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Ei« Depescheuwechsel

zwischen dem Kaiser und de» AltreichS- ka»,ler Fürste» BiSmarck

hat aus Anlaß der 25jährigen Wiederkehr des Tage» vo» Seda» stattgefuade». Der Wortlaut der Tele­gram»« wird im , Reich»auzeiger* beka»»t gegeben. Darnach depeschirte der Kaiser: „Fürst Bismarck, Durchlaucht, FrtedrichSruh Heute, wo ganz Deutsch­land die 35jährige Wiederkehr de» weltgeschichtlichen KapitulattonStageS vo» Seda» feiert, ist e» Mir Herze»Ibedürf»iß Eurer Durchlaucht er»eut auSzu spreche», daß Ich stet» mit tiefempfundener Dankbarkeit der unvergä'glichen Verdienste gedenken werde, welche Eure Durchlaucht fich auch in jener großen Zeit u« Meinen Hochseligen Herrn Großvater, um da» Vaterlaud und die deutsche Sache erworben haben. Wilhelm/ — Hierauf ist aus FriedrichSruh folgende Antwort etngegangen: „Seiner Majestät de» Kaiser nnd Körige. Emer Kaiserlichen und Königlichen Majestät lege ich meinen ehrfurchtsvollen Dank zu Füßen für die gnädige telegraphische Begrüßung am heutige« Tage und für Emer Majestät huldreiche Anerkennung »einer Mitmbeit an dem narionalen Werke der Hochseligen Kaiser» und König».

v. Likmarck/

Folgenden Erlaß der Kaiserin

an da» Centralcowttö der deutsche» Bereine vo» Rothen Kreuz bringt der „Reichsanzeiger* zur Kenntniß: „Die 25jährige Wiederkehr der ruhmreiche» Waffen­tage unsere» Heeres ruft auch die Erinnerung an die demselben in allen Kreisen unseres Belkes er wieseue LiebeSthätigkett zurück. E» erscheint Mir daher augemeflrn, daß de« mit Gotte» Segen er> folgt-u Zusammenwirken aller Organ; der freiwillig?n StriegSkrankenpflege, wie fie vor 25 Jahre» unter de« Schutz und Vorbild der Kaiserin Augusta fich in ausdauernder Hingebung bewährt hat, eine ernste Gedenkf.ier gewidmet und die dankbare Anerkennung kundgegeben werde, welche auch dieser Bethätignng der Liebe zum Vaterlande durch den Dienst au den Opfern und ix de« Leiden der KriegSzeit gebührt Ich beauftrage das Centralcomüä, die Veranstaltung einer solchen Feier »ach Benehme» mit anderen Organen der freiwilligen Ktwkerpfl-ge in die W'ge zu leiten und die Wahl einer entsprechenden Zeit punkt» zu treffe»/

Die Festfeiern i« AuSlande.

3« AuSlande begiugen die deutsche» Beamte» sowie sämmtliche deutschen Vereine da» Fest der 25sten Wiederkehr deS Sedantage» in feierlicher Weise durch gemeinsame Festessen, patriotische An sprachen und andere geeignete Maßnahmen. Die Zeitungen Oesterreichs, Italien», England», der Niederlande bringen zu» größten Thril sehr sympa­thische Artikel, in denen fie ihren warmen Antheil an de» deutsche» Feste auidrücken. Zahlreiche Huldigungstelegramme gingen unserem Kaiser von den Festgenossin aller Reiche de» Auslandes zu.

Deutsches Reich.

* Merlin, 2. Septbr. (Tagesbericht.) Unser Kaiser gedachte fich heute am Spätabe»d zur Insptziruug der Kavallertr-Divistou vo» Naso nach Oel» zu begeben. — Der „ReichSauzeiger* giebt die OrdeuSauSzeichuungen bekannt, die der Kaiser aus Anlaß btt Einweihung der Kaiser Wtlhelm- Gedächtn ßkirche verliehen hat. — Zu de» Festlich­keiten, welche anläßlich der Kaisermanöver in Stettinstattfinden, wird die Kaiserin gleichzeitig mit dem Kaiser dort eintreffen und am Provinzial diuer theilnehme». Die Rückkehr der Kaiserin »ach Potrdam erfolgt am Son»tag. — Der Führer der badischen Nationalliberale» Gerichts präfide»t Kiefer wurde bei sei»er Sedanrede i, Freiburg von eiuem Unwohlsein ergriffen und ist in der folgenden Nacht gestorben. — Ein Bericht­erstatter meldet, daß die sozialdemokratischen Protestversammlungeu anläßlich der Sedan-

verlorenes Glück.

