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Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für -ie Kreise Marb«rg «nd Kirchhai«
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achteckiger Bau mit hohem Giebeldach. Der Kaiser - mvtllox iß nach allen Seiten offen, inwendig mit flauer Seide ausieschlagen und mit Feustervorhängen an, schwerem gelben Seidendamast versehen. Tiger- und Pantherfelle bedecken den Fußboden de, Pavillon,. Die Ausstattung besteht an, Tischen und Stühlen von feinstem Strohgeflecht; reicher Blumenschmuck und Laubgewinde vervollständigen den Aufputz bei Lusthäuschen,, zn dessen Füßen sich ein vlumenparkett an,breitet, während kleine Baumgruppen auf ver- chiedenen Stellen der Insel angebracht find. Gestern stbeud fand die Probebelenchtnng statt.
Märchenhaft schön ist der Anblick, den fie gewährt, wenn ihre mit elektrischen Lampen bedeckten Felsen vielfarbige, L cht verbreiten, wenn da, Blumen »arkett vor dem Kaiserpavillo« in ein solches au, arbe» prächtigen Glühlampen verwandelt wird, und wenn bann bie elektrischen Scheinwerfer vom User an, mit ihrem Licht bie Insel bestreiche», während vom Lenchtthnrm an, ein Torpedosucher mit Hellem Schein die Paläste auf den Alsterufern beleuchtet. Da, Schauspiel, da, bie Insel bann bietet, ist ent- zückend. Und nun das Leben, da, fich gestern Abend
Lermtworüicher Rednttenr rFrirdrichColbatzkyin Marbura. Sprechstunden der Redaktion r 10—11 Uhr Vormittag,.
daneben zu jeder Seite eix Seestück, recht, die alte kurbraudenburgische Flotte, li»k, die deutsche Panzer- flotte. Die beiden kurzen Seiten de, Saales zeige» einerseits eine Ansicht der Nordwestküste Helgolands, anderseits eine Riesenkarte im Merian'sche» Stil vom „Ducatus Holsatiae" mit dem Nordostsee-Kanal. Die »ährend de, Festmahles spielende Musikkap-lle de, 76. Regiments wird ihren vo« Saale aus nicht fichtbaren Platz auf einer Seitengallerie finke», beten mit bem Saale kommunicireude Maneröffnungen zur Milderung des Klanges durch eins der fünf Riesen- bilder gedeckt find. Die Pfeil« r zwischen den Fenstern und den Gemälden find mit den Wippen und Flagge» aller europäische» Staaten geschmückt. Ein das Bild von Alt-Hamburg theilweise unterbrechender, mit Emblemen der Marine reich verzierter Baldachin be zeichnet den Tischplatz, wo der Kaiser fitzen wttd, und bildet zugleich das Portal, durch das die Aller höchsten Gäste in den Saal eintteten.
Der Bürgerschaftssaal, in be«, wie im Rath- Haussaale, ei» Theil bei Festtheil»eh«er speisen wirb, hat bie Dekoration eines mächtigen Zeltbaue, in hamburgischen Farben erhalte». Zu« Aufenthalt bet Gäste vot nxb nach dem Festmahl biene» fünf Säle, bie »ach be« RathhauSmartte hinauSgehe». Ihre Ausstattung ist nicht «ludet festlich, als bie bet beiben Speisesäle. Der mittlere sogenannte Thurm« saal zeigt einen kuppelförmigen, reich vergolbeten Plafond und rothsammetne Stoffbekleidung der Wände. Seine Fensterthür fuhrt in die Thurmlaube, wo ein Brustbild der Harnrnoxia angebracht ist. Die Göttin »Kd dargestellt, gelehnt an das Steuer des Staats- schiffe», die Mrgerkrone hernnterreichend. Der Mittel- balkon mit seinen ehernen Standbildern Karl, des Großen und Friedrich Barbaroffas ist mit Teppiche» neb Pflanzenbekoration an,gestattet. Der östlich vom Thnrmsaal belegene Saal erhält seine Hanptzierbe durch da, bet Handelskammer gehörige, vo» Pro- feffor Guffow gemalte lebensgroße Porttät Kaiser Wilhelm, n„ während im westlichen Saal die lebensgroßen Porttäts des Bürgermeister, Petersen und verschiedener anderer gegenwärtiger und früherer Senat,- mit glichet ihren Platz gefunden haben.
