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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marbnrg «nd Kirchhain.
losr f ^akbafticn urtb^* Expäitioo $ Markt 2b" Fernsprecher ^Marburg. Illnprirtes Sonntagsblatt. Sprechstunden der Redattton: 10—il Uhr Vormstta-S-
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i württembergische und badische Feld-Dioifio» und . 4. Kcvallerie-Divifio», 128 Bataillone, 102 IkadronS und 80 Batterie!», gegen 130,000 Man» rk, die ftauzöstsche Grenze. An der Lanier bei echexburg kam es zu einem heftige» Zusammenstoß t der vorgeschobenen französtschen Divifion Douay.
Kupfer, , Eis», t zu der [4475 0*t*
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8 Zeitgemäße Betrachtungen.
(Nachdruck verboten.)
er die liebe Sonne wärmer scheinen. oLm Wipfeln herrscht noch Hundrtags-Ruh, ®enn ein kühles Lüftchen ab und zu Nur erquickt, wird'» angenehm empfunden, Seht es her, zumal in Tagesstunden.
1 geht es her, im Erndtemond August, Geld hat, wirft sich stöhlich in die Brust lieht hinaus auf lichte Bergeshöhen, dort die Lüfte etwas fielet wehen.
t auch fcheut er Anstrengung und Müh' geht auf's Land Kuhstall vis-i-vis, plagt ihn nichts und doch ruft er mit Stöhnen:
t einige» Axihiebe» die Zugbrücke zu Fall, und t lautem Hurrah drangen die Bayer» a» dieser eile in die Stadt ei».
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iechrs. Endlich mußte» die Franzosen an« vom iausschusses den Rothe» Adleroden 4 «l verliehen. — Keißberg weichen, nachdem auch ihr heldenmüthizerIDie Großherzogin vo» Mecklenburg- gührir, General Donay, gefallen war. Sir hatte»IS ch wert» ist gestern ans Spaa nach Heilige» sich tapfer gegen die deutsche Uebermacht gewehrt;!dämm zmückgekehrt. Der Großherzog reist heute den Deutschen war cs auch infolge der Schwierig-! zur Theilnahme an der Regatta vo» Cowes »ach kiites, die die von den Franzose» geschickt beruhte! England ab. — Hente begehen eine Reihe höchster Oertlichkeit bo*, nur mühsam gelungen, ihren >ähe»! Herrschaften ihren Geburtstag und zwar vollende Widerstand zu brechen Nar mit schweren Verlusten die Prinzessin Albrecht vo» Preuße», war dieser erste Sieg der deutsche» Waffe» erkauft, I Gemahlin des Prinz-Regenten von Braunschweig, 91 O fiziere und 1460 Man» waren tobt und ver geb. Prinzesfin Marie v. Sachsen. Altenburg, ihr wvuret; unter letztere» befand fich Genera! v. Kirch-leiruudvierzigsteS, die Königin-Regentin der b-ch, der «er bei seinem Korps blieb. Niederlande, geb. Prinzesfin Emma zn Waldeck,
Der Kronprinz hatte von einer Höhe bei Schweigen Iihr fiebenunddreißigsteS, diePri»,esst» Henriette aus das Gefecht geleitet, dann war er unter uuer-lzu Schleswig-Holstein-Augustenburg, meßlichem Jubel der Truppen über das Schlachtfeldiwelche mit dem Generalarzt Dr. von Esmarch bie erstürmte Höhe des GeißbergeS hinaufgeritte». I vermählt ist, ihr zweiundsechzigstes und der Es war tief ergreifend und erhebend zugleich, alSlKronprinz Konstantin von Griechenland, tausendstimmiges Hnrrah in der SiegeSfreude auS den I vermählt mit der Prinzesfin Sophie vo» Preuße», Kehbn der Männer erklang, die von der Warthe! sein fiebenundzwanzigstes Lebenkjahr. — Die u«d Oder, ans Thüringen u»d Hessen, vom Main!Vermählung des Fürste» von Waldeck und »nd der bayerffchen Alp h-rbeigeeilt waren, nm den! Pyrmont mit der Prinzesfin Bathildis von Schau«, gemeinsamen Feind von Deutschlands Grenzen zu Iburg findet am 9. August auf Schloß Nachod statt, verjage». In der eroberten Stadt sah