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Erstes Blatt.

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MW" Der Anfang des »euen Roma»S »Mar- gar er he" von Marie Widder» wird auf Wunsch kostenlos »achgeliefert.

Bom deutschen Philologentage.

* Die i» verflossener Woche i» Köln a. Rh. stattgehabte 43. Versammlung deutscher Philologen und Schulmänner, Hal »ach übereiustimmeuden Nach richten eine» überaus befriedigenden Verlauf ge »ommen. Können wir auch den Einzelheiten der Berathu»gen nicht ganze Spalte» opfern, so sei doch hier wiedergegebe», wie in der a» Ort und Stelle «scheinende« »Köln. Zig." das Ergebuiß der Ver sammlung zusammengefaßt wird. Dort ist zullen: »Ein weiterer Tewin» des PhilologentageL ist die von Neue» erfolgte Bestätigung des Zusammenhang« der deutschen Wtssevschaft, deren Einheit durch keine politische» Sonderbildurge», auch nicht durch die schwarz-weiß röche» Grenzpfähle durchbrochen wird. 68 war kein bloßer Zufall, auch nicht die Wirkung vorübergehender Wallu>igeu, daß jeder Hinweis auf das Band, welches unsere Kultur mit der des öfter, reichtschen Volker verknüpft, den lauteste» Beifall weckte. Wen» «an ferner hier und da geglaubt hat, daß auf der Kölner Versammlung die alte Philologie auf Kosten einiger anderer Fächer zu sehr betont worden sei, so könne» wir nach bester Ueberzcuguug erkläre», daß dabei die Absichtlichkeit einer Zurück setzung vollständig fern gelegen hat. Nach de» schwere» »»griffe», die dar preußische Gymnasium besonders Wege» fei»eS Betriebs der alte» Sprachen in de» letzten Jahren erfahren hatte, war eS selbst.

ssai

Margarethe.

Original-Roman von M. Widdern.

(Nachdruck verbot«.) (Fortsetzung.)

,@i erwarb da« Schlößchen hier zu einem sehr geringen Preis und machte es nun zu seinem Heim,' erzählte der Doktor weiter,den Ritteisitz in den Rheinlanden und den geliebten Sohn in fremden Händen laffend. Jahrelang blieb er hier, da» Leben eines Einsiedlers führend, bis man ihm eines Tages sagte, die schöne, fromme Dulderin da unten, die einst seinen Namen getragen, sei plötzlich eines sanften Todes verschieden. Da machte auch er seinem Leben ein Ende und schließlich wurde dar unglückselige Paar doch noch im Grabe vereinigt.'

.Und wiffm Sie nicht, ob der Aermste außer dem Namen .Brender' noch einen zweiten führte, nach Art der alten Geschlechter, die auch die Bc- nennung ihres Besitz-s ihrem Namen einverleibten: wie Hirsch von Lechtngen und andere mehr?' fragte Grethe da gespannt sie »ar mit aller Aufmerk» samkeit den Worten de» Erzähler» gefolgt und so seltsam erregt hatte sie die sentimentale Geschichte, daß chre Wangen sich mit höherem Roth gefärbt hatte».

«Gewiß! Herr von Brender ist in den Adels» registern als Baron Brender von Böfinghofen ein­getragen und meine» Wiffen» zählen wir noch jetzt manchen seine» Namen« unter die besten Offiziere unserer Armee, e« find'

Grethe hatte fich blitzschnell von ihrem bxombeer. umankten Bänkchen erhoben »nd die Hände in einander schlagend, rief fie lebhaft: «Also darum het mich Ihre Erzählung so bi« in die Seele bewegt!' vnd dann setzte fie aufgeregt hinzu: .Denken Sie doch, Herr Twktor, meine Mutter ist auch eine ge»

Wöchentliche Beilage«: Kroisblatt für die Kreise Marburg «nd Kirchhai«.

tert, "d Brrtoz: 3-h» A»,. Koch, Universttät».B«chdnrckerei in Marburg. [UI«4a» BrraMwortlicher »ebaftot: Friedrich Eolbatzky tn Marbur».

