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(Die Glocke» von Bi»eta?) Ein Fuad, der beiiahe die Becmuthuug erwecke» tonte, die Mythe«- umwobenen Glocke» vo»Bi»eta seien mn wieder ß« hoben, wurde bei Baggerarbeiten im Hafen vo» Swine münde gemacht. Ei« Dawpfbagger hatte dort eine Kirche»giocke von fünf Leutner Gewicht »»versehrt u»d die Hälfte ei»er zweite», dir, wie ei scheint, sei» eiser»e» «lauen zrrriffe» habe», a»i Tageslicht ge förbtit. Wie schade, daß a»S die Herren Gelehrtev so ge»au Bescheid gesagt habe», daß Lineta der heutige» Stadt Wollt» entspricht und daß die Trümmer Jnliur da» *a» bei Damerow aus Usedom gesu»de» zu haben glaubte, nicht» andere» find, al» eiu natürliche», fiel gespülte, Steilgerippe. Wie schön ließe r» sich jetzt

Wt. Denn da» für die Beschaffung für Thoma»« Hlocke und Kaiuit verausgabte Geld kann gar »icht

zgen Buchweizen), od.r et» Gemenge vo« Sand und JohanniSrogge» usw. Aach die nicht zu stlckstoffiamwelndkn Pflanzen gehörenden, aber ich: schuell wachsende» Pflanzen: Senf, Rübsen, M, chtnefischer O-lrettig, Buchweizen usw. könie» mfalls, besonder» im Gemenge mit Leguminosen

^ihrftoffe de» folgende» Früchte» voll zu gute »men, sich da reichlich lohne».

. Außerdem ist die vermehrte Arbett auch. nur teilbar, da später ja doch der Acker, lau» aber *ifl u»ter schwierigen Verhältnissen gepflügt werden We.

erklären, daß das Läute» der Glocken Lineta», da» unsere Ahne» gehört, Hervorgerufe» worden sei vom Spiel der Welle», welche die Glocken immer Wetter triebe», bi» fie e»dlit im Hafen vo» Swinewü»de Ruhe fanbei. Also die Glocke» vo» Bi»eta find es nicht; noch liegt völlige» Dünkel darüber, woher und wie fie eine Ruhestätte fanden im Bett der Swine Zwar trägt die unversehrt erhaltene, deren Wohlklaug g-rühmt wird, eine Inschrift. Aber die ist »och »icht entziffert. Wird fie da» Räthsel lösen?

(St»e Sedan-Eri»neru»g.) DerBürger- meister in R. im Schwarzwald, so wird derStraßb. Post' geschrieben, hatte di« Dorfbote» das Tele« gram« über de» Sieg bei Seda» zn« AuSschelle» aufgeschrieben. Dieser la» eS im Dorf herum öffent­lich, wie folgt, vor: .Unsere h-nn gfange de Kaiser Napoleon, 80000 Mau», 300 Kanonen und 28 Miittärläus'" (Mttrailleusen).

(Der Besuv), der bekanntlich zu Anfang de» Sommers seine Anwohner durch eine» neue» Aus­bruch überraschte, ist settdem nicht wieder zu völliger Ruhe gekommen. Kurze Pausen wechselten mit er mitte« AuSströwen der Lava, und in den letzten Tage» hat der Lavastrom wieder a» Gewalt und Ausdehnung gewonnen, eine Provinziallandstraße unterhalb de» Obfeivatorium» überschritte» und etwa 3000 Quadratmeter angebautes Land zerstört. Er bedroht ausgedehnte Anpflauzunge» in den nahen Thäler» Foffo Brunella und Pallarino. Mtt dem erneMeu Anwachsen de» Ausbruch» ist auch in die Gemüther der Sommergäste der dem Besuv »ahe- liegende« Orte« Torre del Gocco «Hb Resina die Furcht eiugekehrt, und viele vo« ih»e« haben schleunigst die Villeggiatur em Golf vo» Neapel verlaffen. Der Fremde»zuflnß auf de» Besuo ist i» den letzten Wochen begreiflicherweise sehr lebhaft gewesen, und wer von de» Anwohner» de» BergtS Die»ste al» Führer u»d Gepäckträger leiste» oder eine fliegende Schenke am Wege errichten konnte, hatte goldene Tage.

