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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

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OatVuta.

Freitag, 28 Juni 1895.

Kryeigm nimmt entgegen bi« Expedition dieses Blatte», sowie di» Annoitcen-Bnreanx von Haasmstrin n. Bögler in Ssirrt a. M., Kassel, Magdeburg »nd Men; Rudolf in Frankfurt a. M., Berlin, München «. Köln; G. L. Daube u. To. in Frankfurt a. M., Berlin Hannover, Pari».

XXX. Jahrg

Für das Handwerk.

* Sannet mehr „kleine Mttel" zur Hebung de» Handwerks tauchen jetzt auf, je weiter da» enfige Mittel, das zur Gesundung de» Handwerks führ-n kaa«: die ZwangSinnung mit dem B-fähtzungk» nachweis aus dem Gesichtskreise entrückt wird. En neuer Vorschlag lautet: „Ärvn u«g von W:rk„e- nossenschaften für daS Handwerks Die Für precher dieser ganz gewiß gutgemeinte» Aostalten lasier darüber sich folgendermaßen aus:

„Die Werkgeucsseuschaft für Beschcffarg von Werkzeugen und Arb irsmaschin'» ,u gemeiuso:ner Benutzung ist diejenige, welche vrn den Feh-in anderer Genoffeufchafte», z B Produktiv, Rohstoff oder Magoztnginossenssrafteu keinen besitzt. Sie ist diejerige, welche den EixeLuutz am wenigsten heraus fordert und befördert; sie gebraucht kein n Lager- Halter, der in seine eigene Tasche wirlhschaftea kann, und die Tüchtigkeit u»d Brauchbarkeit der Werk- Meisters zeigt sich schon in den ersten 14 Tage« Sie kommt nicht i« Hi Versuchung, überlangen Kredit zu gebe«, de»n die Löhne für gebrauchte Straft und Maschiren müssen wie die SrveitSlöhne all wöchentlich gezahlt werden. Keiner kau-' dem Andern in die Bücher sehen, den« Jeder arbeitet in der töenossenschastS-Werkstatt nur, was er gerade ge brauchen kanu, und ob dies viel oder wenig ist läßt gar k-.inen Schluß auf seinen übrigen Betrieb zu. Sie braucht verhä'taißmäßig wenig Anlage­kapital und gar kein besonderes Betrieb! kapital, da sie ja nicht BetriebSgenoffeuschaft ist, noch sein soll »b da jeder Handwerker ja nur die Maschinen ausnützt nach seinem Betriebe und seinem Beliebe», llrd so bleibt Jeder, war er war, nämlich Handwerker und Herr i« seinem Betriebe."

Ga«z ohne Zweifel würde die Errichtenz solcher Genossenschaften jede Förderung verdiene», wenn man nur annetzmeu dürfte, daß sie sich lebensfähig er­weisen. Wir glauben aber nicht recht an diese Lebensfähigkeit. Diejenige» Handwerker, die „kcpital kräftig" find, würden dem Unternehmen sich fern halb n; sie brauche» solche Ger offenschaften gar nicht. Die wtrthschaftltch schwacher- Meister aber sind nicht im Stande,nueh nut das angeblich „wenige" Anlage- und Betriebskapital aufzndrtnge». Gewiß mag es einzelne stärkere Innungen geben, die genossenschaftlich in der empfohlenen Weise vorzugehe« vermöchte»; allein dem Gros der Handwerker würde damit in keiner Weise gedient sei». Sollen derartige Einrichtungen »ach allen Seiten segensreich wirke» und nicht wieder

Wer auf die „Oberhesstsche Zeitung" zu abonuireu geneigt ist, volle uns seine Adresse augebe», worauf ihm das Blatt

OS* vis znm 1. Intt gratis zugestellt werde» wird.

Vir sind Menschen.

Autorisirte Uebersetzung von M. B e h n e.

(Nachdruck verboten.)

Motto:

Auch der Beste der Menschen strauchelt auf dem rauhen Pfade der Pflicht und in dem tiefst Gesunkenen lebt oft noch ein göttlicher Funke, den nur die Liebe, die ew'ge zu wecken vermag.

