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betrachtet. Der WelfenfondS
soll Herr« v. Bo-tücher
gegenüber i« dieser Sache niemals zur Sprache
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»£ „Verbleiben im Amte von Alle» bedauert werde» I . Üffe, dir zwischen Politik und Sittlichkeit nicht eine
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mancher Entbehrung, um mit meinem Ge-
dt auch die Räthin sagte: „So rücke doch mit der
icht hat.
Modelle.
krauch aß er „in einer Zeit, wo über ben Bankoerkehr u>e r«»x»i« edeulsame Entscheidungen za treffe» waren, von
Kleider- edecken,
« der Sachlage Mittheilung gemacht und fein »rtesiuille zur Verfügung gestellt. Fürst Bismarck
etheniisch bezeichnete. Darnach hatte« die Freunde i Heu» v. Boetticher dessen Schwiegervater, dem eichsbankdirektor Berg in Stralsund, ein Darlehen
g.iffen hab-. Die Rückzahlung ist sofort erfolg. Herr v. Boetticher hat diesen Vorgang ledig ich als ein gioßmü-higes Geschenk seines Kaiserlichen Herrn und als eine Lnerkenrmeg seiner amtliche» Thäiigftii
it hiervon auf Wunsch der Herrn v. Boetticher fort dem Kaiser Wilhelm ebenfalls Mittheilung «acht, der sich wie Fürst Bismarck in den ehrendsten ««drücken für Herrn v. Boetticher und sein 33ct-
roßbankiers sich Summ-n eutliehe« habe, die er ach menschlicher Voraussicht niemals zurackzohlen otr-ite* und daß, wenn sich dies als wahr erweise,
«r „Zukunft" vo« 29. Juni ds Js. hatte Maxi liliat Harden dem Minister den Vorwurf gemacht
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rftt«,
»pfiehlt
gekommen fei».
Vorläufig ist nu« also
«schuldiguugen gegen Fürst Bisma.ck erhoben werden, iß er zu diesem Zwecke den WelfenfondS engt»
Eh gefühl des greisen Monarchen sollte drch aber wahelich jeder Zweifel an der B rcchtigung der Handlungsweise seines Vertrauten ausgeschlossen sei».
recht tüchtigen Appetit mit nach Hause brachten, so handelte er sich vorerst darum, im Nebenzimmer den Kaffee aufzutragen, während die Eltern sich mit den Heimgekehrten über ihre Schulintereffen unterhielten: Hänrchen führte dabei freilich das große Wort, er war der richtige Verzug de» ganzen Hause».
„Weißt Du, P pa," sagte er jetzt, während er fich breitspurig vvr den Rath stellte, „baß ich der Stärkste in meiner Klasse bin — heute während der Pause haben wir uns einmal gründlich gefaßt; na, Papa, und Du hättest Deine Freude gehabt, wenn Du gesehen, wie ich die Jungen geworfen, da purzelte einer und da wieder einer, e» war eine Lust!"
Der Kleine lachte. — „Nicht war, Ferdinand," setz!e er dann, zu dem älteren Bruder, dem künftigen 'Theologen, gewendet, hinzu, der schweigend in seinen Büchern blätterte, nun aber sofort aufsah, „nicht wahr, Du hast den ganzen Krieg vom Fenster der Prima aus beobachte!." Ferdinand nickte. „Ja, aber, mein Jung»," fitzte er in seiner gewöhnlichen, belehrenden Weise hin, „ich freute mich gar nickt Deiner Erfolge, Hänichen! Ja, wenn ich wüßte, daß Du auch in der Klasse und daheim bei den Schularbeiten von einem solchen Eifer beseelt wärest, der Erste, Allen rorau» zu sein —I"
„Philister," unterbrach ihn da aber Hermann, der von den Knaben, welcher sich zu dem Studium der Jurisprudenz entschlossen — „laß doch dem
Margarethe.
Original-Roman von M. Widdern.
Machdruck verboten.)
(Fortsetzung.)
Daß ich Dir irgend einen Wunsch erfüllen soll,
Die Kundgebung für Herrn von Boetticher.
* Noch immer stehen wir i« Zeichen der „Eai-
Deutsches Reich.
