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Sonntag, 26. Mai 1895.
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änjtetgeu nimmt entgegen die Expedition diese« Blatte«,
sowie die Armoncen-Bureaux von Haasenstein u. Vogler in vvv (x,,-
Frankfurt c M., Eaflel, Magdeburg und Wien; Rudolf ÄÄA. vydtitil
Mosse in Frankfurt a. M., Berlin. München u. Köln; G. L.
Daube u. Co. in Frankfurt ». M., Berlin Hannover, Pari«.
Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marv«rg und Kirchhai«.
i'eröSL^SS^te» ?5Jllustrirtes Sonntagsblatt. ^^"^»rechAmden der Redattion: 10—11 Uhr Vormittag«.
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Organisation des Personalkredits der mittleren Stände.
* Die von dem Finauzmiuister bei Kelegenheit der Verhaudluige» de« Abgeordnetenhäuser über de» gitrag von Mendel-Steinfel« angekündigte Konferenz über die Fördemng de« Personalkredits der mittleren Stände hat am 18. d. Mts. unter Betheiligung der HandelSminister«, der FinanzwinisterS und des Ministers für Landwüthschaft, Domäne» und Forsten im Finanzministerium stattgefunden. Zu der Be lgthung waren Vertreter der verschiedenen Richtungen der genossenschaftlich organtfirten Kreditwesen» sowie von landwirthschaMchenEentralveretnennnd Jnnungs wrschüfse» an» den verschiedenen Theilen deS Staates
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lieber die Verhmdlnngeu berichtet die ministerielle .Sonst Sortefp." eingehend. Danach soll ein Centralkreditinstitut al» selbstständige, nicht gesellschaftlich
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Minister erklärten, der Gesetzentwurf über die Organisation des Personalkredits der mittlere» Stände werde dem Landtage voranSstchrlich noch i» der laufenden Session zugehe«.
Von Interesse waren die statistischen Mittheilunge» über de» gegenwärtige» Stand der Kreditgenossenschaften, die in der Koxferenz gemacht wurde». Es entbehren danach z. Zeit »och fast 500 Städte i»
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organifirte A» ft alt mit juristischer Persönlichkeit er richtet «erde», welche der staatlichen Leitung unter- fthen und einstweilen anch vom Staat allein mit dem nothweidigen Betriebsfonds ausgestattet werden soll. Der Direktion der Anstalt wird ein Beirath zur Seite gestellt, der wesentlich aus Vertreter« der mit der Anstalt in Geschäftsverbindung stehenden genoffenschaftlichen Verbände besteht, «l» Betriebsfonds wird eine vom Staate als stiller Gesellschafter
das Boot gemachte fest« Einlage von etwa 5 Mill Mark der Lustalt zur Verfügung gestellt. Die betheiligteu
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Preußen einer Kreditgenossenschaft überhaupt. Bon de» vorhandenen 2600 Kreditgenossenschaften gehören 1142 dem Schulze-Delitz'scheu, 1458 dem Raiffeisen- schen System an; erstere umfaffen rnnd 500000 Mitglieder, darunter 170000 Landwirthe, letztere etwa 140 000 Mitglieder, die ausschließlich de« landwirthschastlicheu Staude angehöre». Die gelammte landwirthschaftliche Bevölkerung Preußens stellt daher zu de» Kredttge»ofienschafte» bisher nur gegen 310 000 Mitglieder, lieber die Höhe de» Zinsfüße» für die von de» Raiffeisen'schen Geuoffe»- schaste» ihren Mitgliedern gewährten Kredite ist eine Statistik nicht vorhanden; dagegen liegt eine solche für 994 Genoflenfchasteu nach Schulze-Delitzsch vor. Unter diese» 994 befinde» sich 493, welche a» Provision X8b Zinsen für Vorschußwechsel und Darlehne gegen Schuldschein n»d Hypothek über 5 bi» 6 Prozent »ehmen, und 136, bei denen der Zinsfuß über 6 Prozent hinauSgeht, bei einzelne» vo» 9 bi» auf 11 Prozent steigt.
