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gewaltiger Sturm bei Beifalls dar Hans durch» brauste. „Uxb als danx die eisernen Würfel i»'s Rollen gekommen, die Höhen sox Weißenburg erstürmt waren, erfolgte bei Wörth die erste große Schlacht. Wett über die unmittelbaren taktischen Ere folge hinaus war dieser Sieg folgen- und bedeutuxgS-
der heute Erschienenen dankte und dann fortfuhr: .Bewegten HerzexS verweilt hier «eine hohe Frau Mutter, gedexkrnd, daß eS ihr am Arme ihres Gemahls vergönnt gewesen, hier aus seine« eigenen Munde die Kunde von dem ersten von ihm erfochtenen Siege zu vernehmen/ Der Kaiser dankte einer Mutter ganz besonder» für die Gnade, daß fie sich hier eixgefunbex, unb sagte weiter: „War wir fühlen angesichts diese» Standbildes und der fünsLndzwaxzigsten Wiederkehr der Wiedergeburt de» Vaterlandes, hier zumal, wo zuerst süddeutsche« uxb norddeutsche» Blut sich zu de« Ritte vereinigten, der da» Deutsche Reich wieder aufbauen half, da» bewegt tief unser Aller Herz Wir Jüngeren geloben i* Anblicke de« hohen Sieger», zu halten, wa» er uxl erfochten, die Krone zu wahren, die er schmiedete, diese» Retchkland, gegen wen es auch sei, zu schirmen und deutsch zu erhalten, so wahr ux» Gott helfe und unser dextsche» Schwert." Der Kaiser schloß mit eine« dreifachex Hurrah auf die Kaiserin Friedrich, deren Erscheixex den heutigen Tag gekrönt habe.
Sodann übergab Staatömixister v. Hofmann dem Statthalter mit einer Ansprache da» Denkmal: „Dem deutschen Volke soll da» Denkmal eine immer» »ährende Mahnung sein, mit aller Kraft festzuhalten, wa» in jener großen Zeit durch die Heldentugendex der Väter au Einheit im Innern und Macht nach Außen errungen wurde. Die Bevölkerung diese» Lande» soll da» Denkmal immer von Neuem mahnen, in treuer Pflichterfüllung und Anhänglichkeit an Kaiser und Reich mit den übrigen Stämmen de» deutschen Volke» zu wetteifern." Der Statthalter übernahm da» Denkmal mit einer Ansprache an den Kaiser, treuen Schutz desselben gelobend. Der Kaiser dankte de« Bildhauer Max «axmbach persönlich am Denkmal.
‘ Den Beschluß der F ier bildete der Vorbei« marsch von etwa 2000 Mann Infanterie, Kavallerie und Artillerie Hierauf erfolgte unter großen Ova« tionen die Abfahrt der Fürstlichkeiten. Auf dem Wege vom Denkmal nach Fröschweiler, wo der Monarch bei« Grafe« Dürckhei« speiste, nah« der Kaiser bii dem 1889 errichteten Boyerxdenkmal die Huldigung der elsässischen Landbevölkerung entgegen.
Margarethe.
Original-Roman von M. Widdern.
(Nachdmck verboten.)
(Fortsetzung.)
»Nur die Augen meine« Manne« waren schön," fuhr die Räthin fort, .und in diesen Augen lag eine reine edle Seele, eine Seele, die sich dem jungen Mädchen zu erkennen gab, trotzdem e« ihm gegenüber so unerfahren war. Sehen Sie, Herr Doktor, und wie ich mich versenkte in die edlen Anschauungen de« Manne«, wie ich erkannte, daß seine Ideale auch die meinen waren, da zog ein nie gekannte» Gefühl in meine Brust, ein Gefühl, da» mich blind und taub machte gegen die Bewerbungen anderer Männer und mich den langen, hageren Assessor, den meine Freundinnen spöttelnd da» Au»rusung«zeichen nannten, schließlich sogar auch hübsch finden ließ. Genug, ich liebte Stenson, liebte ihn, doch von ganz anderen Motioen geleitet, al« die von Ihnen angegebenen find'
Der Doktor hatte ihr aufmerksam zugehört.
.Ich sprach auch nur von der Regel, gnädige Frau, und Au«xahmen giebt e« ja immer — dennoch aber bleibe ich bei meiner Behauptung stehen: e« ist nicht nothwendig, daß die Ehe au« Liebe geschloffen wird — wirkliche aufrichtige Achtung genügt voll« kommen.'
