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Wöchentliche Beilage«? Kreisblatt für die Meise Mard«rg «nd Kirchhain
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stfex, die wir dem Reichsamt der 3n»rr< wohl nux »träne« dürfen, würde aber doch wieder ei«e reich che Zeit vrrstreiche», bevor er »öglich wäre, eine
«»Quell« zn schöpf n scheint, die aller „3»»u»gS- ßvärrneret" bar find, wird bei de« Zusammentritt
»eitere» 3ahre» deS Verheißen» und Harrens „der iltet* erscheine« und neue ,E qaden* nöthig mache» Bote. Bei all der groß« Uebung im Enquete
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Mene» Handwerkervorlage wohl i» Nebel ze - sffe» sei».
Ma» meint freilich, da» Material für eine solche
Vt. 58. tgege» »chf., :daerweg.
Beranttoorllicher Redakteur: Friedrich Colb a tzky tu Marb,:«. Sprechstunden der Redaktion: 10—11 Uhr Vormittaz«.
Voreingenommenheit betreibt. Bekannt ist ja doch, daß die österreichische Hendwerkerschvtzgesktzgebung große Mängel aufweist u»d zudem i» der Hauptsache nur „auf dem P pier" steht. Gehe« die deutschen Kommissare mit der Abficht «ach Oesterreich, die gute« Wirkungen deS 3»nu»gS» und Befähigungsnachweis^ toiftnS festzustell« und deu Fehler» «achzuforfch«, die von unsre» Nachbar» in dieser Angelege»hett gemacht Word« find, um bet einer gleich ar tigcn Gesetzgebung hier zu Lande solche Fehler zu vermeide» da»» ist von der Misfio» oh»e Zweifel Gutes zu erwart-«. Soll da» — bekanntlich von Manchester ltcher Sktte schon vor langer Zeit lebhaft ewpfohlene — Studium der österreichisch« 3»nu»gSzustä,de aber nur dazu dienen, um die in deutschen leit-ndeu Kreisen au mancher Stelle herrschende Abneigung vor dem Befähigungsnachweise zu stütze» dann wird eS nicht schwer falle«, passende „Beweisstücke" gege« die For birttig« der 3»nu»xSfreunde »ach Hause zu bringen. Wir glaube» nicht annehmen zn dürfen, daß dieser litzterwähnte Bew ggrund de» deutsch« Kommissar« maßgebend sei, so»dern hoffen und erwarten von ihn« ei« unbcfaigeneS Vorgeh«.
3ede«fall» aber ist zu wü»scheu, daß die dem Handwerke vor langer Zett gemacht« u«d alljährlich wiederholt« Verheißungen endlich erfüllt werden. ES wird darum anf eine möglichste Beschleunigung der „Studierreise" sowohl wie der für den 3uli in Aussicht genommene« «eue« „stichweise«" Enquete Bedacht g«o«me« werd« müsse«, damit die R - giernng bei Zusammentritt des Reichstag» nicht wiederum mit leeren Händ« und mit der ständigen Berstchernng, daß „Er«äg>nacn" über die neuest-u „Ergeb« sie" im Gange, aber »och nicht beendet seien, vor da» Parlament zu tret« gezwungen sei.
Gesetzentwurf zur Förderung des genossenschaftlichen Personalkredits
Dem Abgeordnetenhause ist der angekündigte Gesetzentwurf betreffend die Errichtung einer Centralaxstalt zur Förderung de» genossenschaftlichen Personalkredits, zu gegaxge». Der Gesetzentwurf beruht auf den Grund «ätzen, die der am 18 Mai d. 38. staitgehabten Berathun; von Sachverständig« auS dem (Bettete der Genossenschaft?wescr.S zu Gruude gelegen und die fast einhellige Zustimmung dieser Sachverständige« gefunden haben.
