werd«n dürfe». -a»z entschiede» aber erxiebt sich an» fast alle» Si»zeldartzellu»ge» der Handwerker, erqnete die Nothweudigkett der Zwaugsrrga»isatio». Gleich in der erste» Mo»ographie erklärt Herr Siegftied Heckjcher: „Man sollte eigentlich mei»e», daß die Hendwerker in de« Kampfe um ihre Existenz Schalter «»Schalter stehe« würde», am dem ge«ei»sa«e» Friede begegne» za köaee». Allein gerade darin liegt ihre Schwäche. Während wir überall t« wirth- schastlichen Kampfe ge'chlosse»e Reihen sehr» and beobachte» könne», wie die Schotte» sich tauen fester aneina»derschließe», stehe» die tza»dwerker »»einig da, argwöhnisch, selbstsüchtig and neidisch ans einander, anfähig zu« gemei»sameu Handeln."
In der dritte» Abhandlung äußert Herr Paul Stetaberg: „ES wird na» Aufgabe sei», darzusteLn, was durch Zasa«me»schluß auf dem besprochene» Ge biete erreicht ist. Da» Bild, welche- sich uns hier zei^t, bestätigt die alte Beobachtung, daß der Weg der Selbsthilfe von Handwerkern aus eigener Initiative selten oder niemals be. schritten wird." Er bleibt also »ur übrig, daß die Handwerker zu ihrem eigene» Heile zum Zusammen- sch.'usse gezwungen werde». DaS Verhängnißvolle deS Manchesterlichen Gehenlassens — mit der Motivirung, de« Handwerker sei ja doch nicht zu helfen — geht au» de» folgenden Worte» der Herren Ernst ZaiS und Paul Richter (Die Thon- industrie des Ka»ne»böck-rlandeS auf de« Westerwalde) hervor:
„Man spricht heute so viel von Umsturz und seiner Bekämpfung. Auf de» wirthschastliche» Grundlage», in den einfachste» Berhältetsse» deS praktische» Lebens muß dieser Kampf geführt werde»; das „Umstürzen" ist zu verhindern, damit die Umgestürzte» nicht zu Umstürzler» werde». Auch der bescheidenste Krugbäckrrbelrieb ist ein Kampf- miitel, wen» er lebensfähig ist und nicht durch seine Armseligkeit de» Inhaber selbst zum Proletarier stempelt. Den» der Kampf, der heute vo» der Krug- bäckerei geführt wird, bedeutet nicht nur de« Kampf zwischen zwei verschiedenen Industriezweigen (der Tho«> und Glakiadustrie), nicht nur de» Kamps zwischen zwei verschiedenartige» Betriebszweigen (dem Kleinbetrieb der Krugbäcker» uud de« Großbetrieb der Glasfabrik), sonder» auch zwischen dem kletae» Mittelstandund demProletarierthu«, zwischen bürgerlich- bäuerlicher und sozialdemokratischer Weltauffaffong."
Vielleicht würde er noch mehr gesagt haben, wenn es jetzt nicht Frau Gottfriede, sichtlich nur in dem Bestreben, die beiden Männer auseinander zu halten, an der Zeit gefunden hätte, auch ein paar Worte in die Unterhaltung zu werfen.
„Also Sie finden Kinder lieb, Fräulein," sagte sie, aufmerksam in das Gesicht Grethe Stenson's blickend, der das unbehagliche Gefühl, hier gleichsam der Zankapfel zu sein, die Brust beklemmte. „Da treten Sie mir gleich um viele Stufen näher, denn auch ich habe Kinder sehr gern, wenn e» mir auch nicht gegeben ist, mit ihnen zu tändeln und zu scherzen. Trotzdem fühlen die Kleinen doch, eine wie aufrichtige Freundin sie an mir haben. Sie sollten nur sehen, wenn meine Pensionärinnen hier sind — ich Miß mich oft gar nicht ihrer Zärtlich, leit zu erwehren."
