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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für -ie Kreise Marburg und Kirchhai«.

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Zweites Blatt.

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der Arzt in der glücklichen Lage, bei Nerven, und

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Apostels Bartholomäus starb Junker Heinrich, Land­graf der jüngere.

IS. Landgraf Wilhelm I., Bruder Wilhelm II. starb am 8. Februar 1515. Der Grabstein stellt deu Landgrafen in voller Rüstung barhäaptig mit spitz zugeschnitteuem Boll bart dar.*) DieGrabstet»- platte im Fußboden enthält Name», Titel, Todesjahr und Todestag des Landgrafen.

13. Elisabeth, Tochter Wilhelm IL Die Zuschrift am Grabmal lautet folgendermaßen: Bou Gotz Gnaden Fraw Elisabeth, gehörte Landgrefiu zu Hessen, weiland Herzog Hanse» zu Sachsen ver» offene Witwe, in Gott verschieden den 6. Decembeis im Zor 1558, der Selen Gott gnedig feie.

Ruht hier in der Arche, ein Fels und Hessens Monarche, An des Antonius Fest er endet, das immer gedenket, Mög ihm durch Gott gelingen, die himmlische Palm zu erringen.

(Dr. SB. Crecelius in Elberfeld.)

6. Landgraf Ludwig II. von Niederheffeu, ge­nannt der Freimütige, Sohn Ludwig I. starb am 6. November 1471 und seine Gemahlin Mechthilde von Württemberg starb am 6. Juni 1495. Die Dar­stellung mit Engeln und Mönchen ist wie bei Nr. 5. An beiden Langsetten des Hochgrabes find hessische und wüitembergische Wappen angebracht, eine In­schrift daran ist nicht vorhanden.

7. Landgraf Heinrich HI. von Oberheflev starb am 13. Januar 1843. Er ist in voller Rüstung wie fein Binder Ludwig II. dargestellt. Der obere Rand des Hochgrabes trägt folgende Um­schrift : Anno domini MCCCC LXXXIII. of den achtzeynden dag starb der hochgeborn er- luchtige forste lantgraf heynrich czu dessen graf czu katzenelnbogen czu dietz czu czegen . . vnd czu nidde.

8. Landgraf Wilhelm IL von Hessen, Sohn Ludwig IL, starb am 11. Juli 1509. Sein aus Alabaster verfertigtes Hochgrab hat weder Inschrift noch Jahreszahl. Oben auf liegt der Landgraf als geharnischter Ritter mit aufgeschlagenem Mstr, unten von allen Setten sichtbar auf einer Matte gebettet sein in Verwesung begriffener Leichnam, dessen Brust und Leib Schlangen durchwühlen, während auf und neben ihm Kröten und Eidechsen Herumkriechen. Dieses Grabmal hat man lange für dasjenige Wil­helm III. gehalten und ausgegeben und zwar wegen

Verantwortlicher Redakteur rFriedrichColbatzkyta Marburg. Sprechstunden der Redaktton: 10—11 Uhr Vormittag-.

zwei Engel gehalten und betende Mönche knieen zu seinen Füßen. Das Hochgrab trägt die Jahreszahl MCCCC LVIII und folgende Umschrift:

iereck tni, an.

Erscheint täglich außer au Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. — Quartal-Abonnements-Preis bei der Expe­dition 2 M., btt allen Postämtern 2 Mk. 25 Pfg. (exkl. Bestellgeld). JnserationSgebühr für die gehaltene Zelle oder deren Raum 10 Pfg. Reklamen für die Zelle 25 Pfg'

Bäder und Kuranstalten.

Zur Bekämpfung der Zeithysterie.

Mn bekannter Psychiater hat die allgemeine Krankheit der modernen Menschen die Zeithysterie genannt. Und in der Thal: alle arbeitenden Men- scheu, alle, die im Kampfe de» Lebens um da» täg- siche Brod ringen, find hysterisch, d. h. ihr Reryen- system hat einen Stoß erlitten, der sich durch irgend ein Krankheitsgefühl äußert. Die bevorzugten Klaffen haben hiergegen ein einfache» Mittel: sobald die schönen Tage in'» Land ziehen, reisen fie in die Bäder. Vor Allem find e« die kohlensauren Quellen von St. Moritz, Kissingen und wie die be- rühwtesten Baderorte sonst heißen, die ihre erregten Äiroert wieder kräftigen.