Die Räthin neigte bejahend ben grauen Kopf.
.Ich gebe Ihnen vollkommen Recht, »eil in der Ehe in allen Fällen au« dieser Achtung Liebe wird — «erden muß. Aber wir sind ganz von unserem eigenttichen Thema abgekommen — die Frauenfrage meine ich — und doch interesfirt e« mich so lebhaft. Ich bin ja Mutter, Herr Doktor, nicht bloß von drei unbändigen Jungen, die fich trotz ihrer Unarten aber doch zweifelsohne ihren Weg durch die Welt
Die Enthüllung des Kaiser Friedrich-Denkmals in Wörth.
* 3m Beisein bet KaiserpaareS, bet Ralfe: in Friedrich, tze» König» von Württemberg, de» badischen Groß- herzogSpaare», Prixz-.n xnd Prinzessin Heinrich von Preußen, sowie zahlreicher andrer Fürst! chkcite« ist em Freitag in Wörth die »«rhülluxg de« Kaiser» Friedrich Dexkwals vor fich gegangen, nachdem Tag» zuvor die neue evaugeli'che Kirche in Kürzel die feierliche Weihe erhalten hatte. Der Feier wohttex auch ter Reichskanzler, der preußisch: KriegSminister, sowie Abordnungen aller Regimenter, deren Chef Kaiser Friedrich gewesen, bei. Die Hxtuift der Kaiser, paare» ei folgte Mittag- a« Bahnhof in Wörth, welche» im reichsten Laubgewinde und Flaggenschmxck prangte. Am Bahnhof »ar ein «it buntfarbigen Stoffen prächtig geschwückte» Zelt erbaut, wo der Kaiser die Kaiserin Friedrich ernte; trte nnb dann zn« Ritt nach de« Festplatz de» Pferd bestieg. Auf de« ganzen Wege wardtu die Majestäten von der dichtgedrängten Menschenmenge »it endlosem Jabel und Tücherschweukex begrüßt. Ans de« Deukmalrplatze bewillkommnete Statthalter Fürst Hohenlohe den Kaiser, vorauf der Straßburger Mäxxergesangverein mehrere Gesänge vortrng.
Nunmehr hielt vom Fuße de» Denkmals ans General v. Mtschke, der langjährige Aljutaut und Freund de» Kronprinzen Friedrich, bekanntlich ein Mitkämpßr vox Wörth, die Festrede, welche die Zuhörer mächtig ergriff. Die Rede schilderte in warmen begeisterten Worten die herrliche Gestalt de» Krorprinzen, seinen vo« dentschnetionalen Gedanken erfüllt, n Geist und seine feste Zuversicht, daß der Prei» de» Kampfe« da» unter der Kaiserkrone wieder vereinte deutsche Vaterland sein würde. Redner wie»
schwer, sowohl für den weitere» Gang der kriegerische, Steig» ff-, wie für die G staltvng der allgemeinen politischen Lage. Mit Staunen sah die Welt, war vereinte deutsche Kraft vermag. Lei Wörth entstand tai schöne Losungswort .Unser Fritz", welche» ihm fortan da» schönste md liebste Rei» seine» reiche, Ruhme» u,d Ehrenkcanz,» war. U,d sobald die blutige Arbeit gethan war, da,u erschien er, ei* königlicher Samariter, al» Helfer, Retter und T;öfter für Freund und Feixd." Redner erinnerte hier ax die ergreistuden Seen n, wie der Kronprinz den iödt» lich verwundeten Major v. Saiferterg umarme, nie er ax der Leiche de» General» Abel Douay stand nnb wie er dem sterbenden französischen General Raonlt dir Hand reichte. General b. Mtschke gedachte sodau, der treuen und tapferen Mitgehilfen de» Kronprinzen und schloß mit ter Erinnerung an den Heimgang de» Königlichen Dulder». ,A« Tege von Fehrbellin nnb Wörth, da trugen wir ihn hinan». Wohl prangte die Natur im schönste, Frühlixg»- schmnck, die Waldvögel sangen ihrem Herrn und Liebling ihr Abschiedslied, aber Vox den Thürmex der Stadt tönte dumpfe» Tranergeläut, die Trommeln wirbelte« gedämpft, die Fah«e« waren umflort. Tiefe» Wih war in die Herzen Aller eingezogen. Er »ar begraben, aber nicht bergtffe*. Länger al» da» von Meisterhand i« Stein und Erz geformte Bild den leiblichen Augen der Mitmenschen sichtbar sein wird, wird seine hehre Lichtqestalt der Seele der Nation vorschweben, so lange Preußens Aar nicht ter Sonne weicht, so lange deutsche Treue nicht in der Welt gestorben — Kaiser Friedrich der Edlel Nn», ihr ruhmgekränzten Feuerschlünde, die ihr vor 25 Jahren an dieser Stätte Tod und Verderben in die Feinde», reihen geschleudert, traget heute euren ehernen Fest grüß hinauf in die Wolk-nl Trompete* erschallet! Ihr mit Eicherlaub geschmückten Fahne», senkt euch vor dem Königlich!» Sieger! Ans Allerhöchsten Befehl Seiner Majestät de» Kaiser» falle die Hülle «it unsere» Schlachtemuf: .E» lebe Seine Majestät der Kaiser, hurrah, hurrah, hurrah!"
