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Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für -ie Meise Marburg ««- Kirchhai«.

8 Jllustrirtes Sonntagsblatt. Zpre-ħrüdill ber 1»eb«ftien: b1011 Ub?L?rm?tt^r^*^'

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fe:»SSK Marburg, kääX !Ä*SÄMAÄÄ Donnerstag, 10 Oktober 1895. £=SSSSSSSB=.., .MV/.-----------------------' "------------- ________ .. - .

XXX. Iahrg.

wfseush i unter S schäft: r. B. tz -«Verein, enschast afipflich! »rbex: fdxex Verein

Erstes Blatt.

ReubesteLungerr auf dieOberhesflsche Zeitung" »erde« von »»seren Bote», de« Postämter«, Brief trägen-, sowie ix nuferer Expedition noch jederzeit

pm Preise von 2 Mk. für Marburg frei iu'S Hau», »ach übei«ll hi« durch die Post bezöge« für 2 LL Mk. (excl. Bestellgeld)

entgegengenommen.

WV* Der Anfang des «eueu Roman»Mar­garethe* von Marie Widd-ru »i:d auf Wunsch kostenlos rachgeliefert.

xuxg der iriertalischm Srgelege hüte», drohte schon

117. £ 3edir i« Andere« eine» Koskurrenirn in orüntaltichen

Lingen erblickte. Fürst B smarck that damals schon

Ihr, s,l

arburg

Mittlerrolle bei ehrliche» Maklers in aufrichtigster

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stihe» gegenüber guten Freunden; sie laue» Freunde»

,, . Htgteuucr guten tjrtungc«, laues erituioei

Md geheimen und offenen Feinden gegenüber an; zu i6e*' dazu haben wir auch nicht le» geringste» A»laß, e*fH ist Zeit, daß Deutschla»d für staatlpolitischiArbeit lsllaere «..nh» fi* fn h,infiLn mb ,1» bh.8 AhMhihnnm

gerade sich so bezahl » läßt, wie ei» jedes Individuum

Entschädigung »erlangt für jede thatsächliche Leistung.

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damals rin ernster Konflikt zwischen Rußland und Oesterreich > Ungar», von welche» beide» Staat« n eia

S Hei stadt ist Seng«

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verp- »nd uneigennützigster Weise. Deutschland hat hie: für [6 ix Rußland ebensowenig Dank geerntet, wie Fürst

erg. mesters c Unten

Gratis-Arbeit.

* Als zum AuSzang der siebziger Jahre, nach de» großen Kriege ,wisch n Rußland u»d der Türkei,

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jotfiebit getjjn [jet europäisch- Kongreß tagte zur N-uord

_____w seine» klassischen Ausspruch, daß die ganze O.ient ftzzsps frage für uns nicht die Knoche« eines ei zigen pommerschen Grenadiers werth sei, er spielte die

ober 18 tirmarck, das Morkowiterthum hat »iS mit seine« SSkütt dollste« Haffe bedscht, »eil wir nicht Oesterreich I . Ungarn zwinge« wollte», sich dem russische» Wille» zu beugen. Dazu hatten wir weder e'ne» »»laß, »och ei» Recht, um so ve»iger, alS Oesterretch-U- gar» ans eng verbündet war. Dar war ei« Fall, in Welchem Deutschland Gratis Arbeit tu der Politik sür eine» «»deren Staat geleistet hett-, u»d wir sind ja »ach wohl Alle der Ansicht gewesen daß unsere Machtstellung nuS gewiffe moralische Pflichte« auf erleg'. Diese Pflichten mögen auch heute ncch be<

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wesen, daß die aufgehende Sonne dieser Qual endlich ein Ziel setzte .... Wer er selbst schon durchge­macht, wird sich auch erinnern, wie fürchterlich er ist, sich in Angst und Sorge auf seinem Lager um- herzuwerfen, im nächtlichen Dunkel, in der nächtlichen Stille Alle» noch viel schwärzer sehend, als er an und für sich schon ist oder im schlimmsten Falle ' 'n könnte.

Auch heute wieder war der Herr Rath schon beim ersten Grauen de» Morgen« in seinem Gärt.