Die Alsterinsel, die menschliche Kunst mitten in der Binnenalster hat erstehen laffen, erhebt fich auf Pfählen, ihre Ufer bestehen aus künstlichen Felsen in »echselreicher Gruppirnng. Ans einer in das Waffer vorspringenden Landspitze steht ein Leucht« thur«, die getreue Nachbildung be, alten Cuxhavner LexchtthurmS. Unter diese« Leuchtthm«, etwas seitwärts, steht eine offene Halle von gefälliger Sanart; über ihr erhebt fich axf einem aus künstlichem Gestein hergestellteu Felsen der Kaiserpavillon, eix leichter,
schützt unser» Handel, wie er nie zuvor geschirmt worden ist.
Hamburg hat besondere Anstrengungen gemacht, um de» Kaiser und die Kaiserin und die fämmtlichen deutschen Fürsten würdig in seinen Mauern zu empfangen, eine Versammlung, wie fie die freie deutsche Reichsstadt noch nie in seinen Mauern begrüßt hat. Leider hat die Kaiserin wegen Unwohlsein» plötzlich absagen muffen, so daß auf da, so herrliche Fest, ba$ die hohe Gemahlin unseres Kaisers durch ihre Gegenwart verschönen sollte, ein trüber Schatten gefallen ist. Auch eine der ersten Familien Hamburg, ist durch den Tod der Gemahlin be, Bürgermeister, VerSmann in Trauer versetzt worben.
Das neue herrliche Rathhau», wo bet Kaiser nnb bie Fürsten, die hohen Gäste de, Kaisers vom Senate morgen festlich bewirthei werde», und bie zu Festzwecken errichtete Alster Insel mit be« Kaiserzelt beweisen durch den Reichthum der Ausschmückung den Stolz des Hamburger Patrizierthums, bem zu diesem Tage da, schönste und reichste an Ausschmückung eben gut genug erschien, wähvnd alle Bürger der Stadt durch den Schmuck ihrer Häuser wetteifern, das alte Hamburg wieder jung erscheinen zu laffen i« Grün der Gnirlanden und unter den flatternden F-heen und Wimpeln.
3m großen RathhauSsaale sind Decke nnb Wände zum Fest mit besonderem Schmuck versehen. Fünf Kolossalgemälde von der Hand des Hamburger Malers Carl Rodeck in breiter Gnirlanden - Umrahmung bedecken den oberen Theil der Wände. A» der LäxgS- wand, den Fenstern gegenüber, prangt Alt-Hamburg mit feinen zahlreichen Thmmen und der schöne»
in der Umgebung dieser leuchtenden Insel abspielte l Diese nach Hunderte» zählenden kleine» und große» Ruderboote mit ihre» festlich gestimmte» Jnsaff n. Hier ertöne» muntere Lieder, dort frohe, Lachen, Scherzworte fliege» vo» Boot zu Boot, kleine Dampf- pinaflen nxb größere Dampfer, bi, auf den letzte» Platz mit Fahrgäste» gefüllt, umkreisen geschäftig be» Kaiserliche» Jnselfitz, eine Militärkapelle läßt kriegerische und vaterländische Weise» erklingen und übertönt den vielsprachige» Gedankenaustausch, in dem sich die sechzehn verschiedene Stationen vertretenden Journalisten ergingen.
Erst gegen Mitternacht war der prächtige Zauber zu Ende. 3» eine« Nu war von der Insel, die noch eben im Glanz vieler tausend Flammen strahlte, nichts mehr zu sehen; ei» leichter Druck hatte genügt, den elektrischen Zanberßrom abzuschneidex und das leuchtende Eiland i» tiefes Dunkel verstnkex zu lasse», t» dem man nur die unbestimmten Umriffe der Leucht thurmS und der beiden Pavillon, erblicken konnte.
Ganz besonders prächtig find hier die Häuser geschmückt, dir dazu bestimmt find, den Kaiser und die Fürstlichketten aufzunehme». Priuzregent Luitpold von Bayern, der heute Abend hier eintrifft, wohnt beim Generalkonsul Dollrnaux, der König von Sachsex bei bem durch seine Wohlthätigkeit bekannten Fräulein Jexisch, bei König vox Württemberg bei Herrn Berkefelb, bet Großherzog box Baden beim Generalkonsul von Beereuberg-Goßler, der Herzog vox Gexna beim Rheder Slomann. Im Ganze» habe» 37 Fürste» nnb mehr al, 70 Minister nxb hohe Beamte bei Familien bet gastfreie» Hansestadt Unterkunft gefunden. Der Aufenthalt des Kaisers wird hier nur etwa sechs Stunden bauern, bie Kaiserliche Familie wirb fich auf ber Kaiserlichen Jacht versammeln.