War aber soll der weniger Bemittelte machen, «ar der arme Arbeiter, den da» betäubende Geräusch der Aaschmen total nervös und hysterisch gemacht bat? Er geht zu dem Kaffenarzt oder in die Poli­klinik der Nervenärzte. Was aber können die helfen, ohne die Kohlensäure, den Champagner der Leben», die bewegende Kraft, die beste Quelle für Mi Stärkung der Nerven!

Da ist ein echter Freund der Armen und Lei- denden, Friedrich Keller in Dresden, ringe- fprangen und hat ein System erfunden, wodurch die

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Adwtg gepriesen und tüchttg und fromm im Sehen und züchtig,

stark. Eine ganz wesentliche Eigenschaft dieser kohlensäurehaltigen Bäder ist noch die, daß man auch in der kalten Jahreszeit sich nach einem derartigen Bade nicht erkälten kann, denn durch die Kohlen, säure wird Wärmereiz erzeugt, und e» tritt nicht, wie beim indifferenten warmen Wafferbade, eine Blutüberfüllung der Körperoberfläche ein, das Blut zirkulirt vielmehr regelmäßiger während und nach dem Bade. Daher auch die günstige Einwirkung der kohlensauren Bäder auf Herzkrankheiten.

Bon den zahlreichen Urtheilen europäischer Aerzte über die überraschenden HeilwirkMgen kohlensaurer Bäder sei mir da« Gutachten de» weltberühmten Chirurgen Prof. Dr. v. Bergmann mitgetheilt: .Die kohlensäurehaltigen Mineralbäder find in einer Reihe chirurgischer Krankheiten, namentlich bei Ge- lenk-Steifigkeit, schmerzhaften Kontrakturen, empfind­lichen Nerven, warm zu empfehlen und haben mir in vielen Fällen vortreffliche Dienste geleistet/

Wie für den Krieg immer neue Mordwaffen erfunden werden, so werden in der Medicin immer neue Waffen gegen die Krankheiten entdeckt- Da» Heilserum hat einem der tückischsten Feinde der Menschheit, der Diphtheritis, den Stachel genommen. Keller'» kohlensaure Bäder bekämpfen da» lästigste Nebel de« fin de sitcle: die Zeit- Hysterie.

Wie man un» mittheilt, werden auch hierorts in nächster Zeit diese Bäder eingeführt. Herr Carl Leypoldt hat bereit« die Errichtung der» selben in'« Auge gefaßt und steht zu erwarten, daß da« Unternehmen durch zahlreichen Gebrauch der Bäder genügende Unterstützung findet.

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— (Wie wir unser Eisern Kreuz er­warben, KriegSerinneruugen); unter diesem Titel veröffentlicht da» Deutsche BerlagShau» Vong 4 Co., Berlin W. 57, et* Lieferung». Prachtwerk (vollständig in 15 Lieferungen L 50 Pfg.). 68 handelt sich da um eine eigenartige Verherrlichung de» großen Jahre» 1870/71. Diejenige», die mitge­holfen an der Wiedererrichtung de» deutschen Kaiser­reich», find al» Mitarbetter gewonnen für eine Kriegsgeschichte, die fich au» deren selbstgeschilderten Einzelerlebniffen zusammensetzt. Die Redattion de» Werke» durch de» Generalmajor Freiherrn Frtedttch von Dincklage Campe bürgt für eine sachgemäße Bearbeitung dieser aus Episoden zusammengesetzten Darstellungen. Da» bisher Veröffentlichte liest fich in seiner naive» Lebhastigkett wie ei» der Wttklichkeit »acherzählter, auf eigener Anschauung beruhender Roman. Die Ausstattung ist eine überaus prächtige. Unsere berufenste» Militärmaler, wie Th. Rocholl, K. Knötel habe» ihr Bestes geleistet, nm da» Werk zu der glänzendsten unter alle» ähnlichen Publikationen zu gestalte». Unter den Illustrationen der erste» beide» Hefte fi»d der „Todtenritt bet Vionville' von Th. Rocholl, und die „Schlacht bei Gravelotte* von Georg Bleibtteu hervorzuheben. Zwei wmdervolle Farbendrucke: „Die Ueberreichuug de» Eiserne» Kreuzes a» Graf Moltke' und „Die Bayer» vor Paris" erscheinen al» werthvolle Zugabe». Die wohl getroffene» Porttät« der einzelne» Mitkämpfer und Mitarbeiter werde» besonders willkommen sei». Da» Werk sollte auf dem Familienttsch keine» patttotische» Hause» fehle».