Auch unser Herr Rath befand sich in Angst und Sorge. Am vergangenen Abend hatte er ja sein Töchterchen, sein älteste», da» dem Vaterhause feit zwei Jahren fern gewesen, zurück, rwartet, hatte sich aber in seinen Hoffnungen, da» geliebte Kind an sein Herz zu drücken, getäuscht sehen, und wenn er «ich die Seinen, die gute Frau Rath und seine übrigen Kinder mit allerlei Lroste«worten über die Angst hinwegzusetzen suchte, Grethchen wäre etwa« zugestoßen, s» quälte ihn, »ie gesagt, diese Angst doch selbst mindesten» in eben so hohem Grade, wie die übrigen Familienmttglieder, denn wenn er e» auch nimmer zugestand, Grethe war sein Liebling wozu die Veranlaffung wohl einzig in dem Umstande zu suchen ist, daß Grethe die Erstgeborene »ar und da« roch dazu nach zwölf kinderlosen Jahren, nach, dem da» Stensou'sche Ehepaar schon die Hoffnung aufgegeben hatte, überhaupt noch mit Nachkommen gesegnet zu roerden.

Margarethe.

Original-Roman von M. Widdern.

(Nachdruck verboten.)

(Fortsetzung.)

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Uve? otlm erpen «rauen ve» Morgen« in seinem Gärt- [68 chen, früher noch, al« sonst; hatte er doch die ganze tvekt« ^acht kaum ein Auge zug-than und war froh ge-

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Der Rath hatte e« denn auch mit mit schwerem

Wir köxuten für geleistete Grattr Arbeit, für er­wiesene gute Dienste eine recht laxge Rechuurg aus stell'». Al» es sich darum handelte, de» Besitz Breitere«» über afrikanische» Land ei» Eide zu zu mach«», damals {prang Deutschland t» die Bresche, verachtete auf manche gute Erwerbung im duxkl.n Erdtheil, garentirte be» Bestaxd des Congoßaaier u»d war de» Eugländer» und Fraizosen west mehr gefällig umsonst, als uöthig uud vielleicht auch gut war. Hhtrrher habe« nuS Engländer und Franzose» »och manche« Mal unsere Kolovirlgrenze» mit einer Schärfe streitig gemacht, al« ob nicht dar M'ndrfie vorgega»gen:e. Suglaud uud Frank eich habe« solche sogenannten Liebesdienste sich stete be zahle» laffe«, das deutsche Reich war nobel, bekam aber die schlechte Nachrede obeudreix.

Die Franzose«, die beute so gehösstg gegen Alle» auf reteo, Wal nur a« Deutschland entfeint et n»ert, habe» auch die Vox Deutschland ihre« allein erwiesene» Liebesdienste total bergeffe«. Ja wohl, Deutschland hat seinem chauvinistisch:» Nachbar wichtige Gefällig feiten erwiese«, ohne freilich eine fach iche Beurtheilug be: deutsch französischen Beziehungen auch nur erreicht zu habe», die doch da» Mindeste sr nst gewesen wäre. BIS Frarkreich mit um sehr locker:» RechtStit.ln Tunis, Tonkiu und Anram muetthte, sowie da« Protektorat über MadagaScar übernahm, als damals besonders gegen die tum fische Anxek io» sehr hi ftige Proteste laut wurde», war Deutschland die erste Groß­macht, He de» neue« Zustand der Dinge bereitwillig anerkannte und die andere» großen Staaten dadurch »ach sich zog. Die Franzose« haben dax» hinterher die gemeine »xb uns beleidigende Behauptung aus­gesprochen, Deutschlanb habe sie zur Kolrn'alpolitik verlockt, um ihre Sufmerksamkeit von Elsaß Lothringen abznleiten.