Um 9 Uhr AbenbS begiebt fich ber Kaiser nach Abschretten ber Front ber am RathhauSmarkt aufgestellten Kriegervereine, gefolgt von den anderen fürstlichen Herrschaften und bem Senat, nach ber Treppe am »eefenbamm, von wo au» bie lieber fahrt nach ber Insel stattfindet. Die Sportboote habe» fich vorher geordnet, folgen ben Allerhöchsten Gästen und veranstalten bann eine Korsofahrt nm bie Insel. Lou 9—10 Uhr wechseln mit bem auf ber Insel stattfiubenbeu Promenaden-Konzert die SesaugSvorttäge des etwa 1000 Köpfe starken Chor, des Verbandes ber Hamburg-Altonaer Sängervereine vom Pobiurn am Slsterthore herüberklingend, ab. Um 10 Uhr beginnt bas in ber Nähe ber Lombardsbrücke vorn Waffer ans abgebrannte Feuerwerk.
So hat denn die freie Reichsstadt Hamburg, diese
des deutschen Kaisers nach Kiel, sondern auch dem Rufe deutscher Bürger zu den Festen ber alten deutschen Reich,- und Hansestadt gefolgt find.
Hamburg hat es von jeher verstanden, mit der elbstbewußten und vornehme» Pattiziel-Gastfteunb- chaft seiner reiche» Bürgerfamilien und mit der lemüthvollen treue» Art seiner Bevölkerung den »mischen Norde» würdig zu repiäfeutiren. Seine Vorfeier be8 großen nationalen Feste, gereicht nicht nur bem Kaiser nib ben brutschen BunbeSfürste», onberx auch ber Stabt selbst zur Ehre.
Hauptstätte internationalen Haxbel, nxb deutschen Unternehmungsgeistes, im harmonischen Zusammen wirken von Senat und Bevölkerung dem Kaiser, den deutschen BuxbeSsürsten nxb bex bernfexen Vertreter» ber frembländischen Regierungen eine Ausnahme ge- wähtt, wie fie in der ruhmreichen Geschichte dieser Stadt einzig basteht. So glänzend wie niemals zuvor hat fie fich geschmückt, da, schönste aber ist ber Jubel nxb bie Freude, bie alle, bie, ixS Leb ex rief, nm unserer schönen nnb herrlichen Vaterlande, nnb nm ber Sriebex,feier willen, zu der die Ser» tretet aller Nationen bei der Einweihung de» großen FriedexS- und Kulturwerke» nicht nur der Einladung
Der Nordostsee-Kanal.
Eröffnungsfeier den 21. Juni 1895, Der letzte Spatenstich geschah
An einem Riesenwerke.
„Zu Deutschlands Ehre steht es Zum Zeichen seiner Stärke!" Nordsee und Ostsee — welche Schau I Von Brunsbüttel bis Holtenau Nun ineinander rauschen!
Der alte Kaiser hat's geweiht, Der junge sieht's vollendet In dem Gedenkjahr großer Zett — Das Werk, das Segen spend-t; Das uns den goldenen Frieden wahrt, Viel tausend Schiffen kürzt die Fahrt Und Bölkerkraft verbindet!
Und sollte uns bedroh'n ein Feind, Tie Ost- und Nordseeflotte, Allnun in kurzer Frist vereint, Macht Feindestrutz zu Spotte! Zwiefache Kraft hat Doppelwucht — Drum laßt froh an der Kieler Bucht Zum Fest die Flaggen wehen!
Dort unter’m blauen Himmelszelt, In weiten Festeshallen, Soll dann dem großen Herrn der Welt Zuerst das Lob erschallen.
Denn nur fein Segen giebt Gedeih'». So füget denn den letzten Stein In des Allmächtigen Namen!
Und wenn hernach im stolzen Zug Die Schiffe der Nationen Vorbeizieh'n mit geschmücktem Bug Und bunten Mastenkronen, Ein Bild der Völker-Friedensfahrt — Dann Heil ihm, der den Frieden wahrt, Heil Wilhelm, nnserm Kaiser!
