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Marburg,

M 212

XXX. Iahrg.

Dienstag, 10. September 1895.

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j Nr.

herrliche Fürstengestalt unter uns wandelte

wo

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stehlt

M Zeitung', daß dieselbe Hier Vereinigung m-t «res Parteien gegen die Sozialdemokratie nur

Bah useir

olex und Freikouseroattoen ein Kampfkartell mit Konservative» einjugehr», um unter zielbewußter eg der Regierung wtrkaree Abhilfe gegen die ehmende sozialdemokratische Gefahr zu schaffen. Bei Ergreifung irgendwelcher Abwehrbestrebungen inmer von entscheidendem Einfluß, welche Aussicht Lentrum einer Reform entgkgenbringt. Die klerikale ffe verhält sich, soweit sie sich bisher darüber auS- procher, ablehnend gegen Ansnahm-bestimmurgen.

e klärende Wirkung der sozialdemokratischen Aus- iiuigtx, so schreibt die .Korrespondenz für iiuwrblätter*, wird nicht eintreten, wenn «an die

zwei Zeiten und zwei Geschlechter sich begegneten, die nun dahin sind. Und neben dem großen Kaiser die Figur Meines seligen Vaters in der herrlichen Pracht seines Kürassier-RegimentS, der einst gewesene Statthalter von Pommern. Sie sehen hieraus, meine Herren, wie viele Fasern und wie viele Bänder zwischen Ihnen und Meinem Hause, sowie Meiner Person verwoben sind, und in wie naher Beziehung die Provinz Pommern zu Uns steht. Heiß umstritten ist sie worden, durch Meine Vorfahren, bis es endlich gelang, dieses herrliche Land, dieses fern*

gegen die Sozialdemokratie-fs man als sicher er «arte». Sollte der Reichstag Nochmals der Regierung die gesetzliche» Handhaben zur Niederhaltueg der hoch aeb lande? verrätherischeu Rotteverv igerr, daru warte ehe solche abermalige Abweisung zweifellos mit der Avflö üug d:S Reichstages u»d eher Berufung au das Lolk beautwo.t.t werde». Wcuu aber auch diese Hoffnungen trüge» und infolge deffen schließlich He Arweudurg der äaßerstin Mittel zur Erhaltung sicht nur der bestehesde» Ordn»»', sonder» deS Vater lande« selbst nöthig werden sollte, dann werde» die Vertreter der Lehre bei Gehe» und GeschehenlaffenS über etwa'ge auch für sie unangenehme Nebenwirkungen der sich vorbereitende» Ereignisse fichsnicht beklage» dürfen.

Soweit die .Schlesische Zeitung*. Letzt.r Tage ist »uu Justizminister Schoeustedt vom Kaiser e« pfauge» worden und kann man natürlich diese Audienz in Zusammenhang mit der Stellungnahme d-r Re­gierung bringe». So wird z. B. in dieser Sache de«Hamb. Korresp,* aus Berlin geschrieben, daß unter alle» Umstände» für die nächste Z it ehe bet weitem schärfere Ueberwachvng der sozialdemokratische» Pr.sse Platz greife» u»d die Ahndung dem Vergehen in der Reg'l so rasch, wie irgend möglich, folgen würde. Dies solle eh besonderer Wunsch deS Kaisers sein und da« ist er auch, waS wir i» unserem ersten Artikel über diese Angelegenheit be­tonten: Eine Beschränkung der sozialdemokcatische» Preßfreiheit.

Ziehen wir aber »uu h Betracht. WaS j-tzt unser Kaiserlicher Herr von Neue« h seh er Rede auf dem Festmahl der Provinz Pommern h Stettin am Freitag Nachmittag gesagt hat, so will nnS die ganze R-form i» »euere Lichte erscheine». Se. Majestäl gedachte dort des Pomwerschen Korps, defles Kriegs tüchtigkeir er zum erste» Male prüfe und fuhr dann «örtlich fort:

Da werden Sie es wohl natürlich finden, daß Ich znrückgehe in der Geschichte und daß ich Mich an das Jahr und die Tage erinnere, wo ein Anderer hier stand, und wo der Jubel des Volkes dem großen Kaiser galt, der nun leider nicht mehr unter uns weilt. Wohl ent­sinne ich Mich und Sie wohl Alle der Stunden, da die

lei, »g, iuft zu

deutsche Volk mit der Mark zu vereinen, sodaß nunmehr der rothe Greif mit dem rothen Aar auf demselben Wappenschilde sich befand. Nun, Me ne Herren, Sie baben soeben daS Gelübde gebärt, welches Herr von Kölle in Ihrem Namen sprach Ich nehme Sie beim Wort! Ich danke Ihnen dafür. Schließen Sie sich zu­sammen, um das Andenken und die Person Sr. Majestät des Kaisers Wilhelm I. zu schützen und zu wahren, wie Ich dazu schon an anderer Stelle Mein Volk aufgerufen dabe. Mein Wunsch soll der sein, daß in der erhabene» Erinnerung an jene große Zeit, die wir in diesen Tagen gefeiert, in der Erinnerung an die Stunden, da die er­lauchte Gestalt deS Dahingekchiedenen unter uns weilte, wir auf's Neue uns vergewissern und gegenseitig geloben, fortzuarbeiten und fortzubauen an dem, was er geschaffen. Und daß dabei die Provinz Pomrmrn grünen, blühen und sich entwickeln möge daß Stettin zu einer mächtigen Handelsstadt emporblühen möge, das sei Mein inniger Wunsch *

Klar u»d dertlich ist hier auSgefproche», waS auch scbon aus der Berlher Rede zu enhehme», daß deS Kaisers Worte garuicht gege» die gauzr sozial­demokratische Partei gerichtet waren, sonder» nur gege» die Rotte unter ihnen, die daS Ansehe» Kaiser Wilhelms I. i» den Schmutz zu ziehe« und dos nationale Bewußtsein des Volkes zu bet»toten trachtet. Die Sedanfeier hat de« Kaiser gezeigt, daß dal Volk zu 99 Thcile» ibm treu ergeben ist, und er fordert nu» diese gute» Theile auf, die Hand voll Großmäuler, die Rottcugeister zu meiden, sich vor der Ansteckung ihres Giftes zu bewahre» und diese Scha»dbube», denen nichts heilig ist, waS der Volkes Größe und Ehre bildet, vollständig zu Heitre». ES ist so menschlich schön, daß der Enkel- ro6« auf das strahlende Bild deS großen Helden- kaiserS keinen Flecken »och Makel werfen lasse» will und sein Volk avffordert «it dafür einzutrete», daß der Gestalt deS Herrliche» nichts vo» ihrem Glanze genommen wird, daß »nr die Roheit selber solcher Aufforderung spotte» kau». Und unser Kaiser hofft auf lein Volk und rechnet mit Bestimmtheit darauf, daß et» Jeder de« frevelhafte» Gespött verrohter Patrone eh kräftiges Beto entgegensetzen und dadurch a« seinem Theile dazu beitragen wird, daß diese Ruchlosigkeiten fortan wenigstens daS Licht der Oeffentlichkeit meiden werden. Die Liebe und 8er» ehrnug für den verstorbenen erste» deutschen Kaiser soll die Wehr bilden gegen de» Egoismus derjenige» Individuen, welche de» Name»Deutscher* zu tragen nicht werth find.

Und wenn den Worte» des Kaiser« der oben angedeutete Sinn zu gebe» ist, dau« werden in diesem Falle Umsturz- und Ausnahmegesetze keine solche Abwehr fertig bringe», wie sie gelingen kann der Liebe ehe» großen und dankbare» Volkes.

. S! so g Pfg.'

1 Die Wirkung der Kaiserworte.

1 * Die jüngsten Tage habe» an« eine hinläug- Kjt Klärung gebracht, welche Stellung die große« arteten infolge der Sedanrede de« Kaisers zu einer jit)eranfnah«e ein-8 Umsturz- und Ausnahmegesetzes

-Luzerge» niuiiru «nigtgtn Si« Ervedrtion dieses Blatte«, -»wie di» Armonceu-Bureanr vo» Haasenstri» x. Vogler in Frankfurt «. M Cassel, Magdeburg uud Wie»; Rudolf Stoff« in Frankfurt i M., Berlin, München ». Köln; G. L. Daube». ko. in Frankfurt « M., Berlin Hannover, Pari«.

verdauen. Auch der Anblick der von Maul- und Klauenseuche befallenen Rinder trua nicht gerade zur Steigerung der Appetit« auf Rindfleisch bei. Kurz, wir waren genannten Gericht« herzlich satt; um so besser mundete es jedoch den im Dorfe Maiziöre« zurückgebliebenen Insassen; mit großen Kübeln kamen sie Mittags zu uns in's Bivouak und holten sich die Reste unserer Mahlzeit.