Redaktion «ud Expedition r Markt 21, Fernsprecher Nr, 55. Sprechstunde« der Redaktion: 1011 Uhr Vormittag«.

Ja 232

Erscheint täglich außer ex »erktag« »ach e»n> nk Smertagm. Qnartal-NSmmimmtt-Bnijr Sei der Wxpe- Siti« 2 Rk., Lai all« «rfbttan 9 8H. « Bf«. (t$IL Bitdetlb). 3useratt»«bLhr für di« schall«« Zell« oder d«rm Rama 10 Bf«., KtSawra ftt M« 8-il, SB Bf«.

Marburg, Donnerstag, 3 Oktober 1895.

Unzng« mmna tntgtgen vi« Expeomoa dirs« »lettte, sowie bi« Armoacm-Bureaur von Haasnistein «. Vogler in Frankfurt a. M., Gaffel, Magdeburg «ttb Wien; Rudolf Stoff« in Frankfurt a. M., Berlin, München x. Köln; G. L. Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin Hannover, Bari«.

XXX. Jahrg.

»ei siär blich, daß auf btr erste» Philologeuversamm- lung, die feilt cm auf preußischem Boden zusammeu- trat, die Ansicht der Fachmänner über jene Angriffe zu« Ausdruck kam. Daß aber bei der bisherige» Ordnung einzelne Jntereffe» der nationalen Erziehung zu Schade» komme», giebt der Minister jetzt zu, und man kannes den Philologe» nicht verdenke», «en» sie fich dieser E-folges freue». Anderseits aber würde jede ein» siilige Werthschätzuug der altklasstscheu Jugend erziehung von schlimme« Folge» sei». Denn von dem, waS i» de» übrige» Fächern geleistet wird, die unmittelbarer al« das Lateinische und Griechische zu« Verstäudniß der Gegeuwart führe», darf nichts preis gegeben werde». Auch die Vertreter der alt- klassische» Studie«, die fich de» Zieles, taugliche Mänuer für die Gegenwart Heranzubilde», bewußt find, werde« de» hohe» Werth der »odernen Sprach- ftndie« und de» mathematisch naturwissenschaftlichen Unterrichts neidlos a«erken»eu. Zu Eifersüchteleien ist heute weniger Zeit als je zuvor, »xd eS wäre schlim«, wenn der häusliche Streit zwischen de« Ver­treter« der einzelne» Fächer, der schon einmal zu« Schaden deS nationale» Erziehu»gSwerkeS dem Dileltan- tiSmnS eine Art von Schiedsrichteramt ermöglicht hat, nicht endlich zur Ruhe käme. Gewaltige Klüfte thun fich in» rhalb der moderne» Völker auf, und von ihnen dünkt u»S die sogenannte soziale noch lange nicht die schlimmste. Zvr Ueberbrückung dieser Klüfte aber bedarf e8 vor Allem eines einheitlichen Geistes bet allen Denen, die die vaterländische Jugend erziehe», damit das Heranwachsende Geschlecht als ein starkes und wohlgerüßeteS in da« nächste Jahrhundert ein» trete, welches, wenn nicht alle Zeichen trügen, kein Jahrhundert der Ruhe, sonder« ein Jahrhundert der Stürme und Kämpfe sei» wird.' 6i« Bravo sei diese» Sätze» nachgerufe». Die wichtige Versammlung schloß «it einer Rheinfahrt »ach de« herrliche» Sieben­gebirge, und auf dieser Fahrt ist »och einmal die fiste Absicht aller Jugenderzieher zum Ausdruck gekommen, in einheitlichem Geiste ihre Arbeit dem Vaterlande zur Verfügung zu stellen.

Deutsches Reich.