Bon einem andern Eorrespoudexten wird nn, weiter geschrieben:
□ Hamburg, 19. Juni, Abend».
Gewaltige» Leben herrscht heute tu bet prächtig nnb würdig zugleich geschmückte» alten Hansestadt. Unablässig trafen die deutschen Bundesfürsteu und anderen hohen Gäste ein, auf dem Bahnhofe von Hamburger SeuaiSmitglieberu nnb unter ben üblichen militärischen Ehren empfangen. Seht bebautet warb baS Fernbleiben ber direkt nach Kiel gereisten Kaiserin, auf deren Erscheinen fich bie Hamburger Damenwelt chon im Voraus lange gefreut hatte. Hamburg rietet al, Feststadt ben prachtvollsten Anblick bar, »ach verschiebenen Regenschauern in bat Morgenstunden strahlte heller Sonnenschein. Auf dem ganzen Ein- zugSvege de» Kaisers vom Bahnhofe bis zvm Rathhause steht man kein Haus ohne prächtige Dekoration, überall find im Mittelpunkt der Ausschmückungen die Kaiserlichen Initialen mit der Krone. Tausende von Schaulustigen bnrchwogten die Straßen und verweilten vot besonder, schön hervorttetenden Dekorationen. Alle Hamburger Schulen find geschloffen, bie Geschäfte schlossen Mittags. Am Bahnhofe und vor dem Rathhause stauten fich bie Neugierigen zu enormen Masse». Ebenso find nm das Alsterbasfin, wo die Doppelposten der Ehrenwachen vor einzelnen großen Hotels die Wohnungen der fürstliche« Gäste anzeigen, dichte Schauren von Schaulustigen gruppttt. Von der Alsterinsel her weht bem Beschauer ein Wald von Flaggen entgegen, ebenso von ben beiden im Alsterbasfin ausgeführten künstlichen Festungen, bie AbenbS als Gerüst für baS Feuerwerk biene» solle». Mittag» »»lernahmtn bie a»wese»den Bundesfürsteu und hohe» Gäste ix Begleitung von Mitgliedern des Senat» eine Rundfahrt durch Hamburg, von ben jubelnden Volksmassen enthusiastisch begrüßt. Die Kaisettafel int festlichen Rathhaussaale ist berechnet für 71 Gedecke, unter ihnen für 21 Fürsten und Prinzen und 10 Mitglieder des Hamburger Senat». Neber dem Platze be» Kaisers wölbt fich bet Thronhimmel, besseu zutückgeschlagene Stoffrnaffen in schweren Falten hetnieberwallen. Rechtwiucklig zur Kaisertafel stehen, von bieset burch einen breiten Gang getrennt, zwölf Marschalltafel». Vo» ber blenbenb weißen Fläche bes Damastes hebt fich schimmemb bet reiche Silbetschatz bet Hansestadt ab, untermischt mit kostbaren filberuen nnb filbeivergolbete» Prunkgefäße», 3arbhrierat, Schaalen n»b Kandelabern. ll»b mit bem Glanze be» Silber» und ber Ser« golbnng wechselt ber Schimmer be» Krystall». Vor dem Kaisetplatze prangen in einer kostbaren filbetnen Jardiniöre duftende Blumen. Beiderseits in einiger Entfernung strecken fich fast meterhoch neuuarmige filbeme Kronleuchter empor, prächtige und gediegene Kunstwerke und weiterhin reizvolle Schalen. Bequeme Seffel, überzogen mtt tieftothem Plüsch, stehen an der Kaisertafel, solche mit lleberzügen von getriebene« braunen fieber stehen an ben Marschall- tafeln. Vierhundert Gebecke ffnb im Kaisersaal aufgelegt. Hinter einer großen Karte des Nordostsee« Ra. al», mit welcher al» Kulisse bie eine Schmalwanb be» Raumes bespannt ist, nimmt bie Tafelkapelle Aufstellung. Bon großem Reiz ist auch bet sogenannte BÜtgetschastSsaal, in welchem 200 Gebecke aufgelegt fiub. Zeltattig ist bie Ausstattung an Decke und Wänden erfolgt 6» fehlt auch nicht an Silber in gediegener Ausführung und auch nicht an kunstgewerblicher Bronze. Glänzende Räume stehen den Gästen vot ber Tafel zum Aufenthalt zur Verfügung. Je »Sher bie Stunde der Ankunft des Kaffer» und seiner ällesten Söhne heraniückte, nm so mehr verdichtete die Menge fich in den Sttaßeu, bi» schließlich mit Mähe eine Gaffe für die Wagen frei zu halten war. Auf dem festlich geschmückten Bahnhofe war die Ehrenwache mtt der Regime »tSmustk aufgestellt,
Marburg,
Freitag, 21. Juni 1895.
