Einzelbild herunterladen
 

t»fe*.

(3661

er-

i*w

Är. 2, her

Heil-

Erlen-

[uelle, nen, in,

rasser

nnen, asset,

«rach, nnen,

anen-

Itahl-

Hsen-

ania- and and

ahn- iion-

Borg inen r in

5990 «O

:rcm, elche sich Gesang, ttfailigtj päteveU

i 1497

Ni DM pfg npel :hsst. er-

MchM Zeitung.

Wöchentliche Beilagen: Krcisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

M 139

*** Imb' ^pMbn ti 2L Fmispikch« Rc.. Jllnstrirtes Sonntagsblatt

Brrontwortlichrr Redakteur: Friedrich Colbatzky irr Macaar«. Sprechstunden der Redaktion: 1011 Uhr Vormittaz».

Marburg, Sonntag, 16. Juni 1895.

2Nch«iat tLßlich exfcn an BttKeg« -rch vor«- and Feiertagen. Qaartal-Wauna-mtg-SrNs fei der $Dw tz'Liaa 8 Rk., fei «Leu B»stÄarern 2 Mk. Ä Pfg. («kl. Bestellgeld). Jus«rati»u»,ebLhr für die zeipaün» Zeile »der deren Rau» 10 8fl» Se*men fik di« A-il« 85 $fg.

Anzeigen nimmt entgegen di» Expedition dieser Blatte», sowie di« Armoncen-Bureaux von Haaseustein u. Vogler in vvv Frankfurt a. M., Tasiel, Magdeburg «ud Wien; Rudolf 2L2LÄ. ryQürU Moste in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L.

Daube a. Co. in Frankfurt e. M., Berlin Hannover, Pari».

cal offen. «e»d.

ser

eher i« auch i, ittfe ab: [3698

Die preußischen Staatsminister seit 1814.

Bei der große» Mannigfaltigkeit der Regier- MilyStigk-it und der künstliche Orgauisatio» der Mze» StaatSmaschi«e bedarf eS nicht um einer Ageordneten Gliederung der vecschiedeuen Regier- gSgebicte, sonder« für j>deS einzelne Gebiet auch ich! tüchtiger Sachverständiger zur Ausführung der jesouderen Geschäfte. DaS war bei der Einfachheit kr vergangene« Jahrhunderte »och nicht der Fall, M die Regierung hatte für wenig zu sorge», uvd tige kleine Anzahl von Beamten genügte für den zrsammten Dienst. Erst im Anfang dieses Jahr Mdeits wurde» für die verschiedenin Interessen und Vgtlegenheitm unter der Leitung je eines Ministers ^sondere Abtheiluuge» eingerichtet, die aber im Laufe

Zeit mannigfache Verwandlungen erfuhren.

3» Preuße» wurde» durch KabinetSordre vom j, Juni 1814 gebildet die Ministerien deS Inner», kt Polizei, der auswärtige» Angelegenheiten, der Weges, der Justiz und der Finanzen. Schcn drei Sichre später, am 3. November 1817, wurde von km Ministerium des Inner» der Zweig für de, Wltus, de» öfftntliche« Unterricht und dar Medizin al- srse» abgetrennt urd daraus das Ministerium der Mliche», Unterricht?, und Medizinal«ngelegeuheiteu Mdet. Am 11. Januar 1819 wurden die Mini- teilen des Inner» und der Polizei vereinigt. Nahezu 30 Jahre bliebe» die so geschaffenen Verhältnisse bestehe». Durch Allerhöchsten Erlaß vom 17. April 1848 trat das Ministerium für Handel, Gewerbe »b öffentliche Arbeiten ins Leben, u»d wenige Loche» später, am 25, Juni 1848, wurden hiervon Me landwirthschaftliche» Angelegenheiten getrennt; fit diese wurde ei« eigenes Ministerium geschaffen. Die Verwaltung der Domänen und Forsten, seither utt dem Finanzministerium verbunden, ging am 7. siugust 1878 auf das Ministerium für die land- vitthschaftliche» Angelegenheiten über. An demselben tage wurde auch die Verwaltung der Angelegen, selten von Handel und Gewerbe von dem Ministerium str Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeite» los Plöst und zu einem selbstständigen Ministerium um« zewandelt.