Al» der Festredner geendet, dankte der Kaffer tiefbewegt für die schöne Rede. Auch He Kaiserin nnb die Kaiserin Friedrich waren ans'» Tiefste gerührt, namentlich al» der Kaiser ben Degen zog, da» Kom- «ando zum Präsentiren gab und darauf die Hülle des prachtvoll n Denkmal» fiel. Rsaxoxexboxxer und tausendstimmige» Hurrah durchdrang in diesem Augenblicke die Lnst. Se. Majestät ritt allbanx vor da» Denkmal und hielt eine Ansprache, bei der er Namen« der Kaiserin Friedrich, de» Kaiserhauses und
Marburg,
Sonntag, 20 Oktober 1895.
Wotortas«. — Onartal-Ndnrmnnmv-Prai« bai der Wxpo- Klön S 9H., bei «Sn »,»i«teru 9 ML » Rf«. fafl. GasteSgeld). JnseratioxSgebthr für die geiseltne Stile Mer dem Rax« 10 Rtilsmn für dre geile SS Bf«.
Wissenschaft und Sozialismus.
♦ Professor Adolf Wagner, der neue Rektor der Berliner Universität, ist zu dieser Würde erhoben morde«, nachdem er seine» bekannten Streit »it de« Freiherr» vo» 8t»»» gehabt hat. 61» sofort da« Gespräch in andere Bahnen lenkte, übrig-n« hoste man Grethchen gleich darauf auch wieder in den Reigen der Tanzenden und immer wieder, bi« auch der Kotillon beendet und der Rath kam, um zur Heimkehr zu mahnen. E« war wirklich recht spät geworden und erst jetzt bemerkten die Damen, daß sich bereit« viele der Festtheilnehmerinnen entfernt hatten.
.Rur um Gotte« willen nicht ganz und gar die letzten sein", sagte die Räthin, indem Re da« weiße, schon etwa« vergilbte Eachemirtuch fest um die Schultern zog und sich dann rasch erhob. Der Gatte reichte ihr den Arm, um fie bi« an die Damengarderobe zu geleiten, und da war e« ja nur vom Anstand geboten, daß der Doktor Grethe seine Führung ar bot. — Tieferglühend legte sie denn auch da» kleine schmale Händchen auf seinen Arm — sie sah wie ein Kind neben seiner hohen Gestatt au» und doch hatte sie da« Gefühl, al« wenn fie während der kurzen Momente, in benen fie an seiner Seite durch die Säle und den Wintergarten schritt, hoch erhoben worden Über all ihre Bekanntinnen. Herder hatte kein Wort gesprochen, «ährend er ihre Linke auf seinem Arme beben fühlte, aber al« die beiden Paare vor der Thür standen, hinter der die Damengarderobe lag, und die blauen strahlenden Mädchenaugen sich zu ihm hoben, da sagte er leise: „Wir scheiden heute noch nicht, Fräulein Margarethe — unser Weg ist derselbe! Wenn Sie e« mir gestatten, schließe ich mich Ihnen an — gesetzt den Fall natürlich, daß Sie nicht unten ein Wagen erwartet."