M. Harald.

1. Kapitel.

.Heulend fegte der Wind von Westen her über die öde, wette Moorfläche und jagte durch die engen, fast menschenleeren Straßen des alten Fleckens Helmshear. Hier und da glimmte wie ein Fünkchen ein schwacher Lichtschimmer durch die dicke, neblige Atmosphäre; auf dem schmalen Trottoir hatten sich schmutzige Tümpel gebildet, die kleine Bäche trüben WafferS in die Rinnsteine entsandten, und wie ein farbloser, dichter Schleier hüllten die Nebelmaffen Häuser und Bäume ein, ihre Umrisse nur undeutlich erkennen lassend. Es war der dritte Tag unftrund­lichen, trostlosen, melancholischen Wetter«, trotzdem da« Jahr 1880 erst bi« zum September vorge. rückt war.

Die einzige Thurmuhr, deren sich Helmshear erfreute, schlug zehn. Geisterhaft schaurig und dumpf hallten die Schläge durch die dicke Lust, und kaum

nur bin überhaupt schon gut sttuirte» Meister» Bortheil br ngen. so fub sie eben nur auf ber Grundlage der ZwavgSiniusge» wögl ch. Die Losung dt-.ser Jn- nnwgtx lautet: „Alle für Einer, Etuer für Alle"; jetzt heißt er: „Jeber in seine» eigene» Topf', liefet Ceterum censeo also lautet »ach wie vor: ohne ZwangSorgaetsatto» ist dem Hanbwerker auch auf dem so»st so segensreichen und verheißungsvollen geuofleuschastliche« Gebiete n cht zu helfe».

Deutsches Reich.

* Keilt», 26. Juni. (Lagerbericht.) Wie aus Kiel berichtet wirb, fand gestern Abend auf der Kaiseryicht „tzohexzoller»' «in größere« Diner statt, zu wetesem n A. geladen waren: Prinz Ludwig von Boy t», der Erbgroßberzog von Oldenburg, Gras Görtz, Graf Dougla«, Graf Hahn, Professor Otze», Marinen aler Salzman», Gutsbesitzer von Schiller, mehrere Admirale und die nächste Umgebung des Kat ers. Später wohnte der Kaiser einem Herren­abend i» der Marincaka^emir bei. Heute beteiligte fitz der Monarch auf seiner Dacht „Meteor' an der R-gatta. Abend« sollte tw Kieler Hasen ein großer Blumenkorso stattfinde», an welchem die Boote sämwl- licher Kriegsschiffe sich betheilige» sollten, wozu bk Boote bescnders dekorirt waren. Nach dem Blume», korso gedcchte der Kaiser einer Einladung des Admirals Kirkland an Bord des amerikanischen Flaggschiffes „New Aork' zum Diner zu entsprechen. Der Kaiser wird bis nach der Abreise der Kaiserin, welche am Montag oder Dienstag erfolge» soll, in Riel ber bleiben. — DaS Befinde» Ihrer Majestät ist andauernd günstig. — Zur Nord reise unseres Kaisers wird berichtet, daß derselbe sich tu der schweri tche» Hauptstadt vom 3 bis 7. Juli aufhalte» wird, um sodann der durch ihre alterihüslichen Kirchen und Ruine» berühmt « Handelsstadt Wirty auf Goth land eixm Besuch abznstattiU. — In Straßburg i. Els. ist heute früh der Großherzog von Baden zur Besichtigung der Gewerbeauestellnng etngetroffe». Die Rückreise erfolgte am Nachmittag. — Herzog Ernst Günther zu Schleswig Holstein, der Bruder unserer Kaiserin, Hauptmann st la suite des AeneralstabeS der Armee, ist unter Versetzung zu de» Offiziere» ä la suite der Armee mit der Uniform des Generalfiabes und unter Be lassung ä la suite der 85. Infanterie- Regiments zum Major befördert. Sein Patent als Ritt­meister datirt vom 30. Mai 1891. — Dem Erb­prinzen zu Hohenlohe-Schillingsfürst,

erreichte ihr erstickter Ton die Ohren der beiten Männer, die j tzt eben von einer der nach Norden führenden Chausseen her in die Straße des Flecken« einbogen. Beide standen einen Augenblick lauschend still, und der Eine von ihnen zählte halblaut die einzelnen Schläge.

