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»ahl« soll, nimmt er auch fehl eigener Interesse mehr wahr. (Lauter Bravo.)

Mr sirr- Mensche«.

Autorifirtr Uebersetzung von M. Behue.

(Nachdmck verboten.)

(Fortsetzung.)

einer Sau 82 Ferkel erhalten und damit 202,50 Mk. verdient hat. Ein Läuferschwein von 100 Pfund kann bei täglich 2632 Pfg Mastkosten in 45 Monaten auf 300 Pfund gebracht werden, denn ein gut gefütterte» Schwein muß täglich l1/* 1V2 Pmnd zunehmen, thut e» da» nicht, so ist e» nicht geeignet für die Mast. Ein Beispiel hierfür ging dahin, daß Jemand 32 Ferkil für 640 Mk. gekauft hat, rationell gemästet beliefen stch die Kosten für diese auf 2184 Mk., er erhielt beim Verkauf für die Thiere 3840 Mk, sodaß er 1016 Mk. verdient hatte. Die Haltung von nur mittelmäßigem, also für die Mast nicht geeignetem Vieh macht sich nicht bezahlt. Redner gab zur Rationalität der Schweine­zucht noch an, daß jährlich für 100 Millionen lebende Schweine, für 70 Millionen Schmalz und für 30 Millionen Speck vom Auslande eingeführt wird. Ein Theil dieser Summe könne doch ganz gut in Deutsch­land verdient werden, da es keinem Zweifel unter­liege, daß auch unsere Landwirthe rc. zur Schweine­zucht im Stande find und genügend produziren können. Im Allgemeinen hängt die rationelle Zucht nicht von der Rasse, sondern von Auf­zucht und Haltung ab Bei einem Mutter- fchwein ist stets zu fragen, waren die Eltern frühreif und mastfähig, ist es al» Ferkel gut aufg-zogen. Au Hauptrasse» uuterscheideu wir unser Laud- und das englische Schwein. Dem ersteren stellte Referent kein gutes Zeugniß ans, indem er ihm da» Letztere vorzieht. Als Erkennungszeichen für ein »astfähiges Schwein beim Ankauf mögen breiter Rücken und lange Beine gelten. Redner verbreitete sich weiter über die Paainng, die für das Schwein erst im 10,, für den Eber im 9. Monat beginne« soll. Die Behandlung nach der Paarung gipfelt darin, daß den Thiere« möglichst viel Bewegung nnd frische Luft gegönnt werde. Auch die Ferkel «üsseu 56 Monate Bewegung haben. Weiter ist ein sauberer Stall ein Haupierforderniß. Gewarnt sei vor den hausirenden Schweinehändlern, die oft aus­ländisches Vieh verkaufen nnd vielfach damit die Seuche einschleppen. Hierin müßte auch «och Abhilfe geschaff n werden und hält Referent für angebiacht, daß ein Haustier verpflichtet wird, ein Atiestbuch bei ich zu führen, in dem ein beamteter Thierarzt alle >rei Tage den Befund über den Gesundheitszustand »er Schweine einzutragen hat. Rur dadurch kau« der VerbreÜung der Seuche gesteuert werden. Um sich vor letzterer zu schützen, ist es auch angebracht, den laufet eines Schweines nicht in de« Stall zu lasten, ondern das Vieh herauszutreiben. Er kann mit

