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Zweites Blatt

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Vermischtes.

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ss jenem seltenen Maße in ihm vereinigt, wie das nur

bei genialen Naturen der Fall ist. Seine Kenntniß

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rersend«

Justus Wüh. Berdux, Bahnhofstr. 8.

A. Matthaet

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Schornsteinfeger Bücher

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(Ein Urtheil über unseren Kaiser.) Lrrd Lonsdale, der jetzt Vast de» Kaiser» war, wie dieser vordem bei jenem in England, hat fich übet die vortrefflichen Eigenschaften de» Monarchen in be« «ffierter Weise ausgesprochen, er sagt u. «..mehrere Anzelheiten als Beweise seine, Urtheil» anfügend: Der Kaiser ist ein außerordentlicher Mensch in jeder Beziehung, und so viele Frennde ich auch habe, die il» bedeutend, al» große Männer gelten, ich könnte ihn mit keinem von ihnen vergleiche«. Ich kau« mir richt denke«, daß Bismarck ei» größerer Ma«« ist, ober wenn durchaus ei« Vergleich angestellt werden soll, so würde ich Ihre» Monarchen Moltke an die Seite stellen. Seine Auffassung, seine Energie, sein Scharfblick, seine Beherrschnng alle» dessen, wa» fein Interesse erfordert, sein Vedächtuiß, vor Allem aber seine BorauSficht, find einfach unvergleichlich und in

Städtchen erhielt. Ter ältere Bruder deS Vroß- herzog», Prinz Heinrich von Hefien, heirathete am 28. Februar 1878 Fräulein Karolinr Willich, ge­nannt von Pöllnitz, die zur Freifrau von Nidda erhoben

Verdruß und auch oft manche Geldausgaben ersparen. ES wäre zu wünschen, daß in Anbetracht alles besten das Buch in keinem Hause fehlt; Jedermann kommt einmal in die Lage, sein gutes Recht vertheidigen zu müssen. Der Bezug des Werkes wird weniger Bemittelten dadurch er­möglicht, daß dasselbe auch gegen kleine Monatsraten von L50 Mk. bis 3 Mk. geliefert wird.

Was kostet ein Verbrecher?" Diese Frage beantwortet in hochinteressanter Weise ein Aufsatz von A. Berthold imBuch für Alle" (Heft 5) und zwar führt er uns als Beispiel einen öfters bestraften Einbrecher vor. Die Summe«, die dieser als G fangener dem Staate kostet, diejenigen, welche die verschiedenen Untersuchuugeu, Verhandlungen, Transporte usw. verursachen, zusammen­gerechnet mit dem Schaden, den seine Einbrüche und Dieb- tähle den Betroffenen zufügen, sind so kolossale, daß wir ie, da wir eine nähere Begründung hier nicht zu fiepen ,erwögen, lieber nicht nennen wollen, sondern aus den Artikel selbst verweisen,

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btt Details, besonder» in militärischer Beziehung, ist phänomenal und geeignet, da» höchste Erstaunen aller Fachleute zu erregen, Er ist ein ausgezeichneter Rminefachrnanu, wie et die kolonialen Fragen bi» in'» Detail beherrscht. Ich bin überzeugt, daß die Deutschen die Genialität de» Kaiser» nicht genügend Würdige«, weil fie keine Gelegenheit habe«, ihn so in bet Nähe beobachte« zu »«neu. Wenn et einen Fehlet besitzt, so ist e» feine Jugenb, ein Fehlet, bet täglich, oft nur zu rasch fich bessert. Der Kaiser taxn fich nicht vorstillen, daß die Männer seiner Umgebung nicht auch feinen beherrschenden, Alle» durchdringenden Seist besitzen, seine Voraussicht, sein? Energie und sein Temperament. Aber ich preise dar Land glücklich, da» einen solchen Fürsten besitzt, und ich bin überzeugt, daß man deu hinreißenden Eigen­schaften Wilhelms II. einst auch in Deutschland wird alle Gerechtigkeit widerfahren lasse«.'