Einen wenig vei trauenerweckenden Ein druck machten die beiden Fremden, wie sie so dastansen. Grobe Wollhemden und grobe Röcke, auf denen sich der herunter sickernde Rebel in dicken Tropfen gesammelt hatte, deckten nothdürftig ihren Körper; ein unge- pflcgter, wüster Bart beschattete theilweise ihr Gesicht, während ihr Haar, soweit e« unter den groben Wollmützen sichtbar wurde, kurz geschoren war bi« tief in den muskulösen Racken herunter. Augen­scheinlich hatte das Paar schon einen weiten Weg zurückgelegt, denn ihre Schuhe waren ausgetreten und mit Schmutz bespritzt. Beide Männer mochten etwa 40—50 Jahre zählen, beide waren untersetzte, vierschrötige Gestalten, denen man die rohe Kraft ansah. Der linke Aermel des Emen hing schlaff von ber Schulter herab, al» habe der Eizenthümer oeffeiben einen Arm verloren, und zuweilen ging ein Zucken durch den ungeschlachten Körper wie von großem physischen Schmerz.

„Zehn!' sagte er jetzt mit rauher, tiefer Stimme. Es war entschieden der am schuftigsten Aussehende von Beiden, und der von Natur schon abstoßende widerwärtige Aurbruck seines Gesichtes wurde nicht verbessert durch den finstern, scheuen Blick der schwarzen Augen unter den dicken, überhängenden Brauen. E« war ein wüste«, verbissenes, trotziger Gesicht — eins, in beut man vergeblich je nach einem Zug von Erbarmen, von Milde und Güie suchen würde — eins, dem Verworfenheit und Niedrigkeit den Stempel aufgedrückt hatten . . .

dem älteste» Sohn« be« R-itz»kauzleis, Rittmeister ä la suite ber Armee, ist ber Charakter als Major berliehe» worbe». — Der fdt einigen Monate» im Auswärtige» Amte beschäftigte Dr. Buntiller ist zum Regier«-gSrath ernannt und bem Gouverneur Do» Der tsch-Ostafrika beigegeben worden Er wirb bie Reise »os Ostafrika wahrschtinlich zusammen mit bem Grnver»eur von Wißman», bisse» Begleiter er seit Jahre» war, i» wenige» Tage» autreten. — Zu« Nachfolger be« verstorbene» BezirksrichterS in Ostafrika, Rönnenkamp, ist Assessor Raffel ernannt. Da ber Oberrichter Eschke mit Urlaub i» die Heiwath abgereist ist, werbe» bem neuen Bezirk» richtet melsiitige G-schäf e obliege».

«* (Zur Stellage-Interpellation) im Sb-geordneienhause schreibt bie „Krzztg.', daß bie Erörterung über baS Jirmwese» erfreulicher Weise - ne« viel sachlichere» Charakter getragen hat, al» es nach bem Wunsche eiliger ratioialliberaleu Kultur- käwpfer, insbesondere deS Abg. v. Eynern geschehen sollte. In der That wäre für bie Förderung ber so noth-enbige» R form be» JrrenwrsenS sehr wenig Nutze» auS ber Debatte erwachsen hätte ma» sich lediglich darauf beschränkt, einen Vorstoß gegen die Alexia»» und da» katholische OidenSwesen überhaupt zu mache». Die Versuche, welche, wie schon erwähnt, Herr v. Ey-ern in dieser Richtung unternahm, fanden weder bei dem Minister, noch bei den übrige» Parteien Gegenliebe. Dr. Bosse behandelte die Frage vielmehr in durchaus sachlicher Form und gab die erfreuliche Erklärung ab, daß au einer Reform des Irre» wesen« schon seit längerer Zeit gearbeitet werde. Die von dem Herrn Kultusminister in Aussicht ge stellten Maßregeln dürften die wesentlichste» Uebel- stä»de abzuhrlfe» wohl geeignet sein, wenn sie auch nicht alle Wünsche ber Unterzeichner des bekennte? Aufrufs belleffesb Reform deS Jrrenwesens erfüllen. Ob die bescheid ne Summe von 8000 Mk. für bie llr-tersuchungSkommisfion ausreichend fein wird, er scheint n»8 allerdings zweifelhaft, indessen der Herr Fixonzm »ister wirb für eine so wichtige Sache auch wohl größere Mittel bereit stellen.

