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W Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

8tttti£WurtIi<6tr Siebattexr: Friedrich Colbatzky tri Mrrbx-k. Sprechsürnden der Redaktion: 1011 Uhr Vormitt»««-

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^p^'ttwoMark'SU ^Femsprechrr Nr." »». Illustrirtes Sonntagsblatt

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brückbaren Gegensatz zur Wirklichkeit befinde? Das Bei traue» auf die Verwalt»»-, dir doch eixe militärische Revanche vorzubereite» hätte, ist ie Frankreich im rchwiade» bezriff n u»s das Hal mit ihre» HovaS Söx'gtn Rcnavalo»« gethanl

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bat laut etxer Mit!hrilu»g arSLoudon ei» Vermöge» von 25000 Pfd. Sterling (500000 Mk.) hixterlafse».

* (Sozialdemokratische Jndircretiou.) DerVorwärts* ist eifrig au der Arbeit, durch Ver­öffentlichung von Privatbriefen, besonder- natürlich konservativer Herren, diese zu mißkredstireu. Ganz abgesehen von dieser feige« Art des Kampfes dürfte man de«Vorwärts" wohl die Frage entgegeu« halten, was er fagiN würde, wen» private und vertrauliche Briefe seiner Anhänger der Ö ffentlichkeit übergeben würde», resp. war man in solchen Briefe» wohl Alles zu lese» bekomme» könnte. Wenn ei» vertraulicher Privatbrief a» die große Ocfffrtlichkeit gezogen wird, für die er eben nicht geschrieben war, so werdin sich darin oft aerug und leicht geung We»du»geu auffinde» laffe», die möglicherweise Anstoß errege» und die bei einer öffenil'chen Darlegung sicher umgangen worden wäre». Daraus aber nun gleich weitgehende Schlüsse ziehe» und ei» Ketzer­gericht berufe» zu wollen, g «ge de»u doch zu west, da auch die politische» öestrebunge» und Kämpfe überall und immer mit einem guten Theil Egoismus verbunden find. Ei» Privatbrirf, den der ihemalige Hofprediger Stöck-r (vcrgl. dos Telegramm in voriger Nummer, D. Red.) an eine» konservative» Freund n»d Abgeordnete» richtete und der vomVorwärts* als Beweis einer antimonarchische» Kest»»n»g 8 öcker'S veröffentlicht wird, e»tbehrt dieser Beweis kraft voll« komme». ES werden bisse« Veröffentlichungen de» VorioSrtr' sicher noch mehrere folgen, wen» sie alle nicht mehr besagen wie die hentige, so bliebe» sie ebenso gut oder bsss-r uugedruckt. Der jüngst veröffentlichte Brief enthält allerdings die Absicht, ein Zerwürfuiß deS Kaisers mit dem damalige» Reichskaszür Fürsteu Bismarckherbeizuführeu. Ueber die Echtheit des Bri-feS steht aber noch nichts fest.

* (Kein Umsturzgesetz.) Nach der offiziösen Mil.Pol. Corr.* wird der Wiedere'nbrinxung etxes UmsturzgesetzcS oder gar ei»eS Ausnahmegesetzes in unterrichtet-» Kreist» ruf's En'.schiedenfie wider­sprochen. Zar Ka>seriede führt dieNorddeutsche Allgemeine Ze tuvg* au», der energische Appell de» Kaisers tr ff« j-tzt ein geläutertes, durch trübe Er- fchrurge» gereiftes Urtheil, und Niemaxd dürfe als Patriot gelt<n, der fich jetzt der Aufgabe der Nieder- kämpiuug der Sozialdemokratie entziehe.

* (Parlamentarisches.) Zur ReichStagS- ersotzwahl ix OelS Wartenberg stellt dar Centrum keixeu eigene» Bewerber auf. ES wird daher de» Ce»rrumSwählern Wahlenthaltuug empfohlen. Lei der LaudtagSerfatzwahl i» Neustadt für de» Kreis

Madagaskar.

