Wöchentliche Beilage«: Krmsblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
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Erstes Blatt.
die morgen erscheinende Nummer aus.
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Aus den Parlamenten
* Deutscher Reichstag.
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Stretoworilidbtt Redatteur: Friedrich Colbatzky in 3Ri:berg.
Sprechstunden btt Rcdakr o.i: 10—11 Uhr Vormittag?.
Wege» Raummaigel mußte daS heutige Uoman. Feuilleton ausfall«.
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uugeiechtfertigte Einnahme wäre, weu» Stadtkreise, iu deueu keine Jagdgestlde liegen, Jagdscheiugebührex eixzustreichex tu die Lage versetzt würden. Die Berechtigung, solche Gebühre» zu erhebe», sollte unser- Trachtens »ur solchen Kress« verliehe» werde», die auch wirklich Jagdgebiete i» stch schließe», teil tädtischeu Kreisen also sollte diese Berechtign»g versagt bleib«.
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Landwirthschaft «mpiohl« werben, aber ix unserer gegenwärtigen Lage körue» nur »och die großen Mittel Reifer, und dazu gehört die Regelung der WahrungSfrag« in unsere» Sinne. Er wird behauptet, der Zeitpunkt uusercS Antrags sei schlecht gewählt, nachdem der Reichskanzler die bekannte Erklärung im Reichstag abgegeben. Der Sbg. Im Wall« sprach sogar von einem .Drängeln' gegen den Reichskanzler. Aber da« ist nothwendig, »en» die Enquete überhauvt zu Ende komme» soll. WaS d u Antrag de« Sbg. Frhrx. von Zedlitz betrifft, so spricht derselbe eigentlich Selbstverständliches aus, und wir »erde« für ih» stimmen. (Beifall recht».)
Abg. Arendt (ReichSP.): Schon ix »einen einleitenden Worten habe ich bemerkt, daß ich de» Antrag des Abg. Freiherr» von Zedlitz zunimmc. Rach Rücksprache mit de« übrigen Herren Lntrag stelleru nehme ich bex Antrag des Sbg. Freiherr» von Zedlitz («it Einschluß Englands) i« meinen Antrag auf
Der Finanzminister Dr. Miquel erklärte, er habe eigentlich überhaupt nicht die Abficht gehabt das Wort zu ergreifen. Nachdem er persönlich aber von verschiedenen Abgeordneten dazu aufgefordert worden fei, könne er »m auf die Erklärungen verweisen, die der Reichrkaxzler schon im Henerhau» und früher im Reichstag abgegeben habe.
DaS Schlußwort erhielt der Abg. v Kardorrf (fieitoxf.). Er forderte die Regierung auf, wen» eine interuatioxale Konferenz berufen würde, wenigstens deren Arbeiten nicht zu hintertreiben. Ich bitte Ei-, din Anttag Arendt mit der Einschaltung .einschließlich Englands' mit möglichst grober Mehrheit anzunehmen Ich spreche gegenüber der preußische» Regierung die Hoffnung au», daß fie dafür sorge» werde, daß zu dieser Ko»fereuz nicht die Leute geschickt werden, meld e dir her zu bex Konferenzen geschickt wurden Mehr richtig! rechts), und dir von vornherein die Ein sühruug de» internationale» Bimetallitmu« für eine Unmöglichkeit, eine Utopie halten'(Lebhafte Zustimmung rechts). Wrus man mit bösem Will« die Konferenz iesch ckeu will, soll man fie lieber »ich: berufen (Lebhafter Beifall rechts).
3x namentlicher Abstimmung wurde der Antrag Rintelen, die Worte „mit de« Endziel eines interxationale« BimetalliSmuS einschließlich Englands* i» dem Antrag Sr.ndt zu streichen, mit 187 gegen 92 Stimmen abgelehxt. Für den Antrag stimme» die Freistx»ige», die Mehrheit der Nationolliberaleu und der kleinere Ttzeil bei CentrumS, vo» Den Freikoxservativeu die Abzg. v. Bülow-Wands bet und Lucius.
Der Antrag deS Sbg. Arendt mit de« Zusatzantrag von Zedlitz wurde mit großer Majorität an- genommen.