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Marburg,

Sonntag, 21. Juli 1895.

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z inelitus ludewicus / plus umuersis pudicus qj hac clauditur archa / cephas hassieque monarcha tothoii feste / migrat eins memor esto.

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♦) Der Grabstein ist unvollendet. Jedenfalls hat ihn Landgraf Ludwig HL von Oberhessen (von 1567 bis 1604) seinem Großoheim setzen lassen. Ein genau in derselben Darstellung verfertigter vollendeter Grabstein stand bis znr Restauration der Elisabethkttche an der südlichen äußeren Chorwand, im ehemaligen Kreuzweg, und gehörte dem im Jahre 1568 verstorbenen und hier begrabenen Landkowtur Johann von Rehe, dem letzten katholischen im 16. Jahr- hundett, an. Von den Leidensstationen im Kreuzweg rühtt noch da» daselbst befindliche Cruzifix her, die übrigen aus ti-rra notta verfertigten waren teils an den Streben­pfeilern der Kirche teils in der Umfassungsmauer des Kreuz­weges angebracht gewesen. Westtich davon und an der Südsette der Kirche entlang lag der Begräbnisplatz der deutschen Herren. Nach einer von Emecha Raustein im Jahre 1320 gemachten Stiftung brannte auf dem Toten­hofe während der Nacht In einer sogenannten Totenleuchte eine Lampe.

(Fortsetzung folgt.)

j(TO Die Kirche der heiligen Elisabeth in Marburg.

I Akt» (Nachdruck verboten.)

(Fortsetzung.)

». Et» hesfisches Landgrafenpaar. Der Amdgraf liegt da gekleidtt tu Panzerhemd und Aaffenrock uub umgürtet mit Schwert und Schild. Zu deu Füßen beider knieen Nonnen, die für deren keeleurahe beten. Das Hochgrab hat keine Inschrift, gehört aber dem Sttl nach dem 14. Jahrhundert an, vielleicht dem Landgrafen Heimich und seiner -wetten Gemahlin Mechthildis von Cleve, der Land­graf starb am 20. Dezember 1308 und seine Ge­mahlin au demselben Tage 1309.

4. Landgraf Heinrich II. genannt der Eiserne, Bohn Otto I., starb am 8. Juni 1376. Die Darstellung des Landgrafen ist gleich der Nr. 3. Betende Mönche knieen zu seinen Füßen.

5. Landgraf Ludwig I. genannt der Friedsame, Bohn des Landgrafen Hermann des Gelehrten, starb am 17. Januar 1458. Er liegt da als Ritter gekleidet in voller Rüstung, das Haupt wird von

vrstei mtt einem höheren ober niedrigeren Gehalt an aler — -

1 Kohlensäure das Bad nehmen dezw. mit welchem Prozentgehalt die Kur begonnen und fortgesetzt werben soll Da« Aufsteigen der im Waffer ge- i 189| bundenen Kohlensäure ist überdies während der ganzen Dauer eines Bade» gleichmäßig und gleich-

'etfonl treffende Leiden es erfordert, zu jeder Zeit und

Herzkrankheiten, Rheumatismen rc. kohlensäurehaltige von 8äber, auch in Verbindung mit Soole, Eisen ober mit sonstigen Beimischungen, wie gerade da» be-

Anwendung kohlensaurer Bäder in aller­größter Ausdehnung überall möglich .»gemacht wird. Da« ist eine der größten Er- rangenschaften der Bäderheilkunde.

Dank der Keller'schen Erfindung ist nunmehr

Die Mitgift.