man diel—Landwirthschaftsminister v. H am meist ein traf Krieger Arm in Arm ihre Verbrüderung feier»; es lauf seiner Reise zur Befichtigvng der Halligen in toar ein erhebendes Versöhnungsfest Derer, die fich! Begleitung des Oberpräfidenten von Schleswigs im Jrhte 1866 feindlich gegenüber gestanden hatten.!Holstein in Wyk auf Föhr ein, kcuferirte mit dem In diesem Augenblicke gab es für Alle nur ei» I Deichoogi Petersen über die Uferschutzftage und be- einziges, großes, geeinigtes und dadurch so starkes »suchte hierauf die Halligen Öland und Langeneß, deutsches Vaterland. ! worauf der Minister fich »ach Helgoland begab. —
Und das war doch auch ein stolzes BewußtseinIReichskanzler Fürst Hohenlohe beabsichtigt, wie nicht nur für bie Armee im Felde, sonder» auch! die „N. A. Z." hört, zur Grundsteinlegung des
für baS Volk daheim, daß der erste Sieg nicht! Kaiser-Wilhelm Denkmals nach Berlin znrückzukehren.
auf dem deutschem Bode«, sondern im feindlichen » Loch iß der Tag seines Eintreffens noch unbestimmt.
Lande erfochten war. - Wie die „Post" hört, wird die Stelle des ©He
“7 . '■ --bhssss »der Mrpfiegungsabtheilung im KrieosMinisterium
Derttsckes Merck »ach dkmvevorstehenden Rücktritt des Wirkt. Geh.
„ * I KriegSraths Engelhard wieder durch einenJntendanten
Aertt», 3. August. (Tagesbericht.) Un'erlbesetzt werden und zwar durch den des Gard.korpS, Kaiser btstchtigte dieser Tage die Kaiser Wilhelm-1Premier-Lieutenant Weidemann. Der muthmaß- Gedächtnißkirche und hatte dabei auch das Geläut der l liche Nachfolger des bisherigen Chefs der Unter- Glocken angeordnet, weil er am Erscheinen zu dem! ftützungsabtheilung, des Wirk!, «eh. KriegSrmhs v. vor einigen Woche» stattgehabten Probeläutc» ver Tschivschuitz dürfte der bereits in derselbe» Ab- biibett war. Heute ist Se. Maj. nach Kiel gefahren.!theilung beschäftigte Wirk!. Geh. KriegSrath Pomme Am Abend geht die „Hohenzollern" bei Helgolandiwerde».
vor Anker und setzt am Sonntag Nachmittag die! * (Das Werk Bödicker'S.) Es wurde gestern Reise nach England fort. Sr. Majestät Jacht! berichtet, daß der Präsident des Reichsverficherungk- „Meteor" ist bereits in G-sport angelangt, wo sielamts mit der Ausarbeitung eines Werkes über die zur Wettfahrt für die Queens Cup in Stand gesetzt!Arbeiter-Versicherung beschäftigt sei. Diese Mitwird. Se. Majestät hat der Rryal Jacht Squadron l theilung bedarf zum besseren Verständniß einer Eignen prachtvollen Schild verehrt, um den am nächste» Igänzunz. Im Oktober find 10 Jahre verflossen, lyreitag eine ganze Schaar von Jachten wetteifern I seitdem die Arbeiter-Versicherung in Wirksamkeit trat, »erbe». Außerdem hat Se. Majestät einen „Kaiser- lPrästdest Bödicker will nun in zusammenfasseuber Pokal" gegeben, ber für kleinere Schiffe als Preis »Weise barthun, was Denischland bisher auf diesem bestimmt ist. - Der Kaiser hat dem Chef- Gebiet geleistet hat, bis zn welchem Ziele man ge- rebaltem Köbner von bei „Nat.-Ztg." a»Ilangt ist n»b was bie andere» europäischen Staate» Vorfitzenden des z. Z. für bie Feierlichketten zur I in Anlehnung an Deutschlanb in Bezng auf bie Eröffnung des Kaiser Wilhelm-Kanals gebildete» Preß | Arbeiter-Versicherung ausgeführt haben. Bekanntlich
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hat auch der neue englische Minister Chamberlain bie Arbeiterverficherung in sein Programm aufge- «ommen. Das Buch bes Präsidenten Bödicker soll auch den Parlamenten in Deutschland n»b im Auslände eine Grundlage für ihre betr. Berathungen bieten.