.Wenn man doch noch einmal eine saftige Schweinrkotellete essen könnte,* meinte unser Anführer einer Mittag«, .diese ewige Reissuppe mit Rindfleisch ist schrecklich, fürchterlich, bringt einen zur Verzweiflung. Weiß keiner von Ihnen Rath?* fragte er un«.

Wir schüttelten die Köpfe. Schweinebraten Himmel, welche Wonne I dachte ich, und mir lief das Wasser im Munde zusammen. Hatte ich schon überhaupt seit dem Ueberschreiten der Grenze ein Borstenlhier mit kühn geringeltem Schwanz ge­sehen ? Rein 1 Wo wir hinkamen, war Alles bi« auf die Borsten in der Bürste von diesen niedlichen Thieren vertilgt. Ein Absuchen der nächsten Dörfer war unnütz; nirgend« warm die Ortschaften in Frank- reich, wo der Krieg wülhete, wohl so arg heimgesucht, wie um Metz.

Umsomehr war ich überrasch^ al» eines Morgen« unser Batteriechef dem Reserve-Lieutenant R. in der an ihm bekannten lakonischen.Kürze den sonder­baren Befehl ertheüte: .Wagen nehmen Schwein holen.*

E« war gerade Appell und die Mannschaft der Batterie vollzählig zusammen; genau so viele ver­wunderte Gesichter al« Leute zur Stelle waren, konnte man nach den Worten de« Hauptmann» sehen Am längsten war jedoch da» Gesicht de« Reserve-Lieutenant». Ich dachte mir, so etwa wird

der alle Ziethen im ersten Augenblicke au? gesehen haben, al« Friedrich der Große ihm sagte:Reite Er nach Jägerndorf, bringe Er dem Markaraf Carl fr einen Brief.* Wer da weiß, welche wichtige und schwere Aufgabe in diesen knappen dürren Worten für den alten Haudegen lag, wird auch de« Reserve- Lieutenant« lange« Gesicht natürlich finden. Statt jener Worte:Wagen nehmen Schwein holen*, hätte der Ches ebensogut sagen können: .Geschütz nehmen Metz erobern Kathedrale besteigen Kerl, den Bazaine, mitsammt der Armee als Gefangenen erklären* beide Befehle wären gleich unausführbar gewesen.

Während der mit diesem seltsamen Kommissorium betraute Offizier pflichtschuldigst die Hand an die Mütze legte, kicherten die anderen Offiziere und steckten die Köpfe zusammen. Offenbar weideten fie fich an der Verlegenheit ihre« Kameraden.

Widerreden konnte der Reserve-Lieutenant nicht, er wußte, der Chef liebte da« nicht, so mußte er fich so gut e« ging, de« Befehl« entledigen, wie da« war seine Sache. Ja, da« Wie; an diesem ver­wünschten .Wie* knabberte er eine ganze Stunde lana. Innerlich mochte er erbost fein über da« Anfinnen der Chef». Was war da» aber auch für ein Auftrag für einen Mann wie er, der im Civil- leben Schriftsteller, Dichter und Sprachlehrer war! Schon häufig war er mit den wunderbarsten Dingen beauftragt. So hatte er unter Anderm die Aufsicht über die Lagerplätze in der Batterie während der Bivouaks, leitete den Bau von Latrinen und Koch- gräben. In dieser Eigenschaft entwickelte er aller­dings eine anerkennenswerthe «Fixigkeit*, gerieth aber eine« Tage« in furchtbare Wuth, al» ein be­schränkter Kanonier ihn mit .Herr Latrinen- Inspektor* amedete, welchen Ausdruck der Betreffende

geschmiedet und ließ an Zähigkeit und Festig- nichts, absolut nicht« zu wünschen übrig Unter M Umständen wäre nun da« Vernünftigste ge- sich dem ritterlichen Minnewerber zu ergeben, e e» die Schwester Sedan bereit« gethan, aber - sie blieb für un« unnahbar, und wenn wir gerade nicht wie weiland Ritter Toggenburg tenb von de» Morgen« Lichte bi» zu Abend« in, stille Hoffnung im Gesichte* unthätig dasaßen, ihr dann und wann unsere Gegenwart in etung brachten, so fing unser Aufenthalt vor Thore de« Schlosse« der Spröden doch nach- e an ungemüthlich zu werden. Richt, daß wir langweilten oder unsere Liebesgluth erkaltet k- nein, dazu war der Prei« de« Besitze» zu

