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Sonntag, 15 September 1895.

Wöchentliche Beilagen; Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. tot6" eawWon ? äjtarö2L2t5m?Sr<4«^r.ta6®arböra" JllnMrtes Sonntagsblatt,

Anzeigen nimmt entgegen di« Expedition diese» Blatte», sowie die Annoncen-Bnreanr von Haasmstein x. Vogler in TTV ~

Frankfntt «. M., Tassel, Magdeburg nnd Men; Rndolf XXX» Jllukft

SRefle in Frankfurt «u M., Berlin, München x. Köln; G.L.

Danbe «. 6e. in Frankfnrt «. M., Berlin Hannover, Pari».

Die Konvertirung mserer Reichs- und Staatsanleihe.

* Die Frage der Zi» sherabsetzuig der vier- rozentigen Anleihen de» deutsch-n Reiche» und de» reußische« Staate», die schon s it länger al» eine« ihre nicht von der Tag iorbunxg verschwunden ist, Htb neuer di» g» wieder lebhaft in der Presse eröit-rt

Die Konvertierung soll sich zunächst, wie schon itj erwähnt, nur auf die vierprozentigen Anleihe» eziehen. Die Regierung will von den znstänligen Mvertr-tongen die Befngniß znr Abstempelnxg der Kp-rzentigen Anleihen i, 3^/zprozrnttge verlangen ,d gleichzeitig die Berechtigung fordern, die 3'/z ivzentigen Papiere nach fünf Jahren ohne weiteren esetzgeberiichen Akt in 3prozentige zu verwandeln, lll» bi» dahin die Lage de« Geldmärkte» sich nicht lieber geändert hat. Die Nachricht derPost* von er Absicht der nochmaligen ZinSherabsetzung von >/, auf 3 Prozent wird von den offiziöse« »Berliner Mischen Nachrichten" als bloße Bermnthrng hin«

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In der nächsten Nummer beginnen mit dem Abdruck der längeren Roman«

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lllrihe und preußischen Krnsols tnSgesammt rund |!/2 Milliarden. Es bedarf daher keiner weiteren Möllerung, daß die Konverti-ungssrage tief in da» «irthschaftltche Leben eingreift.

Der Staat von seinem finanziellen Standpurkte fabelt nur al» praktischer EesääftSmcnn, wenn er sicht länger 4 Prozent Zinsen sür sein geliehenes

Aus Requisition.

ttfamerung au» dem großen Kriege von Th. Schmidt.

(Nachdruck verboten.) (Schluß.)

Die beiden Fahrer hatten kurzen Prozeß gemacht, Kanonenpeitschen umgedreht und den Schuften e über die Nase gehauen, daß ihnen Hören und verging. Da» Beispiel machte die Bande utzig, Keiner wagte sich bi» an un» heran. Jndeß Dir die Lage für uns doch gefahrvoll, wir waren A gen etwa Dreißig, ein Kampf durfte zu iunsten der Franzosen ausfallen, da diese mit ge- lhrlichen Werkzeugen ausgerüstet waren, während °n un» nur der Lieutenant und ich eine mft Erfolg

tfteflt; im klebrigen aber wird auch von diesen be- Ltigt, daß die grundsätzliche Ei ticheidung, ob über- heupt eine Umwandlrnz der 4plozrntigeu Papiere tzeltjufi-iden habe, außer Frage steht, obgleich ein

» i gebrauchende Waffe in Händen hatten. Wir leiben stellten un» hinter den Wagen, je zwei Ka- wo »Niere an jeder Seite deffelben. Al» Waffe diente 4>em der Letzteren ein meterlange» Scheitholz. So «er. »warteten wir den Angriff der Franzosen.

Diese hieften fich einige Minuten lang in re. tktvoller Entfernung, bald aber änderten sie ihre 1983 altung. Einige Hitzköpfe unter den Arbeitern H. schelten ihre Genoffen zum Angriff an, und kotz.

Keiner ernstlich Miene machte, fich an un» manzuwagen, suchten fie un» auf andere Manier

von M. W i b b e t n der da» Interesse unserer geschätzten Abon­nenten in hohem Grade erregen wird.

