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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhai«.
XXX. Jahrg
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Zweites Blatt
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Hiergegen hat sich nun die Gemeinde
Alter mit eine« Schirm jx ehren, wäre feite so
weisnxg gratis.
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dem Gebiete der Mode ist, die aber roch nicht in den Auslagefenstern zu sehen, weil ein geschickter Regisseur feine „Schlager* bis zu einem geeigneten Zeitpunkte verbirgt I Nun denn, die Mode nimmt für ihre Zwecke bereit» direkt die Hilfe der Malers in Anfprnch nud denkt an von Künstlerhand bemalte Cape»! Man kannte bisher bemalte Fächer, bemalte Paravents, bemalte Bilderrahmen nnb letzthin tanchtex anch bemalte BandeanS und bemalte EcharpeS auf; nun werde» wir ober auch mit beaaltex Damenmänteln zu rechnen habe«, die dir Erfindung eine» Pariser» Maler» sind ... . Und der glückliche Erfinder, beffen „Idee* erst zwei oder drei Monate alt ist, hat bereit» ein ansehnliche» Sümmchen verdient. 3n Part» und London ist zur Zeit ein förmlicher Kampf nm diese bemalten Capes entbrannt. Der Maler, der in da» Seheimuiß seiner Farbenmischung blo» einen Kollegen eingeweihthat, hat alle Hände voll |U thurr nnb kann unmöglich alle» an ihn gestellten Anforberungex gerecht werden. Eine dieser bemalte» Cape» ist aber vor wenigen Tagen anch in Wien eingetroffen, nnd einer jnngen Malerin, der Gattin eine» höheren Hofbeamten, ist eS gelnngen, nach dem vorgelegten Muster ebenfalls eine Wintercape zu bemalen, nnd zwar in der gleich effektvollen Weise, wie da» Original. Der erste Eindruck ist, al» ob die großen, goldig schimmernde«, etwas exotischen Blätter und Blüthen, die auf der Cape zu scheu find, Application» arbeit seien. Erst bei ge- nanettr Besichtigung bemerkt man die Pinselarbeit. Und «och Ein», wa» eigentlich die Hauptsache, die Damen wird e» interesfire«, zu erfahren, wie viel eine solche bemalte Eape kostet. Nun, die „Nou- oeautß" kommt je nach der künstlerischen Herstellung der betreffenden Exemplar» ans 110 bi» 150 Fl. zn stehen, also eine Bagatelle für Lente, die — Geld haben.
Pfg. Izer, 24, 6A, Salzt 65. [(
die hi> t besä Ausnal rchhilft rBearrl [«'
K, Schreiner, Kchzarbach 51.
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Marburg—Wehrda.
<n Wochentagen fährt da» Boot oox Morgen» 9 Uhr nach Bedarf. Mittag» alle 30 Min. Sonntag» )on 9 Uhr ab alle 30 Mixwten,
H. Pauli,
Marburg, Wcmdelgass»4, uxpstehll sich Ml eWwwiew ** »•MtifM der »«viere, (86
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Verantwortlicher Redakteur rFriedrichColbatzk Y.tn Marburg. Sprechstunden der Redaktion: 10—11 Uhr Vormittags.
/Äht schön möbl. Zimmer an «s, sogleich ober später zu ver
(Westfalen) ha«, wie i. Zt gemelbit, dkujerigcu Mitgliedern ter Semei,de, welche die Kriege 1864,
Bau- u. Möbel-Arbeiten sowie Reparaturen derselben Verde, nnter billiger Berechnung saxbe, auSgeführt von
E«rl Textor, Schreiner, Pilgrimsteix 11.
NB. Daselbst werden auch Rohr
Anzeigen nimmt entlegen die Expedition dieses Blatter, sowie die Annoncen - Bureaur von Haasenstein u. Bögler in Frankfurt <u M., Kassel, Magdeburg und Wien; Rudolf Müsse in Frankfutt «. M„ Berlin, München u. Köln; ®. L. Daube u. (So. in Frankfntt a M., Berlin Hannover, Pari».