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8 Zeitgemäße Bettachtungen.
(Nachdruck verboten.)
Man sagt vom Wonnemonat Mar, Daß er sehr nett und wonnig sei, Man preist sein Watten, seine Güte, Sein frische» Grün und seine Blüthe, Man widmet ihm so manch Gedicht • Manchmal indeß verdient er'« nicht; Da läßt er seinen Glanz erblassen, Man kann sich nicht auf ihn verlassen! Denn Falb, der ave Wettermann, Der meldet Kitsche Tage an, Und ost, entgegen unserm Hoffen Sind diese auch schon eingetroffen; Nachtfröste treffen wieder ein, Maikäferchen hat'« Zipperlein, Die Nachtigall singt etwa« heiser, Weil sie verschnupft ist oder heiser. Man sagt vom Wonnemonat Mai, Daß er sehr nett und wonnig sei, Er bringt auch frohe Feiertage, Daß man vergißt de« Werttag« Plage; So kam ein Festtag wonn'ger Art In« Land
Man nennt ihn Himmelfahrt, Den macht die Menschheit sich zu Nutze, Sie zog hinan« im Sonntags-Putze Per Wagen, Pferd und Eisenbahn,
Bolle» Ei»verstä»d»iß bestand darüber, daß e» nicht Aufgabe der zu errichtende» CeutralaxKalt sei» kön»e, de» einzelne» Kenoffenschaste» Krebst zu gewähren ober sie direkt zu beeinflnffe» und zu leite», daß sie vielmehr in der Regel nur «st de« größere» ge»osse»schastliche» Verbände» und Verbandskasse» i» Verbindung trete« dürfe, um durch ihre Bermitteluug de« einzelnen Genossenschaften diejenigen Kredttvor- theile zu verschaffe», welche die Anstalt mst Hilfe ihrer eigene« Mittel, der ihr als Ausgleichsstelle zu fließende« Kapitalien und de» ihr bei den große« Geldinstitute« des Reiche« und des Staate» (Reichs- bank, Seehaudlung) erreichbaren billige« Kredites ge währe» kau». 3« gleicher Weise wird sie «st de« von den Landschaften ober Vox be» Provinzen unb La«deSko«muualverbä»de» für de» Personalkredit errichteten Institute» insbesondere da iu Verbindung treten können, wo diese »och nicht zu einer sich selbst genügexbe» Leistungsfähigkeit erstarkt find. Heber» wiegend wurde auch dem Wunsche Ausdruck gegeben, die Centralmstalt nicht »nr, wie die Vorschläge der Regierung wollte», den eigentliche» Kreditgenoffex schäfte«, sonder» auch andere» auf Grund de« v»udes- gesetzes vom 4. Juli 1868 und des Reichs gesetzeS vo» 1. Mai 1889 errichteten, insbesondere auch de» Produktivgenossenschafte» und Ko»s«mverei»e» zugänglich zu mache»; da» a»ch hier sehr fühlbare Be- dürfniß einer Verbefferung und Regelung des Krebst- wesen« überwiege ba» von anderer Seite geltend ge- «achte Bedenken, eS könne hierdurch der der Anstalt zufallende WirkungSkeiS über ba» wenigsten» für bie nächste Zeit empfehleuswerthe Maß hinaus gesteigert unb die Intensität ihrer Wirksamkeit damit beeix» trächtigt werde».
Der italienische Wahlfeldzug.
