnerlich, bestand die Konferenz damals auf ihr« Forderung in dies« Beziehung nicht, um dadurch nicht da» Zustandekommen des ganze« Gesetzes zu g-fährde».

ST (Der BnndeSrath) hat in seiner heutige» Sitzung de« Entwurf eines Gesetze» zur Bekämpfung de» unlauteren Wettbewerbe», sowie de« Gesetzentwurf bett, die Abänderung de» Gesetze» üb« die Erwerb», und Wirthschastsgeuoffenschaften vo« 1. Mai 1889 in der von den zuständigen AuSschüffe» vorgeschlagene« Fassung die Zustimmung erthetlt und außerdem die Entwürfe de» Etat» üb« den allgemeinen Pension s fond» de» Reichseisenbahnamte», de» Rechnungs­höfe» und für die Verwaltung de» Reichsheeres für 1896/97 genehmigt. Die Gesetzentwürfe üb« die Feststellung de» Reichs hanShaltSetat» für 1896/97, wegen Aufnahme einer Anleihe für Zwecke der Ver­waltungen de» Reichsheere», der Marine und d« ReichSetsrnbahne« und Über Feststellung de» Ha»»- hattsetat» für die Schutzgebiete anf da» Etatsjahr 1896/97 wurden den zuständigen Ausschüssen über- wiesen. Von ein« vorgelegte» Ueberficht üb« den Stand der BananSführnngen und der Beschaff,»g

Pracht und Du auch, Schatz, trotzdem Du mir da« Gegentheil weißmachen willst. Und weil Du fühltest, daß e« schon Treulosigkeit war, ihm wenn auch nur im Herzen Altäre zu bauen, während Du einem Anderen angehörst, suchtest Du die fehlende Liebe zu dem Gimpel, der der kleinen Kokette so leichtfertig in da» Netz geflogen, durch Demuth und Gehorsam zu ersetzen. Freilich, daran dachtest Du nicht, daß so eine himmlisch sanfte nachgiebige Gattin auf die Dau« langweilig wird.'

Augustin, e« scheint, Du bereuest Deine Hettath,' sagte fie.

Er lachte höhnisch:Kann sein, kann auch nicht sein! Jedenfalls denke ich nicht daran, den gethanen Schritt, selbst für den Fall, daß ich e« nicht mehr begriffe, wie ich gnade Dich wählen konnte jetzt nach zehn Jahren rückgängig zu machen: Du hast Dich im Sonnenschein unsere« Glückes gewärmt, nun kannst Du auch'

Augustin schwieg plötzlich, fühlte er, daß « zu weit gegangen lag e« nicht in seiner Absicht, sein schöne«, junge« Weib aufda« nahende Unhett vorzubereiten.

Ab« für sie hatten die wenigen Worte doch ge­nügt vergessen waren bie Beleidigungen, mtt denen « fie soeben regalirt o, fie sagte sich e» ja selbst täglich, stündlich auch fie hatte unrecht gethan. Augustin Httder gegenüb« stand fie nicht rein da, fie wußte, daß sie ihn an Gotte« Altar betrogen hatte, und sie dachte mit Schmerz an die Motive zu ihr« Hettath.

Und doch steht uns« Fall nicht einzig da! Wie manche« Mädchen heirathet au« Trotz hettathet einen ungeliebten Mann, nur damit der Geliebte nicht denken soll, fie trauere nm ihn; e« ist leicht­fertige« Thun xnb da« Schicksal straft es auch.

vo» Betriebs mitte!» für die Eisenbahnen i» Elsaß- Lothringen u»d für die im Greßherzogthnm Luxem­burg belege»;» Strecke» d« Wilhelm > Luxemburg- Eise«bah»e» wurde Kcnntriß genommen u«b eine Reihe vo« Eingabe« behaudelt.

* (DerVorwärts' nab bie preußische Justiz.) Seit der Vermtheiluag de» Henn Lieb­knecht wegen Majestätsbeleibiguug, b. h. schon seit 8 Tage«, schilt berVorwärts* «och lauter al» sonst auf bie preußische Justiz uub es fehlt auch nicht a» bürgerliche» Organe», welche dem sozialdemokratische« dabei seku»btte». Im Grn»be kommt jeboch bie ganze Krittk be»Borwärt»', wie bieNorbb. «llg. Ztg.' sehr richtig hervorhebt, darauf hinaus, die Richt« weise zu nenne», wen» fie sozialdemottatische Ange­klagte freispreche»; th»» fie da» Gegentheil, so übe» fie Klassenjustiz. Daß mit einer so beschossene» Kritik eine AnSeinaudnsetzung zwecklos wäre, liegt anf der Hand.