* (RegimentSjubiläen.) Der Kaiser hat dem Ulanenregiment von Katzler zu seiner 150jährigen Jubiläumsfeier nach Sleiwitz folgenden Drahtgrnß übersandt: „Ich spreche dem Ulanenregiment Nr. 2 zu seinem heutigen Ehrentage meinen Glückwunsch aus und freue mich, dem Regiment meine besondere Anerkennung feiner vortrefflichen Leistungen im Kriege r»d i« Frieden wegen durch Ernennung bei hochverdienten Genera» ber Kavallerie Häuisch zu« Chef del Regiments zu Theil werde» zn lassen." — Das Jubilänm des 1. Ulanenregiments Kaiser von Rußland in Militsch ist nunmehr beendet. Die Ehrengäste, darunter der russische General Graf Schuwalow, haben die Heimreise angktreten.
* (Verein znr Förderung bei Deutsch- thums.) Fürst Karl Lichnowsky, dessen Familie bekanntlich aus Polen stammt, übernahm den Vorsitz im schlesischen LandeSausschuß des Vereins znr Förderung des Deutschihums in den Ostmarken.
* (Rußland in Ostasien.) Wie Rußland die ostasiatische Frage offen zu halten sucht, zeigt eine Depesche an« Tokio. Es wird dort nämlich allgemein behauptet, daß der russische Gesandte in Korea eifrig bemüht ist, i» Söul eine anti-japanische Bewegung anzuschüren, obgleich derselbe fich gegen diese Anschuldigung verwahrt.
* (Aus den Kolonien.) Zwischen dem Gouvernemeut Kamerun und den vor dem Bezirksamt erschiene»^ ^ieden-unterhänbUr* ber Bvßas ist unter Mhs.'e:;-ndev Bedingungen Friede geschloffen worden. Den Buöas wirb ihr bisheriges Gebiet abgesprochen und ihnen ausgetragen, fich neue Wohnplätze in bisher herrenlosem Lande zu gründen. BiS zur Fertigstellung des neuen Wohnplatzes wird den BueaS ein angemessener Theil ihrer Kokosftrmen im bisherigen Gebiet zur Nahrung freigegeben. Als KriegSkostenentschäeiguug haben die Buöaleute 50 Stück Rindvieh oder deren Werth an das Bezirttamt Viktoria zu gebe». Das Recht über Krieg und Frieden, sowie Gerichtsbarkeit wird den Busaleuien abgenommen fand geht auf das Gouvernemeut beziehungweise bie Sopoleute über. Die Buöa- lente verpflichten fich, jederzeit auf Verlangen des Bezirksamts Viktoria 100 Arbeiter zu stellen gegen einen Lohn von monatlich 7 Mark und Trier Naturalverpflegung, Die Bußaleute geloben, in Zukunft ben Befehlen beS Gonverne- ment8 zn gehorchen u»b Frieben zu halten. — lebet benErndteanSfall nnb baS Schwinden der HnnngerSnoth in Deutsch-Ostafrika sendet der Kompagnieführer Lene nnterm 29. April b. I. aus
st°!ps kämpfte es um ben Besitz beS Beiges und - Schlosses. Dem 5. preußischen Jäger-Bataillon t es hier vergönnt, oas erste französische Beschütz nehme»; Felbwebel M»y.r, unterstützt besonders 1 Oberjäger Hausknecht und vo» Jäger Leuschner, zlen im heftigsten feindlichen Feuer aus daS Geschütz »d eroberte» eS. Von vielen tapferen Thaten l dieser Tag »och zu erzählen.
