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worbet ist. Scho» au» diese« Grunde erschien er der Behörde nicht angemessen, Herr» v. Frr»?oir die Erlanbniß zn öffentlich« Borträgeu zu geben, ehe diese» »erfahr« tu einer oder der ander« Weise «dgiltig abgeschlossen worden ist. Auß-rde« hält« stühere Vorträge de» Herrn zu Unzufriedenheit und zu Mißhelligketteu Anlab gegeb«, so daß «an auch au» diesem Grunde eine Wiederholung nicht für wünsche« werth halte» konnte.
* (M e di,tn a l w esen.) Der „Berliner Kone- spondenz" zufolge hat der Kulturminister zu« Gegenstände der diesjährigen, a» 16. Oktober beginnend« »erathung« der wtssnschaf lichen Deputation für daS Mediziualwes« zarErörteruig bestimmt, inwieweit und auf welche Weise sich die Grundsätze der Wohu»ug». Hygiene durch die gesundheit-polizeilich« Maßregel» durchführen lasse».
+ (UHiberfUfit.) Unter den üblichen Feier, lichkeiten fand gestern Vormittag die Einführung des »«gewählten Rektors der hiestgen Universität für das Smtsjohr 1895/96 statt. Das zahlreich er. schiene,e Publikum, darunter ein glänzender Damen« flor, hafte schon einige Zeit vor der festgesetzten Stunde die geräumige Aul, bis auf den letzt« Platz gefüllt. Um 11 Uhr zog unter Orgelklang der Lehrkö-per der Universität in den Saal und »ahm seine Plätze ei», während die Thargirt« der farbenttagendeu Korpo rationen in Wichs mit ihren Bannern rings herum im Saal sich aufstellten Die Feier wurde sodann mit einem Vortrag der Sänger de» Akademischen Konzert Vereins roter Leitung des Henn Universttäts- MufikdirektorS Jenner eingeleitet. Droach nahm der seitherige Rektor, Herr Professor Dr. Ftsch-r, da» Wort. Nach einer bilderreich« Einleitung während der er seinen Gefühlen Ausdruck gab, die ihn auf da» verflossene Studienjahr al» ein höchst angenehmer znrückölicken ließen, erstattete er de« Bericht über den Verlanf de» letzte« Jahre». Dank der Fürsorge der Staatsregierung, so sührte Redner aus, hat unsere Hochschule mancherlei Verbefferungeu und Neuerungen erfahren, so durch d« Erweiterung? >au der Frauenklinik rod d« Neubau der chirurgischen klinik. Besonderer Dank gebührt auch dem Henn Kurator der Universität für sei« Wohlwollen und eine mit vieler Seschäftrerfahrung geführte Leitung. Eine Bezengnug der Huld Sr. Majestät des Kaisers erhielt unsere Universität dadurch, als de» Herren «eh. Red.«Rath Ahlfeld, Professor Dr. von Heusinger rod Professor Dr. vo» Sybel der Rothe Adlerord« IV. «lasse verliehen wurde. Auch mit der Bevölkerung uuserer Stadt ist die Hochschule in engster Fühlung geblteb«. Gemeinsam feierte man die große Huldigung für den Fürsten Bismarck । anläßlich seiner 80. Geburtstages rod die patriotische i
* (Koloniale».) Landeshauptmann Major v. LkUtvetn war nach den letzte» Nachricht« nach dem Nord« des füdwestafrtkanische» Schutzgebiet» gezogm, um dort mit de« Vertreter der Sout West Afrika-Company ei»« Theil der Abgrenzung de» KonzesfionSgebiet» dieser Gesellschaft vorzroehmen. We»» die» vollendet sein wird, beabsichtigt diese Gesellschaft, laut Erklärung Crawston's, mit der Kaiserlichen Regierrog in U»terha»dlu»ge» zn trete» jtt« Zneck der Besiedelung der ausgewählte» Ländereien «it d«tschen Unterthanen. — Die Be ztrksrichierstelle in Deutsch Ostafrika ist au Stelle de» ru»ächst beurlaubten «ffessor, v. Rechenberg de« Assessor Zache übertragen.