(Ans den vergilbten Papieren eine» RechtSgelehrten.) Sine Waldgeschichte von Ernst Schauer-Mrppel.

(Nachdruck verboten.) (Fortsetzung.)

„Ich danke Ihnen," war seine Antwort, mir die Hand reichend — „vergeben Sie mir, wenn ich meinen Begleiter nach meinem Abmarsch noch ein Paar Minuten vor Ihrer Thür al« Schutzwache stehen lasse/

Mit diesen Borten entfernte fich der Mann. Al« ich e« wagte, nach einiger Zeit nach dem ver­kleideten Bauern zu sehen, war auch dieser ver­schwunden. Bei näherer Untersuchung fand ich, daß mein Klingelzug abgeschnitten und die Feder an bet Klingel bet Haurthür gebrochen wat.----

Wir gehen jetzt zur Mittheilung be« ferneren Loose« be» Jäger« Daniel Stegemann über, mit bem bet c Leserkreis bereits bekannt ist. Gewiß witt Zeigte Leser besten Liebe für die schöne S "m ihretwillen in'« Werk gesetzten

r ''■folg gekrönt zu sehen

-'chigung möge mitgetheilt set Fall war. Wohl ^ß, wenn Walter ^te gefangen ’ '♦ werden.

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(Fortsetzung folgt)

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Wolf fitzt mir anhaltend auf dem Nacken und läßt mich keinen Augenblick au» den Augen. Für Dich ist es viel leichter, auf ein paar Stunden Dich zu entfernen, ohne daß man'« gewahr wirb; Du händigst rann den Brief dem Tagelöhner Knopf, der vo» der Sache weiß, au«, um ihn zu besorge»,; e« ist mir viel daran gelegen, daß er recht bald besorgt wird. Staar war jedcch voistchtiger, aU ich dachte; er erklärte, daß er von seiner Verräthrrei und der- fieichen nichts mehr wissen wolle, worauf bet anbre einen Brief wieder in die Brusttafche steckte. War lenkt Ihr, wenn ich heute Nacht m feine Kammer chleiche, dm Brief an mich nehme und denselben dann Euch überbringe?'

Walter besann fich einen Augenblick und meinte dann, daß e« doch nöthig fei, den Fuchs unschädlich U machen, damit er nicht Angesicht« der Verhand- ungen, welche mit dem kommenden Tage ihren Abschluß finden sollten, noch Unheil anrichte und einen Genossen die Verfolger auf den Hal» Hetze.

Ebenso rieth Walter, die Bande, deren Ent­bindung vor der Thür stand, von dieser Sache nicht» merken zu lasten, er selbst habe ein sichere« Mittel n Händen, den Verräther unschädlich zu machen; Wolf faßte sofort hingehen und den Fach« herbei» ölen.

Dieser seinerseits wat im Begriff, sich zu ent» einen und den Befehl auszufühten, al» Waltet ihm noch zurief:

u -Wolf! Ihr wißt, daß morgen ober übermorgen

Mitt! safct di» !

»Für da» LWete kann ich nicht einstehen,' «ortete Wolf, „aber baß unsere Leute uszusri und aufrührerisch gestimmt find und zwar so, rch kaum weiß, wie ich sie im Zaum halten l da» kann ich versichern/

>er schier endlose Zug mit fliegenden den K ängen der Musikkapellen über

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Fest/ Kars' Hym drer und unter Orch« sert'g erneu ■$rof- ihre Bittet Aaser zeholj allein

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Ausland

Aranstteich.