Die Anstalt wird, um ihr die «öthige Beweglichkeit zu geb« als selbstständiges 3nstitut mit eigener juristischer Persönlichkeit, aber unter Aufficht und Leitung deS Staate» errichtet. 3hre Aufgabe ist, regultrend und beftuchtend für de« Kredit der Ge nossenscheft« de» produktive« Mittelstandes in Land vnd Stadt zu wirken, der Art, daß fie den Bereinigung« dieser Genoffcnschast« i« Bedarfsfälle zu billig« Bedingungen Betriebsmittel überweist, enderersetts die zeitweilig überfchüffigin Bestände bo« ihnen annimmt und nutzbringend anlegt. Soweit es durch diese ihre Aufgabe bedingt ist — aber auch
nur sowett, nm nicht deu private« Bank« eine uuer- wüsschte Konkurrenz zu mach« — soll die C«tral küsse ferner befugt sei«, Gelder im Tiposttttverklhr sowie Spar,i»lag« anzunehme» und die sonst »oth wendigen Geschäfte zu betreiben. Da der Anstalt anf diese Weise erst allmählich die nöthigen Mittel jnfließen werd«, ist die Zuwisiung eines staatlichen Betriebs kapitales bo» 5 Millionen Mark in Aussicht genommen Die Gewährnng einer solch« de» Gläubiger» haftbare» Einlage gießt der Anstalt eine größere geschäftliche Sicherheit und demgemäß eine festere BafiS für ihre Thätigkeit als die früher angeregte ve»illigu»g eines staatlich!« DarlehnS, welche die Anstalt von vornherein mit einem erheblich n Pasfivum belastet haben würde. Daneben ist natürlich nicht aaSgeschloffe», wie anderen soliden 3»stiiut n, so auch der Eentralkaffe im Bedarfsfälle zeitweilig überschüssige Bestände der Staate taffe gegen entsprechende Verzinsung zn überweisen. Ebenso läßt der Gesetzentwmf offen, daß sich auch die Vereinigung'« von Genoffenschaft« mit BermSzinSeinlazr« an der Anstalt beteilige«. ES ist ferner vorgesehen, daß ei» Reservefonds «»gesammelt und anf die staatlich: wie die sonstige» Einlage» eine mäßige Verziisung gewährt wird. Der A»stalt, welche durch ei» kollegialisch eingerichtetes Direktorium verwaltet und nach außen vertret! n wird, soll zur beiräthlichen M t- »irkung ein auS sachverständigen Personen gebildeter Verwalt»» gkanSschnß an die Seite gestellt werde», der über die für die GeschästSgebahrung der Anstalt wichtigst« Grn»dsätze gehört werden muß. Die näheren Bestimmung« hinsichtlich deS Geschäftskreise» und der Zusammen?'tzuug des VerwaltrngSauSschuffeS find durch Königliche Verordnung zu treffen.
Die Bank 'oll in keiner Weise die freie B - »egunz der Genoffenschaft« hemmen oder störend i» dieselbe eingreifen, vielmehr dieselbe fördern und die fortschreitende Entwickelung de» genoffeuschaftliche» Zusammen'chluffeS der Miitelklaffen anf all« Ge biet« erleichtern.
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von Oesterreich wohnte am heutigen Frohnleich' «amSlage dem Hochamte in der katholische» Kirche von Potsdam bei. — 3n Cron berg waren heute der Großherzog und die Großherzogin von Vaden eingetroff«. Dieselb« kehrt« am Nachmittag »ach Karlsruhe zurück. — Die Kronprinzessin Sophie von Griechenland, dritte Schwester bei deutschen Kaiser», vollendet morgen ihr fünfnudzwanztgste» LebtnSjah". Sie weilt zur Zeit mit ihren beide» Söhne» bei ihrer Mutter auf Schloß FrtedrichShof, wo der Tag i» festlicher Weise begaug« »erbe» soll. — Zum Polizeiprästdeut« vo» Berlin ist jetzt der Polizei- Präsident von Windheim zu Stettin ernannt worden. Er ist 1857 zu Gr. Oschersleben geboren. Nachdem er im 3annar 1886 mit der kommissarisch« Verwaltung bei LanbrathSamt» Ragnit betraut Word« war, wurde er i« 3uli b sielst« 3ahres Landrath deS Kreises. 1894 wurde et zur kommissarische« Beschäftigung inS Ministerium de» 3n»ern einbe- rnfen und Im April 1895 zum Polizeipräfideite« 'n Stettin ernannt, vo» wo er nunmehr scheidet, um das Berliner Polizeipräsidium zu Übernehmen. — Major vo» Wißmann wird am 24. d. Mts. dem Großhe zog vo« Sachse«-Weimar eine« Besuch mache« uud da«» nach Neapel fahr«, von wo er die Reise nach Ostafrika an tritt.
