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Wöchentliche Beilagenr Kreisblatt für die Kreise Marbnrg und Kirchhain.

8,8 Redaktion unb^ Expedition$Ma"tt'E^F^sprech«r'Nr!"»ü^"!b" Mnftrirtes Sonntagsblatt. Sprechstunden der Redattion: 1011 Uhr S3orm?tt«?B.

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Erstheint tLzlich e*e«r « 8S«L«z« »ach Ssw sn> 8«ittta|to. Oxattal-W,m«mimt»-P?-i» Set Ser Nu>»- Liti-a L Mk., Sei all« VofiSmrrru 2 M, ss Pf,, «qkl. 8eK,ll,»ld). JnferatianrjttLZHr für die pji-sleme Zei!« »Ser Seren Rama 10 Pf,., RxU««en fit die ßdl» M Pfz.

Marburg,

Sonnabend, 20 Juli 1895.

aaigigasagawEa&i

SnMgM nimmt entgegen di« Expedition üiefeS Blatt«, foioie di« Nnnonc«n-Bur«e«x von Haafmstein u. Vogl«r in Frmckfutt «. M., E«ff«l, Magdeburg und Mm; Rudolf Moste in Frankfurt a. M., Berlin, Münchm «. Köln; G. L. Daube u. Co. in Frankfntt «. M., Berlin Hannover, Paris.

XXX. Jahrg

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t( lahme» Abschied von den Eltern die in Sorge und r; khräreu vnd doch so stolz nab glück eiig die fröhlich

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8m 19. Juli trat er zusammen und wurde von

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Herrlich schrieb damals Moltke au seiue» Bruder: .Nie ist et» Krieg gerechter geführt worden, als dieser vo» unserer Seite, und so Hessen wir auf Gottes Beistand, über seine Wege sind nicht unsere Wege, Mld in der Welteutwickeluuz führt er auch durch verlorene Feldzüge zum Ziele deuuoch hoffen wir

lus,

Mk sind Merrscherr.

Autottsttte Uebersetzung von M. Behne.

(Nachdmck verboten.)

(Fortsetzung.)

)eauz

Die Ruhmestage des deutsch- ftanzösischen Krieges.

ii.

Die Rüstung zum Streit 1870.

# Auf des BundeSfeldheun, deS greisen Königs Mhelm von Preußen, Ruf hatte sich ganz Deutsch, lmrd gegen de» übermüthigen Erbfeind erhoben; ja ganz Denrichland, denn auch die Süddeutschen schlosse» sich rückhaltlos der Bewegung kN. Aber so hoch auch die Wog«» der Begeisterung gehen mochten, ein heiliger, weihevoller Ernst lag über der ganzen , deutschen Nation, denn alle traten mit dem Gefühl hi den Kampf, daß es ein chwerer nnd erster fern

g Wilhelm in Person eröffnet; einen Beifalls entfeffelteu die Worte der Thronrede:Hai schlaud derartige Vergewaltigungen seines Rechtes seiner Ehre in früher« Jahrhundert» schweigend «ragen, so ertrug es sie nnr, weil es in seiner riffeuheit nicht wußte, wie stark es war. Heute, das Band zwischen geistiger und rechtlicher Einigung, «lcheS die Befreiungskriege zu knüpfe» begänne«, . deutschen Stämme je länger desto inniger ver- kie. labet, heute, so Deutschlands Rüstung de« Feinde -ine Oeffuung mehr bietet, trägt es i» sich selbst en Willen nnd die Kraft der Abwehr gegenüber cauzöstscher Gewalttat l" Der Reichstag bewilligte

Gott sei de« Franzosen gnädig, der mir letzlar lluier die Hände kommt I" Die jungen Soldat?»

jinansziehenden Söhne vielleicht zum letzten Male I die Arme schlossen. Die deutsche Volksseele war ihrer Einheit nnd Kraft bewußt ge> ikbe2rbttt' EItb ta8 kam auch mächtig in dem schnell "fc-ufenen deutschen Reichstage zum Ausdruck.

[wifmf einen glücklichenl' Ein Wille, eine Begeisteruug.