* Merkt«, 1. Okt. (Tagesbericht.) Unser Kaiser »ahm gestern den Vortrag des Laudwirth- fchast?mi»isters v. Hammerstein entgegen und hörte heute die Vorträge des StaatSfikretärS des Reichs marineawts Vizeadmirals Hollman», sowie des Chefs des Mariuekabiuets Ko»tread«iralS v. Sende». Ihre Majestät die Kaiser!» gedenkt morgen

boreneBrender von Böfinghofen' und da zwar sehr, sehr viele Brenders, die, beiläufig gesagt, unter einander gar nicht verwandt find, aber nur eine FamilieBrender von Böfinghofen' giebt, welche fteilich auch sehr weit verzweigt ist, so ist meine Mutter ohne alle Frage eine direkte Nachkömmlingin jenes unglücklichen Manne«.'

Ach, was sie nur sagen wird?' fuhr fie immer in der gleichen Erregung fort, .wenn ich ihr die Geschichte ihre« Ahnen erzählt haben werde! Und Sie haben Recht,' setzte fie dann noch hinzu und ihre blauen Augen strahlten, .er giebt manchen Baron Brender von Böfinghofen in der Armee, den man unter die tüchtigsten Offiziere zähtt und dessen Namen auch Mütterchen mit Stolz nennt, trotzdem sie sonst eigentlich blutwenig darauf fußt, daß fie einem Geschlecht entsprossen, welche« einst freilich vor vielen, vielen Jahren auf einem Fürsten- thron gesessen ... O, und ich denke er mir doch so schön, adelig geborm zu sein, auf eine Ahnenreihe hinunter blicken zu dürfen, die hinabreicht bir'

.Aber Fräulein, um Gotte«willen, wie können Sie fich ein solche« seelische« und geistige« Ar- muthrzeugniß ausstellen I" unterbrach fie der Doktor hier und etwa« wie Zorn klang durch feine Stimme funkelte und glühte auch in den dunklen Augen, al« er gleich darauf hinzusetzte: .Ich für meinen Theil Haffe den Abel ich hasse ihre Privilegien, wie wenig fie auch noch davon besitzen, denn Gott sei Dank, wir leben doch in einer Zeit, wo die Aristokratie de« Geiste« mindesten» Hensoviel gilt, al« die der Geburt.' 1 8 '

«Und die de» Besitze«,' wogt« dar junge Mäd­chen mit leisem Spott hinzuzusetzen.

Der Doktor warf ihr einen verwunderten Blick )tt. .Stellen Sie Namen und Befitz getrost auf

ia Eberswalde der Hospüal - Einweihung betzu- »ohne». Der Kaiser vo» Rußland hat de» Flügeladjutante» Oberst vo» Moltke i» Audienz empfangen zur Entgegennahme eines Handschreibens Kaiser Wilhelm'». Der Reichskanzler Fürst Hohenlohe hat Alt-Anffee bereit» verlasse» und ist i» seinem Privatschloß zu München eingetroffen.

* (Parlamentarisches.) Die Nachricht, daß der oftgenannte elsäsfische Reichstagsabgeordnete Dr. Haas sein Mandat endlich niederlegen vnd in dem Rentier Leonard eine» Nachfolger erhalten »erde, wird vo» dem Letztere» selbst, wa» seine Person cm» geht, als falsch bezeichnet.

* (Land Wirths chaftlicheS.) Der Vieh- ttanSport von Dänemark durch den Kaiser Wilhel«. Kanal wird in allernächster Zeit freigegeben werden. Wie der .Deutschen Tageszeitung' «itgetheilt wird, find ans Königliche» Befehl die Zi»se» für die den Domänenpächteru bewilligten Ban- und Melio­rationsgelder vo» 5 aus 31/2 °/0 herabgesetzt worden.

