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Leibende» n»b Arme», zum Ansbrnck gebratt hat' Schlicht erhebt fich auf einem Sockel die historische Erschei-nng der hohen Fran welche der Künstlet in Ausdruck ueb Haltung trefflich zur Geltung gebracht hat. Die Kaiserin trägt ei« anschmiegeudeS, faltenreiches Bewend. Ihr Haupt ist mit dem Diatem geschmückt und von einem Schlei« tuch um wallt, welches auch de, Oberkörper halb umhüllt. Ihre erhobene Lieke faßt mit lichter Bewegung i» die Falten der SchleiitS, uud ihre im Schoch rnhende Rechte hält eine Stiftn»g?urkuxbe. Bei aller geistigen Belebtheit in Ausdrvck u»d Bewegung ist die Haltung der Kaiserin voll edler Ruhe uud Würde. Ei» monumentaler, großer Zug beherrscht daS aus dem trefflichen earrarischen Marmor gemeißelte Biltniß der Kaiserin Augusta. r
Die Enthüll»»gSfeier trug unler Vermeidung außergewöhnlicher Prachteutfaltung eine« schlichte», wahrhaft herzlichen Charakter, wie er dem Bilde entspricht, daß daß deutsche Volk von der Kaiserin Augusta im Herze» ti8at De: Festplatz war von zwei großen Tribünen eingefaßt. Eine dritte kleinere Tribüne für be» Bläserbunb u»b de» Domchor schloß de» Platz »ach der Behrenstraße zu ab. Von der Straße Unter den Linde« ans führte ein verdeckter, mit Flagge» uud Orangebäume» reichgeschmückter Ba»g nach dem dreitheiligen Kaiserzelte, das fich gegenüber dem Derkmal in 6'»er Entfernung von etwa zwanzig Schritt erhob. Die Kunst der Dekorateurs und die reiche», von der Thiergartenverwaltnng hergegebeue» Schätze der Gewächshäuser hatten dazu beigetragen, den Operuplatz an.muthend herzu ichte». Unter be« Geladenen befcndes sich alle aktive» Minister, sämmtiiche Kommandeure deS SarbekorpS uud die GeneralÜät, die Militärattaches fämmtlicher fremder Mächte, Vertreter der Geistlichkeit uud der Stadt Berlin rc Die militärische Ehrenwache bildeten zsei Bataillone deS 4. Garde - Regiments Kö-igin Augufa deffen Fthue» vor dem Denkmal A»f- stelleg fasdes. Uiter dem Jubel einer vieltcnserb- köpfigeu Menschenmenge erfolgte g-gen 12 Uhr die A kauft des Kaiserpaa.es i« offenen Woge», von zwei Schwadronen lllonen eSkortirt. Es folgten Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußes, die vier älteste» Söhne unseres Kaiserpaares, sowie die andere» Prinzen deS Kgl. Hauses. Nachdem die Fürstlichkeiten das Kaiferzelt betrete», der Kaiser hatte erst die Fronte« der Truppen eßgefäriHtr, intcuirte irer Tomchor wtter Begleitung von Blasinstrumenten de» 1. und 6. Vers >eS Siebte: „Jerusalem, du hochgebaute Stadt*. Darauf hielt der Vorsitzende
„Und doch sprach ich nur die Wahrheit,* er- e er trotzig, „woher sonst Deine Verlegen- Ich kann mir schon, denken,* fuhr er n verächllich fort, „wie fich die Geschichte ver- «U : irgend welcher geschniegelte und gebügelte Laffe «rd Dir gesagt haben, daß Du ein hübsche,
und kühlte die glühheißen Wangen. Die Wirkung zeigte fich bald, und nun ihr Gesichtchen wieder seine normale Farbe hatte, eilte Grethe auch, in da, Besuchszimmer zu kommen, wo die Mutter in- zwischen den Gast empfangen; — aber sie zitterte am ganzen Körper und al« sie ihre Hand in die dargebotene de« Doktor« legte, da waren die schmalen weißen Finger vor Erregung eistg kalt.
Die Räthin bemerkte wohl, in welcher Auf- regung fich ihr Töchterchen befand, und fie suchte ihr zu Hilfe zu kommen.