* Lebhafte Aufregung herrscht jetzt ix ganz Italien angesichts der bevorstehexdex Kammerwahlex, die »och befoxber» durch eine Rede veranlaßt ist, welche der Miuisterprästbext Crtspi am Himmelfahrtstage im Theatro Argentixo ix Rom gehalten hat. Sn dieser heben bie italienische» Blätter bas hochgrabige Selbst- bewnßtsei» »»b die ungewöhnliche Heftigkeit der Polemik Erispi'» hervor. Die Rede, welche CriSpi in Gegenwart sämmtlicher Minister, zahlreicher Senatoren und Deputirte» sowie der Bürgermeister aller größere» Städte Italien» und derer aller Ge mei»be» aus be» Minister» Wahlkreise vo« Stapel ließ, währte ungefähr P/2 Stunde». Crtspi wies auf die schreckliche» Zeitumstäube hin, unter bene» er feixe» Poste» überiah« u»d erixxerte baran, daß er vo» der Deputirtenkammer eine» Gotterstiede» verlangt habe, «»fang» habe e» geschienen, al» solle sich dieser Wunsch verwttkliche», die 'eifersüchtige Koalition habe die» Ziel jedoch gehindert. Die Tribüne der Ratto» sei t» eine Kanzel für Verleumdungen »«gewandelt worden. Er habe de«
Per pedes oder auch per Kahn, So ging'« beim ersten Frühlingsstrahle Zu Berge oder auch zu Thale!
Man sagt vom Mai, vom schönen Mai, Daß er sehr nett und wonnig sei, Man kann sich tief im Wald verkrauchen, Im Freien fitzen, trinken, rauchen;
(gern mischt man in be« Zephyr« Hauch Dm Tabak- und Cigarrmrauch, 8» macht ja keine Tabakssteuer Die liebe Unterhaltung theuer.
E« wird in alter Leidenschaft Manch Nickel in bie Lust gepafft. Der Reichs-Finanzminister Miquel Hat aber bavon keinen Nickel. Ich hatte mich schon brein gefügt, Unb dachte, wie bie Sache liegt, Da machst Du wetter keine Worte, Da rauchst Du eine schlecht're Sorte. Man sagt vom Mai, vo» schönen Rai, Daß er sehr nett unb wonnig sei, Er weiß bar Leben uns zu würz«, Doch läßt er auch so Mancher stürzen; War sich nicht hatten läßt, da« fällt, Trotzallebem breht sich bie Welt In ihrem Gleise ruhig weiter! Bald ist der Mai vorbei!
Ernst Setter.
neue» System, Ministerkiise» durch Verleumdungen hervorzurufex, Widerstaxd geleistet. U« da» Komplott zu vereiteln, sei die Kammer vertagt worbe». Italien habe deutliche und herzliche Beweise des Vertrauen» gegeben «ud den boShastenBaude» derFeiude Crispi'r »icht geglaubt. (So ertheilt nämlich jetzt der Pariser „Figaro" ax8 Papiere» des italienische» ExministerS Siolitti mit, daß CriSpi nnb bie Seinen von der römischen Natioualbank zusammen 1331000 Franc» u»b von Baron Reixach für bie Verleihung beS Manrittus- unb LazaruSgroßkeuzeS an Cornelius Herz 50000 Francs erhalte» habe. D. Red.) Der Mißerfolg ihrer Opposition habe die Gegner nnr noch fanatischer gemacht; es fei fo weit gekommen, daß dieselben Unglück ta Afrika wünschten. Aber der Sieg wäie unS günstig und hebe kräftig daS Nationalgefühl. Der Minister be» Auswärtigen, Baron Blanc, befinde stch mit ihm und seinen Kollege» in vollem Einvernehmen. Niemals hätten so herzliche Beziehungen bestanden zwischen Italien und den auswärtige» Mächten, wie die» jetzt der Fall sei. Italienische Schiffe, bie mit liebevoller Sorgfalt von be« Marixemixister auSge- wählt feiex, würden bald in de» nördlichen Meeren an dem schönen Feste menschlicher Thätigkeit tijeil» nehmen. Diese Schiffe, so mächtig ste auch sind, sind doch nur Boten des Frieden». Der Minister ging fobann auf bie Frage be» Anarchismus unb Sozialismus ein nnb schloß mit de« Satze: die Frage für die Wähler sei einfach und ernst, ste sei das Dilemma: Nationale Monarchie oder soziale, moralische und politische Anarchie.