Die gegenwärtige« Mnister eingerechnet, haben in Ganze« seit de« Jahre 1814 143 Minister an kr Spitze deS Staates gestanden, und zwar 20 Mnister des Innern, 25 Minister der auswärtige» Ingelegenheiten, 22 KriegSminister, 18 Justizminister, 11 Finanzminister, 14 Kultusminister, 13 Minister ffc Laudwtrthschaft, Domänen und Forsten, 7 Minister

der öffentlichen Arbeiten und 3 Minister für Handel und Gewerbe. Verhältiißmäßig am längste» haben die Minister der öffentlichen Arbeite« ihre Stellung eingenommen; jeder von ihnen hat durchschnittlich 7 Jahre und 6 Monate an der Spitze seines Ressorts gestanden. Die Minister für Handel und Gewerbe habe» durchschnittlich 6 Jahre, dir Minister für geistliche, Unterrichts- und Medizinal. Angelegenheiten durchschnittlich 5 Jahre und 9 Monate, die Justiz Minister durchschnittlich 4 Jahre und 8% Monate, die Minister de» Inner» durchschnittlich 4 Jahre und 2*/z Monate, die Finanzmiuister durchschnittlich 3 Jahre und 91/2 Monate, die Kriegsminister durch schnittlich 3 Jahre und 9 Monate, die Minister der auswärtigen Angelegenheiten durchschnittlich 3 Jahre und 4 Morate und bi; Minister sür Landwirthschaft, Domänen und Forsten durchschnittlich 2 Jahre und 2 Monate ihre hohe Stellung eingenommen.

Am meiste» haben die Minister während der Wirre, des Jahres 1848 gewechselt. 3* diesem einen Jahre gab e» »een auch zum Theil nur interimistisch, 5 Minister deS Innern, 8 Minister der auswärtige« Angelegenheiten, 7 Kriegsminister, 5 Justizminister, 4 Ftnanzminister, 3 Minister der geistlichen, Unterrichts» und Medizinal-Angelegenheiten, 2 Minister sür Landwirthschaft, Domäne, und Forste, und 2 Minister der öffentliche» Arbeiten. Die längste Amtsdauer haben aufzuweisen von den Ministern des Innern v. Schuckmann (vom 3. 3nni 1814 bi» zum 11. September 1830), von den Ministern der auswärtigen Angelegenheiten Fürst v. Bismarck (vom 8. Oktober 1862 bt» zum 20. März 1890), do, de» Kriegsministern v. Roon (vom 5. Drzbr. 1859 bis zum 9. November 1873), von Justizminister, Dr. v. Kircheisen (von 1810 bi» 1825), von de» Ftna»z«i,istern Camphausen (vom 8. Oktober 1869 bi» zu« März 1878), von de» Minister» der geist­lichen, Unterrichts und Medizinal. Angelegenheiten Freiherr v Altenstei» (vom 3. November 1817 bis zu« 14. Mai 1840), von den Ministern für Land- wirthschaft, Domäne» und Forste» Dr. Freiherr v Lucius. Ballhausen (vom 14. Juli 1879 bis zum 14 November 1890), von de« Minister» der öffent lichen Arbeite» Freiherr v. d. Heydt (vom 4. Dezbr. 1848 bis zum 18. Mai 1862) und von den Minister» für Handel und Gewerbe Fürst v. Bismarck (vom 13. September 1880 bi» zum 31. Januar 1890).

Bon den gegenwärtigen Ministern haben ihre Stellung inne: der Minister de» Inner« v. Köller seit dem 29. Oktober 1894, der Minister der aus wärtigenAngelegenheitenFürstznHohenlohe. Schillings fürst seit demselben Tage, der Kriegsminister Bronsart v. Schellendorff seit bt« 17. Oktober 1893, ber

Justizminister Schönstedt seit dem 15. November 1894, der Finanzmiuister Dr. Mqnel seit dem 26. Juni 1890. der Kultusminister Dr. Bosse feit de« 24. März 1892, der Minister für Landwirthschaft, Domäne» und Forste» Freiherr v. Hammerstein Loxten seit dem 9. November 1894, der Minister der öffentlichen Arbeite» Thielen seit dem 26. Juni 1891 und der Minister für Handel nnd Gewerbe Freiherr v. Berlepsch seit dem 31. Januar 1890.