** (Russische Anleihe.) Die Anwesenheit de« russischen Finanzministers Witte in Berlin bildet selbstverständlich namentlich in Finanzkreisen fortgesetzt Gegenstand der lebhaftesten Erörterung. Während von der einen Seite mit großer Zähig. kett daran fistgehalten wird, daß Herr Witte eine russische Anleihe in Deutschland zu Stande bringen werde, wird die« von der andern ganz entschieden bestritten. Wie dem .Hann. C.' au« Berlin mit- getheilt wird, ist Grund zu der Annahme vorhanden, daß der russische Finanzminister mit leeren Händen von Berlin abdampfen wird. Unsere maßgebenden amtlichen Kreise seien bezüglich der Unterbringung einer russischen Anleihe genau derselben Meinung wie Fürst Bismarck, der sich bekanntlich wiederholt dagegen ausgesprochen und erklärt hat, daß er ge­staubt habe, so lange in seiner auswärtigen Politik behindert gewesen zu fein, als er fremde Papiere in feinem Pult gehabt habe. Wenn die Russen eine neue Anleihe unterbringen wollen, so möchten sie den bekannten Weg gehen. Man dürfe fich nicht verhehlen, daß, je stärker der französische Markt mit russischen Papieren belastet ist, um so mehr die FliedenrbÜrgschasten befestigt werden; denn die Franzosen, die schsn 3^2 Milliarden Francs ihren Freunden an der Newa geliehen haben, werden fich, je mehr russische Papiere fie ausnehmen, um so mehr vor Schritten hüten, die geeignet find, den politischen Horizont dunkel erscheinen zu lassen, da bann sofort das in russischen Papieren angelegte französische Kapital eine Verminderung erfahren

eine Stase,' sagte er.Dem Namen geschieht nicht« öhrenrügige« dabei, selbstverständlich wenn der Befitz auf ehrliche Weise erworben ist.'

.Ja,' erwiderte Grethe altklug, .aberschellen Sie mich nicht, Herr Doktor, ich denke mir, so ganz auf ehrlichem Wege lassen sich heutzutage keine Reichthümer mehr erwerben, wenigsten» giebt e« außerordentlich wenig Gesellschaftsklassen, wo dies möglich ist und Eins ist gewiß, der Beamten-, der Gelehrtenstand kann e» nicht! Aber, mein Gott,' unterbrach sie fich, .ich langweile Sie gewiß, Herr Doktor!' ,

.Da« nicht, mein Fräulein, die Zeit steht jedoch nicht stille und meine Schwester wird mir schon böse sein, daß ich Sie ihr so lange fernhalle. Lassen Sie un« deßhalb aufbrechen und die Rückkehr an- treten'

Schweigend gingen fie dann den Weg zurück, den fie vor kaum einer Stunde erst gekommen.

Aber immer wieder, so lange die Beiden noch auf die Ruine zu blicken vermochten, wandte Grethe da« dunkle Köpfchen nach rückwärt», konnte fie fich doch gar zu schwer von dem Anblick de« verfallenen Schlößchen« trennen. E« war ja auch so merk- würdig, daß der Zufall fie gerade hierher führen mußte, zu der Stätte, auf der einer ihrer Vorfahren mütterlicherseits so schwer gelitten und wie sie sich bann, Episode für Episode, im Geiste noch ein­mal die traurige Geschichte wiederholte, war e« nur natürlich, daß sie auch über Andere« nachdachte, wa» ihr Begleiter gesprochen vor Allem über seine vor wenig Minuten ausgestellte Behauptung, daß er den Adel Haffe. Und nun schüttelte sie leise den Kops, hatte ihr doch daß kleine Stubenmädchen ge­sagt, auch seine verstorbene Gattin sei von edler Herkunft gewesen; früh« mußte « also and«»

würde Eine rusfisäe Anleihe in Deutschland dürfte also nicht zu Stande kommen.