Die Verhandlung hat ixsofer» de» Erwartungen nicht ganz entsprochen, als vo» Seiten der Staat», regierung zn de» Antrag keine Stellung genommen st. Di« Erklärung hierfür liegt zweffelSohxe ix der Thatsache, daß der Herr Mixisterpräfidext im Herren- Hause erst gaxz kürzlich zu dem gax, gleich laut«d« Sntrage Graf Mirbach fich ausgesprochen hatte und er stch daher jetzt lediglich um eine Wiederholung der dort abgegebenen Erklärung oder um ei»« Hinweis auf fie handel» kau».
ihrer körperliche« und geistige» Befäh'gnng »ach für dies« Dienst besonder» geeignet erscheine»; untadel hafte Führung, scharfes Sehvermögen, Ke»ntniß der deutsche» Sprache, Fertigkeit i« Lese» u»d Schreibe, find wettere Vorbedingungen Die Anforderung!n an
Körpergröße und Körpergewicht entsprechen denjenire» für die leichte Kavallerie — lieber die Beschoffe»he t der an die Truppen verausgabten Naturalien find im J-Hre 1894 im Garzm 9 Beschwere« borge kommen. Davon fi»d 3 über Brod bei« 1. 8. a«b 10 Korps als begründet angesehen worden; die übrige» 6, von welche« fich 3 beim Garse, 7. und 8. Korps auf Brod und 3 bei» 16. Armeekorps au Fourage beziehe», habe» fich als unbegründet er- wrejeu. — Die Aufgaben für das diesjährige Einzel prüft ng-schießen werden soeben t« A.-Verordn. Bl bekannt gegeben. Dabei wttd mit kaiserlicher ®e »ebmigusg jedes Schieße» mit scharfen Patronen vorn Bekanntwerd« der Aufgabe» ab bis zur Erledigung des Einzelprüfll»i>sschieße»S verboten. Nur in besonders begründeten Fälle» dürf« die Generalko«. wandoS rc. der Abhsltnng vo» gefechtrmäßige» Swießübuuge, t» diese« Zeitpunkt genehmigen. Tie Schießaufgabe besteht für die Unteroffiziere und die Mannschaft« des 2. Jahrgcng» in 5 auf 300 Meter Enrfernung liegend freihändig abzugebende» Schüsse» auf die brau»« Ringscheibe mit 3 aufgeklebten Kopf- scheibe»; die Mannschaft« bei zweite» Jahrgang» schieße» stehend freihä»dig auf 200 Meter gegen die Ringscheibe. — Die Reitende Abcheilmtg bei 1. Westfälische» Feld Art.-Aegir. Nr. 7, die feit 1890 aus dem Truppenübungsplatz Wesel untergebracht ist wird zum 16 Juli d. 3. »ach Düfleldorf verlegt. — Der Kaiser hat bestimmt, daß ix all« Fällen, ix bex«, wie bei b« Bestimmung« über die Schutz truppe in Ostafriko, die Dienstzeit bet der Peufioittuug doppelt in Anrechnung gebracht werd« darf, dies auch bei Feststellung bei Anspruchs auf dal Dienst. auSzrichnungSkreuz und die Dienstauszeichnuug geschehen soll.
* (DaS preußische Stempelsteuergesetz) wird Dank der Bemühungen ixsoxberheit der konser- vativex Patteimitglieder aus bex KommisstonS- derathux.ex ix wesentlich verbesserter Gestalt ix daS Plenum gelangen. ES war babei bas besondere Bestrebe» maßgebend, ans dem Entwürfe alle die jeuige» Bestimmungen heranSzubringen, die das a» fich schon überlastete landwttthschaftliche Gewerbe noch mehr zu belaste» geeignet gewesen wäre». So ist von dem Auktion-stempel Absta»d geuomme» und der Briefwechsel i» wirthschaftliche» A»gelegexheiten von Stempelgebühr« befreit worden. Selbstver tc üblich ist von der konservativ« Partei »eben dieser Fürsorge für la»dwttthschaftliche Interessen nicht verabsäumt Word«, auch die Interessen der gewerbliche» Mittelstandes bei der Berathung des Stempelsteuer- gefetzes auf das Beste wahrzunehmex.
* (Jagdscheixgesetz.) Die Kommisstox zur Berathxxg deS Jagdscheixgesetzentwmf» hat ihre erste Lesung beendet. ES ist festgesetzt Word«, daß zwei Art« von Jagdschein« zm Ausgabe gelang« sollen, nämlich solche, die für daS ganze Gebiet der Monarchie, und solche, die nur für je einen Kreis gelte» soll«. Diese Neuerung ist geeignet, d« ändlicheu Kletnbesttzern bi« Jagb gx erleichtern; zu »em Zweck sollen aber b« Kleinbesitzern für b« Fall, daß fie auf be« eigen« Gelände ober ans gepachtetem Territorium, au be« fie selbst burch Mitbesitz ober Bewttthschastxng beteiligt stnb, noch wettere Erleichterungen statuttt werben. Nach be« Entwürfe fließ« bie Jagdscheingebühr« zm Kni». Üommunalkaffe, in b« Stadtkreisen zm Gemeinbekaffe. ES bürste zu erwägen sein, ob eS nicht eine durchaus :
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Die Währungsfrage-Debatte im Abgeordnetenhause.