(Die morganatifchen Ehen im Stoß herzogthum Hessen.) 3« keiner Regenten familie dürften so viele morganatische Ehen zu ver zeichnen sei«, al» i» Hesse«. Der Bruder de» Prinzen «strandet von Hesse«, deffe« Gemahlin, gebote«e Gräfin Haucke, am 19. d. M. verstorben ist, «roß Herzog Ludwig III. war in zweiter uu ebenbürtiger Ehe mit Anna Magdalena Appel, Tochter des ver, fbtbenen 3oh. Heinrich Appel und der Louise Christine d'Amour, vermählt. Dieselbe wnrde zur Freifrau d. Hochstätie« erhoben. Bekanntlich war auch Groß, Herzog Ludwig IV. i« zweiter morgauat scher Ehe im Jahre 1884 eine Zeit lang mit Frau v. «olemine verbunden, doch wurde diese Ehe »och in demselben Jahre wieder geschieden, wobei die Geschiedene den Titel einer Gräfin v. Romrod nach einem hesst'chm

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(Znngenbrecherische, AmtS.deutsch'.) Das Großherzoglich MkcklenbnrgischeJnfiiMir isterium, unterzeichnet ,von ««»berg', erläßt folgende Be- kauntmachung, datirt Schwerin, den 30. Juli 1895: .Nachdem der Kammerherr Friedrich v. Bülow mit laude», und lehuShenlicher Einwilligung sein im «mte Lübz belegene» Lehngut Rogeez verlaust Hot, werde« auf de« Antrag desselben alle diejen'ge«, welche an da» verkaufte Lehngnt Rogeez und beste» Zubehörungen au» einem Lehn-, Fibetkommiß', Näher-, Retrakt»-, Revokatior», Reunion»-, ReluitiouS-, AgnationS- und SuccesstonS-Rechte, (uff!) ober au» oust irgknb einem lehnrechtlichen Grunde, jetzt oder lüuflig A«sp üche zu haben bei meinen, hiermit ge laden, in dem, znr Profilirung solcher Rechte, auf den 5. Dezember diese» Jahres peremptorisch an» beraumten Termine, Morgen» zur ge» ähnlichen Zett, vor dem nnterzeichneten Justizministerium nach Abend» vorher gebührend geschehener Meldung, in Person oder durch gehörig legitimirte «nnälte zu erscheinen, ihre vermeinten Ansprüche rein und genau anzugebe« solche völlig und genügend zu besch inigen, auch wegen bereu Ausübung uub Geltendmachung fich be­stimmt, unumwunden und ohne allen Vorbehalt oder Fristgesuch zu erklären, widrigenfalls fie zu gewärtigen haben, daß fie mit ihren gar nicht, oder nicht vor schristSmäßig angegebenen Rechten sofort präcludiret und damit auf immer, nnt<r Auferlegung eine» ewigen Stillschweigen», «erde« abgewiesen werden.'

(Sine sonderbare Tode»anzeige.) Folgende Tode»anzeige veröff-ntlichi eine Firma in Plauen i. B.:P. P. Erfülle die traurige Pflicht, Sie vom Ableben be» seitherigen Inhabers der Firma Anten Falke, meine» geliebten Binder» Rchard Falke in Kenntniß zu setzen Von der Wiitwe mit ihre« 5 kleinen Kindern übernahm iu'olge dessen die Frma und das Geschäft mit allen «ktiven und Passiven. Offeriere folgende Partien, die ich nicht übernahm, jedoch für die 5 liehen Kinder meine» sei Bruder» billig auSvrrkaufe: Eine Partie Festons und Eiasätze, darunter Reste unter 31/z Meter. Eine Partie Tüll - Spitzen v. s. w. u. f. w. Ich kann nun nicht mehr reisen, wie seit 1872 für die Firma, und betreibe mein Geschäft meist auf Lohn- stickeni, wie vor 1872, als ich und mein Vater beisammen waren. Ich leixte erst al» Stickfabrikaxt und bann als Kaufmann.