„Ja, ja," setzte Augustin hinzu, der sich selbst am liebsten sprechen hörte, „Cousine Gottfriede hat ganz Recht; wenn die Mädchen da find, kommt ein anderer, vernünftiger Christenmensch gar nicht mehr dazu, mit ihr zu reden, mindesten» sechs hängen immer an ihrer Schürze — „Tante" hinten und „Tante" vorne — und „Tantchen, Herzenstantchen" ruft es in allen Stuben, im Garten und auf dem Hos, daß es einem in den Ohren schwirrt und man schließlich Gott dankt, wenn man in dem großen, weiten Hause nur ein einziges Winkelchen findet, in dem man sich vor ast' diesem unausstehlichen Lärmen sicher W
Gottfriede lächelte — es war ein Lächeln der Befriedigung. — „Darum habe ich Dir auch da» Stübchen im Giebel angewiesen," sagte sie in dem ruhigen Ton, mit dem sie immer zu dem Pflegesohn sprach; ,bi» da hinauf kann unmöglich auch nur ein Laut von dem Wirrwarr hier unten dringen."
Deutsches Reich.
* Werkt«, 24. Skptbr. (Tagesbericht.) Ihre Maj. die Katsert« ist heute Vormittag ta Flensburg eingetroffen und am Bahnhöfe von ihre« Schwager, dem Herzog Friedrich Ferdinand vo« Schleswig-Holstein, empfinge« worden. Nach kurze« Aufenthalt erfolgte die Wettersahrt «ach Glücksburg. Hier fa«d die Aukunft gegen 11 Uhr statt. Die Kaiserin begab sich unter großen Ovattone« einer zahlreichen Me»sche»«euge durch de» i« Flagge». schmuck prmrgenden Ort »ach dem Schloß. — Die Prinzessin Friedrich vo» Meiningen ist von einem Pri»zen entbunden. Die Prinzessin ist eine geborene Gräfi» zu Lippe-Biesterfeld, sie hatte sich am 25. April 1889 vermählt. — Dar Ergebuiß der Dienstreise de» KvltuSMinister» Bosse «ach Helgoland dürfte, wie verlantet, die Errichtnng eine» »aturwtffenschastliche« Museums daselbst bilden. — Der zum Oberführer der ostafrikanische» Schutztruppe ernannte Hauptmann v. Ratz»er ist bereit» ta Neapel ei« getroffen, vo« wo er morgen mit de« Dampfer der Deutsch Ostaftikaltaie die Reise »ach DareS-Salaam antritt. — Sein 175jährigeS Bestehe» feiert am 22 Oktober das in Bromberg garnisouire»de Po««ersche Füfilierregimeut Nr. 34. — Zum Studium der Arbeiterfragen ist in Deutschland der Geistliche Marchand ouS Kapstadt eingetroffeu.
* (Russischer Kaiserbesuch?) 3« Ost. Preußen ist da» Gerücht verbreitet, der Kaiser vo« Rußland werde in bat nächste« Tagen zu« Besuche unsere» Kaisers i« Jagdschloß Romtateu eintreffe«. Damit soll eS auch zusammenhä»ge«, daß der heim- kehreude Reichskanzler Fürst zu Hohexlohe den Kaiser Wilhrl« auf se'ner Fahrt vo» Danzig »ach Berlin begleitete. Such die Anwesenheit der beide« Kompagnie» Infanterie und der Abtheilung Kavallerie ta kriegSmarschmäßiger Ausrüstung in Szitrkehme», welche bisher nicht zum Ehrenwachtstenst heraxgezogeu worden find, wird damit in Verbindung gebracht. Da» ist augenscheinlich eine Kombination der Ortsangehörige», die unseres Erachten» vollständig unbeg ündet ist, zumal bekanntlich der Zar vor Sblanf der Trauer- zeit keine Bi suche zu machen gedenkt.