Immer mehr noch! England hat in Aegypten gerade so wenig vcn Rechtswegen zu thux, wie etwa das deutsche Reich von Rechtswegen etwas i« Irland zu thu« haben würde, wo doch zeitweise eine Un­ordnung herrschte, die nicht geringer war, als die- jenige, welche am Nil vor der «»kauft der Engländer bestand. DaS deutsche Reich hat der Festsitzung der Sngläxder am Nil keinen Widerstand nicht nur be- reitet, sondern dieselbe durch feine Politik gefördert. Dank dafür? Du lieber Gott, vo» britischer Freund­schaft für Deutschland könne» wir ehe Lied finge», welche» schrill genug klingt Sin widerwärtige» Gönnerihllm, zu de« man an der Themse de« aller- geringsten Grund hatte, wurde uns gegenüber be obachtet, und wenn Deutschland richt in alle« Fragen,

Herzen geschehen lassen, daß sein liebe» Töchterchen eot zwei Jahren da« Elternhau« verließ, aber einertheil» waren die Versprechungen Frau von Stellheim'«, mit denen sie den alten Herrn doch endlich zu überreden wußte, so verlockende fein Kind sollte ja für die Dauer ihre« Besuche« bei der reichen, vornehmen Dame einmal da« Leben in vollen Zügen genießen dürfen, andrerseit« wollte aber auch Grethe kaum flügge geworden gar zu gerne mehr von der Welt sehen, und die Jugendfreundin der Mama hatte ihr ein so farbenprächtige« Bild von ihrem künftigen Aufenthalt und der Reise, die sie mit ihr machen wollte, entworfen, daß nun, daß dar Endresultat eben war, Grethe ging wirklich.

Die Eltern freilich vermißten sie sie fehlte ihnen überall, dem Vater in seinen Erholung« stunden, die ste mit ihrer sonnigen Liebenswürdigkeit noch erhellt hatte, der Mutter in Küche und Keller, beim Stopfen und Flicken und gestopft und geflickt wurde im Stensonfchen Hause, wie kaum in einem andern der ganzen guten Stadt B, denn die sechs jüngeren Geschwister Grethen« verstanden e« trefflich, die Hattbarkeit der ihnm zugewiesenen Wäsche- und Kleidungsstücke zu erproben.

Dennoch aber ließ man da« junge Mädchen vorläufig, wo sie war, nun sie einmal gegangen, wollte man sie auch nach ihrer verlangenden Sehn­sucht von der Welt tennen lernen lassen, so viel die Tante wie Frau von Stellheim von den Etensonschen Kindern genannt wurde sie kennen lernen lassen wollte, und da« war nicht wenig. Leider aber konnte Frau von Stellheim ihre P.o fette nur zu einem verschwindend kleinen Thril noch verwirklichen, denn schon nach dem ersten Ausflug, den sie mit ihrer jungen Schutzbefohlenen nach einigen größeren Städten Rußland« gemacht, erkrankte

die für Exglaud von Bedeu uxg wäre», da» britische Interesse beobachtete, bann gab es in London «ine» grenzenlofe» Lärm. England hat uns j be», auch be» kleinste« Freundschaftsbeweis, haarscharf äuge rechn t. Wir habe» warten könne». Wir sollte» als Vorspanx in armexifchex, chinesischen Dingen diene«, in welche« die Brite« im Trübe« zu fischen gedacht.u, man wurde sogar zuweilen stech u»d «rve-schämt i» Loudon. War da» Berhalte» von Mot kiwiter« und Franzose» zuweilen wenig äuge- »-hm, «och weniger angenehm als diese offenen Feinde war der laue Freund England.

Deutschland hat auch in be« chinesisch-japanische« Zänkereien wiederum den ehrlichen Makler spielen wollen; der Kuckr k hat ei uns gedankt, die Mobkowiter haben die deutsche Ehrlichkeit zu dem Versuch benutzt, ui 8 ganz gründlich über dem Löffel zu barbire». Und nachdem die» glänzend mißlungen ist, wird an un» wieder das Anfinne« gestellt, nm C vilisatto», Kultur und sonstiger schöner Dinge willen, die ein Jeder sich «ach seinem Belieben auslegt, vereint mit jene» sauberen Brüdern zu marschir«». Kuliur uud CtoiUsatio» ist bei un» noch keine leere Phrase ge worden, anderiwo dienen die Worte ganz allein nur zu» Deckmantel von politischen Eonderbestrebungen. Nu», da wollen wir denn doch lieber die allgemeine Mode mitmache» und die GratiS-Arbeit bet Seite lasse«. Wer u«S habe« will, der soll un» dafür leiste»; Unbast habe» wir seit ehern Viertel-Jahr­hundert genug erhalte«, die Zett für reelle« Dark dürste nun doch wohl gekommen sei«.