* Maris, 2. Septbr. (Madagascar.) Der „TempS' veröffentlicht eine Korrespondenz feieeS Spezialkorrefpo»de»te» in MadagaScat, worin eS jeißt, der Gesundheitszustand unserer Truppen ist ehr schlecht, die Todesfälle zahlreich, wen» man nicht binnen Kurzem auf das Jmerinaplateau gelangt o weiß ich nicht, wa» geschehe» wird.

Kugtaud.

* Loudon, 2.Septbr. (Mißhandlungen.) Die „Time»' melden: In der Nähe von Hiugkwa, Provinz Fokie», wurde» mehrere chiuistsche Christen grausam mißhandelt. Ihre Häuser wurden ange- zündet, ihr Eigenthum geplündert und daS Vieh gestohlen. Man glaubt, daß eine Person erheblich verwundet ist. Die Obrigkeit weigerte sich esizu- chreite», trotzdem fie mehrfach dazu aufgefordert wurde. Sie hat eine» zweideutigen Aufruf erlassen, u welchem fie die Gräuelthate» von Futscheng be- pricht nnd zu einer Erhebung gegen die Christen aufreizt.

Sllgei llhrde

Empfänger deS Briefe» hätte' denfelbew wahtrud der verfloffenen 25 Jahre al, Andenki» aufbewahrt. Dieser Tage nun uah» dieser Betaniassung, den Brief (mit dem Couvert) nebst einem anderen Ge­schenk feinem Freunde al» eine gewiß interessante Erinnerung wieder zurückzuschicke».

i + (Sedanfeier.) 3» Ergänzung unsere» gestrigen Berichte« über die am Sonntag Morgen stattgehabten Feierlichkeiten auf bem Friedhöfe haben ,»ir noch mitzutheilen, daß - auch ein prächtrger Lorbeerkcauz mit einer Schleife in den städtischen Farbe, von dem Bürgerverein und zwar an der Ruhestätte be» Premierlieutenants Hildebrand niedergelegt wurde.

+ (Ein quartirung.) Die für unsere Stadt bevorstehende Einqaartiruug erstreckt sich über da» dritte Stadtguartier und werden je nach Be- darf'noch Mannschaften in dar erste Quartier ver­legt werden, lleber die Zahl der auf die eiize'nsu Quartiere entfallenden Mannschaften können die Quartierpflichtige» nähere Auskunft auf dem Rathhau» Sekretariat einholen.

+ (Brod-Abschlag.) Bon Sonntag, den 1. September, an sind die Preise des BrodeS von eder Sorte um 2 Pfg. für den Lais herunter>= gegangen.

+ (Straßenbeleuchtung für de» Monat September 1895.)

26.

30.

+ (Strafkammer.) Der frühere- Kellner, etzige Tagelöhner Salz mau« aus Marbach er­hielt vom Schöffengericht eine zweimonatliche Ge ängrißstrafr, weil -er am Abend des 25, Mai > 3. den Sohn be? Ackermanns und Bürgermeisters goß, mit dem er in Streit verwickelt war, blutig »erlebt hatte. S. legte Berufung ein mie bem Er- ölge, daß die erste Strafe auf 2 Wochen ermäßigt wurde. — Verworfen wurde die Berufung be» Bahnarbeiters Heinrich Peter au» Goßfelbeu, der vorn Schöffengericht zu 4; Wochen und 5. Tagen Gefäuguiß vernrtheilt wurde, weil er im Frühjahr d. 3?. die Wohnung be» bärtigen Bürgermeister» auf bissen Aufforderung nicht verlassen und diese» elbst mißhandelt hatte.

* (Witterung.) Diese Rächt waren 10 Grat 0- Wärme. Heute Mittaz hat die Lust eine Temperet» ton 27,5 Grad C Wärme. Barometerstand 750 mm Windrichtung: SW.

Sonnen-Aufgan, 5,15. Mond-Anfgans SM Somien-Untergml, 6.42 Mond-Untnaau« 4,1

Temperatur der Lahn: Morgen» 6 Uhr IT'/v Sr. C.

Voraussichtliche Witterung: Zunächst noch toasete» Wetter mit wechselnder Bewölkung und einzelne, Gewittern.