Mit dieser großen Rede ist der italienische Wahl- feldzug auf der Höhe seiner Intensität angelangt, und e» gewinnt den Anschein, als «erde bie Wucht der zu Gunsten be» Regierungsprogramms in» Gefecht geführte» Gründe ba» gegnerische Aufgebot vielleicht schon gleich auf be» ersten Anlauf niederwerfen. E» will immerhin etwas bedeute», wenn selbst ein ix Opposttiousstellung gegen das Ministerium CriSpi befindlicher Politiker wie Rudini gelegentlich feixet aus eixem Parteibankett inTmiu gehaltenen Kandidaten - rede fich, wa» bie auswärtige Politik Italiens an- langt, im Wesentlichen ganz auf be» CriSpische« Standpunkt stellt, weil er eben al» ein Mann, ber selbst am StaatSruber gestanden nxb positive Politik getrieben hat, gar nicht anber» handeln kann.
Rudini erklärte, er sei stets Anhänger der Monarchie und ein liberaler Konservativer gewesen und werde cs bleiben. In Betteff der auswärtigen Politik sprach er fich für die Erhaltung de» Status quo im Mittelländische» Meere an». Zu diesem Zwecke habe er stet» de» Friede», e»ge Freundschaft mit England nnb da» Bü»d»iß mit de» Ce»tralmSchte» befürwortet. Außer halb wie inuerhalb der Regierung habe e» niemals einen Augenblick de» Zögern» in dieser von nun an traditionellen Politik gegeben. Diese müsse man auf
-Mtl -Stoff.
Hm «rzähüm» in 2 Bänden von F. Marton Srawford.
(Fortsetzxxßi)
Mele dieser Bemerkungen erreichten mein Ohr, und soweit sie Alexander und Hermione betrafen, erschreckten sie mich und erweckten auch in mir böse Vorahnungen. Ich that meine Augen auf und beobachtete, wie die Anderen; dabei fand ich, daß die öffentliche Meinung Recht hatte. Es war mir fatal, die» zu gestehen zu müssen, dennoch konnte kein Zweifel herrschen, daß Alexander auf dem besten Wege war, fich in feine Cousine zu verlieben. Ja, ich sah noch mehr, was die Anderen nicht bemerken, nämlich, daß Madame Patoff ihre ganze List anwendete, um ihrem ättesten Sohne Gelegenheit zu geben, Hermione allein zu sehen Dies war sehr leicht zu bewerkstelligen, und sie that er auch in ber natürlichsten Weise. Sie gab vor, ihre Ungerechtig- kett gegen Paul in der erbittersten Weife zu bereuen und ließ ihn nicht von ihrer Seite. Inzwischen benutzte Alexander die Gelegenheft seine» ungestörten Beisammensein» mit Hermione.
Ich habe stet» gesagt, daß ich da» junge Mädchen sehr gern hatte, und ich glaubte auch ihren Charakter genügend zu verstehen, doch ich muß sagen, daß mir die Phasen, welche sie fett dem ersten Anblick Alexander» durchgemacht haben mußte, unbegreiflich waren. Ich glaube, sie liebte Paul aufrichtig und
recht erhalte», man werde hierdurch ix wahrhaft patriotische« Sinne handel» und Beitragen zu« Siege -ine» nationale» Programmes, das in ben Worten .Italien, Savoyen unb die Freiheft* feinen Ausdruck finde.
Es ist aus Vorstehende» nicht erfichtlich, ob und wie fich Rudini über die innere und besonders auch bie finanzielle nnb soziale Politik Crispi's ausgesprochen hat; der von ihm in Verbindung mit Italien nxb Savoyex gebrauchte Ausdruck „Freiheit" erinnert aber an die vo« Dichter festgestellte Erfahr«» gS- thatsache, daß, wo Begriffe fehlen, ein Wort zur rechte» Zeit sich eixstellt. Andernfalls könnte e» Rudini nicht entgangen feix, daß Crispi's innere und äußere Politik ein organisches ScmzeS bilden und daß es nicht thuxlich ober logisch ist, bem eine» Theile be» RegiernxgsprogrammS beizupflichten, bex Rest aber ix Bausch nxb Bogen zu verdammen. Mit der Zweiseelextheorie läßt fich i« Rahmen ber praktischen Politik nun einmal nicht vorwärts kommen.