Die „v. N. N." schreib«: Bei der gestrig« Besichtigung des Garde Kürasfier-Regi««t» und 2. Garde-Ulane-i. Regiments wurde sehr bemerkt, daß der Kaiser sich auffallend lange mit dem ftanzöfische« Militär Attache unterhielt. Ma« dürfte vielleicht nicht fehlgehen, wen» man diese Auszeichnung mit der Zustimmung bei französische» Depuiirtwkamrner i» der Kieler und ostafiatischen Angelegenheit in Ser« di» düng bringt.
♦ (Parlamentarisches.) Die Agtarkom- misfio» deS Abgeordnetenhauses beschloß, die Staat»- regiernttg zu ersuche» um ei» Einfuhrverbot oder vierwöchig!. Qaaraniäne gegen die Viehseuchenein- schlkpprng, um strengere Controle eingeführter Thier- p cdu'te, Verbot oder Beschränkung des Haustrhandel» mit verdächtig« G-genständkn, obligatorische Buchführung der Viehhändler über Hukunft und Verbleib deS Viehes und um Errichtung von Sammel- stellen a» Haupt Bahnstationen, Reinigung und DeS- infectio» aller Transportmittel, Theilnahme der Agrar 3niereff«ten a« bei Beaufsichtigung der Viehschlachthöfe, PreiSaotirung nach Lebenb-Gewicht durch vereidigte Makler und strafrechtliche Ahndung für Beeinfluffung der PreiSnotirung.
* (Zur Angelegenheit v. Kotze) wird jetzt bekannt, daß der vo» Ehrengericht freigesprochene Ceremonienmeister a» die OberßaatSauwalischaft eine Anzeige wegen »iffentlich falscher Anschuldigung geg« den Ceremonienmeister v. Schrader gerichtet hatte. Die Oberstaatsanwaltschaft hat die Einleitung eine» Verfahren» gegen Herr« v. Schrader abgelehut. Nau beschritt Herr v. Kotze den Weg der Privatbeleidigung»« klage geg« v. Schrader, aber zwei Sühnetermiue verliefe» ohne Ergebniß, weil Herr v. Schrader nicht
Fata Morgana.
* Wie die täuschend« Bilder, die dem achtende« Wüste«wa»derer eine baldige
Et mehr viel Kräfte zuzusetzen, und selbst die reiz tze Fata Morgana vermag nicht »ehr, da» der md« That bedürfiige Handwerk zu ermurhige» So wird den« auch mit recht „gemischte« Ge- ßhlin" auf die »eue emsige Thätigkeit geblickt, die «tz olfiziös« Auxqbe» auf dem »icht mehr ganz mbeka«»t« Gebiete der @rquet« und „Studien" - «der da», was dem Handwerke »oth thut, wieder Ämal entfaltet wird. E» heißt, einige Ministerial , tarnte feie» nach Oesterreich entsendet worbe», um btt die Haudwerkergesetzgebuig und der» Wirkungen ' ^besondere i» Bezug anf de« Befähigungsnachweis i» „studireu". Die mouchesterliche» Blätter freue« i M über diese Studienfahrt; fie meine» von torx» keii, daß dabei nichts heraus komme» kön»e, da in Oesterreich da» 3u»ung» und Befähigungsnachweis
; befev sich keineswegs bewährt habe.
Unseres Erachtens ist durchaus nicht gesagt, daß iitUntersuchunge» österreichischer Handwerkerverhältnifle k Bestrebungen der deutschen 3nnu»gSfreu»de zu Gkredittre» geeignet seien. ES kommt nur darauf A, ob »a« diese Untersuchungen m't ober ohne
»r.«e«uo tagita) rann <n esse» sat
Statuten. — O»artal'Scb»un«t«ut»-PrnS bei der Krpr- dition L Mk., bei allen Postämtern 2 Mk. N Pfg. (titl. Bestrllgeld). IafirattouSgeSSHr für di, gesnaltm, Zeil, »der »««» »en» 10 Pfg., »Klamm für die Zeil, 85 Vf».
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Idier M iü Reichstag» möglicher Weise auch i, diese» Herbste } Fata Morgana der cb« in Ausarbeitung be
Soetlicher seine 3»formattonen über die Nothwendigkeit - ®8ti,gie» energischen Handwerkerschutzes mit Vorliebe asS
Vorlage sei vollständig genug; allein e» wäre wohl «öglich, daß dieses Material nach noch et» paar
Marburg,
Sonnabend, 15 Juni 1895
Deutsches Reich.
