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Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

eg* sab Berks; J»h. Ä*g. Koch, UnivrrfitätS-Buchdruckrrei tn Marburg. fl ** Ä VeremtwortNcher Redakteur: Friedrich Solbatzky tn Marba-g.

Redaktion xnb Expedition: Markt 21. Fernsprecher Nr. 55. xSPHlliWflvVillXl* Sprechstmide» der Redaktion: 10-11 Uhr Vormittag»

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Erschaint »glich «ifctr u Werktage« »ach So« mck Soiortag«. O»artal<UH»A»«v«itk-Vni» M der Expe» Mito« £ «L, bei »Len SeMeieta ^Mk. « Pf«. («tfl. SafteLgeld). 3-serti«N»gebLH- ffc die gespaltene Zeile »der der« Raum 10 Wg., Äeßesi« fit die Zeile 35 Bf».

Marburg,

Freitag, 25 Oktober 1895.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition diese» Blatt«, sowie die Aunoncen-Bxreanx von Haasenstein i. Vogler io Fraukfnrt «. M., Gaffel, Magdeburg und Wim; Rudolf Stoffe in Frankfurt «. M., Berlin, Münch« ». Köln; L. Daube ». So. io Frankfurt a. M., Berlin Hannover, Pari».

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Ich bestimme, daß die militärische» Unternehmungen

Persone» bei Reichsheere» n»b Weiner Marine uf».

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E» zuckte schmerzlich um seine Lippen, aber

ieamte» Gesetze» bowl 31. Mäz 1873, al» ein Feld- pg anzusehen find. Denjenigen auS dem Heere ober Meiner Marine zu biese» Trupp;» übergetretene» Riliiärperso»e», «eiche tn Südwest Afrika t» je einem kr Jahre 1893 und 1894, in Kamerun i» je eine« der Jahre 1891, 1892, 1893 und 1894 o» einem

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Bür Wir eröffnen hiermit ein Abonne­ment auf dieOberhessische Zeitung" für die Monate November und Dezember M Ter Bezugspreis beträgt für Marburg

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Jahren zu feiern gedenke, wird auch die Zeit ge­kommen sein, in der ich mich in den Ruhestand ver- fitzm lasten muß!*

Sonntag Minute»

Deutsches Reich.

* Stettin, 23. Oktbr. (Tagesbericht.) Se

* (Kabinetsordre.) Das .Armeeverord- wrngSblatt" veiöffentlicht »ahstehende Kabinett ordre:

[. 8tg.) tzSöPf lonnemc reservii

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Kaffeetisch niedergelassen. Grethchen mußte auf dem Sofa neben dem Pathen Platz nehmen, während Krau Ursula sich in einen Sessel ihnen gegenüber üiederließ und nun daran ging, mit dem duftigen Getränk die Taffen zu füllen, während der Direktor den Kuchen zerschnitt.

dritte Wort Deiner Schüler sie fanden kaum iC4? einen anderen Gedanken, seitdem da» Stiftungsfest

Gefechte Theil genommen habe», kommt je ei» Dienst- jghx zur Anrechnung. Ter Theilnohme a» einem

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...17 i.4O Mk, für Auswärts durch die Post 1.50 Mk.

_ .Nun, Onkel,* sagte Grethchen dabei, .wa» die w ® 51 Aufmerksamkeit Deiner Gymnasiasten anbetrifft, so 7,..VA. »irst Du Dich auch wohl in diesem Jahre nicht ü/i 98- über Mangel daran beklagen dürfen. Des Herrn Direktor» Geburtstag ist schon seit Wochen da»

Hierauf empfiig der Monarch in feierlicher Audienz de» bisherige» «»glische» Botschafter Sir Ed.Malet. Letzterer hielt eine Ansprache an de» Monarchen, die von diese» erwidert wurde. Soda»» «ahm der geiser da» SbbeiufuugSschre be» entgegen und über reichte es de« Staatssekretär do» Marschall, Nach liefet Audienz wurde der Botschafter auch vo» der Saiseri» empfange», ebenso die Botschafterin von beide» Majestäten. Prinz und Prinzessin Heinrich von Preuße» find nach herzlicher Srrabschiedung vo« Kaiser paare »ach Kiel abgeiiist. Ejsenbahnmütster Thielen, der zur Theiluahme an der Eröffnung de» neuen Bahnhofes in Altona 5» » jdaben worden ist, hat sein Erscheinen dort für den

15. November zugesagt.

; toerte hei der Landeshauptmannschaft von Südwest.