„Wir sprachen eben von dem reizenden Aquarell- bilde, dar schon seit einigen Tagen in dem Schaufenster der Bergmannschen Buch- und Kunsthandlung aurgestellt ist und nun so viele Bewunderer in da« sonst wenig beliebte Geschäft lockt,* sagte die Matrone. — „Und denke Dir, mein Kind, soeben erfuhr ich durch Herrn Doktor Herder, daß die Aquarelle von einer Dame gemalt und noch dazu von einer, die un« von früher her bekannt ist. Erinnerst Du dich noch der kleinen Editha von Möllnitz?'
„Der ältesten Tochter de« früheren Regierung«- Präsidenten? O, gewiß, Mama! — Und fie ist die Malerin?!* fuhr Grethe lebhaft fort, (die Räthin hatte fie wirklich über die Verlegenheit hin- weggeplaudert). „Run, begreifen läßt fich'« wohl — zeigte fie doch schon al« kleine« Kind em bedeutende« Talent! Später ist fie mir fteilich au« dem Gestcht gekommen, ihr Papa wurde versetzt und Editha selbst kam nie wieder nach B.,' setzte sie Hinz», indem fie fich an Herder wendete.
Der Doktor «ar ein sehr eifriger Verehrer der Malkunst und so wurden die Vorzüge der betreffeuden Aquarelle de« langen und breiten besprochen, dabei veniech Grethe aber eine so hervorragende
Original-Roman von M. Widdern.
(Nachdruck verboten.)
(Fortsetzung.)
Ser:er fanden sich Prinz und Brinzesfi« Heinrich,! härtte sei» Haupt mit bemßorbeir des Sb geikconzes Brisz u»d Pr «z sfin Fri brich Leopold vnd Prinz!oo» Wörth, und in seine Hard legte« fie ehre rothe Ludwig 6o» Bade«, sämatlich mit großem Gefolge, l Rose. L-rbeer und Rose auf de« lobten bette der jur Kirchweihe dn. I Fü ste», her einst durch die Zauberkraft seines Wesens
Während der Kaiser «ach dem Betlosse» beiher stolze» Kaiserin Eugenie das Geständnß alg- Wrgsns sofort die Front der Ehrenkompaguie ab-Iwan-, die Deutsche» feit« eine Raffe, vor der man faritt und von feinen Soldaten mit lautern „Guten«Respekt bekomme» müßte. Kaiser Friedrich war ei» Morgen, Majestät* begrüßt wnrde, betrat die I Vorbild je»er echte» demsche» Art, die das Schwerste Kaiserin dir Stnfe» der Kirche, wo ihr von bier et tragen kan», ohne zu klagen, und ihn gerade hat Ehrenjungfrauen et» prachtvoller Strauß überreichtIdie Vorsehung zwsi große und gewaltige Aufgabe» wurde. Al!dar» begrüßte der Generalsupcrirtendkvtlansführe» lasse»: le» Bau der deuttch-« Einheit zu tzofprediger Faber das Kaiserpaar, worauf der Er f-tzige« und der Menschheit daS Beispiel einer bis bau» der Kirche, Professor Bollm-r, dem Kaiser in's Erhabene reichende» Demnth und Ergebung zu eine» für diese» gestiftete« Kircheuschlössel überreichte I biete». So ist er gewandelt die ganze Bah» feines Der Kaiser übergab mit der W isung, di- Kirche zu LebenS, furchtlos und beharrlich, wie es sein Wrhr- offre», de» Schlüffe! dem Geueralsnperintendentr» I pruch war, so möge er h seinem Volke lebe», und Faber, welcher ihn dem Pfarrer Vogel überreichte. I so anch mag in diesem Solteshause fein «ebächtniß Nachdem letzter« r die Kirchthör eröffnet hotte, er.bewahrt bleibe» immer und ewiglich.