Ueberschrift: „Da pacem domine in diebu* nostris", „Gieb, Herr, Frieden in unsere Tage";
Die Eröffnungsfeier des Nordostsee- Kanals
(Orijinalbericht der „Oberhesfischen Zeiturg'.) II.
Warfeier te KamSurg.
ZL. Hamburg, 18. Juni.
Hamburg, die ehrwürdige Vertreterin des deutschen Handels, hat in ihren Mauern eine Vorfeier, gewisser maßen als DaukeSkuudgebnug de» HandelSstaudeS dem deutschen Reiche dargeboten, während auf dem Kanäle selbst die marinepolitische Bedeutung des Werkes zum Ausdruck gelangen wild. Aber auch an der Feier auf dem Kanal selbst werde» die beide» hervorragendsten Vertretet der deutschen Handelsmarine, die Hamburger Packetfahrt-Gesellschaft und der Norddeutsche Lloyd theilxehrnex. Wie Hamburg die Vorfeier, so wird Bremen eine Art Nachfeier veranstalten, denn der Norddeutsche Lloyd hat Ein ladungen an die Mitglieder des BundeSratheS und de» Reichstage» sowie an eine große Anzahl Ber treter ber Presse ergehen laffen zu einer Fahrt auf ehern feiner eleganten Schnelldampfer „Kaiser Wilhelm II.", bie am Sonnabend, den 22. Juni, unmittelbar nach Schluß der Feierlichkeiten h Kiel «getreten und um Kap Stagen nach Bremerhaven gehen soll. Auch Lübeck hat die Festgeuoffen ehge- laden zum Besuche der am 21. Juni zu eröffnende» Deutsch- Nordischen Handel», und Industrie- Ausstellung, so daß die bedeutendsten deutschen Hafenplätze mit einander wetteifer», fich an der Feier zu bethettigex xxb auch ihrerseits der Freude über die große Förderung, die der deutsche Handel bmch ben Kanal erfährt, AuSbruck zu geben.
Die brutschen HaudelSstäbte wffsex au» eigener Erfahrung, wa» bie junge deutsche Seemacht für fie bedeutet. Noch find eS nicht 50 Jahre her, da wehten noch dreizehn verschiedene Flaggen vo» be» deutschen Schiffen, selbst Rostock und die oldenburgische Grafschaft Knipphauseu führten ehe eigene Flagge. Die au» zwölf Kriegsschiffen bestehende kleine dänische Flotte konnte nicht nur den preußischen Handel, sonder» auch den der Hansestädte lahmlegen, ein einziges dänisches Kanonenboot genügte, um den Hamburger Hafen zu blöderen. Wie ganz anders steht da» Reich heMe mtt feiner Flotte da; ehe einzige Flagge, die kaiserliche, weht über fie und
H»ck und Verlag: Jok Aug. Koch, IlniversitätS.Buchdruckrrci in Marburg. ff'M ffM-
Redattioo und Expedition: Marti 21, Fernsprecher Nr. 65; UUKV
Erscheint täglich außer en Werktagen »ach Doun- nur Feiertagen. — Oxartal-NbounementS-Prei» bei der «xpe- litten 8 M., bei allen Postämtern 2 Mk. SS Psg. (exkl. Bestellgeld). JuserationSgebühr für die gespaltene Zeile »bei deren Rau« 10 Psg., Reklamen fit die Zelle 25 Psg.
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition diese» Blatte», sowie die Annoncen-Bureaux von Haasentzeiu u. Vogler in vvv Frankfurt a. M., Gaffel, Magdeburg und Wien; Rndolf ÄzLÄ. ^slllslg Moffe in Frankfurt a. M., Berlin, München «. Köln; G. L.
Daube u. Eo. in Frankfurt a. M., Berlin Hannover, Pari».