* (DieSedavrede deS Kaisers) giebt der Presse noch im«er Anlaß zu Erörterungen und Inter« pretaiionkversuchen. Die „Franks. Ztg." bemerkt ix einer solche» Betrachtung: „ES ist ungerecht, an Tischrede» uud Trinkspräche eine» begabten »nd temperamentvollen Redners gleich de» Maßstab der
„Man sollte er wenigsten« meinen, und doch" — die Augen hinter dem Lorgnon — Augustin fand, daß die Gläser seinem zwar hübschen, aber nicht eben sehr geistvollen Gesicht einen Ausdruck gaben, den er am liebsten darauf gesehen hätte — blinzelten verstohlen nach dem Doktor hinüber, der theilnahmlos auf seinen Teller blickte — „und doch konnte ich die Nacht zu gestern auch nicht ein Auge zuthun; warum schrie denn die kleine Käthe so sehr? Eigentlich ist sie doch schon in dem Alter, wo sie sich ruhiger verhalten müßte."
Frau Gottftiede war erschrocken zusammenge« fahren; sie warf Augustin einen btttenden Blick zu — war trieb ihn auch dazu, gerade jetzt, wo der Doktor zugegen, der Kleinen zu erwähnen? Es war ja fürchterlich und unnatürlich, daß ihrem Bruder das eigene Kind, wie hold und liebreizend es sich auch entwickelte, von Tag zu Tag immer unsympathischer zu werden schien, daß er, trotzdem er überreichliche Erziehungsgelder gab, beinahe darbte, um e» dem Kinde von vornherein nur an nichts fehlen zu lassen, doch ein für allemal den Wunsch ausgesprochen hatte, so wenig wie möglich von ihm sprechen zu hören.
Frau Gottftiede glaubte, wie empört sie innerlich auch darüber war unb wie e» auch ihr Herz von ihm abwandte, daß er ben Doktor gar nicht besonder« betrübt hätte, wenn da« Kind gestorben wäre, nur — weil Käthe ihrer armen Mutter, der ein so schreckliche« Ende bereitet »ar, von Tag zu Tag immer ichnlicher wurde. Aber e« war doch einmal so und Augustin am Wenigsten konnte etwa« daran ändern. Noch überlegte sie, womit sie im Moment dem Gespräch eine andere Wendung konnte, al« der Doktor plötzlich aufftand.
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Erstes Blatt.
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Zur Handwerkerfrage.
* Dir vo» dem Verein für Sozialpolitik publi- ftte» Ergebnisse der von ihm vrraustalteten Unter- tzchungen über die Lage des Haudweiks ta Deutsch-
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Hand wett vor der »»lautere« Konkurrenz geschützt werde« muß. So schreibt Herr B. Arbeit ta seiner Abhandlung über die Echnh«achrr in Loitz:
„Vorher (vor 1872) fuhren die Wagen der Schuhmacher in langen Zügen zu den Märkten, auf denen sie mit an hundert Buden und darüber ehe lange Straße für sich einrahmen ; damals lernten bei etwa ICO Meistern 8o Lehrlinge. Heute stehen in wenigen Buden etliehe Schuhmacher und haben oft Mühe, ihre Arbeit los zu werden. ES ist urzweifelhast: die BekleidungSmagaziue und Ramschbazare sind furchtbare Konkurrenten; sie bedrohen da» Leben des soliden Handwerks . . .."
3» de« Kreise», die sich mit olle« Kräfte» gegen die Einführung deS Befähigungsnachweise» wehren, wird n. S. auch die Aedert'sche Abhandlung mit der Behauptung herangezoge», daß darin „von der Noth wendigkeit ceS Befählen-gsnachweise» kein Wort ge- red t werde". Wörtlich genommen ist da» richtig; allein, indirekt plaidirt unsere» Erachtens gleichwohl Herr Sebert für de« Befähig««?gsxachweiS. Er schreibt nämlich:
„Wer sich eingehender mit den zahllosen Schwierigkeiten der Fußbekleidung bejchäftigt, bekommt vor dem bewährten Schuhmacher unw.llkürlich Achtung. Jeden- falls wird ihm die A> sicht der Meister verständlich, daß, wer das Handwerk nicht ordnungsmäßig erlernt tat, mit ben E.Zeugnissen auch nicht handeln dürfe, und daß der Befähigungsnachweis zum berechtigten und roth- wendigen Schutz: der Handwerker erforderlich sei."