Nue» gar heiße» Kampf hatten die SönigSgrenadiere wadier - Regiment Nr. 7) zu bestehe». ES war
«hebender Moment, all Major v. Kaisenberg, 8ah«k, die der Hand des verwundeten Trägers akeu war, ergreifend, zwei Füstlier Kompagnien 1 Trommelschlag zum Sturm vorführte. Da [3983 dr ihm ber Fahnenstock in der Ha»d zerschmettert,
r; Premierlieutenaut Simon ergriff die Bruch
! des Paniers, nnb als auch er, tödtlich getroffen, ****** war, nahm Unteroffizier Lorenz die Fahne me Hand und trug sie bis zum Ende del Ge-
, Die Division Bothmer des II. bayerisch, n Korps eistest eß zuerst auf den Feind, und talb cnibranute der
_ blutigem Ringm gelang es dann ben bereinien LflyP°l' ißr-ngnngen der Preußen und Bayern, be» Bahnhof
Doch eine schwere Aufgabe stand roch bevor; es Hllliel It nun, die steile Höhe bei Geißbergs mit bem
iiprki eißenburg und darnach bie Stadt mit Sturm zn "kl hl gnte«. Am Laudauer Thor war der Gemeine ö«ypÄ ßroll vom 11. bayerische» Regiment zuerst äuge -------- iz; mit urwüchsiger bayerischer Kraft brachte er
Die Ruhmestage deutsch - französischen Krieges. IV.
Treffen bei Weißenburg.
4, August 1870.
# An diesem Tage überschritt bie III. Armee unter
[Omäl ® Befehl des Kronprinzen von Preuß-n: das 5. 11. preußische, das 1. nnb 2. bayerisrtze Korps,
Tö77 »ps unter be» sturmfr-ie» Mauern ber Stadt empfiei «iße'bnrg. Die Beyern hatten eine» harten Stand rypsx d ver»achten zunächst nicht, in bie stark befestigte —alt eingut ringe». Doch inzwischen war auch General 1 w '"kztrchbach mit bem 5. Krrpl herangekommkn und
geht es her, man muß fich dran gewöhnen! Seht es her im Erndtemond August E die Ferienbummler merken'! just i»e »es dch bie Ferien ihrem Ende neigen, ebermaO daß die Tage sich vergänglich zeigen I [28lfl den Schüler ftünmt es wehmuthsvoll, et in Bälde wieder lernen soll;
mb für ihn bes Lebens Schattenseiten,
Anzrigm nimmt rmgrgen di« Exvedition dieses Blatt«, sowie die Aunonc»n-Bur«mx von Haasmsteiu n. Vogler in ,
Frankfurt e. M., Caffel, Magdeburg nnb Wien; Rudolf XXX. feflürß Moff« in Frankfurt «. M., Berlin, München u. Köln; G. L. 8
Daube u. Go. in Frankfurt c. M., Berlin Hannover, Varil,
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MMtW «mbtemonb August tratze - < ■ • - •
r« Schloß darauf, südlich von Weißenburg, zu Ebaiil 01 Elege» sie hatte vo» vornherein Genttat die dal 11. Korps geführt, und vereint mit bem
Erscheint tt^ich «her « WErzm »ach «ufc vww» <
404 KeiertaeM. — Onartal-Nbonnemotts-PriiS bei der tg»» iWlrtfnltfrt
Jß löl bitt»» 2 Mk., bei all« VoßLmtem 2 Mk. ss (qckl.
B-Mield). JuseratienSeebShr für bie gespaltene Zeile {RnnttMn A 1
_______ »b« birin Ra»« 10 8f«.. R^amm für die Zeile 95 «fg. VvNNiag, 4 A-UgUsl 1093.
Le»ß geht es her, schnell ändern fich bie Zeiten. I Nutz hfiletf
Heiß geht es her im Erndtemond August, «.«s «7^..