(St» echte» Schildbürgerstückche») ist jüngst i» dem badische» Dorfe Handschnchrhei« pasfirt. Sin schöne», gesunde» Stück Vieh, da» auch zum Fahrdienst verwendet wurde, erkrankte plötzlich u»d fraß zwei volle Tage nicht» «ehr. Man schickte »ach dem Thterarzt. Al» dieser da» Lieh ix de» Hof führen ließ, stellte fich heran», daß das .kranke, das beste Futter verschmähende' Thier noch den--

Maulkorb anhatte l

Vermischtes.

(Einen Beitrag zu de« KapitelGe- lehrtevproletartat") lieferte, wie der .Frkftr. Ztg." au» Stettin geschrieben«^, eine Verhandlung vor der dcrttgen Ferie»straskam«er Der Kandidat »er Theologie Paul Lutzow hatte fich wegen Utter chlaguug z« verantworte». L. war bei de« AmtS Vorsteher Steffe» zu Gülzow al» AmtSsekretär und tellvntreteuder Staudesbeamter «tt eine« Jrhre»> ;ehalt vo» sage u«d schreibe 360 Mark »»gestellt und «ußte vo» diese« Einko««en Woh»u»g, kost »ud alle übrige« A«»g»b« bestreite». Unter solche» Umstände» war e» pu» mindeste« «»vorstchtig, dem L. auch die Berwaltu»g der «mtskafle zu über­trage«. 3» seiner Roth «« das tägliche Brod unter­schlug der Angeklagte au» der ihm »»vertraute» Kasse »ach uud »ach Gelder ix Höhe vox 160 Mark. Weiterhin suchte er fich dadurch Geld zu verschaffen, daß er bereit» verwendete Alter» und J»validitätr- verficherungSmarkex au» de» alte» Karten loslöste und in neue hiuei»klebte. Auch unterschlug er 500 Versichern g»kart«, sowie mehrere amtliche Schrift stücke. Der Angeklagte, der erklärte, fich in großer Roth befunden zu haben, «ar i» alle« Paukten ge ständig. Der Staatsanwalt selbst plaidirte für mildernde Umstäide uud beantragte 2 Monate Ge- fängniß. Der Gerichtshof erkannte »ege» der Unter- schlaguug auf eine Gefä»gnißstr«fe von 3 Monaten und wegen Vergehens gegen da» Alters- vnd 3m oaltritätsgesetz auf 14 Tage Haft, welch' letztere Strafe als dmch die UnterfuchnxgShast verbüßt an- zufeheu fei

(Der hinkende Bote.) Der Bonuer Männer- gesangvereln hatte bekanntlich auf Einladnug seines Prot-klors, deS Prinz n Heinrich von Preußen, bei Gelege, heit her Kieler Festlichkeiten eine Säugerfahrt zu de» Gestade» der Nord und Ostsee unter»om«e». Ob der ennngen« Triumphe Ware» die fröhliche» Rheinländer stet» i» bester Stimmung, und das Ergebdß war, daß «an während einer Drwpfer fahrt vo» Bremerhave» aus die de« Bachu» zu Ehre» geleerte» Flasche» dem Neptu» opferte. Sine dieser Flache» wu de mit besonderer Sorgfalt be- handelt, mit verschtede»en Besuchskarten der Säuger versehe» uud verkorkt. Auf einzelne» Karte» ver sprach ma» de» glückliche» Fiuder v.rschiedeue Be- lohnangeu, z. B. et» .Kinderbett", eiuKinder- kleidch«", eine .Mille Holzpi»nex für Schuster" » dergl. Für de» .Hähnche»»'-»irth hatte fich ei» guter Fremd de» Scher, erlaubt, oh»e dessen Wiffen auf die betr. «arte ,100 Liter Spatenbräu" als Belohnung für die Auffiuduxg der Flasche zu setzen. Ei» Zufall wollte e» nun, daß ein alter Bonner Musenjohn, A. El. au» Nordstrand in Schleswig, der aus der rheinischen Hochschule vox 1887 bis 89 fiudirte, ax der «äste setxer heimath lichex Ixsel die Flasche faxb. Er war über threx Inhatt »icht wenig erfteut, u»d alle »Uber der ge- schwmdeneualten vurscheuherrlichkeit" traten ihm plötzlich «tt Macht vor die Seele, darunter vor Alle« auch da» .Hähnchen" und der Ge»«ß de» dort gespendete» Spate»bräu». Flug» wmde de« Hähnchen - Wirth von der Ausfirrdung der Flasche «enntuiß gegeben, um Uebersendnng be» köstlich« Gebräu» gebeten und dabei auch so viel eingehende» Lerständuib sür die rechte Behandlung de» Stoffes ai be» Tag gelegt, daß da»Hähnchen" fich ver anlaßt fühlte, die gewünschten 100 Liter ix dem nicht minder gewünschte» .richttgen Gebinde" al»bald abzusende». Auch die übrigen Betheiligte» haben vo» be« «usfinden bet Flasche «emtt» erhallen n*b finb höflichst an die Erfüllung der verschiedeue» Versprech« gemahnt worbe».