Ueberiragung der Ersatzleistungen an die Proviuzial- und Kommusalverbände weitere Mitiheilrngen gemacht hatte, behandelte er iur besondere die bezüglichen in unserem Regierungsbezirk bestehenden Berhältniffe. Ein Beitrag zu« EntschädiguxgrfondS für gefallener Rindvieh n«b Pferde ist bekanntlich in den letzten und dürfte auch in den nächsten Jahren nicht erhoben werden, da stch dieser Fonds zu einer ziemlich bedeutenden Summeangesa«melthat. Vox einerSchutzimpfung der Thiere hält der Herr Redner, indem er stch auf i« Königreich Sachsen gemachte Erfahrungen stützt, nicht viel. Er ging bann »eiter zn Mittheilungen betieffs der tu Aussicht genommenen Entschädigungs- maßregeln bei Maul- und Klauenseuche und Schweine- kra»kheiteu über. Bekanntlich sind bisher nur Rotz, Luugenseuche und Milzbrand al» entschädigungs­pflichtig betrachtet worden. Umfragen der Regierung haben nun bezweckt, auch an Maul und Klauenseuche gefallenes Rindvieh und an Rothlauf, Seuche und Pest krepirte Schweine der Ertlchädigungspflicht auszusetzen. Die deswegen eingeforderten Gutachten find von dem Laudesausschuß deS Regierungsbezirk» Cassel dahin beantwortet, daß ein solcher Gesetz entwurf befolge des Mangels an statistischem Material vorläufig «och nicht zweckmäßig erscheint. Haupt­sächlich sei d te Durch führun g der veterinär polizeilichen Schutzmaßregeln erwünscht. Trotzdem sich auch andere Landesausschüffe in dem selben Sinne ausgesprochen, ist der Gesetzentwurf beim Abgeordnetenhause eingebracht aber bekanrtlich vertagt worden. Zu« Schluß legte der Herr Referent noch verschiedenes statistisches Material vor, au» dem er sichtlich war, daß in ben letzte« Jahren eine Ab­nahme der Seuchen konstatirt werden konnte. Er endete damit, daß aus Allem wohl ersehen werden

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ner) n und Slech: chtSrc ) Pfg.

Marburg,

Freitag, 12 Juli 1895.

und warf die Kiffen seines Bettes durcheinander, al» habe Jemand darin geruht, dann warf er rasch einige Kleidungsstücke ab, trat wieder ans Fenster und zog geräuschvoll die Vorhänge zur Seite. Wagsteff bemerkte ihn und winkte mit der Hand, er nickte und kam sofort zur Haurthür.

Nun, Wagsteff, war giebt'«?' fragte er, ihm die Hand reichend.Müssen Sie mich au» meinem warmen Bette reißen! Kommen Sie herein, e» ist kühl.'

Was es giebt?' erwiderte der Polizist mürrisch, ins Haus tretendEs ist Jemand tobt gefunden worden. Ziehen Sie stch an, Sie werden verlangt '

Todt gefunden?' fragte Grantley unbefangen, in sein Schlafzimmer tretend nnd die fehlenden fehlender Kleidungsstücke hervorholend.In dcm Fall bleibt mir nicht viel mehr übrig zu thun, da ist wohl eher der Leichenbesorger am Platze. Wer ist» denn? Ist er wirklich tobt?"

Kalt und steif wie ein Eiszapfen etmorbet ist er!'

Ermordet??!" widerholte Granley mechanisch. Seine Hände ließen da« Halstuch los, da» zu knüpfen sie im Begriff gestanden hatten, fein Gesicht war seltsam bleich geworden, al« er stch vom Spiegel ab- und dem Polizisten zuwandte. Ermordet! Wie Mich, wie grauenhaft da« Wort klangt

Wie kam e»? Wer ist er?' fragte er wieder.

Wie e« kam, weiß ich noch nicht. Der TMe

i Philipp Kmdrick."

Kendrickl Richt möglich!' rief der Arzt, un- gemessene« Erstaunen heuchelnd.

Doch, e» ist wahr. Sind Eie bald fertig?' Ich brauche bloß noch meinen Ueberzieher.

Also kendrickl Weiß denn Niemand, wie e* kam?'

Ich erzähle er Ihnen im Gehen,' erwiderte der Polizist, der Thür zuschreitend.

So, nun bin ich fertig. Das ist ja ent­setzlich! Dorthin?' fragte Grantley, al« Wagsteff den Weg nach Bramley Croft'« Hause einschlug, während die Wohnung de« Kassirer» in entgegen­gesetzter Richtung lag.

Ja sein Körper wurde in Mr. Croft'« Wohnung gebracht, man fand ihn nicht weit davon.'

Dann hättet Ihr Doktor Scheele rufen sollen statt meiner, Wagsteff,' meinte der Arzt zu ihm gewendet.Ihr wißt doch von dem Bruch zwischen mir und dem Fabrikbesitzer "

Ich hätte e« gethan, aber Doktor Scheele ist auswärt«.'

