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Wäcktentltche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
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Leiters der Sozialdemokratie als „Privatsache" ei klärt,
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Gönnen wir Herrn Ahlwardt seine „herrlichste
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Diese Ungeneigtheit zu Concesstonen drohte auch de» mühsam zu Stande gebrachten Parteitag zu
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yti alle» de» Verfertiger zugäigltcde» Parteipio giommen, insonderheit aas dem der Sozialdemokratie
Wie einer der Redner auf jenem Parteitage er«
Bitte, galt es in dem „Programm", Jedem etwas
großartige Entwickelung dieser Geschäftszweige hat die größte Bewunderung der fraizösi che» Beamtin gesunken, die fich zu weiteren Studie» von Berlin nach Wie» begeben. — Nach amtlicher Meldung ist dem bisherigen dmtschlu Lizekortt»! in ©a'ft (Ma rokko), Karl Fra»k, die nachgesuchte iuilassang au» dem ReichSdienst ertheilt worden. Die Berab- chiedvnz hängt rffeubar mit der Eirnrrdung des reutschen Reisenden Rockstroh bei Sasfi und den dabei gemachten Beobachtungen zusammen.
* (v. Richthofe» f-) Der Polizeipräsident vo» Berlin, Frhr v Richthof-», ist heute Donnerstag n der medizinische» Universitätsklinik in Bon» a» sehirnlähmung gestorben. Herr v, Richihofeu war, um sich vo» den Folge» einer In sine» zaerkra» karg za erhole», »ach EmS gegangen; offenbar hat fich b r Zustand dort verschlimmert, so daß er sich in ii- Klinik »ach Bo»« begeben hatte. Er war am 8. Juni i» Schlesien geboren, wurde 1868 Laudrath eireS Kreises im Posensche», dann Laudrath des Kreises Stolp und 1885 »ach Berlin berufen. Er ist uuvermählt gestorben. Zu seinem Heimgänge bemerkt der „Reichs«»,eiger": „Diese Traueikunde wird insbeso»dere i» der ReichShauptstadt, wo der Heim gegangene fast ei» Jahrzeh»t a» der Spitze der Polizeiverwaltung gestände» hat, die allgemei»ste Theilnahme erwecke». Seine Pflichttreue und Ge rechtigkeit habe» ihm die Hochachtung und Lerehrv» g aller Bedölkeru»gSklaffe» Berlins, sowie der ihm u terstellten Beamte» erworben. Mit überraschender Schnelligkeit wußte sich der durch ein hervorragender Organisationstalent und eiserne» Fleiß ausgezeichnete Beamte i» das mühevolle u»d verantwortungsreiche Amt htneinzuarbeite», das er «»ter de» schwierigsten Verhältniffe« mit großer Umsicht und praktischem Ge> schick verwaltet hat. 3« dem Verstorbe»e« verliert
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Liege! gedrückt. Dieses Programm aber stellt nichts »eiter dar als eine Auslese grunbsotzlosrster Art
«Äd Start 85** Illustrirtes Sonntagsblatt
demselben Augenblicke, war wohl au» den beiden jungen Leuten geworden sein mochte. Wir waren bi» zur Spitze de« Hügel» geritten und hatten, den offenen Platz in der Nähe de» Khedive» Farm er« reichend, Halt gemacht, wo wir von unseren Be. gleitern erwartet zu werden glaubten. Wir waren jedoch überrascht, dort Niemand zu finden. Nach langem Zögern kamen wir dahin überein, daß John Carvel, welcher den Wald nicht kannte, den graben Weg an der anderen Seite de» Hügels hinab ver« folgen sollte, während ich den Weg zurückreiten wollte, auf welchem wir soeben gekommen. Ich fürchtete, daß Alexander und Hermione sich verirrt hätten und ängstigte mich mehr um ste, al» ich ein< gestehen wollte. Der Wald wird zwar für voll» fommen sicher gehalten, aber e» vergeht fast kein Jahr, an welchem nicht ein einsamer. Rester von Zigeunern oder Wegelagerern behelligt wird, wenn er fich zu weit von den belebteren Stellen entfernt. Ich ritt so schnell ich konnte, dennoch währte e» nahezu zwanzig Minuten, bi« ich an dm Kreuzweg kam. Ich sand eine Viertelstunde später da« Paar auf der Bank fitzen, und Hermione empfing mick mit einem wahren Aufjauchzen vor Frmdm. Mst wenigm Wortm war der Unfall aufgeklärt.