* Merkt», 12. Oktbr. (Tagesbericht.) Der Jagdaufeuthalt unserer Kaiser» in Huber tuk- fiock ec: eicht am Montag fein Ende. Der Morerch beziebt fich von dort direkt »ach Wirsbade?, von wo dir Weiterreise nach Kürzel kezw. Urvlle in Lothringen gegen Mitterracht erfolgt. Die Kaiserin tritt am Montag Nachmittag von Potsdam ans die Steife nach Wiesbaden cn und fährt von dort gemeinschaftlich mit ihrem G M7hl nach ben* Reichs» lande. — Ter russische Reichskanzler Fürst Lobanow traf heute Abend hier ein und wird morgen? Mittag vom Kaiser in Hubertus stick ex prangen »erden. Da dieser Besuch in unmittelbarem An» schlösse au den Auferth It dcs Fürsten in Frankreich erfolgt, so üiib man ihm nm so weniger eine be» sondere politische Bedeutung absprechen kö-rneu. — Der Direltor der Königlichen Naiioualgallerie i nd Decererent für Kurstanzelegenhetteu im Kultusministerium Geheimer OberregieruugSrath Dr. Max Jordan, ist geste.« auf eUem Landsitze iu der Nahe von Dresden gestorben. Jordan soll fich er» schossen habe». Die Gründe für dielen Schritt sollen intimer Natur sein. — Der Reichs» und Landtags» abgeordnete Geh. Ober,Reg. Raih Genip hat feixe Entlassung au» dem Staatsdienst erbeten, um" fich ganz der Politik zn widmen. — 3« Hawbnrg ist Rechtsanwalt Dr. Wolsffon heute Mittag, 79 Jahre alt, gestorben. Er war langjähriges SftichS- tazSmitglted und Mitarbeiter am bürgerliche» Gesetzbuch.
* (Schu lwefen.) Die Gehälter der preußischen Bolktschullehrer sollen nunmehr, nachdem das auf Veranlassung der Regierung fn den meisten Städten bereit» geschehen ist, in der- größirm Dörfern auf- gebessert Wer' r»; er wirb die Dienstalters Gehalt«» jkala etageführt. In vielen Dörfern ist die» 'chou erfolgt und bei de» übrigen dringt He Äegiernxg mit aller B stimmth it raroufi daß fie der Anord» xmg fitzt bin-u kürzester Frist xachkomwex.
* (v. Frax^otS.) De« durch seine Tbätig- kert in Sü! Westast ik», besonders durch fdne' Be» theiligung an den Käupfes mit Hesduk Witbooi bekannten Premicrlieutenant v. Fae^is war vom Auswärtigen Amte dieErlaubLiß versagt worden in der gemeinsamen Sitzung des Halle'schex Kolonial» Vereins und der Vereins für Erdkunde in Halle einen Vortrag zu ha't n. Ueber die Gründe de» Aufsehen erregenden Verbotes meldet j-tzt die „Köln. Ztg." daß fich Herr v. Francois, schon al» er Südwest» cfiila verließ, in sehr ernsten Zwistigketten mit wrtige« Kameraden befand, infolge bereu ein mili» tärisches Unt-rsnchmgSverfshren gegen ihn eingeleitet
Jungen fein Vergnügen, er will ja nicht Geistlicher werden wie Du."
„Das bischen Katzbalgerei haben wir Alle durchgemacht - selbst Du, Pspa?" fuhr Hermann fort, „oder war e« in der vielgerühmten guten, alten Zeit nicht Sitte, daß sich die Jungen durchprügelten?"
Der Rath lächelle - sein Jüngster saß ihm etzt auf den Knieen und während die großen Kinderaugen voller Lust uud Leben zu dem Antlitz de» Vaters aufsahen, sagte der alte Herr mit einem kleinen Seufzer:
„Er wird wohl auch zu meiner Zeit ebenso aut Sttte gewesen sein auf den städtischen Schulen, daß dre Jungen aneinander ihre «raste erprobten, wie er heute Sitte ist, aber meine Jugend weiß davon nicht« zu erzählen, fie ist gar ernst und traurig gewesen. Der Sohn einer Freischulzensutsbefitzer», )er mir eine Stiefmutter gab, al« ich kau« drei Jahre zählte und der Aelteste von vielen Geschwistern, »esuchte ich lange Zeit hindurch nur eine elende Dorfichule, in der ein so strenge« Regiment geführt wurde, daß e« beileibe nie zwischen un« Jungen zu e ner regulären Prügelei kommen konnte — der Herr Schulmeister hätte er nicht gelitten ..."