** Sfrika oder de« Gouverneur von Kamerun auf Grund vordm tow Dienstvertlägen gebildeten Truppe» im St»»e zu ei» § 23 des Gesetze», betreffend die Versorgung der ieladeu. derscne» de» ReichsheereS u»d Weiner Marine usw. Urschet« tom 27. Ju»i 1871 und deS § 49 de» Reichs iasd. - -

tost vorüber auch bei un» war e» da» Stichwort > - - und ich glaube, die Trabanten zu Hause haben

[28 iqp heute während ter ganzen Nacht kaum ein Auge -,* 101 Mgethan vor lauter Glück, ihrem allverehrten Direktor tVi »71 eine Freude zu bereiten."

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41 .Die guten Juugen! Ja, ja, ich weiß, sie haben 9V mich allsammt lieb und ich erfreue mich besten in so hohem Grade, daß e» mich über so manche Müh' 101 stligkeit hebt und ich nur mit Schmerz de» Tage» 108 gedenken kann, an dem auch ich Amt und Würden io» in eine andere Hand legen muß. Ich glaube, mit jo» «einem fünfzigjährigen Dienstjubiläum, da« ich in fünf

Margarethe.

Original-Roman von M. Widdern.

(Nachdruck verboten.)

(Fortsetzung.)

Die kleine Gesellschaft hatte sich inzwischen um

Gefecht ist eine fortlaufende Dte»stzeit vo» 2 Monate» >08 Bo tg je einem btt bezeichnete» Jahre gleichzustellen mit 1 Bedar -

s Köniz! Majestät der Kaiser, welcher gester» Nachmittag g. Grube vor dem Neuen Palai» da» Lehr-Jufanteriebataillou besichtigt hatte, hörte heute verschiedene Vorträge.

der Maßgabe, daß, wo eine fortlaufende Dieustz it 00» 2 Monate» vorliegt, ihr Ende aber nicht i» das Kalenderjahr wie der Anfang fällt, ei» ßriegsjabr zur Anrechnung kommt. Berlin, 17. Eeptbr. 1895 Wilhelm"

* (Reichsspeicher) Nach Art der Getreide sp-icher, welche Friedrich der Große seinerzeit eia richtete, hbem er Masten Getreide» avfkauste und dadurch die Preise i« Lande regulirte, ist jetzt von Neuem ein Plan aufgetaucht, der die weitgehendste Beach ung verdient. Danach solle« .Reichsspeicher' eingerichtet werde» und der Staat solle große Quan- tiräten Rogge» auskaufe»; eine derartige Einrichtu»g würde sich auch bei einem plötzliche»Kriegsausbrüche segensreich gestalten, den» dadurch würde» wir von ausländische« Zufuhren, die ev auSbleibe» köurte», unabhängig gemacht. DieKrzztg." bezeichnet diesen Vorschlag ganz richtig «IS ei» wu?Sgroße« Mittel" für die Landwirtschaft und fordert die Reichsver- waltuug auf, »it der Anlegung oder Erwerbung solcher .ReichSspeicher" für etwa ei» bi» zwei Millioue» Tonnen Rogge» nicht zu zöger», denn ,1) die 9t legenheit zum Ankauf des Getreide» ist günstig u»d wird e» in nächster Zeit wohl auch »och bleib», 2) das Risico ist gering, 3) für die nächsten Jahre ist sogar ei» bedeutender Gewinn dabei wahrscheinlich, 4) die Gefahr einer Brodnoth für den Kriegsfall würde abgewindet, 5) der Lardwirthschaft würde zunächst für ei» bis zwei Jahre eine bemeikenSweithe Hilfe gebracht, 6) die de» Konsumenten wie be» Producenteu gleich verderblichen Schwankange» der Getreidepreise würde» eingeschränkt werden".