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Sonntag, L September: .Hans Heiiiug*. Montag, 2. S ptembrr:Colberg*. Dienstag, 3; September: Figao's Hochzeit". Mittwoch, 4. September:Kabale u: d Siebe*. Donnerstag, 6 September:HLnstl uud Gretel*. Freitag, 6. September: .Ein Millionär a. D"; Die gelehrten Frauen*. Sonnabend, 7. September:Die verkaufte Braut*. Sonntag, 8. September:Wilhelm T-ll* -(Schaulpiel).

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«ü arwinnbring-nde Behandln»- dar ' StAppelfplder.

(Originalbericht derOberhessischen Zeitung".) i Jeder Landwirth, der mit offene« Ang« Umschau M, muß längst erkannt habe«, daß t« de« Wirth ty^en, wo ma« zur AaSnutzang der Stoppelfelder wch Einsäen paffender Pflanz« übergegavgen ist, jjhere Erträge erzielt werde» und ei» ungleich besseres KwärtSkommen zu beobachte» ist. al» anderwärts.

; ist der Anbau vox Stoppelgewächse» weder m t

Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg uud Kirchhain.

*IWM! Jllnftrirtes Sonntagsblatt. ^""Sprech^nden^der^Re^Mon: 10-11 °Wr Vormittag».

'Hegst» ;lbe: wpüvz. wehrt erden n iciS 8i; sum Kn

rasahre» ziehen.

Rag »u« der Anbau von Gtoppelgewächs« zur dmehtuag der Futtervo.räthr oder znr Grün- rugnng dienen, stet» find folgende Punkte zu beachte«:

1. Die Stoppel muß alsbald »ach dem Abmähc, Getreide», also möglichst »»mittelbar hi»ter der e umgepflügt werde»;

3. Bor de» Pflüge» gebe «ax de« vodex die M Gedeihen der stickstoffsammelvdrn Pflanz« «»«t-

ltche» Mineraldünger, a« beste» i» Gestalt vo» kho«asschlacke»«ehl und K.init. Etwa 2-3 Ctr

»aSschlack »mehl uud ebessovtel «ai»tt pro Morgen eflreut, «erde» die E»tWickelung bn anzubauend« izeu wesentlich söroern tt*b die Gewlnnucg eiset pißen Masse stickstoffhaltige» Miterial» sichet»;

3. Utbetall wähle «au zu« Anbau solche Pflanzen, lche fich für die bur fftude» klimatisch« und Ädt»»e,hält»iffe eign«, reiche und sichere Ertrüge

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Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und

Feiertagen. Quattal-AboMementS-Prets bei der Elpe- ♦VllIlVlIvIV

dition 2 Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exkl. ö

Bestellgeld). Jnserationrgebühr für die grspMtene Zelle SvNNtaa. 1. SeVteMver 1895.

oder deren Raum 10 Pfg. Reklamen für bte Zeile 25 Pfg. "

Mgesäet werden.

Die fich au» der richtig« Behandlung der Stoppel- »sinoe». >!Ütt ergebend« Vorthelle find ganz ang«fällig. rstand- gesehen vo» der Erhalt»»« der Ackergahre v»d der 1 Äterdrückung des Unkrautes fallen vor Alle« di Ähen Erträge der Nachfrncht t»'s Gewicht. Auch hiuuk || diesem Jahre zeichne» fich L. besonder» die |?g [5R Äckftüchte auf de» GründüngungSfelder» wieder vtamdo ^hetlhaft aus, wie wir vielfach «ahtzn»eh»e» ------7* ielegtnheit hatte«. Da» tone gar »icht auffällig hfffglt si^tixtv, »ein «a« fich vergegenwärtigt, daß bei ' «1 ei»igermaß« guter E»t»ickelu»g der Pflanz«