*L-ipzk-, IS.Okt. (ZurLandeSverrathS« «ffaire) will die „Lchz. Gerichts,t,.' Folgeude, als zuverlässig m ibe» können: „Unrichtig ist, daß »och ein zweiter Franzose außer de« i« Köln verhaftete» Ingenieur Schoren verhaftet werde» sollte, aber rechtzeitig gewarnt und von der Schweiz an» nicht »ach Deutschland, sonder» nach Frankreich ge reist sei. Unrichtig ist ferner, daß noch nachträglich in der vorige» Woche zwei weitere Berhaftrogeu in Köln stattgefund« hab«. Es find überhaupt nur sechs Verhaftungen vorgekommen rod fünf der Ver« haftete», die durch die bei dem Franzosen Vorgefundenen Papiere kompromittirt wurden, sind deutsche Reichs- angehörige. Zu de» Verhafteten zählt nicht eine, sondern es find zwei Frauenspersonen verhaftet worden. Die Ueberführung Schor«'» war nicht leicht, ebenso die Feststellung seiner Helfershelfer in Deutschland; man mußte, um das zu erreichen, zu dem Mittel greifen, ihm scheinbar echte, in Wahrheit aber unechte Dokumente militärischen Inhalt, in die Hand zu spiele». De» Hauptfa»g «achte «a» je doch gelegentlich der Verhaftung deS Franzosen, bei dem «a» die genaue« Adressen seiner Hintermänner in Deutschland feststelleu konnte."
* MarSxrg, 14. Oktober. (Gedenkt,se der deutsch,französische« Kriege» vom gestrige« Tage: Vor Paris Ausfallsgefecht be Bagneux und ChLtillo« gegen da» 2. bayerische «orpr. Die Franzose« schießen grnndlo» da» Schloß Et. Cloud in Brand. General Anrelles de Paladine übernimmt den Oberbefehl über die französische Loire Armee (15. und 16 Korp») Garibaldi schlägt sein Hauptquartier in Dole auf. Verstärkte Beschießung von SoissouS, dessen Kommandant die Uebergabe »er- weigert.
der vorig« Nummer (Uriiersität,Nachricht) muß es fn lefcta 3 He anstatt „nehmen* „nahmen*, i« Sinne genommen haben, heiß«.
der der bestmöglichste» Unterstützung bedarf. Sei ihm d es gelungen, so ftene es ihn, rod r»twickelte» sich die Zweige der Keaukmpflege wie bisher, so würden wir bald einen starke» Bau« besitz« und D,x,t” ®m Anfänge des 20. Jahrhunderts getrost t&ei dessen Eingangspforte die golden« Worte onsnes Heilandes fetze», der da sagte: „Liebe Dein« Nächst« wie Dich selbst!" AIS Herr Professor Küster so gee»det, «achte sich roter den Zuhörer» e ne allgemeine Bewegung ka»d, die bewies, daß der geistvolle Vortrag Beifall gesund« hatte. Der akademische Gesangverein ttug dann ein Schlußlied I öor, womit die Feier nach beinahe zweistündiger
+ («irchenälteste».) Gestern Bonn« b ai wurde nach be«detem Gottesdienst tu derlutherir, »be» M che Herr Bäckermeister Chr. «liugelhöfer d, t-e», Herr» Superintendent Happich als «irchenälte «te eingeflhrt. 3» der Elisabethkirche führte H C . Pfarrer Metz ebenfalls währ«d des Bormiti, -S- gottrSdi«ster Herr» Zimmermeister Arnold <* 1 Kirchenältest« ein. ; "