* (4 la Haas.) Dos Pariser.PetitJournal" veröffentlicht eine Antwort auf die vo» dem Kaiser Wilhelm in Wörth gehaltene Rede au» der Feder des elsässt scheu Abgeortneren Preiß Colmar, welche die bekannten protestlerischen Phrase» enthält. Preiß behauptet, daß die ReichSlande niemals germanistrt fei» würde«; er setzt seine Hoffnung auf Frankreich und fordert die Elsässer cuf, bei allen Wahle» den religiöse» Gesichtspunkt, sowie die andere» Bede»keu aufzugebe» und die Kandidat«» lediglich im Hinblick auf die ungelöst« .Frage" zu bemthetk».

* (Sozialdemokratisches.) Wie in Nürn­berg so haben nun auch die Sozialdemokrate» in Mainz gegen die Behandlung der Agrarfrage auf de« Breslauer Parteitage Stellung genommen. Der .Vorwärts" «eint dazu, der Parteitag in Breslau habe wohl da» Agrarprogramm, nicht aber die Be­handlung der Agrarfrage von sich gewiesen. Trotzdem

Grethchen» weiche» Händchen fuhr weich und be-« gütigend über die vielen runzelvollen Züge:

.Onkel, wtßhalb jetzt an Dinge denken, die Dir Schmerz verursachen? Heute sollst Du nur froh und glücklich sein! Siehst Du, auch ich habe mich lange auf Deinen Geburtstag gefreut und wenn Du nun so traurig wirst, verdirbst Du mir den ganzen Tag."

.Und weiß Gott, da» will ich doch nicht," rief der Direktor da und sofort erhellte sich da» gute kluge Gesicht mit den großen seelenvollen Augen.

Al» nun der Direktor dem Liebling artig den Kuchen präsentirte, setzte er hinzu: .Laß e» Dir gut schmecken, Kind, unsere Ursula hat ihn allein gebacken und, Grethchen, ich kann Dir versichern, manchen Gedanken an Dich mit hinein; nicht wahr, Ursula?"

Die alte Frau, welche inzwischen die gefüllten Taffen vor ihren lieben Herrn und den ebenso lieben Gast gesetzt, nickte:Ich leugne e» ganz gewiß nicht, Palzow und Fräulein Grethchen weiß be reit», daß ich gestern den ganzen Tag über nur in den Gedanken gelebt hatte: wird sie auch morgen wie in den Kinderjahren kommen, meinem lieben Alten Blumen zu bringen?"

Unter heiteren Gesprächen wurde der Kaffee eingenommen, hernach aber sah sich da» Geburts­tagskind selbst genöthigt, die Sitzung, wie er lächelnd sagte, auszuheben e« war beinahe sieben und in wenigen Minuten mußte er schon in der Aula sein, um die Glückwünsche der Lehrer, welchen die der Schülerdeputation aller Klaffen folgten, entgegen- zunehmen."

.E» ist mir recht schmerzlich," meinte er dabei, indem er sich von seinem Platze erhob, .daß ich meinen braven Doktor Werner nicht mehr unter

bleibt es kteieffaet, daß auch in diesem Falle die iüddeuischen Sozialdemokrate» be« norddeutsche« Opp fitio» «ach.».

* (ter Kolonialratb), bet am 28. b. M. zusammeuttitt, wird sich außer mit den Etats für die Kolonie» mit eine« Gesetzentwurf übet die Land­frage in Deutsch > Ostafrika zu befasse» habe». In diesem Entwurf sind N. A. ausführliche Bestimmungen über die Besitzverhältniffe des Lande» getriftet und eingehend bestimmt, was al» RegierittgSland, Privat« eigen thum der Plantagengesellschafte» und al» Privat laub her eingeborene» Häuptlinge anzusehen fei. Zur weitere» Durchführung dieser Bestimmungen ist die Sendung einer besonderen Lanbvermessnng» > Kom­mission ix Aussicht genommen. Heber die Verhand­lungen bei Ausschüsse» be» KolonialratheS, dem die Vorberathung der Frage der Heranbiltung von Kolon ialbeamte» übertragen war, ist zu berichten, daß der Ausschuß die Organtstrung einen besonderen Kolonialbeamten Laufbahn nicht für zweckmäßig hält. Dagegen ist eS für nothwendig erachtet worden, daß die ix Zukuu't nach be» Kolonie» zu entsendenden Beamte», einschließlich bet Oiftjiete, sämmtlich zuvor n»d zwar zum Theil mit Hilfe be» orientalischen Seminar», eine besondere Vorbildung erhalte», welche sich auf die sprachliche», rechtlichen n»b ethnologischen Verhältnisse ihres zukünftigen Wirkungskreises erstreckt.