; aber schwer «im Magen* lag fie un», fie, dazu verurtheilte, heute Rindfleisch mit Seil morgen Reis mit Rindfleisch zu essen. Gewiß beide» ganz nahrhafte Speisen; indeß auch ein enmagen, der bekanntlich in Hinficht der Fein- ftrei nicht verwöhnt ist, sträubt fich endlich

, immer wieder ein und dasselbe Gericht zu

kl.

haush weiter«

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freu« «fl. Lehr d R jor

«ksch-iut tißl'ch «S« «x Werkte«« «ach S»«x> ent friertMtn. O»«tal-Ab»Ml»mUS-Vr«iI M der igw» ditto» » Rk., bei sllm Pv-äretm! S Mk. « Pf«, («kl.

<to s ber Polizei uud eine »eite AuSnahreegesetzgebung.' w T- Kör die antisemitische Partei erklärt die,Staat«-

widerspenstig, obgleich wir e« an Beweisen ^»^Mserer Huldigung weiß Gott nicht fehlen ließen. Gürtel um ihren jungfräulichen Leib schien sie ,r doch manchmal zu drücken, denn fie machte Erholt verzweifelte Versuche, ihn zu sprengen, '^nützte nicht«, er war au« deutschem Stahl und

Auf Requisition.

ng aus dem großen Kriege von Th. Schmidt.

(Nachdruck verboten.)

I.

Wochen waren seit der Einschließung von Metz ngen; die spröde »Jungfrau* zeigte fich noch

sie ne, d :djt em« rentoä1 »Ute für 60 DH. 2» uirei Bfg-; t und eiße k. 50 chiu fff

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He

um« wokr«tische» Führer» bei der jetzigen schwierige» st a» der Partei nicht« förderlicher sei», als Vor-

ohne Arg fich erlaubt hatte, weil Andere ihn scherz­weise unter sich gebrauchten. Der Kanonier wurde für diese unpassende Titulation seine« Vorgesetzten mit 48 Stunden Mittelarrest bestraft, und da diese Strafe in Ermangelung eine« Arrestlokals an ihm nicht vollstreckt werden konnte, so wurde er zwei Stunden dafür an'» Geschützrad gebunden.

II.

Man kann nun ein guter Sprachlehrer, ein berühmter Dichter und Schriftsteller, aber ein schlechter Artillerie-Offizier fein; schlecht insofern, al» man nicht den hohen Anforderungen welche die Waffe an den Betreffenden stellt, g-nügt. Da war z. B. da« Reiten in erster Linie, wa« dem Lieutenant R. große Schwierigkeiten und Kummer machte. Seit Jahren mußte R. offenbar kein Pferd mehr geritten haben, so daß er, al» er zur Batterie kam, so gut wie gar nicht« vom Reiten verstand. Dann auch mangelte ihm die Kenntniß unserer Geschütze, da er an anderen ausgebildet war. Zum Zugführer eignete er fich sonach nicht, und so kam e«, daß er zu Dienstleistungen, wie die eben erwähnten, herangezogen wurde. Wo es indeß galt, persönlichen Muth zu zeigen, da war er am Platze, und weil er sonst ein guter Vorgesetzter war, sah man über seine ungenügende militärische Ausbildung hingweg. Da er dar Französisch fließend sprechen konnte, so war er der Batterie sogar von Nutzen.

Diesem Umstande hatte Lieutenant R. e» zu verdanken, daß er meist zu Requisitionen nach Lebensmitteln verwandt mürbe. Zu jeder anderen Zeit hätte sich R. vergnügt ans'« Pferd geschwungen, um neben dem Wagen, der zum Rcquiriren fuhr, im gemüthlichen Trab herzureiten, aber heute behagte ihm da» gar nicht. (Fortsetzung folgt)

Deutsches Reich.