M ei» Pulsschlag ging durch das ganz- Volk von der eser, Sennhütte der bayerisch n Alp bis zum Filchrrhaus D Pf» m Nord' und Ostseestrand, vom Rhrinstrom bis iter Ju pr Memel. Der Laudwchrmarn, der Weib und 11 M kiud zmücklaffen mußte, ballte beim AuSmarsch die (SIS Saust: ,C "1 ' -

und )elat -re),

.Ihr verletzt wirklich meinen ärztlichen Stolz, rttftt Denn Ar meine schöne Arbeit so muthwillig ruinirt," uhr der Doktor scherzend fort, »kommt, seht mich «9 nur an*

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auf«

20 PI [441 her.

Unb die rochen, wilden Augen funkelten vor ^th, die klotzige, sonnenverbrannte Faust ballte Uh gegen den Arzt, als wolle er ihn augenblicklich » Boden schlagen . . .

»Gewiß I" erwiderte der Arzt ruhig. »Ich er. viere mich sehr wohl. Weit seid Ihr aber doch acht gekommen.*

ab:

»Weit genug, wenn Ihr mich nicht wieder ein- ksangen hättet! Ihr habt mich hierher geschleppt (4ti Mörder wißt Ihr das?' schrie bet Mensch, *® ganzen Leibe bebenb vor Wuch.

»Wen klagt Ihr an?' fragte Srantley so ruhig _____ 5 gelassen, daß der Andere halb erstaunt die Hand tt Wen ließ.

^°anke zu kommen er fuhr halb in die Höhe

3 Mui brEte heiser:

»Sie sind'rl! Sie haben mich gesehen, als ich ging! Sie waren zu Pferde wissen Sie ?*

«ut* « «Den, der mich hierhergebracht hat* Der :str. 56 Vagabund knirschte mit den Zähnen.

Der ungeschlachte Körper auf dem Lager wandte rädC &um' und der Gefangene starrte dem Arzt in'» t Ein Strahl der Erkennens glitt über seine W» und der wilde, trotzige Ausdruck in seinen rinn| ^unterlaufenen Augen machte einem etwas freund- 8 «Heren Platz. Plötzlich schien ihm jedoch ein neuer

sofort 120 Millionen Thaler zur Bestreitung des Krieges uxb -ntwortete mit einer begeisterten Adresse 3« Verlaufe der erste» Sitzung, die der Eröffnung unmittelbar folgte, war Bismarck erschienen und iheilte dem House die soeben vom französischen Ge­schäftsträger empfangene Kriegserklärung mit, was eine» linbefchreiblichrn Jubel hervorrief. Tas ganze HauS erhob sich und brachte ein stürmische» Hoch ou: »öaig Wilhelm an», in da» die Zuschauer auf der Tribüne begeistert eixstimmten. I» den Volks ver- ttetvnzen BoyrrnS nab Württembergs ;ing es ähnlich -u, uab bereitwilligst wurden auch dort die Mittel zur Krieg,sührurg bewilligt.

Welche Gefühle aber mochten König Wilhelm im Besondere» bei Empfang der ftanzösischen Kriegs, etfläruag bewegt habe»! Waren eS doch am 19. Juli sechzig Jahre her, daß seine theure Matter, die Königin Luise, ihre Auge« schloß. Und wir sehen de» König, ihm zur Seite den Kronprinzen, die Schritte zur Ruhestätte der Unvergeßlichen im Schloßpark zu Charrottenbmg lenken; dort beteten sie.

Leise wehr es durch die Halle, König Wilhelm hebt die Hand, All die golv'nen Sprüche funkeln Siegverheißend von der Wand.

Als der König mit seinem Sohne herauStrat, sagte dieser, das Herz voll demüthigen, starken Gott- verttaueus: »Ein Kampf, unter solchen Umständen unternommen, muß gelinge» l" Da»» eilte der Kron­prinz fort »ach Süddeutschland, um den Oberbefehl über die Truppe» zu übernehme», die einst die Waffe» gegen die Preuße» gekehrt hatten »uu sich aber freudig der Führung des erprobte» Feldherrn aus König- lichem Geblüt anvertraute». König Wilhelm» Herz aber hatte« »och anbete Gedsnke» am 19. Juli bewegt:

Tret' ich denn zum neuen Kampfe Wider alte Feinde ein, Dann soll's mit dem alten Zeichen, Mit dem Kreuz von Eisen sein.