* Frankfurt a. M., 13. Oktbr. (Stadttheaterl ©eftern hat der bekannte Komponist Mascagni auch in unterer stabt seine Vqttenkarte in liebenswürdigster Form abgegeben. Er reist bekanntlich z. Zt. mit bet balienifi,™ Gattipielgesellschaft des Herrn Sonzogno. Die interessmite bc? erheblichen Eintrittsgeldes (3 bis 20 Mk.) das Opernhaus beinahe gefüllt. Zuerst kamen Leoncavallo s „Pagliacci“ zur Aufführung, welche Kapell- Danach erschien Pietro Mascagni - eine Itattliche Erscheinung nut interessanten Gesichtszüaen u"d feurrgen Augen - am Dirigentenpult, um feine zunbenbe „Cavalleria rusticana" persönlich ju leiten Nnm Publikum wurde er freundlich empfangen'^Der MZtto ^trte fein Bert ohne welche Ostentation oder Effekthascherei, frisch und temperamentvoll die orchestralen Färbest nach dem Feingefühl bemessend und ausrragend Ter aroste tLyor, das Intermezzo sinfonico sowie das Krinflieh niufeten auf tosenden Beifall hin wiederholt werd« Am schlull beider Opern ehrte der Applau» nicht nur die Mit- wrrkenden, die - sowohl Chor als Solisten - ihre Kunst vollsten Glanze erstrahlen ließen, sondern auch die Dirigenten mtt lautem Zuruf. Besonders Mascagni wurde in begeisterter Werse durch fünfmaligen Hervorruf gefeiert, ^sheute Abend, an welchem Marcagni seine neue Oper „Silvano btngnen wird, sind bereits alle Plätze verkauft
* Berlin, 12. Oktbr. (A u s , e i ck n u na i
sw1*9“1 Präsidenten der Akademie h^m^rmt', .nach seinem Ausscheiden aus
MaderA" ‘ Cmc8 Ehrenpräsidenten der
* (Sozialdemokratischer Parteitag.) Die sozialdemokratische Parteileitung pflegt sich sehr viel darauf zu Gute zu thun, daß ihre Verhandlungen das Licht der Oeffentlichkett nicht zu scheuen brauchen. Sie bildet sich noch etwas darauf ein, sich vor der Oeffentlichkett zu blarmre, was der Breslauer Parteitag so recht bewiesen hat. Daß das Agrarprogramm unter den Tisch fallen würde, war vorauszusehen; oaß eS so kläglich «den würde, haben die Herren Liebknecht und Bebel jedenfalls aber nicht geahnt. Letzterer wurde von den jüngeren Genossen bewnders hart angegriffen, Zickzackkurs und ver- brffene Rechthaberei wurden ihm l orgeworfen. Be els matte und inhaltlose Entgegnungen auf solche An- zapfungen wurden m t eisigem Schweigen ausgenommen, wahrend die Angriffe, je gröber desto mehr, stürmischen Beifall erzielten. Den Führern, welche sich auf Kosten der Parter eme fette Bourgeoisexisten, errungen haben, beginnen die Geister, welche sie gerufen haben, augenscheinlich über den Kopf zu wachsen. Insbesondere fängt für den einst allemherrschenden Parteipapst Bebel cffenbar die Zeit an, in der ihm nichts mehr gelingt. Erst ist er in Frankfurt mit feinem Widerspruch gegen die Aufstellung eines Agrarprogramms a gefallen und jetzt, wo er trotz seines Pronunziamentos gegen den vorjährigen Beschluß deS Parteitages die Vertheidigung des Agrarprogramms in erster Linie übernommen hatte, erlitt er eine n-ch schwerere Stiederlage. Es ist möglich, daß dies der Anfang der Ersetzung eines großen Theils der jetzigen Führer durch eine neue forschere Garnitur ist. »arauf deutet auch der Umstand hin, daß die Herren Singer, Wurm, Dr. Arons und andere Schlauberger sich den Gegnern de» Agrarprogram«» anschlossen. Diese Männer haben bei ihrer Tendenz, immer oben zu schwimmen, eine feine Witterung dafür, nach welcher Seite cas volle Uebergewicht sich neigt. Sollten daher auch Bebel und Liebknecht in den Hintergrund treten, Herr ©tngei wird be Partei, bem Reichszage unb ber Stadtverordnetenversammlung in seiner ganzen Glorie erhalten bleiben. Lieb' Vaterland kannst ruhig sein! — Später hatte Bebel mehr Glück, seine Rede über die sozialdemokratische Maifeier, die er nun vielleicht schon hundertmal gehalten hat, wurde wohlw.