Dann allerding« ging e« nicht ander». Aber um wieder auf diese Geschichte zu lammen wissen Sie nicht» Genauerer?'

Beide Männer schritten eilig die Straße hinunter in der Richtung auf Bramley Crost's Wohnung, i» war fast sechs Uhr, ein grauer, kühler Morgen; Doktor Grantley knöpfte seinen Rock fest zu, und eine langen Schritte zwangen den dicken, kleinen Polizisten fast zum Laufen.

Langsamer, bitte!" keuchte er.War ich xxoon weiß? Nicht viel Croft'» Leute waren bei Tageranbruch im Garten, um die Dekorationen abzunehmen, und einer von ihnen sah einen, wie er glaubte, Betrunkenen an der Ecke bei der Sparbank I iegen sie gingen hin und fanden Kendrick'r Leiche, da» Geficht nach oben gekehrt, auf dem Rasen.'

«Richt möglich! Und war er irgendwie verletzt?'

,Am Racken hat er eine häßliche, blutunterlaufene Stelle wie von einem Steinwurf oder Schlag mit einem harten Gegenstände. Ein Kampf scheint nicht stattgeftmdm zu haben, und Uhr und Weich-

Landwirthschaftliches Fest des Kreisvereins Marburg.

Marburg, 11. Juli Ziemlich groß war die Zahl bet Delegicten uxb Bereiusmitglirder, welche geftere hier zur 48. Geueraloersammluxg des lauLwirthschaft- liche« Ceitralvereix« für bin Regierungsbezirk Cassel zusammengekomme» wäre«. Die am gestrigen Vor mitt-ge gepflogere» V.rhandlvng u nahmen der erwünscht!u Verlauf. Der Direktor be8 laxdwtrth schaftliche« Centralvereins Cassel, Herr von ber MalSburg, begrüßte zunächst die Auwesendm und hieß die Vertreter her Staatsregierrnz willkommen. Er erwähnte, daß infolge der Nothlage von eilet größeren Festfeier Abstand genommen ist, desto mehr sollte aber diesmal den wisilnschaftlichen und technische, Aufgaben de« Betet« S gedient werde». Von geschäft- lichen Angelegenheiten brachte ber Herr Vorsitzende zur KenLtxiß, daß in Fulda eine Molkeresichule errichtet worden ist und daß »ach Schluß der Ver- samwlusg eine Neuwahl des Vertreters im Land- wirthfchaftSrath stattzvfinde» habe. Hierauf ertheilte et dem Herrn Laudesrath vr. Kuorz - Cassel, welcher das erste Referat übernommerr harte, das Wort Letzte genannter verbreitete sich irr ca. einst rindiger, inhalts­reicher Rede überDie Cntschädignngspfltcht des Staates bezw. ber Provinzial- oder Kommunal Ver- bände für an Seuchen gefallene oder Wege» Seuchm- Lerdachts getödtete Viehstücke mit besonderer Berück- fichtignng des Regierungsbezirks Cassel'.

könnte, daß bei de» ständische» Bertretunge» ei« warmes Herz für

schäft schlägt.

Für de» mit sprach Herr von Anwesenden Dank Sitze». An das Referat schloß 'sich eine lebhafte Diskussion, während ber zunächst Herr vr. «irstei«. Berlin für eine Entfchädigungkpflichtbei Schweiueseuchen eintrat u«b seine Ansicht über deren Feststellung aus­sprach. Er glaubt, daß der Staat, wen» er vielleicht an )er Extschädiguxgspflicht mit 25 °/0 participire, mehr jur Unterdrückung bet Schweinesenchen thu» und die Einfuhr besser regeln würde. Den» wenn ber Staat