* KerNv, 13. 3uni. (Tagesbericht.) Unftr Kaiser hörte heute Morgen i« Neuen Palais Vorträge. Kurz vor 12 Uhr begrüßte» die Majestäten die anf der Wildparkstation eingetroffene Kronprinzesst» von Schweden, welche zur FrühstückStafel bei der Kaiserin verblieb, an welcher auch der Erzherzog Franz Salvator theilnahm. Mittag» wurde von be» Kaiser der Reichskanzler zu» Vortrage empfangen und um 12 Uhr 20 Minuten begab sich der Kaiser mittelst Sonder zuge» von der Wildpatkstation «ach Berlin, um im Kreise dc» Offizier km p» be» 1. Garbe Feldartillerie- Regiment» zu blutt«. Abend» fanb int Schloß Sanssouci Konzert und Abendtafel statt, wozu eine größere Zahl von Einladungen ergangen war. Der Monarch hat gestern, »ach der vefichtigung de» Garde Kürassterregimeut», be« Kom«a»b«r beffelb«, Oberst lieutenant Grafen v. Kli»kowström zum Flügel- abjutcmt« ernannt. — Erzherzog Franz Salvator
xi unb Verlag: Ioh. Aug. Ko», UniverfitätS-Buckdruck rti In Marburg.
Redaktion und Erprdition -. Markt Sl. Fm sp echer Nr. V
ckungSstätte zu verheiße» scheine», »ach kurzer er verschwinden u»b eine verboppelte Angst und hlofigkeit bei D«e» zurücklaffen, bie ans die Fata ga»a feste Hoff»u»ge» gesetzt hatte», so vet niudet jedeSmal »it demselben Effekte die vielfach hkiße»e und unter o'fij'öfet Beleuchtung in der gtnte gezeigte Handwerkervorlage, sobald der Reichstag I gesetzgeberischem Thun versammelt ist.
Such jetzt «ach Reichstagsschluß trete« mit der Lohnten Regelmäßigkeit die reizvollen Schilderrnz« cher i» Ausarbeitung begriffenen Handwerkervorlage , i offiziösen Blättern aus; vielleicht verdichte» stch i it Vorarbeit« sogar wieder zu „Vorschläge»"; Mn da sonderbarer Weise der Staatrsekrttär von
Arymgm nhmnt tntgigtn bi, Expiditton diese« Blatt«, iowi, bl, »nnonun-Burmni von Haasmstttn u. Vogler in vvv Frankfütt a. M., Casitl, Magdeburg und Wien; Rudolf AAA. ^dUTQ. Moff« in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L.
Daube n. Ko. in Frankfütt a. M., Berlin Hannover, Patt».
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9 m, inte.... Fata Morgana erscheinen zu lasi«. Dann L riet dürfte das Handwerk ia Deutschland bereits tobt H ^R> e» hat heutzutage — gleich de» ermatteten __L____ ob verschmachtenden Wüstenwanderer — wahrlich
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eher i» auch i» aufe ab-
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t8 Herr» 136 der enthielt en, weck eweg P
[37Ü a. D.
Psml Patoff.
Nt Erzähümg in S Bänden von F. Matton Lrawsord.
(Schluß.)
Ich tief meine beiden Leute ab und wandte mich «It ab, um zu sehen, war au« mein« Gästen toorbett war, und fand Madame Patoff al« ichsüchtige bemüht, sich dem Griffe der fräfticen binde de« Gelchrten zu entwind«. Ich will bei «r «tsetzlichcn Scene, welche nunmehr folgte, nicht tkrweilen. E« war da« letzte Mal, war ich sah, W ich betete zum Himmel, daß ich in meinem toi« Leben nie wieder einen Mensch« in solchem Zustande sehen.
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1L Inzwischen hatten die beid« an der Fontaine «Mdm Männer begann«, tSebmrzeich« von sich bgeben. Balsamide« erholte fich zuerst wieder, ton er war nur ohnmächtig gewesen. Er half icht eifrig an den Bemühung«, Paul zur Besinnung AIbringen. Paul war durch den Rauch fast et» tot, fein Haar, die Augenbraun« und sein« Schnurrbart hatte da« F«er versengt, auch war toe rechte Hand verletzt. Doch er lebte und schlug ^>lich die Aug« auf. Rach einer Viertelstunde tot er im Stande, sich mit unserer Hilfe aufzu- Achten. Er reichte Balsamide« die Hand.