folgte der feierliche Ei-zug in daS Gotteshaus. Als die drei Seistlichkn zum Weihegebet, das Voran schritte« Gmeralsuperintendert Faber, Super-l tzo'prediger Faber mit lauter Simme sprach uieder- iaterdeut Steinbach, Pfarrer Vogel und Pastor!kniete», ietonirte die Orgel im feinsten Piano ein Hagenau mit den Abendmahls- und Taufgeräthen. Präludium, das »ach Schloß des Gebetes in die u«b der Altar n»b Kauzelbibel: bann folgten da! I Lieber Melodie: „Ich bin zufrieden, baß ich die Stabt Kaiserpaar, die Prinzen u,d Priozesfinaen und dar! gesetzt üb rging. Wehmüihige Eiinuerungen rief Gefolge. Während deS Einzuges läuteten die Glocke?Iber G fang deS KirchenSorS: „Wenn der Herr ein aller 'vangeltschen Kirchen Berlin» nnb das Musik Kreuze schick/ wach, jene« Liede», da» ter sterbende koipS des Sarde Füsilier Regiments spielte daS „Halle- . Kaiser so gern gehört und daS er fich bei seinem lujah* aus Händel's „Messias*. allerletzte» Kirchenbesuch von fet»er Tochter Viktoria
«« alle Theilnrhmer an der F-.ier ihre Plätze «noch hatte Vorspielen laffen. Nach der vom eing nomme» h,tte», fang der Kirche,chor bex 100.1 Superintenbente» Steinbach abgehaltene» Liturgie Btalm: „Jauchzet bem Herrn alle Welt* ve n MeudelS Innb abermaligem Semeindegesang betrat der erste Job», worauf bie Gemeinde unter Musikbegleitung den I Geistliche der »tue» Gemeinde, Pastor Hage»«», die Choral „Thut mir auf die schöne Pforte* ar-flimmte.! Karze!, nm unter Zugruudelegu- g der Worte der Se^ralfvperintenbent Faber, von Snpertntenbent! Apostel» Paulus im erste« Eoriutherb-ief Capitel 13 Steinmans nnb Pfarrer Bogel asfistirt, war is iSer« 13: „Nun aber bleibe» Glaube, Hoffnung zrischen a» be« Altar getreten, um die Weiherebe!Liebe btefe drei, aber die Liebe ist die größte unter zu halten. I ihnen* mit volltönender Stimme die Festpredigt zn
Er lege berjelbz»^bie Worte des Apostels!halten. Baiernnfer und Segen de» General Jccobu? zu Grunde: „Selig ist der Monn, der die!iuperintendeuteu Faber u»d der gemeinsame Gesang Anfechtung erduldet, denn nachdem er bewährt ist, l„Wir treten zum Bete« vor Gott den Gerechte»* wird et die Krone de» Lebens empfange», welche l endete» bet Orgel Piel und Musikbegleitung die feier «ott verheißen Denen, bie ihn lieb habe».* Er ge .liche Kircheuweihe. Unter Orgelklang und Glock.n-
s der Entstehung dieses Gotteshauses, das deui geläut verließe» das Kaiserpaar und die andächtig Abschluß bildet i» der Reihe von Kirchen, bie diese? .gestimmte Schaar das Gotteshaus.--—
gro£e «itcheubaujahr vollendet gesehen Dann lenkte Inzwischen hatte sich auch an einer orderen Stelle er de« Blick auf be» sieghafte» Fürste», besser Name I serltnS ein buntbewegtes Beben entfaltet. Auf dem mit diesem SotieShause für alle Zeiten verknüpft sei« lOp:nplatz, unter den Fenster« der LieblingSzimmers oll. Durch Bewahrung zur Verkiärnng. das rufe»!der edle» Fürßi» steht inmitten freundlicher Anlage» mir seinem Anbe»ke» nach, nab daS soll auch unser, ba« hübsche Monument, in dem bas deutsche Volk Bermächtaiß fei«. Als der treuere Siegesheld zum. seixe Dankbarkeit für bie treue Lebensgefährti» Kaiser letzte« Schlummer gebettet lag, da schmückten liebeub: I Wilhelms I., ber nxermübltche» Fürsorgerin für die
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Grethe wurde verlegen, faßte sich jedoch schnell tob sagte ärgerlich: „Dummer Junge I* Da kam
Mädchen bist na, und da sängt Euresgleichen natür,. aufgab: Zuerst war ihr in dem schmucken Häuschen, s?sort Feuer. So viel weiß ich aber, wenn Iwo eine wirklich außergewöhnliche Reinlichkeit ich em Mädchen wäre (Gott sei Lob und Dank, I herrschte, roch Alle« noch nicht sauber genug, in bag, ich er nichtbin!!), solch eine RedensartIjedem Winkelchen suchte fie nach Unordnung und würde mich viel mehr kränken, al« erfreuen und —' I Staub, und obgleich fich nirgend« weder Unordnung „Da gebe ich Dir vollkommen recht, Hermann,* I noch Staub zeigen wollte, so fuhr ste doch mit unterbrach Grethe ihn lachend, „auf solche Weise ge». Besen und Flederwisch überall umher, al« hätte winnt man auch Deine Schwester nicht!!' Und «man wirklich im Stensouschen Hause seit Jahren dann plötzlich sehr ernst werdend, fuhr ste fort:.nicht rein gemacht — dabei warf sie aber immer „Weißt Du, Hermann, ich bin im Grunde ge-1 wieder verstohlene Blicke nach der Uhr: „Erst neun! nommen ein recht anspruchsvolle« Mädchen, unb.- erst zehn! — elf,* flüsterte ste.