Der Redner, welcher zunächst über das Prinzip der Entschädigungspflicht sprach, hob besonders hervor, daß ma» von Anfang an in der Thatsache der Polizei- lichin Anordnung der Tödtnng senchenverdächliger Thiere eine LegrLttdnug ber staatlichen Pflicht zur Entschädigung der Eigevthümer erblickt habe. Das Prinzip der Versicherung sei erst später bei der wegm ihres überaus schnelle» Verlaufs eige»aitigen Milzbrandftuche hinzugekomme». Zuerst hatte man die staatliche Pflicht über Entschädigung nur dann «erkannt, wen» eine Seuche bei dem auf polizeiliche Anordnung getödtete» Thiere nicht festgestellt war, da es sich hier eventuell um werthvolle Thiere handelte, bei denen die Anordnung der Tödtnng einer Expropriation ihres Eigenthümers gleichkam. Um jedoch Verheim- lichuugenvorznbenge», wnrdespäter auch für solche Thiere tv. 7 ^iatz geleistet, bei denen Rotz oder Lungenseuche fest- ieu u. gestellt war. Nachdem sich der Herr Redner über die tos« Eitere Entwickelung ber Entschüdtzungspflicht-Gesetz Zunsch I*»« des Näheren ausgesprochen nnd über die

Wenn er tobt ist, kann ich auch nicht» mehr helfen, nur da» Unheil über mich reißen,' murmelte er-Freilich er ist die Möglichkeit da ber Funke einer Möglichkeit, baß er lebt unb war ist bann meine Pflicht? Narr, Schurke, ber ich bin, noch zu fragen ich gehe"

Mit energischer Bewegung riß er ein Schubfach heraus unb entnahm bentfelben hastig einen kleinen Jnstrumentenkasten unb ein Fläschchen mit Brandy; bann wandte er sich rasch zum zweiten Male der Thür zu. Schon lag seine Hand auf dem Griff, al» ein Ton ihn wie festgebannt stehen bleiben ließ e« war ber schrille, scharfe Ton feiner Nacht- glocke, ber ihm jetzt klang wie ba» Grabgeläut seiner eben gebetenen Hoffnungen. Wie Nebel legte es sich vor seine Augen, kalter Schweiß perlte auf feiner Stirn schon glaubte er bie niederschmetternden Worte: Eie find verhaftet! zu hören, schon fühlte er die schwere Hand de» Häscher» auf feiner Schulter, da» falte Eisen ber Handschellen an feinen Gelenken---

Hastig, fast wüthenb, schüttelte er bie Schwäche ab. Trotzig warf er ben Kops zurück, legte bie Gegenstände in feiner Hand wieder an ihren Platz unb zog feinen Ueberrod au», bann trat er leise ans Fenster unb blickte vorsichtig zwischen den Gär- einen unb ben Fensterläden durch auf die Straße. Ein Mann stand draußen vor feiner Thür, ihm den Rücken zuwenbenb e« war Jakob Wagst» ff, der Konstabler de» Orte», ein Mensch, der den Rus äußerster SchlauheU und Findigkeit im Aufspüren von Verbrechen genoß und auf diesen Ruf stolz wat ....

Ob Doktor Grantley irgend welche besondere Bewegung empfand, al» er Jakob Wagsteff sah, verrüth er durch keine Miene. Leise trat er zurück

Langsam schloß er die Thür wieder unb kehrte Zimmer zurück. Einige Augenblicke stand r «it still und sann.

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1 von alle» besten iwoll- rfiehlt 4250

6r hatte weder tobten noch?verletzen wollen, tt tonnte nicht« kriminell Strafbare« in seiner un< Mutigen Thai finden deshalb wollte er auch «n Menschen nicht bas Recht zugestehen, zu urteilen *?Lb iu strafen, feine Strafe sollten die Gewrssens- «ffe, bas Gewicht der Schuld, bas öbe, trostlose Eor ihm sein sein Urtheil wollte er vor « Höchsten Thron erwarten.

c^?8toaien Doktor Grantley'» Gedanken und Mtfchlüsse, al» er sich von dem Stuhl vor dem »min erhob. Ihn fror bis ine innerste Maik; er in« Nebenzimmer und warf sich dort, anpelleibet J er war, auf« Bett. Plötzlich durchzuckte ihn me neue Idee: wie, wenn der Mann doch nicht M wäre? Vielleicht hatte er sich bei seiner hastigen, Mftrjten Untersuchung getäuscht er erinnerte eine« Falle», wo ähnliche Symptome vorhanden Zweien und ber scheinbar Tobte doch wieder in» *«n zurückgebracht worden war. Seine Gedanken­welt verwünschend, sprang er empor, ergriff Hut ?°Rock und trat hastig vor die Thür, um zu dem Auplatz ber nächtlichen Scene zurückzukehren u i»l u? ee roar "ich! mehr Nacht braußen, da« graue ures bta be8 dämmernden Tage» hatte bie Schatten (rata Slrfut' Non sah man einzelne Passanten auf ben 8 praßen jetzt gehen hieß die Entdeckung