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Deutsches Reich.

* Merit«, 8. Oktbr. (Tagesbericht.) Unser Kaiser hörte gestern Vorttäge in HubertuSstock Täglich macht der Monarch Pürschgänge, die ein befriedigendes Resnltat haben. ließet den Besuch de» Monarchin in Wiesbaden wird geschrieben: Der Kaiser kommt am nächsten Montag Nachmittag um 6 Uhr 50 Minuten hier an und fährt bin ft nach dem Theater. Nach dir Vorstellung begiebt sich der Kaiser zunächst in's Königliche Schloß, dann znm Intendanten Kammerherrn von Hülsen in ter Sonnen­bergerstraße. Et» Empfang findet nicht statt, auch lehnte Se. Majestät einen Ehrevtruxk ab. Der Premter-Lkntenant v. Earnap, welcher die Togo EMdtt'o« »»ter Dr. Grnner's Führung mitmachte, hat Göttingen wieder verlasse«, wo er an der Stern- warte praktische Hebungen mit Instrumenten machte, welche den astronomische» Ortsbestimmungen uud

sie plötzlich, und zwar an einem so schweren, hoff­nungslosen Leiden, daß jeder Lebensfreude ein Ziel gesetzt war und sich auch der Aufenthalt de« kleinen Ler Rathstöchterlein« in ihrem Hause zu einem wahren Märiyrerthum gestaltete.

Aber Grethe ertrug mit bewundern«württger Geduld die Launen der Kranken und wie ste sich auch härmte und nach ihrem lieben Daheim sehnte, nicht einmal rief sie au« der Ferne den Eltern zu: ,0, nur wieder in Eure Mitte! laßt mich nach der Heimath zurückkehren 1* Dennoch aber war zwischen den Zeilen ihrer vielen und zum Thell bogenlangen Briefe brennendste Sehnsucht heraurzulesen, wieder daheim zu sein bei »ater und Mutter unter den Geschwistern. Der Rath überlegte auch mit seiner Gattin, ob sie nun nicht doch schreiben sollte:Komm zurück, mein Kind, wir entbehren Dich!" Aber die strenge Rechtschaffenh.it, welche in beider Cha- ratter lag, hinderte sie immer wieder daran.

Hatte Margarethe die guten Tage mit der Tante verlebt, so mußte sie auch die schlechten ertragen und da diese Ansichten auf da« Vollständigste mit denen Grethe« über einstimmten, so blieb sie auch, bi» der Tod barmherzig die Leiden Frau ». Stell­heim'» endetedie Leiden betrat men, reichen Frau, die fich mit all' ihrem Gelbe doch nicht die Gesund, heft zurückkausen konnte.

Run endlich dursten der Rath und die Räthin ihr Töchterlein zurückerwarten und ste hatten er, zufolge ihrer Benachrichtigung, mit aller Bestimmtheit auch am gestrigen Tage, nachdem Grethen« größere« Gepäck schon am Tage zuvor al« Frachtgut ange- kommen war.

Wodurch da« junge Mädchen veranlaßt wurde, da« den eitern gegebene Versprechen zu brechen, wissen wir bereit».

topographische« Messungen auf Reist« biexe», und ist hierher zurückzekehit. Er wird die Studie» dort »icht wieder aufnehme», so»der» in den nächste» Tagen eine Reise nach Judie« u»d weiter nm die Erde au« trefe». Zu Gunsten be» Völkerschlacht. Denkmals ix Leipzig hat bas braunschweigische Staatrmlnistiiium bfe Veranstaltung einer Pfennig- Sammlung am 18. Oktober in allen Schulen de» Landes genehmigt.