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8699] Telephon Nr. 40.
Kriegersrt-r je emen «egeuschirm als «hrnng übcv reicht. Wegen diese» eigenartige* Geschenk» hat sich die Gemeinde tz.rpf so manche Witzelei gefallen lassen
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(Kleine Nachrichten.) 3niilltben erhalt-, jetzt die durch die Erdrutschungen geschädigte» HauS. bcsitz-r zinsfreie Darlehen vom Magistrat zur Ripmatm ihrer Häuser. — Eine recht seltene Feier beging ter R.utuer, frühere Gastwttih Dittmer in Eutin mit Frau. Beide alten Leute, hoch in den Achtzigern, feierten ihre eise ne Hochzkit. Beide Eheleute find »ach 65jährtg r glücklicher Ehe noch verhältnißmäßig rüstig. — Typho'e @rt?anTitagtn find beim Füsilier- bataillv» der GrenadierregirnentS Prinz Karl i» Frankfurt a. O. vsrgrkommen. Die Ursache ist »och nicht aufgeklärr. — Em Eisenbahnunfall ereigwttt sitz auch auf der Station Samter in Posen. Infolge falscher Weichenstellung stieß der von Stettt» kom meide Schnellzug mit dem Posener -üttrzug zu sammcn. Die Maschine de» Schnellzuge» ist be schädigt, einige Wagen be» Güt.rzuge» find entgleist Ein Bahn- nab ein Postbcawt r, sowie ein Reisender vmd:n leicht v.rlktzt. — 3n Geestemünde äscherte eia F uec eine SS-unr d r Gebrüder €aff; i« Düri g ein, wobei 29 OchsrS, 3 Pferde und große Erndtevorrälhe v rbraur ten Ein gekündigtes Dienst Mädchen gestand ein, da» Feuer angelet zu haben. — Notar Dr. Franz Ritter v. Milbacher in Wien wurde nach zweitäütger Schwurgericht» Verhandlung wegen Beruntreuuxg der ihm an ertiantei Gelder im Betrage von 73800 Gulden zu acht Jahren schweren Kerk rS nnd zu* Adelkverlustr v-rurtheilt. — Da» KröuuugSkl id der Zarin ist in Paris bestellt worden, wird mit Perlen und Gold bestickt sein und kostet 300000 Mk. — Das Taschengeld der Prinzesfi» Maud von Wales) betrügt gen in soviel, wie dar ihrer Mutier, der Prinzessin von Wale», einst be tragen hat: Moratlich — 20 Mk. — Das Testament be» verstorbenen Eisenbahnkönig» Jay Gould ist j tzt in N-w-Y rk gerichtlich bestätig worben. Da» B r- mögen beläuft sich auf 350 Millionen Ma k. — Ein h ftiger Simm Hal auf Kuba in der Picv.nz Pinar del R o die Tab.kpflanzungen und zahlreiche Häuser zerstö f. Etva 20 P.rfaneu find ungekommen,
(Beter axen'Ehrnng.) Die Gemeinde Herpf
tz'eckl'ch sonderbare, kuriose. Wir halten eine, solches Gegenstand für beffer, al» den kurz vorübergehenden Genuß eine» Festess-x» re/
(Ern verrückter Universität»Professor.) Infolge von Ueberaxstrengung irrsinnig geworden ist der Professor Manuel Petrayo Valencia, Eastelar's Nachfolger an der Madrider Universität. Bor einige» Woche« xtnfajitte er im Hrmde, über welches er einen F ack g-worfen halte, durch die belebtesten Straßen von Madrid, und neueiding» wollte er sich in eil er Kirche mit dem Predig«, der gerade auf der Sanjel stand, über theologische Fragen au»ein°ndersetzen. Der Unglückliche ist jetzt einerJrrenanstalt überwiesen worden.