*3» Fi ankceich beginnt man allmählich zu fürchten, der Spaziergang durch Madagakcar ebenso, wie 25 Jahre» der berühmte Spaziergang »ach Berlin, schließlich in Gefange»iu-Transportwagen zurück gi wurde, mit erheblichex Schwierigkeiiex verbunden köuxtc. Nach den »ernste» Nachüchtex kann «an

«falls aunchme», daß ia- System vox 1870, System, über alle Unannehmlichkeiten möglichst 'iig htnwegzugehen und die Begeb uheitex nur mii rosenrothen Farbe der Zuversicht zu male», auch !t «och offiziös geübt wird, wenu auch freilich oair-achrichte» ost das Gegentheil besagen; es geht Franzose» hierin ebenso wie de» Spaniern.

Deutsches Reich.

* Kerlir», 5. Septbr. (Tagesbericht.) Se. Majestät der Kaiser ist heute Abend 11 Uhr von der Wildparkstatiou »ach Swinemünde abgereitz. Tie Ankunft daselbst «folgt «orge» früh 3vi4 Uhr. lebet dm Aufenthalt de» Kaiser! i« Jagdschloß Theerbude in Oflpreuße» verlautet, daß derselbe vom 20. September bis zum 7. Oktober währe» wird; ourgeschlosse» ist aber richt, daß die A»lunst fich nm eine» oder zwei Tage verzögert. Der 86»ig vox Württemberg ist heute Nachmitiaz 5 Uhr vox Effe» »ach Bargsteinfurt abgereist. Der Priuzregext vox Beyer» hat dem Haus­marschall de» Kaisers Fehl». v. Lyncker das G- kreuz de» Verdienstordens der beynischln Krone ver­liehe». Fürst Bismarck hat das ihm vom mir mische« Kriegerverei» in St ttln a»gebote»e Ehrenpräsidium anglnommex u»d zugleich erklärt daß er sich durch die Verleihung sehr geehrt fühle. Wie dieP. R.* erfährt, hat euch Fürst Bismarck vom Kaiser eine Einladung zu de« Festmahl erhalte», da» der Monarch am 9 September bin Vertretern der P-ovtnz Pommern giebt Der Fürst hat aber mit Rücksicht auf sein körperliches Befinden die Einladung dankend ablehnrn müsse». Dem Major v Wißmaxn ist am SedüUtag ein Soh» geboren. Der auf der Durchreise vor drei Tagin in Köln p lötzlich er kr ankte Kolr nialreis i^d Vr. Ernst Baum an», der Leiter der ForschuvgSstatiou Misahöhe im Togo gebi-te, ist heute Nachmittag im dortigen Augusta Hospital an de» Folge» einer schwere« Schwarz waff-rfiebers gestorbe«. De» Bürgermeistern der beide» Städte St. Johan» Saarbrücken, Neff u»d Feldman», ist »ach dreiwöchiger Festuvgs- hait vom Kaiser der Rest ih-er Strafe erlasse» worden. Wie bekannt, war er zwischen bin beide» Stadchävpteru zu einem Konflikt gekommen, ber schließlich seine» Abschluß in einem Zweikampf fand Die Ansiedl ungs ko «Mission hat, wie aus Pose» gemildet wird, daS Landgut Miedztelefie Nr. 1 im Kreise Oboruik in der Zwangsversteigerung für den Preis von 150000 Mk. erstanden. Der deutsche Sozialist Friedrich Engels, der bekanntlich Anfangs vorigen Monats gestorben ist

Die Kaisermanöver.

* Die zu den diesjährigen Kaiserma, öoern be­te» Truppen find auSgerückt, die nächste Woche d diese Maröv.r in großartigstem Umfange auf siersch'M Boden i» der weitere« Umgebung ettinS sehen. Nicht w-niger als vier Armeekorps zwei Kovrllerie-Divisionex, welche Trvppevmacht iownex ca. 95000 köpfe und 19 000 Pferde sonst, wnden dort vereinigt fein, eine Zusammen- hn,g von Erreitklästeu ix Friederszeite», wie sie solcher umfassenden Weise in Deutschland bislang »jemals stattgefunden hat. Rußland und Frank

<h find «8» mit solchen Mcsstnma»ö^er« voran Mia. Die militärische Bedeutung dieser große» c,over wird diesmal »och dadurch erhöht, daß ' die militärischen Srrusgenschafteu und Fortschritte i »eueste» Zeit, sowohl waS die veränderte Ge tkveise und Taktik als auch die Verbesserung der en, das rauchfchwache Pulver, den AufklärargS