Der König erneuerte am 19. Juli die Stiftung des eiserne» Kreuze», e» sollte auch jetzt wie 1813 die Brust Derer schmücke», die sich besonders im be­vorstehende» Kampfe hervorthun würde». Am 31. 3uli verließ König Wilhelm Berlin und begab sich, begleitet auch von Bismarck und Moltke, zur Armee an den Rhein. Ans den Eisenbahnzügen, die unauf­hörlich dorthin rollten und die deutschen Truppen beförderten, hatte es immer wieder so begeistert heraus- geklungen:

Lieb' Vaterland magst ruhig sein. Fest steht und treu die Wacht am Rhein!

»Run, wenn er es auch sagt, so folgt doch noch nicht daran», daß Ihr die That wirklich begangen habt," suchte Grantley zu beruhigen

Verwirrt, verwundert blickte der Gefangene in das ernste, ruhige Gesicht vor ihm. Die finstern, wilden Augen wanderten zu dem vergitterten Fenster und wieder zurück zu dem Manne auf dem Schemel, der ihn so mitleidig ansah, und die gebundenen Lippen murmelten Töne ungemeffenen Erstaunens: »Sie meinen Sie denken, ich that e# nicht?'

,3ch denke ss und werde so denken, bis das Gegentheil bewiesen ist,' war die gelassene Antwort.

Roch immer ungläubig, zweifelnd, starrte John Maggs den Sprecher an ee schien ihm unfaßbar, » dieser Mann ihn nicht verdammte, wie alle Andern thaten bann plötzlzch loderte e» wieder auf in seinen Augen und einige wüste Flüche aus- stoßend, schrie er :

»Sie thun ee vielleicht! Aber die Bluthunde werden'« beweisen! Hundert gegen ein» sie be> weisen e», und ich fitze hier fest! Sie beweisen es, hören Sie?'

Er war vom Lager aufgesprungen und an das vergitterte Fenster stürzend, rüttelte und zerrte er an den Eisenstangen.

»Ich glaube nicht. 6e ist nicht leicht, einem Unschuldigen eine Schuld nachzuweisen,' sagte Grantley nachdrücklich.

Mißtrauisch blickte Maggs herüber.

»Meinen Sie?' sagte er zweifelnd, höhnisch. »Wie kommen Sie dazu, mich nicht für schuldig zu falten?*

»Einfach, weil Ihr es sagt,' gab der Arzt zur Antwort, der sich noch nicht von seinem Sitz auf dem Schemel gerührt hatte.

Eine Pause entstand. Noch lehnte der Vagabund

Ja, Alldeutschland, den greifen im Gefühle der gerechten Sache, doch kampfeZmuthigen Bundes ftlehenn König Wilhelm an der Spitze, war aege- treten zur »Wrcht am Rhein!"

Deutsches Reich.

* Merkt«, 18. Juli. (Tagesbericht.) Unser Kaiser ist heute früh auf der Fahrt vo» Wirby nach Hernösand vor Kiste ei*getroffen. Das Befinde» beS Monarchen ist vorzüglich. Die Fahrt war eine sehr gute; daS Wetter klärte sich kurz «ach der Ab­fahrt vo» WiSly auf und besonder» der Abend war selten schön.-Da» 50jährige Militär dienst Jubiläum der Herzogs Ernst von Riten bürg soll am 17. August in Altenburg feierlich be. gange» werde»; der Jubilar wird i» seiner Residenz anwesend sei«. Herzog Ernst ist Chef des 96. Ins.. Regiments und des 6. JägerSataillon». Finanz- mi»ister Miquel tritt fti-ex Urlaub am Montag an und begiebt sich zunächst aus mehrere Woche» »ach Harzburg. Derselbe ist heute mit dem Lasd- wirthschaftSmirrister v. Hammerstein ix Jnowrazlav eingetroffe» zur Besichtigung per im dortigen Kreise gebildeteu Re-ttexgütet. Morgen werde» die beiden Minister mit be« Präsidenten der ArfiedlungSko«- missto», v. Wittenburg, »ach Gnesen reise» um die im dortige» Kreise befindlichen Ansiedelunge» zu be­sichtigen. Der deutsche Botschafter G r a s M ü n st e r vn läßt demnächst Paris, um die Ferien auf seiner Besitzung i» Hannover zuzubringen. Die deutscher seits nach Oesterreich entsandten Kommiffarien, welche den Auftrag hatte», die in unserem Nachbarlande mtt der dort fett 12 Jahre» bestehende» Handwerkergesetz. gebunz gemachte» Erfahrungen zn studireu, sind bereits nach Berlin zurückgekhrt. Der frühere General Gouverneur von Warschau, General- feldmarschall Gur ko hat sich, nachdem er einige Tage in Berlin Rast gehalten, nach Moskau zurückbegebe». Die Heilqaelleu vo» Nauheim habe» seine» gelähmte» Glieder» nur wenig Linderung ge bracht; während seines kurze» Aufenthalts in bei Reichshauptstadt hat er be» Professor Dr. L-vden konsnlttrt.

