Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
schäft
. v
Lermttwortticher Redakteur: Friedrich Colbatzkh in Marbur». Sprechstunden der Redaktion: 10-11 Uhr Vormittag-
Srscheiut tätlich «6« «n Werktrzen «ich 6«ou xn> SiiittM«. — O»art«I-Abrmtt»«a»-Prrt» bei der krpe» bitt»» 8 Mt., bei allen KestLmteru 2 «. N W«. («ll. NeLrL,»ld). JuseratiaarieLSHr für di, «efpalt«« Zeil« »der deren Ran» 10 $f«., ÄeO«e« für di« Zell, 86$fg.
rverei »bered
Marburg,
Sonntag, 7 Juli 1895
gedenk«
"K JH157 s«»v.
Expediten t Mar Fernsprecher" Nr!"B^or6nrfli Jllustrirtes Sonntagsblatt
U Druck and Verla,: I o h.
Redaktion und das Fei
Anzeigen nimmt entgegen di« Expedition diese, Blatte«, sowie dir Annonceu-Bureaux von Haasenstrin u. Vogler in vvv rv «
Frankfurt i M., Caffrl, Magdeburg und Men; Rudolf AAA. fcttOTQ
Moste in Frankfutt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L.
Daube«. Co. in Frankfurt a. M., Berlin Hannover, Pari».
Gesuntz llbUtr
(35g xci« »nshalb« en. H r müffg st zurüj
[<lä rtar.f
HM- Auf das neue Quartal werden «och Bestellungen auf die „Oberhessische Zeitung" von allen Postanstalten und Landbriefträgern, hierorts von unserer Expedition angenommen.
Die bereits erschienenen Nummern dieses,
en bitt juig die letzten Nummern des vorigen Quar- tals mit dem Anfänge des Romans „Wir
d.A. Illnni
M*
chlis
Das ist aber nur die eine Seite der Medaille
lichev
Die weiblichen Arbeitskräfte werden — darüber kann
>urg.
KU
eine Vergütung von drei Mmk wöchentlich gewährt wird. Unmittelbar nach beendeter Lehrzeit bringt »an es seit?» auf einen Verdienst von neu» Mark
t-. 54 tgegen ichf.- i :daerw«
find Menschen" werden auf Wunsch kosten frei nachgeliefert.
94
108 1C 8
110
105
103
103
101
umsonst zu arbeite». Manche Geschäftszweige fordern ein halbe? Jahr Lehrzeit, »ährend welcher
104
101
101
68
21
W
1 J
66
8 Zeitgemäße Betrachtungen.
(Nachdruck verboten.)
Sommer ist's, in Flur und Feld Ruht des Sturme» Tosen, Rosig nur malt sich die Welt, Denn noch blüh'» die Rosen. Frieden herrscht in Flur und Hain, Und im goldnen Sonnenschein Tanzen vor Vergnügen, Tausend Eintagsfliegen!
Herrlich prächtig ganz famo« Ist'« in Sommerstagen, Licht da» Leben, leicht da» Loo», Das wir zu ertragen.
Fröhlich ziehn die Menschen Io«, Strecken sich in» weiche Moo», Wachen oder träumen Unter grünen Bäumen.
Sommer ist'» und höher noch Steigt die Sonnenscheibe, Daß ste's mit der Hitze doch Etwa« übertreibe!
Und der Tag wird schwül und heiß, Bon der Stirne rinnt der Schweiß, Allvieweil wir hatten 30 Grad im Schatten.
In den Mienen steht'»: Bekannt Ist was wir bedürfen, .
Unser Durst nahm überhand, Laßt un« schlürfen» schlürfen! Laßt un« schlürfen Rosenduft, Krischen Trank und frische Lust, Die un« wrrth und theuer Ist Luch ohne Steuer!