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wohlgeordnet, die Kleinsten zuerst, einander fa Einen reizenden Anblick gewährten die oberen der Schülerinnen, welche sämmtlich das Ha« Kränzen geschmückt hatten; Laub vo»- de», Eichbaum war äußerst zahlreichem Z uge M erU Stachdem letzterer gegen y,4 Uhr die Wherzew, erreicht, hatte sich bereits ein»^anseht ilkche.-Meiw menge daselbst angesammelt, fodaß doK Getid in Verbindung mit der grojjtn Hitze lorttn Aufenthalt zu einem gerade nicht ang enehmer staltete. Ddr lange Marsch durch die Swdt > die Kinder derartig ermüdet,-haß eine gerannte' verging, bevor mit den Spielen begoi wea w konnte.

feier in ganz Preußen polizeilich verboten worden seien. — Die LandtagSersatzwahl in Prenzlan-Angermünde an Stelle de» ver­storbenen HanptrttterschaftSdirektorS Landrath» von Risselwann ist auf den 17. Oktober festgesetzt.

♦ (lieber die Haltung der sozialdemo. kratisch en Presse zur Natioualfeier) herrscht allerorten gleiche Entrüstung; uni in Einem »,ter- scheidet sich das Urtheil über da» Borgehen bei den Parteien. Während die Rechte nach einem SuSrnhme gesetz ruft, meint die Linke, man solle da» Urtheil über geschichtliche Ereignisse und Personen frei sein lasse», selbst wo diese Freiheit gemißbraucht wird. Diesem letzteren Uriheil gegenüber schreibt die „Kreuz Zig/: Wenn eine Bevölkerung, die schon durch die freifinnige Agitation gegen alle Autorität hinlänglich aufgeregt und jetzt der sozialdemokrattschen Verhetzung ausgesetzt ist, nun auch noch täglich hören maß, daß seine nationalen n,d politischen Borbilder Götzen aus Thon oder ihre Verdienste gefälscht feie», so ka.n das doch zn Zustände» führen, welche für di- Auf rechte rhaltnng der Autorität im hohen Grade bedenklich find. Wir find fern von jeder Schwarzmalerei und wollen nicht fegen, daß ein neues Sozialistengesetz ru erstreben sei. Trotzdem aber ist gegen die Nouchala» ce liberaler Blätter zu protestire«, mit der diese ihre sozialdemokratischen Nachbaren vor jeder Maßregelung geschützt wissen wollen. Zum Schluß meint die „Kreuz«Ztg/, daß es vorläufig genüg;, aber auch dringend wünschenSwerth sei, wenn die sozialdemo- kratischen Agttatoren etwas strammer angefaßt würden. Dazu bedürfe e» keines „verhaßten Ausnahmegesetzes"; die jetzigen Machtmittel der Polizei reichten an», wenn sie nur ohne Rücksicht und Nervosttät auigeübt würden.

# (Spiel- und Fechtklub.) Sus gut unterrichteter Quelle wird- berichtet- daß sich in unserem Marburg ein Spiel und Fechtklub, welcher ich körperliche Ausbildung im Fechte», sowie Förderung der 3ugend- und Vorspiele zum Ziele gesteckt, ge­gründet hat. Mr wünschen bem Spiel und Fecht iiub Marburg ein kräftiges Wachsen, Blühen und Gedeihen und ein breifache» „Gut Hieb".

Hierauf entfernte er sich und kam nach einig Minuten, begleitet von Fuchs, wieder zurück, letzterer, ohne zu ahnen, wa« ihn erwarte, mit ru dlick und festen Schritte« sich näherte.

Auf einen Wink von Walter entfernte fich D«r Anführer warf einen durchdringenden Blick den Genossen, welcher ihn aber wacker aushielt. ____

.Gebt mir sofort den Brief heraus, den Ihr Wr i. ( Eurer Brusttasche verborgen habt/ sagte WM ei« bt mit scharfer Betonung ’s Dzz

Verlegen und frappirt, aber gehorsam, gab d« U zz Angesprochene den Brief heraus.

Aus Marburg und Umgegend.