* («ffaire Wehlan.) Die Anklageschrift gegen ben Assessor Wehlau ist nach her »Soff. Ztg.' vor einiger Zeit bei DiSzipliuarkammer i» Potsdam zugegange». Die Velhandlung wirb nach Ablauf bei Gerichtsferie» stattfinde»; au» ihr wird sich er­gebe», au» welche» Gründe» eine strafrechtliche Ver- folgnng gegen Wehlau nicht hat stattfinde» könne».

an dem Gitterfenster, die Eisenstäbe umklammernd, dir Küstern, tiefliegenden Augen aut den seltsamen Menschen gerichtet, den er nicht begreifen konnte und zu dem er sich hingezogen fühlte - ihm fielen die Worte ein, die der Arzt eine Woche vorher an ihn gerichtet hatte: »Ob Sie Geld haben oder nicht, kommen Sie morgen zu mir nach Ihrem Gelbe rage ich nicht«, mein Freund, aber ich möchte Ihren

Arm retten'

Die Züge des verrohten, verwilderten Gesellen nahmen einen anderen, weicheren Ausdruck an, es zuckte und arbeitete darin--seine Blicke fielen

auf die Finger der linken Hand, von denen langsam rar Blut herniedertropfte, und ihm fiel ein, wozu jer Arzt gekommen war er wollte sich ihm dank- >ar erweisen auf seine Weise---Demüihig

ast kam er näher, setzte sich auf den Rand des Lagers und hielt dem Arzt den Arm entgegen.

»Sie wollten danach sehen?' fragte er gedrückt-

,3a,' war die scheinbar ganz unbefangen und »armlos gegebene Antwort. »Es ist besser, wir ehe» einmal ordentlich danach, nicht wahr? Wenn Ihr wieder heraus kommt, müßt Ihr doch ein ge- unde» Glied haben es ist ein mächtiger Arm, iärfer wie der meinige, glaube ich, unb ich dachte Hon, ich hätte etwa» Rechte» .... Oh, er ist chlimmer al« vorher, Ihr habt ihn schlecht be- lanbelt'

So sprechend hatte der Arzt die schmutzig« Süllen von dem kranken Glied entfernt; langsam rannen rothe Tropfen aus der wieder aufge­brochenen Wunde, der Arm war dick geschwollen und entzündet.

Thimotheu» Doggle« trat ein mit ben Sachen, die Grantle? gewünscht hatte.

(Fortsetzung folgt.)

Gegen Wkhla» wird her Vorwurf erhöbe«, daß er die Eingeborene» irr Kamern» m menschlich gttufam behandelt und dadurch sein? amtliche« Befugnisse über» schrrttkn habe. Verschlingen auf sittlichem ®ibtt, wie Leist, hat sich Wehlau »icht zu Schuldes komme» lassen. Wenn gegen Wehlau erst jetzt Anklage er- Hobe» wird, so liegt der Grund hierfür in rechtliche» Fragen. Da Wehlau, wie bemerkt, als Angeklagter vor der DiSziplinarkammer i» Potsdam erscheine» wird, geht die Anklage vom Reichskanzler au».

* (Parlamentarisches.) ReichStagSabge» orbxettr Haas, ber bekannte Fra»zose»frer»b, erklärte, so wirb an» Straßburg i. 6, gemeldet, in einer ver­traulichen Besprechung be» andere» lothriZgifchen Abgeordneten, daß er sein Mandat siederlegen nnd in einigen Woche» nach Nancy i» Frankreich über­siedel» werde. Bei der LandtagSersatzvahl in Teltow Charlotte»bnrg-Berskow Storkow wurde der konservative Kandidet Baumeister Fehlisch mit über­wältigender Mcjorttät gewählt.