„Aber darf man — so fährt ber Verfasser fort — ben Konsumenten bie Freiheit und Gelegenheit nehmen, billige, aber minberwerthige Maare einkaufen zu rönnen s Darf man den Schuhfabriken uub Magazinen verbieten, eine mittelmäßige Maare feilzuhalten, solange banach Nachfrage ist, unb es sich bei ber Kauflust de» Publikums lohnt? Dem modernen Menschen scheint bei Sinn für bas Dauernbe, Tüchtige abhanben gekommen zu sein. Mahre Gebiegenheit, bleibende Trefflichkeit und Zweckmäßigkeit wird nur von wenigen verlangt und daher auch nur von wenigen geleistet; die Masse hält's mit der Ramsch- waare; sie begrügt sich bei fast ollen Bedürfniflen und in fast ollen Verhältnissen mit den Kennzeichen derselben: bestechendem Aeußeren, leichter Beschaff»! g, scheinbarer Billigkeit. Die Bazare und ihre Zwillingsbrüder, die gemachten Ausverkäufe, blühen uud gedeihen, während alles Andere unter der Roth der Zeit seufzt Mit dem Triumph der Namschwaare geht der Sieg der Surro- gate Hand in Hand. Wohin wir schauen, treffen wir Gemachtes, statt des Gewordenen, ZusammengekünstelteS, statt des Natürlicher, Minderwerthiges statt deS Werth- vollen, Pappe statt Leder, das sogenannte „Kunstleder"; waS sonst Fälschung hieß, nennt manheute Kunst. Der schöne Ausputz und der Schleuderpreis berücken die Menge und ersticken die Bedenken; als letzte Helferin kommt schließlich die stech auSgestattete Reklame, die Königin der Tages mit ihren marktschreierischen Trabanten."
Daß diese Ausführungen gege« de» Befähigungsnachweis spreche», wird doch wohl nicht behauptet
»«Srutzuug dieses Material» fteiiich kau» nicht ver- jindert werden, und wen» 3nnungSgegner oder ta>
Verkauf I atthaei.
hierzu mancherlei Anknüpfungspunkte.
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inftert und dabei ta Betracht zi-ht, daß Sozial- »öujichtt Politiker verschiedener Richtungen daran gearbeitet habe», ld gelega ke wird au» den vorliegenden Veröffentlichungen klar werden, daß vor allen Dingen den Handwerkern
jouderheit Gegner deS Befähigungsnachweises für M ihren Standpunkt an» jenen Veröff-rtlichungen Kapital Wagen wollen, so bieten sich begreiflicherweise auch
Special- Frage, welche Schritte geboten seien, um den
•; Niedergang les Handwerks aufzuhalieu. Einseitige
2ty,.y.yi‘ N Frankfurt«. M., Kassel, Magdeburg and Wim; Rudolf XXX. Jahra
«chawne E Donnerstag, 26 Sevtember 1895. Frvckftrt«, M. Berlw/München x. Köln;«. L. “0 B
rtc deren Rau» 10 Pf^, Rmaw« für die Zelle » Pft. w iajuo. Daube «. 6». st, Frankfurt« M., Berlin Hannover, Parst».
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I [55? »bergt», 91.
Margarethe.
Original-Roman von M. Widdern.
(Nachdruck verboten.)
(Fortsetzung.)
2.