ypo»^, je, gojj(n bui$ die oberirdische Pflanjtnmaffe 100 Ä 160 Leitner organische Substanz «tt 50 bi» 80 Pfund Stickstoff zugefühit werde»; ganz abge- icheu »och vo» der Bereicherung de» Boden» fcmii »nterirdisch« Rückstände der GründüngangSpflauze. ca Man darf deshalb n»bed«klich behaupt«, daß te »e»1 Nat Boden durch d« Anbau von Gründüngung» "" Kai;« mehr Stickstoff zugeführt wird, al» dmch M mittlere Stallmistdüngung. Diese außeroident - gBdif V Bereicherung de» Bodens an Stickstoff wt d -'--^n.^r fast allein dnrch die wenig vermehrte Arbeit

iauftifti«)

Ansatz gebracht werde», da die hierbei erhaltenen etnig-u -iäbtftnff# hf* fnlaetthen Flückte» voll <m ante

imaitbi pißereu Ausgaben noch «tt Schwierigkeiten ver- :hsLk' stipst, sodaß e» nicht zu begreifen ist, warn« nicht -----tack» alle Landwirthe Ratzen an« diese» et»facheu

Anzeigen nimmt entgegen die Expeditwn dieses Blatte», sowie die Annoncm»Bureaur von Haasenstein u. Vogler in V V V

Frankfutt a. M Caffel, Magdeburg und Wien; Rudolf AAA. Mofle in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; E. L.

Daube u. Eo. in Frankfurt a. M., Berlin Hannover, Pari».

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Sk Königl. Hohett Prinz Ludwig von Bayern, der bayerische Thronfolger, welcher vor einigen Tagen, von Kiel kommend, bei dem bayerischen General-Konsul Dollmaun in Hamburg Absteigequartier genommen hatte, beehrte auch die Mohr'sche Margarinefabrik im Borort Bahrenftld mtt einem mehrstündigen Besucht Er nahm unter der persönlichen Führung de» Herrn Mohr die ge- ammten Eiurichimtgen be» Etablissement», die Herstellung »r Margarine, sowie die Käsefabrikation, eingehend in Augenschein. Prinz Ludwig, der bekannlltch allen wirth- schastlichen Fragen ein lebhafte» Interesse entgegenbringt, und in seiner Heimath sowohl wie auch auf Reisen gern rerommirte la dwtrthschaftliche und industrielle Bettiebe besucht, sprach Wiederhalt seine lebhafte Anerkennung über da» Gesehene au» und zeigte fich angenehm überrascht von der in der Fabrik auch in den kleinsten Dinge« herrschenden peinlichen Sauberkeit. Um 4/i Uhr war die Besichtigung zu Ende und geruhte Se. Königl. Hohett im Privat-Kontor des Herrn Mohr Proben der Margarine und der ver- schiedenen Käsesorteu zu schmecken, welche dem hohen G«st ausgezeichnet mundtten und seinen vollen Beifall fanden. Nach halbstündiger zwangloser Unterhaltung fuhr Prinz Ludwig, Herrn Mohr besten» dankend und mehrmal» dtt Hard schüttelnd, wieder in offenem Wagen nachHamburg zurück.

Immer stärkeres Gewicht wird bei den neueren Kochbüchern aus einen beftimmten Zweig der Kochkunst, die Krankenküche gelegt. Da» von den Vorsteherinnen der Hannoverschen Kochschule und Leiterinnen der HaushaltungS- schule des Vaterländischen FrauenvereinS Hannover, Auguste und Lina Kux, herauSgegebeneKoch-Lehr-Buch für HauS- haltungSschulen und zum Selbstunterricht* nimmt hierauf besondere Mckficht und bringt unter jeder Abtheilung von Gerichten stets ein oder da» andere sptziell für Krame ge­eignete. BemerkenSwetth ist eS, daß gerade diese Speisen, sowett es sich um Bouillon, Braten und Gemüse handett, stets einen Zusatz von Liebig'» Fleisch-Exttakt verlangen, das, da es Magen und Darm weder reizt noch belastet, das denkbar vorzüglichste Genußmittel für Krank» und Reconvalescenten ist.

£?i, M 4' Man spare nicht a» Saatgut.

U ttill» ge ,ach der Sodendeschaffenheit und der A»»- ^eir könne» folgende Pflanze» Lerwendnng fi»dl»; ^Äpine Se radella, J cornatklee, Geldklee Saxdwtcke,