P.iC. „Gelt, Mutter, utifete Sir bet solleu's einmal leichter haben, sich durch's Leben zu schlagen, alS wir, die wir zum Anfänge nur unsere zehn Finger hatten, während unser Junge uud's Mädel doch mal ein recht hübsches Stück Geld mitbekommen," sagte Meister Kluge zu seiner Frau, und man sah die beiden fleißigen Leute immer weiter

„Wttken und streben Und pflanzen und schaffen, Eilisten, erraffen, Wetten und wagen, DaS Glück zu erjagen'

für ihre bttden Lieblinge.

Das war richtig, Meister Kluge hatte wirklich als An­fangs-Kapital nur seine zehn Finger gehabt, und die Frau Meisterin hatte deren als Mitgift auch nicht einen ettzigen mehr mttbekommeu; aber Meister Kluge vergaß hier ver­schiedener Eigenschaften dieser Finger zu erwähnen, die für sein Fortkommen unendlich werthvoll waren, nämlich, daß sie gesund, ttästig und arbeitsgewöhnt waren. Ferner ver­gaß der Meister, daß in seinem gesunden Leibe auch ein gesunder Geist steckte, hübsch gezogen nach den Grundsätzen wahrer Religiosität und Sittlichkeit, daß dieser Geist auch anSgestatttt war, zwar nur mit einem einfachen, aber so-

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üben feinen Bedürfnissen durchaus entsprechenden Wissens-1 schätz. Da wurde ihm ienn freilich der „Kampf «m'S Dasein' verhällnißmäßig leicht. DaS hatte er in erster Linie seinen und seiner Frau Eltern, braven, ttnfach ge­sinnten, verständigen Leuten, zu verdanken. Sehen wir zu, ob auch Meister Kluge seine Kinder derartig aaSstattet. —

Da ist vor Allem erst das „Mädel'! Na, die würde uns schön ansehen, wollten wir sie so und nicht „Fräulttn' tituliren. Ist sie doch bereits 15 Jahre alt, spricht fran- zösisch und englisch, glaubt Lessing, Schiller und Gotthe genau zu kennen, spricht sehr klug über Heine und weiß selbst über den pikanten Zola dies und jenes zu erzählen. Daß sie Wagner, Liszt rc.--spielt, das ist selbstver­

ständlich. Freilich, in den Fragen über eine einfache, ver­nünftige Haushaltung, da sieht's ganz anders aus. In die Küche kommt sie fast nie. Strümpfe zu stricken, oder gar zu stopfen, käme diesem also erzogenen Meisters-Töchterlein ganz spanisch vor; denn der Meister und seine Frau sind leider darin einig: „Sie wird's einmal nicht brauchen.' —

So sieht es mit dem Geiste dieser jungen Germanin aus. Mit dem Körper aber, da ist'S noch trauriger bestellt. Potztausend! Solch ein Mädchen von 15 Jahren müßte doch dreinschauen — frisch und rothbäckig wie ein Borsdorfer Apfel - zum Anbeißen! Hier war das nun freilich anders. Das Antlitz des „Fräuleins" bedeckt vornehme Blässe und hinter dem goldenen Pince-nez träumt ein kurzsichtiger, müder Blick. Die magere Gestalt ist natürlich ftreug modisch gekleidet und so fehlte denn auch nicht die bekannte Zwangsjacke, Corset genannt. — Die wandelnde Bleichsucht und Nervosität!

Meister, Meister! Würdet Ihr Eurem zukünftigen Schwiegersöhne statt der sechstausend Thaler lieber ein an Körper und Gttst gesundes Weib, ttne tüchtige Hausftau geben, viel sicherer würdet Ihr damit Euer und das Glück Eurer Kinder und Enk l befesttgen. So aber trifft jenen unglücklichen Mann einst des Dichters drohendes Wort:

„Wer sich das Weib der Mitgift wegen wählt, Der stt fortan von ew'gem Gift gequält;

Denn Gift ist Gift, in welcher Form 's auch sei. Und solche Ehe ist Giftmischerei!"