+ Warvnrg, 3. Septbr. (Manöver.) Am nächsten Donnerstag Morgen rückt unser Jäger- bataillon zu deu Herbstmanöv-rn au».

+ (König »-Prämie »schießen.) Sester« Vormittag hielt unser 3äger bataillon aus seinem Schief platz in der Knutzbach da» alljährliche König»- Prämienschießen ab. Bei demselben erhielt den ersten Preis (Ehrenhirschfänger sowie einen Forsthirsch änger) Oberjäger Kynaß von der 2. Compagnie mit 69 Ringen; den zweiten Preis (eie Rucksack) erhielt Oberjäger Speck von der 2. Compagnie mit 63 Ringe»; den dritte» Preis errang Gefreiter Böhme vo» bet 4. Compagnie mit 67 Ringen.

+ (Eine seltsame Erinnerung an den Feldzug vou 18 7 0/71) wurde gestern einem »iefigen Veteranen, dem Herrn Schloffermeisteo zum Egen, ehemaliger 81er, zu Theil. Am 24. November 1870 hatte derselbe von MeziereS ans einem Freunde n Bremen einen Brief (Feldpostbrief) gesandt. Der

---JL ! H a kpisode aus meinem Leben in romantischer Form nrzustellen, nicht ganz erfülle, wenn ich wieder in den alten Etil verfalle.

Walter faß eine» Abend» spät in der Kammer einer kleinen Bauernwohnung, tief in Nachdenken versunken, al» Wolf bei ihm eintrat.

„Nun, wa» führt Euch noch zu so später Stunde hierher, Wols?"

„Es ist der Fuchs, der, fo hoffe ich, nunmehr in der Falle; schlimm ist er, wie sein Namens- genösse, aber ich habe ihn belauscht, seine Streiche kommen endlich ans Licht und Freund Fuchs gräbt die Grube für fich selbst •

„Ihr sprecht sehr dichterisch, Wolf, aber kommt zu Euch und erzählt mit in einfacher Prosa, war los ist '

„Wie ich Euch gesagt habe, ziehen Fuchs und Staat an einer Seine; fie haben nicht die leiseste Ahnung gehabt, daß ich ohne ihr Wissen in bem Heuschuppen über ihrem Ruheplatz eine Schlafstelle mir bereit gemacht, daß eine Spalte im Bretterboden für Äug' und Ohr viel Nützliche» leistete und daß ich auf meinem Observatorium vor ihren Augen sicher war. Sie sprachen flüsternd miteinander; au» ihren Gesichtern und Gebärden entnahm ich, baß der Fuchs, der einen Brief in der Hanb hielt, verlangte, Staat sollte benfelben an feine Adresse besorgen; dieser verweigerte den Auftrag, Fuchs drang beßhalb dringender auf ihn ein und begann feine Stimme zu erheben. Ich laufe in die Falle, sprach et, der

podimn. war. mit eine r Blattpflanzengrüppe geto—, au« bereu Matte d ie Büsten der drei Kaiser hetW ragjew. Dttr VotsitzLAde. der „ Krieger-KameradsW Herr, W-Gmerst'w a. D. Gissel eröffnete KsmrE»'. roozaef; der Vorsitzende be« P- Äusschnff««, Hers Otto Pabst, ben WÄ übernahm und dann da« Eröffnungslied t da» rttl dieser Stunde^ singen

Al« «stet Redner erhielt Heu Bauunternchwk: Ro>5ert Becker da« Wort. Derselbe gebaute bei^«be! deichen Einigkeit im Jahre 1870, der 8er»ir.'<^t « :-- . i __®°‘i

ueifer Loo« einr ganz andre Wendung nehmen, ab«;

dn auch im ungünstigen Fall Alle» beitt alten jsd&m bleiben kann. Während meiner Abwesenheit müßt" 3br Euch stilll halten auf dem Vetsammlungspiln lein Schuß Ärrs fallen, dafür mache ich Äch antwortLch.. Sollte ich vor Donnerstag nicht lurfl^ kehrm. fo, erwartet Ihr mich auf unferm Samivkl platz mr Westerlande. Wie steht e« mit den »über — HM Ihr die Unzufriedenheit noch geschürt, wn besprochen, sollten sie wohl geneigt fein.