-llend ausgenommen, such gelangte eine von rtzm eingebrachte Resolution, in der die deutsche Sozialdemokratie erklärt, daß sie dem. Mai als Weltfest der Arbeit feiert, zur einstimmigen Annahme. Bei dem Punkte Schwitz- fystem, Hausindustrie und Arbeiierschntz donnerte der besoldete Agttator der Schneider, Timm, gegen die „Ausbeuter", die Grosststen, Fabrikanten un > Zwischenmeister, vornehmlich der Konfektlonsbranche, los. Die Zwischenmeister nahm aber der Schneidermeister unb Reichstag,abgeordnete Reighaus in Schu«, d°r behauptete, ihnen ginge es selbst sehr schlecht, war Reißhans, t er langst wohlhabender Hauseigenthümer geworben ist, wohl wissen muß, nachdem er selbst eine Reihe von Jahren rn Berlin in der Konfektionsbranche „Schwitzmeister" war. Trogdem beschloß der Parteitag, daß die Fraktion im Reichstage Aurdehaung des Arbetterfchutzes auf die Hausindustrie fordere »nd die Gew.'ikschasten plarmäßig für die Beseitigung der Zwischenmeister, Errichtung von BetriebSwerkstätten und Einführung eines fest« Tarif» agtttten sollen. — Ueber
Anttag r .Stielch mgdes ProgrammsatzeS: Religion sst Privatsachs und Abänderung in den Satz: „Die Sozialdemokratie b.kämpft die Vertreter der ReftgiönS- «emestnschasten sowie die Religion selbst, wo sich ihre Lehren den Befreiungskämpfen des Proletariat» entgegenstellen*
n “hl Tagesordnung übergegangen. Diesen Satz brauchen die Sozialdemokraten gerade bei d r Landagitation u°chMndi8 denn er läßt jede beliebige Auslegung zu. Würden die Aguatoren in ihren »ersammlungsreden offen ihren Atheismus bekennen und Kirche und Geistlichkeit so, angreifen, so würden sie in der Provinz oft üble Erfahrungen machen. - Heute erledigte der Parteitag noch eine Reihe von Anträgen. Al» nächster
** Bingen, 12. Oktober. (Das britische Museum i n L o n d o n) hat dem Herrn Jakob Müller im .benachbarten Münster, auf dessen Besitzung kürzlich romlfche Funde gemacht wurden, 25 000Mk. für sein Haus und lernen Hof geboten. Das britische Museum möchte SiuSen“"8 Cr”erben' um weitere Nachgrabungen ~ b e r a m merganerPassionsspiele.) In Landshut starb dieser Tage Frau Franziska Schmidt- ^»1 welche als Franziska Flungel - so war ihr Mädchenname — hie weltberühmt gewordene Maria des Oberammergauer Passionsspiels von 1870 war.
, '(Handelskammer) In ber jüngst st« jjw I gehabten Sitzung ber Handelskammer zu Cai j_ wurde mitgetheilt, daß bie Entscheidung »der 1
If ^ner R e i ch » b a n knebei «s' I ft »He in Marburg noch nicht gefallen ist. 2 lär°r9e„^at iU mehrfachen Verhandlungen mit d w'e I ?^hkiftaten geführt, if, A sind die hierfür erforde uchen Bürgschaftszeichnungen noch nicht zum Abschli $n& gebracht.