(Fortsetzung folgt )
Wifi, dir zwische» Politik rud Si texxtnbe Schranke errichten möchten". E hat lange
üllungex" u»d „Erklärungen". Noch immer ist der “7' Kur« nicht zur Ruhe gekommen, de» der frühere h leitet der „Kreuzzeitung" dmch sei». Thaten erweckt trennt’voi It, und auch Herr S öcker muß es sich bäumtb
vh-rfo It der Rath fort, „ist außer aller Frage, aber je ast b !^en. mein Kind? Ich bin ja immer gern bereit, ctiljährli T eine Freude zu bereiten, davon wirst Du über, : i, j *9t sein — nur — darf mir diese Freude nicht rtral»Ai ^eld kosten, Kind, Du weißt ja. Deine Eltern Bei unserer starken Familie bedarf
gegen Herr» v. Boct icher hinreichend (ucöckgewiesex D nx ix Deutschland glaubt man Gott fei Dank roch Mar nern wie dem Fürste» Hoher lohe und feiten Kolleg:n und «an weiß, daß fie nickt geneigt stad, dnen Frevel zu v-rtu'chen
Die Erklärung des „RiichsauzeigerS" hat folgend!» Wortlut:
Unter Bezugl.ohme auf einen Eide Juni b. I. in der Zntsch.ist „Die Zukunft" enthaltenen Ang iff au den Aizepiöfidenlen des Staatsmimsteriums, Staats Minister v. Boetticher, hat neuerdings die „Deutsche Tageszeitung" wiederholt Klage darüber geführt, daß leitende Kreise der Korruptivn verdächtigt würde» und d°ß der Boden für Gerüchte schlimmer Art dadurch vorbereitet sei, daß fich Höchsts Staatsbeamte öffentliche Vorwüift gegen ihre Lauterkeit und Rechtrichkeit ruhig hätten gefallen lassen,
Aus Vi-aulassung der Staats Minister r v. Boetticher ftnb die tharsächliche» Vo.gä"ge, welche zu ben gegen ihn gerichtete»! A griffen Anlaß gegeben haben können, schon früher amtlich sestgestellt worden. Diese Thatsacheu sind seiner Zeit ihrem vollen Umfange nach durch den Staat, Minister v. Boetticher selbst zur Allerhöchsten Keurt- N'ß Seiner M°j ftät be« Kaiser» und König« gebracht. Auch fi .b die Schritte, welche gegen diese verleumderischen Gerüchte etwa zu thun seien, wiederholt im Schooße de» Staatüministertum« e wogen worden. Da» Ergeb iß dieser Erwägungen war, daß e« im vorliegenden Falle bet Würde eilte« Staatsministers nicht entspreche, gegen solche ve steckten Aerdächtizmigea im Wege der gerichtlichen Klage vo zugehen» Mit ganz vereinzelten Ausnahmen hat auch die g-sammte Presie aller Parteien jene Angr ffe lheils m t Stillschweigen übergangen, theils mit Verachtung zu.ückgewiesen. Nachdem gleichwohl jetzt der Versuch gemaclt ist, auf dieselben zurückzukommen, erscheint e» an der Z it, diesem Treiben dadurch ein Ende zu machen, daß die amtlich sest.estillte Grundlosigkeit der erhob n»n Vo.würfe öffentlich vom Staaikministerium bezeugt wird.
In der .Zukunft" vom 29. Juni d. I. war gesagt worden:
„Wenn es wahr ist, wie sehr glaubwürdige Zeugen versichern, daß der Staatssekretär in einer Zeit, wo über den Bar.kverkehr bedeutsame Entscheidungen zu treffen waren, von GroßbankierS Summ n entliehen hat, die er nach menschlicher Voraussicht niemals zmück- »ahlen konnte, bann müßte fein Verbleiben im Amt von Allen bedauert werden, die zwischen Politik und Sittlichkeit nicht eine trennende Schranke errichten möchten."
Im Jahre 1886 kam es zur amtlichen Kernt,iß de» damaligen Präsidenten der Reichsbai k, daß ein dem Staatk- sekrelär des Innern durch Familie bande nahestehender Bankoir»ktor an den Rand de« finanziellen Zusammenbruch» gelangt mm Aus die Mittheilung davon lehnte der Staatssekretär unverzüglich jede Intervention zu Gunsten des Bankdirektors ab. Indessen gelang es anderen Verwandten des letzteren mit Hilfe einiger Freunde seine Schuldenlast zu decken. Zu diesem Zwecke hat auch
—— eibe» im Amt ausgesptvche» hat nxb »ach einiger Eit die betreffende Summe zur Rückzahlung an die ” ulehensgeber ihm durch eine» höhere» Beamten ihäxdigen ließ, während zugleich weiter »u« jetzt
i dieser Trans erk-iou nicht »»mitt lbar be-heiligt, äüielll ti Herr v. Boetticher sofort dem Fürsten Bismaiä!