Sommer ist'«
l*/8 1 IV« 35/6 35,8 13/4 i 13/6 l’/t l’A
) »Vi 'N 23/4 IN
1«/1 1C«
93/, 69
IV« 104 31/4 100 71/6.11-7 23/6 - 03
i»/<| 86
die Woche. Bei einer Bezahlung für den Tag er- n_, wirbt die Aufäugeri» 5 bi, 8 Mk. wöchentlich, .11*1 währe»d tüchtige ältere Arbeiterirneu es auf 9 bi»
12 Mk. bringen; unter tüchtig verstehr man aber iu 1 Berlin sehr viel. In einige» Geschäftszweigen, z. 8. ' der Mäntelkonfektio», verdienen geübte, geschickte | Arbeiterin«-n bis zu 15 Mk. wöchentlich, auch Wohl | «ehr, wenn sie die halbe Nacht mit zu« Arbeitstage
rechne». Solche Ausnahmen find nicht maßgebend.
>0 1 8 Gewöhnlich bringe» sie es nicht höher wie au ' neun Mark."
83/1
l’/> '109
mSgenutzt. Daß dies in so hohe« Grade möglich us gut st, dazu trägt indessen nicht zum kleinsten Thetle
Ntl™ Der „Segen" des Konfektions- Handels.
irte» $ aatürlil gebrarm :ch fei» Sesch«
[358 rennet >d.____
l
mtfl# i« auch der Arbeiterführer und Millionär fbinger Näheres berichten — auf da» Schamloseste
* „Die Löhne der Mäuteluäheriune» sind jetzt ehern Standpunkte avgelaxpt, der wirklich nicht übersckrilte» werde» Icn» * So äußert sich -o»«ta! „wohlwollevd" daS Organ der Konfektionshändlcr, Minute«^ „Kcnfelttcnär". Gegen da» Festhalte» des geradezu schemiose» „SiandpurkteS" hat also dar Koufektioueorga« avscheineud nicht? einzuwenden; »ur „überschritten" soll er nicht werde». Und wie jämmerlich sieht dieser „Standpunkr" auS! Der „Konfektionäi" theilt darüber da? Folgende mit: .Mäptelnäherinue«" habe« vier Mouate lang
die Soukurreiz der Frauen md Töchter cu? bessere« Ständen bei, die vielfaw „für die Geschäfte" arbeiten, um sich Taschen- oder Garderobengeider zu verschaffen. Die andere Seite der Medaille weist aber auch on: den Umstand hi», daß durch diese Ausnutzung weib- l eher Arbeitskräfte der Gesellenstand und do? Handwerk im Gavz>» uugeh-uer geschädigt wird.
Wo der Konfektionär direkt mit seinen Arbeiterinnen oerk.hrt, er Part er fich auch noch die Zwische, meister Gr Winne. In den meisten Fällen aber liegt die Vermitt lung wohl in bin Hände» solcher abhängiger Meitzer, und wie traurig e» auch mit de« Verdienste dtesir bestellt ist, ersieht men au? der nachstehende» Notiz der Fra« Jbrer'scke« „Gleichheit":
„Schmachvolle Löhne, so heißt es dort, zahlt die Leipziger Weltfirma P. ihren Arbeitern und Arbeiterinnen. Für das Nähen eines Damenmantels - das Zuschneiden, Knopftochnähen und Bügeln geschieht im Geschäft selbst — erhält der Zwischenmeister 2 Mk. Für die Auslagen an Maschinengarn, Seide, Zwirn, die ungefähr 25 Pfg. betragen, muß er selbst auf- ko mm en. Nach der Versicherung eines Zwischenmeisters bat ein Mädchen mindestens einen vollen Tag an einem solchen Mantel zu ar: eiten, da dessen Nähte sämmtlich eingefaßt werden muffen. Man kann fich vorstellen, welche armseligen Pfennige die Näherinnen pro Tag verdienen, wenn der Zwischenmeister, der bei dem Geschäft doch nicht leer ausgeht, pro Mantel nur 1 Mk. 75 Pfg. Lohn erhält."