* (Prinz Heinrich.) Das österreichische Mariuekommando richtete ax Prinz Heinrich von Preuße« anläßlich seiner Ernennung znm öster­reichische« Kontreadmiral folgende Depesche:Ge­nehmigen Ew. Königliche Hoheit die ehrfurchtsvollste« Glückwünsche zur Ernennung zum Kontteadmiral. Im Gefühl bei Dankbarkeit für unseren Monarchen ist mit mir die ganze Kriegsmarine stolz darauf, Ew. Königliche Hohett unter unsere Flaggenoffiziere zählen zu dürfe«. Wolle« Ew. Königliche Hoheit unserer Ergebenheit ve.sichert sein. Sterneck." Pr'nz Heinrich erwiderte telegraphisch:Ihnen aufrichtig für Ihre Gesinnung dankend, darf ich mich der Hoffnung hisgebe», daß da» kameradschaftliche Band, das unsere Marter umfängt, ei« noch innigere» werde» möge." lieber den einjährigen Urlaub de» Prinzen Heinrich Hegen jetzt einige authentische An- gabln vor. Darnach könne« die Hauptgründe zu dem Urlaub al» dreifache bezeichnet werden. Eisten» bedarf c» keiner Frage, daß es ix dex persönliche» Wünschen deS Prinz > Admirals lag, eine« längere» Urlaub anzutreten, um größere Reise» im Binnen, lende der verschiedene» Länder zu mache». So glaubt man, daß er im kommende« Frühjahr «ach den Hoffestlichkesten eine größere Fahrt durch die Schweiz uvd Italien zu unternehme« beabfichtigt. Jm Uebligr« wird der Prinz, wie stet», von Neujahr ab as de» Berliner Hofstste» theiluehme« uxd für einen bedenicxde» Theil der Wintersaison dort Wohumg nehmen. LIS zweiter Hauptgrund für de» Urlaubs« a»tritt wird angeführt, daß Prinz Heinrich ie be« litte« Jahren anknahmklcs ans regstem Interesse für bk Flotte eine« sehr anstrengenden § i nst getha« hat. Natürlich bleibt et für die Zeit des Uilanb» mit allen Vorgängen i« ter Flotte in engster Fühlung. AlS dritter Grund wird angegeben, laß zweifellos noch weitere Perfonalveränderunge« in de« höchsten Komwant»stelle» der Flotte hätten ix tiefem Herbst eintnte» süssen »achdem Prinz Heinrich znm Kontreadmiral befördert sorde» trat, wen» man ihm hätte sofort in seiner «ne» Charge ehe« Wirkungskreis als Flaggoffizier übertragen wollen.

Wenn sie nur heute mit dem Mittagszuce kommt," sagte der Rath vor sich hin, während er die Blüthen eine« Centifolienstrauche« von ihren Stengeln entfernte und in ein Körbchen leje e« fand Alle« in seinem Haushalte Verwendung, auch die Rosenblätter, au« denen die Räthin Perlen zu fertigen verstand. Er hatte stundenlang, ohne die Lippen zu einem Worte zu öffnen, gefchafst, nun aber konnte er nicht länger an sich halten und noch einmal kam er wie au« tiefster Brust herauf:

Wenn ste nur heute mit dem Mittagszuge kommt I Sonst* et unterbrach fich, leichte Schritte knirsch, ten Über den mit grauem Kie« bestreuten Gartenweg und jetzt wurde zwischen dem Gesträuch auch die noch immer schlanke, zierliche Gestatt einer älteren Dame sichtbar, in der wir, trotz be» ergrauten Haare«, da« von einem schmucklosen Mullhäubchen bedeckt wurde, sofort die Mutter unserer jungen F eundin erkennen.

Die Frau Räthin war immer noch eine an# muthige Erscheinung und e« lag in dem feinen, freundlichen Gesicht soviel Herzen«güte, eine so tieft Gemüthsinnigkeit, daß nur ein Blick genügte, um ste lieb zu gewinnen.

Run, Stenson,' sagte ste freundlich,möchtest Du nicht jetzt auch Deinen Kaffee einnehmen? Er läßt fich wirklich nicht mehr warm erhalten und t« ist auch Deiner Gesundheft gar nicht zuträglich, so lange, ohne irgend etwa» ger offen zu hoben, umher zu schaffen.'

Schon gut, Louiichen, schon gut,' erwiderte der Rath, indem er noch rasch ein paar welke Rosm pflückte.Mir fdjabtt so leicht nicht»! Immerhin ist'« aber Zeit für mich, da» Frühstück einzunehmen der alte Magen fühlt auch schon ein menschliche« Rühren.' (Fortsetzung fehlt.)