Erfcheiur tiiMtch «Her ax st* L»» »ai
nin Siiertaim. — O»artÄ«MZxn?Nmtr-Pr»i» Sei kr Sxvr-
M 242 itiisa § Mk., Sri allen lßofibmtem M. 84 Pfz. («kl.
SestÄlgeld). JuferatiauIreLLhr ftr die «elstiteae Zeil« deren Utaxst 10 Wi. H« bi« Seite 8S M»
fe Untei «en i , är Haut u auszukommen.
6 Seite», Grethe seufzte — eS war ein herzbrechender Ange» <ufzer und doch gar nicht ernst gemeint, denn fie ich „M tyog ihr Gesichtchen dabei auf eine s» komische der Les< *ife, daß die Eltern laut auflachen mußten und
chacht vi (fallen lasse«, daß seine Perlos. bi; O.ffmtlichküt “ X™ «MW- Nu, tritt plötzl ch ria neues Moment erbraue 16ex Vordergrund, das fich mit dem Herr» Mi a ihre Va lifkr vrn Bötticher abgiebt. In seiner Nummer
llnf de Grethe Stenson aber hatte entschieden Talent -Dass Diplomaten, denn anstatt j tzt wirklich gerade Quart» rau» ihre Wüiische kund zu geben, sagte sie,' da» xachge »pschrn auf die Seite legend: „Papa, wenn Jemand Posta» <e hübsche Tochter hat und es kann ja sein, fie Schalt« sogar sehr hübsch, ist er dann nicht seine Pflicht, «uehmex ise Tochter auch anderen Leuten zu zeigen?"
edauert, bis eine Zuc^ckveisung der mit dürres Botten erhobenen Anklage erfolgte, aber erduch iß It vox Seite« des StaatsmiuisteriumL öffestlich im Ktichsakzeiger" geschehen und diese Kundgebung «»ichtete zugleich die schleichende Verdächtigung, als b ix dem deutschen Beamtemhum, auf das wir mit echt bisher stolz wäre,, paxamitische Auwandlungen rafbar ixistiie« könnten.
Herr Harden Wird ja nun das Wort ergreifen äffen. Bere t» vor 4 Jahren wurde übrigens die uzelegentzeit int Abgeordnetexhause durch den utioxallibualen Abgeordnete« Tramm aus Hannover N Sprache gebrecht. Lm 20. März machte die Bitt. Ztg." über die Angelegenheit des Herrn vo» . oettidjer nähere Mittheilurgex, welche sie selbst att
tmtm M «rache heran«, Kind, ich bin selbst beinah« neu- ti Gratis stig, was Du für Wünsch« hegst, habe ich doch staue be Mich keine Ahnung davon, wo er Dir irgend
(3601 Wm könnte."
Wöchentliche Beilagen: KreiZblatt für die Kreise Marburg «nd Kirchhai«.
»ck Ri/", ”"to Allttstrirtes Sonntagsblatt. Sprechstunden der RedEion: 10-^11 Uhr SctstUtaj».
Der Herr Rath legte verwundert Messer und Gab.l au« der Hand, dann aber lachte er rock lauter.
„Nun, Mädchen," meinte er, „das muß man sagen, vor übergroßer Bescheidenheit stirbst Du nicht mehr. — Louischen, was meinst Du nun zu dem kleinen eitlen Dinge, fie will gesehen werden, be» rounbett!" —
»Papa, vorläufig möchte ich doch rur ganz, ganz, temüthig bitten, daß Du in dem Einladung«circular, welches auf Deinem Schreibtisch liegt, und welches Dich auffordert, mit Deiner Familie da» in nächster Woche stattfindende hundertjährige Stistung»sest des Gymnasium« mitzumacheu, jene» abscheuliche „bin behindert", welche« Du neben Deinen Namen geschrieben, autstreichst und dafür ein deutliche« „werde kommen" schreibst — denn, Papa —"
„Du wiederholst, Kleine," setzte der Rath hinzu, „daß Väter, welche eine hübsche Tochter besitzen, die Pflicht haben, diese Tochter der Welt zu zeigen — nun Grethe, wenn Du die passende Garderobe rast, will ich Deinen Wunsch erfüllen, gesetzt den Fall natürlich, daß auch Mama keinen Ein-pruch mgegen erhebt. — So — und da kommen unsere Trabanten, diesmal ja Alle auf einmal, in da« Haus
gestürmt — Hänschen natürlich wieder voraus."