6 Kundschafterdtenst u. s. w. anbelangt, in aus izster Weise zur Verwendung und praktischen Vor nz gelange» werden. Mit der militärische» geht t die polnische Bedeutung Hand in Hand. D-n scheu Kaiserma»överx werde» außer dem Könige Sachse«, de« glorreichen Führer der MaaSarmee 870, dem jetzt eist Bkilt, zugejubelt hat, beiwohn « Kaiser Franz Joseph von Oesterreich Ungar« und Sionpr uz von Jlalte«. Damit wird vor aller !t wieder das feste Dreibundverhältniß bekundet, m reger über sei auch darauf hingewiesex, daß den Mschrn Manöver» der russische G.neral Diago- ito» beiwohnt, der als Heerführer i« nächste» ege gilt. Die allgemeine politische Legi ist also verändert die alte.

Erscheint«lich «st« « BertUltx «ch G»« en» «M . .

8«erlegen. Oxartal-Ab,mre»r«t»-Vrii» bei btr Expe- iVluTvltTUe

toten 2 SH., bei «Ken Vnstimtem 9 KL 88 Wg. («kl. woww-v

Sonnabend, 7 September 1895.

»ter nm nune 10 we.. neneaten nr »te Neue n ist«. ' -

Der schleppende Gang bei madagassische« Feld­zuges erregt aber t?otz ter günstig gefärbte» Berichte allg-meimS Unbehagen u»d bereits wird augekündig', daß is »ach d-m Wiede:zusavmentritt der Kammern über diese» Feldzug erregte Debatte» und Skandale gebe« »iid. Max weiß eben jetzt, oder «an führt doch, daß wiederum die Boiberetluxgex ungenügexd getroffen worden find, daß man die Schwierigke te» des KiimaS und deS Bodens ebenso wie die kriegerische Tüchrigkeit der .oraS unterschätzt hat, »nd daß die Fehler denen man in erster Linie diedGbäcle von 1870 veriaett, auch heute »och gemacht werde». Rax hat nicht nur ei»e durchaus unginügeude kenntniß deS Gelände', da» man i« raschen Sieger aus zu dura queren gedachte, sonder» man hat auch >en Verpfl:guvgs)ienst mit einer L ichtfertigkeit in Angriff genommen, daß Hunderte von Soldat-n dem mörderische» Klima zu« Opf r falle«. Schon vor Wochen schrieb ei» Pariier Berichterstaitir, baß die Nachrichten aus Madagai car im ganze« Lande eine» dumpfen Groll erregen der fich von Tag zu Tag steig.rt; jeder Augenblick könne Zeuge einer dröhnen­des und prcss-lnden Ausbruchs sein. Ma» wisse «ur, wie unerhört kopflos auf MadagacSar gewirth schaffet werde, urd welche L ide» die armes Scldate» infolge der schauerliche« Unfähigkeit oder Gewissen- lofigkeit der Verwaltung arttzustehe« habe» Nur de rascher und erfolgreicher Marsch »ach Antanonarivo körnte de» Zorn des Volkes vielleicht dämpfen, Diese Nachricht ist aber nicht nur ausgebliebe», sonder» man sieht fich bereits geröthigt, ekzuräumiu, daß die Regenzeit, ehe General Drchekue se.n Ziel erreicht hereiubrech:» und die Beesdigarg bet Egpebitlo» auf »»absehbare Zett hi«au?ztehe« werde. Jed-nfalls war General TucheSne tm 21. August »och nicht eh trat is d » B-fitz von Sndriba, dem Miitelpurkee zvische» Maluuga uid Antananarivo gelangt. Zugleich wird von zmückgekchrtex O-fiziere» erzählt, daß wenigstens ein Drittel der Truppen, bie in Stärke von 15 000 Marx ausge-ückt waren, in den Spitäle n oder in der kühle» Erde liege. Selbst von Pläne» der HooaS, de« srvnzöfisches Soldaten bei ihrem weiteren Vordringen ein zweite» Moskau zu bereiten, wird ängstlich g« flüstert.