* (Vom Preußenfresser Dr. Sigl) vom „Bayerischen Vaterlanb' kommt eine fonberbare Kunde. Er sammelt Material, um die Anmxo» Bayerns, durch Preußen zu befürworte». Er ist über die Haltung der boyerischeu Regierung in ber Währung»frage so verstimmt, baß er erklärt: „AnberS wäre es auch dann nicht, wenn in München statt io vieler Minister ein preußischer Obeiprästdeut refibirte; aber billiger.'

„Zehn!' wiederholte er mürrisch. „Sechzehn Stunden, seitdem wir une fortgemacht haben, und ein Hundeweg!'

„Ja — besonder«, wenn man so aus der Uebung ist wie mir," gab der Andere höhnisch auflachend zur Antwort.

„Vorwärts! Jetzt ist keine Zett zum Bummeln!" murrte der Erste wieder, und mit frostig hochgezogenen Schultern und schleppenden Schritten setzten die Beiden ihren Weg fort in die Statt hinein.

„Weißt Du, wo er wohnt?' fragte der zwette Sprecher im Weiterschreitcn.

„Nicht genau, aber ich weiß ziemlich Bescheid und kann'» erfragen '

„Wie geht'»?'

„Schlecht! '» brennt höllisch. Na, wir find beinah da.'

Die Unterhaltungsgelüste des Paares schienen befriedigt zu sein, stumm trabten fie wieder neben einander her durch den Koch.

Fast zehn Minuten lang führte ihr Weg fie durch das Armenoiertel der kleinen Stadt. Alle Wohnungen hier lagen in tiefer Dunkelheit; in den krummen, einsamen Gaffen schien der Nebel und die Fmsterniß noch dichter zu sein al» auf dem freien Felde, woher fie kamen. Planten sie irgend etwas, was das Licht scheute, so hätte e» keiner besonderen Vorsicht bedurft, denn weit und breit war kein Mensch zu sehen .... Einmal, als sie ein kleine» Gehöft paffirten, stürzte ein Hund hervor und knurrte drohend hinter dem verschlossenen Thor- wege — der dem Thiere zunächst gehende Mann trat witthend nach ihm und stieß einen Ton au«, der wie das Murren einer gereizten wilden Bestie klang, worauf der Hund in laute», wüthende» Gebell ausbrach.

* (Mariaberg.) Wie die .Kölnische Vikztg." btt, ist bie Pacht MariabergS durch die Rhein- )inz auf zwei Jahre beschlossen. Die JahreSpacht ägt 35000 Mk. Die Provinz hat baS Recht, Pachtverhältuiß um weitere zwei Jahre zu ver-

* (Zur Eharakterisiruug ber Pariser Stimmuug) sei folgende Ente servirt: Der Kieler Sonderberichterstatter des „GauloiS" versichert tu diesem Blatte mit erschütterndem Ernst, ein hoher deutscher Seeoffizier habe ihm eröffnet, bie „Bayern" und „Brandenburg" würben im nächste« Jahrs unter Führung bes Admiral» Knorr ober Reichs einem frauzöfiichen Kriegshafen beu Gegenbesuch abstatte», und der Admiral würde bei dieser Gelegenheit ei» eignhänUgs Schreibe» Kaiser Wilhelms an Faure und be» Schwarzen Ablerorben für den Präsidenten dir Republik mitbringeu.