„O nein — wir gehen," erwiderte fie, '.und ich freue mich, daß Sie un» begleiten." Sie sagte da« so einfach, so ohne alle Ziererei! —
Und dann befanden fich die beiden Paare
Wöchentliche Beilage«; Kroisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhai«.
"^ÄdwKiOT «w Hwrdttion ?MaEÄ^F^tiprech«Nr!"!Jllnprirtes Sonntagsblatt. aeT*7^ri^inbne bt^Skbiltori ‘ \o^ll6 !1b?Vorm?ttrjI-
unerer Zusammenhang zwischen jenen Zwistizkeite«, die sogar zu einer Durllfordernng Stum»'S geführt »alten, «xb bei Wahl de» Professor» Wagxer zu« Rektor braucht xatü lich nicht nothwendig augrxomwe» zn werden; immerhin ist da» unmittelbare Rach- einander der beide« Ereigniffe feiner Zeit stark beachtet worden. Adolf Wagner verleugnetseine Kampfer» natur, wie man weiß, auch »uf dem Katheder richt. Er bat eine »tue Probe seiner temperamentvollen fiigeurt durch die «»gewöhnliche Rede abgelegt, »it der er in der Aula der Berliner Uxi» versttit die Rektoratsgeschäfte übernommen hat. Auf- allenderweise hat diese» feierlichen Akte, wie da» »och sonst bei solchen Gelegenheiten die Regel ist, weder ein Lertreter bei Kultusminister» noch eine andere offizielle Persönlichkeit beigewohnt. Wagxer behandelte da» SnhSltniß der Nationalökonomie zu« Sozialismus. Wir entnehmen seine»Aus- sührnxge» Folge»deS:
Die Universität vertritt bei Recht bet freien voran» setzungslosen Forschung, die »ur in der Lust der wahren Freiheit leben und gedeihen kann. Daffelbe Recht verlangt auch die Nationalökonomie, die mit ihre» Schlüssen gar leicht mit dem praktische» Lebe», »it bex soziale» Wirthsgastlichen Interessen in Koxflikt kommen kann nnb da»» ihre Freiheit gefährdet sieht. Die »euere Nationalökonomie nimmt da» Recht der freie* Kritik i» «»spruch: .Prüfet Alle» »xb da» Beste behaltet." So prü't die Li^senschaft auch ben Sozialismus. Sie steht aber i« wesentlichen Widerspruch zu feinet Auffassung. Die Lehren be» Sozialismus unb der Sozialdemokratie find zum Dogma erstarkt und werden von ihren Anhängern mit Fanatismus festgehalten. Jener ist «ehr als eine wissenschaftliche Drctrin und diese «ehr all eine politische Partei. Jener ist zugleich eine philosophische Weltanschauung, ac» der die Sozialdemokratie die praktischen Konsiquexzex zieht. Aber wäre e» nicht bester n»d günstiger, wenn diese Lehren für die akademische Jugend ein noli me tangere blieben! — Damit würden wir eine ge» baneene Marschroute irr unserer Wissexschast habt». Die Stnde»ten sind doch keine Kinder «ehr. Professoren, die sich fürchtete», eine GeisteSrichtuxg zu» Gegenstand der Kritik zu machen, würden einfach zum Gespött. Ei ist uxvermeidlich, fich mit ben sozialistischen Idee« zu beschäftige«. Ten einzelne« Forscher zwingt dal wissenschaftliche Gewissen, fich mit reu auf» tauchende« Probleme« zu beschäftige». Und wenn die Wissenschaft daran vorüberginge, räumte fie ben Agitatoren da» Feld, gäbe fie fich selbst auf. Wie draußen in der schönen lauen Nachtluft und wieder führte der Rath seine Gattin, Johanne« Herder nun selbstverständlich Margarethen, wie wenig angenehm das auch Vater und Mutter »ar. Vom Direktor Polzow war nicht« zu sehen, der hatte sich stillschweigend schon viel früher entfernt.
Aber während die voranschreitenden Ettern unserer jungen Freundin leise mtt einander bebattirten, vergingen Minuten, ehe Johanne« endlich da« peinliche Schweigen, »eiche» noch zwischen ihm und seiner Begleiterin herrschte, brach: „Ich liebe diese stillen Herbstnächte,' sagte er nxn, ,e« liegt etwas so Beruhigende« in ihnen — etwa», da« einer schmerzstillenden Arznei gleicht! —"
„Und bedürfen Sie denn noch immer einer solchen?" fragte fie leise. Im Moment bereute fie schon da« unbedachte Wort, aber e« war nun einmal Über ihre Lippen und ließ fich nicht mehr ungesprochen machen.