Londo» mitgethetlt wird, de« ihm vo« Kaiser ver liehme» Orden Pour le mßrite abgelehut. Dageg » kann nun Keiner etwas habe». Die Gründe, die Herbert Spencer zur Ablehnung des Ordens veranlaßte« find nicht politischer, sondern privater Natur. Spencer hat wiederholt gegen die Annahme von Orden und sonstigen Auszeichnungen abgelehnt, besitzt auch infolge besten keinen englischen Orden, obwohl er deren viele hätte haben können. Es erschien ihm daher unmöglich, vo« deutschen Kaiser anzuuehmen, wa» von feiner Königin anzunehmen er fich weigert. ThomaS Carlyle, der große englische Geschichtsschreiber, hat allerdings derartige Bedenken nicht gehabt; er lehnte gleichfalls englisch; OrdenSauSz-ichnungen ab, den Orden Pour le merite aber nahm er an — seine leidenschaftliche Verehrung für den Gründer deS Ordens, Friedrich den Große«, siegte über seine Abueignung gegen derartige Auszeichnungen.
* (Militärdienst derVolkSschullehrer.) lieber die künftige Gestaltung deS Militärdienstes der Lolksschullehrer verlautet (nach der „Germania"), daß die beftiedigende Lösung der Frage zwar zu er-
verantwortlicher Redakteur: Friedrich Colbatzky in Marourg. Sprechstunde» der Redaktion: 10—11 Uhr Vormittag«.
sprengen; allein eS gelang Henn Ahlwardt, dar „erlösende Wort" zu sprechen nnb volle Harmonie herbeizuführen. Dieser erklärte dann auch „mit be«
Alexander schien fich genügend erholt zu haben, um in den Sattel steigen zu können, und bald waren wir auf bem Rückweg nach Bujukdere begriffen. Weder Alexander noch Hermione sprachen unterwegs viel und wir Alle freuten unr, als wir den kleinen Bazar erreichten und unseren Weg die unebne Straße hinauf, zwischen den Kupferschmieden, den feierlichen Narghyle» Rauchern und Kaffetrinkern, Bettlern und halbnackten Kindern nehmen konnten.
An diesem Abend rief John Carvel Hermione in sein Studierzimmer und beschloß, ste um eine Erklärung anzugehen. Das arme Mädchen war ängstlich, bentt es ahnte, wa» ihm bevorstand, und wußte doch nicht, wie e« vermieden werden sollte.
„Setze Dich, Hermy", sagte John. — „Hermy, gedmkst Du Paul zu heirathen oder nicht? Du weißt, Du sprachst in England mit mir darüber; jetzt ist eine lange Zeit darüber hingegangen und Paul hat mir noch kein Wort darüber gesagt."
E» war unmöglich, eine einfachere Frage kzu Ihun, und Hermione wußte die». Einige Minuten lang schwieg sie und sah nur zum Fenster hinaus.
„Muß ich jetzt antworten, Papa?" fragte sie endlich, beinahe verzweifelt.
„Meine Liebe," entgegnete John in freundlichem
Tone, er ist bester, wenn wir endlich darüber mit uns selbst einig werden. Wenn Du die Abstcht hast, Paul zu heirathen. so behandelst Du ihn sehr schlecht. Du läßt Dir von diesem Narren von Bruder den ganzen lieben Tag lang, von ftüh bi» Abend die Cour machen."
„Ich dachte, Du hättest ihn gern, Papa," warf Hermione ein. „Er ist sehr liebenswürdig"
„Ich habe keinen Widerwillen gegen ihn," er» widerte John Carvel, „aber ich habe ihn auch nicht gern. Er bezauberte uns Alle einige Tage lang, aber dieser Zauber verflog sehr bald wieder, wie das gewöhnlich der Fall ist."
Wiederum entstand eine lange Pause. Hermione preßte die Hände zusammen und biß fich auf die Lippen. Ihres Vaters Meinung von Alexander war ihr eine Offenbarung und erweckte eine ganze Reihe von Erinnerungen in ihr, die in dem Unfall des Nachmsttags ihren Gipfel erreichten. Sie stellte fich lebhaft vor was ste wahrend den langen Minutm empfunden, ehe Alexander feine Besinnung wieder- gesunden, und sie wußte, daß ihre Gefühle nicht da« Geringste mit der Liebe gemein hatten.
(Fortsetzuug folgt.)