Die Redaktion.

> fester Beschluß der Regierung darüber noch nicht

& pf-ßt ist.

. , An vierpiozentiger deutscher Reichsanleihe und

Uyl reußische« KonsolS find inSg-sammt zur Zeit rund t Milliard « in Umlauf, von ll^prozentiger Reich s-

lelb geben will, da er e» für 3/2 Prozent oder gar str 3 Prozent bekommen kann. Dann hat er auch dlf die Steuerzahler Rücksicht zu nehmen, die die sen für die Anleihe anfbringen «üsien. Je leger die Zinsen sind, die bet Staat oder dar sich bezahlen, desto niedriger find natürlich auch « ..Hie Steuern. Die Ersparniß würde bei einer Z n!» lflUWetkü'zang um Prozent für die ReichSkaffe jährlich 1Il Millionen, für die preußische Staatskasse 18 Ionen Mark betrage«. Würde der Zinsfuß auf Prozent herabgesetzt, so betrüge die Ersparuiß, da m auch die Zinsen aus den 3»/, proz ntigen An

in Betracht kämen, für da» Reich 8i/2 Millionen

Mark und süc Preußen sogar 46 Millionen Mark jährlich.

Wenn allein bei finanzielle Standpunkt bei bei Konvertirungsfrage «oßzebenb wäre, so könnte e» also doch nichts Beff-res geben, al» den Zinsfuß um ein ganzes Prozent herabzusetzen. Aber die Reichs, und die Stamsverwaltvng dürfen fich richt allein auf den rechnenden Standpunkt stellen, sondern haben auch den der p.altischeu VolkSwirths zu berücksichtige». Kar viele Sparer aus der Schicht der sogenannten kleinen L-u e hab n ihre Gelder in Reichs- und Staats papieren angelegt. Hierzu kommen die un gezählten Anlagen von Stiftung»-, Wohlthätigkeit». und HinterlaffenschaftSkap talien, von Mündelgeldern und öffentlichen Unterstützm gS- und Rentenfcud» für Wittw n und Waisen, die ohne Zweifil eine br deutende Quote der off utlichen Schuldtitel darstellen. Es liegt daher die Gefahr nah-', daß diese Gelder, wenn die Verj'n'nng zu geriig würde, fich dann zum Theil in'« Ausland zu mehr Zinsen tragenden, aber desto fragwürdiger n Anlagen flüchten würden.

Unter den obwaltenden Umständen ist eS daher erfreulich, daß der Zinsfuß für die Reichs- und Staatsanleihen nicht auf 3, sondern auf 3% Prozent herabgesetzt werden soll. So wird die Konvertirung, die früher oder später kommen muß, da der niedrige Geldiverth andauert, weniger hart empfunden werden. Auch andere Länder haben ihre Anleihen zu einem niedrigern Zinsfüße ausgegeben, als wir. So zahlt Frankreich nur drei Pcozert, England sogar nur 23/4 Prozent.

Deutsches Reich.

* Merlin, 13. Septbr. (Tagesbericht.) Kaiser Franz Joseph ist wohlbehalten wieder in Wien einget offen und jubelnd begrüßt worden, ebenso König Albert in Schloß Pillnitz bd Dresden. Die Tochter nnseres Kaiserpaares, Prinzessin Viktoria Luise, vollendete heute ihr drittes Lebensjahr. Morgen begeht die 1837 geborene Prinzessin Friedrich Karl von Preußen ihren Geburtstag. Sie »eilt z. Z. mit ihrer Enkelin, der einzigen Tochter der unlängst Heimgegangenen Erb- großherzogin von Oldenburg, zu Schloß Wörlitz bei Deffao. I« B finden de» Großherzogs von Mecklenburg-Schwerin ist noch immer keine wesentliche Besserung erfolgt. Zu dem asthmatischen Leiden sind n uerdiug» Verdauungsstörungen eiuge trete». Diese lassen nut eine schwache Ernähiung zu, »odnrch leicht eine Entkräftung entstehen kann, welche

zu schaden. Im nächsten Augenblicke regnete e» ein Läget von Steinen und Holzstücken auf un» her­nieder. Da riß mir die Geduld.Herr Lieutenant, so oder so, sollen wir uns hier todtwerfen lassen, dann soll-n auch Einige von jenen in'« Gra» beißen, ich gebe Feuer,* sagte ich und hob meine Büchse.