J-r, ja, da war die ganze Schaar, und nun hatte Grethe alle tzände voll zu thun, um ihrer Pflicht als stellverttrtende Hausfrau auch einem Jeden gegenüber zu genügen, und da fie Alle gewöhnlich
der Slaatsministcr v. Boitticher sein eefammtte eigenes Ve-wözen 6trßegebtn. Von bem Sachverhalt hat damals bet Staatsßftetär bt8 Innern bem ihm vorgesetzten Reichskanzler Mittheilung gemacht, welcher bem. ächst bic Erstattung bei von jenen Freunden herg-xebenen Summen herbeigesühit hatt
ES ist amtlich festgestellt,
1; daß die geschilderten Verhandlungen zu einer Zeit staitfander, in welcher von beabsichtigten Reformen be» Ba. kwisen« überhaupt roch nicht die Rede wa-;
2. daß der Stcaisminister v. Bo-tticher niemals von Bar kierS Geld entliehen hat;
3. daß der Staatt Minister v. Boetticher keinerlei Zu- wei dtngen, auch nicht den E satz des von ihm her- gegebenen eigenen Vermözens empfangen hat.
Das Königliche StaatSminffteriuMi
Fürst zu Hohenlohe. Freiherr ti. Berlepsch; Miquel. Thieleui Bösst, ti. Köller. Freiherr v. Marschall. Freiherr ti. Hammerstein. Schönstedt.
Der größte Theil der Presse hat fich jedoch m t dieser Eik äruxg »icht zuftlede» gegeben. Sie Vera» laßie z. 8. die „Hcmb. Nachr." zu folgender Cni gegrung: „Zunächst drängt sich die Frage auf, ob bex Heu n Uaterzeichxeru der Etkläruxg die Lorgäxg'', auf die fie fich bezieht, in volle« Umfange a«tli» bekannt geworden find." Die „Lerl. Neu:st. Nachr." b-merke« zu der Erklärung: Die Thatsache, daß die preußische R gl rnng etaem ihr.r Mitglieder eine d-.rariige Bescheinigung ansstellt, ist jedenfalls ex Novn« in der preußischen Geschichte und wen« d e „Post' meint: „Mit der Erklärung des Staat«- mtaisteriums in Sache« Herr« v. Boetticher'« dürfte der Maulwurf«arbeit gegen den Perfonexbeßand des MixisteriumS wohl defi- tiv der Boden abgegraben stix", so befürchte» wir, daß die Diskussion über dieses Thema durch das auffällige Vorgehen erst recht wieder in Flsß gebracht Worbe» sei» wird. Zudem kann tos einer „Maulwurftarbeit" wohl iksofern uicht die Rede sei«, als ba« Ausscheide« des Herrn v. Boetticher aus dem Staatsmtaist'eliom und seine Ueber»ahme des ObeiprSfidiums in Cassel zu« 1. Juli d« IS. formell beschlossen war, da»n aber infolge etaeS bekannte« Vorgangs Wi der rückgängig gemackt worden ist." Der „Vorwätts" behauptet positiv, daß Fürst Bismarck aus dem zur Bekäwpfnxg der Wtlstsche« Proprganda bestimmten WelfenfondS die Gläubiger deS Schwiegervaters dcs Herrn v. Boetticher abgefundex hat, uud daß eite aktenmäßige Darstellung der Angelegenheit vo» Welfischer Seite erfolgen wirb. Worauf fich diese Behauptungen stützen, wirb Wohl- weißlich verschwiegen.
Nun wir glauben, daß Fürst Birmarck den an- gedrohte» .Enthüllung-»" in voller Ruhe c»tgegeu- eh>n kan». Und die Leute, die Letztgexa»-te» jetzt treff n wolle« — eS find ja i« erste- Linie Welfe» und Eozialiste« — wollen gleichzeitig das «»denken unsere» ersten Kaisers treffe», de«« ihm hat der Kanzler über Heller und Pfensi?, die au» de» Welfenfosd» euixomwe«, Rechnung abgelegt. Bei berSewiffenhaf.igkeit n«b be» so überaus feixe»
äM M Anzeigen unmm -C-rzegen bis Expebitton diese» Blatt«,
VJiuTvUTlli lkwre die Annvneeu-Änrean; von Haasenstein ». Vogler in vw
_ , v Frankfutt *. M., Taffel, Magdeburg und Wim; Rudolf XXX. 5c(W?ü
Dienstaa 15 Oktober 1895 Moffe in Frankfurt L. M., Berlin, München u. Köln; G. L. V ö
Id xjuvvci loyu. Daube S. Co. in Frarikfutt «. M., Berlin Hannover, Pari«.