Und der Junge 1 Er ftubirt natürlich unb zwar gründ­lich ; denn Sexta und Quinta hat er bereits je doppelt durchgemacht. Das liegt daran, daß er nicht das mindeste Talent zum Lernen besitzt, und außerdem von Vater und Mutter oft genug vernommen hat, daß er's eigentlich auch „nicht nöthig habe." Trotz seiner 15 Jahre weiß er aber Cigarre und Bierglas trefflich zu handhaben und ein Weiberfeind scheint sich auch nicht aus ihm entwickeln zu wollen. So sehen wir denn, wie diese drei - „Tugenden" dem Knabenkörper schon ihren Stempel ausgeprägt haben unb können nur bebauernb rufen: „Meister, Meister! Eure sauer erworbenen Groschen wird das Söhnchen gar schnell unter die Leute bringen unb Nichts zum Kampf um’« Dasein behalten, nicht einmal das Gut, das ihr so gering anschlaget: Zehn arbeitgeübte Finger! Meister, in Eurem Sohne erblüht Euch kein Gluck und für die mensch­liche Gesellschaft wird er dereinst ein Unglück!"--

O Ihr Eltern, die ihr Euch sorgt unb bekümmert, quält und martert Tag unb Nacht, Euren Kindern eine sorgenfreie Zukunft zu bereiten, „sammelt nicht Schätze, die Rost und Motten verzehren, die Diebe ausgraben unb stehlen können", nein, achtet vielmehr btt ihnen auf einen gefunben, kräftigen, abgehärteten Körper, erzieht ihren Geist zur Sittsamkeit unb Religiosität, stattet benfelben aus mit einem soliden Wissensschatz, erwählt ihnen einen ihren Wünschen und Kräften entsprechenden Wirkungskreis, dann sichert Ihr Euch die Liebe und Ehrfurcht Eurer Kinder, und ewig dankbar sind sie Euch dereinst für solche Mitgift.

einer nur in ihrem Eingang historisch hegrünbeten Sage. Dieselbe lerntet: Landgraf Wilhelm habe fich am 6. Slug. 1499 auf der Jagd verirrt, sei vom Pferde gestürzt und am 16. Februar 1500 in dem Zustande auf» gefunden worden, wie ihn das Blld zeige. Der Landgraf war im August j. I. wirtlich vermißt, allein er erschien wieder und lebte »och bis zum 17. Februar 1500. An diesem Tage starb er nach kurzem Krankenlager auf dem Schlosse Rauschenberg infolge eines Sturzes vom Pferde auf der Jagd tat nahen Burgwalde.

9. Heinrich und Elisabeth, Landgraf Her­mann des Gelehrten (f den 10. Juni 1413) Kinder. Junker Heinrich starb am 13. und seine Schwester am 22. Juli 1394.

10. Margarethe von Nürnburg, zwette Ge­mahlin Landgraf Hermann des Gelehrtm, starb am 17. Januar 1400 und ihr Sohn Hermann starb an demselben Tage. Zn den Füßen beider ist das hohenzollersche und hessische Wappen angebracht.

Die Deckplatten der Hochgräber 9 und 10 lagen bis zur Restauration der Kttche im Fußboden des nördlichen Settenschiffes.

11. Heinrich, genannt der Ungehorsame, Sohn Heinrich I., starb am 23. August 1298. Der Grabstein an der Wand trägt folgende Umschrift: ANNO DOMINI MCCXC VIII IN VIGILIA BARTHOLOMEI APOSTOLl OBIiT HENRl- CÜS DOMICELLUS LANDGRAVIUS IUNIOR

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3m Jahr des Herrn 1298 an der Ligilie de»

Anrf tmb Verlag. ^ebttwn^Martt^L^"^ ° Jllustrirtes Sonntagsblatt

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blattes, sowie die Annoncen - Bureaux vonHaasenstein u. Vogler in vw Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf AU, «fUDTÜ, Masse in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; E. L.

Daube u. Co. in Frankfurt a. M„ Berlin Hannover, Paris.

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Kranke braucht nicht mehr kostspielige Badereisen zu unternehmen, er kann seinem Berufe nachgehen und doch tat herrlichen, geist und körperverjüngenden Kohlensäurebade Erholung und Genesung finden.

Durch da« Keller'sche System kann man mit r®8^ größter Genauigkeit dem Bade jede beliebige Postill Menge von Kohlensäure heimischen; e» hängt lediglich Ada« fon der Bestimmung de» Arzte» ab, ob der Patient