.Sparen Sie den Schuß, ich habe einen anderen Au»weg gefunden I* Mit zwei Sätzen stand er vor dem Gutsherrn, welcher, die Hände in den Hosen, taschen, mit frohlockender Miene abseits am Thorweg lehnte und nun erschreckt in die Höhe fuhr, al» der Lieutenant ihm den Revolver an die Stirn hielt. Sofort hielten die Schurken mit Werfen an und erwarteten, wa» mit ihrem Herrn geschehen würde.

.Herr!* rief unser Lieutenant mit Donnerstimme, .lassen Sie nicht sofort da» Thor öffnen, ober wird einer meiner Leute von den Ihrigen verwundet, schieße ich Ihnen eine Kugel durch den Kopf.*

Da» zog! Der Morje erbLfite und erfaßte krampf, hast eine Spalierlatte an der Mauer, um sich vor dem Uw sinken zu schützen.

Wieder lief ein dumpfe» Gemurmel durch die Reihen der Franzosen, man wagte aber nicht, das BombMment weiter sortzusetz-n, wohl wissend, daß da» den Tod ihre» Herrn unbedingt zur Folge haben würde. Selbst der Kerl, Micher fich mit der Flinte bewaffnet hatte und diese in demselben Moment an. legen wollte, al» der Lieutenant auf den Gutsherrn zusprang, ließ von seinem Vorhaben ab, al« er sah, daß sich der Lauf meiner Büchse blitzschnell auf i^i richtete; fie waren doch für ihr bischen Leben bange, die Schurken. Feig trat der Kerl hinter die Mauer und brachte sich so in Sicherheit.

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Noch immer herrschte eine unheimliche Spannung hüben und drüben, Jedermanns Blick hing an den

die Btffaurg des Patienten zurückhält. Handel« Minister v. Berlepsch, der z. Z. in Posen weilt, besichtigte dort die Bsngewerkschnle und wohnte einer Sitzung der Handelskammer bei. Aus Eoblenz meldet die.Post*: Freiherr v. Stumm-Halberg hat heute die vom Landgerichte Saarbrücken in bei bekannten Duellangelegeuheit übet ihn verhängte I4tägige Festungshaft auf de« Obei-Ehrenbreitstein engttnten. Die Wahl des Generallandschaftsraths Wehle-Vlngowo zum Genetaldirektoi btt west- pn ußischen Landschaft ist vom König bestätigt worden.

"(Nachklänge zu den StettineiLaisei- tagen) Vom Kaiser find bei Beendigung der Manövertage an die Oberprästdentm der Provinzen Pom«ern und Brandenburg Erlasse gerichtet, in welchen der Monarch seinen wärmsten Dank auf» spricht sür den herzlichen Empfang, bei ihm bereiter worden ist, sowie für die gastliche Ausnahme ter Truppen. Wie nachträglich au» Stettin berichtet wird, brachte der Kaiser nach Abhaltung der Kri ik in herzlichen Worten ein dreifaches Hurrah auf die Freunde seine» Großvaters und Vaters, den ver­bündeten und befreundeten Her scher Oesterreich Ungarn» und den König von Sachse», den ruh« reichen Führer der Maasa mee, aus. Der Kaiser hielt eine allseitig freudig aufgenommene Ansprache, in der er den Führern und Truppen sein Lob zollte, um dann in bewegten Worten dem Kaiser Franz Joseph seinen Dank für die Betheilignug an den Manövern und die Sy»pathie der Armee anSzu'prechen. Se. Majestät berührte die schmerzlichen Schicksalsschläge, die das Haus Habsburg bis in die neueste Zdt be­troffen, die aber die Freundschaft nur hätten befestigen könne«. Kaiser Franz Joseph, sichtlich bewegt, dar kte für die gewinnende», ihn freudig berührende« Worte und bat die anwesenden deutsche« Offiziere, al» deren treuer Verbündeter er fich betrachte, al» Repräsentanten der deutschen Armee de« Kaiser Wilhelm ein Hoch auszubringen, was in begeisterter Weise geschah. De« Beschluß machte eine glänzende Parade der Kaoallerie. Schließlich sei noch auf die Antwort htngewiese«, welche derPestet Llrhd* auf die freudige Begrüßung, die der Kaiser Franz Joseph anläßlich feiner Theilnahme an den Kaiser manövein von allen Seite« erfahre« hat, giebt. Er schreibt: .Tie Stettiner Manöver find in diesem Jahre ein Abschluß der Jubelfestlichkeiten, in denen Deutschland den 25 jährigen Bestand seiner nationalen Einheit gefeiert hat und ein charakteristischer Abschluß, denn diese Armee, «it deren Vollkommenheit n auch die österreichisch > ungarische At«ee wetteifert, hat keine