~6u«forbern, unb Entdeckung bedeutete fast sicheren

Herr Oberamtmann Vaupel-Ermschwert hat für die Verstaatlichung ber Biehverficheruxgen ei», Herr Generalsekretär Kerlaudt sprach für eine zwangsweise V!ehverficheru»g. Vo» ih« i» unserem Regierungs­bezirk axgestellte Erhebungen ergaben ba« Bestehe» von 385 Orts- und Kreisvereiuen. Sein Vorschlag geht nun dahin, diese gejammte» Vereixe zu cesttalisiren u»b vo» ber Regierung da»» für diese» Ceutralveret» eine» Zuschuß zu beanspruchen. Die ganze Diskussion gipfelte aber im Allgemeine darin, daß für Verhütung ber Schweineseuche sowohl im Reiche mehr gethan als auch die Einfuhr des Borstenviehs einer bessere» Coutrole unterworfen werde» müsse. Eine von Herrn von Stockhausen Trendelburg vorgeschlagene Resolution fand fast ein­stimmige Annahme. Dieselbe lautet:

I. Die Geueralversammluug des landwirthschast- licheu Centralvereius hält es für eine dringende Nothwendtgkeit, daß 1) im Interesse der Ver- hütrng der Schweiuekraukheiten die Anzeigepfltcht bezüglich der letztere» gesetzlich ausgeführt werde; 2) daß zur Sicherstellung der Anzeigepfltcht be» Besitzer» der erkrankten Thiere eine Entschädigung ans öffentlichen Mitteln gewährt wird.

H. Die Generalversammlung beschließt hiervon der Kgl. Staatsregierung mit der Bitte Kenntuiß zu geben, gleichzeitig dahin wirken zu wolle», daß zur Verhütung der Einschleppung von Viehkrank heilen die Grenze in schärferer Weise als bisher contiolirt oder gänzlich abgesperrt werde.

Nachdem eine halbe Stunde Panse gemacht war, erhielt der zweite Referent Herr Dr. Kirsteiu Berlin das Wort zu seinem Vortrage überrationelle Schweinezucht'. Der letztere bot recht viel des Interessanten und Belehrende». Herr Kirsteiu sucht daS zukünftige Heil der Landwirthschast in ber Viehzucht, unb bieS nicht mit Unrecht, wen» man in Betracht zieht, daß der jährliche Viehimport nach Deutschland 500 Millionen Mark beträgt dem ein Export von nur 50 Millionen Mk. gegenüber stehl. Wir besitzen schon allerleiVLhveieine,' nur noch keine olchen, bie sich mit Schweinezucht befassen. An einer Reihe von Beispielen legte Redner sodann bar, daß an solcher Zucht noch basschönste Stück Gelb' zu ver bienen ist. Eine Muttersau, bie jährlich 60 bis 80 Mk für Futter und ca. 40 Mk. für Stall, Stroh rc. kostet, bringt jährlich 80 bis 100 Mark leberschuß ein, wenn man normal annimmt, baß ie in 2 Jahren 5 mal je 10 Ferkel, bas Stück mit 10 Mk. verkauft, zur Welt bringt. Ein anderer Beispiel war, baß ein Besitzer in einem Jahre von

Anzeigen nimmt entgegen bii Expedition diese» Blatte», sowie di» Anuoncen-Bureaux von Haasmstein x. Vogler in ,

Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg und Wien; Rudolf aaa. feflürü Mosse in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. v 3

Daube u. Co. in Frankfurt a. M Berlin Hannover, Pari».

Wöchentliche Beilage«: Kursblatt für die Kreise Marburg ««- Kirchhain.

Diuck nnb3^bc^^ Aprditigg.chMarr?E^Fed"sprech^"Nr!°55^°^"^' Jllnstrirtes Sonntagsblatt. SprechsNmden der Redattion: 1011 Uhr Vormittags-