+ (ÄeftoaroetSeberer.) DerWetchewer «Sl I ber sich i»bezug auf die Errichtung und Aukstatt« v- ar «von RestamationSlokale» in de» letzten Jahre» ga; I besonders auch i» unserer Stadt b-»erkbar mach! ten 1 6at be« j tzige« Besitzer deS frühere« Lederer','ch ielt, I Restaurationshauses nicht ruhe» lasse», ein Werk i löge I schaffe», das bis jetzt i» Marburg unerreicht dasteM 1 I Noch am Schluß des Som«ersemesterS tranken uns, tze x Musensöhne ihren Frühschoppen in de« alt«, dm dihal I Rauch und Tabaks qualm stark angeschwärzten, ai i 6ei nichtsdestoweniger gemüthlich« Lokal. In der b! »e R hältnißmäßig kurz« Zeit bis jetzt find nun die alt hne Raume vollständig neu umgebaut worden ui Herr zeigen sich jetzt in einem Gewände, das dem Et lie ! tretend« ei» unwillkürliches Staunen entlockt. A mit I S°fehe» von dem neuerbauteu, schon seit längen sein- I Zeit in Benutzung genommen« Hintere» Saal, d,. A durch seine künstlerische A»sstatt»ng einen nicht mini i tn angenehm« Aufenthalt bietet, sprechen wir j tzt bi ----- dem vorderen Hanptlokal, dessen Eröffnungsfeier ai Sonnabend Abend stattgefrode» hat. Der San der i« seiner jetz'gen Nengestaltrog viel größer a ftüher erscheint, zeigt ringsum bi« zur Hälfte b Höhe eine Täfelung, deren Farbe mit derjerige» bi »ena»geschafft« Mobilars harmonirt. Die Bi wunderung de» Eintretrnd« wird jedoch vorwiegen durch die Malerei«, mit welchen die Wände bis i das kleinste Eckchen reich geziert sind, hervorgerufa Dieselbe» sind von d« Dekorationsmaler» NicolaF Dauber und Carl Schreiber geschaffen, welch.
wurde Gotha al» Sch der Parteileituvg Berlin be. «St.3«, bie darteUettnug wnrden folgende Delegirte aewahtt: Singer nnb Bebel al» Vorsitzende, Auer und Schriftführer und «erisch al, «assirer. Singer schloß hieranf den Partettag.
(1 ber bent hen be ode
sBärtsch Folge gebend, die Stammgäste sowi »it ( Lustige Freunde und Gönner, zusamm« »eit übe etterg 100 Person«, eingefunden, um die Eröffnung dc e,ft - Lokales durch eiu gemeinschaftliches Ess« festlich $ g’t2 begehe«. Die musikalische Unterhaltung besorgte ein The" der Jägerkapelle. Küche und Keller des Henn Bärtsi !bot« das Beste. Kurz vor Beendigung der Tafi nah« Herr Direktor Dr. Hesse das Wort un brachte in launigen Ausführung« auf daS Bärtsch'sch Ehepaar ei« Toast ans. Im weiter« Verlauf bei Abe-dS ließ sich da«» Herr Bärtsch zu einige Geigenvorträgeu beweg«, welche groß« Beifal hervorrief« rod dm Borttag«de« zu nochmalige!
Ausland.
SSrL-t.
* KsvsttMtruspkk, 12 Oktb. (Zur Lage) Die^ Armenier hab« die Kirche», i« welche sie sich geflüchtet hatte«, wieder verlasse» und die Straßen zeige« im Allge«ei«e» wieder das AlltagSbild. — Die Kollektivnote der Mächte ist vo« ber Pforte jetzt beantwortet Word«. Von einer beab si tztigte» Inangriffnahme der verla«gte« Reform« enthält die Antwort nicht», dagegen sucht fie die geg« bie Türke» erhobenen Beschwerde« abzuschwächen rod schiebt die Hauptschuld au d« blutigen Straßensc n« i« Konstantinopel den Armeniern zu. Zum Schluß giebt die Note diejenige» Maßnahme« bekannt, welche zum Schutz- ber in ber Türkei weilende« Christ« von der Hohe» Pforte gefaßt Word« find.