wenn ich einen Mann lieben sollte, wirklich lieben. Dann aber schlug e« endlich zwölf von dm und auch — hetraiheu, so müßte e« auch der. Kirchlhürmen, und nun flog ein frohe«, glückliche« Wie unb geistvollste sein: einer, zu bem ich auf- Lächeln über da« Gestcht. Jetzt legte sie auch flug« sehen könnte. I Besen und Flederwisch weg und eilte hinauf in ihr
Der Herr Primaner mckte: „Schon recht, Grethe, Stübchen. „Nur noch wenige Minuten und er ist menn Du ihn nur findest! Aber steh, Du bist ein Ida,* flüsterte fie, während fie rasch da« schlichte blutarme« Ding — und nach solchem ist, wie Papa | blaue Morgenröckchen mit einer reizenden mattgelben einmal gesagt, im Allgemeinen nicht viel Nachfrage." .Robe vertauschte, über die sie ein spitzenbesetztes
„D, Hermann," fie lächelte wieder, ihr ent-.weise« Schätzchen band. Dann nahm fie au« dem zückendes, kindlicher Lächeln und ein Ausdruck legte I prächtigen Strauß, der auf dem Tische stand, eine ich über ihre reinen Züge, der deutlicher al« Worte I volle dunkelrothe Rose und steckte ste sich in da« sprach: „ich hab; mich vor meiner Armuth nicht zu.Haar. „So, nun bin ich fertig,' flüsterte fie, und ürchtcn, kotz ihrer glaube ich doch, daß der Rechte.wie sie einen Blick in den Spiegel warf, zuckte ihr für mich kommen wird!" . lein glückliche« Lächeln um die Lippen, ste durfte
Da Hermann im Augenblick aber gerade durch I zufrieden mit dem Bilde sein, da« ihr da« blitzende die offme Thür in den Garten sah, anstatt Grethen« I Gla« zurückstrahlte! Und weßhalb sollte Grethe Gesichlrzüge zu studiren, so entging ihm natürlich I Stenson stch nicht auch ihrer Schönheit freuen — auch ihr stummer Bescheid. Im Uebrigm war e«.fie ist ja ein Gnadengeschenk Gotte».
°uch die höchste Zeit für ihn, stch zum Schulgang i Drunten tönte die Glocke. — „Da ist er,' "ißte er denn gnädig verzeihend der. flüsterte unsere junge Freundin und preßte die Hand SchMfier^ seine Hand und ging in sein Stübchen. I auf'« Herz — warum klopft e« aber auch so »te langsam doch an diesem Vormittag stch I stürmisch da drinnen und weßhalb erglühte ihr Ge- Sknde an Stunde reihte, kotzdem Grethe auch, ficht gerade jetzt in so dunklem intensiven Roth? Är*e 3Rl!Lute K noch mehr that, al».Mein Golt, so konnte sie fich doch unmöglich vor eigentltch zu thun nöthig war und Mütterchen ihr. dem Gaste zeigen. Sie eilte an bie Waschtoilette
Prsn, en M tt an b (61!
. WAchentlichk Beilagem Kroisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. ILustrirtes Sonnlagsblatt.
I bü che« wogte» bie Morgexnebel, unb erst während ber Fti.r brach stch bie Sonne siegreiche Bah« burdi die g-auen Wolkenmosse». Bereit» gegen 9 Uhr »ahteii bie ersten Gäste. Die Häuser ber Händel straße, i» ber bie Kirche gelegen ist, unb auch bie bet benachba.ttN Straße» hatten reiche« Flagge»- schmuck angelegt, wozu fich »och Dekorationen mit Scppi», Teppichen nnb Laubgewinbm geselltem.
Punkt 10 Uhr traf, von Schloß Bellevue ko» atub, daS Kaiserpaar im offene» Viererzuge mit mtC Epitzreiter« am Gotteshaus« ei«. In be* beide» Düchstr» Wagen folgte», do» ihren Gouverneuren begleitet, ber Kronprinz unb die älteste« drei Prinzen.