Lippen de» Gutsherrn, wie roürie dieser fich aus der gefahrvollen Lage ziehen?

Die Lippen fest auseinander gepreßt, stand der Urheber de» meuchlerischen Ueberfall» da. Seine Augen glühten in iödtlichem Haffe und streiften mit Verachtung die feige Schaar, welche er durch sein unsinniges Treiben zu gemeinen Mördern hatte stempeln wollen.

Der Offizier wiederholte seine Aufforderung be­züglich des Oeffnens des Thores. Keine Antwort.

Gut, dann werde ich Sie zwingen,' rief der Lieutenant.Ich lasse Ihnen fünf Minuten Zeit, ist während dieser da« Thor nicht geöffnet, schieße ich.* Der Lieutenant zog mit der linken Hand seine Uhr hervor, die Mündung de« Revolver» befand sich dabei nach wie vor vor dem Gesichte der Franzosen.

Die Leute de» Gut-Herrn wurden unruhig; soviel ich au» ihren Reden hören konnte, billigten viele die Handlungsweise ihre« Herren nicht. Der großen Mehrzahl nach schienen fie de« Deutschen mächtige Elsaß-Lothringer zu fein, da fie die Worte de» Lieutenant« unter fich wiederholten, also auch verstanden haben mußten. Einige ballten die Fäuste und machten Miene un» anzugreifen, wurden aber von den Uebrigen, den Vc müssigeren kann man sagen, daran verhindert. Man rief nach einer Minute laut nach der Gutsherrin, da der Satte dieser noch immer auf feiner Stelle verharrte und mit haßerfüllten Blicken in die Augen seiner Gegner« blickte» aber kein Sterbenswörtchen von fich gab, keine Hand rührte, um dem Befehle der Offiziers Folge zu leisten- Die Aufregung unter den Insassen de« Gute» stieg endlich auf das Höchste, als nach weiteren zwei Minuten keine Aenderung in der Haltung der beiden Männer eingetreten »ar.

andere Bestimmung als die, die Erhaltung de» Friedens zu sicher«. Deutschland ist ei« Reich di» Frieders, gleichwie es Oesterreich und Italien ist, wie sie en» Neigung der diese Staate« bewohnenden Völker und deren Herrscher es find. Da» ist jene n» zerstörbare Harmonie, die den Dreibund festigt, jene unzerstörbare Harmonie, die e» bewirkt, daß «an bei un» für die unsere« Herrscher stnnverwandteu Flieden»fürsten dieselbe Verehrung hegt, die man bew Kaiser und Könige Frenz Joseph in Deutschland ent­gegengebracht h,t.*

* (Reichskanzler Fürst Hohenlohe) kehrt von Petersburg nicht direkt nach hier zurück, sondern hat fich znuächst auf einige Tage nach seinem Gute W^rkt in Rußland begeben, erst zu Anfang der nächste« Woche wirb er in Berlin erwartet. Der russische Minister beS Auswärtigen, bet Berlin auf seiner Babereise nach Contrexeville in ben französische« Vcg-scu pasfirt, wollte hierselbst bei unserem Kaiser eine Audienz nschsuche«, die jedoch nicht gewährt werden konnte, da der Kaiser wegen der Eeemauöoer abwesend ist. lieber die Haltung der russischen Politik verlautet auch nach dem Besuche de» Kanzler» nicht»; Deutschland ist stark genug, dieselbe abzw- warten.