Aus Marburg und Umgegend.
# (Konfirmanden-Unter richt.) Nächß A I Mittwoch, bett 16. b. Mt»., sollen ii bem Gebt! |oer Realschule biejenigen lutherischen Kinder, we! ?au Ostern 1896 konfirmirt werden wollen, eingeschri-b lfl.e? werden, und zwar l)au, der Elisabethqemein)'^ di° «naben um 1 Uhr (Hr. Pfr. Metz) und Mädchen um 2 Uhr (Hr. Pfr. Manger), 2) - der Gemeinde ber Pfarrli.^. um 3 Uir (Hr Pfr. Heermann)'unb'die M«.,. chen um 4 Uhr (Hr. Sup. Happich), Auswch G.bmne müssen einen Taufschein mitbrinae h @4 bnrfen nur solche Kinder angenommen werd, welche am Konfirmation-termin 8 Schuljahre binl - sich haben. * iberli
■ ? ruhmreiche« Tag von Seda». I Dauer ihr Ende erreicht hatte — Möae da» .
' ?urck^roÄl^!b^°? H-chAule i« Januar!Studienjahr unserer Universität vo» dem birheF «rete«r bei« Med.. Rath!Erfolge gekrönt sei« und möge die «mtsperiode
fonft hat der Lehrkörper Verä»deru»ge« erfahren wie noch in keinem Semester. Durch Berufrog« nach Aukwärtr verlor »ufere Hochschule iusgesammt 15 Kräfte. Die hierdurch gerissen eu Lücken find jedoch zum Theil schon wieder auSgefillt. Zur Zeit wirke» an unterer Univerfität 87 Lehrkräfte rod zwar 48! ordentliche, 13 außerordentliche Professor'», 26 Privat- dozent« »nd 5 Lektor«. Der seitherige Kastellan Bachnick ist vom 1. Oktober ab in bei Ruh stand getreten. Der Besuch von Studireud« war ein außergewöhnlich zahlreich,r; während int Wintersemester bie Zahl derselbe» auf 799 ka», stieg dieselbe im So««ersemeßer auf 990. «ou der wachsenden Be- liibtheit unserer Alma mater Philippina zeugt ber| U«fta»d, d-ß eine große Anzahl «etchSauSIänder! aus fast allin Staat« Europa'» und «merika's ver trete« wäre«. Ti,» hat auch dazu Veranlassung gegeben, daß ei« Raum der Universität zur Abhaltung von englischem «otterdienst zur Verfügung gestellt wurde. I, einer ander« Beziehung war das So«»rr semester aber «och eht denkwürdiges. Es geshah zu« erste« Male, daß zwei Frau« zu den Vorlesung«, und zwar für das philosophische Fach, zugelaffe« war«. Bei Erwähuvng diese, Umstandes äußerte sich Se. Magnific«, auch über die „Frau« rage"; er sprach sich gegen die Gleichberechtigung des weiblichen Geschlecht» au» und «einte scherzhaft, walle mau diese Idee verwirklichen, so müsse man das absurdum herbeisühr« und die Frauen zum — Militärdienst heranzieh«. Weiter wurde bie Eiu- ührung ber akademischen Turnspiele hrrvorgehob« und ferner betont, daß ber Fleiß der Stndirend« ein sehr lob.-nswerther gewesen ist rod kein Schatten die amtlichen Beziehung« de» Rettors zu der akademischen Jugend getrübt hat. «r, der Rektor, könne «it der allergrößte« Befriedigrog auf da» vnflvffeue Jahr zuröckblicke». Nachde« der Redner in diesem Sinne geendet, überreichte er mit be* üblichen Formalitäten eine« Nachfolger i« Ehr«a»te, be« Herr» «eh.