(Selbstmord wegen beendeter Dienstzeit.) I» Augsburg ereignete sich, so wttd bet ,Tägl. Rundschau" berichtet, der seltene Fall, daß eia Soldat sich da» Leben »ahm, »dl seine Dienstzeit benbrt war „Mir geht e» hierinnen viel bester, als draußen,* sagte der Unglückliche und wollte du chaus nicht fort, als er »ach zweijähriger Dienstzeit — er starb beim dortigen 4. Chevavxleger Regiment — in die Heimat beurlaubt »erben sollte. Er »ar auch nickt etwa durch die Entlastung vor ein erwerbslose» Leben gestellt, da ihn s,i» früherer Dienstherr bereits erwartete. Den Abschied vom Soldateulebeu nahm er sich so $i Herze», daß er sich im Stalle e>hängte.
(Mari»e Uxfxll.) Die Sonnabend in Piynouth e’ngetioffene, von Kiel nach Madeira gehende deutsche Corvette „Gneifenau* hat schweren Sturm im Kanal dmchgemacht. Bei Portland schlug ine Sturzwelle über da» Deck; mehrere Matrose» wurden da» Deck entlang geschleudert, zwei dabei ziemlich erheblich verletzt. Ferner fiel ein Stück einer Raa herab und töd.ete einen Matrosen. Da» Schiff selbst ist »eiter nicht beschädigt. Weitere Nachrichten liegen zur Smnde nicht vor.
(Lebstmord Bösenberg.) Au» Leipzig schreibt man: Die Ursache», die den bekannten Luch bindereibefitzer W. Böstnberg zum Selbstmord ver- anlcßt Haden, find auf da» drohende Einschreiten der Staatsanwaltschaft wegen unsauberer G schäft» wadpnlationen zurückznführen. Bösenberg soll von dem sächsischen LmdeSgesangbnch, da» er im Sn trage de» KnituSminiperirmS zu vertreiben hatte, heiwl.ch in verschiedenen Buchtruckereien Exemplare auf minder werthigem Papiere habe» Herstellen lasten und dieselben, iurgesammt 20000 Exemplare zusammen- gestellt und großenthetl» verkauft haben. Sehnliche Manipulationen sollen «uch mit einem rheinisch westfälischen Gesangbuch vorgekommex feix.
(War alle» dem Publikum al» Äu» und Cognac) verkauft »ird, zeigt wiedereine vor Ku z>m in Friedenau durch den Berliner Gericht» chemiker Dr. Beschaff vcrgenommeue amtliche Untcr- snchung, welche zu diesem Zweck an von Destillateuren entnommenen Cognac und Rumprobe» e folgt ist. Bei nicht weniger al» sechs vru diesen wurde fest gestellt, daß sie nicht eine Spur von wirklichem Rum ober Cognac enthielten, sondern an» Master nnd Sprit unter Beimischung von Eflenzen „fabricirt* wäre». Diese Art von Getränke» dürfen nur mit der famose» Bezeichnung „verschnittrnm* oder Cognac verkauft
V>um Aufpmtiere«
<O Möbel«, sowie zu alle» in' Fach einschlageubenNeparatwrri «npfiehlt sich unter Zusicherung gute xxh billiger Ausführung
«erden, und da da» in jenen sämmtlichen sechs Fällen nicht geschehen ist, so habe» nun die betreffende» ,R»m*-Lerkäufer ihre Bestrafang wegen Nahrung»- mittelversälschung zu gewärtigen.
(Lebendig verbrannt.) Au» Dresden wird telkgraphirt: In der Billa Jenny am Plattleithen weg ist der Fabrikbesitzer Georg Küntzelmann, Mit tthaber einer Dresdener Seifenfalrik, der von einem schwere» Beinbruch »och nicht genesen war, verbrannt Iedenfall» ist da» Feuer, welche» da« garze, von der Familie Kürtzelmanx bewohnte erste Stockwerk binnen wenige» Augenblicken vernichtete, dadurch ent standen, daß die Decke, mit der sich Küntzelmann auf der Chaiselorgue zugedeckt hatte, durch irgend einen Umstand Feuer gefangen hat. Seine Gattin hatte kurz vorher da» Zimmer verlaffen; da» im Neben- z'mmer schlafende Kind konnte gerettet »erde».