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den billig Doktor Johannes Herder war nach dem Urtheil sorgt tu» Mer, die überhaupt ein Urtheil in solchen Sachen hretaer. ßiben, eine Kapazität — aber hier an der Tafel k Missionarswittwe machte der zierliche, elegante Letter mit seiner sprudelnden Lebhaftigkeit viel mehr kn Eindruck eine« geistreichen, vielwissenden Menschen Ä der ernste, finstere Doktor, der auch nicht ein rburg- Sott mehr sprach, alt dringend nothwendig war.
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Ohne gerade zudringlich zu fein — mit spielender ganz hatte Augustin hernach auch den jungen st seiner Pflegemutter zu nöthigen gewußt, von
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j’^ren FamUienverhältniffen zu erzählen — von den ' in daheim, die ste heute Abend gewiß auf dem hnhof in B. erwartet hatten, der ernsten, guten Seife des Vaters, der sich durch eigene Kraft em-
fetzte sie dann lebhaft hinzu, „mein jüngstes /klein zählt kaum sieben Jahre und ich freue *ich fchon jetzt darauf, wir ich dm kleinen drolligen
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Tni" ico< > ^"thens Vater war im Pofenfchen — das fo ) 5/s 1019 so vielste Kind eines Freifchulzm — geboren $71 v 61H tob hatte als Knabe bie Gänse auf dem väterlichen 39i/i iefitz gehütet; bie liebenswürdige, sanfte Mutter, 12»* M e, QU6 altem eblen Geschlechte stammend, schön, >41/' 94^ reich, talentirt, hatte doch nicht Anstand ge- ioi* i4i‘i «tarnen, dem Bauernsohn bie Hand zu reichen. >1»* 10» Ütrd mtt lächelndem Munde, mehr zu der Pastorin, Öl den beiden Herren gewendet, gedachte unsere !üi^ 1(M kge Freundin auch der Geschwister daheim: O, sie ”7*;iC8ii Arräfentirten eine schöne Zahl, das volle halbe «1*106 nutzend, und besuchten noch allesammt bie Schule.
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Jungen wieder ganz — wie vor meiner Reise zu Tante Stellheim, unter meine Obhut nehmen werde, sorgend und schaffend, gleich meinem lieben Mütterchen, dar schon mit den Andern genug zu thun hat."
„Und macht Ihnen diese« Sorgen und Schaffen wirklich so viele Freude?" wandte jetzt Vetter Augustin ein. „Junge Damen in Ihrem Alter und mit Ihren Berechtigungen an da« Leben pflegen doch sonst nach einer ganz anderen Richtung hin Befriedigung zu fuchen und ich muß gestehen, daß ich kaum begreife, wie einem der Umgang mit diesen kleinen albernen Wesen und bie Bewachung un) Berücksichtigung ihrer Wünsche unb Bedürfnisse wirklich Freude machen kann. Ja, anftichlig gesagt, mir ist bie Kinderstube ein Greuel." Und sich plötzlich mit leise malitiöfem Lächeln an den Doktor wendend, der stet« die Stirn runzelte, wenn sein Verwandter sprach, fuhr er fort: „Bei allen Antipathien gegen mich, Johanne», theilst ja auch wohl Du diese Geschmacksrichtung — ja, ich glaube, die Kinderstube ist Dir noch widerwärtiger al« mir unb —'
Ein flammender Blitz au« den mächtigen Augen de« Angeredeten machte, daß Augustin im Moment davon absah, feine Rede zu beenden, um so mehr, al» der Doktor abweisend sagte: „Laß doch, bitte, „meine" Antipathien au« dem Spiel, Augustin," und bann beinahe heftig hinzusetzte: „Du solltest doch auch au« langjähriger Erfahrung wissen, daß ich er durchaus nicht liebe, von mir sprechen zu hören, ebenso wenig, wie e» in meiner Art liegt, mein „Ich" irgendwie in ben Vordergrund bringen zu wollen 1*
«Der Stich trifft, mein weither Vetter, aber er schmerzt nicht," erwiderte Augustin schnell gefaßt.