Nun ist bekanntermaßen die „Mameidravche" »och gar»icht einmal die am schlechteste» löhnende; in der Herre»konsektio» liege» die Siege oft noch weit schlimmer, und ix der „Wäschebraiche" wie im Wollwaarenzeschäft ist der vom „Konfektionär" geschilderte „Standpunkt" schon wesentlich „überschritte«". Man wird sich, allo nicht wundern dürfe», daß die Sozialdemokratc» sich dieser Sache axxehmen und zunächst die Beseitigung des Zwische»meistersyste»r, daun aber die Einrichtu«g vo» Betriebs Werkstätten durch die Unternehmer fordern. Daß sie mit dieser Forderung Glück haben werden, ist nicht anzunehmen. Die Thatiachr, daß die Konfektionäre bereit? in billige» Gebirgsgeoeide» »och viel billigere hau?- industrielle Arbeitskräfte suchen, zeigt, daß fie fich mit der gerühmten „Rührigkeit" auch ohne viel städtische Arbeitert»ue» einzmichte« willen» find.
Mit einer Arbeitseinstellung ans diese« Gebiete wird also vermuthlich nicht viel erreicht werden. Will man aber hier ernsthaft Wandel schaffe», so giebt e« »ar ein Mittel, aber ein Mittel, da? nicht versagt: die Einführung de? Befähigungsnachweises, die ZwangSorganisatio» der Handwerker.
Das Ende der sozialdemokratischen Bergarbeiterbewegung.
♦* Am 14. Juni 1889 empfing Kaiser Wilhelm bekanntlich im Berliner Schlöffe die Führer des da- ma igen Bergarbeiterstreikes, die „Heroffen" Schröder, Bunte und Siegel. Schröder hielt die Ansprache an Kaier Wilhelm, er sagte: „Wir fordern, w«s wir von uuserk« Vätern ererbt haben, nämlich die achtstündige Scktcht." Schröder befand fich auf dem Gipfel seiner Macht. Eine» Streik, wie ihn Deutsch lond noch nickt gesehen, halte er mit seinen Genosse» evifl-mmt, 120 000 Bergleute hatten die A-beit nieder- xelegt; die im sozialdemokratische» Geiste geleitete» Bergarbeiter Organisatioueu erfreuten fich einer täglii > wachsenden Mitoliederzahl; stolz verkündete« soztai- demokratische Blätter, daß 50 000 Bergleute organi- sirt. das heißt den sozialdemokratischen Verbänden beigetrete» seien. 3m Großen und Ganze« waren diese Zahle» richtig; der rhei«isch - westfälische Verband zählte 25000 Mitglieder, der Rechts- sckutzv rein im Saargebiete brachte es bi? au 15000. Die folgcr-.de» Jahre verliefe» nich ohne StteikS, aber nur et» Theil der Bergleute folgte der Fahne Schröder'?; die Streiks giige» verloren; die Kaffe» wurden geschwächt und die Verbände gelockert. Als vor wenige« Jahre« in dem Saar gebiete der Rechtsschntzverei» die Bergleute in de» frivolste» aller Streiks hetzte, da brach der stolze Vereis vollständig zusammen; das große Versamm lurgSlokal wurde veraukttonirt und vo» de» Verein ist keine Spur «ehr zu entdecke«. Der rheinisch- westfälische Verband verlor von Monat zu Monat Mitglieder, die Leiter deffelben kamen auf die Idee, die Hüttenarbeiter mit aufzunrhmen. Er war v;r gebe»?, die Mitgliederzahl schmolz immer mehr zusammen; sozialdemokratische ReichStagkabgeordnete wurden herangeholt, um Propaganda für de« Ver band zu mache»; die Reise de» Abg. Legten kostete ein großes Stück Geld, »ötzte de« Verbände aber nicht?. Mit 4000 Mitgliedern von denen aber höchsten? zwei Drittel die Beiträge entrichteten, fing er da» neue Jahre an; mit Roth und Mühe kamen sie Gelder für de» iuternottoualen Pariser Bergarbeiter Kongreß zusammen; die sechs deutsche» Del girte» spielte« eine sehr klägliche Rolle; vo» Pari? zutückgekehrt, ko»»te« fie keine anständig be luchte Versammlung mehr znso mm »bringe», u« ihre» Bericht zu erstatte». Die Bergleute wollten die abgestandenen sozialdemokratische» Phrase« nicht »ehr hören. Schröder ist jetzt wegen Verdacht» be» Mei»-
cids verhaftet, mit ihm Ioh. Meyer, der Kassirer be» Verbände» und die Seele der ganze» Bewegung. Am letzten Sonntag im August soll die Generalversammlung de» Verbände» stattfinde»; auch nicht das geringste Iutereffe giebt fich für dieselbe, i« der auch die Wahl be? Vorstände« zu erfolge» hat, ku»d. Noch nicht 1000 Stirn» e», so jammerte neulich ei» Bergarbeiterführer, werde» abgegeben werden; da» Schicksal be? Verbände» ist bei dieser Jntereffelofigkest besiegelt, wen» er auch im August vielleicht nicht formell zusammenbricht, innerlich wird e? geschehen; die Sozialdemokratie ist um eine furchtbare Schlappe reicher.