(lieber einen Todtschlag auf einem Dampfer) wird au» Pari» berietet: Auf der Heimfahrt de» Dampfer» „St Domingue- vo» Cay-uxe drang der fioloi talbcamte Florentine in hrnttnem Zustand in eine Damenkabiue ein und belästigte die Insassinnen. Auf deren Hilferufe eilte bei Gatte einer der Damen, der wegen einer brasilianischen Grenzzwischenfalls abbeiufene Gouverneur von Cayenne, Charvei», herbei und schlug F kurzer Hand tobt Die Leiche wurde i»'S Meer geworfen und Vox der Sache Wetter kein Aufheben» gemacht. Jetzt aber fordern die Blätter mit Urgestüm eine Untersuchung.
(Zur Verlob xxgMalborongh'L and er - bilt) wird dem „Bert, Lok.-Auz/ aus London geschrieben: Der hiesige Betmittler, welcher die Der lobuilg be» jungen, stark verschuldeten Herzog» von Malborongh mit der Tochter Bauderbilt'S zu Stande gebracht hat, wttd dafür auf Grund eine» früheren notarielle» Abkommen» die Bagatelle von zwei Millionen Franc» Provision erhalte». Er hatte dem herzoglichen Werber auch die reichen Geldmittel vor- geschaffen, am jenseits be» großen Wasser» stände» gemäß aufzntteten.
(Bergbesteigung.) Ein Lanfanner Student, Namen» Tomafini. bestieg letzt-u Sonntag den Tom Noir, im Montblar cmasfiv; e» ist dies die erste Bestdgnug diese» Berge», die in einem einzigen Tage gemacht worden ist.
(Das Neueste in der Damenmode) Bon einer Dame erhält das „N. Wien. Tgbl * die folgende Zuschrift: Vom Lande zurückgekehrt, machte ich an einem dieser wuncerrolle-r Spätsomrrernach- Mittage eine Wanderung durch unsere KonsektionS lüden, wo man eben die neuesten Hütchen, die neuesten Muffs, die neuesten Kapothütchen u. f ro. zu sehen bekommt. Man trägt sie noch nicht, denn sür'S Erste ist c» noch zu sommerlich und für'» Zrorite haben unsere Damen noch nicht recht Zeit gesunden, zu prüfen, zu wählen und zu kaufen, aber getrost, man wird die Dingerchen tragen, und ihr werdet sie laufen und zahlen müssen, ihr Herren der Welt I Wiffen Sie aber, Herr Redakteur, roas die — pi6ces de rSsistance auf dem Gebiete de» Allerneuesten, die zu erwartende Sensation auf
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muß man die Hautpflege betreiben, da» heißt mau muß sich uuc mit der besten, mit der mildesten und reinsten Seife waschen, wenn man schön bleiben, wenn man zarte Hunt und frisches Aussehen erzielen will. Darum verwende man alsToiletteseife keine andere al» die in ihrer Qualität und Milde unübertroffene Doerings Seife mit der Eule, die für 40 Pfg. überall käuflich ist.
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müssen. . _ _
energi ch verwahrt uad folgende geharnischte Er widernng dem .Bet-ran', dem Organ be» Berbanve, Deutscher Kriegs - Leteraueu, zngehen lassen: »Wir bebauet», baß eine gew sie Kategorie Menschen da» burchan» praktische Geschenk unserer Gemeinde zum Gegenstand de» Witze» axSgemünzt hat. Man sollte meinen, die Idee, die Leteranex, die einst im Kriege Wetter und Sturm genug ertrage», im vorgeschrittenen
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•rad «ch dttlagt 3°^Aug.^K^'E^^sMis-Buchdruckerei in Marburgi Jllnstrirtcs Tonntagsblatt
Tausendfache» Laß notariell bestätigt, über den Holl. Tabak von & Becker in Seesen mH. Eta 10 Pfd.» Battel fcot 8 Mk. hat die Exp« d. Bl. etagesehe».
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mer, Mitgliedern ter Hemeinde, welche die Kciege 1864, .brunna |; 1866 und 187(/7l m tjemaebt hrben, bei btr
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