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wurde und 1879 bereits starb. Bon ihr lebt ein Sohn als Freiherr von Nidda. Prinz Heinrich ver- mählte fich zum zweiten Male in nnebenbürtiger Ehe mit Emilie Hozic, die znr Fran von Dornberg er hoben ist. Ebenso verheirathete fich der zweite Bruder e» GroßheizogS Ludwig IV,, Prinz Wilhelm box

Hissen, im Jahre 1882 morganatisch mit Josefixe Bender, zwei Jahre später zur Freifrau von Lichten- eis erhoben. Ein Urgroßonkel be» jetzt regierenden SroßherzogS Ernst Ludwig, Prinz Friedrich von Hessen, geboren 1759, gestorben 1808, war mit einer «aroline Friederike Setz vermählt, und bei Sohn au» biefer Eh', zurn Freiherrn von Friebrich erhoben, h-Kathete wieder eine Bürgerliche, Franziska Anna Wen, bereu Tochter fich mit einem Herrn v. Wchlebe« vermahlte. Ju ber ältere« Linie Hessen- Kassel find bie uuebeubürtizen Ehen ebenfalls stark vertreten. Der entthronte nub inzwischen verstorbene Kurfürst Friebrich W Ihelrn vermählte fich mit einem Fräulein Falkenstein, Tochter bes Herrn «oitfrieb Falkenstein nub feiner Gattin, geb. Schulze, später vermählte Frengs erhob fie erst zur Gräfin von Schaumburg nub zu Horzcw'tz, bann zur Fürstin von Hanau; an8 dieser Ehe entstammen bie Prinzen von Hanau. Der Vorfahr be, Kur ü steu Friebrich Wilhelm, Ku fürst Wilhelm II., gestorben 1847, war mit einer Emilie Orilöpp vermählt, bie er zur Gräfin von Reichenbach nub Leffonitz erhob. Prinzessin Angnste aus bem laudgräflicheu Hause Hessen Cassel heirathete den Baron Karl von Bl'reu-Flineke. Prinz Franz, von derLtti-Hessen-PhiliPPkthal, geb. 1805, hrirathete 1841 eine Marie Katharire Liubuer, die znr Freifrau von Falkner erhoben würbe.

(Fürst Bismarck auf der Waage.) Ein Stuttgarter Herr, dem es unlängst gelang, bi» in da» Schlafzimmer des Fürsten Bismarck in Friedrich»ruh zu kommen und fich dort umzusehe«, theilt mit, daß neben dem Bett des Fürsten eine Waage steht, anl welcher fich derselbe jeden Morgen nach dem Avf- stehen netto (b. h. nur mit einem Paar Paxtoff-ln belieibet, um fich bie Füße n'cht zu erkälten) wägt. Ein Notizbuch liegt in ber Nähe, worin ber Fürst eigenhäxbig das jeweilige Gewicht vou jedem Tage einträgt. Dasselbe schwankt seit geraumer Z-tt auf ungefähr 202 Pfd.

(Militärischer Ehrgeiz der Japanesen) Japanischen Zeitungen zufolge haben im Laufe de» letzten Krieges nicht weniger als 47 j-panische Offiziere in der Armee und Marine Selbstmord be gangen; ein großer Theil derselben nahm fich da» Leben an» Aerger über die Rückgabe der Süd Mandschurei au China. a t

(Einlieben »würdige» Inserat) veröfftut licht da» sogerauuteBrandkomiie" in Neuhaus a. P., wo e» jüngst gebrannt hat:An Alle, die dal

1 ru»räumen zum Stehlen au»nützen, ergeht hiermi 1 die Aufforderung, binnen acht Tagen die entwendeten ; Sachen zurückjubringeu, widrigenfalls gegen 15 bi» j tzt bekannte Diebe, Nrnhänfer und Auswärtige, un nachlchtlich Anzeige bei ber Gendarmerie erstattet »erben wirb. Es soll un» Niemand den Vorwnr ber Hartherzigkeit machen!'

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Wöchentliche Beilagen: Krcisblatt für die Kreise Marburg uttd Kirchhain.

' ~~ ä.« wj v j o Verantwortlicher Redatteur: Fried richColb atz kh in Marburg.

H«ck «Ud »erlag: Johi^ug. K 0ch,^UniverfWs-Buchdruckerei tu Marburgs ® OHtltCtd# vldtl* Sprechstunden der Redaktion: 10-11 Uhr Vormittags.

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