* (Rußland u»d Frankreich.) Ueber Ruß- la»d« Beziehungen zu Frankreich verlautet, daß Ruß­land unter keinen Umständen feine Ha«d zu ei»er «endernng der Grundlage des Frankfurter Friede»« biete» werde, u»d daß vielmehr Rußland» Abfichte» i« erster und hauptsächlichster Linie mit Rücksicht ans die Politik im Osten eine Jsolirnng England» zum Zwecke haben. Nach amtliche» Juformattonea ziele» die gegenwärtig i» Paris stattfindende» diplo­matische» Berathungen zunächst auf Lahmlegung der englischen Politik im Orient nvd in Ostasien ab, so daß für Deutschland in de« Berathungen nicht her mindeste Grund zu Beunruhigungen vorliege. Von dem Bestehe» irgendwelcher diesbezüglicher Beun­ruhigungen in Deutschland ist auch »ttgends die Rede gewesen. Frankreich seinerseits möchte nun England »öthigen, sich dem Dreibunde anzvschließeu, weil dieser Anschluß Rußland bestimmen würde, in Action zu trete».

** Zwickau, 1. Oktober. (Evangelischer Bund.) Der hier versammelte Gesammtvorfiand deS evangelischen Bunde» beschloß, die General- versammlung de» nächste» Jahres in Darmstadt ab­zuhalten. Setser wurde» zwanzigtausend Mark zum Bau eine» eva»gelische» BundeSdiako»iffevhauses i« Freiburg st» Breisgau für Bade« und Elsaß Lothringen bewilligt.

Ausland.

Ifraukreich.

* Mari», 1.Okt. (Madagaskar.) ExpeditionS- chef General Duchösne scheint bei seinem spanische« College» auf Cuba, Marschall Martt»ez Campo», gelernt zu habe«; auch er versteht beretts die glän­zendste» Berichte über seine angeblichen Erfolge auf Madagakcar zu verfaffe»; ob aber diese Berichte den Thaisache» entsprechen, das erscheint recht zweifel­haft. Herr DuchSsne meldet sei»« Regierung, daß er fich biS auf 35 Kilometer der Hauptstadt der HooaS, Tananarivo, genähert habe, ohne bisher während feines Marsches irgend eiet« nenne» »werthe« Widerstand gefunden zu haben. Trotz btr An­strengungen des Marsches seien Gesnudhest«stand und Stimmnng der Truppe» vorzüglich. Weniger gut wäre hier doch wohl besser.

über die Aristokratie der Geburt gedacht haben und e« war anzunehmen, er haßte den Adel eben dies« einen wegen, deren Andenken ihm doch hätte heilig sein müssen, wenn

.Sie sind so in Gedanken verloren, Fräulein,' meinte der Doktor neben ihr,wollen Sie mir nicht sagen, wa» momentan Ihren Geist derart beschäftigt, daß Sie auch mit keinem Worte die abendliche Stille um un« herum unterbrechen?'

Das feine Gesichtchen, welche« inzwischen seine bleiche Färbung wieder erlangt hatte, erröchete jetzt von Neuem bi« zur Stirn hinauf:Rein, nein, da« kann ich nicht,' stotterte fie dann in grenzenlos« Verlegenheit.

Er sah einen Augenblick aufmerksam nieder, dann schüttelte er langsam den Kopf: .Wie kam ich auch nur zu einer fo indiskreten Bitte!' sagte er dabei und setzte gleich darauf in gänzlich ver­ändertem Ton hinzu:Vergessen Sie fie, Fräulein, und verzeihen Sie mir die Dreistigkeit.'

Grethe hatte fich inzwischen gefaßt.Ich habe ganz gewiß nicht« zu verzeihen, Herr Doktor,' sagte sie. .Wenn ich Ihre Bitte, die ich keinesweg« eine Dreistigkeit nenne, unerfüllt ließ, so geschah e«, ich will ganz aufrichtig sein, well ich mich im Moment gerade mit Ihnen beschäftigte.'

Sie holte tief Äthern, dann setzte fie mit leis« Stimme hinzu:Und ich würde auch keineswegs Anstand nehmen, zu sagen, worüb« ich im Speziellen nachdachte, wenn ich nicht fürchten müßte, Sie zu beleidigen und beleidigen möchte ich Sie doch nicht, da« wäre ein zu schlechter Lohn für ben mir geleisteten Dienst und die Freundlichkeit, mit der Sie mir hier so viel de« Interessanten gezeigt.'

(Fortsetzung folgt.)