Zur selben Stunde, in der CriSpi beim Bankett feine Wahlrede hielt, versammelten stch in Rom die Sozialdemokraten gleichzeitig zu einem Bankett, da» Gedeck zu noch nicht 40 Pfennige». Die Polizei verhinderte die Abhaltung deffelbe», worauf eS jedoch in einem anderen Lokale stattfand. Natürlich wurden auch bei diesem Mahle, sowie in zahlreiche» anderen Städte» des La»deS Wahlrede» gehalten. Ruhe- stömnge» tarnen jedoch nicht vor.
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Deutsches Reich.
* Werk», 24. Mai. (Tagesbericht.) Se. Maj. der Kaiser ist heute Abend aus Pröckelwitz wieder wohlbehalten im Neuen Palais bei Potsdam eiugetroffen. Auf der Wildparkstation wurde der Monarch vo» seiner Gemahlin empfangen; die Begrüßung war eine überaus herzliche. Am Abend fand im Nene» Palais eine Festtafel zu Ehren des Geburtstages der Königin Viktoria von England statt. Wie nachträglich mitgetheilt wird, hat ber Kaiser a» be» Komrnerzienrath Mauser ix Oberndorf (Württemberg), folgendes Telegramm ans Wiischkowitz gesandt: „Meine hiesige Pürsche beträgt 34 Böcke, ohne einen zu fehlen. Ich verdanke dieses Resultat dem hervorragenden Gewehre, welches Sie mir zum 27. Januar geliefert haben. Die Büchse ist ein ganz vorzügliches Jagdgewehr und hat eine erstaunliche Rasanz. Wilhelm I. R.N — Der Kaiserin Friedrich hat heute bei zur Zeit in Wiesbaden weilende König von Dänemark einen Besuch auf Schloß Friedrichshof gemacht. — Der Kronprinz und die Kronprinzessin von Griechenland haben fich von Athen an» nach Deutschland begebe». — In Aache» find die Königin unb bie Königin- Regentin der Nieberlande »ft (Befolge zu mehrtägige» Aufenthalte eingettoffe». — Der Reichstag»-Präsident Frhr. v. Vuol-Berenberg
freute sich auch der nahe bevorstehenden Berheirathung mit ihm; doch ich glaube ebenso, daß ste nicht im Stande war, fich dem farcinirenden Zauber, welchen Alexander auf Jedermann ausübte, zu entziehen.
Run hatte Hermione Paul lieben gelernt, da er thatsächlich der einzige Mann war, dessen nähere Bekanntschaft sie gemacht und welchen zu lieben sie überhaupt für möglich hiett. Doch sie hatte die Wett nur wenig gesehen und wenige Männer kennen gelernt. Er war nach Carvel-Place gekommen, hatte seine Cousine lieb gewonnen, und diese hatte seine Liebe erwidert. Sie konnte nicht zweifeln, daß Paul es ernst meinte, da ein Wort von ihr genügt hatte, um feinen Besuch in England aufzugeben und bis ans Ende der Wett zu gehen, um feinen Bruder zu suchen. Hermione hatte schon mehr als einmal gewünscht, dieses Wort nie gesprochen zu haben.
.Noch ist sein Urlaub nicht abgelaufen," antwortete mein Freund. .Ein Mensch wie er vermag in wenigen Wochen das größte Unhell anzurichten.'
Gregorius Dalsamides ist ein Mann von entschiedenen, ja leidenschaftlichen Sympathien und Antipathien, obgleich sein kaltes Wesen auf Jndifferentirmur schließen läßt. Ich kenne ihn jedoch besser, al» ich die meisten Menschen gekannt, und mir gegenüber spricht er stch auch offener au«, al« er e« im Allgemeinen gegen seine Freunde thut. E» war unmöglich zu sagen, ob er genügend«» Interesse an