Der Landwirth fühlt erneute Schaffenslust; MegS- «N0 Garrttfott-ENttveMttgr«. Die Felder find in Augenschein genommen, I Von Th. Schmidt.
Er weiß, ber Eindtemonat ist gekommen; I (Nachdruck verboten.)
Und ob gar heiß die Sonnenstrahlen glüh'n, I (Fortsetzung)
Su ^sbeit zieh'n. Aber was nützen Klagen und Thränen -
SDie Cenfe klingt, welch Schaffen allerwegen, ! Soldatenloos! Heute dir, morgen mir. Aus ber
geüt « 6«, bo* f85rt iUm Segen. - gan. »t, nSn ben ™nbS« «gXb„ «ft ♦M.^ecSChanSen , I .Abendsegen" blasen und dazwischen in grellen
Wrr Deutsche find uns dessen wohl bewußt; ! Disharmonieen die Schmerzensrufe und Wehlaute
Hetß zrng es her vor 25 Jahren, Iber verwundeten und sterbenden Kameraden.
Da rrefen uns zum strett^dre Kriegsfanfaren. Welche Gefühle die Mannesbrust an solchem Abeno Und heute ist em Viertel Äöculum ! durch wogen und erschüttern — wer vermag fie zu
Ber Giavelotte blreb Mancher strll und stumm, I schildern. 9 ’
Bei Mars la Tour, welch' kühnes Vorwärtsdringen!I Iebnte „n
teil K « anno°701?‘®eWÜft ti<6 bie «echfelvollen Bilder des Hetz war es anno 70 im Aueust, roie f^ unbheutigen, so überaus blutigen Tages an meinem Doch welche W ' geistigen »uge vorüberziehen. Ich mochte fo wohl
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I? SÄ F-ä Ä Ä Ä SAU Un|re WadMn @treÜer: °ff^b°r°?rgendwoTufgeStFK. “
Gott schütze fiel I "6iei habe ick wat for Ihnen," rief er ver-
Ernst Heiter. I „Knülle, wo haben Sie bie Flasche Wein her?
____________ »Doch nicht etwa aus dem Hause dort, auf dem tie I Johanniterfahne weht?" fragte ich ernst.
„Nee, nee, Gott soll mit bewahren l Die armen Jungens dort drin haben ihn eher nöthig als wir. Lieber verdurste ick, als bet ick denen enen Stoppen weghole. Wissen S', ick habe mir dahinten so'n Birken in die Jebüsche jedtückt, da liegen die Franzosen wie jemäht! Na, dachte ick, den kann't doch nicht mehr nützen und rembirte ihre Tornister. Da fand ick benn diese fcheene Flasche Wein und — rathen S' mal wat noch?"
„Ein Stück Brod, nicht wahr?" antwortete ich erfreut.
„Fehljefchoffen — en Stück Speck! Ick weeß, Sie können nich jut requiriren, deshalb habe ick Ihnen bet mitjebracht Da nehmen S'. Sie sehen aus, wie Euer ber acht Sage in’t Lazareih bei oierter Form mit Regenwaffet gelegen hat."
Ich dankte gerührt dem treuen Kameraden und griff mit wahrer Begierde nach dem Sargebotenen. is war das erste, was ich feit drei Tagen, außer einhartem Schiffszwieback meinem knurrenden Magen zuführte.
Die Annahme, daß am nächsten Tage die Ent- cheidungsschlacht geschlagen weiden würde, erwies ch als irrige. Sie ganze circa 150000 Mann iarle französische Armee hatte fich, wie bekannt, vor den drei bis vier deutschen Armeecorps zurück- ezogen und uns überlaffm, die Tobten zu be- iatten.
Am 18. August stand meine Batterie bis gegen 5 Uhr Nachmittags in der Reserve. Erst nach di^er
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