»vu« „oummer yunae
♦ 1?"n hrer gar nicht mehr die Rede fein, ich bin [631 xvzehn Iahte alt und werde künftigen Monat mein Mtunentenexamen machen!"
■ Kirchen- und Denkmalsweihe.
* Der 21. Oktober galt ber 6rinner«ig an die | Kaiserin Augusta und an den Kaiser Friedrich. Ter ß verstorben u Fürsii» ward i« bet ReichShauptstabt I ein Denkmal etridjht bem edlen Fürste«, „unserem I Fritz* zum Gerächtniß eine Kirche. B-ibe Denkmäler | find «u« am Montag in Anwesenheit deS Kaiset- । Paares feierlich geweiht worbe«.
S Mit ber Wiche bet neuen Kirche ist jetzt and» I bie britte nnb letzte Getächtnißkirche bem Änbenkex i edler Hohenzolletnsürß n gefiif:et nnb bem einsten Berns übergebe«. Die Feier fand uiter bem Glocken gelöste von olle» Kirch,n Berlin», i« Gegenwart ber Sp tzm bet Militär unb Civil-Bthörbe», der Geist lichkeit und einet zahlreichen Gemeinde statt. I
' einem ber schönste« Thsile beS Thietgartenr — entsprechen!» einem Heizeurwunsche der Beiewigte« — erbaut, bildet die Kirche mit ihrer landschaftlichen Umgebung ei« D nkmal, wie eS sti-murgsvoller kaum gedacht »erben kan» und immer wird bei ihrem Anblick, ob im FrühlingSOnnenschri« »bet i« lauer Sommernacht, ob in Hetbststnrrn ober Winteischnee, ber Geist zu frommer Andacht fich empor schwinge« und Dessen treu gebette», ber im Beben wie i* Sterbe» seinem Volke eie unvergäng'.iches Vorbild gegeben hat. Auch bet bem heutige« Weiheakte kam dieser «:ist bet Pietät, bet Liebe nnb Verehrung für den hohen Entschlafene» zu schönstem Suibruck, so. wohl im Schmuck ber ber Kirche benachbarten Häuser, »ie in de» Weihetede» bet Geistliche» nnb bet Herz llche« Theilxahme ber Gcmrmbe. Das Wettet schien ff der Feiet n'cht holb sei» zu wolle», grau unb trübe I stieg ber Herbsttag herauf, ix dm Bäume» und Ge
SlWigra nimmt entgegen die Expedition dieses Blatte», ^^blunoucen-Swre-nr von H-asmstein «. Vogler in vvv _ , Zrsrrkfnri a. M., «affe!, Magdeburg und Men; Rudolf XXX. f^tlbrd. Mofi« in Frankfurt e. M., Berlin, München x. Köln; <8. L. -O *-> »
Daube«. Eo. in Frankfutt i. M., Berlin Hannover, Pari«.
SrfchsiM täglich außer ex Werktages! nsch G,W° sind -rvs» <
Marvurg,
10 ’üx U Mittwoch, 23. Oktober 1895.
Er hatte fich zu seiner ganzen Länge aufgerichtet tob sein knabenhafte« Gestcht in so wichtige Falten Ulin xlegt, daß die kletne Gesellschaft, die Eltern mit tmgeschlossen, absolut nicht ander« konnte, al« in f>Ofr^s,,S?^cn aurzubrechen, wodurch der Beleidigte durchau« nicht besänftigt wurde — ganz 15____ to Gegentheil, er ward dunkelroth vor Zorn —
- tob bie erst halbgeleerte Taffe beiseite schiebend, *“ i er mit großen Schritten den Garten. - - y. -• aber folgte ihm auf dem Fuße und al« fie ■■»tot in dem Hautflnr erreicht hatte, erhob fie fich Zehenspitzen und schlang ihren Arm um -en Hal« : „Ader, lieber, guter Hermann,' sagte «t vq ■ ,bc<^ "'cht im Zorn von mir gehen
iRexfefc.,^ ^be mir in Wahrheit gar nicht« bei dem lichen Worte gedacht — unb bann, Hermann, provccirtest e« ja — e« hätte mir Jemand Kopf verdreht! Wie da« nur klingt!'
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tw« aber schön an! „Laß" die ^Injurien!' fuhr || ; ^knann fie zornig an,, „von „dummer Junge*
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