AmrtUa attszuwandern, wenn die Regierung w Vorschlag zustimmt

(Segen 6 Uhr hatte auch dieser Tru Hel sein» v„0. ^ficht, b» eS Zeit wurde > zum A bbrenne,! junge! Holzstoßes- nach dem Kapplerberge aufz »brechen ' U, - der Schwanallee, woselbst sichre Milit- jr- und 'wÜ c behörden,. Geistlichkeit, Betermwn und Krieaerr Güter

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to» aus sich' der Zug (jegra-^3 U'hr irr Set», feere. Eine Mtheilung Knabe» -mit Fahnen f zl die Spitze des Zuges, -V *rl'

Sedanfeier in Marburg.

*+ Gleichwie die beiden ersten Tage, hat auch der gestrige letzte Tag unserer Sedanfeier, bei Montag einen derartigen Verlauf genommen, daß man mit Recht die ganze Feier als eine erhebende und wohl- gelungene bezeichnen kann. Nachdem während des Vormittags in den Schulen der Tag vo» Sedan in einer die jungen Herzen begeisternden Weise ge­feiert worden, zeigten am Nachmittag schon lange vor Beginn be» Ingendfestzuges die Straßen ein. lebhaftes Bild. Festlich gekleidet, wogte die, Schülerschaar hinunter zur Bahnhofstraße, rorv

bis sich bi»; ländliche Schaar mit ihren Eata

nach 5arj?.( oegchen hart «. «l tzoch

;A-ut$ nach 9 Uhr begann der Festkomma Jsr rm großen,Muftumsswoch der fich in kurzer ZeM ”8 auf den fletzt«d Platz gssWt hatte, sodaß die ZuW?? kommenden irr dem «»stoßenden kleinen Saal e: auf drm Flur Platz nejgmtn mußten. Das

_________ ____ Hüter

Theil der Studentenschaft, bürgerliche . Vereine j bem ss angeiammUt hatten reihte fich die mä «iliche Lchluj fort j Sr Fahnen, Umiii: die S-W Bendr, p'uhlbrücke den Kopplerberg hinan, au f dessen Pi, in fest (Kaffäckev, in der Nähe de» Frieder Leiche) denen mächtiger Holzstoß erhob» 3m ' «.iten Uch Dergi nahmen die Theilnehmer um densell nn herum I fiellung„ worauf gemeinschaftlich da- j Lied «uferffca »ben bist du, , deutsches r.;; " gJ wurde. Herr Gymnasialoberlehrer J frr. Euler odann die Festrede. Letztem leitete er ein mit , Hinweis auf den Holzstoß, der in kurzer Zeit seinen helllodernden Flammen berfi' ^bildlichen fi wie hoch auch die Woge», der Bee Meisterung henti den deutschen Herzen schlagen. R ebner führte die Versammelten zurück in die Zeit Schmach und Erniedrigung un seres Volkes zeichnet« in markigen Erichen das Erwachen iit: • nationalen Gedankens - u«d die Verwirklichung I®£!an9' lang« Erstrebten, der nattonalen Einheit des K reiches. Er gedachte-.- der The den unseres c eßlichen Heldenkaisers»und de z Fürsten Bis -des viel geschmähten ueb verk annten „pommer Landjunkers" im SaMnwalde. Zum Schluß fo cher Festredner auf-zur Erhast mng des Erru und brachte ein Hpch- aus au f das deutsche land. Kurze Zesi--darauf w urbe der Holzst« i Brand gesetzt, gierig, leckten die _■ Flammen gen H empor und in wenigin Aug rnblicken glich er mächtigen Feueusäule. Den Schluß der Feier Gottes freiem Him««l bitt ,ete die Abfingung SiebS: „StimrÄ^ cm mit hellem hohen Klai Nachdem man eine kMze Zeit dem flackernden Freu feuer zugesehcu,. wWde der Rückmarsch, nunmehr brennenden Laternen und Pechfackeln, durch illuminirte Weidenhausen r mch dem „Museum"