* (2B«Iberfee.) Bekanntlich ist Graf Waldersee zum Generalfeldmarschall e-nannt worben. Mit seiner Ernennung ist bie Zahl der Gereralfeldmmschälle nnb ber im Range denselben gleichstehenben General- obersten wieder auf 8 gestiegen. Der älteste ist Generalfi ldmarschall Graf Blumenthal, bei am 15. März 1888 vom Kaiser Friedrich zu dieser Charge befördert wurde. ES folgt Prinz Georg von Sachse« (15. Juni 1888), Prinz Albrecht von Preußen (19. Juni 1888), Generaloberst der Kavallerie Großherzog von Bade« (25 Juni 1888), General­oberst der Ko vallerie Großherzog von Sachse« (Dezember 1889), Generaloberst der Kavallerie Fürst Bismarck (20. März 1890) und Generaloberst der Kavallerie Frhr. v. Los (Septbr. 1893).

* (Abwehr der Sozialdemokratie.) Mit Bezug auf eine Rede Liebknechts' zu Braunschweig, worin er sagte, derSeda«rnm«el* nnb bie Rufe zum Kampf gegen die Sozialdemokratie hätten nur den Zweck, eine Bewegung zur Aenderung des Wahl­rechts und zur Beschränkung der politischen Freiheit einzuleite« (vergl. gestrige Nummer. D. Red.), schreibt dieNordd. Allg. Ztg.": Die neuerdings sich erhebenden Rufe zu« Kampf gegen die Sozial­demokratie haben ihren Grund in empörenden Ans« schreitnugen der sozialdemokeatischeu Presse, deren

Viele weniger beherzte Männer schlichen fich davon, um nicht Zeuge einer entsetzlichen Scene in den nächsten Minuten zu werden, andere wieder eilten in da» Gut«hau», die Herrin szu holen. Alle aber waren jetzt der Ueberzeugung, daß ihr Herr und Gebieter fich eher eine Äugel durch den Kopf schießen ließ, al» daß er das eiserne Thor öffnen würde-

Noch einmal machten die Franzosen Anstalt, ihrem Herrn zu Hilfe zu eilen, ein Haufen von circa fünfzehn Mann drang vor und erhob die Waffen, um fich auf uns zu stürzen. Aber Schulter an Schulter erwarteten wir fie, den Rücken durch den Wagen gedeckt.

Kommt nur näher, Himmelhunde,* schrie unser Ostfriese und schwang seinen mächtigen Pfahl wie eine Gerte, während mein rechter Zeigefinger sicher am Drücker de» Gewehr» ruhte. Sie wagten es nicht, keiner wollte der Erste zum Angriff fein.

Die fünf Minuten Bedenkzeit waren abgelaufen, mit eisiger Ruhe steckte unser Lieutenant, al« ich mich eben ein wenig umwandte, feine Uhr wieder nnter den Waffenrock, jetzt mußte e» sich entscheiden. Bleich, mit erdfahlem Angesicht lehnte ber Franzose am Spalier.Der Mensch muß nicht bei Sinnen sein,* dachte ich.

Monsieur, bie Bedenkzeit ist um, wollen Sie öffnen oder nicht?' hörte ich de« Lieutenant« Stimme hinter mir. Und wieder blieb der Schuft stumm. Schon knackte der Hahn de« Revolvers, im nächsten Augenblick erwartete ich den Knall de« Schüsse«, da wurde e« plötzlich hinter der Mauer lebendig, eine weibliche Stimme rief ängstlich:II ny a pas ä, häsiter, Baptiste, vite, vite, ouviir la porte o mon dien, quelle dSmencel