* Dar große Interesse au ber Debatte über be» Areubtschex Antrag betreffend bie internationale Regelung ber Währu»glfrage war am Dienstag im Abgeordnetenhanse nicht «ehr j» bem Maße wie am Montag rege.
Zunächst ergriff der Abg Im Walle (6tr.) das Wort. Er hielt es für inopportun, die bewährte Goldwährung aufzugeben und ei,en Sprung i»S Dunkele zu thur. Andere Länder, wie Rußland, strebten jetzt erU rach der Goldwährmg. Unsere Landwirthschast könne mit «»deren Ländern, namentlich mit Amerika nicht konkmrtten. Durch die Ein- fuhrung ber Doppelwährung würden aber nicht nur die Getreidepreise, sonder» die Preise überhaupt stei-e», weil dal Geld «twerthtt würde. Born entgegen- gesetzte« Standpunkte beleuchtete später ber Abg. FuchS, ebenfalls vom Ceutru«, bie Frage; er nannte einen großen Theil seiner Partei Anhänger der Doppelwährung.
Abg. Frhr. v. Erffa (kons.): SlS Vertreter einer Partei, welche bie Förderung des landwttth- schastlichen Gewerbes in ihr Programm anfgeuomme« hat, will ich die vorliegende Frage nur vo« land wirthschaftliche« Standpunkte aus beleuchten. Dem Herrs Vorredner möchte ich nur dar Eine erwidern, daß er mit seiner Ansicht, Rußland wolle zur Goldwährung übergehe«, auf dem Holzwege ist. I» Deutschland kann man für 20 Mk. nur 3 Crntxer Wetze«, in Argentinien 6 — 7 Centuer kaufe». Und bei diese« Preise macht ber Argentinier noch ein gutes Geschäft. Wie kaiu da ber deutsche Landwtttb, ganz abgesehen von den billigen Frachtsätzen und dem noch sehr kulturfähigex Boden Srgenrinienk triststen, einer solchen Valutadifferenz gegenüber? Daß Argentinien viel (jportiren müsse, nm seine Zinsen bezahlen zu könne», ist ei» werthvolleS Ge ständniß der Manchesterpartei. (Sehr richtig I rechts.) Auf Koste» der Landwirrhschaft solle» also die deutsche» Gläubiger zu ihre» Zinse« komme». (Sehr richtig! rechts.) Weil die Sorglofigkeit der deutsche» Re gierneg alle mögliche» Anleihen vo« ganz ruinierte» und wirthschaftltch schlechten Lä»de« auf den deutsche» Weltmarkt geworfen, und weil das Großkapital diese Anleihe» mit marktschreierische» Notizen und großartigen Prospekte» untergebracht hat, soll die dmtsche Landwirtschaft verblut«! (Lebhafte Zustimmung rechts.) Möge» auch kleine Leute a» diese» Anleihen beteiligt sei»; ich habe mit ihxe» lei» Mitleid. Warum »ebnen fie »icht die ficheren preußische» KonsolS? Die Brauntwei»- und Zuckerprämie» werde» »lS .Liebesgabe" bezeich»et. Diese» Prämie» steht aber eine Ko»ti»g«tttu»g gegenüber, während die Anleihen auf Koste» der Landwitthschaft ohne Kontingeutirnug auf d« deutsche» Markt geworfen werde». Ist das keine Liebesgabe? (Sehr richtig! rechts.) Allerdings hängt die Gestattung der Preise »icht allein von der Währung ab, sonde« auch von der Börse. (Sehr gut! recht».) Herr Brömel hat in voriger Sitzung eine Sera steigender Getreidepresse prophezeit. Wenn diese Prophezeiung in Erfüllung geht, will ich Herrn Lrörnel ge« als neuen Schutzpatron der Landwirth- schast verehr«. Bisher habe ich ihn steilich stet» nur sozusagen oll negativ« Schutzpatron kennen Ident, ähnlich wie d« hell. Pankratius, der hx Mai die Nachtfröste bringt. (Heiterkeit.) Wenn übrigens Herr Brömel meint, bie benssch« Lcurdwttthe legt« nicht genug selbst Hanb an, nm ihre Lage zu derbeffe«, so »äse ich biefe Behauptung entschiede» zurück. ES ist freilich leichter, ein« Leitartikel gegen bie unersättliche Habgier ber Agrarier zu schreiben, als eine Srndte unter Dach und Fach zu bring«. (Sehr wahr!) Wtt find gewiß keine Gegner der kleinen Mittel, velche zur Liudernng der Roth der
Erscheint läßlich «x6er an Berttsgert ne* ®act» xnb 8ri«rt«|err. — Qnattal-AbanuemeutS-Prrir Sri der Srpe- bitten 2 Mk., bei allen Postämtem 2 Ak. 28 yfg. («kl. Bestellgeld). Jnseratiorwgebähr für dir gispaltme Heilt -btt beten Raum 10 Pf,., Reklam« für Mt Zeile 26 8fg.