* (Folgendes »epochemachende»' Er- eign) berichte» mtt wichtiger Miene Berli»er liberale Blätter: ,ä la Holtenau will einmal der Zimmer» meister F. vom Kottbuser Uf^r speise«, weil er ein SUleS Geschäft gemacht hat. Der Zimmermeister hat an die Stadt Berlin ei» Grundstück für 1250 000 Mark verkauft urrb aus diesem Anlaß den Hof­lieferanten Borchardt beauftragt, ihm für eine kleine Gesellschaft ein Festmahl herzurichtkn, dessen Speisen- folge genau dieselbe ist, wie die bei der Kaiserliche» Tafel i» Holtenau. DaS Bedeck kostet nicht weniger als 100 Mark Ul' Hierzu schreibt derVorwärts': .Ob ber brave Zimmerureifier seinen Arbeiter« auch Löhne zahlt, bie ihnen erlaube», mit ihrer Familie sich ordentlich satt zu essen? Unb ob er über be« sittlichen Werth einer Bereicherung nachgedacht hat, zu ber die Steuerzahler der Gemeinde Berlin eine» erklecklichen Theil beitragen müsse«? Aber waS scheere» einen moder«?« Geschäfismavn solche Be- denkenl' Fs ist zu battasbei», daß die Berliner Freistanpreffe dieses Histörchen an die Ocffcntlichkeit gebracht hat. Solche Ex ravaganzer städtische Uster- «eymer pflegt fie ja sonst weise zu verschweigen. Nur wen« es sich um angebliche ,6@Iemmeieies* von Landwirthen handelt, find die fiiistvnigcn Blätter bisher gesprächig nsb ft löst erfinderisch genese», u» der sozialdemokratischen auf Neid begründeten Klassen- Verhetzung mit vollem Bewußtsein Nahrung zu liefern.

* (Vieheinfuhr.) Die Einfuhr von Fettvieh aus Dänemark »ach Schleswig - Holstein soll, wie verlautet, vom 1. Oktober ab auf be« Landwege

Das Eiserne Kreuz

Zur Erinnerung a» de» 19. Juli 1870.

3tt ber jetzigen großen Katastrophe, vou welcher für baS Baterlanb Alle» abhängt, verbient der kräftige Sin», ber bie Nation so hoch erhebt, bmch ganz eigenthümliche Monumente geehrt unb verewigt zu werde». Daß bie Sta»bhafttgkett, mit welcher baS Volk bie unwtberstehliche» Uebel einer eisernen Zett ertrug, nicht zm «leinmüthigkeit herabsank, bewährt der hohe Muth, welcher jetzt jede Brust belebt, unb welcher, nur auf Religio» unb auf treue Anhänglich­keit an König unb Voteila»b sich stützend, ausharre» konnte. Wtt habe» daher beschlossen, das Verdienst, welche» in be« jetzt ausbrechendev 'Kriege entweder tat wirklichen Kampfe mtt dem Feinde, ober außer- dem tat Selbe ober bahei«, jedoch ix Beziehung auf dies« großen Kampf um Freiheit und Selbstständig» !eit, erworb« wirb, besonders anszuzeichmn, und diese eigenthümliche AnSzeichunng »ach diese« Kriege »icht Wetter zu verleih».'

So hieß e» in der StistungSurkuude des Eiserne» Kreuzes, die Köuig Friedrich Wilhel« m. em 10. März 1813 erließ; uxb em 19. Juli 1870 erfolgte bie Kabiuetsorbe König Wilhelms I, welche bie Er» neueruxg de» bedeutsamen Ordenszeichen, für den >evoisteh»deu Feldzug verkündigte:

»Angesicht» der «nst« Lage be» Vaterlandes, und ix dankbarer Erinnerung ax die Heldeuthaten xxfeter Vorfahr» ix den groß» Jahr» ber Be» frehtxglfciege, wollen Wir da» von Unsere« in Gott ruhend» Vater gestiftete Ordenl^ichen be» Eise»» kreuze» ix feixet gaxzex Bebeutuxg wieder aufleb» aff». Da» Siserxe Kreuz soll, ohxe Uxterschied »eS Ätxge» ober Staude», verlieh» werd» al» eixe »-l-hx-xg fit da, »«dienst, welche» «weder stn