♦ (D er „Reichrauzeiger") veröffentlicht de» Kaiserlichen Erlaß betreffend dir Einrichtung und den Geschäftsgang der Kaiserlichen Kanalamts, bas für die Unterhaltung und den Betrieb des Nordostsee- Kanals zum 1. Juli b. I. als eine dem Reichs amt des Inner» unmittelbar Nachgeordnete Reichsbehörds mit dem Sitze i» Kiel errichtet wird.

* (Vas Zuckerfyubikat für Deutsch- Ost a f r i k a.) Eine Konferenz be» geschäftsführenben Ausschusses beS Zuckersyndikats h t in Berlin im Beisein beS KolonialbtrektorS Kayser nnb beS Gouver­neurs v. Wißmanu stattgefundeu. ES würbe» »och einmal all: Bedingung n für eine gedeihliche Ent­wickelung des Unternehmens besprochen, nachdem so­wohl ber RegierungSoertreter wie ber Gouverneur ihm nochmals ihre Unterstützung zugestchert hatte», und bie Gruvbzüge für eine eventuell zu erthetlende Soozejfion festgestellt. Es hanb.lt sich bekcnniltch um die Gründung feiner Zucker- und Rumfasrik am Pangany, welche von b n Arabern das gebaute Zucker­rohr uster K nirakt aufkaufe» nnb verarbeite» wird.

♦ (Eine neue Expedition) zur Erforschung von Neugue.-e!', und zwar unter Führung der Herren Trppeubeck, Der schon früher t» Dienste» der Neu- „nirea-Kompagsie thätig war, mb Dr. Chimaun, ist ix Vorbereitung. Die nöthige» Summen find zum größte» Th-il bereits von der Neuguinea- Kompagnie, dem Auswärtige» Amt nnb bet deutschen Kolonialgesellschaft bewilligt.

** Affe», 26. Jnui (Bismarck.) Wie die „Rheinisch . Westfälische Zeitung" meldet, hat Fürst «st marck wegen Ruh.beüü fnisses den Empfang des Vereins deutscher Eise»hüttenleute ve-tagt Daher

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„Halt's Staul!' stieß ber Einarmige hervor, feinen Gefährten mit brutalem, wildem Blick messend. „Willst Du alle» Pack erst aufschreien?'

Der Andere brummte etwa» vor sich hin, und Beide eilten mit beschleunigten Schritten weiter. Sie bogen jetzt in eine breitere Straße ein; beim Nahen eines verspäteten Passanten drängten sie sich wie auf Verabredung hart an die Häuser und warteten bi« der Nahende vorüber und sein Schritt verhallt war, bann setzten sie ihren Weg fort, dem besseren Tyeile der Stadt zu. An schönen, vor- nehmen Häusern mit wohlgepflegten Gärten und kierbestreuten Wegen davor, führte sie ihr Weg vorüber; ein« der Häuser mußte ein besondere» Interesse für sie haben, denn plötzlich standen Beide strll und fchauten danach hinüber, obgleich in ber Dunkelheit kaum etwa» zu erkennen war. Das Gcbände, das das Interesse de« verdächtigen Paares erregte, war der Wohnsitz d-s Besitzers der großen Stahlwerke in Helmshear, des Mr. Bramley Crost, eines schwer reichen Manne«, dessen großartige Etablissement« halb Helmshear Beschäftigung gaben. Sein Haus war das schönste und prächtigste im -ranzen Kreise. Es lag fast 100 Meter von der Straße entfernt in einem Park der herrlichsten alten Eichen und Buchen, unter deren schützenden Zweigen sich saftig grüne Rasenflächen mit entzückenden Blumenbeeten in ihrer Mitte ausbreiteten . . . . ein kleines Paradies in dem räucherigen Fabrik­städtchen ...

Einen Augenblick starrten bie beiden Männer in ba« fast undurchdringliche Dunkel hinein, bas das Gebäude umgab, dann nickten fie einander grinsend W und schritten vorwärts. An den Park des Fabrikbesitzer« grenzte ein andere« Gebäude, kleiner und niedriger wie da« erste, aber neu, hübsch und