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i» S Baade» von F. Marton Erawfoid.
(Fortsetzung.)
gern ihrem Rathe, sie setzten sich auf eine Moosbank.
uopol für Besitzende". Ahlwardt warf, ebenfalls «ach sozialdemokratischem Muster, de« übrige« Par» leit« vor, „sie beha» pU» im Jutereffe des Volk« zu arbeit! n, streite» fich aber ix Wirklichkeit »nr darum, welche von ihue» die «eisten der Früchte, die aus her Arbeit der Produktivst^e entstamme«, fich a« eigne» sollen". Auf diese Grundtöne waren alle Redender „freiheitliche* Antisemiten", die am heilig» Pstugstfeste fich zu Berlin In der „herrlichsten Stunde" Ählwirdts „geeinigt" habe«, abgestimmt. Diese Thatsache und das geradezu unmögliche Ahlmardr'sche Programm zeige« am Besten, wohin die lediglich dem geschäftt mäßige» Agitatorenthum huldigende» Führer >er neuen „Volkspart i" steuern: i»8 Lager der Sozialdemokratie.
der Kaiser eine» seiner treuesten Heuer, waltnug eine« ihrer tüchtigste« Beamte«."
** (Ordens ablehnung.) Der englische Philosoph Herbert Spencer hat.
ssstörmS It «Bad» in Brüt
warten, aber «cch nicht indgiltlg erfolgt ist. 3« laufenden Jahre ist mit den bereits angrstellte« und militärpflichtige» Lehrer» jedenfalls »och «ach de» bisherige» Bestimmungen zu verfahren, so daß fie also »ach wie vor zu einer zehuwöchige» aktive» Dienstzeit bet eine« Infanterie - Regiment heranzu» ziehe« und alsdann zur Reserve zu eutlaffe» find. I,zwischen gehen die Verhandlungen zwischen be« preußischen Sriegsmiuist-r und de« Minister» der Unterrichts - A»gelege»h.iten und der Finanzen fort, um die Ausführung der Königliche» Verordnung vo« 27. Jauuar d. I. herbeizoführe», wonach der Kriegsminister bezüglich der militärischen AusbÜdung der Völkischullehrer und Kandidaten deS BolkSschulamteS durch Ausdehnung der Einübung in de» Waffe» auf einen vollen JahreskursuS an Allerhöchster Stelle bestimmte Vorschläge unterbreite» sollte. Zn e'ne« eutgiltige« Erg blitz haben diese Verhaudlnuge» bisher noch nicht gefühlt, da verschiedene, zu« Theil sehr große Schwierigkeiten bietende Punkte dabei zu berücksichtigen find. Es ist jedoch zu erwarte», daß es fich bereits vo« nächste» Jahr ab ermögliche» laffe» wird, die VolkSlchullehrer zum einjährigen Dienst mit der Waffe heran zuziehen.
* (Militärisches.) Die aktive preußische Armee hat iw I. Quartal 1895 »nr 14 Offiziere durch Tod verlöre«, darunter 1 Geueralfeldmarschall (Erzherzog Albrecht vo» Oesteneich), 2 Generäle Frhr. v. Los» und Fürst zur Lippe), 3 Majors, 2 Havptleutt, 2 Prem -Lieutenants und 4 Sekunde- LieuteuantS. Ferner sind 2 Sanitätsoffiziere und 6 Beamte mit OffizierSraug verstorben. Im Beurlaubtenstande find 17 Offiziere und 8 Sanitätsoffiziere mit Tod abgegange», so daß die Armee im anzen 47 Offiziere nnb Beamte durch Tod verloren hat.
* (Heiteres zur Kanalfeier.) Nichtohue Humor ist nach der notorischen TheiluahmSlofigkeit der Mitglieder des Reichstages an den gesetzgeberischen Geschälte« die Thatsache daß nicht weniger als 329 ReichStagSabgeorduete ihre Theilnahme an der be- vorstehenden Nordostseekanalfeier arg-melbrt haben — das will sage«, abgesehe« vo« de« gegenwärtig erledigten Mandaten nnb vo« be« durch Kränklichkeit ober Gebrechlichkeit verhinderten Abgeordneten, alle Mitglieder be» Reichstages mit Ausnahme der ge- sammten sozialbemokratischen Fraktion. — So sehr die Pariser Journale gegen be» Kieler Besuch gehetzt haben, so eitel finb sie doch. So ist in einem Blatt gerneIbet, der französische Admiral werbe bei der Galatafel ben Ehrenplatz zur Rechten be» Kaiser» erhalten und ber Monarch werde auch auf den Besuch i« besonderer Weise anspiele«. Da schießt man nun doch wett über'- Ziel hinaus.