I Medizinalrath Professor Dr. Küster, die Insignien i der Rektorwü de, welche letzterer mit Dank entgegen. । »ah*- Nach kurzer Pause ergriff die neue Magsificenz bas Wort zur Antrittsrede, welch- ix ei«stündig«
! Ausführungen das Thema: „Die Entwickelung der Krankenpflege i« der Vergangenheit, Gegenwart unb Zukunft" behandelte. Prof. Küster bezeichnete die Krankenpflege al» treue Schwester ber Medizin, jener Wissenschaft, die jetzt bereits einen ungeahnten Höhepunkt erreicht hat. Redner schild-rte dann, zum Thema übergehend, die Entstehung und Entwickelung ber Krankeuanstalteu nnb Hospitä'er im Alterthum, ferner die Einrichtung von Krank«. versorgungSanstalte», zu welch letzter.» die Sieche», Häuser für Aussätzige gehört'», welche dem hl. Lazar»S geweiht war« rod worauf auch jetzt noch u»ser Ausdruck Lazareth zurückzu^ühre» ist. Durch die Kreuzzüge entstand« eine Anzahl Orb«, die sich theilweise nach Beendigung des hl. Kriege» der Krankenpflege widmet«, und un'er ihn« ragte besonder» ber dentsche Orden hervor, der die längste Zeit bestandeu hat. AuS ihm ist roser Johanniter Orden, der bekanntlich die Pfl'ge erkrank er und ver»! wundeter Krieger sich zum Ziel gesteckt hat, wieder! aufgelebt. Weiter 6-rbreitete sich Redner über b«s| S^toefte«. und Diakonissenweseu, dessen Wohlthat« sich überall als segensreich fühlbar gemacht habe». Mit der Entwickelnng der Krankenpflege in Deutsch land ist der Name einer hohen Fran, die außer- °"""ich viel getha«, verknüpft, der hochseligen Kaiserin Avgusta. Sie ist die Berkörpernng aller hnmanen Bestrebnngen unseres Jahrhundert» und ihr Name wird stets i, Ehr« gehalten werd«. So ®ax„” Sab tzerr Professor Küster »och einige Winke b^ugltch der Krankenpflege, bezeichnete die Mutter! als die schlechteste Wärterin, weil sie zu nachgiebig, und schlug vor, sich bei schwer« Erkrankung« nur !iner ausgebildeten Pflegerin zu bedienen. Auch prach er sich gegen die ksufelfionellen Ord« au», >ie in der Regel nur eine konfessionelle Propaganda Zwecken. Zur Lösung unserer soziale« Frage kann die Kranke»pflrge eine« beträchtliche« Theil beitrag«. Nach der letzten Volkszählung habe« wir ix Deutsch-1 Irob mehr Frauen wie Männer und erstere könnte» also, we»n fie uuv:rheirathet bleiben, ein dankbares
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auch da» Hotel Ritter und das Mnsen« mit ihr« Kunstleiftunge» geschmückt habe». Unsere Stat Marburg und mit ihr das Hesievland, d. h. dur A-rf die verschiedenen Trachte» seiner Bewohner, in diese! Ans Lokale zu veranschauliche», mag wohl der Geda« der beide» Künstler gewes« sei», de» sie dann atü in so sinniger Weise zur Ausführung zu bringe verstanden habe». Das Bild «lerer Stadt, b**.1 die Hintere LängSwand des Saales ziert, verai “1'9' schaulicht ihre Gestaltung um das Jahr 1600. Z
Setten dieses Bildes, sowie an der gegenüber $$ liegende» Wand zeige« sich da«« die verschiedene!1 bau Truppe« unserer hessischen Landlente in ihrer malerische Tracht, die Schwälmer, die Hinterländer und v- «He« auch bie schmuck« Tracht« unserer Nachbar Dörfer. Musikant« in altdeutscher Tracht, ebexf Wi EobanuS Heffus mit einer Anzahl Zecher find noi Gruppen, die besonderer Erwähnung bedürf«, ätwr tbacl