* Merlin, 7. Septbr. (TageSbericht.) Hebet die Kaisertage i» Pommer» wstd weiter aus Stetti» berichtet: DaS Kaiserpaar hielt »ach dem Festreahl deS ProviuziallaudtageS Cercle ab und nah« verfchi. bene Vorstellungen entgegen. Alsdann erfolgte unter endlosem Jubel der Bevölkerung die Rückkehr i» das Königliche Schloß, vor welchem nun der große Zapfenstreich stattfand; derselbe nahm einen überaus glänzenden Verlauf. Die Majestäten er­schienen wiederholt a» den Fenstern und ans de« Balkon vor ihre» Gemächer» mb dankte» für die stürmische» Ooatioue» de» Publikum». Heute früh fand auf de« Kreckower Felde die große Parade bei 2. Armeekorps statt. Nachdem die bekränzte» Fah»en und Standarten im Schloß abgeholt worden waren, stieg der Kaiser zn Pferde uud begab fich nach dem Paradefelde, während die Kaiserin in zweispärn Niger Equipage folgte. Auf dere ganze» Wege bildete ehe tausendköpfize Menschenmenge Spalier und begrüßte die Majestäten durch Hoch- mb Hurrahrufe und Tücherschw.nken. Die Truppen waren in zwei Treffen oufgestellt; im ersten Treffen die Infanterie, die Fußartillerie und die Pioniere, im zweiten die Kavallerie, die Felsartillerie und der Train. 68 fanden zwei Vorbeimärsche statt, bei deren erstem der Kaiser seiner Gemahlin das Grenadierregiment König Friedrich Wilhelm IV. (1. pomm.), die Kaiserin ihre« Gemahl da» Kür«sfierregiment Königin, und Prinz Albrecht von Preußen de« Kaiser paar fein 1. brand. Dragonerngiment Nr. 2 vorsührte. Nach Beendigung der Parade kehrte der Kaiser an der Spitzr der Fahnenkowpagnic unter dem Jubel der Menge in die Stadt zurück. Den Beschluß bildete eh größere» Parabel her im König!. Schlöffe. Der dentsche Botschafter in Wie» Graf Eulenburg ist i» ©titth ehgetroffen, um während des dlriigen Aufenthalts des Kai er» von Oesterreich zugegen zu feit, welcher bekanntlich am Montag eintrifft.

* (Ein Begrüßungstelegram« an den deutschen Kronprinze») hatten bekanntlich Schulkinder abgesandt, welche am 2. September auf de« Niederwalde versammelt waren. Hierauf ist zu Händen des Pfarrers Wenzel in Waldalgesheim folgende Antwort dir gegangen: «Neues Palais, den 2. September 1895. Ew. Hochehrwürten beehre ich mich im Namen Sr. Kaiserlichen md Königlichen Hoheit der Kronprinzen für de» jubelnde» Gruß der Schulkinder am herrlichen Denkmal für deutsche

Wöchentliche Beilagen Krisblati für die Kreise Mardnrg und Kirchhain.

ito^ emtirion Jllustrirtes Sonntagsblatt. Sv'-ch'stondkn der Redattion: 1011^Ubr^So^rmittMl-

' nehmen. ®8 sei dies hier kurz noch einmal r chistit. Während der Freist»» sich vo» einer Ver * Mng der bestehende» oder einer Einfügung »euer iraiparagraphe» gegen die Zügellosigkeit der Sozial ----_ mctratle wenig oder gar keine Bessern» g der be »de» Zustände verspricht, wünsche» die National-

iimme» würde, men» er sich darum handle, auf i e»W Eewiiisch-sozialerGrmdlageReformeu durchzuführen. NM War nun die beabstchtigtenMaßnahme» derRegiermg Wehrdas »betiifft, so glaubt die konservative «Schlesische Zig.' --chl unterrichtet zu sei», daß ehe Umsturzvorlage auf

renz -Mm Volks Verführer mit der Gloriole des politische» ihstr.l irlyrerthurnes umgiebt. Der Ruf »ach Ausnahme- Wen und Zwargsmaßregel» ist das beste Mittel, iMe sozialdemokratische» Wortführer über die Folgen ni frivole» Treibens hiuwegzuhelfe». Ja, wir itba sagen, diese» Treibe» sei ebeifo dumm wie ImI, wen» sich uns »icht der Verdacht aufdrängen fgg t ist-, daß die Mette ehe Provokation zu Gewalt- tsf sll ichregeh beabsichtige. Thatsächlich kann de« sozial

® Boden des gemeinen Rechts keheSsallS wieder izebracht wird. Schon bei der Berathung der dßurzvorlage habe der Staatssekretär Nieberding Löt, daß, wenn der Weg des gemeinen Recht» st« ungangbar heran?stelle» sollte, die Regierung ge

en sein wurde, wieder zur Aurnahrnegesetzgebung schreite». Et» neues gesetzgeberisches Vorgehe»

ufah Krg tem Be