* (Ei» «euer Schlag für das Schneiderhandwerk.) Die „Konfektionäre" nnb Kleiber- Händler habe» ein neues Mittel entdeckt, um ihre Betriebskosten z» verringern; fie wollen nämlich mit ihrer Arbeit, die fie bisher am Wohnorte an einzelne Meister vertheilte», die i» ihren Werkstätten arbeiteten ober einzelne Stücke an Kleinmeister weitergaben, die „billigeren" Gegenben glücklich machen, insbesondere
in meint J, llutet
«r-Hsurt täglich außer an vertagen »ach Vans- und Seietiagat. — Onattal->ld»rmk»rnt»-Prtt» bet per Ixpe- hüten 2 Mk., bei allen Postämtern 3 SRt S5 Mg. (exkl. Bestellgeld). Jnseratienkgebühr für die gespaltene Zeile »der deren Rama 10 Big.. ÄeKaeen für die Pf«.
; vertret», und heißt eS doch in seiner Zeitung „Volks- recht": „Diese Stunde hat dem deutschen Volke de« Weg erschtosse», auf welchem es einer besseren Zu tauft entgigengehen kann; ste hat da» deutsche Volk i geetat zu einer Macht . . ." Gönnen wir der Firma
2 Ahlwardt und Böcke! diese Reklame. Allein wag ch auch die neue „geeinte" „Antisemitische Volkspartei' I nicht sonderliche Beachtung verdiene«, so wird doch Murner damit gerechnet werden müssen, daß in ihr Mer Sozialdemokratie neue Helfershelfer erstände» Ujtad, auf deren banerufängerisches Treiben mit allem MRachdruck hinge wiesen werbe» muß.
5 I» echt sozialdemokratischer Ma»ier äußerte Dr. »Höckel auf dem Parteitage, „Rede- u»b Preßfteihett | fei ein leerer Wahre und höhere Bildung ei» Mo-
solchen Wege fchnell zu reiten."
.Die Frauen höben für nicht» al» für das
Der Ahlwardt-Böckel'sche Antisemitismus
* Der Antisemitismus der Firma Ahlwardt und Höckel ist jetzt thatsächlich nichts Wetter, all eine pakappte Spielart der Sozialdemokratie. Ei» söge Hinter Parteitag bet „Antisemitischen Volke Partei" _ Alles, was Streberei nnb Liebäugelei nach
Pferdes fitzen," sagte Alexander. Es war dies keine höfliche Bemerkung, und wenn Hermione ihm auch verzieh, weil er vom Schmerze noch halb betäub war, so klangen diese Worte doch sehr unangenehm an» Ohr. Er hätte fich damtt zufrieden geben können, daß sie ihm zugestand, e» sei ihr Fehler. Großmüthig war es jedenfalls nicht, ihr so schnell zuzustimmen. Eie dachte, ob wohl Paul in diefer Weise gesprochen haben würde?"
„Glaubst Du wirklich schon im Stande zu fein,
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zurückzuretten?" fragte sie in kühlerem Tone.
„Gewiß", antwortete er, „vorausgesetzt, wir reiten langsam."
Onkel John und Griggs wunderten fich in
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Deutsches Reich.