* (Koloniales.) Neber Deutsch-Südwestafrika schreibt der bekannte Anfiedler C Herrmann, dessen Wollschaf- und Angoraziegenzuchtanstalt in Kvbnb 1. Z. von Hendrik Witbooi zerstört wurde:Ich habe niemals Dentsch-Südwestafrika al» eine Werth- lose Kolonie hiugestellt, sondern i« Gegentheil durch praktische Thätigkeit bewiese», daß de« Lande fich sehr wohl bedeutende Werthe abgewinnen lasse». Durch rein äußerliche Einflüsse habe ich, wie all- gemein bekannt, dabei «ei» Vermöge» v«lore». Ich habe stet» behauptet, daß Deutsch-Südweßaftika an natürliche« Werth dem Kapland gleich z» achte» sei, daß ab« beide Länder niemals Ackerbankolonie» werde»»»en. Ich glaube, daß e» wenig Zweck hat, die Bestedeluug Südwestafrika» i» die Häude von Gesellschaften z» legen, daß e» vielmehr im Interesse der Sache wäre, wen» die Ansiedler Hielt mit d« Landeshauptmannschaft vnkehrte». Die Ländereien, welche bin Gesellschaften unentgeltlich zur Beifügung gestellt finb, könne« mit viel mehr An»- sicht auf Erfolg bieteIt be« Ansiedler» übergebe» werben. E» ist ganz ar gerechtfertigt, wenn Spekulanten in Europa so bedeutenbe Konzessionen erhalte», be» Anfiebl«» aber nur bie saure Arbeit uub bas Risiko verbleibt, währenb dem Reiche bie Kosten »»falle».

Aachnm, 21. Nov. (Kaiser Friebrich- Denkmal.) Die vereinigten militärische» Bneine unserer Stabt habe» in Berbinbnng mit be« Bürger­verein beschlossen, be« verewigten Kaiser Friedrich ein imposanter Denkmal auf de« neu angelegten Kaiser Friedrich-Platz zu «richten. Da» Denkmal

Und nun lag ihre Hand auf seinem Arm: Augustin,' sagte sie weich,laß uns vergessen, was uns zusammengesührt hat, aber das glaube mir endlich, Deiner Reichthüm« wegen heirathete ich Dich nicht! Und ich bin Dir auch im Herzen immer treu gewesen,' fuhr fie dann fort,und wenn ich den Doktor einst wirklich geliebt, so habe ich fein Bild doch aus meiner Seele gerissen, nachdem ich Dein Weib geworden ja, fein Name ist nicht einmal mehr über meine Lippen gekommm fett unf«em Hochzeitstage, wie ich daheim auch Alle ge­beten, selbst den Direktor, den lieben alten Pathen, der nun auch heimgegangen, sein« nicht mehr vor mir zu «wähnen fie versprachen es auch und haben ihr Wort gehalten.'

Und nun, Augustin, noch einmal, laß es genug fein und glaube mir; vertraue mir auch,' setzte fie mit rührender Weichheit hinzu. .Da« Weib soll dem Manne ja die verständnißvollste Ge­fährtin sein! O, Augustin, Du hast Sorgen laß sie mich theilen, lieber Mann '

E« zuckte um feine Lippen einen Moment war e«, al« wenn « fie in feine Arme nehmen, in da« Ohr feine« Weibe« flüstern wollte, wa« feine Stirn heute so bewölkt gemacht sein Antlitz so bleich. Rur einen Moment, bann warf er ben Kopf trotzig in den Nacken.

Nur nicht fentimental, Herz,' sagte « und strich ihr mit der Hand über ba« kunstvoll ftifirte Haar:Ich habe keine Sorgen und wenn auch so trüge ich fie doch allein mein Weib soll nicht auch mit bewölkt« Miene umhergehen ich will fie heiter und lebensftoh sehen.'

(Fortsetzung folgt.)