ES ist »atürstch, daß sich unter solche» Umstände» französische Patrioten die Frogr vorlege», Wesse« fich Frankreich zu versehen Härte, wenn es einmal heiße» sollte, gegen einen andere» Feind, als die jammer liehe» Hooas, mobil zu machen; ob da«» »icht die alte Erfahr»»- fich wiederhole» würde, daß dar, waS auf dem Papiere steht, fich in eine« »»über­

Anzeigen nimmt entgegen di« Expedition diese« Blatte«, sowie die Annoncen-Bureanr von Haafmstein «. Vogler in vvv Frankfnrt «. M., Easiel, Magdeburg und Wien; Rudolf AAA. ^kaykg Most« in Frankfurt «. M., Berlin, München u. Köln; G. L.

Daube». To. in Frankfnrt «. M., Berlin Hannover, Pari».

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voll und ganz Dir Herz und Hand reichen v Voraussicht einer günstigen Zukunft. Mil Einkommen und der festen Versicherung düs Dein Glück zu erstreben, so gut ich e« vermag,

'W*8 Nt Du Dich zufrieden geben nun sprich, Du unter diesen Bedingungen die Meine

iWj »Ja, Daniel,* antwortetete Selma ohne Zaudern, Ml frage ich nach Reichthum und Ansehen; Dir "Sd u t-aue wich gern an, Dir, dem Manne, den ,eSM» H im vollen Sinne de« Worte« habe hochachten

«Äs -Drr Schein trügt oft, Selma, aber in mir hast W 2? Dich nicht getäuscht, obgleich der Schein gegen ibeit4 lasse un« nun zu Deinem Vater gehen,* Hofe 1 Äderte Stezemann,dessen Zustimmung mir sicher er erwartet mich.*

. ;. »Bevor aber die Sonne morgen ihre Strahlen h- ^er hierher sendet, wo sie jetzt nur durch'« We Laub spielen, soll da» Ziel meiner Wünsche e«, erfüllt sein,' sprach Daniel Stegemann weiter.

«Selma, Du warst der Lohn meiner in« Werk .»Atzten Bestrebungen, die Du gewiß von Deinem «ter vernommen haben wirst ich sollte dar «nd von dem gefährlichen Wilderer Walter un» machen; erfülle ich meine Aufgabe, ist mir

CL Me ehrenvolle Anstellung zugesichert heute kann

Ti te. »®r erwartet Dich,* fragte verwundert da« i®1 ^dchen,er sprach doch kein Wort davon?*

-----1 verlorenes Glück.

mitzeM lAuS bcn vergilbten Papieren eines Rechtsgelehrten.) llacbeir üne Waldgeschichte von Ernst Schauer-Meppel.

(Nachdruck verboten.)

®ß (Fortsetzung.)

sehe ich, daß Deine Gedanken an mich au« der Tiefe der Herzen« entsprossen.*

Hand in Hand ging da« glückliche Paar zu Herrn von Kerkurle, der bereit« seit einer Stunde Daniel Stegemann's Ankunst mit Ungeduld erwartete; verwundert sah er den Einttetenden an.Ihr scheint teieit« einig zu sein," nahm etwa« knorrig dcr Oberförster da« Wort,wie stet'« jedoch mit den besprochenen Bedingungen?*

Wir kommen, um Ihre Zustimmung zu erbitten, Selma will dir Meine werden und Sie haben mir Ihr Wort gegeben hier ist meine Anstellung Daniel Stegemann, al« Förster von Neu- Hardenberg!"

Mit diesen Worten reichte Stegemann dem Herrn von Kerkurle dar Patent hin und fuhr fort:der Damit verbundene Gehalt ist zwar nicht sehr hoch, aber er kann eine Familie, welche keine großen Ansprüche macht, unterhalten.*

Donnerwetter!* fuhr Kerkurle verwundert auf, das sagt gewiß viel, wie steht'« aber mit dem Walter?*

Den will ich Ihnen aurliefern,* fiel Stegemann mit Nachdruck ein.

In demselben Augenblick sah man einen jungen Mann in Jägerkleidung sich nähern auf dem Wege, der zum Herrn von Kerkurle führte.