Deutsches Reich.
* Merlin, 5. Juli. (Tagesbericht.) Die Kais er i» begab fich bei ihrer Ankunft auf der Wildparkstatio» heute Morgen direkt »ach dem Neue« Palais. Se. Maj. der Kaiser wird bei seiner morgige« Ankunft ix Stockholm vom König vo» Schwede» begrüßt werde» und a« einem Diner im Stockholmer Schlöffe theilnehme». Am Sonntag Morgen soll ei» Ausflug »ach de» Schloß GripS- holm folge», wo ein Frühstück abgehalte» und daS Schloß befichtigt wird, sodann wird der Ausflug zur See »ach Schloß Drott»i»gholm fortgesetzt u»d hier da« Diner ehegeeommcn werden Montag soll ein Ausflug nach dem Skokloster unternommen werde». Der Aufenthalt i« Stockholm soll etwa sechs Tage dauer». — Reichskanzler Fürst Hohe»lohe hat bei seinem Besuche i» Straßburg i. E. die dortige Kunst- und GewerbeauSstellung wiederholt befichtigt, ebenso die Gemahlin de? Reichskanzler». Heute Abend hat da? Reichskanzlerpaar Straßburg wieder verlasse» und fich zmrächst nach Bayer» begeben. — Etienbahsmiuister Thiele», der einige Zeit a» ehern Fvßübel litt, ist nahezu vollständig wiederbergestellt. — Freiherr v. Hueue ist »ach be« „Volk" bereits eodgiltig zum Direktor der neu zu gründende» Ce»trala»stalt zur Förderu»g des genossenschaftliche» Personalkredits bestimmt werde». — Der „Reichsanzeiger" meldet amtltch, daß dem Major ä, la suite der Armee Leutwein die bisher interimistisch bekleidete Stellung als Kaiserlicher LandeShauptma«« vo» Deutsch - Südwestafrika endgiltig übertrage» ist. — Beim deutsche» Bot- chafter in Pari» fand geßera Abend ei» Tiner zu 24 Gedecke» statt, au welche« außer andere« Persönlichkeiten der Senats p?ästde»t Challemal-Loeour, der Kammerpiästdent Briffo«, der Krtegsminißer
Die Damenwelt Trägt nur Helle Kleider, Freundlich, wie es uns gefälltz Doch auch schleppend, leider! Leicht, als schwebte fie zum Tanz, Wirbelt fie mit Elegan Auf zum Himmelsdome Tausend Staubatome.
Staub und Hitze, Sonnenschein, Zephyr, leis' und milde, Einen fich so allgemein Jetzt zum Wetterbilde;
Dann und wann kommt auch in Fluß So ein jäher Regenguß, Dieser stört, Wie schade, Jede Promenade.
Sommer ist'», die Reisezeit Hat nun auch begonnen, Viele find schon marschbereit Ihrem Krei« entronnen, Sie genießen, traumhaft still, Bergeiluft und Waldidyll Oder find im Bade Fern am Meergestade.