Deutsches Reich.

* Perliv, 14.Juui. (Tagesbericht.) Gestern ivormittag besichtigte der Kaiser auf dem Bornstedter Felde bei Potsdam das Regiment der Gardes du Corps und das Leib Garde Husaren-Regiment. Mit dem Monarchen wohnten auch Erzherzog Franz Salvator von Oesterreich u»d Prinz Friedrich Leopold von Preußen der Besichtigung bei. Später folgte eine Gefechtsübung der ganzen aus Berlin und Potsdam zusammcngezogenen Garde > Kavalleriedivtfio», wozu auch 4 Batterien der 2. Gar e FeldartillerieregimentS, zu Fuß und dar Garde Jägerbataillon herangezogen wäre». Nach einem Parademarsch der Kavallerie begab sich der Kaiser mit de» Erzherzog Franz Sal­vator au bei Spitze deS Regiments der Garde» du- CorpS nach der Stadt und nahm darauf da» Früh­stück beim Offizierkorp» deS Leibhusareniegiment» ei«. Die Kaiserin wohnte heute de« Ausbringen der großen Glocke der Keffer Wilhelms Gedächtnißkirche bei. Staatssekretär Dr. von Stephan ist mit seiner Gemahlin, welche in Kis singen die Kur ge­brauchen will, daselbst eingetroffe«. Der ehemalige Kanzler in Kamerun, Leist, der durchUrtheil deS Disziplinarhofes aus dem Reichsdiensie verab­schiedet wurde, hat sich hier als Rechtsanwalt nieder gelassen und gestern vor dem Oberverwaltungs-Gericht in einer erheblichen Streitsache (Objekt 12000 Mk.) plädirt und ei» obsiegendes Erkenntniß »stritten. 3« Berlin ist der Admiral a. D. Kinderling gestern gestorben. 3» Metz ist die Nachricht eingegenge», daß dieKaiserin nebst den Kaiserlichen Prinzen in der Mitte August auch einige Tage im Kaiserlichen Schloß Urville wohne» wird. Gleich- zeitig gewinnt dadurch das Gerücht, der Kaiser werde am 18. Angnst der 25. Gedenkfeier der Schlachten n« Metz beiwohne», an Wahrscheinlichkeit

* (Die ReichSregiernng und Fürst Bismarck.) Seit langer Zeit nimmt der , Reichs - angeiget einmal wieder das Wort zur Besprechung einer Aeußerung bei Fürsten Bismarck. Da» amtliche Blatt schreibt mit Bezug auf bie letzte Rede des Fürste»: ,3» der Ansprache, die Fürst Bismarck i»

Friedrichsruh am 9. b. M. a» den Zentralausschuß des Bundes der Landwirthe gehalten hat, war u.A. die Rede von Minister», die am Amte ,liebte," und ich von der Ministerwohnung nicht trennen könnte». Ziefer Passus ist mehrfach in der Presse auf den

Staatsminister v. Bötticher bezogen worden. Wie rrthümlich diese Bezugnahme ist, ergiebt sich au» »er Thatsache, daß Herr v. Bötticher bereits i« Februar 1890 nach zehnjähriger Thätigkeit an. bet Spitze des ReichkawtS der Inner» dem Fürsten Bis­marck den Wunsch ausgesprochen hat, aus seine» Semter» entlassen zu werde», und daß Fürst Bis­marck selber ihn damals im Dienste zurückgehalte» hat. Auch später hat Herr v Bötticher wiederholt eine Entlassung erbeten, welche ihm jedoch nicht lewährt worden ist, wie unter Andere» aus uach- olgendem Allerhöchste» Handschreiben her vorgehrt: .Mein lieber Staatsminister v. Bötticher l Schon mündlich habe Ich Ihne» zu erkennen gegeben, daß 3ch Mich außer Staude sehe, Ihrem Gesuch um Entlassung aus Ihren gegenwärtigen Armier» zu entspreche». Sie wissen, wie hoch 3ch Ihre Ver­dienste schätze, welche Sie Sich in einer längeren Reihe von Jahren um das Reich, wie um Preußen erworben haben, und ich kann, zumal unter den gegenwärtigeu Verhältnissen, nicht auf die Hilfe einer so bewährten Kraft, wie Ich sie in Ihnen besitze, verzichten. Ich halte mich auch versichert, daß Ich nicht vergeblich Ihren Patriotismus anrufe, wenn Ich an Sie die Aufforderung richte, auch fernerhin Ihre Dienste in Ihrer jetzigen Stellung Mir u,d dem weiteren wie dem engeren Vaterlande zu widme». Ich verbleibe Ihr wohlgeneigter Wilhelm R. Ber­lin im Schloß, den 29. März 1892. Au de« Vizepräsidenten des Staatsministeriums, Staats- Minister des Inner» Dr. v. Bötticher."