Er antwortete nicht gleich, und minutenlang gingen fie wieder schweigend neben einander her, aber dem Mädchen »er e«, als läge ihre Hand fester an seiner Seite. Dann aber schaute er ihr voll in da» vorn Mondlicht bestrahlte Gesicht:
„Ob ich noch immer einer Arznei bedürftig bin gegen — gegen die traurigen Erinnerungen in meiner Brust, fragen Sie mich," sagte er endlich und seine Stimme vibrirte. „Ja, Margarethe, und mehr noch denn je, so sehr, daß ich schon versucht habe, Vergessen im Rausch und im Spiel zu finden — »ergeben« freilich! Und doch" — er hotte tief Äthern, „vielleicht giebt e« auch für mich Erlösung au« solchen Qualen, kommt auch mir die Stunde, wo ich in dem Morgenroth eine« neuen Leben« Vergessenheit alle» Dessen find e, wa« hinter mir liegt; wa ich aufhören werde, mich für gebrandmarkt zu
bahnen werden, sondern auch von vier Mädchen und, wa« noch mehr sagen will, in einer Zeit, in der Alle« von dem goldnen Kalbe träumt — eine arme Mutter: meine Mädchen werden nicht viele Bewerber haben, und wenn unter den Wenigen, die vielleicht so viel Freude an ihren braven Herzen und sonstigen Tugenden finden, daß fie über ihre Armuth hinweg sehen, nun nicht auch Einer ist, der ihnen gefiele, zu dem fie Vertrauen empfänden und Zuneigung so müßten fie sich durch eigene Kraft eine Zukunft schaffen, weil ich nicht will, baß fie die Ehe zu einer Versorgung«anstatt entwürdigen und unbedingt nicht zuließe, daß fie zu einer Heirath schritten, von der ich von vornherein nicht alle« Gute erhoffen könnte."
,O, Mütterchen, meinetwegen brauchst Du der Zukunft wegen nicht in Sorge zu sein; ich gründe eine Pensionsanstatt, denn e« gefällt mir, einen großen Wirkungskreis zu haben, und ich könnte nicht leben, ohne für Andere sorgen zu müsse«.'
„Ja, ja! Weißt Du noch, Grethchen, da« be- thätigtest Du schon, al« Du noch ein ganz kleine« Mädchen warst: Wenn Du mit Freundinnen Pflege- mutter unb Kinder spieltest, mußtest Du ja immer da« Pflegemütterchen fein, da» ben Anderen zutheilte. — Und so sehr hattest Du Dich eingelebt in Deine Pflichten, daß Du Dich selbst regelmäßig vergaßest — da« Brod, der Kuchen oder wa« Ihr sonst zum Spiel erhalten, reichte immer nur für Deine Spiel- geführten — Du behieltest für Dich nie etwa«. — E« ging Dir eben, wie e« Dir heute noch ergeht, wenn Du ben Kindern zutheilst unb —'
„O, Warna I" unterbrach da» junge Mädchen hier die Erzählerin und ihre Augen sahen dabei so flehend, fie baten so inständig, „Mütterchen möchte e« nun genug sein lassen," daß die Räthin auch
Hix auf die Liebe und daS fienbige Verrr-ne», mit cheri^ «eiche» die südbentsche« Brüder, Fürste« uxb Völker, Offiziere wie Solbaie», die Erxexuxxg be» Krox- Prinzen zum Führer der südbeutschex Truppe« auf uah»e«. Insbesondere erinnerte er an die festliche Lorstell««g i« Müachex, wo der König von Bayern de« Kronprinzen die ritterliche Hand darbot und wie bei diese» unvergeßlichen Bilde eix
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition diese« Blatt«, sowie die Aimoncen-Bxreaxx von Haasmsttin «. Bögler In Vvv ..
Fraükfxrt e. M., Gaffel, Magdeburg xnd Wien; Rudolf A.AA.
Stoffe in Frankfurt a M., Berlin, München x. Köln; ®. L.
Daube». <Se. in Frankfurt a M., Berlin Hannover, Bari».