„Nicht diesen Arm", sagte Balsamide« ruhig, indem er den anderen ausstreckte. Beim Fallen hatte er fich da« Handgelenk gebrochen.
Auf mein Rufen verließ« die beiden Carvels die Verletzten und kamen un«, die wir mit der Wahnstnnig«, welche plötzlich mit der Kraft eine« Athlet« begabt schim, rang«, zu Hilfe. Heimione war bei der Fontaine zurückgeblieben.
„Ich war vollkommen überzeugt, daß Alle« gut ablaufen würde", sprach Alexander zu ihr. Dar war mehr, al» da« junge Mävchen ertrag« konnte Zlwnig wandte fie stch zu ihm und ihr schöne« Gesicht erbleichte. „Ich verachte Dich", rief sie au«. Da« war Alle«, was ste sagte, und in demselben Augenblicke drehte fie stch um, schlang ihre Arme um Paul« Hal« und küßte sein verbrannte» Geficht in Gegenwart Aller.
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E« bleibt j?tzt nur noch wenig zu sag«, dmn meine Geschichte ist zu Ende erzähtt- Al« ich wieder zu der Gruppe trat, nahm mich Balsamide« bei Seite und zog mit seiner unverletzten Hand eine zerknitterte Masse Papier au« der Tasche. „Ich blieb zurück, um ihre Papiere und ihr Geld zu
retten", sagte er ruhig. „Ich bin schon öfter« bei Feuersgefahr zugegen gewes«, und in der Regel ist keine Zeit zu verlieren."
Die Hochzeit von Herrnione Carvkl mit Paul Patoff findet im Herbste statt, doch ist Grund zu der Annahme vorhanden, daß e« Alexander, welcher sich bei seinem Regimente in Petersburg wieder eingefunden hat, nicht belieben wird, bei der Hochzeit anwesend zu sein. Als Balsamide» aus dem oberen Fenster um Hilfe tief unb Alexander ruhig an Herrnione« Seite verblieb, während fein Bruder rer Gefahr Trotz bot, war der Würfel gefallen und ste sah, welch weiter Abgrund die beiden Brüder trennte; ste erkannte, daß ste den Einen liebte und den Ander« grimmig haßte.
Madame Patoff ist tobt, Professor Cutter aber brachte vor seiner Abreise von Constanttnopel eine halbe Stunde mtt dem Versuche bei mir zu mir den Seroei« liefern zu wollen, daß fie hätte geheilt werden können, wenn Herrnione Alexander geheiratet hätte.
Ich bin froh, daß er fort ist, denn seine Theorim waren mir stets widerwärtig. —
So endet die Geschichte, meine werthe Freundin. Ich ha^e Ihnen nur Thalsachen berichtet und wenn Sie einmal mit Gregor in« Balsamide« zu
fammentreffen sollten, wird er e« Ihnen erzähl« daß ich nicht« übertrieben habe.
Wenn Sie einen der im Verlause meiner Geschichte geschilderten Orte zufällig besuchen sollten, so werden Sie stch der sonderbaren Dinge, deren Zeu'e dieselben waren, erinnern, und ich hoffe, daß Sie bann auch Paul Grigg«, Ihre« Freunde« gedenk« werd«, welcher die KU>« zu einem Gewebe zusammen gesponnen hat, weil Sie ihn, al« Sie an jenem regnerischen Nachmittage de» vorigen Monat» mit ihm ritten, um eine Erzählung gebet« haben.
SStzes Ke-eimuiß.
Eine« Tage« faßen Zwei Ettll in der Äonbitorti, Und fie faßen stundenlang. Er nur einen Kognac trank, Sie hingegeu that verfuchm Schon da« elfte Stückchen Kuchen, Denn auch fie sprach keinen Laut, W«il fie stillvergnügt gekaut! Endlich fragte er: „Warum, Schätzchen, bist Da h-ut so stumm? Sag' mir nur ein süße» Wörtchen I" Und ste sagte: „Erdbeettörtchen!"