(Bimetallistisches.) Ter PariserTempS", der für offiziös gilt, schreibt:Man glaubt in sehr gut unterrichtete» Kreisen, daß die deutsche Regierung gleich »ach der Einweihung deS Nordostsee-Kanals de» Mächte» Eröffnungen bezüglich des Zusammen­tritts einer Münzkouferenz in Berlin mache, wird. Ma» behauptet sogar, daß der Kaiser nicht abgeneigt sei, den Sitzungen derselbe, zu prästdireu. Ma» weiß jedenfalls, daß Wilhelm II. sich gegenwärtig sehr viel mit der Währung? frage beschäftigt und daß er sich eine Reihe bimetallistischer Schriften au» England kommen ließ." Wir müsse» dem Pariser Blatt die Verantwortung für diese au sich nicht un­wahrscheinlichen Nachrichten überlassen, liefere eigenen Informationen gehen dahin, daß zum Herbst jeden­falls eine deutsche Aktion zu erwarte» steht. Daran »erben auch bie verzweif, ltsterr Anstrengungen ber

8 Zeitgemäße Betrachtungen.

(Nachdruck Verbote».)

Ein Ruf erklang durch'» Deutsche Reich: Nun Zähler geh und zähle Stand und Gewerbe allsogleich, Daß auch nicht einer fehle.

Der Zähler setzte sich in Trab Und lief Trepp auf und lief Trepp ab, Von Stufe ging'» zu Stufe Zur Zählung der Berufe.

Wenn ich nun fo ein Zähler wär, Ich zählte und taxirte Den lieben Bürger ungefähr Just so wie er sich führte.

Ein paffend Handwerk fänd ich schon Für jeden deutschen Erdensohn, Da» würd' ich niederschreiben So ganz nach seinem Treiben- Zum Beispiel, wer auf dieser Well Ganz ruhig fehlen könnte, Wenn ä la Treuherz für sein Geld Nimmt WucherzinS-Prozente, Der Andern schon viel Sorge schuf, Der hat den häßlichsten Beruf, Dm bösen Widersacher Wenn ichKravattenmacher". Wenn Einer etwa» abgefeimt Regiert durch böse Geister, Den Nächsten sozusagen .leimt*, Dann schreib ich .Tischlermeister* Wer im Geschäft sich redlich nährt Und gut bei seiner Arbeit fährt, Dm kann ich nach Gebühren

Als gutenFährmann" führen. Wer Rose» sich in» Dasein webt, Ist ein geschickter Weber, Wer Andern eine Grube gräbt Da» ist ein .Grubengräber'. Schenkt mir ein Wirch den Krug nicht voll, Dann thut er dar, wa» er nicht soll; Ec schneidet und ist leider Für mich statt Wirch einSchneider." Ein guter.Maurermeister* ist, Wer sich ein Heim begründet, Indem er nicht da» Glück vermißt, Wo er sich wohl befindet.

Wer sich in Fleiß sein Gut erstritt, Der ist des eigenen Glücke»Schmied', Er hat in allen Lagen Sich weidlich durchgeschlagen.

Wer hinblickt auf bei Andern Preis MU neidischem Gefühle Und doch die Welt zu täuschen weiß. Ob seinem wahren Ziele, Dem schreib ich in Beruf und Stand: Er ist ein aller .Comödiant', Indessen wir erkannten Dm bösen Jntriguantm!