* (Richtigstellung.) Die „Kins. Konesp." beintt folgende als parteivffiziöl ausdrücklich bezeichnete Richtigstellung: Ix der gegnerische» Presse wird eine Mitiheilung der „Schlesischen Zeüung", wonach eS n der Adfirt der Konserdativex be8 He? rerhcnseS gdegex habe, eixen Axttag auf Beseitigung deS Reichs! agSvahlrechtS vorzubeieiteu, lebhaft er örtert. So schreibt die „Freifinxige Zeirnng", er sei „thar- sächlich ein Vorstoß gegen das Reichstagswshlrecht von Mitglieder» der konse: vctiv« Fraktion beab- fichtigt worden"; und die „Berliner Zeitung" äußert: „Sie (die Konservativen) haben darum oenraulich Rath gepflogen, wie man vom „Herrexhause" auS dem jetzig« Reichswah'recht in bex Rücken fallen könnte. Bis zu einem bestimmte» Sxgr^ffsplan find sie ixbeß vorerst noch nicht ge'angt, sondern fie »oll« noch ei» wenig warten." Dies« AuS- streunngen gegenüber erkläre» wir auf das Entschiedenste, daß weder im Herrinhause von Seite» der Konservativen ein Vorstoß gegen daS Reichstags- Wahlrecht beabfichtigt wer, noch daß die Konterrative» überhaupt daran d.nken, zu: Sefeitiguxg des ReichS- lagSwahlrecht» Schritte zu tha».
* (DiePariserKammer und die Nordostsee' Kanalseter.) Die Annahme der an die französische Regierung ergangenen Einladung zur Theilnahme an der Nordostsee-Kar.alfeier beschäftigte die Pariser Deputirtenkammer und ten Stadtrath in ihren letzten Sitzungen. In der Kammer erklärte Ministerpräsident Ribot auf eine Anfrage über dis Flagge mit ter Jahreszahl 1870, er wolle auf eine Frage dieser Art nur mit Schweigen antworten. Im Seine Gewralrath wurde Einspruch gegen die Entsendung französischer SS-ffe nach Kiel erhoben. Andererseits wurde verlangt, am Tage der Feier dm Elsaß-Lothrinaern besondere Sympathiebeweise aus» zudrücken Der Seimpräfekt widersetzte sich jedoch auf ta« Bestimmteste allen solchen Anträgen. Dies veranlaßte einen unceieueren Lärmaustritt. Endlech beschloß der Generalrath den Uebergang Über diese Fraae zur einfachen Tagesordnung.
* (Sessionsschluß.) Auch das Abgeordnetenhaus wirb feixe Sitzungen vor de» Pfirgstferie» bereits am Sonnabend, b. 25. d. M., abbrechen, um am 10. 3b»i wieder zusammenzutreten. I« Abgeordnetenhaus« ist darüber heute Einverstäudniß erzielt worde».
** SPabetltr*, 21. Mai. (Ordexswesex.) Wie das „Westfälische Volksblatt' erfährt, ist ix Düsseldorf die Urkunde eixgetroffe», durch welche bie deutsche OrbeuSproviuz ber Dominikaner neu errichtet wirb. Zum Provinzial ist Pater Trapp ix Düffel- rorf gewählt. Der Orden?Provinz gehört n die Köster x Düsseldorf, Venlo und Berlin an, wettere Niederlassungen stehex ix Ausficht.
Deutsches Reich.