* (Bulgarische».) 3» Coburg geht da« Gerücht, Prinz Ferdinand habe die Frage wegen der Ue taufe seine» Sohnes Boris dem Papste unter­breitet, von diesem jedoch eine ausweichende Antwort erhalten. Nach anderen Berichten hat die Fürstin nach hartem Kampfe ihren Widerstand aufgegeben und die Umläufe wird bereit» am nächsten Sonntag erfolge». Sonnabend trifft Prinz Ferdinand in Sofia ei«. Am Sonntag findet auch die Eröffnung der Sobranje statt.

* Arikdrichsrnh, 23. Oktober. (Der neue Sekretär) des Fürsten Bismark, Hauptmann a. D. von Schellwitz, hat seine Stellung angetreten. Er wird zunächst zur Entlastung de» Oberförsters Lange, des Genetaltkp.äsentante« des fürstlichen Besitze», an ben Geschäften ber Forstverwaltung theilnehme«.

Ausland.

Hesterreich-Al»ß«m.

* Wien, 23.Oktbr. (Parlamentarische».) So günstig bie Aufnahme war, welche die Program«-

den Kollegen sehen werde im vergangenen Jahr war er roch der heiterste unter den Gratulanten und heute" er seufzte leiseliegt er in der kühlen Gruft."

.Ja, ja, Onkel, e» ist schade um den liebens­würdigen Mann," erwiderte das junge Mädchen, welche« ebenfalls feinen Platz verlassen hatte und sich vor dem Spiegel da» Strohhütchen auff-tzte trotzdem Viele behaupten, eine besonder« tüchtige Lehrkraft hätte da» B.'er Gymnasium nicht in ihm verloren."

.Freilich, er besaß nicht die Gabe, feinen Schülern da» Lernen leicht zu machen in dieser Beziehung haben wir in feinem Nachfolger, Doktor Herder, eine entschieden bessere Acquifiiion gemacht aber er war doch ein Prachtmensch und die Jungen vergöttertm ihn, während Herder ich begreife e» selbst nicht, wie e» kommt von Niemand geliebt wird. Freilich, er scheint jetzt auch zu ernst und verschlossen, verfährt mit den Jungen streng, aber er ist doch durch und durch ein bedeutender Mensch."

.Ja, ja, Onkel, da« ist er ganz gewiß ..." Die großen Blauaugen in dem jugendftischen Mädchengesicht blickten so leuchtend und freudig zu >em verwitterten Antlitz be« Gelehrten auf, daß es in der Seele deflelbm zu tagen begann aber, wie sehr der Direktor auch die Vorzüge Doktor Herder'« anerkannte, auch er freute sich nicht der eben gemachten Entdeckung, au« dem einfachen Grunde, weil e« ihm unmöglich war, zu glauben, Herder erwidere Grethen« Neigung. Er hatte zwar von seinem Besuch im Stenson'schen Hause gehört, auch auf dem Stiftung-feste bemerkt, daß Grethe )ie einzige junge Dame war, mit der er sich be» schästigte, aber der alte Junggeselle dachte sich eben

rede be» Ministerpräsidenten »abetti tm österreichische» Abgeordnetenhause fand, so eindruckslo» verlief eine andere Antrittsrede, bie Franz Kossuth, bet Sohn de» berühmten VolkSmanne» Ludwig Kossuth, i« ungarischen Abgeordnetenhanse hielt 11» seiner Rede Eindruck zu verleihe», brachte Kossuth bie Fahnen- Verbrennung Seiten» der kroatische« Studenten in Agram zur Sprache, erntete aber auch hierbei keinen rechte« Erfolg. Bezüglich der Interpellation ermahnte» die Minister zur Mäßigung und versicherte», daß bie schuldige» kroatische» Studenten einer di? cipli« arischen Strafe entgegenzusehen hätten.