Herrlich, prächtig, inttessant Ist'« im Großen, Ganzen, Blauer Himmel, Sonnenbrand Und die Mücken tanzen;
Allenthalben rauscht'« un« zu: Wieder hat Europa Ruh'. Kein ergrimmter Stretter Schreckt fie auf!
Ernst Seit««.
Mr find Menschen.
Autorifirte llebersetzung von M. Behne.
(Nachdruck verboten.) (Fortsetzung)
„Es scheint fie sehr zu amüfiren — weiß gar- nicht warum —" meinte DogglcS laut „Hoffent- lich gefällt Mr. Crost der Hut und die übrigen Sächelchen und hoffentlich bezahlt er die kleine Rechnung ohne Anmerkungen. Anmerkungen macht er gar zu gern. Ich will mir doch erst mal ’ne Pfeife anstecken —".
Er zog die von Mr. Crost erhaltene Liste der Gäste aus der Tasche, machte einen Fidibus daraus, ohne einen Blick darauf geworfen zu haben und zündete am Heerdfeuer seine kurze Pfeife damit an, dann begab er fich, seine Pakete auf den Armen, in da» Vorderzimmer, da« zugleich al« Gaststube diente.
Ebe« kam Molly wieder herunter und trat zu ihrer Mutter in die Küche.
„Gehst Du heute nicht zu Herrn Kendrick?" ragte diese. Molly hatte seit einem Jahre das Amt übernommen, die elegante Junggesellenwohnung ce« Kassirer« der Sparbank zu reinigen und in Ord- nung zu halten.
„Nein Er sagte, ich brauche heute und morgen nicht zu kommen. Er würde schon schicken, wenn er mich nöthig hätte."
„Ist wohl auf Besuch gereist," meinte die Mutter, >a« verschmitzte Zwinkern in Molly» Augen nicht bemerlenb. Da» Mädchen antwortete nicht.
5. Kapitel.
Se wäre schwer gewesen, zu sagen, «a» Mr Bromley Trost bewöge« hatte, am Abend seine»
=*!gF—SB „ ■
fünfzigsten Geburtstage» eine große Soiree zu geben. Er war nie das gewesen, was man einen Gesell- fchaftsmeuschen nennt, und man hätte also fehlgegriffen, hätte man gewähnt, er handele heute ohne ganz bestimmten Grund. Die Meisten dachten freilich, er wolle nur die Creme ter Gesellschaft HelmshearS und Umgegend einmal bei fich versammelt sehen — kaum Jemand ahnte, daß es ihm darauf ankam, die neuen Beziehungen zwischen seiner Tochter und Herrn Philipp Kendrick in entsprechend großartiger Weise der Welt zu verkünden, so wie e» einem so wichtigen Ereigniffe zukam, und jedenfalls freuten sich Alle ohne Ausnahme, daß Bramley Crost fich entschlossen habe, endlich eine glänzende Gesellschaft zu geben, und daß fie zu derselben geladen worden seien.
Mr«. Black, die Haushälterin, hatte die betteffende Eröffnung von Seiten ihre» Gebieters allerdings mit Bestürzung entgegengenommen, ihre Seele beruhigte fich indessen schnell durch die fernere Mit- tHeilung, daß Re die Sache garnichts anginge, da Dekorateure, Traiteure und andere Persönlichkeiten au« der nahen Stadt alles Röthige besorgen würden, was denn auch geschah.
Der ersehnte, fett Wochen besprochene und belutschte Abend kam. E« war ein schwüler Tag gewesen, Nebelschleier verhüllten den Mond und ließen nur hier und da am Himmel einen glänzenden Stern durchfunkeln. Kein Lüftchen regte fich, •egungtlo« hingen die langen Reihen der buntfarbigen Lampion» da, fich in schillernden Gewinden von Baum zu Baum, von Zweig zu Zweig ziehend, sich vurch da« Dach und um die Pfeiler der Veranda, um die hohen Bogenfenster und Säulen de« Wohnhaus«« schlingend... Sie warfen ein warme«, zarte« Licht »der die wie grüne Sammetteppiche