Da kommt mein Bruder Ernst,* rief voller Freude Selma,wie mag er erfreut sein über die neue Botschaft!*

Wahrhaftig, Ernst ist'«,* bestätigte Herr von Kerkurle,was muß da lo« sein, daß er so uver- wartet mit solch ernster Miene daherkommt?"

Der Sohn trat ein kaum hatte er aber den Fuß auf die Schwelle gesetzt, so wich er einen Schritt

zurück:Wie, Waller, Ihr hier, hier im Hause meine« Vater« ?* rief er au«.

Wie Du siehst, bester Fuchs oder Karl Winter oder Ernst von Kerkurle, oder, wenn ich Dich so nennen darf, mein baldiger Schwager," antwortete der Ar gesprochene lächelnd.

Walter was ?* schrie der alte Herr von Kerkurle, entsetzt vom Stuhle aufspringend wer, wer ist Walter?*

Ich bin es," sagte ruhig Daniel Stegemann, verzeiht mir den Betrug!*

Außer sich vor Erstaunen, Wuth und Diensteifer griff der Alte rasch nach der Wand, wo seine Ge- wehre hingen, sein Sohn sprang jedoch herbei und hielt den Arm gegen seinen Vaterkeine Ueber- eilungl* rief er,Walter ist ein edler Mensch, der das Leben Deine» Sohne» in seiner Hand hatte aber ihn, der sein Venäther werden wollte, groß- müthig und ungestraft ziehen ließ!*

Ist die Bedingung nun erfüllt, habe ich Ihnen den Walter nicht ausgeliefert?' ftagte dieser.

Deine Schurkenstreiche sollen Dir nicht« helfen, Schurke!* rief Herr von Kerkurle noch im höchsten Grade von Zorn entflammt,nicht an Euch, an Daniel Stegemann habe ich meine Tochter versprochen, fall» er den Walter ausliefert.*

Und Daniel Stegemann hat wirklich den Walter au«geliefert,' antwortete dieser,mein wahrer Name ist Daniel Stegemann; Walter war ein angenommener, damit meine Familie durch den berühmten Wilderer nicht tompromittirt werden sollte. Walters Name ist begraben, möge sein Andenken Allen in Erinnerung bleiben; ich habe Frieden geschloffen milder Regierung: fernoon hier ist mir ein erwünschter Wirkungskreis eröffnet; morgen wird die gefürchtete Bande entbunben und

diese Forsten sind für die Folge von ihren Streifereien befreit; aus'» Neue trete ich in's bürger­liche Leben zurück, werke ein treuer Untertan de» Staate» und für Sie ein brauet Schwiegersohn. Nicht wahr, Vater, Sie werden das gute Werk nicht vereiteln wollen, das Werk, wozu Ihre Tochter die Veranlaffung war sie allein war e«, die mich auf den rechten Weg wieder zurückbrachte.*

Vater,* nahm Ernst das Wort,Ihr könnt Eure Tochter keinem besseren Mann geben, denn an Stegemann, ich nenne ihn gern meinen Schwager!"

'Das mag Alles wahr fein,* antwortete Herr von Kerkurle brummend,aber niemals kann ich ihm vergeben, daß er wie ein Fuchs in meinen Hühner Hof geschlichen und mich betrogen hat.*

Auch darüber kann ich mich rechtfertigen," sprach Stegemann,Sie nennen mich Fuchs, wenden Sie lieber diesen Namen bei Ihrem Sohn an *

Ja, es ist wahr," fiel Ernst ein,so hieß ich, während ich Mitglied der Bande war; unter dem Namen Karl Winter habe ich mich angeschloffen mit dem sehnsüchtigen Wunsche, da» Land von einer Geißel zu befreien, ein Ungeheuer zu vertilgen aber anstatt eine» Bösewicht» fand ich einen edel- denkenden Menschen; Euch, Vater, weihte ich nicht in den Plan ein, um Euch nicht über mein Thun in Sorge zu versetzen ober gar zu veranlassen, mit mir die Gefahren zu theilen, allein wollte ich die Gefahr wagen und den Ruhm davontragen!*

Was mir jedoch nicht bekannt mar,* fiel Walter ein.Erkannt wurdest Du erst, Ernst, al« Du bereite unter die Zahl meiner Bundesgenossen aufgenommen warst.*

(Schluß folgt.)