* Kerliv, 6. Juni. (Tagesbericht.) Der Kaiser unternahm heute früh einn Spaziernitt »ach dem Bornstedter Felde und wohnte daselbst einem Sxeriirc« de? Leib Sarde Husarern Regiments bei. Nach der Rückkehr «beitete Se. Majestät längere Zeit im Neue« Palais mit dem Chef der Militär'Kabinets von Hahuke. — Die Kaiserin «iid mit ber. Kaiserlichen Kinder» einen Theil dieses Sommers in Saßnitz auf Rüge» zubrtage». Der Termin der Ueberfiedlnug »ach Saßsitz ist noch nicht bestimmt, doch dürfte letztere in den ersten Wochen des Juli erfolgen. — Der Prinz Christian zu Schleswig Holstein wird fich nebst feiner ®e- mahliu, wie aus London gemeldet wird, im August auf zwei Mrnate »ach Deutschland begebe«. Der Prinz wird nach Kissis gen und die Prinzesfi» nach Bad Nauheim gehe«. — Das GrotzherzogS- paar vo» Hessen, sowie Prinz und Prinzesfi» von Rumänien, letztere nebst Kinder», st»d ver. ga«ge»e Nacht von Darmstadt nach England abgereist. — AuS Münch, n wird gemeldet, daß der Sohn des Prinz. Regenten Luitpold von Boyer», Prinz Ludwig, be» Prinz ■ Regenten auf ber Reife zu ben Eröffnungsfeierlichkeiten des Nord Ostsee SanalS begleiten wird. — Das Befinden der Königin Marie von Hannover ist, wie ans Kisfiuge» geschrieben wird, wesentlich besser. — Reichskanzler Fürst Hohenlohe m Gefolge besichtigten heute Vormittag in Holtenau die Dreikaiser-Gedenkhall'', den Lenchtthurm, be« Schlußstein, bie Tribünen nnb die Schleusen - Einrichtungen. Um 2 Uhr 20 Miu. Nachmittags kehrte« die Herre« nach Berlin zmück. — Auf der Informationsreise, welche deutsche Re- giernngskommiffare demnächst nach Oesterreich antretin werde», um die dort mit der Zwangsorgauisotion für das Handwerk gemachten Erfahrungen zu studirev, sollhauptsächlich der Besuch von Wie«, Linz, Graz und Salzburg in Bettacht kommen. — Zwei höhere Beamte der Bank von Frankreich, die in besonderer Spezialmisfiou nach Berlin entsandt waren, haben in l tzter Woche alle wesentlichen Eiurichtnugen ber Deutschen Reichrbauk, insbesondere den Giro und Check-verkehr, nebst ber Abrechnungsstelle nnb bie Depots von Werthpapieren grünblich stubirt. Die
Marburg,
Sonnabend, 8 Juni 1895.
Stunde", war doch auf dem „Parteitage" „selbst Wie» iuris«' ..... -- —
p» r zu freie«, d. h. «ach all.n Seite» bauerufä gerifche fftthULersp.cchungen z» machen. Zwar ist bar:» die Snbeufrage besonders betont, allein dies ist i» da er
Herrn Ahlwardt ist bekanntlich jeweile« das neueste ft biffiff .Programm", beten etliche er schon verfaßt und (■35g verworfen hat.
nuten betreibt, nennt sich heute Bolkspartei — hat KUtlll da» sogena nie Program n, dar Herr Ah'wardt r r«: 1 »zwischen Keilermauern zusammeugedoktert" hat, das c. ueiSd L. t ce-6Ijtrft. Dieies Vroaram« aber stellt nichts
— — „Es war meine Schuld," sagte Hermione be- [lilf bauemb. „Es war so thöricht von mir, auf einem
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sjshr^ Galoppieren Sinn, wenn ste auf dem Rücken eines ur fe|e ? ■ - - - • — ■
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und hisstchtlich ber Monarchie schreibt das Böckel'sche brdaer» ,Volksrecht" in dem Parteitagberichte: „Die Symptome ■*■■■■ ber unbestimmte» Kurse in der letzte» Zeit . . . . »itzeieio guten nicht geeig»et, den für dieMonarchie dicbeita tzintretende» Concessioue» zu machen."
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ha« Weise geschehen, daß es selbst Sozialdemokaten ck »eh Möglich ist, mit der neue» „Volkspartei" Han' in So-^ Hand zu gehe», ohne ihren Prinzipien nnb ihrer , ! „Lehre" untreu zu werde». Die Grundlagen unserer
™ deutschen Staatsordnung, Christeuthnm und Monarchie, g. 'M«ämlitz is dem Ahlwardr'jchen Programm »durchaus verleugnet. Religio» ist auch hier wie ntgegei gütens der Sozialdemokratie als „Privatsache" erklärt,
Knotigen nimmt entgegen die Expedition dieses Blatte»,
sowie die Annoncen-Bnreanx von Haasmstein u. Vogler in vvv - ,
Frankfntt a. M., Eaffel, Magdeburg und Wien; Rudolf AAA. fcttbTÜ
Mosse m Frankfntt a. M., Berlin, Münchm u. Köln; G. L.
Daube u. Eo. in Frankfntt a. M., Berlin Hannover, Patt».
n'J°v : »egtet Stimme", daß „diese Stn»be bie herrlichste gapci/z Einern politische» Lebe» sei, indem er sein höchstes Ideal verwttklicht sehe". DaS „höchste Jveal" bei