♦ Hedi*, 21. Mai. (Tagesbericht.) llxser Kaiser ged«kt «ach dem Himmelfahrtstage feix« 3agda»f«thalt ix Pröckelvitz ix Ostpr«ße« z» be» end« nxb nach dem Neu« Palast» bei Potsdam znrückznkehr«. Der Monarch erfr«t fich des besten Wohlseins. — Die Kaiserin wttd mtt ihr« Kinder« länger« Sommeranfenthalt in Wyk auf der 3xfel Föhr nehmen. Da» Oberhofmarschallamt miethett vier Billen für die Kaiserliche Familie. — Prinz Max von Sachsen, der in Eichstädt fich theologisch« Studi« widmet, wttd am 25. und 26. Juli vom Bischof Frh«. v. Leonrod die Subbiakouatr- «nb Diakonatsweihe empfangen. — Landwttthschasts- Minister v. Hammerstein hat bie Domäne Sillium >ei Hildesheim besucht, wo elekttischer Bettieb ange egt wttd. — Der Landtagsabgeordnete v. Ohl- chlägel (k.) ist gestorben. Er verttat d« Kreis isayda-Brand (Sachsen). — Der Sozialistenführer DreeSbach wttd in Mannheim nicht mehr al« LandtagSkaxdidat ausgestellt »erben. Die Anhänger
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ANg klär« hi» Länger« c Waara tttn & labe, i« Wünsch» mügte. )lüsse adt » Hause» lieh, der Pr ist» erbte mit gleich« ist biener. Vertrau« ■ dasselbe iU wolle» «oll ethstt. 10
Unter- hhülst 4 an die (3241
Marburg,
Donnerstag, 23 Mai 1895.
deS Dr. Nüdl und diejenige» DreeSbach'S einigte» stch auf dir Kandidatur von (Reif.
* (Von der Armee.) Der preußische Kriegs Minister hat bestimmt, daß für die Meldereiterdetache mente Rekruten arsznwähl« find, welche, mit der Wartung von Pferd« oe:traut, ihrem Berufe, sowie
larbeite» sst v. <• daselbst tagsüber ff. nutet
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Sebientg. oathenrz Rauhes
(Dienstagssitzung,) Auf der Tagesordnung stcht die zweite Lesung der Novelle zum Brantweinsteuer- gesetz. § 1, wonach die GesammljahreSmenge deS Kon- tiugentS, welches zum niedrigeren Abgabesatz zu versteuern ist, alle 5 Jahre einer Revision uuterliegt, wird debotteloS an genommen. Zu § S, wonach auch die Vertheilung deS Kontingents anf bie einzelnen Brennereien nur alle 6 Jahre, tatt wie bisher alle S Jahre ne« erfolgt, bemerkt Abgi Richter (freist 8g.), daß die Neubestimmungen den Refer- vattechtrn Bayerns widersprechen, Born Bundes- rathStische wttd dieser Einwand als nicht begründet bezeichnet. — ES ergriffen dann zunächst nur Redner der freisinnigen Volks pattei und der Sozialdemokratie das Wort, um eine Ablehnung der Vorlage zu begründen, jebenftito aber eine Diskussion über dieselbe herbeizuführen. Abgi Weiß (freif. Bi) beantragt, die Vorschläge ber Kommission abzulehneu unb bie Regierungsvorlage wieder herzustellen. Auch Abgeordneter. Richter (freif. Vp.) wendet fich gegen Auftechterhaltuug der KontingentSmenge bei ver- minderter Benutzung desselben. — Berichterstatter Abg. G a m p (ReichSP.): Wenn die verschiedenen Steuersätze, bar Wünschen deS Abg. Weiß entsprechend, aufgehoben würden, o müßten innerhalb einer JahreS alle Brennereien in Süddeutschland verschwinden. Redner «endet fich dann gegen die Ausführungen des Abg. Richter. Nach Schluß i)er Diskussion findet axf Anttag deS Abg. Meyer (freist Bereinig.) eine namentliche Abstimmung statt, welche die Einführung der kjährigm KontingenttrungSperiode ftststtzti Dafür stimm« 167, dagegen 66 Abgeordnete (Sozialdemokraten, freist Bolkspartei, freif. Sereinignng südd. Bolkkpartti und einige Antisemtten). Der Absatz ist somit augenommm. Der Antrag Richter auf Medahnstelloug der Reg;auug». Vorlage wttd abgelehnt und bann ber ganze Abschnitt über die Souttngmtirnng in ber KommisfionSfaffung angenommen. Rachbem hierauf eine Reihe voo Abschnitt« ohne Debatte argmommm ist, erhebt stch eine Erörterung bei bem Abschnitte über bie Maischbottichsteuer ber landwirthschastlich«
be» HM Garant« 25 säht Jek«!, 3, [327j ltehrnr i» ze».
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Anzeigen nimmt entgegen bie Expedition dieser Blatter, sowie die Annoncen-Bureanx von Haasenstein u. Vogler in ww , Frankfurt «. M., Tassel, Magdeburg und Wien; Rudolf AAÄ. ScGDrü Moste m Frankfutt a. M., Berlin, Münch« u. Köln; G. L.
Daube u. To. in Frankfutt e. M„ Berlin Hannover, PattS.