Wie bring' ich nun de» Hauswitth» Thun In den Beruf»-Anzeiger, Wenn et bie Miethm steigert nun, So wird er .Obersteiger' Das Alles schrieb ich wöttlich hin; Indes da ich kein Zähler bin, So müh' ich mich nicht weiter Um dm Beruf!

«ruft Heiter.

Die Badekur.

Siebenziger Errinnerungen von G. v. Rohrscheidt.

(Nachdruck verboten.)

Da lagen wir nun einsam und allein in deckender Erdenmulde hinter einem altersschwachen Feldzaun und ließen da» alberne unaufhörliche Geschieße der französischen sogenannten Vorposten über uns er­gehen ; leidlich geduldig, denn hier that es uns keinen Schaden, die Bleivögel strichen harmlos Über unfern Häuptern hin, und ber erwähnten Einsamkeit war die eine» vorgeschobenen Unteroffizierposten» von zehn Mann gemeint. Eine kurze Strecke hinter uns lag ein kleiner giftgrün bewachsener Weiher ohne Schwäne, auf dessen Fläche dafür als Verzierung ab und zu eine singende Ehaffepotlerche klatschend ausschlug. Recht» und link» breiteten sich ohne be­sonderen landschaftlichen Reiz nützliche Kartoffeläcker au», in denen e» ununterbrochen bis zum tiefen Nachmittag spritzte und summte, alldieweil die ge­liebten Rothhosm an einem ihnen augenscheinlich recht lästigen Ueberfluß von Taschenmunitionen litten Wir konnten und wollten ihnen nicht ant­worten, denn auf derartige unvernünftige Entfernungen schießt sogar heute nicht einmal ein Rauchschwacher auf einzelne Erdenbürger, geschweige denn einer ber damaligen sehr rauchkräftigen Zündnadelonkel. Der einzige über und über genügende Postenvor dem Gewehr' lag lang auf dem Bauche und über­sah vom Rande ber Mulde aus da» ganze Borge lände wie ein Kartenblatt; von Überraschungen, wie auch Patrouillengang bei Tage war keine Rede Abgesehen von dem bewußten trockenen Regen mußte mau da» Wetter, klaren warmen Septembersonnen­

schein, lobend anerkennen, und unsere Stimmung war auch nicht Übel, hatten wir doch an diesem Morgen in einem famosen Gefecht den Herren Parisern die Ellbogenfreiheit außerhalb der Stadt um ein Beträchtliche» verkürzt. Daher stammte auch wahrscheinlich die Knallwuth der neuen feindlichen Vorposten. Allmählich ließ aber auch dieser Feuer­eifer nach, und nur ab und zu purrte ein gelang« weilte« Bleistift chen in ber schönen Welt umher.

So, nun ist's Zett, an bie nöthige Verpflegung zu denken,* sagte Sergeant Schloß, unser sehr be­liebter und tüchtiger Vorgesetzter,ich gebe ein ge­höriges Stück Speck zur allgemeinen Verfügung her, und dort wachsen bie vorzüglichsten Kartoffeln! Wer hat von euch etwa» zuzubrocken?'

Ich, Herr Sergeant, habe Salz und Pfeffer!" Ist schonroa«!"

Ich habe ein halbe« Dutzend Zwiebeln I*

Sich da, ' wird immer besser!"

Und ich habe noch von gestern ein Huhn im Kochkessel," tief Scholz erfreut, sich jetzt erst diese« tröstlichen Umstandes erinnern.

So, wohl für fünf Sou» gekauft?" brummte Schloß mißtrauisch mit entsprechender Handbewegung.

.Nein, Herr Sergeant, '« hat mich einen ganzen Frank gekostet!'

Desto besser I Siebt« auch nicht große Spatzen für elf Mann, giebt8 doch ne feine Fleischbrühe zu den Knollen!'

,3 f) bctibe eine Büchse Kaffee, ein halb Pfmck sichet!' .Vortrefflich!'

.Und ich eine Flasche Raspall!'*)

*) Äränteriiqner feinster Sorte.