Aremkrekch.

** Hkuri»,23.Oktbr. (Spionage-Affaire.) Die Untersnchnng gegen ben angeblichen Spion Schwartz ist beendet. Die Anklage lautet auf Lande»- verrath. Al» Beweisstücke sollen deutsch geschriebene in'« Französische übersetzte Briefe sehr wichtige» Inhalte» diene». Die Verhandlung gegen Schwartz und dessen Frau ist vor dem Znchipolizeigericht, »nb zwar bei verschlossenen THÜre» angeordnet.

* yatis, 23. Oktober. (Deputierten- kämm er.) Angesicht» der Unzufriedenheit, die wegen der madagassischen Expedition trotz der Ein­nahme Antananarivo« noch in weiten Kreisen der Be­völkerung herrscht, sah man der Eröffnung der soeben erfolgten Depuiirtenkammer nicht ohne Bangen ent­gegen, jedoch vollzog sich diese ohne Zwischenfälle. Skandale werden deßhalb jedoch sicher nicht aus­bleiben und in den Wandelgängen de» Kammer­gebäude» konnte man e» bereits hören, daß wegen her Südbahnaffäre und wegen Madagascar harte Kämpfe erwartet werden. Nach Eröffnung der Sitzung hielt der Kammerpräsident Britton eine lebhaft beklatschte Lobrede auf die Truppen in Nadagarear. Dir Sozialisten allein spendeten der Rede kein Beifallrzeichen. Zunächst wird dar Hau» eine größere Anzahl von Interpellationen zu be« rathen haben. Auch der Senat eröffnete feine Sitzungen mit Worten der Anerkennung für die siegreiche mada­gassische Expedition. Der Kriegrminister erklärte, die Verproviantirung der Truppen in Madagatcar sei gesichert, die zur Heimbeförderung der Soldatm gemieteten Schiffe würden am 15 November bereit sein, so daß die Einschiffung am 15. Dezember beendet sein könnte.

da» Wesen eines Manne», der um die Liebe eines Mädchen» wirbt, ganz anderst

Urbrigen« erwähnte er der gemachten Ent­deckung mit keinem Worts, nur ein rascher Blick streifte zu Frau Ursula hinüber, die ebenfalls bc- fremdet schien, dann aber sagte er gleichmüthig und direkt an seine letztgesprochenen Worte an­knüpf end:einer von denen jedoch, die ganz in ihrem Wissen aufgehen, denen ihre Bücher und ihre Forschungen Alle« sind und immer die erste Stelle in ihrem Denken und Empstnden einnehmen werden."

Die eben noch so leuchtenden Augen unserer Freundin senkten sich, um die feingeschnittenen Lippen zuckte e« aber sie bezwang sich gewaltsam und al« sie dem Onkel und Frau Ursula .Lebe wohl" sagte freilich nur bi« zum Abend, denn nach altem Brauch versammelte sich zum Geburtstag de« Herrn Direktors die ganze Familie Stenson vom Rath bi« herab zum Nesthäkchen zum Souper in der Direktorwohnung, da lächelte sie schon wieder und diese» kindersüße, unschuldsvolle Lächeln lag auch noch um den frischen Mund, al« sie die Treppe hinabeilte und gleich darauf auf der Straße stand, die sich auch jetzt still und menschenleer zeigte. Die Vorhänge an den denn Gymnasium gegenüberliegendm Häusern waren sämmtlich noch nicht in die Höhe gezogen man schlief dahinter noch, außer der schulpflichtigen Jugend, diese aber, war die männ- liche wenigsten» anbetraf, befand sich bereit» an ihren Bestimmung«orten. Und so waren e« denn nur Domestiken oder arme Handarbeiterinnen, denen da» Auge Grethe» hier begegnete, während sie flüchtigen Fuße» über den Damm eilte, um auf die andere Seite zu gelangen.

Sie hatte kaum die Mtte desselben erreicht, als